Schluchtemer Leitung
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Nr. 93
(1. Blatt)
Samstag, den 7. August 1926 «nspw -/wml-rr nNvmkü '/ immil
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78. Jährst. ;
Amtliche Bekanntmachungen.
Landratsamt.
In der Aula des Lehrerseminars in Schlüchtern findet am n. August 1926, vormittags 11 Uhr, eine öffentliche Feier der Wieder-
kehr des Derfaffungstages
statt.
Die Herren Vorsteher, Beamten und Mitglieder der hiesigen Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, die Bürgerschaft und die Vorstände und Angehörigen der Kirchen- und Schulgemeinden, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Innungen, Beamten- und Angestelltenorganisationen werden zu dieser Feier eingeladen.
Festfolge:
i. Weihelied von Mozart . Gremmels'scher Männer-Chor.
2. Begrüßungsansprache.
3. Kennt ihr das Land der Eichenwälder. Von Fr. Hegar.
.....Gremmels'scher Männer-Chor.
4. Festrede: Geist, Religion und Wirtschaft als versas-
Der Verkehr ist über Herolz zu leiten.
Uebertretungen werden nach der Polizeiverordnung vom 6. April 1877 (Amtsblatt S. 137) bestraft.
Schlüchtern, den 6. August 1926.
Der Landrat. J. V.: Schultheis.
Kreisausschutz.
J.-Nr. 2127 L. U. Zu der bevorstehenden Umlegung der Ausgaben der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 1926 und der Berechnung der Umlagebeiträge werden die Heberollen dringend benötigt. Diejenigen Gemeinden, welche noch mit der Einreichung derselben an die Sektionskasse im Rückstände sind, werden ersucht, dieses innerhalb 5 Tagen zu veranlassen.
Schlüchtern, den 5. August 1926.
Der Sektionsvorstand der Hess. Nass. Landw. Berufsgenossenschaft Sektion Schlüchtern.
I. V.: Dr. Hausmann.
Stadt Schlüchtern.
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sungöbildende Kräfte
Rektor Dr. Fischer.
;. Niederländ. Dankgebet . Gremmels'scher Männer-Chor.
6. Schlußwort.
7- Deutschland, Deutschland über alles. Gemeinst Gesang. Schlüchtern, den 6. August 1926.
Der Landrat. J. V.: Dr. Hausmann.
Arbeiterschutz auf Bauten.
11 9 Nr. 259 11. Verschiedene erhebliche Unfälle auf Bauten veranlassen mich erneut die Polizeibehörden auf die Notwendigkeit hinzuweisen, dem Schutz der Bauarbeiter ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden. Ich verweise zunächst
698 — in dem die Baupolizeibehörden angewiesen sind, sich namentlich durch Nachprüfung an Ort und Stelle noch besonders davon zu überzeugen, daß die vorgeschriebenen Sicherheitsvorrichtungen auch wirklich vorhanden sind. Um weiteren Unfällen nach Möglichkeit entgegenzutreten, ersuche ich, die Nachgeordneten Behörden erneut anzuweisen, für die ganze Durchführung der Sicherheitsvorschriften auf allen Baustellen zu sorgen.
Nach § 66 Nr. 8, § 78 Nr. 6 und § 92 des Betriebsrätegesetzes vom 4. Februar 1920 ist es Pflicht der Betriebs- Vertretungen, die Baupolizei- und Gewerbeaufsichtsbeamten >n der Bekämpfung der Gesundheits- und Unfallgefahren zu unterstützen. Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß es imnat. *n größeren Betrieben zweckmäßig ist, daß die Bau- j dobzei auch von sich aus mit den Betriebsvertretungen Fühlung nimmt. i i
Durch Erlaß vom 5. November 1919 ^ St. 6^ Mr ber Erlaß besonderer Polizeiverordnungen ®X.®^^ § M n"^" bci Bauten,gnMW worden. Soweit darans- 7. Vmizewerordnungm erfassen worden sind, ersuche ich Ole Polizeibehörden noch besonders anzuweisen, ihr Singen- merr auf die Jnnehaltung auch dieser Vorschriften zu richten.
