M0»und veemg.h.Stmnfetd Söhne * SesthiistsstrVahnhofstv.S * ffamfptr.tlr.149 * poststhekkk.Pmnkstu!tL.M.rrr«>
Nr. 138
Mittwoch, den 18. November 1925
77. Aahrg.
Amtliche Bekanntmachungen.
«r-isauSschutz.
Kommunallandtogswahl für den Regierungsbezirk Cassel.
Gemäß § 55 der Wahlordnung für die Wahlen zü den Provinziallandtagen (Koinmunallandtagen) und Kreistagen vom 14. 10. 1925 werden nachstehend die durch Beschluß des Bezirkswahlausschusses vom heutigen Tage für den Wahlbezirk Schlüchtern-Gersfeld zugelassenen Wahlvorschläge veröffentlicht.
Cassel, den 14. November 1925.
Der Bezirkswahlleiter: Stoehr, Landesrat.
♦
1. Kennwort: Hessen-Nassauische Arbeits- geineinschaft Stadt und Land. l.-Schmidt, Heinrich Philipp, Landwirt zu Windecken, 2. Bernges, Otto, Fabrikant zu Hanau, Jahnstraße 19, 3. Küchenthal, Paul Dr., Studiendirektor zu Gelnhausen,
4. Roth, Albert, Major a. D. und Gutsbesitzer zu Ahleröbach,
5. Weymar, Fritz, Dr., Handelskammersyndikus zu Fulda, Königstraße 12,
6. Hoppe, Richard, Gutsbesitzer zu Schwarzengrund,
7. Trott zu Solz, von, Bodo, Landrat zu Schlüchtern,
8. Lind, Heinrich, Landwirt und Bürgermeister zu Niederissighcim,
9. Sohn, Rudolf, Kaufmann zu Hanau, Uferstraße 5,
10. Brettmann, Heinrich, Landwirt zu Hailer,
11. Ries, Ludwig, Gärtnereibesitzer zu Fulda, Am Franzosenwäldchen 11,
12. Deines, Georg, Fabrikant zu Hanau, Hainstraße 17a,
13. Freund, Karl, Fabrikarbeiter zu Gelnhausen,
14. Koppels Philipp, Landwirt und Bürgermeister zu Mittelbuchen,
15. Senzel, Heinrich, Kaufmann, Bürgermeister a. D. zu Gassen, Kreis Gelnhausen,
16. Krämer, Paul, Steuerinspektor zu Fulda, Am Waldschlößchen 59,
17. Jäger, Ludwig, Kaufmann zu Fechenheim,
18. Roll, Wilhelm, Landwirt zu Rothenbergen, Kreis Gelnhausen,
19. Doernberg, Freiherr von, Karl, Landrat a. D. zu Gersfeld.
2. Kennwort: Sozialdemokratische Partei: (S. P, D.)
1. Euler, Konrad, Eisenbahnbeamter a. D. und Landwirt zu Steinau, Kreis Schlüchtern,
2. Grösch, Johann Peter, Holzarbeiter zu Dalherda, Kreis Gersfeld,
3. Fischer, Nikolaus, Schuldiener zu Schlüchtern.
3 a. Kennwort: Zentrumspartei:
1. Rang, Ludwig, Forstmeister zu Salmünster,
2. Kind, Georg,' Kuratus zu Marborn,
3. Weß, Heinrich, Landwirt zu Weiperz,
4. Herber II, August, Arbeiter zu Ulmbach.
3b. Kennwort: Zentrumspartei:
