umfangreichen Arbeitsprogramm für bie idf Zuge bcfinti= liche regelmäßige Jahresversammlung festgesetzt worden sind. Und wenn dabei selbstverständlich auch Bestechungen und Verhandlungen der einzelnen Delegatloitvll untereinander zwecks Klärung der zwischen ihren Ländern schwebenden Fragen nebenhergehen, so ist doch andererseits m Berücksichtigung zu ziehen, daß den beteiligten Persönlichkeiten für die in Frage kommenden Entscheidungen in Bezug auf Zuständigkeit und Vollmachten nicht immer die erforderlichen Aktiv-Legitimationen zur Verfügung stehen. Das ist vielmehr häufig Sache der Regierungen und hat auf Grund von Verhandlungsergeb- nissen zu geschehen. Der Vorteil der für Deutschland neuen Arbeitsweise, der Verhandlungen innerhalb und neben den Völkerbundstagungen an Ort und Stelle dieses größten und häufigsten diplomatischen Kongresses der Welt, besteht eben darin, daß a n bi e Stelle des Notenaustausches die persönliche Fühlungnahme einzelner für die allgemeinen Richtlinien der Außenpolitik ihrer Länder maßgebenden Staatsmänner getreten ist; daß also das Verfahren für die Behandlung der Fragen sich vereinfacht, verkürzt hat und dem entspannenden 'Einfluß unmittelbarer menschlicher Beziehungen unterworfen ist, auch wenn die letzten Entscheidungen sich nicht unmittelbar verwirklichen la]|en."
Man darf wohl annehmen, daß in den Besprechungen, die zweifellos in den nächsten Tagen zwischen Deutschland und den übrigen Partnern des Locarno-Vertrages in Genf geführt werden, der E r u n d zu einer Regelung der strittigen Fragen gelegt wird. Den Standpunkt der deutschen Regierung har der Reichsminister des Ministeriums für die besetzten Gebiete, Dr. Bell, soeben wieder in Koblenz dargelegt. Der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund muß sich am Rhein auswirken. Es wird Aufgabe der deutschen Diplomatie sein, die durch den Eintritt in den Völkerbund neu geschaffene Situation so stark wie möglich in diesem Sinne auszunutzen.
Sar Amnestieprotokoll.
Die Erleichterungen für das besetzte Gebiet.
z Zu dem am 10. September erfolgten Austausch der Unterschriften zu dem Amnestieprotokoll für das Rheinland veröffentlicht die Agentur Havas eine längere Auslassung, in der es heißt:
Um ihre Absicht zu bekunden, die vereinbarten Bestimmungen in weitherzigem und wohlwollendem Sinne auszu- legen, hat die Rheinlandkommission sofort zwei Ausführungsverordnungen erlassen, deren eine die früheren sogenannten Festungsverordnungen aufhebt und deren andere den Zweck hat, die Durchführung der den Alliierten Behörden im besetzten Gebiet obliegenden Amnestiematznahmen zu sichern.
Außerdem hat der französische Oberkommissar der Rheinlandkommission Vorschläge zugelassen, die sofort angenommen werden sollen, und deren Zweck es ist, für den Bereich der französischen Zone im Geiste weitgehenden Entgegenkommens eine gewisse Anzahl ihrer Ausweisungs- oder Absetzungs- derfügungen, namentlich gegenüber Beamten, rückgängig zu machen. Es handelt sich meistens um Fälle, wegen denen die deutschen Behörden bei der Rheinlandkommission schon vorstellig geworden sind. Für den Bereich der belgischen und englischen Besatzungszone werden die übrigen Mitglieder der Rheinlandkommission in der gleichen Weise Vorgehen. Die Vertreter der Besatzungsmächte erwarten im Austausch dagegen entsprechende Maßnahmen seitens der deutschen Behörden zur Erledigung verschiedener schwebender Verfahren, von denen einige ein besonderes Jnterefte bieten, z. B. die Angelegenheit des Bürgermeisters Helfferich, der von bayerischen Gerichten verurteilt worden ist.
Die Lage in Griechenlaiw
Wiedereinsetzung des Königs?