Beelih, den 7. Juli 1926. ’ , .
Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt. In Vertretung: gez. Scheidt. —
V Ä-'Nr 73,03.' Die nachgenaunten Personen sind ge- natz.iLer Schiedsmannsordnung vom 3. Dezember 1924
-, s. S.-S. 751/1924) zu Schiedsmännern bezw. Schievs- lannsstellvertretexn gewählt bezw. wiedergewählt und als M verpflichtet worden und zwar:
a) zu Schiedsmännern: ?? .n.n
i, Schuhmacher Adsm Krdß, Breitenbach, Landwirt Wilhelm Fieres, Gpndhelnl, Landw'irt Friedrich Fehl, 'HiuW Lehrer Ludwig Schreiber, Oberkalbach,
1 Oberleutnant a. D. Emil Grob, Sannerz, Landwirt Johannes Archner, Vollmerz, Landwirt Georg Alt, Wallroth, b) zu Schiedömannsstellvertretern: Landwirt Wifolmis Leipold, Breitenbach, 1 Vanbmirt Wilhelm Wissenbach, Gundhelm, Lapdwirt Johannes Höhn jun., Hütten, Landwirt Nikolaus Ommert, Oberkalbach, Landivirt Josef Gärtner, Sannerz, Maurer Andreas Hohmvnn, Bollinerz, Maurer Heinrich Sloll, Wallroth.
Schlüchtern, den 1 August 1926.
II»
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Gewerbliche Berufsschule Schlüchtern.
Der Unterricht an der gewerbl. Berufsschule beginnt Dienstag, den 10. August, nachmittags 1 Uhr.
Es wird wiederholt darauf hingewiesen, daß die Ge-
werbeunternehmer verpflichtet sind, jeden berufsschulpflichtigen Lehrling spätestens am 6. Tage, nachdem sie ihn angenommen haben, zum Eintritt in die Berufsschule bei dem Schulleiter anzumelden.
Schlüchtern, den 5. August 1926.
Der Vorstand der gewerblichen Berufsschule: Gaenßlen.
Stadt Steinau.
Bekanntmachung.
Die Erhebung der Brandsteuerumlage für das II. Halbjahr 1926 findet am
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Uhr in der Gastwirtschaft Eckart statt.
Steinau (Kreis Schlüchtern), den 4. August 1926. Der Bürgermeister. Dr. Kraft.
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Bekanntmachung.
Die Ausübung der Leseholzberechtigung gibt Veranlassung darauf hinzuweisen, daß das Ab- oder Ausbrechen von noch stehendem Holz, sowie das Sammeln des Holzes bereits am Tage vor dem erlaubten Tage, um es am nächsten Tage abzuholen, verboten ist.
Zuwiderhandlungen werden auf Grund des Feld- und Forstpolizeigesetzes unnachsichtlich bestraft.
Sleinau (Kreis Schlüchtern), den 4. August 1926.
Die Polizeiverwaltung. Dr. Kraft.
Neues vom Tage.
— Vor dem Zentralarbeitsnachweis in der Hermannstraße in Berlin kam es zu Krawallen. Die Menge mußte mit Gummiknüppeln und Karabinern von der Polizei auseinander getrieben werden. •
— Nach Meldungen aus Hongkong find durch das Bersten der Dämme am Pangtsekiang in dem südöstlichen Teil der Provinz Hupch 3000 Menschen ums Leben gekommen.
— In der Bucht von AraraS sind zwei Dampfer zusammengestoßen. 21 Passagiere und 5 Seeleute ertranken.
— In der Provinz Korea sind infolge Regenstürme die Flüsse über die Ufer getreten und haben weile Strecken Landes überschwemmt. 75 Personen sollen dabei umge- kommen sein.
