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Nr. 79 (1. Matt, Samstag, den 4. Juli 1925 77. Jahrg.
Amtliche Bekanntmachungen.
LandratSamt.
J.-Nr. 4561. Die Herren Bürgermeister bezw. Gutsvorsteher zu Soden, Hohenzell, Klosterhöfe, Kreffenbach, Oberförsterei Marjoß, Niederzell, Oberzell, Romsthal, Sarrod, Vollmerz, Weichersbach und Züntersbach werden an die sofortige Einsendung der Eichliste erinnert.
Schlüchtern, den 2. Juli 1925.
Der Landrat. J. V.: Schultheis.
J.-Nr. 6975. Die Herren Bürgermeister werden erneut auf die Verfügung vom 22. Februar 1912 — J.-Nr. 1213 — Kreisblatt Nr. 9 — aufmerksam gemacht und ersucht, die Veränderungen, (Zu- und Abgänge) zu der Nach- weisung der noch nicht schulpflichtigen, taubstummen und blinden Kindern alsbald hierher anzuzeigen.
Schlüchtern, den 1. Juli 1925.
Der Landrat. J. V.: Schultheis.
Kreisausschutz.
J.-Nr. 3421 K. A. Die nächste
Zungbullen — Körung findet nicht in Sterbfritz, sondern in Steinart am 18.
Juli 1925 Vormittags 9 Uhr statt.
Schlächtern, den 2. Juli 1925. Der Landrat.
J.-Nr. I91 W. A. Für die Berechnung der gesetzlichen Miete für den Monat Juli 1925 verbleibt es bei meiner Anordnung vom 5. Juni 1925 — Schlüchterner Zeitung vom ii. Juni 1925 Nr. 69 —
Schlächtern, den 2. Juli 1925.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
J.-Nr. 3304 K. A. Die Kreiskommunalkasse hat heute Anweisung erhalten, die Reichsanteile aus der 69. Einkommen» steuerüberweisung an die Städte, Gemeinden und Gut- - zirke zu zahlen. Die Anteile sind für das Rechnungsjahr 1924.
Schlüchtern, den 2. Juli 1925.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
J.-Nr. 3474 K. A. Am Dienstag, den 7. Juli 1925, vormittags 7,10 Uhr findet im hiesigen Kreishause (Kreistagssaal eine Versammlung aller Hebammen statt. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, dies ortsüblich bekannt zu machen und die Hebammen besonders zu dem angegebenen Termin zu laden.
Schlüchtern, den 2. Juli 1925.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
J.-Rr. 3306 K. A. Die Herren Standesbeamten der Landgemeinden des Kreises mache ich auf den in Nr. 12 der Zeitschrift für Standesamtswesen vom 24. Juni 1925 abgedruckten Runderlaß des preuß. Ministeriums des Inneren vom 15. Juni 192; — i e ^76 — betreffend Standesamt und Finanzamt aufmerksam.
Schlüchtern, den 26. Juni 1925. __Der Vorsitzende des Kreisausschuffee.
Katasteramt
Bekanntmachung
Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Sprechstunden bis auf weiteres nur vormittags von 8 bis 12 Uhr sind.
Der Amtstag ist Montags (vormittags) _________________________________I. A.: Merse.
Stadt Steinau.
Bekanntmachung
Wegen der Berechnung der gesetzlichen Miete für den Monat Juli 1925 verbleibt es bei unserer Bekanntmachung vom 8. Juni 1925, betr. Regelung der gesetzlichen Miete ab 1. Juni d. J.ß
Steinau (Kr. Schlüchtern), den 2. Juli 1925.
Der Magistrat. Kiffcberth.
Wegen der Kartentontrolle auf dem Festplatz wird gebeten, die Eintrittskarte sichtbar zu tragen! |
®ne internationale <I6ina!onfereni?
Eingreifen Amerikas.
Meldungen zufolge, beabsichtigt Staatssekretär Kellogg, eine internationale China-Konferenz einzu- berufen. Kellogg arbeitet augenblicklich an der Einberufung der zweiten Washingtoner Abrüstungskonferenz, und es sei möglich, daß er versuchen werde, diese mit der Chiua-Konfe- renz zu verbinden, da die Einladungen an alle die Großmächte gingen, die auch in China interessiert seien.
Kellogg stelle sich die Erörterung folgender Punkte vor: Respektierung, Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale und administrative Unverletzbarkeit Chinas, Unterstützung Chinas zur Erreichung einer stabilen chinesischen Regierung, Durchführung des Prinzips der gleichen Behandlung sämtlicher Nationen in der Betä'iqung von Handel und Industrie
5d* Person und jeder Staat solle verhindert werden, auL etwaigen chinesischen Revolutionen Vorteile zu ziehen, aber and? an der Anzettelung oder Unterstützung solcher Revolutionen.
