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Lokales.

März.

Martinus ist ein kriegerischer Name; hängt er doch mit Mars zusammen, dem altrömischen Kampfgott, dem eben dieser Monat der erste bei jenen alten Römern besonders ge­weiht und heilig war. Man spricht auch vom Lenzmonat. Und dies mit gut kalendermäßigem Recht. Der offizielle Frühlings­anfang gehört in den März, am 21. März nachmittags 1 Uhr. Um diese Zeit tritt die Sonne in das Zeichen des Widders. Mit der Lenzesherrlichkeit unseres Monats ist es trotz der Ka­lenderweisheit nicht immer eine ausgemachte Sache.' Manch­mal scheint ja die liebe Sonne wundersam laulich und lockend; manchmal wehen aber auch beträchtlich kühle Winterlüfte. Goethes hübsches März-Gedicht hebt warnend an:Es ist ein Schnee gefallen, denn es ist noch nicht Zeit, daß von den Blümlein allen, wir werden hocherfreut." Je nun es muß doch einmal richtiger Frühling werden. Die Schulen beenden nun bald ihr Pensumsjahr. Die vielgefragten Abiturienten verwandeln sich in glückliche Muli. Bruder Studio geht gleich bei Beginn des März in seine schöne langen Osterferien. Be­treffs des März-GeschichtskalenderS nur ein Paar Namen be­rühmter Männer die im März geboren sind: Kaiser Wilhelm !., Johann Sebastian Bach, Jean Paul, August Hermann Francke, Haydn, Paul Gerhardt.

Der Bolkstrauertag zu Ehren unserer im Weltkriege Gefallenen nahm auch in Schlüchtern und den Gemeinden des Kreises einen würdigen Verlauf. In den Gotteshäusern der verschiedenen ReligionSgemeinden wurde in Predigt und Lied der Gefallenen gedacht und zum Teil auch die Feiern durch Liedervorträge der Gesangvereine stimmungsvoll um­rahmt. Am Vormittagögottesdienst in der evangelischen Kirche zu Schlüchtern nahmen der Krieger-, Gesang- und Turnverein mit Fahnen geschlossen teil. Am Ehrendenkmal an der Hanauerstraße wurde mit innigen Worten des Ge­denkens an die Gefallenen vom Vorstand des Kriegervereins ein Kranz niedergelegt. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten ehrte die Kriegsopfer durch Ansprache und Kranzniederlegung an den Soldatengräbern auf dem Friedhof. Nachmittags um i Uhr läuteten die Kirchenglocken, die noch einmal an ein stilles Gedenken unserer toten Brüder mahnten.

- Durchführung des Volksbegehrens. Nachdem die Reichsregierung bereits in der vergangenen Woche generell* Anweisungen über die Durchführung des Volksbegehrens und des Volksentscheides über die Fürstenabfindung den Länder­regierungen hatte zukommen lassen, sind die Vorbereitungen für das Volksbegehren in allen Ländern im Gange. Preußen und verschiedene andere Länder haben bereits Ausführungs­bestimmungen erlassen. Auch das Statistische Reichsamt hat bereits alle Vorbereitungen zur Auszählung und Prüfung der bevorstehenden Unterschriftensammlung zugunsten des Volks­entscheides getroffen.

Die Aufwertung der Markanleihen des Reiches und der Länder. Der Termin zur Anmeldung der Aufwertung der Markanleihen des Reiches und der Länder ist bis einschließlich 31. März 1926 verlängert worden. Eine weitere Verlänge­rung findet^ nicht statt. Um allen Mißverständnissen und um« laufenden falschen Gerüchten vorzubeugen, wird nochmals daraus. Hingewiesen, daß Rentenanträge auch noch nach dem 31. März 1926 angenommen werden.

Wichtig für Kraftfahrer. In der neuen Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr vom 5. Dezember 1925 sind beson­ders folgende Bestimmungen von Wichtigkeit: Bis zum 1. März 1926 sind an bereits zum Verkehr zugelassenen Kraftfahrzeugen angebrachte Auspuffklappen zu entfernen, andere Maßnahmen, die es ermöglichen, die Schalldämpfer in ihrer Wirkung abzuschwächen oder auszuschalten, zu beseitigen. Bis zum gleichen Tage sind Auspuffrohre, die der Vorschrift des § 3 Abs. 1 der erwähnten Verordnung nicht entsprechen, zu ändern. Das Ende des Auspuffrohres darf nicht nach abwärts gerichtet sein. Vom 1. März ab müssen sodann sämt­liche Kleinkrafträder das polizeiliche Erkennungszeichen führen. Die ebenfalls neue Vorschrift, daß Lastkraftwagen an der linken Seite mit einem Spiegel versehen sein müssen, der dem Führer die Beobachtung der Fahrbahn nach rückwärts ermög­licht, hat bereits Gesetzeskraft erlangt. Sämtliche Lastkraft­wagen müssen also mit diesem Spiegel ausaestattct sein.

