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i Schlüchterner Zeitung

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Amtlicher Anzeiger sür den Kreis und die Stadt Schlüchtern

Rr 36

Dienstag 27 März 1923

75. Jahrgang

ALerLei vom $age.

Der KomWaudierettde General in Essen hat eine Berordnung erlassen, nach der die Steuern für Weine, Schaut",weine, Zigarren, Zigaretten und Tabak an die ivteraliiierten Mächte abgeführr werden müssen.

Als deutscher Gesandter in Budapest ist der Lega- lunlsrat a. D. Gras Walezeck, zum Dirigenten der Presie- abteilung der Reichsregierung im Auswärtigen Amt Le- gastonsrat von Stohrer ernannt worden.

Die Vertzaudlnuge« zwifcheu den beiden liberalen h'-ruppk» in Era and find gescheitert.

Sturm in der Irunjitlilißen Kammer.

Für die ümerpolirischen Schtvierigkeitett Frankreichs ist kaum eine bessere Illustration denkbar als die Kam­mersitzung am Freitag. Sie war wohl das Unglaublichste, was bisher in einem parlamentarisch regierten Staate möglich gewesen ist. Die größten Tumultsitzungen im teutschen Reichstag und im preußischen Landtag lagen sich nicht vergleichen mit dem, was sich in der franzost- toen Kammer ereignete. Pornearee ließ sich bin reißen, einen kommunistischen Abgeordneten öffentlich einen .abscheulichen Schuft" (un ctbominaole cretin) zu titulie­ren. Als sich darüber ein unbeschreiblicher Tumult er­hob, hielt Poincaree diesen Ausdruck voll aufrecht, weil ihm dieser Abgeordnete, Berthou, vorgeworfen habe, er befinde sich in den Klauen Daudets und es gebe stark kompromittierende Akteilstücke, vor deren Veröffentli­chung Poincaree sich wohlweislich hüte. Der Brzepran- tent Laudry unterbrach darauf die Sitzung. Nach ihrer Wiedernufnahme entstand ein neuer Streit, weil Ber- rhou seinerseits die Regierungsmuglieder aufs schwerste beleidigt habeil sollte. Von der rechten Seite setzte wie­der ein ungeheurer Tumult ein. Mari wumdite, daß Berthou das Wort entzogen werde. Pomearee war letzt nicht anwesend. Der Kriegsminister Maginot verteidigte ihn. Es entspann sich ein äußerst erregter Wortwechsel Mischen ihm und Berthou. Magmvt Wie schließlich:

Sie haben gelogen!^ Da sprang der Kommunist Vau- laut-Couturier auf Maginvt zu, um ihn zu vhrfMeu. Ein alter Saaldiener geriet dazwischen hub wußte mmt. wie er zu dem heftigen Schlag ins Gesicht kam, der Ma : ginot galt. Die Sitzung wurde zum swettenmaie unter- k broLLit. Um 3 Hfir eröffnete sie der Kamarervr^de". f Perei selbst, der den Sturm zu beschwichtigen suchte. | Dann endlich konnte die Kaittiner an ihre Arbeit gehen, nämlich an die Debatte über die Bewilligung des von der : Regierung verlangten weiteren Kredits von 4^ Mrl- i Garden Fransen für die zwei weiteren Etatsdrittel und teil 500 Millionen Franken autermtentlicter Ausgaben.

I Der große Streit war darum eutstauden, weil Poincaree I notz deS Drängens der Kommunisten sich geweigert hatte, I die von ihm gewünschte Erklärung über die Ruhraknou I abzugebe«.

