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Schlüchlerner Zeitung

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KreisAM

Erscheint dreimal wöchentlich. Druck und «erlag Firma 6. Hohmeister, Schriftleitung H.E. Hohmeister, Schlächtern Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung oder Stromsperre erlischt jede Vervsttchtung auf Schadensersatz.

Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Sladl Schlüchlern

Nr 22

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Bestellungen auf die Schlüchlerner Zeitung für den Monat März nehmenjämtl. Postanstalte» die Landdriefträger, unsere Zeitungsdoten sowie die Geschäftsstelle in Schlüchteru schon jetzt eut gegen.

AilsrLsr vom Lsge.

König Georg von England und Königin Mary wer- sen voraussichtlich Anfang Ntai einen sechstägigen Be­uch in Rom abstatten.

Die angebliche Unterredung des Reichskanzlers Dr. Enno mit dem Berliner Vertreter DerSunday Times" ist vollständig frei erfunden.

Die wertbeständige Attleihe. Nach demB. T." wurde im Finanzministerium eine erste Sitzung mit Ber- iretern der Privatbanken über Die Auflegung einer inne- ren wertbeständigen Anleihe abgehalten. Die Beratung "oll fortgesetzt werden. Das Ministerium faßt kurzfristige Reichsschatzwechsel im Betrage von 200 Millionen Gold mark in Aussicht.

Memsl.

Das Schicksal Memels ist gefallen, aber nur vorläu­fig, denn politische Komplikatwneu können es immer noch in einer Weise ändern und wenden, wie es die Franzosen wünschen.

Kernel ist urdeutsches Gebiet, aeschichilich wie ethno­graphisch. Im 14. Jahrhundert gehörte Die Stadt Me- metburg zu einem Drittel Dem Bischof von Kurland und zu zwei Dritteln dem Deutschen Orden. Deutsche Kul­tur hat dieses wichtige Ostgebiet zur Blüte.gebracht. .Oft ist Atemel von Feinden überrannt und geplündert wor­den: so vor allem von den Schweden und Rußen. Eine treudeutsche Stadt war AtemeL zu jeder Zeit, und es ist ja bekannt, daß nad) der Schlacht von Jena, ats Preu- yen ganz in sich zusammengebrochen zu sein schien, Die edle Königin Luise mit töten beiden Prinzen dort die letzte Zuflucht suchte. .

Das Diktat von Versarlles hat ein für allemal das Memetlanö von Deutschland losreißen wollen. Durch die Unterschrift des Bersailler Friedens ^ Deutschland vorläufig jedwede Hoffnung genommen, feine Brüder dem Reich zu erhalten. Ihm war es verwehrt, in irgend­welcher Weise für die Memelländer diplomatisch tätig zu sein. Auch die Abstimmung der Memelländer, die ent­schieden zu Deutschlands Gunsten ausgefallen wäre, war durch das Versailler Diktat von vornherein ausge,chlonen.

Das Memelland war ganz in der Hand der alliierten Mächte. Dreierlei blieb übrig: entweder Die territo­riale Selbständigkeit oder die-Einverleibung in Polen oder Litauen. Die territoriale Selbständigkeit schied gleich zu Anfang aus, denn das Memelland ist mel zu klein, um selbständig sein zu können. Geopolitisch acer war eine Einverleibung in Polen auch unmöglich, denn dazwischen lag ja Litauen. Es blieb also letzten Endes nichts anderes übrig, als daß das Memelland vorläufig unier die zweifelhafte Herrfümft der Litauer kam, um der noch zweifelhafteren der Polen zu entgehen. Aber deswegen gibt Polen noch lange nicht feine Hoffnung auf and wird Darin durch die raffinierte französische OstpvUnt unterstützt, denn den Polen sticht Der Memethasen gar zu sehr ins Auge, und außerdem haben ste Die sichere Hoff­nung, daß sie doch noch einmal anch Litauen aufsangen werden. Und gerade hierin werden sie von Paris aus ^Tas^Schicksal Memels ist wieder einmal ein Beweis, wie willkürlich Frankreich, das doch angeblich sich mit für die Selbstbestimmung der Völker an die Fritdens- touferenztische setzte, mit dem Bölkerschicksal umgeyt. Das vernünftigste und für Europa ersprießlichste wäre gewesen, wenn die alliierten Mächte, in Deren Hände Memels Schicksal lag, das Land an Deutschland wieder zurückgegeben hätten. Aber dann wäre ja Frankreichs Plan, Deutschland durch ein Konglomerat von Rano- staaten von Rußland zu trennen, HinMia geworden.