1. Wiechens, Heinrich, Dr. jur., Landrat zu Gersfeld,
2. Seifert, Oskar, Bürgermeister zu Hilders,
3. Reinhard, Richard, Landwirt zu Mauerschell, Gemeinde Eckweiöbach.
4. Kennwort: Deutsche Demokratische Partei.
1. Schroedcr, Theodor, Dr., Präsident zu Cassel, Hohenzollernstraße 44,
2. Appel, Karl, Lnzeal-Gesanglchrer und Direktor der Musikakademie zu Hanau, Gewelstr. 22,
3. Rade, Gottfried, Geschäftsführer zu Cassel, Kölnische Stt. 79,
4. Seibert, Wilhelm, Rektor zu Niederzwehren, Philippstraße 26,
5. Heck, Johannes, Kaufmann zu Schmalkalden, Auergasse, b. Vogt, Johanna, Fräulein, Stadträtm zu Cassel, Obere Königstraße 47,
7. Stetefeld, Georg, Bürgermeister zu Wächtersbach,
8. Hochhut, Alfred, Fabrikant zu Eschwege,
9. Kurzrock, Engelhard, Pflastennerster zu Spangenberg,
10. Klar, Fritz, Handlungs-Bevollmächttgter zu ^r-elendorf,
11. Kaiser, Ludwig, Landwirt und Bürgermeister zu Colbc,
12. Pieper, Rudolf, Justizinspektor zu Rinteln,
U. Boenning, Ernst, Dachdeckermehster zu Hmnbressen,
14. Koch, Konrad, Sekretär des Deutschen Bauernbundes ' ' zu Gilsa,
15. Kurz, Karl, Buchdruckereibesitzer zu Fechenheim,
16. Etzrodt, Karl, Dr., Studienrat ^zu Rotenburg a. F.,
17. Klaue, Olga, Lehrerin zu Cassel, Parkstraße 11,
18. Goering, Karl, Amtsgerichtsrat zu Hofgciümar,
19. Fröhlich, Heinrich, Malermeister zu Sandershausen,
20. Deutschbein, Marie, Dr., Ehefrau zu Marburg,
21. Spaeth, Heinrich, Buchhalter zu Welcherod,
22. Wilms, Johannes, Dr., Studienrat zu Fulda,
23. Böberich, Max, Tapeziermeister zu Hanau.
5. Kennwort: Kommunistische Partei:
1. Hohmann, Karl, Steinarbeiter zu Schlüchtern,
2. Faust, Georg, Steinarbeiter zu Steinau.
6. Kennwort: Handwerk und Gewerbe:
1. Stumpf, Johannes, Kaufmann zu Marburg, Wettergasse 8,
2. Deinert, Adam, Malermeister zu Marburg, Friedrichstraße 11a.
7. Kennwort: Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes:^
1. Bredt, Johann Viktor, D. theol., Dr. jur., Dr. phil., ordentlicher Universitätsprofessor zu Marburg, Frankfurterstraße 53a,
2. Erbe, Karl, Geschäftsführer zu Hanau, Römerstr. 11,
3. Fischer, Maximilian, Litograph zu Hanau, Hessenstr. 18,
4. Köhrer, Hermann, Kaufmann zu Hanau, Altstädter 'Markt 5,
5. Heilos, Valentin Peter, Spenglermeister zu Hanau, Leimenstraße 21.
Obstbaumpflege betreffend.
J.-Nr. 5881 K. A. Die Förderung des Obstbaues und die Vermehrung der Obstbaumpflanzungen ist eine wichtige Aufgabe der Bevölkerung unseres Kreises. Damit ist aber auch gleich die Pflicht verbunden, nur solche Obstsorten zu pflanzen, die sich im Kreise Schlüchtern als gesund und ertragreich bewiesen haben. Bei Pflanzung von Obstbäumen ist auch darauf streng zu achten, daß dem Baum eine gedeihliche Grundlage für seine Entwicklung geschaffen wird. Der Kreisbevölkerung wird deshalb dringend empfohlen, sich öor Ausführung von Obstpflanzungen mit dem Kreisgärtner, Herrn Holstein, in Schlüchtern, Dreibrüderstraße 16, in Verbindung zu setzen.
Die für den Kreis Schlüchtern zum Erwerbs-Obstbau geeigneten Sorten können aus der Kreisbaumschule in Scblüch- tcrn bezogen werden. In derselben sind Vorräte an Obstbäume zu Pflanzungen in den geeigneten Sorten zur Abgabe bereit- gestellt. ES empfiehlt sich, Sammelaufträge durch die Herren Bürgermeister an den Kxeisgärtncr gelangen zu lassen.
