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Schlüchterner Zutuns
Kreis-Amtsblatt * Allgemeines amtlicherAnzeiyev für -en Kreis Ächlüchtem
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* Amtliche Bekanntmachungen.
’ Landratsamt.
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| leeeBBBBSBBMBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB j I J.-Nr. 5702. Anstelle des verstorbenen Schiedsmanns ' I gbuarb Hau, Klesberg ist der Bürgermeister Schöppner in ! | llerzell als Schiedsmann in Viehseuchenangelegenheiten für 1 die Gemeinde Uerzell mit Alesberg gewählt worden.
Schlüchtern, den 14. Juni 1926.
Der Landrat. J. V.: Schultheiö.
; Kreisausschutz.
I I J.-Nr. 3377 K. A. Dem Maschinenmeister Heinrich Wurz > I in Ramholz ist für langjährige treue Dienstleitung bei der I Freiherrlich von Kühlmann-Stumm'schen Verwaltung eine : I Ehrengabe von 25 Mk. aus Kreismiiteln bewilligt worden.
Schlüchtern, den 10. Juni 1926.
Der Vorsitzende des Kreisauöschusses.
Gemeindehaushattsptane 1926.
J.-Nr. 3461 K. A. Nachdem die aufzubringenden Areisabgaben jetzt bekannt sind oder errechnet werden können, sehe ich der Einreichung der Gemeinde-Voranschläge der Landgemeinden für 1926 innerhalb längstens 2 Wochen entgegen. 3ch ersuche die Frist genau einzuhalten.
Schlüchtern, den 10. Juni 1926.
Der Vorsitzende des KreiSausschusses.
J.-Nr. 100 A. A. II. Nachstehend verzeichnete Arbeiten für den Neubau von 2 Doppelwohngebäuden sollen vergeben werden. Zeichnungen und VerdingungSunterlagen liegen im Landratsamt (Kreisbauamt) zur Einsicbt offen. Die Ange- botsforu.ulare können gegen Erstattung der Selbstkosten -ob Donnerstag, den 17. d. Mts., solange der Vorrat reicht, bezogen werden.
Tit. 1. Anstreicherarbeiten,
Tit. 2. Jnstallationsarbeiten und sanitäre Anlagen.
Die Angebote sind verschlossen und portofrei mit entsprechender Aufschrift versehen an den Kreisausschuß bis zum Montag, den 21. Juni d. Js. vormittags 10 Uhr oder auf dem Kreisbauamte einzureichen, woselbst sie in Gegenwart der erschienenen Bewerber geöffnet werden.
Zuschlagsfrist 2 Wochen.
Schlüchtern, den 15. Juni 1926.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses, von Trott zu Solz.
Tladt Schlüchtern.
Bekanntmachung.
Gemäß § 47 der Reichöstimmordnung vom 14. März >924 wird hiermit bekannt gegeben, daß zur Vornahme der Volksabstimmung für die Stadt Schlüchtern zwei Stimm- bezirke gebildet worden sind.
Abstimmungsbezirk i umfaßt:
Fuldaerstraße, Altestraße, Ludovica von Stumm-Straße, Amtsberg-, Dreibrüder-, Garten-, Graben- und Breitenbacher- iiraße, Dreispitzenhohle, Schloß- und Linsengasse, Bahnhöfe-, Lotichiue- und Klosterstraße, Schmieds- und Neugaffe.
Abstimmungsraum: Stadtverordnetensitzungs« saal im Rathaus.
Abstimmungsbezirk 2 umfaßt: Hanauerstraße, Waffergaffe, Kirchstraße, Sackgasse, Braugasse, Brückenauerstraße, Kaiser- und Kronprinzenstraße, Kurfürsten- siraße, Elmer- und Ahlersbacherlandstraße, Hospitalstraße, Elmweg, Bahnhof, Bahnstrecke und Röthe sowie alte Bahn- Hofsstraße.
Abstimmungsraum: Kleinkinderschule.
Die Abstimmung findet am Sonntag, den 2 o. 3 u n t d. J. in der Zeit von Vormittags 8 Uhr bis Nachmittags 5 Uhr statt.