— In Guadalajara (Mexiko) sind infolge des Kirchen- streits bei einem zwischen Soldaten und Katholiken statt- gefundenen Kampfe 6 Personen getötet und 14 verwundet worden.
— Die französische Kammer hat mit 420 gegen 140 Stimmen den Gesetzentwurf über die Schaffung einer Amor- tisierungskasse angenommen.
— In Paris ist am Donnerstag zwischen dem deutschen Botschafter v. Hösch und Außenminister Briand ein scchs- monatigeS vorläufiges Handelsabkommen unterzeichnet worden.
— Der Reichspräsident empfing den deutschen Gesandten in Stockholm, Dr. b. Rosenberg, sowie den Erfinder des Flcitncr- Rotors, Anton Flettner
— Reichsbankpräsident Dr. Schacht hatte im Nordseebad Scheveningen mit dem Leiter der Federal Reserve Bank, Benjamin Strong, eine Zusammenkunft.
— Bei einem Autounglück in Burgbernheim bei Würzburg wurden neun Personen getötet und zwei schwer verletzt.
— In Frankfurt a. M. erschoß «in Ajährioer Kaufmann seine Geliebte und verletzte deren Mutter und Schwägerin sehr schwer.
.-.— T» Paris ist d»- £bc.)t- > riegKpar unter den. Vorsitz »es Pra»oentea der Republik D»umer.i'ie jusammengetreten.
— Briand hatte gestern mit den Botschaftern Spaniens, Polens und Japans Besprechungen über dir kommende Sitzung des Völkerbundes und den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund.
— Wie aus Mexiko gemeldet wird, hat das mexikanische Kriegsministcrium etwa tausend Offiziere aus dem Heeresdienst entlassen, da sie verdächtig schienen, im Kulturkampf gegen die Regierung zu rebellieren.
Völkergemeinschaft und Ration.
Auf der Herbsttagung der katholis Aachen hielt der frühere österreichis
katholischen Akademiker in :rreichische Bundes Präsident
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Der aufgeklärte Magdeburger Mord.
Schröder legt ein volles Geständnis ab.
Der Mörder des Buchhalters Helling, Schröder, hat, wie das „Berl. Tagebli" in später Nachtstunde erfährt, Mittwoch abend ein volles Geständnis abgelegt. Nachdem er anfänglich sehr selbstbewußt zu leugnen versuchte, brach er unter dem Druck des von den Berliner Kriminalkommissären zu- sammengetragenen Gewaltmaterials und des Geständnisses seiner Geliebten vollständig zusammen. Er gab auch zu, daß Rudolf Haas an der Tat in keiner Weise beteiligt ist. Er habe seine falschen Angaben nur gemacht, weil er um seinen Kopf kämpfte.
Die Untersuchung über das Eisenbahnunglück im MLnchemr Ostbahnhof.
München, 5. August. Die gerichtliche Untersuchung über M8 Eisenbahnunglück im Münchener Ostbahnhof ist noch immer nicht abgeschlossen, weil nahezu 200 Zeugen vernommen werden müssen. Im Krankenhaus befinden sich zurzeit noch 20 Personen. Der beschuldigte Lokomotivführer wurde aus seinen eigenen Wunsch zur Prüfung seines Geistes- Zustandes der Münchener Psychiatrischen Klinik überwiesen.
Cobham in Australien cingctrosfen.
Port Darwin, 5. August. Man Cobham, der am 30. Juni mit einem Wasserflugzeug England verlassen l>at, um Austra- acn zu erreichen, ist heute wohlbclMen hier ciugctroffcm
Der Landrät. J. V.: Schufts.
(G^S- Der Landweg von Elm bis zum Neuberg ® h,^ Elm) wird wegen Vornahme von Walzarbeiten SK SS einschl. 14. August d. Jr. für sämtlichen Fuhr, ^verkehr gesperrt.