Die Losreißung des Memellandes und die Abspren- nuna Ostpreußens von Deutschland bilden für die Zu­kunft neue Konfliktstoffe. Sollte einmal das Memel- lond wirklich ganz zu Polen tommen, so würde ein öst­liches Elsatz-Lothrirtgen geschaffen, das in Zeiten besserer deutscher Tage und Umstellungen Der europäischen Po­litik einmal zum verhätignisvollen Ertsapfel werden ^'" Den kleinen und plötzlich so größenwahnsinnig ge­wordenen östlichen Randstaaten ist durch die Enwerlei- bung kerndeutscher Gebiete einecfjöne Morge'.igcwe mit bei ihrer WiederaufersteHungsfeier gegeben worden, in- dem sie, die kulturunfähigen Völker, mst deutscher Knl- tur bereichert werden. Aber die Geschrchre hat schon ruehr als einmal bewiesen, daß solche Morgengaben für Sie siegreichen Völker gesävrlich sinS, denn die Kultur 01 ein so mächtiger Faktor, daß sie in ihrer siegreichen Frie­densarbeit oft den Sieger selbst verichlrnat: vor allem aber wird Die deutsche Kultur der Memelländer so stark sein, Satz ste sich als fester Kern weiter erhalten, und daß somit das Deutschtum in ihnen auch unter der Fremd­herrschaft weiter leben wird, bis einst Die Tage der Er­lösung kommen. , c

Uns aber werden Sie Brüder im Memelland genau so wenig als verloren gelten, wie Die anderen, Die man im Westen und Süden nns vorläufig entrissen hat, da man sie wohl eine Zeit lang politisch unter der Freuw- Herrschaft Halten, aber niemals undeut-ch machen kann. Auch Hier wieder müssen wir unsere ganze Hoffnnng mn die Zeit setzen, Sie mächtiger als Sie Gewalt ist C. M.

»« Die französischen BefatmnaStrnppen habe« Kernel in aller Stille geräumt. Die Kasernen wurden von den L'taner« bezöge«. Die Franzosen begaben sich auf ihre im Hafen tiegende« Schiffe.

Donnerstag. 22 Februar 1923

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Aebergäbe der Strecke Neich-DAren.

Montag abend 8 Uhr haben die Engländer die Bahn­höfe Harff. Bedburg und Elsdorf geräumt, die alsbald von den ,>ra?msen besetzt worden. Damit ist die bisher te' ' nse Mglischc Streife Neuß Sitten ganz in frans '.: ie HiMde gekommen. Die deutschen Eisenbahner, die die WMewrbeit unter f " äsi scher Herrschaft ver­weigerten, wurden von den VaHuHöftn vertrieben.

Belgische Truppen haben den Bahnhof von Hervest- Torsten besetzt und in Schulen und öffentlichen Gebäu- . den Quartier bezogen. Durch diese Ausdehnung der Besetzung ist die Eisenbahnlinie HalternWesel aus dem Durchgangsverkehr ausgeschieden.

Wie aus Bochum gemeldet wird, sind von dort aus 5 Regimenter Infanterie nach Dortmund in Marsch gesetzt worden.

Meuterei französischer Truppen.

r-§ TeUe des französischen Infanterieregiments 10, das in Werder an der Ruhr einqnartiert ist, haben, wie aus Essen gemeldet wird, gemeutert. Jnfolgeocß'n ist das ganze Regiment abtransportiert worden. An. reine Stelle ist das Regiment 170 nach Werder gekom­men, Aber auch in diesem Regiment haben schon einige Teile den Gehorsam verweigert.