Kirchensteuer. Die Erhebung des vierten Quartals Kirchen- neuer der evangelischen Kirchengemeinde Schlüchtern findet vom 2. bis 6. März statt. Rückstände von früher und gestundete Beträge sind des Jahresabschlusses wegen mit zu entrichten.

. Privat-Handelsschule Watther. Am 25. Februar fand seitens des zuständigen staatlichen Revisors eine Besichtigung der «aufm. Berufsschule und der Privathandelsschule Walther statt. Auch in diesem Jahre konnte wieder festgestellt werden, daß die Schule sich im besten Zustande befindet und die Schüler und Schüle­rinnen einen vorbildlichen Unterricht empfangen.

50-Pfennigstücke in Nickel. Von unterrichteter Seite wird derFr. Ztg." mitgeteilt, daß die Rcichssinanzvcrwaltung beab l'chtigt, die Prägung eines 50-Pfennigstücks in Nickel in Angriff zu nehmen und dagegen die Bronzestücke zu 50 Pfg., von denen bis 65 Millionen RM. Umläufen, einzuziehen. Der Grund ist in den sich häufenden Bestrafungen wegen Fälschung von Bronze- mnszigern zu suchen. Die Schcidcmllnzen-Kopfguote wird selbstver­ständlich nicht erhöht. DasSoll" in den Bronzefünfzigern war

Millionen RM., ist also noch weitaus nicht erreicht worden und wird auch nicht erreicht werden.

Der angebliche Raubüberfall auf einen Zug aus "er Strecke SalmünsterSteinau hat sich aufgeklärt. Der Eisen- dahnkriminalbeamte Seng hatte ermittelt, daß der 33jährige I N. 5us Nomsthal einen tüchtigen Rausch hatte. Er will von dem,

was er in der fraglichen Nacht erlebt, nichts mehr wissen. Aber mit Hilfe der Vernehmung seiner in Steinau wohnenden Braut wurde der Sachverhalt aufgeklärt: N. wollte seine Braut in Steinau besuchen und hatte den fraglichen Zug benutzt. Der hielt aber nicht in Steinau. Er wollte deshalb abspringen, aber der Zug fuhr ihm doch zu schnell und so wollte er, auf den Trittbrettern weitergehend ein Abteil suchen, wo er die Notbremse ziehen wollte. Dadurch ent­stand unter den Reisenden Aufregung und einer derselben zog die Notbremse. Bei der Gelegenheit konnte N. in der Dunkelheit ent­kommen.

Oberbayr. Bauerntheater. Das Gastspiel des ober- bayrischen Bauerntheater am Sonntag Abend in der Turnhalle unter Leitung von Direktor Bruno Müller muß wieder als erst­klassig bezeichnet werden. Sämtliche Rollen des VolksstilcksJäger- blut" waren in guten Händen, ebenfalls die Harfenvorträge und oberbayrischen Schuhplattler und Volkstänze fanden allgemeinen Anklang. Wie die Direktion mitteilt, tritt in den Gastspielen für Schlüchtern eine kleine Pause ein, doch werden weitere Gastspiele folgen.

Fuhballsport. (Propaganda-Spiel im 4. Bezirk des Arbeiter- Turn- und Sportbundes.) Südmain (weiß Nordmain (blau 4:2 (1:2). Das Spiel nahm seinen regulären Anfang und sofort ent­wickelte sich auf dem leider sehr aufgeweichten Boden trotzdem ein flottes Spiel, was zunächst die Blauen in Vorteil sah und besonders durch die Läuferreihe immer wieder den Sturm der Blauen vor das Gegner-Tor warf, was sich auch bis zur Halbzeit in dem Resultat von 2:1 für Blau ausdrückte. Nach der Pause wendete sich das Spiel für weiß, was auch durch die Platzverhältnisse recht begünstigt wurde. So konnte weiß noch drei Tore aufholen und das Spiel mit dem Siege von 4:2 für sich entscheiden. So hat das Propa- ganda-Spiel seinen Zweck nicht verfehlt und wird auch die Bewe­gung im Kreise Schlüchtern seine Früchte bald empfinden.