Gerade um derartige Vorteile zu erreichen, sei die Erörterung des Verbleibens fremder Truppen in China und der Unter- stützuna der chinesischen Regierung durch gesetzgeberische oder rechtliche Reformen notwendig. Kellogg hat sich bereits mit dem Washingtoner chinesischen Gesandten in Verbindung gesetzt.
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Massen-Demonstration in Peking.
Wie aus Peking gemeldet wird, fand dort zur Ehrung der bei den Unruhen in Schanghai gefallenen Chinesen eine Massenkundgebung statt. Im Verlaufe der Kundgebung drangen Demonstranten in die Läden ein, die englische und japanische Waren führen, und zerstörten die Einrichtungen.
Die Maroklokonferenz in Madrid.
Eintreffen Malvys.
Bei seiner Awkunft in der Hauptstadt erklärte Primo de Rivera, der Schlüffel zur Lösung der Marokkofrage liege gegenwärtig in Madrid. Er werde deshalb so lange dort bleiben, bis die Arbeiten der Konferenz hinreichend gefördert seien, um > dementsprechend zu handeln. Der französische Unterhändler Malvh ist mit Instruktionen seiner Regierung in Madrid ein- getroffen. Er wurde sofort von Primo de Ribera empfangen.
Dem „Matin" wird aus Madrid berichtet, es sei fast sicher, daß die Friedensbedingungen, die Abd el Krim dem spanischen Kaufmann Echevarietta im Verlaufe der letzten mit ihm gehabten Verhandlungen angeboten habe, nicht angenommen werden würden. Abd cl Krim fordere die Anerkennung eines unabhängigen Rifftaates, der als Grenzen haben solle int Westen die Linie „Primo de Ribera", int Osten eine Erweite- rang des Gebietes Oued Kert, einschließlich der Stämme Beni-Aid, Beni Änliche! und Tasersit, das gegenwärtig von der spanischen Armee besetzt gehalten werde. Im Verlaufe der Unterredung soll Abd el Krim darauf hingewiesen haben, daß er sich im Süden mit dem Tal des Ouergha-Fluffes begnügen würde.
Die Blockade der marokkanischen Küste.
Chamberlain teilte im Unterhause mit, daß die britische Regierung von Spanien aufgefordert worden sei, sich an den Blockademaßnahmen in „gewissen territorialen Gewässern" zu beteiligen. Die Regierung werde den Vorschlag in Erwägung ziehen. Wie aus Madrid gemeldet wird, werden die Bestimmungen zur Ueberwachung der marokkanischen Küste radio- telegraphisch den seefahrttreibenden Mächten bekannt gegeben.
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Neue Angriffe Abd el Krims.
Havas meldet aus Fez, Abd el Krim verstärke gegenwärtig seine Angriffe auf dem linken Flügel seiner Front, in dem Wunsche, eilige Resultate zu erzielen, indem er an gewissen Punkten seine durch das französische Feuer erprobten Angriffe neu einsetzt. Er scheint den Versuch machen zu wollen, sich im Zentrum seines Bereiches der natürlichen Verkehrsstraße und der nach Süden gehenden Verbindungen zu bemächtigen. Etwas Neues bei der gegenwärtigen Offensive sind die bisher int Marokkokrieg nicht gebräuchlich gewesenen Kämpfe und Bewegungen zur Nachtzeit, die die Rifkontingente jetzt mehrfach aus Furcht vor den französischen Flugzeugen unternehmen.
Nach dem Berichterstatter des „Petit Parisien" schätzt man die Rifstreitkräfte auf der nördlichen Front wie folgt: Von Lukkos bis Tafrant etwa 80 000 Mann, von Tafrant bis zum Oberen Leben 9000 Mann, davon 1000 Riffeute aus der Gegend selbst, und bei Gouernaou 5000 Mann, von denen 1300 Mann Rifleute sind. Endlich meldet man im Norden dieses Bezirkes bedeutende, ziffqMmaßig noch nicht festgcstcllte Truppen- ßusammenziehungcn,
Der englisch-russische-Gegensatz.
Tschitscherin gegen Lord Birkenhead.
Tschitscherin erklärte einem Vertreter der Russischen Tele- graPhen-Agentur in einer Unterredung, die Hetze eines Teile» der englischen Presse und sonstiger Blätter gegen Sowjetruß-
der Ereignisse in China sei nunmehr beinahe offiziell durch die Rede des Staatssekretärs für Indien, Lord Birkenhead, gutgeheißen.
Diese Rede sei insofern ungewöhnlich, als in ihr zum Ausdruck komme, daß ein Mitglied der Regierung, welche normale Beziehungen zur Sowjetregierung unterhalte, den Abbruch der diplomatischen Beziehungen erstrebe und auf diese Weise auf einen unfreundlichen Akt hinarbeite, dessen letzte Konsequenz nur etn Krieg sein würde.