^ Die Kanimersitzung hat in Pariser politischen Streb I fett große Erregung hervor gerufen: denn zum ersten I Male seit längerer Zeit sind es gewisse Borwurse, die I man ohne genaue Angaben gegen einen Familienange I hörigen Poincarees seit Jahren erhebt, in der Oeffeu.- I iteftit zur Sprache gekommen. Die angeblichen Tat | fadien, auf denen diese Angriffe beruhen, gehören voll I kommen dem Privatleben an. Daß diese Gerüchte te I sächlich in der Kammer zur Sprache gebracht worden sind, I hat weniger den Zweck gehabt. Poincaree anzugrenen. | als den angeblich großen Einfluß des Rvnalnien-Aaöa- I tors Daudet auf den Republikaner Poincaree erklärlich 1 zu machen. Berthou behauptete deshalb nichts anderes, I als öaß Herr Daudet die Kenn in ine gewisser Familisua- - I Heimnisse Poincarees dazu audnuße. eine weitgehende I »-Mische Erpressung an dem französischen Miniäervre- fitenten vorzunetzmen und ihn in feiner polittuben Hal- I fang zu beeinflussen.

Verhaftung des Smeets-MtenL8ters.

I ^ Der Kölner Kriminalpolizei ist es gelungen, am I Freitag mittag den Smeets-Attentäter festzuftellen und gäh verhaften. 'Der Kestgenommene namens Karl ^eus- ü wann leugnet zwar noch die Tat, doch wird er von Zeu- Wc-M, die bei der Tat zugegen waren, als der Täter ve- | icithnet.

Etu amerikanischer Entschädigunzsplan.

Die römischeTribuna" und der römische Korrefpoii- dMt derDalln NLail" glauben zu wissen, daß die ame- cikanischen Delegierten auf der Tagung der Internationa: eu Handelskammern in Rom ein praktisches Proiekt für deu wirtschaftlichen und finanziellen Wiederaufbau Eu­ropas vorlegen werden. Wenn Frankreich dem Swr- Wage seine Zustimmung gäbe, so hätte dies große Be­deutung. Die amerikanischen Bauftete waren geneigt, «te Zahlung der Entschädignngen betzutragen, ,005 bin Alliierten, insbesondere Frankreich, darauf verzichteten von Deutschland die Milliarden zu verlangen, deren Badlung Deutschland bisher vorgeschritten war.

Eine nette Entente So stalLsten-Konferenz.

»»rvudo«. Macdonald gab in der Vereinigung der I k-usländischen Dresse Erklärungen über die Initiative ö»r internationalen parlamentarischen Aussprache über die burd) das französisch-belgische Vorgehen im Ruhr- tebiet entstandenen Schtvierigkeiten ab und kündigte

die kommende Woche eine neue Konferenz der svzra-. .Aschen Parlamentarier Frankreichs, Belgiens, J^ta- iens und Englands an, auf der man nach der Rück- krache mit Vertreter« der vereinigten loziaftstifchen Partei Deutschlands aber vollständiges Material ver^ ügen werde und sprach die Hoffnung aus, daß biete wehe Zusammenkunft zu einem Erfolg fahren werde.

Rücktritt des chinesischen Kriegsministers

»London, Reuter meldet aus Peking, daß der W nfete Kriegsminister Boung-Fn zurlickgetreren sei hrscheinlich wegen der Niederlage, die die Regierung der Angelegenheit der 21 japanischen For-ermige«

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Preisabbau «ab Publikum

Schlagworte haben das gewiß nicht unverdient Schicksal schnell zu abgegriffener Ware zu werben, die wie das volkstümliche Wort lautet: seinen Hund mehr hinter teil Ofen hervorzulocken vermag. So erging es denn auch der Parole vomPreisabbau", die dem armen durch ständige Erhöhungen der letzten Monate abgehetz­ten Kousumentenpublikum zunächst wie Schalm^en-

denn auch

durch

klang irls Ohr tönen mllßte. 1000, 2000 fa 3000 Pro­zent Steigerung waren ja längst keine Seltenheit gewe- len. Jetzt ziemlich gleichzeitig mit der Mark-Stabi- ltsterung setzte die Preissenkung ei«. Ein Ausatnren, ein Seufzer der Entspannung ging durch die Masse des laufenden Publikums. Doch siehe: der gewaltig krei- sende Berg, dessen erste Wetzen schon so heftig waren, daß ihre Stoßkraft den Dollar von etwa 52 000 auf an- unhernd 20 000 herabzudrücken vermochte, gebar ein gar minzig Mäuslein, das zwar verschämt das lockende Aus- " " ur Schau trug, jedoch nur.