Wetterbericht. Ein kräftiger Tiefausläufer hat mit großer Schnelligkeit Mitteleuropa erreicht und auch in unserem Gebiet zum Austreten von Niederschlägen geführt. Da der Luftdruck von We­sten her sehr rasch ansteigt, ist zu erwarten, daß wir schnell an die Rückseite des Tiefausläufers kommen, daß die Niederschläge vorü­bergehend in Form von Schauern auftreten und daß die Tempera­turen etwas zurückgehen, der Gefrierpunkt wird jedoch dabei nicht erreicht, denn es ist bald wieder mit dem Auftreten südwestlicher Winde und bei neuem Temperaturanstieg mit weiteren Regenfällen zu rechnen. Vorhersage bis Montag Abend: Wechselnde Bewölkung, vereinzelte Regenschauer, kälter, nordwestliche Winde. Aussichten für Dienstag: Bei südwestlichen Winden erneute Trübung, später auch Regensälle, milder. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der milden, zu Niederschlägen neigenden Witterung.

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Fulda Zu dem Samstags-Schweinemarkt war ein Auftrieb von 206 Ferkeln und 5 Läufern zu verzeichnen. Die Preise für Ferkel stellten sich auf ca. 30 und 35 Mk., für Läufer auf 40, 50 und 60 MK. Der Handel gestaltete sich lebhaft. Es blieb nicht viel Ucberstand. (

Fulda. Bekanntlich hatte die Stadt Fulda für die geplante Sammel-Auslandsanleihe der deutschen Städte Anträge auf Gewäh­rung eines Auslandsdarlehens gestellt. Es sollten aus den Mitteln der Anleihe die Finanzierung der notwendigsten Erweiterungen der Kanalisation und des Wasserwerkes sowie des Gaswerkes bestritten werden. Wie dieFuldaer Zeitung" hört, sind bei der Prüfung, die durch einen besonderen Ausschuß in Berlin an den Anträgen für solche Ausländsanleihen der Städte vorgenommen wird, die Fuldaer Anträge nicht genehmigt worden, sodaß also Fulda aus dieser Ausländsanleihe keine Mittel zu erwarten hat.

Hersfeld. Superintendent Feyerabend kam auf der Treppe des Rathauses so unglücklich zu Fall, daß er sich einen schweren Oberarmbruch zuzo

Büdingen. Der neugewählte Bürgermeister Georg Wildner wurde durch den Kreisdirektor des Kreises Büdingen in sein Amt feierlich eingeführt. Der neue Bürgermeister bezeichnete als die Hauptaufgabe seines Arbeitsprogramms die Herziehung von Indu­strie uud die Bekämpfung der Wohnungsnot durch großzügigen Wohnungsneubau. Das neue Kreis-Ämtsgebäude wird voraussicht­lich so rechtzeitig fertig, daß es am 1. April dienstlich in Benutzung genommen werden kann.

Reuters bei Lauterbach. (Sängerfest.) In der letzten Gene­ralversammlung beschloß der hiesige Männergesangverein ^Eintracht" das Bundesfest desLautertal-Sängerbundes" für 1926 zu über­nehmen. Die Veranstaltung soll am 1., 2. und 3. Pfingstfeiertag stattfinden. Mit dem Fest verbindet der Verein die Weihe seiner neuen Fahne. Die Vorbereitungen find im besten Gange. Die günstige Loge unseres Ortes an der Hauptstraße Alsfeld-Lauterbach gibt dem festgebenden Verein die berechtigte Hoffnung, daß die Eangesbrüder auch aus dem Nachbar-Kreissängerbund zur allge­meinen Förderung des deutschen Liedes sich recht zahlreich an dem Feste beteiligen werden. Die getroffenen Vorbereitungen und Be­sprechungen des Männergesangverein Eintracht - Reuters lassen schon jetzt auf einen schönen und würdigen Verlauf dieses Sänger- festes schließen. Einladungen an einzelne Gesangvereine sind bereits ergangen.

Unterhaun. (Todesfall). Im Alter von 69 Jahren ist hier ein Mann zu Grcbe getragen worden, dessen Name in der Land­wirtschaft des ganzen Hessenlandes einen guten Klang hat, Bürger­meister a. D. Heinrich Großcurth. 29 Jahre war er Bürgermeister unserer Gemeinde. Dem Kreisausschuß und der Landwirtschafts- kammer Kassel gehörte er als Mitglied an. Er war Vorsitzender des Kreisbauernvereins Hersfeld, des Untermänner Darlehnskaffen- vereins, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Molkereigenossenschaft Hersfeld. Es war ein Mann der praktischen Arbeit und hat sich um die Vertretung der Interessen der Landbevölkerung große Ver­dienste erworben. Von Parteidogmen hielt er sich frei und traf seine Entscheidungen auf Grund seiner ihm eigenen tiefen Sachlich­keit. Nur so konnte es kommen, daß sich an seinem Grabe die Angehörigen der verschiedensten politischen Richtungen zusammen- sanden und dem Verstorbenen nicht nur den üblichen, sondern einen von Herzen kommenden Nachruf widmeten.