Die Kosten der Ruhrbefetzung.

w Aus Parts wird gemeldet: Der Finanzminister wird den Ministem den Entwurf über die Kredite für die Ruhrbesetzung vorlegen. Den Morgenblättern zu­folge sieht die Vorlage drei Kategorien von Ausgaben vor. Die Kosten für die Zivilkommission für Finanz­sragen, Zollfragen und industrielle Fragen werden für das Jahr 1923 auf 5 Millionen F ranken veranschlagt. Für die Kosten der Militärbefetznne werden für Januar und Februar 50 Millionen Franken gefordert mit dem Bemerken, Frankreich habe im Ruhrgebiet sieben Divi­sionen, deren Unterhalt in Frankreich 15 Millionen Franken gekostet hätte, sodatz die Militärkosten für du beiden letzten Monate des Jahres in Wirklichkeit lief nur auf 35 Millionen Franken belaufen. Diese Koste: sollen den aus dem Frietzensvertrage zu deckenden Aus­gaben zugerechnet werden. Die dritte Kategorie der Kredite umfaßt Sjc.Ausgaben zu: - OrgarMerrws tiuc zum Betriebe der deutschen Eifenbahulirtiert.

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Ein offenes Wort der Reichsregierung.

Die deutschen Vertretungen in Paris, London unt Brüssel sind angewiesen worden, den dortigen Regie, rit)igen anläßlich der Ausweisung des OverpriisiSente» Fuchs folgende Note zu übergeben.

Die interalliierte Rheinlandkommission ist in ihrer von der deutschen Regierung schon wiederholt charakte­risierten rechts- und vertragswidrigen Maßnahme« gegen die deutsche Verwaltung und gegen die deutscher Beamten soweit gegangen, auch den obersten Beamten der preußischen Rheinprovinz, den Oberprüsidente« Fuchs, nebst Familie aus dem besetzten Gebiet auszu- wetsem Oberpräsident Fuchs wird getragen von dem rückhaltlosen Vertrauen seiner Heimatprovinz, wo er und seine Familie fest verwurzelt sind. Umso größer ist die Entrüstung der gesamten Bevölkerung des besetzten Gebiets über das ihm widerfahrene Unrecht. Schon während seiner Amtstätigkeit als Regiemngsprüsident in Trier hatte Fuchs durch die Tat bewiesen, daß er ge^ nullt war, mit den Besatzungsbehörden im Rahmen des RheinlanSabkonnnens loyal zusammenzuarbeitem Mit Dieser Absicht hatte er auch seinen jetzigen Posten ange- treten. Wenn er es im weiteren Verlaufe der Dinge ablehnte, sich solchen Anordnungen der interalliierten Rheinlandkommission zu unterwerfen, die sich nicht auf das Rheinlandabkommsn stützten, so war oas ietn Recht und seine Pflicht als preußischer Beamter und als Dentscher. Die deutsche Regierung erhebt gegen die Ausweisung des Oberpräsidenten nachdrücklichst Protest Ferner sieht sich die deutsche Regierung bei dieser Ge­legenheit veranlaßt, erneut allgemein auf die Masiens ausweisnuge« aus dem besetzten Gebiet zurückzukom- mem die von der interalliierten Rheinlandkomnnnion offenbar systematisch zwecks Erreichung ganz bestimmter, außerhalb ihrer Aufgaben liegender Ziele betrieben wer­den. Es sind nunmehr der Oberpräsident der Rhein, provinz und mit einer Ausnahme sämtliche Regierungs­präsidenten der belgischen und französischen Zone aus- gewtesen worden, von der gleichen Maßnahme sind abc Oberregierungsräte und mehr als Die Hälfte der gesam­ten Höheren Beamten der Wiesbadener Regierung be­troffen worden. Die Forstkammer bei Der Regierung Der Pfalz weist nicht mehr einen einzigen höheren Be­amten auf. Im Regierungsbezirk Koblenz sind muß. liebe Landräte Der Kreise südlich der Mosel entfernt wor­den. Ferner wurden ausgewiesen der Overbürgermel- ster der Stadt Mainz und sein Stellvertreter, der Ober­bürgermeister der Stadt Trier und seme Gemeindebei- geordneten, der Bürgermeister der Stadt Eleve und alle Beigeordneten, ferner die Reichsbahndirektionspras'.dcn- ten von Trier, Ludwigshafen und Mainz. In be,.an­ders großer Zahl sind von dieser Maßnahme betroffen die Beamten Der Forst- und Zollverwaltung,- aber auch unbeamtete Personen sind von der Ausweisungspolmk Der Rheinlandkommission nicht verschont geblieben; so mußten ein Redakteur hi Wiesbaden, ein Gewerkschafts­sekretär und 25 Studenten der technischen Hochschule in Aachen das Land verlassen. Auch die Form der Ams- Weisungen ist mit dem Charakter der friedlichen Be­setzung unvereinbar. Die interalliierte Rheinlamkom- Mission hat sich in einer an den Reichskomnnfsar für die besetzten Gebiete gerichteten Note gegen den Borwurf der Brutalität gewandt. Die deutsche Regierung muß diesen Borrvurf aufrechterhalte«. Wenn dieiN^ralllierte RheinlanökommUsion behauptet sie habe nichts Miderov