Die Stimmzettel sind amtlich hergestellt und werden am Abstimmungstag im Abstimmungsraum den Stimmberech- ügten ausgehändigt.
Die Stimmabgabe hat in der Weise zu erfolgen, daß der Stimmberechtigte, der die zur Abstimmung gestellte Frage bejahen will, das mit .Ja*, der Stimmberechtigte, der sie verneinen will, das mit .Nein* bezeichnete Viereck auf dem Stimmzettel durchkreuzt.
Schlüchtern, den 14. Juni 1926.
Der Magistrat. Gacnßlcn.
rHeBetBBBBBBeBBBBBBeUBBBlIeBBBBBBBBBBBBBBBeBeBBBBBeBBeBBeBBBBBBBBBBBBBBBBBBeBBB Landwirte, sind die Mähmaschinen in Ordnung?
Donnerstag, den 17. Juni 1926
Schachts Gründe für den Austritt.
Ein Schreiben Schachts an Koch.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat zu seinem Austritt aus der Demokratischen Partei an Herrn Koch ein zweites Schreiben gerichtet, in dem er die Gründe seines Austritts noch einmal auseinandersetzt.
Er betont noch einmal, er habe durch seinen Austritt zum Ausdruck bringen wollen, datz er als organisiertes Mitglied der Demokratischen Partei für einen nach seiner Auf. fassung grundsätzlich irrtümlichen Beschluß die Verantwortung nicht mit übernehmen wolle. Von Jugend an habe er unverändert das Privateigentum als eine der unerlätzlichsten Grundlagen des Staats verfochten und nur auf Grund dieler innersten Ueberzeugung in den letzten Jahren den Kamps gegen unsere ausländischen Widersacher für die Anerkennung der wirtschaftlichen Notwendigkeiten des deutschen Volkes zu führen versucht.
Nur aus dieser Ueberzeugung heraus habe er die Wegnahme deutschen Eigentums im Kriege als den großen Schlag gegen das künftige friedliche Zusammenleben der Völker bezeichnet und seine Wiedergutmachung fordern können. Diese moralische Basis für seine weitere Tätigkeit könne er sich auch nicht im kleinsten dadurch nehmen lassen, daß er bei einer politischen Aktion passiv bleibe, die gegen seine Bemühungen ins Feld geführt werden könnte. Weiter versichert Dr. Schacht, daß seine Sympathie weiterhin der Demokratischen Partei gehöre.
Wünsche der deutschen Sauern.
Empfang beim Reichskanzler.
In Vertretung der Vereinigung der deutschen Bauernvereine hatten sich Hofbesitzer Stammerjohann, Vizepräsident, Dr. Crone-Münzebrock, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, und Dr. KMer, G-ucralfekretär, zu em-rr B-spr:chur^ der Lage der Landwirtschaft beim Reichskanzler eingefunden. Sie führten etwa folgendes aus:
Infolge der unzulänglichen Preise für landwirtschaftliche Produkte und der hohen Lasten hat sich in der Landwirtschaft eine schwere Krise herausgebildet. Es muß durch eine gesunde Handelspolitik für eine Rentabilität der Landwirtschaft gesorgt werden und ein entsprechender Abbau der steuerlichen und sonstigen Lasten erfolgen. Im schwedischen Handelsvertrag sind die Agrarzölle nicht entsprechend hoch festgesetzt worden wie die Jndustriezölle in anderen Verträgen.
Herr Stammerjohann wies darauf hin, daß gerade die bäuerliche Wirtschaft der Schutz der Viehhaltung von ausschlag- gebender Bedeutung sei. Dr. Crone machte auf Gefahren, die sich aus den jüngsten Handelsvertragsverhandlungen für die Landwirtschaft ergeben, aufmerksam. Dr. Kayser wies aus die mangelhafte Berücksichtigung des Bauernstandes bei der Bildung des Wirtschafts-Enquete-Ausschnsses usw. hin. Der Reichskanzler betonte in seinen Ausführungen, daß er den handelspolitischen Verhandlungen eine große Bedeutung für die Landwirtschaft beimesse und daß auch er der Ansicht sei, daß bei der Landwirtschaft zu Beginn der nächsten Ernte ein ausreichender Schutz vorhanden sein müsse.