HangsschildPreisabbau ,. .

niciui es gilt ging, die Aufschrift 20 Prozent, wenn es hoch kam 25 bis 30 Prozent zeigte. Abgesehen von eu innen Waren, die ziemlich unmittelbar von der Gunst

hoch kam

uigeu Waren, die ziemlich unmittelbar von der Gunst des Dollars abhängig sind, war und ist heute noch weit weniger von einem wirklich durchgreifenden Abbau in teit Preisen des Groß- und KleinwarenHandels zu mer­ken und der Käufer lächelt höchstens und), wenn er das Heißersehnte heute bereits schon recht ominöse Wörtlein billiger in Anzeigen oder Schaufenster» entdeckt. Die­sesbilliger" steht jedenfalls in keinem auch nur an- nahe rüden Verhältnis zur tatfacbücten Senkung des Tattars. Ein gewisser Trost für das konfumierende Publikum mag es gewiß fein, daß die Regierung bei ihren einmal getroffenen Maßnahmen nun nicht still- stehen wird. Erst in den letzten Tagen haben zwischen dem Reichswirtschaftsmwister Dr. Becker und magge- beuden Vertretern von Industrie und Handel neuer­liche Besprechungen stattgefunden, die deutlich zeigen, daß man in Regierungskreisen das Problem des Prers- abbaues auch weiterhin energisch verfolgen wird. Dazu kommt rwch, daß die Gelb- und Kredltknuppheit nicht minder die beispielsweife anlätzlich der letzten Menen in Erfcheimtng getretene Zurückhaltung der Großkaufer im In- und Auslande eine weitere Errnaßigung der ^^eike aurh im ^leinbandek Mftomntrfch -"vslosen wer­den. Wichtig ist vor allem, daß auch Sie PreispoUttt der Kommunen, auf deren Gestaltung die Regie^mg kei­nen Einfluß hat, sich den Bemühungen der Retchsftellen anpatzt. Von Reichsseite wird nunmehr die Losmung oder hoch beträchtliche Herabfetzung der -lOprozeutigen Kohlensteuer als ziemlich gewiß in Aussicht gestellt An eine durchgreifende Ermäßigung der wirtuhaftseidros­selnden Essertbahnfrachten jedoch scheint man noch nicht recht heran zu wollen, und gerade hier liegt der Begmn zu einer gesunden Preisgestaltung. Bon wie welstra- gender Bedeutung ein Preisabbau in den ^rachttarlseu fein wurde, kann man erst ermessen, wenn man einmal die Kalkulation für eine oder besser noch .ür mehrere Waren von der Erzeugung bis äUm Kleinkon,um ver­folgt. Wenn beispielsweise von Verteidigern der höhe­ren Frachttarife darauf hirrgewiesen wird, daß Zucker von Magdeburg nach Berlin eine Tariflast von nur etwa 100 Mark pro Pfund Summen habe während das Pfund im Kleinhandel ungefähr 1000 Mark koste, fo wird völlig übersetzen, daß auch bie Betörten^ der Rohmaterialien, hier znm Renviel der RUben, Koh. teil usw. vom Erzengungs- »um Verarbeitvort mit ein= gerechnet werden müssen. Butter aus Ottpreugen ist mit etwa 400 Mark Fracht belastet, Fische mit etwa 50 Mark (Stettin-Berlins Hierzu kommt noch, daß le­bende Flußfische in Fässern mit Eis beforderr rverdem für deren Wasserinhalt im Tarif nur ein geringer Preisabzug von der Bruttofracht, bei Transport w Tankwaggons überhaupt kein Abzug gewahrt Außerdem müssen diese Transportmittel jewetts wie^ teer zurückgeleitet werden, was gleichfalls verteuernd wirkt,

keankenkiüllsn- und Ernnörungslragen

311. Sitzung des Rssichstages.

Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Geseventivurfes zur Erhaltung Ee'ituug^fahlger Kra«. keukasseu. Abg. Streiter berichtet über,die Berhandlun- gen des 6, Ausschufses. Die Frage der Treten Aerzteuahl ist zurückgeuellt worden. Die Festfemmg der Lohngie - den wurde dem Arbeitsmmister überlauen. Eine Tv- rette zum Krankenkassengesetz würde den Reichstag nach

ter Mitwirkung der in Frage konunensen Orgcmrmttvnen üchergcstellt werden. Für Minderbemittelte soll das Brot verbilligt werden. Die erforderlichen Mittel sollen durch Belastung des Besitzes ausgebracht werden.

