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Ein seltenes Jubiläum. Am 6. Oktober 1900 ist der kleine KreuzerAmazone" in Kiel vom Stapel gelaufen. Amazone" befindet sich noch heute im aktiven Dienst der Reichsmarine und gehört zu den Seestreitkräften der Nordsee. Damit triit der seltene und im Zeitalter des Washingtoner Vertrages, der das Lebensalter eines Kriegsschiffes auf 15 Jahre festsetzt, außergewöhnliche Fall ein, daß ein Kriegs­schiff sein Wjähriges Dienstjubiläum feiert.

Ricsenfruer bei Königsberg. Der Stadtteil Tannenberg der Stadt Fabian wurde in einer der vergangenen Nächte von einem riesigen Feuer zum größten Teil zerstört.^ Erst argen Morgen konnte das Feuer gelöscht werden. Sechzig Familien sind obdachlos.

Ein ungewöhnlicher Roheitsakt. Der Chauffeur eines Schramberger Autobesitzers geriet mit einem Arbeiter aus Schil tack. der früher in Diensten des Autobejetzers stand, in Streit, der in Tätlichkeiten anSarete. Der Autobesitzer packte den Arbeiter, der mit dem Messer zu' chen wollte, am Hals und drückte ihn 51t Boden, während d.r Wagensübrer mit einem Prügel auf den wehrlosen Menschen eindreschen mußte, bis dieser das Bewußtsein verlor. Daraufhin wurde der Mann auf die Straße gelegt, und der Chauffeur erhielt die Weisung, ihn mit dem Lastauto zu überfahren. Nur durch das Eingreifen des Publikums konnte diese Brutalltät verhin­dert werden. Die Gendarmerie hat sich um die Sache ange­nommen.

Brandstiftung wegen Familicnzwiftigkcitcn. Der 69,äb- rtge aus Wien gebürtige Schriftsteller Peschken, der mit seiner Familie tn Unfrieden lebte, sich aber scheinbar am Montag mit ihr ausaesöbm hatte, versuchte am Dienstag seine kleine Villa in Groß-Lichterfelde anzusiecken, um. wie er angab, diese nicht in den gemeinsamen Besitz seiner Angehörigen kommen zu lassen. Der Feuerwehr gelang es, den Brand zu ersticken.

Festnahme eines Gutsbesitzers wegen Brandstiftung. Beamte der Landeskriminalpolizei Magdeburg nahmen den Fabrik- und Gutsbesitzer W. Periram in Nordgermers- leben unter dem Verdacht der Brandstiftung und des ver­suchten Versicherungsbetruges sowie seine Hausangestellte, die frühere Schauspielerin L. Rosen wegen Brandstiftung fest. Die Angeschuldigten sind geständig und wurden dem Richter vorgeführt.

Mord aus Eifersucht. In dem Dorfe L e i h a bei Halle geriet der Sriefsobn des Tischlermeisters Werner, Achenbacb. mit seiner Stiefschwester aus Eifersucht in Streit. Er warf seine Stiefschwester in den Mühlenteich und ertränkte sich darauf selbst. Beide Leichen wurden geborgen.

Absturz eines englischen Flugzeuges in Nord-Indien, Die das englische Luftsahrtministerium mitreilt, Ht bei Kohat an der indisch-afghanischen Grenze ein englisches Flugzeug ab­gestürzt. Der Führer wurde getötet.

Weitere Verhaftungen in der Fcmcnwrdangclcgcnhcii. Im Zusammenhang mit der Fcmenwrdangelcgcnheit wurden von der Polizei weitere Verhaftungen borgenommen. So wurde zunächst ein gewisser Gutkuecht verhaftet, der sich in Mecklenburg anfluelt, der früher zum Regiment des Oberleut­nants v. Senden gehörte. Weiter wurde der Oberleutnant Ebersbach sestgenviiimen, der auch unter dem Namen Graf- funder eine Rolle gespielt hat. Ebersbach wird beschuldigt, im Oktober 1923 ein Attentat auf den General von Secckt geplant zu haben. Die Schweriner Staatsanwaltschaft hat mehrere Personen verhaften lassen, die ebenfalls int Verdacht stehen, um die von dem Oberleutnant Schulz geleitete Feme gewußt zu haben. Die Namen der Festgenommencu werden geheim- gehalten.

Politischer Mord in Glauchau? In der Nähe des Bahn­hofs Glauchau wurde auf den Schienen die Leiche eines jungen Mannes aus Glauchau gefunden, dem die Hände ge­fesselt waren und der einen Knebel im Munde hatte. An der einen Kopfseite wies die Leiche eine schwere Wunde auf. Die Dresdener Volkszeitung" vermutet, daß der junge Mann, der Mitglied des Roten Frontkämpferbundes gewesen sein soll, einem politischen Mord zum Opfer gefallen sei. Die Kriminal- polizei. Hat eine Untersuchung eingeleitet.