, Nach Meldungen aus Athen ist die Lage in Griechenland noch immer ungeklärt. Die Athener Zeitung ,^HesPcrim" bringt die aufsehenerregende Meldung von einer internationalen diplomatischen Intervention zugunsten der Wiedereinsetzung des Königs Georg. Dieser Meldung zufolge hatten sich die auswärtigen Ministerien von England, Jugoslawien und Rumänien
bereit erklärt, bei dem Kabinett Köndylis Schritte zu unternehmen wegen einer Rückberufung des Königs auf den Thron. An zuständiger griechischer Stelle wird bestritten, daß eine der- artige Intervention erfolgt sei. In rohalistischen Kreisen er- klärt man, daß diese Meldung von den Gegnern des König- rums verbreitet würde, um dieses zu kompromittieren.
Spaniens künftige Politik.
Eine Erklärung Primo de Riveras.
Der Vertreter eines Berliner Blattes hatte in Madrid mit Primo de Rivcra eine Unterredung, in der der Diktator u. a. erklärte:
„Die Auflehnung der Artilleristen ist im Auslande maßlos überschätzt worden. Die Schuldigen wird die ganze Härte des Gesetzes treffen. Wenn sie auch wohl der Tragweite ihres Schrittes sich nicht voll bewußt gewesen sind, die Sicherheit des Staates erfordert, daß diesmal nicht Gnade vor Recht ergeht. Wie ich mir die weitere Gestaltung der Dinge in Spanien denke? Ich brauche nur auf die Kundgebung hinzuweisen, die ich bei meinem Regierungsantritt vor drei Jahren erließ. Drei Jahre sind keine lange Zeit. Es war ein Ausnahmezustand und es muß Ordnung geschaffen werden. Mein Werk ist nicht vollendet."
Auf die Frage des Korrespondenten, ob Spanien nur zeitweilig am Völkerbund desinteressiert sei, erklärte Primo de Rivera: „Heute läßt sich das noch nicht sagen. Wir muffen die weitere Entwicklung abwarten. Aber ich möchte klar zum Ausdruck bringen, daß Spanien über Deutschlands Ausnahme in Genf lebhafte Genugtuung empfindet, und sie als einen wichtigen Schritt auf dem Wege der Befestigung des europäischen Friedens ansieht. Unsere freundschaftlichen Beziehungen zum deutschen Volk werden durch die Genfer Vorgänge sicherlich nicht getrübt werden. Wir wünschen ganz besonders eine weiter; Ausgestaltung des Handelsverkehrs zwischen den beiden Ländern.
" Todesstrafe für Eisenbahnfrevel gefordert. Der bayerische Landtagsabgeordnete Professor Hermann Bauer regte in einem Schreiben an die bayerische Staatsregierung an, daß eine Notverordnung erlassen werde, die jeden Anschlag auf Eisenbahnzüge unter Todesstrafe stellt. Die bayerische Regierung wolle in diesem Sinne bei den maßgebenden Reichs- rnstanzen vorstellig werden. Begründet wird diese Anregung damit, daß solche Verbrechen, wie sie mehrfach vorkommen, das Vertrauen in den Schutz durch die öffentliche Gewalt und damit das Vertrauen in den Staat schlechthin begraben.
^ Kein Abbau beim Reichswirtschaftsministerium. Ein Teil der Presse gibt eine Meldung wieder, wonach durch eine Vereinfachung des Geschäftsganges und des Beamtenapparates eine Reform des Reichswirtschaftsministeriums geplant sein soll. Diese Meldung entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage. Nach der durchgreifenden Reform im Jahre 1924 und der klaren Gliederung des Reichswirtschaftsministeriums kommt weder ein „organischer" noch ein „unorganischer" Abbau in Frage,
" Ein österreichischer Minister lehnt die Ehrenlegion ab. Wie aus Wien gemeldet wird, war dem österreichischen Handelsminister Dr. Schürft, der gleichzeitig Mitglied der Groß- deutschen Partei ist, anläßlich der Pariser Ausstellung eine hohe französische Auszeichnung in Aussicht gestellt worden. Er sollte mit dem Offizierskreuz der Ehrenlegion dekoriert werden. Minister Dr. Schürff hat nunmehr ersucht, von der Verleihung Abstand zu nehmen.