Hanau. (Rhönlotterie.) Der Rhönklub teilt mit, die von ihm geplante Lotterie könne bestimmt am 30. März stattfinden. Die Gewinne haben einen Gesamtwert von 30000 Mark.

Frankfurt a. M. (Todesfall.) Der bekannt? Jugend­richter, Amtsgerichtsrat Karl Allmenröder ist am Mittwoch plötzlich im Alter von 61 Jahren gestorben. Durch seinen Tod erleidet die gesamte deutsche Jugendwohlfahrtspflege einen schweren Verlust.

Persil - das Vollwaschmittel! Die weißen und farbigen wollenen Kleidungs- und Wäschestücke dürfen beim Waschen nicht gerieben werden. Darum ist Persil zur Wollwäsche das gegebene Waschmittel, denn es nimmt den Schmutz und die Flecke selbsttätig weg und verhindert das Einschrumpfen der empfindlichen Wollfaser. Man wäscht farbig empfindliche Sachen am besten in kalter Lauge. Bemerkenswert ist, daß schon in handwarmer Persillauge eine zu­verlässige Desinfektion erfolgt, weshalb Persil für wollene Kranken- und Säuglingswäsche unentbehrlich ist.

Bücherschau.

In der Reichsdruckerei Berlin S. W. 68, Oranlenstraße 91, ist der Jahresbericht der preußischen Gewerbeaussichtsbeamten und Bergbehörden für 1925 erhältlich._____

Berichtigung. Die auch von uns gebrachte Notiz, wonach der Geschäftsführer des Landbundes Fritzlar unter Mitnahme eines großen Transportes von Rindvieh und Schweinen spurlos verschwun­den sein soll, entspricht nicht den Tatsachen, derselbe ist nur wegen Ueberschreitung seiner Befugnisse fristlos entlassen worden. Es ist somit auch unwahr, daß große Schädigungen der betroffenen Land- Wirte eingetreten seien.

Mal-Umm Sdjlüdjteru 1910

E. B.

Mittwoch, den 3. März 1926, abends 8 Uhr

Spielerversammlung im Vereinslokal.

Wegen den bis Sonntag stattfindenden Spielen ist zahlreiches Erscheinen der Spieler erforderlich.

Der Vorstand.

Verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfeld.

Großseuer. Im Maschinensaal der Faßfabriken Ge­brüder Manß in Betten hausen entstand ein Feuer, dem die gesamte Inneneinrichtung zum Opfer fiel. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.

A Ueberführung des Toppelmörders. Der Budenheimer Doppelmörder Ernst Meyer wird demnächst von Stettin nach Mainz überführt werden. Bei seiner Verhaftung wurde der Revolver vorgefunden, mit dem er die Mordtat ausgeführt hatte. Der Verhaftete hat bei dem Untersuchungsrichter in Stettin die Tat eingestanden, er will den Mord aus Eifersucht verübt haben.

A Frankfurter Messe. Da die Kölner Frühjahrsmesse nicht abgehalten wird, ist die Frankfurter Messe im deutschen Westen und Süden wieder der einzige Großmarkt. Die Frank­furter Frühjahrsmesse findet vom 11. bis 14. April statt. Sie dürste sowohl hinsichtlich Beschickung als auch Besuch ihrer Auf­gabe trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten gerecht werden.

A Reitturnier. Am 5. und 6. März veranstalten der Frankfurter Reit- und Fahrklub und das Sportkartell gemeinsam ein großes Reitturnier im Hippodrom, verbunden mit einer Pferdeschau. Bis jetzt liegen" über 500 Nennungen vor.

A Erwerbsloscndemonstration. In Kassel veran- staltete die Erwerbslosenkommission einen Demonstrations- zug durch die Stadt. Die Schutzpolizei hielt die Ordnung aufrecht. Etaw 400 Mann zogen auf den Königsplatz, wo mehrere Reden gehalten wurden, in denen die Not der Arbeitslosen verkündet und die Forderungen zur Abhilfe ver­lesen wurden.