Die Gesinnungsgenossen Lord Birkenheads suchten noch Anlag für einen Konflikt, der unübersehbare Folgen haben konnte. Dies finde in einem Augenblicke statt, in welchem in England eine allgemeine politische Spannung, eine Industrie- frife unö steigende Arbeitslosigkeit herrsche, während sich zu gleicher Zeit Der Wirtschaft!!che Aufschwung der Sowjetunion bemerkbar mache, deren Außenhandel, namentlich deren Ein- >uhr, im raschen Steigen begriffen fei. Tschitscherin weist alle gegen die Sowjetregierung im Zusammenhang mit den Ereig. Nissen in China erhobenen Beschuldigungen scharf zurück. Die Neuerung und die öffentliche Meinung der Sowjetunion hielten die Schaffung eines zentralisierten und demokrattschen, von allen fremden Eingriffen befreiten Chinas für die beste Lösung des chinesischen Problems. Die Sympathie für diese Kampfziele des chinesischen Volkes stelle keinesfalls eine Einmiirhtmg in die inneren Angelegenheiten Chinas dar.
Die gegenwärtige englische Regierung sei einzig ur* aüein für das Scheitern der russisch-englischen Verständigung verant- wörtlich. Die Sowjetregierung sei nach wie vor b«*, sich mit jedem Staat zur Konsolidierung des Weltfriedens zu verständigen.
politische Tagesschail.
■^ Klarlegung der herrischen Auß-npol'ttk. Wie die Telunion p^.kspartcilicher Seite erführt, wird die Fraktion der Partei sehr bald eine Interpellation zur auswättigen Politik einbringen, die dem Reichsaußenminister Gelegenheit geben soll, seine Ansicht über den Sicherheitspakt vor dem In- und Ausland darzulegen. Hiermit soll einmal eine Klärung der parlamentarischen Lage erreicht und ferner dem Ausland erneut Gelegenheit gegeben werden, sich von dem ernsten Bestreben der Reichsregierung zum Abschluß eines Sicherheitspaktes auf paritätischer Grundlage zu überzeugen.
♦■ Abänderung des deutsch-spanischen Handelsvertrages? Nach der am 21. Juni erfolgten Ratifikation des deutsch-spanischen Handelsvertrages ist die Reichsregierung entsprechend ihren bei der Beratung des Vertrages im Reichstage abge- gebenen Erklärungen an die spanische Regierung herangetreten, um sofort neue Verhandlungen über Mänderung der im Reichstag beanstandeten Bestimmungen einzuleiten. Die spanische Regierung hat sich zu Verhandlungen bereit erklärt. Die deutsche Delegation, die aus Vertretern der beteiligten Mni- sterien besteht, ist heute mittag unter Führung des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Grafen Lerchenfeld nach Ma- drid abgereist. Einige Vertreter des Weinbaus und des Wein- Handels schließen sich ihr als Sachverständige an.
♦« Die Zollvorlagc. Der Handelspolitische Ausschuß des Reichstags setzte die Generaldebatte über die Zollvorlagc der Regierung fort. Die Vertreter der Sozialdemokraten und Kommunisten sprachen sich unbedingt gegen die geplanten Lebens- Mittelzölle aus. Der Abg. Blum ?Z.) setzte sich für die landwirtschaftlichen Zölle ein und gedachte dabei auch des Notstandes des Gartenbaues. Zur Frage Der Jndustriczöllc nahmen hauptsächlich die Abgg. Reichert (Dn.) und v. Räumer (Dr. Bp< Stellung. Räumer sprach ausführlich über die Verhandkruacu her deutschen Eisenerzindustrie mit der französischen Eisenindustrie unter Zuziehung von Vertretern der ripnsmrbciten- den Deutschen Industrie. Der Redner machte orrtrernstste Ausführungen über die deutsch-französischen Handclsbcnragsbar- Handlungen in Paris und kam zu dem Schluß, daß Industt-ie- zölle notwendig seien, um die Zvllmauern der anderen mit £#% eigener Schullzölle zum Abbau zu treiben.
-" 122prozcntige Aufwertung der Sparkaffengsrh-cvoi. Der Aufwertungsausschuß des Reichstags hat sich an: Donnerstag mit der Aufwertung für Sparkassenguthaben beschäftigt. 91*9 längerer Debatte ist ein Kompromißvorschlag ctgencnimrx worden, nach dem die Sparkassenguthaben mit IfK- Proze« «ufgewcrtct werden sollen, und zwar diejenigen Gutha^m, die bis 15. 7. 1922 einaelcat worden ünb.
Besucht das Gauturnfest in Gchlüchtern
4w GrosteS Wetturnen einiger Hundert Turner und Turnerinnen
D 3 willI Wettschwimmen // Groster Festrug mit vielen Pruntwagen
♦f W* <ZWW Militärmustt / Tanz / Volksbelustigungen / Groster Iuxplah.