' Hierbei mache ich noch darauf aufmerksam, daß sich eine gelegentliche Besichtigung der Kreisbaumschule und des damit verbundenen Obstmustergartens durch Obstbaumzüchter und sonstige Interessenten sehr empfehlen und eine solche gewünscht wird.
Schlüchtern, den 12. November 1925.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
J.-rN. 5868/69 K. A. Die am 6. November 1925 vor- genommene Nachkörung der bereits angekörten älteren Gc- meindebullen der nachfolgenden Gemeinden hatte folgendes Ergebnis:
4. Bulle Nr. 1 der Gemeinde Altengronau, Alter 30 Monate, Haltung gut
2. Bulle Nr. 1 der Gemeinde Marjoß, Alter 42 Monate, Haltung sehr gut
3. Bulle Nr. 2 der Gemeinde Jossa, Alter 21 Monate, Haltung sehr gering
4. Bulle Nr. 2 der Gemeinde Züntersbach, Alter 24 Monate, Haltung gut
5. Bulle Nr. 1 der Gemeinde Obcrzell, Alter 54 Monate, Haltung gut
6. Bulle Nr. 2 der Gemeinde Obcrzell, Alter 27 Monate, Haltung gut
7. Bulle Nr. 3 der Gemeinde Obcrzell, Alter 26 Monate, 'Haltung gut
8. Bulle Nr. 1 der Gemeinde Uttrichshausen, Alter 36 Monate, Haltung sehr gut
9. Bulle Nr. 2 der Gemeinde Uttrichshausen, Alter 30 Monate, Haltung sehr gut
10. Bulle Nr. 3 der Gemeinde Uttricböbausen, Alter 18 Monate, Haltung mittel
11. Brille Nr. 1 der Gemeinde Heubach, Alter 42 Monate, Haltung gut
12. Bulle Nr. 2 der. Gemeinde Heubach, Alter 36 Monate, Haltung gut
13. Bulle Nr. 3 der Gemeinde Heubach, Alter 32 Monate, Haltung gut
14. Bulle Nr. 1 der Gemeinde Oberkalbach, Alter 36 Monate, Haltung gut
15. Bulle Nr. 2 der Gemeinde Oberkalbach, Alter 18 Monate, Haltung gut
16. Bulle Nr. 3 der Gemeinde Oberkalbach, Alter 18 Monate, Haltung gut
Der 1. Bulle der Gemeinde Jossa wurde nur bis zum 1. April 1926 als zuchttauglich bezeichnet. Alle übrigen vorgeführten Bullen wurden bis zum nächsten Körungötermin wieder angekört.
Schlüchtern, den 12. November 1925.
Der Landrat.
J.-Nr. 5867 K. A. Bei der am 6. November d. Js. in Jossa und Oberzell, und am 7. d. Mts. in Sterbfritz statt- gefundenen Körung sind die Jungbullen der nachstehend auf- geführtew Besitzer angekört worden:
Gemeinde Marjoß, mit 79 Punkten
Gemeinde Oberzell, mit 70 Punkten
H. Löffert, Breunings, mit 72 Punkten
Frd. Roth, Breunings, mit 72 Punkten Karl Müller, Weiperz, mit 71 Punkten Fritz Müller, Schwarzenfels, mit 745 Punkten Nikolaus Schlag, Züntersbach, mit 77 Punkten
2 Bullen wurden zurückgestellt.
Schlüchtern, den 11. November 1925.
Der Landrat.
Stadt Schlüchtern.
Bekanntmachung.
Gemäß § 36 der Wahlordnung für die Wahlen,zu den Provinziallandtagen (Kommunallandtagen) und Kreistagen vom 14. Oktober 1925 wird hierdurch bekannt gegeben, daß die Abstimmung für die Neuwahlen zum Provinziallandtag (Kommunallandtag) und Kreistag am Sonntag, den 2 9. November 1925, ununterbrochen von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 6 Uhr stattfinden.