□ Typhuscrkraukuugr» bei der Reichswehr. Zu den Typhuscrkranknngcn im Reiterregiment 11 der Reichswehr verlautet, daß im ganzen sechs Soldatan erkrankt waren, von denen, wie gemeldet, zwei gestorben sind. Der Krankheits- zustand der übrigen vier, von dcney zwei sich im Lazarelt
Dr. Seipcl einen mit großem Interesse verfolgten Vortrog über „Völkergemeinschaft und Nation", an bem zahlreiche Per- treter der geistlichen und tveltlichen Behörden tcilnahnicn.
In seinen Ausführungen betonte Dr. Seipcl, daß wir über die Nation hinauskommen müssen, um zu der Gemeinschaft der Völker zu kommen. Heute haben mir die Aufgabe, über die Völker hinaus die Bölkergtmemschast aufzustellcu. Gerade in unsern Tagen ist die Völkergenicinschaft dringend notwendig. Als Beweis könne er folgendes Msührcne Die Verträge, die den Weltkrieg beenden .sollten, enthielten das Kapitel vom Völkerbund. Möge man diesen Völkerbund, wie er durch die Verträge unter einem Diktat der Sieger cin- geführt worden ist, bewerten wie man will, auf jeden Fall sehen wir, daß die Idee der Bölkcrgemcmschaft zu jeder ^h, 3 als die Verträge geschaffen wurden, als ein unbedingrrs Postulat vor den Menschen geftanbey Jjtpt.
Vielleicht nehmen wir an, es wäre denen, die, in den Fricdcnsverträgen das Kapitel vom Vöckcrbmw'eln- gesetzt haben, nicht ernst, sie wollten nur das üBrige Wrüen Verträgen damit verdecken und- bcschöuiMN. SAlbssrWnn es - so gewesen sein, sollte, so legen doch auch Mi MeiL sssttM,^- urteilung die, die dieses Kapitel verfaßt haben, ZMMj? dÄ»fu fabfibag ibie N.enschheit ein siLches Wertexwarjct hatz Senig- strnß: den Scheii» miWi^ sie frugen, dti<ß es Anen ^kfiid) * odiose V^ltergenieinschaftM
.^Zdecil.van der Vochrgsmcmichast noch nicht. - .
*' Niemand, tun welligste» her VvlL^tbnpb fllhst^ hilf/ es e-wagsi^won einer ü b c r si aatl i dielt;(W «I^rWMMsn L-Orgahgatimt zu sprechen, tvE
Der Völkerbund, mir er jetzt -besteht, G eiac^VL^iWgnjlgixvpn ^einzelnen Völkern. AÜvr es ist in>ch utchk grlizggc^, gsn-ysizk -Glichen Band zun.finden, das diese. iM HUPNMpl-)gfl rf;yr »iGsmeichchafl utachru kLn,A^ Es Wlsispas 4)qnb der Aufori- L-lätul'-Mst tiofstcoGrnnd, ivarum es nicht tielytgt^f^j^n - Nationon eine Vvlkcigeitteiiischpfl^tüi^g^^^^Mi^Ma, .tswie >MM -alandt» iiiußle, ■ N«' Ge« J Ät-Mntch, i-Mwew:«s- s»t,tch M,.Pacht s«n»«ü »cht dw^rmke-ichchükN MM^Y .S^MljijchastMMl Mrs'.feinen^gMM
Der B c g r i ^^rrijtii st« ist dinxiri Nationen, die sich so ueuMiiT_4ütb eige
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.Nationen, weil sie gar nicht eine innere geschloüenc Einheit darstellen, und andere wieder sind Nationen in hohem Sinne und das beobachten mir, daß das nationale Bewußtsei..
die Ucberspannung des nationaleu Selbstbewulttseins gar . nicht gleichen Schritt hält mit der wirklichen Entwicklung der
in oder