Zur Wahl des Reichsbahnpräsidenten.
Berlin, 15. Juni. Der Ministerrat, der um 1 Uhr beendet war, beschäftigte sich mit der Frage der Wahl DorPmüllerS zum Generaldirektor der Rcichsbahngcsellschaft. Es wurde beschlossen, vor einer endgültigen Stellungnahme zu dieser Angelegenheit zur Klärung gewisser sachlicher Fragen mit dein Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Reichsbahngesellschaft. v. Siemens, in Verbindung zu treten.
Die Ministerkrise in Frankreich.
Paris, 15. Juni. Der französische Finanzminister P^ret ist zurückgetreten. Ministerpräsident Briand erklärte den Journalisten, er iwrbe im Kabinettsrat zur Ernennung des neuen Finanzmiuistcrs schreiten, der sich sobald wie möglich der Kammer vorstellen soll. Eine allgemeine Kabinettskrise halte er für nicht gegeben. Päret erklärte, er trete zurück, weil er nicht überall auf die für die Durchführung seines Pro- grammS nötige Unterstützung gestoßen sei. Im übrigen sei er für die Bildung eines Kabinettes der nationalen Einigung.
Die Forderungen des portugiesischen Militärs.
Lissabon, 15. Juni. Die im Feldlager bei Lissabon liegenden Truppen und eine Abordnung der Norddivision haben die Regierung aufgefordert, das revolutionäre Programm rascher durchzuführen und zu diesem Zweck ein dreigliedriges militärisches Komitee zu bilden, das die entscheidenden Maßnahmen ergreifen solle. DaS Kabinett hat sich in mehrstündiger Sitzung mit diesen Forderungen beschäftigt. Ueber seine Ent- fcheidung ist noch nichts bekannt geworden.
Demission des Kabinetts Briand.
Paris, 15. 6. Nach der Sitzung des Kabinettsrates, der heute abend um 6 Uhr begann, wurde bekanntgegeben, daß die gesamte Regierung zurückgetreten ist.
78. Jahrg.
Neues vom Tage.
— Der diesjährige Parteitag der Deutschnationalen Volks- partei findet in den Tagen vom 8. bis 10. September in Köln statt.
— Ein Teil der deutschen Wirtschaftsdelegation ist unter Führung des Herrn Geheimrats Matthes und des Herrn v. Schlieben in Paris wieder eingetroffen. Wie verlautet, kommt Ministerialdirektor Posse Ende der Woche nach. Die deutschen Delegierten sind beauftragt, mit den französischen Stellen Fühlung wegen eines Teilvertrages zu nehmen.
— Kardinal Faulhaber ist inkognito unter dem Namen eines Professors Michaelis an Bord des Dampfers „Albert Ballin" in New Aork eingetroffen. Die Nachrichten, daß er bereits am Donnerstag oder noch früher angelangt und während seines hiesigen Aufenthalts erkrankt sei, beruhen aus einem Irrtum.
— Das Amtsgericht Essen hat die Beschwerde der Großindustriellen gegen die Haussuchungen als begründet anerkannt und die Maßnahmen des Berliner Polizeipräsidenten als ungerechtfertigt ausgehoben. Gegen diesen Beschluß hat der Berliner Polizeipräsident Beschwerde erhoben.
— Am 18. Juni tritt in München eine Konferenz der deutschen Minister für Landwirtschaft und Ernährungsangclegenhciten zusammen.
— Nach einer Blättermeldung aus Rom soll die Jrländerin Gibson, die vor einigen Wochen aus Mussolini ein Attentat verübt hatte, gestern im Gefängnis einen Selbstmordversuch verübt haben. Mit einem großen Hammer habe sie sich mehrere Schläge aus den Kopf beigebracht und sich schwer, aber nicht lebensgesähr- lich verletzt.