75. Jahrgang

schicken", so kann diese Aeußerung einer austanmfcyen Behörde nur als Hohn empfunden werden. Die Note weist ferner auf Die Härten Der Ausweisungen hin. So wurden einzelne Beamte auf offener Landstraße aus- gesetzt. Den Familien wurde eine Frist von 48 Tagen zum Verlassen des besetzten Gebietes gewährt. Bei der in Deutschland herrschenden Wohnungsnot können diese Familien sich erst nach Jahren wieder ein eigenes Heim gründen, zumal sie häufig am Mitnehmen ihrer Möbel verhindert werden. Die Hoffnung, daß derartige NUttet deutsche Beamte dazu bringen würden, daß sie sich zur Mitarbeit gegen die deutsche Regierung und gegen das deutsche Vaterland bereit finden, ist trügerisch. Die Mit^ tel, die die interalliierte Rheinlandkommission anwen- det, sind aber nicht nur verwerflich, sondern verstoßen auch gegen die Moral. m M

Eine Abschrift der Note ist durch den Reichskorn- missar in Koblenz der interalliierten Rheinlanökonmus- ston übergeben worden.

Gestohlene öffentliche Gelder.

Die Franzosen setzten auch am Montag in Gelsem- kirchen ihre Versuche fort, die Hundert-Millionen-Buße, die Der Stadt auferlegt ist eimzutreibem Sie beschlag­nahmten die Scheckbücher der Stadt, die Reichsbank- unst die Postscheckkonten, die 21 Millionen Mark enthielten. Von dem stellvertretenden Oberbürgermeister, Obervau- rat Arens, den sie verhaftet hatten, verlangten sie die Aufbringung der restlichen 79 Millionen. Wenn diese Forderung erfüllt würde, würden sie wieder abziehen. Die Stadtverordnetenversammlung lehnte das franzö­sische Ersuchen einstimmig ab. Darauf haben die Fran­zofen den Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes von Gelsenkirchen und den Direktor der Guten-Hoffnungs- Hütte, Becker, sowie den Inhaber der Groß-Eisenhand- luna Stern als Geiseln feftgenommen und 100 Millionen Mark vollständig eingetriebe«. Die Herren wurden nach Recklinghausen abtransportiert. Der Oberkommandie­rende erklärte, daß er bisher 70 Millionen Mark zusam­menbekommen habe, außerdem 21 Millionen Mark, die uns dem Scheckkonto stehen, die er noch nicht eintreiven konnte. Von den 70 Millionen sind 50 Millwnen städ­tisches Notgeld, das die Stadt zu sammeln hatte und das schon seit Jahren außer Kurs gesetzt ist.