Die Stadt ist in 2 Abstimmungsbezirke (Wahlbezirke) eingeteilt.
Abstimmungsbezirk (Wahlbezirk)! umfaßt:
Fuldaerstraße, Altestraße, Ludovica von Stumm-Straße, Amtsberg-, Dreibrüder-, Garten-, Graben- und Breitenbacherstraße, Dreispitzenhoble, Schloß- und Linsengaffe, Bahnhofs-, Lotichius- und Klosterstraße, Schmieds- und Neugasse.
Wahlraum: Stadtverordneten-Sitzungs- faal im Rathaus.
Wahlvorsteher: Stadtrat Wilhelm Ackermann, Fuldaerstraße Nr. 77.
Wahlvorsteher-Stellvertreter: Stadtrat Ludwig Flemmig, Brückenauerstraße Nr. 17.
Abstimmungsbezirk (Wahlbezirk) 11 umfaßt:
Hanauerstraße, Wassergaste, Kirchstraße, Sackgasse, Brau- gasse, Brückenauerstraße, Kaiser- und Kronprinzenstraße, Kurfürstenstraße, Sinters • und Ahlersbacherlandstraße, Hospitalstraße, Elmweg, Bahnhof, Bahnstrecke und Rothe sowie alte Bahnhofstraße.
Wahlraum: Kleinkinderschule.
Wahlvorsteher: Stadtobersekretär Johannes Alt, Lotichius- straße 30.
Wahlvorsteher-Stellvertreter: etabtrat Friedrich Guter- mulh, Brückenauerstraße 63.
Gleichzeitig wird bekannt gegeben, daß die Stimmzettel amtlich hergestellt sind, daß sie alle zugelassenen Wahlvorschläge, das Parteikennwort und den Namen der ersten 4 Bewerber jedes Wahlvorschlages enthalten, daß der Stimmberechtigte bei der Stimmabgabe durch ein Kreuz oder in sonst erkennbarer Weise den Wahlvorschlag bezeichnen muß, dem er seine Stimme geben will, und daß Stimmzettel, die dieser Bestimmung nicht entsprechen, ungültig lind.
Die Stimmzettel werden den Wahlberechtigten im Ab- stimmungsraum mit dem Wahlumschlag ausgehändigt.
Schlüchtern, den 16. November 1925.
Der Magistrat. Gaenßlen.
Tcr sozialistische Abgeordnete Uhrh über das Saargebiet. , Paris, 16. November. Der sozialistische Abgeordnete Uhry setzt im Gewerlschaftsblatt „Le Peuple" seine Artikel über das Saargebiet fort. Er beschäftigte sich im einzelnen mit den französischen Beamten, die in der Grubcnverllmltung tätig sind und bereit Gehälter und Namen er aufführt. In dem Artikel heißt es: Statt im allgemeinen Interesse zu arbeiten, haben die, die wir zu unserem Unglück nach dem Saargebiet entsandt haben, besonders daran gedacht, „mitzuverdienen". Die großen Ausgaben, die Hür gemacht haben, die neuen Arbeiten, die um geheure Kosten verursacht haben, z. B. der Bau von Kirchen und anderes, in einem Lande, das wir nur sehr mangelhaft in den Händen haben, bedeuten einen wirklichen Skandal. Die Saarbevölkerung hat notwendigerweise die Proteste gehört, die alle ehrlichen Menschen erhebe»? müßten, und die wachsende Unzufriedenheit, die sich in der Bevölkerung, besonders unter ben Bergarbeitern, zeigte, müßten uns alle Sympathien verscherzen/ Der Minister des Aeußern müsse also bald prüfen, in welch eleganter Form man Deutschland das Saargebiet zurück, erstatten kann. Man müsse in einer internationalen Lösung das Mittel suchen, um den Bezug von Saarkohlen zu sichern.