Eine Entschließung Hergt lw,», die ebenfalls die i Aufhebung der Getreidenmlage verlangt, fordert weiter die Auflösung der Rei^getreidestelle bis zum L Ok­tober d.

Ein kommunistischer Antrag fordert Beibehaltung der Getreideumlage und Erhöh«»« ihres Ertrages auf 4X i Millionen Tonnen.

Die Sozialdenrokraten fordern Me Aufbringung der I Mittel für die Brotverbilligung durch Zuschläge zur Ber- i ttwgenssteuer.

Reichtzernähimngsunnister Dr. Setter gM ew« Ueberblid über den Ernährungszustand des deutschen : Volkes. Der Fleischverbrauch ist von 70 Kilogramm auf den Kopf der Bevölkerung in der BorkriegMett auf 96 | Kilogramm gesunken, die Milcherzeugung von 330 Li­tern auf 175 Liter. Wir huben die zulässige Grenze irr der Ernährungsfrage überschritt«. Unser Volk befinde i sich in einem rein chronischen ErkrankungSzusland. Der Minister stellt dann fest, daß die Bootversorgung As tief ! in den Sommer hinein gesichert ist. Wegen der Sarws- ' fein brauchen wir ebenfalls keine Sorge zu haben. Bei »er Brotfrage müssen drei Gesichtspunkte beachtet wer­den: 1. Förderung der Erzeugung, 2. einer

Reserve in der Hand des Reiches, 3.

Legierung rechnet damit, daß üe zwei Millionen mS dem Auslande beziehen kann und IX Million« können im galante aufgebracht werbe* können. Die >rage der, Kredithilfe für die Landwirtschaft wird ge- »rüft. Wenn das Ziel der freien Getrgidewftstfthaft mr I Nie Landwirtschaft erreicht ist, dann muh diese auch ihr versprechen einlöfen, daß bei einer freie* Wirtschaft das teutsche Volk besser zu ernähren ist

Darauf wurde die Weiterberatuns nekKÄt.

Die Gefährdung der Staatsstcherhett.

^ Berti«. Die Schutzpolizei in Berit» und anderen deutschen Großstädten ist in erhöhte Alarmbereitschaft gesetzt worden. Diese Ataßnahme ist zurückzuführen an? gewisse Mitteilungen, die der Reichsregierung zugegan- gen sind und wonach radikale Elemente immer «och am Werke sind, die öffentliche iRute und Sicherheit des 9i Cit^CS^ ^ " & «** Mt <T\ »» ^vfkiütv jiiilflliislli At? f ^jfi*

lutit^c ^ivltiliuiu ver Bet» j Mitglieder i^de« Deutsch-völkischen F verhaktet 'md in Ber­

lin und anders» deutschen Städte» die Einleitung der Vormstersuchung gegen die polMschen Berhafteren sn-

lmer

i

Ostern beschäftigen. o .__Q1..,

Reichsarbeitsminister Dr. Brauns: Von dem Miß­verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben müden besonders die Allgemeinen Ortskrankentauen und die Landkraukenkasien betroffen, auch weil he eure Mehr­zahl von niedrig Entlohnten und eine Mehrzahl weite lieber Niitglieder führen, welch letztere bei unter» durch die Wochenbeihilfe ungeheure Kosten verursachen. Hier wolle die Vorlage bessernd eilig reifen. Die Versiche- rungsgrenze wird von mir rechtzeitig mit den Lohn- und Gehaltstarifen in Einklang gebracht werden.

Das Gesetz wird nach längerer Debatte umer Ableh- nung fümmuiiiftifdwr Anträge in oer Ausschubfassung angenommen, ebenso in dritter Lesung. Der Gefetzent- wurf wird sodann mit 303 gegen 3a Stimmen (.Komnm- nisten und einige Deutschuationale) bei swet Enthaltun­gen in namentlicher Abstimmufig angenommen.