A Ein Haus eingestürzt. Durch einen Erdrutsch ist in BurgsiNN (Rhön) ein noch nicht ganz fertiggestellter Wohnhausneubau eingeftuTgt. Der Neubau wurde völlig zerstört. Nur wie durch ein Wunder kamen zwei Lehrlinge, die sich gerade in dem Hause aufhielten, mit dem Leben davon.

Ä Die neue Hanauer Eisenbahnbrücke. Die Reichsbahn­direktion Frankfurt a. M. hat die Bauleitung und Bauaufsicht für die neue Eisenbahnbrücke über den Main bei Klein- Steinheimder Reichsbahnbauabteilung in Offenbach a. M. übertragen. Mit den Arbeiten soll bereits im Frühjahr be­gonnen werden. Die neue Eisenbahnbrücke wird in schwerster Eisenkonstruktion ausgeführt und eine Tragfähigkeit erhalten, die die höchste Belastung zuläßt. Die alte Brücke soll bestehen bleiben und wird als Straßenbrücke ausgebaut werden.

A Neue Kirchenglocken. In feierlichem Zuge wurden auf einem vierspännigen Tafelwagen die drei neuen Glocken der katholischen Gemeinde in Gersfeld eingeholt. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich wiederum die traditionelle Einigkeit unter den verschiedenen Konfessionen im schönsten Lichte. Dem Ortsgeistlichen, Pfarrer Malkmus, und bem Kirchenvorstand folgten Deputationen der evangelischen und der israelitischen Gemeinden sowie der Behörden. Nach einer kurzen Andacht und Ansprache in der Kirche brächte Pfarrer Dr. Trute die Glückwünsche der evangelischen Gemeinde und Bürgermeister Scifert die der Stadt Gersfeld zum Ausdruck. Das Gewichr der Glocken beträgt 6, 8 und 14 Zentner.

Todesurteil für einen Doppelmördcr. DaS Schwur- gerieft in Erfurt verurteilte den Doppelmördcr Rudolf aus Leipzig (alias Trödelsberger), der im November 1925 zwrse n Sondershausen und Nordhausen einen Geschäfts­reisen und einen Kraftwagenführer durch Mevolverschüsse tötete, . sie sich weigerten, ihn im Auto mitzunehmen,

zweimal zum Tode.

Schwere Saucrstoffexplosion in Berlin. In Berlin ereignete sich eine schwere Sauerstoffcxplvsion, durch die eine Person getötet, zwei schwer verletzt und zahlreiche Fenster­scheiben zertrümmert lourben.

24 000 tödliche Straßenunfälle in Amerika. Iml ver- gangeren Jahre sind nach einer Statistik, die auch dem.Staat - sekretär Braver vorgelegt wurde, auf den Strafen der - er einigten Staaten über 24 000 Todesfälle zu verzeichnen.,

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Bekanntmachung.

Mittwoch, den 3. März 1926 sollen um 9 Uhr vormittags in Salmünster 2 neue Bettstellen mit Sprungs rahme», 2 Waschtische mit Mar­morplatte«, 2 Nachtschränkchen mit Marmorplatten, 6 Stühle und 1 zweitüriger Kleiderschrank

und um 2 Uhr nachmittags in Lckardroth 1 Kuhrind, 2 Grasmähmaschinen, 1 zweitüriger Kleiderschrank und 1 Küchenschrank öffentlich mciftbictcnb gegen Barzahlung zwangs­weise versteigert werden. (366 Zusammenkunft der Käufer zu den Termins. stunden in der Gastwirtschaft I. W o l f in Sal« m ü n st e r bczw. in der Gasttvirtschaft in Lckardroth.

Knobeloch, Obergerichtsvollzieher in Steinau.

In der Zeit vom 2. März bis 15 April ist die Landesrenterei Schlüchtenr nur an folgenden Tagen geöffnet: 6-, 9., 13., 17., 20., 24., 27. März und am 10. u. 13. April 1926. Für Schlüchtern ist Termin für den 19.-24. April vorgesehen.

Schlüchtern, den 1. März 1926.

Landesrenterei.

Bekanntmachung.

Im Auftrage der Bollstreckungsstelle des Finanzamts Schlüchtern versteigere ich am 3. März 1926 vormittags 10 Uhr in

|f Ulmbach -»G t gegen gleiche Barzahlung 1 Nähmaschine, 1 Nind,

nachmittags um 2 Uhr dortselbst

1 Schreibpult, 1 Nähmaschine

Zusammenkunft der Kailfliebhaber in der Gastwirtschaft Wm. Happ daselbst.

Schlüchtern, den 27. Februar 1926. 389

gez. Raab, Dollziehungsbeamter.