^ Zur Frage der Einführung der Todesstrafe in Italien. „Lavoro d'Jtalia" meldet, daß die Kammer bereits Anfang Oktober zu einer außerordentlichen Session zssammentreten will, um die Einführung der Todesstrafe zu beraten. Es verlaute, daß die Todesstrafe eingeführt werden solle für alle Verbrechen gegen das Leben des Königs und des Pren.ier- ministers sowie bei allen Verbrechen gegen die Sicherheit des Staates und Regimes.
A Friedberg. (Neue Kanalisation.) Das Städtchen Assenheim plant die Herstellung einer Kanalisation, die ungefähr 83 000 Mark kosten soll. In einer Bürgerversammlung wurde das Projekt eingehend erörtert, wobei man der Hoffnung Ausdruck gab, daß der Staat dazu ein Darlehen bereitstellen würde, das etwa 50 000 Mark betragen soll. Die produktive Erwerbslosenhilfe wird 12 000 Mark aufbringen, fo daß die Gemeinde noch 18 000 Mark beizusteuern hätte.
Die Typhusepidemie in Sannova.
Bisher 879 Erkrankungen und 17 Todesfälle.
Die seit ungefähr einer Woche in Hannover um sich, fende Typhus-Epidemie hat einen außerordentlich Umfang angenommen und ist noch im Steigen begriffen?
Die Zahl der Erkrankungen ist nach amtlicher Mittest an einem Abend von 733 aus 879, also um 146 gälte stiegen. Die Zahl der Toten beträgt zurzeit 17.
Nach einer Meldung der Regierung in Hannover dem Amtlichen Preußischen Pressedienst aus dem Bellst fahrtsministerium mitgeteilt wird, als
Ursache der Erkrankungen wahrscheinlich die Infektion eines der drei Hannover Wasser versorgenden Wasserwerke anzusehen. Bereits mehreren Wochen wurde anläßlich zahlreicher, plötzlich t tretender Magen- und Darmerkrankungen festgestellt, bat Wasser dieses Werkes eine Zeitlang eine hohe Keimzahl, wies. Aus Anlaß dieser Erkrankungen wurde eine Reiher dächtiger Brunnen aus der Förderleitung ausgeschaltet unb einwandfreie Funktion der bereits bestehenden Chlorte» anlage Sorge getragen. Seitdem ist das Wasser der betest den Wasserleitung wieder einwandfrei.
Offenbar ist vor mehreren Wochen gleichzeitig mit b Eindringen von Keimen, die die Magen- und Darmersch« gen bedingten, auch ein Einbruch von Typhusbakterien in Leitung erfolgt. Das Jnkubationsstadium, d. h. die Zeit t der Aufnahme der Infektionserreger ab, dauert bei Thß 1—3 Wochen. Infolgedessen kommt die vor mehreren M erfolgte Infektion erst jetzt zum Ausbruch.
Die eigentliche Infektionsquelle
ist aber durch die bereits vor mehreren Wochen getroffen Maßnahmen beseitigt, und es ist nicht anzunehmen, dah' zurzeit noch Keime in der Wasserleitung befinden. Jmmi muß mit weiteren Erkrankungen gerechnet werden, da eS nt lich und in gewissem Grade sogar wahrscheinlich ist, das! Krankheitskeime vor einigen Wochen von zahlreichen Perser ausgenommen worden sind. Insbesondere muß auch: Kontaktfällen gerechnet werden, d. h. mit solchen Ertrank gen, die durch Berührung mit den jetzt Erkrankten berate sind.
Typhus-Epidemie auch in Magdeburg.
Wie erst jetzt bekannt geworden, ist Anfang Seftm! Typhus in die Magdeburger Vorstadt Wilhelmstadt ei« schleppt worden. Die Zahl der Fälle ist jetzt auf 30 geffitgt Todesfälle sind nicht zu verzeichnen. Nach kreisärztlichn § stellung erfolgte die Infektion durch nicht einwandfreie R
Die Locarno-Verträge in Kraft getreten.