Politische Zusammenstöße in Berlin. Zwischen An­hängern der SPD. und jugendlichen Kommunisten kam es in Berli n im Anschluß an eine sozialdemokratische Wahl­versammlung zu schweren Zusammenstößen. AIs die Teil­nehmer an der Versammlung den Saal verließen, wurden sie von den Kommunisten überfallen, und es entstand eine allge­meine Sckllägcrci, bei der als Waffe Tische und Stühle benutzt wurden. Die herbeigerufene Polizei trennte die Kämpfenden und nahm drei Verhaftungen vor. In den angrenzenden Straßen kam es darauf zu neuen Prügeleien.

Bahnverbindung MünchenMailand über den Fernpatz. Nach einer Meldung derMünchener Neuesten Nachrichten" aus M a i l a n d hat sich ein Komitee gebildet, das bestrebt ist, die italienische Regierung für eine direkte Eisenbahnverbindung MünchenMailand zu interessieren. Die Bahnstrecke würde von München über Garmisch-Partenkirchen nach Vermoos fübrcn und die dort bestehende Linie beanspruchen. Der Fern­paß solle durch einen Tunnel überwunden werden, von wo aus die Strecke über Jnst-Landeck weitergeführt werden solle. Von hier aus solle die Linie über Trafoi nach Sao Paolo und Bel Bistal führen. Durch einen weiteren Tunnel solle dann das Periotal und dann über Bergamo Mailand erreicht werden.

Die diesjährige Karioffewersorgung.

Wer schnell kauft, kauft billig und gut!

Wenn auch die Meinungen über die diesjährige Kar­toffelernte im Augenblick noch etwas auseinander gehen, so darf man docl^nach dem durchschnittlich schönen Sommer und nach der Dosierung der Witterung in den letzten Tagen mindestens mit einer guten Durchschnittsernte rechnen. Da das trockene Wetter des Vorsommers und der Monate Juli und August dem bekannten Erreger der Fäule keinen Vorschub geleistet hat, konnten die starken Regenfälle in den letzten Wochen vor der Ernte den Kar­toffeln kaum noch Schaden zufügen, so daß nach Ansicht der Fachleute die Kellerfähigkeit der Kartoffeln wenig oder gar nicht beeinträchtigt ist. Viel wert ist es vor allem, daß die Kartoffeln bei trockenem Wetter geerntet werden.

Wie gestalten sich nun die Preise? Bei der gegente tigen wirtschaftlichen Lage und besonders infolge Geldknappheit zeigen die Zechen und Eisenwerke in l Industriegebieten, die sonst als größere Abnehmer bei d, Produzenten auftraten, zur Zeit nur geringe Neigung Kartoffelversorgung ihrer Belegschaft in die Hand zu m tuen. Dadurch ergibt sich im gegenwärtigen Moment ti- steigendes Angebot bei sinkenden Erzeugerpreisen, t aus der Grenzmark Posen-Westpreußen gemeldet «in werden dem Landwirt dort zur Zeit Preise von 1,20 1,40 Rm. geboten. Wenn der Handel vernünftig ist seine Verdienstspanne in angemessenen Grenzen hält,, dem Verbraucher Gelegenheit geboten, seinen Bedarf j außerordentlich mäßigen Preisen einzudecken. H heute bares Geld in der Hand hat, ist beim Kauf der kere und weder auf eine beliebige Sorte noch auf it^ einen Händler angewiesen. Er ist daher auch in der Lw seinerseits seinen Teil dazu beizutragen, daß die Händst ihre Preise in mäßigen Grenzen halten und auch im M gen zu den Gewohnheiten der Friedenszeit ^zurückkchr^

Es liegt nahe, die Bestellungen rechtzeitig zu machen, da wir nach den Wettervoraussagen dieses % mit einem frühen und strengen W i n.t e r rechne müssen. Im vorigen Winter konnte infolge der milk Witterung der Bedarf fortlaufend gedeckt werden. W«, nun aber in diesem Jahre anhaltender Frost eintret« sollte, so wird der Versand von Kartoffeln auf groß« Entfernungen unmöglich gemacht und man muß mit ein« zeitweiligen Verknappung des Angebots und daher titii steigenden Preisen rechnen.

Wer es sich irgendwie leisten kann, sollte daher d« Gelegenheit ergreifen, schon jetzt seinen Bedarf einzudet» Der Verbraucher hat im Augenblick hinsichtlich der Qual« tät eine reiche Auswahl, infolge der großen Konkurrm eine starke Position in Bezug auf die Preisfestsetzung, um ist außerdem bei baldigen Einkäufen der Schwierigkeit« einer ungünstigen Konjunktur in den Winter- und FH jahrsmonaten enthoben.

Was die Aufbewahrung der Winterkav t 0 f f e l n angeht, so erfolgt sie am besten in einem tiefe nen Keller und in durchbrochenen Kisten, wo freie Lust zufuhr gesichert ist. Im übrigen empfiehlt es sich, sie m Kalk zu bestreuen, der für wenig Geld zu haben ist um die Feuchtigkeit und Ausdünstungen in sich aufnimmt, t daß selbst bei eintretender Fäulnis einzelner Exemplm eine Ansteckung der übrigen Ware verhindert wird. 3« Kalk hat den Vorteil, daß er keinerlei Einfluß aus du Geschmack der Kartoffeln ausübt.

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