Der DLM rp die Schnxg

»-.Der Reichspräsident hat an den Minister Severmg ein Schreiben gerichtet, in Dem er den Dank für die Hal­tung der Schupo im Ruhrgebiet ausspricht. Es beißt Darin m a.: Gegenüber Offizieren und Soldaten, die ihre Ehre durch rohe Mißhandlung Wehrloser besudelt, gegenüber einer unmenschlichen Rache:ust:z, Die jede durch Eid und Pslicht begründete Weigerung vor frem­den unrechtmäßigen Befehlen durch Verschleppung und grausame Strafen verfolgt, Haben die braven Beamten der Schupo im RuHrgebiet Besonnenheit und selbstlose Hingabe an ihre Pflicht ihren Dienst weiter verreyen, ohne fremder Rechtsverletzuna und Anmaßung zu fol­gen. Nicht nur die Ruhrbevölkerung, deren Schutz xBrt Tätigkeit gilt, sondern qanz Deutschland zoW ddesen tapferen Ntännern Dank und Bewunderung.

m Eine von Den Franzosen in der PMz nevanstEt« Holzversteigerrmg hatte keinen ©rfolfi, da Gebote Aber" Haupt nicht abgegeben wurden. Die Franzosen »erden st! so von dem Ergebnis wenig erbaut sein.

Berygftung des Düsseldorfer Bürgermeisters.

w Wie aus Düsseldorf gemeldet wird, ist am Montag «achmittag gegen 4 Uhr der Bürgermeister Kepte«, wäh- :end er mit den Beigeordneten und mehreren Stadtver­ordneten eine Besprechung hatte, von einem Gendar- ncrieosfizier verhaftet und im Kraftwagen Savougeuhrt vordem

Dr. Grtitzner in Elberfeld.

h- Wie aus dem RuHrgebiet gemeldet wird, ist der aus Düsseldorf ausgewiesene Regiermmsprästdeut Dr. Grütz- 4er in Elberfeld eingetroffen und führt von dort aus eine Dienstgeschäfte weiter. Ebenso werden Die Geschäfte >es Betriebsamtes Offenbnrg von Giugenbach aus ge- ieitet.

^Bon ganz Europa gehaßt.^

Die dänische Zeitung .Politiken" veröffentlicht den Inhalt einer Unterredung, die ein Mitarbeiter oes. Blattes in Paris mit dem franzvsßmen General Sarra«, dem früheren Oberkommandierenden der alliierren Truppen, im Orient, über Die Ruhrpolitik Poincarees gebab: hat. Sarrail erklärte u. a., Satz es in Frankreich neben Poincarees Bewunderern und Verteidigern auch Männer gebe, Sie seiner Politik nicht folgen mrd den Weg der gesunden Vernunft, d. h. den Weg der interna­tionalen Versöhnung beweisen wollen. Besser als id) * erzählen Sie Tatsachen, welchen Mißerfolg die Besetzung barstellt, wie Poincarees ehrgeiziger Traum, war. Höllistwahrscheinlich werden durch die Ruhrexpedition die Reparationen nidit gesichert werden. Das einzige Sichere, das dieses Unternehmen uns cinbringt, sind die Kosten. Selbst für den Fall des Nachgebens DeutfchlanSs wür­den wir keine Zahlungen erhalten. Deutschland hat be­reits nnüigcgeben und.am 11. November 1918 kapituliert. Es hat auch danach/mehrmals nachgegeben, und wir haben es in hohem Maße gedemüligt Die Reparations- irage ist nicht nur eine deutsch-französische, sie ist in recht­licher Beziehung eine internationale Frage. Sarrail oe- dauerte dann, daß Brantings Vorschlag, die Ruhrfrage Dem Völkerbund zu unterbreiten, abgelehnt worden sei, da er die einzig mögliche Zuflucht bleibe, und fuhr fort: Daß man Seit!Wand noch immer nicht in den Völter- bund auf nimmt, ist eine Absurdität. Die Geschichte lehrt uns, daß alle Völker ihren Verpflichtungmi nicht nachge- kommer: find. Mao der französische Staat in eruer