Genf, 14. September. Die an den Verträgen von 2« beteiligten Mächte, nämlich Deutschland, England, graufrei Italien, die Tschechoslowakei und Polen, haben im Sein sekretariat des Völkerbundes die Ratifikationsurkunde« diesen Verträgen niedergelegt. An dem Akt, der sich im Ä zimmer des Generalsekretärs Sir Eric Drummond vch nahmen teil: für Deutschland Reichsaußenminister Dr 8» mann, für England Außenminister Chamberlain, für FW reich Außenminister Briand, für Italien der erste Mgic Senator Scialoja, für Belgien De Brouquöre, für die # flowakei Außenminister Benesch und für Polen Außenmim Zalewski, die alle von ihren juristischen Sachberatern beglei waren. Nach der Prüfung der Urkunden wurde über bei Niederlegung für jeden einzelnen Vertrag ein besonderes P tokoll angefertigt und von den jeweils beteiligten Vertut unterzeichnet. Nach Abschluß dieser Formalität rietet® i Delegierten gemeinsam ein Telegramm an den SBürgerM von Locarno. Mit der Niederlegung der RatifikationA^ sind die Verträge endgültig in Kraft gesetzt worden. ,
□ Schwere Gewitter über Pommern. In der Nacht gs"! über einen Teil Pommerns schwere Gewitter nieder,, einem schweren Sturm und Hagelschlag begleitet waren < e Blitzschlages brach an verschiedenen Stellen Er
größere Erntevorräte zum Opfer fielen. Im Bodden kenterte ein Boot. Die beiden Insassen konme einem Fischer gerettet werden.
Der Siebente.
Roman von Elsbeth Borchart.
34 .Fortsetzung. Nachdruck verboten.
Mit hochroten Wangen und sehr animiert trat Linda bei Waltraut ein, und die Stunde, die die beiden Frauen zusammen verplauderten, verging ihnen schnell. Es mußten sich also doch gemeinsame Interessen gefunden haben.
Daheim schien sie der Bruder schon erwartet zu haben.
„Nun, wie fandest du es auf Eerolstein?" fragte er die Schwester.
„Waltraut war heute genießbarer als sonst," antwortete sie. „Sie schien mir auch etwas frischer auszusehen. Auch deinen famosen Hauslehrer habe ich kennengelernt," fügte sie nebenbei hinzu.
„Wo?" fragte er.
„Im Park traf ich ihn, und er stellte sich mir vor," meinte sie leichthin und ging auf ein anderes Thema über.
Sie mochte es dem Bruder nicht gestehen, daß sie in dem neuen Hauslehrer ihren interessanten Fremden, nach dem zu forschen sie ihn beauftragte, wiedergesunden hatte. Augenscheinlich hatte er längst den Auftrag vergeften, und die Sache war ja nun erledigt. . . .
Seit diesem Tage war Linda ein häufiger Gast auf Eerolstein geworden. Die Krankenstube beengte sie nicht mehr; sie fand die junge Gräfin nicht mehr ungenießbar und sagte es sich stolz, daß sie eine Pflicht der Nächstenliebe erfülle, wenn sie der einsamen, kranken Frau hin und wieder Gesellschaft leistete. Aribert war darüber nur zufrieden. Da er selbst nicht immer einen passenden Vorwand fand, öfters auf Eerolstein vorzusprechen, so war es ihm lieb, von Linda auf dem laufenden erhalten zu werden. Aber seine Schwester war merkwürdig wortkarg geworden; sie erzählte nur Nebensächliches, Allgemeines, erwähnte Eeeger nur selten und verhehlte es, daß sie fast jedesmal mit ihm zusammentraf.
So ahnte Aribert nicht, was der eigentliche Magnet, der Linda nach Stolzenau zog, war. Sie selbst würde es mit Entrüstung von sich gewiesen haben, wenn jemand ihr
auch nur das geringste Interesse an einem „Hauslehrer" zugeschoben hätte.
Dennoch suchte sie Gelegenheit, ihm bei ihren Besuchen auf Gerolstein zu begegnen. Sie hatte es bald heraus, wann er seinen gewohnten Spaziergang im Park machte, und da sie immer zu Fuß ging, so war ein Zusammentreffen nichts Auffallendes.