Angenommen wird eine Entschlisßung, die eitwn lvesetzentwurf fordert, wonach die Verwaltintgslosteu mr die gesamte Wochenfürsorge den Krankenkanen eneyt '^^Es folgt"die zweite Beratung des -Haushalts des Reichsministeriums für Ernätzruva ««d Landwirtschaft. Der Ausschuß beantragt hierzu eine große Reihe von

E'N Au trag der bürgerlichen Arbeitsgelneinschaft for­dert, daß von einer weiteren Getreideumlage oööeieten werden müsse. Eine Reserve au BroNretreibe wüste uns

lichen Arbeitsgemetuschaft for

geordnet

Festnahme Dentsch-nökkischer in »Wnuwr.

w Hannover. In Verbindung mit den Verhafttinger; in den Kreisen der Deutschvölktschen Partei, die nt Ber­lin und anderen Städten startfarltzen, find auch in Han­nover Haussuchungen bei Deutsch-völkischen vorgenom- men worden. Bon Berlin waren zu dreiem 3werfe drei Beamte der politischen Polizei erschienen. Es wurden vier Personen in Hast genommen, und 3war der »er> ausgeoe? der de?tsch-völkischeu Wochenschrift^r Siann*, der Leiter der hiesigen deustch-völkischen Orts­gruppe, ferner der frühere Hmrptmann BrinkMann und der ehemalige Major von Oelsnitz. Ferrrer fanden im Polizeipräsidium mehrere Vernehmungen durch die Be­amten der Berliner politischen solidei statt. 3n HM-- nooer ist wie von maßgebendre Stelle mitgeteilt wird, kein belastendes Material über eine Umsturzbewegung gefunden worden. Die Verhafteten werden aber bis zur Klärung der Angelegenhest dem ^.^^ ter in Hannover zugefuhrt werden. Die Beamten der politischen Polizei haben Hamrover wieder ver laßen.

Die Untersuch«»« gegen die Deutschvölkischeu.

^Berlin. Am Freitag sind die te^tluben llnttrfu- chrpnaen gegen Roßbach und äße vechasteten Mitglieder der Deutsch-völkischen Freiheftspartei beendet worden. Roßbach wurde dem Moabiter Untersuchungsrichter zu- °^ "Är Kampf gegen die Selbstschtitzortzauifationc«.

Verlin. Äi amtlichen preußischen Pressedienst wird eine Bekanntmachung des preußischen Innenministers zur Bekämpfung der Selbitiduteorgamfatioueu veröf­fentlicht der es allen beteitigten Dienststellen zur Pflickr umcht ohne Rücksicht auf die politische Mästung W- faumt und mit aller Entschiedentrest einzufchrerten.

E'Nbernfnng des Answärtige» linsschnfsts.

w. Berti». Der Answärtige Ansschntz ded Reichstages sollte am Sonnabend nachmittag um 5 Wr zu einer Sitzung mit der TagesordnungDie politische ^age zu­sammentreten. Die Sitzung M :edoch auf Mvntt^ schoben morden, da der Reichskanaler ericycine« T^S'wää irmerredviiaen mit maßgebenden Persönlichkeiten,ge- ?abt S 2vrüsidentDr. Steter begleitete ihn später zum' Bahnhof, wo beide außerordentlich freundl-ch von haggA^gr M'^ÄS!» Ä»SStÄ

Nur der Flaumacher darf in Dortmund erscheme«.

ih- Dortmund. Sämtliche Dortmunder Zeitunoen Ausnahme desGeneral-Anzeigers" sind von den Franzosen auf unbestimmte Zeit verboten wvr> ^.>

w Gelsenkirchen. Im RiEmusen tteten smt dem vorigen Sonnta g kommmnstuche Hlitidertichafteni aus. Sie durchziehen die Straßen, verprügeln die Ange- börtaen anderer Parteien, machen Märsche uno Er - »tu den Straßen. Donnerstag abend ,am- nmi'eu sich auf dem Marktplatz etwa W00 Mau«, meist tunae Elemeute, an.