— Wie aus London gemeldet wird, ist das endgültige Programm zum Besuch Doumergues in London bekannt gegeben worden. Danach wird sich der Präsident Frankreichs drei Tage in der englischen Hauptstadt aushalten, wo ihm zu Ehren zahlreiche festlich« Veranstaltungen stattfinden.
— Nach einer im „Petit Parisien" wiedergegebenen Meldung aus Straßburg hat die elsaß-lothringische Eisenbahndirektion die Eisenbahner, die das Manifest des Heimatbundes unterzeichnet , tjcien, einstwe»«» vv« ch-cu. LienTNenthovc» uns mirs eine Uiitct» fuchung zwecks Dienstentlasfung einleiten.
— Der französische Finanzminister Peret ist zurückgetreten. Wie in den der Regierung nahestehenden Kreisen verlautet, wird . damit der Rücktritt des Gesamtkabinetts, wenn auch noch nicht formell, so doch als tatsächlich bereits vollzogen bezeichnet.
Worüber wird am 20.3un( abgesilmmt?
Der Wortlaut des Enteignungsgesetzes.
Da vielfach noch Unklarheit über das Ziel und den Inhalt des Gesetzentwurfs, über den am kommenden Sonntag abgestimmt werden soll, herrscht, sei dieser noch einmal im Wortlaut mitgeteilt:
Gesetz zur Enteignung der Fürstenvermögen.
Auf Grund Art. 153 der Reichsverfassung wird bestimmt:
Art. 1. Das gesamte Vermögen der Fürsten die bis zur Staatsumwälzung im Jahre 1918 in einem der deutschen Länder regiert haben, sowie das ganze Vermögen der Fürstenhäuser, ihrer Familien und Familienangehörigen werden zum Wohle der Allgemeinheit ohne Entschädigung enteignet.
Das enteignete Vermögen wird Eigentum des Landes, in dem das betreffende Fürstenhaus bis zu seiner Abdankung regiert hat.
Art. 2. Das enteignete Vermögen wird verwendet zugunsten:
a) der Erwerbslosen,
b) der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, c) der Sozial- uno Kleinrentner,
d) der bedürftigen Opfer der Inflation,
e) der Landarbeiter, Kleinpächter und Kleinbauern durch Schaffung von Siedlungsland auf dem enteigneten Landbesitz.
Die Schlösser, Wohnhäuser und sonstigen Gebäude werden für allgemeine Wohlsahrts-, Kultur- und Erziehungs- zwecke, insbesondere zur Errichtung von Genesungs- und Versorgungsheimen für Kriegsbeschädigte, Kriegerhinter- bliebene, Sozial- und Kleinrentner, sowie von Kinderheimen und Erziehungsanstalten verwendet.
Art. 3. Alle Verfügungen einschließlich der hypothekarischen Belastungen und Eintragungen die mit Bezug aus die nach diesem Gesetz enteigneten Vermögen oder ihre Bestandteile nach dem 1. November 1918 durch Urteil, Vergleich, Vertrag oder auf sonstige Weise getroffen wurden, sind nichtig.
Art. 4. Die Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz werden durch ein Reichsgesetz fcstgelegt, das innerhalb dreier Monate nach amtlicher Feststellung des Abstimmungsergebnisses zu erfassen ist. Dieses Reichsgefetz hat insbesondere die näheren Bestimmungen zu- <n"';;ik- rung des Artikels 2 dieses Gesetzes über die D der ‘ enteigneten Fürstenvermögen durch die Länder zu
,ur Aussüh-
^erwendung
treffen.
ReligionSkamPf in Indien.
London, 15. Juni. Wie aus Simla gemeldet wird, ist es in Pindi in der Rahe der Moschee zu blutigen Zusammenstößen zwischen Muselmännern und SiHs gekommen, die einen au, ruhrähnlichen Charakter annahmen. Erst der Einsatz von Militär konnte die wütend rümpfenden Parteien anSeinanbcr bringen. Die Zusammenstöße forderten acht Tote und 23 Verwundete.