Das eigentümliche Gemisch von zuvorkommender Höflichkeit und sarkastischem Spott, das sein Wesen und seine Worte ihr gegenüber zeigten, hatte etwas Prickelndes, Aufreizendes für sie. Es war einmal etwas Anderes, als sie es bisher gewohnt war, und stach seltsam gegen die zarten Huldigungen und Schmeicheleien ihrer Courmacher ab. Daß er es sogar wagte, ihr offen entgegenzutreten, hätte sie auch als etwas Ungewohntes, Neues gern hingenommen und mit gleicher Münze wiedergegeben; aber daß er es in feinen Earkasmus kleidete, so daß sie manchaml nicht wußte, welche Spitze darin lag, das reizte und ärgerte sie über die Maßen. Sie strafte ihn hinterher mit eisigem Hochmut und ließ ihn recht empfindlich seine untergeordnete, abhängige Stellung fühlen. Dann lächelte er, wie man zu den Unarten eines verzogenen Kindes lächelt. Die kleinen Angriffe und gelegentlichen boshaften Ausfälle prallten völlig an ihm ab; er blieb stets der kühle, höfliche und verbindliche Mann, der sie mit einem einzigen Wort so klug zu entwaffnen wußte, daß sie sich hinterher ihrer Gereiztheit vor ihm schämte. Wie konnte sie das nur so ernst genommen haben, sie, die allezeit kühle Linda,'die sich sonst niemals aus ihrer Ruhe und frohen Behaglichkeit bringen ließ!
Sie nahm sich dann jedesmal vor, dem Hauslehrer künftig aus dem Wege zu gehen, ihn nicht mehr zu beachten, doch bei der allernächsten Gelegenheit hatte sie es bereits vergeften.
Auch ihm schien das lustige Geplänkel mit dem klugen, frischen Mädchen Spaß zu machen, denn seine Spaziergänge führten ihn immer auf den Weg nach Stolzenau.
Es war ein kühler Regentag.
Eberhard saß am Fenster W Unkerrichiozimmers, mit
einer Schnitzarbeit beschäftigt. Er hatte sie zum ^ha tag seiner Mutter bestimmt, der zwar erst in den fiel. Aber da er nur bei schlechtem Wetter Geduld f Stillsitzen fand, so sah er voraus, daß er damit niq schnell fertig werden würde, und hatte darum schon 1 damit begonnen. .
Karl Heinz wußte heute absolut nichts anzusaus Eberhard wollte nicht mit ihm spielen, und allem IP1 mochte er nicht. w
Mit etwas trübseligem Gesicht schaute er durch Fenster in den Regen hinaus. Plötzlich erhellten sich i J Mienen. Leise und vom Bruder unbemerkt hinaus, die Treppe hinunter, zum Zimmer seiner .
Waltraut saß in ihrem Krankenstuhl. Vor sich.^ dem Schoß hatte sie eine kleine Truhe stehen, die aus barem, eingelegtem Holz bestand und deren seltener jedem erkennbar war. Sie hatte darin gekramt uu. verschiedene Papiere entnommen und vor sich oni Stuhl gelegt.
„Mutti!" . , M
Sie wandle sich um, ihrem kleinen Sohn zu, ^ sie zueilte und sie mit einer stürmischen Liebkoluuv armte. r
„Nun, Liebling, wo kommst du denn her?" WLA traut, zärtlich über die Locken ihres Jüngsten strE ^ „Ach Mutti, es ist so langweilig oben. Eberha — der arbeitet, und ich mag nicht allein spielen. " darf bei dir bleiben?" -.^i'
„Gewiß, wenigstens so lange, bis Herr Seegerr erwiderte sie. „Du weißt, der liest deiner Mutn etwas vor."
„Da möchte ich so gern einmal zuhören, A
„Das wird wohl nicht angängig sein, LieMsnn-^ ^ würdest du dich nur langweilen, weil es für Interesse hat, was wir lesen." . N
„Das schadet nichts", beharrte Karl Hernz " ^Ü Hartnäckigkeit des verwöhnten Kindes. „Im ' i A mich gewiß nicht, schon wenn ich nur Hierbleiben will auch ganz still und artig sein und euch folgt)