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chlüchterner Zeitung

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AmlUchsr Anzeiger für den Kreis mrd die Stadt Schlüchiern

Nr 20

Allerlei vorn Tage.

Der badische Landtag hat gegen den Einfall der kAmnzosen in basisches Gebiet scharfen Protest erhoben.

Der brannschweigische Minister für Inneres «nd I Justiz, Reichstagsabgeordneter Ewald Bogtherr, der im K Reichstag einen Herzschlag erlitt, ist gestorben.

Der bevollmächtigte Botschafter Angoras in Paris, I Fered Bey, verläßt seinen Posten, um einen unbefriste- I ten Urlaub an zutreten.

Auf der Versammlung der englischen NaüonaNibe? I raten ist Lloyd George als Führer der Partei gewählt I worden.

Die Nachricht von der bevorstehenden Ernennung I des Senators de Monzie zum französischen Vertreter | in Rußland wird in Paris amtlich als unbegründet be« I zeichnet.

Der Lyouer Stadtrat nahm mit einer Mehr- I heit, die sich aus Radikalsozialisten und Sozialisten zu- I sammensetzt, eine Entschließnua an, in der gegen die Be- I setzung des Ruhrgebietes protestiert wird.

Auf die französisch-belgische Note wegen der Ein- | stellung der Schnellzugsverbinaungen Paris-Köln-Ber- I lin-IKarschau und Berlin-EMkuhuen-hftga hat die I Reichsregierung geantwortet, daß die Einstellung der I Züge eine durch Frankreichs und Belgiens Vorgehen er- I zwungene Notstandsmaßnahme sei. Der polnische Sejm nahm eine Entscheidung em- I stimmig an, in der die Regierung zu einer energischer! I Aktion aufgefordert wird. Polen die Rechte auf volle I Ausnutzung des Memeler Hafens zu sichern.

I Der Violinist Wille gestorbsu. In Dresden ist I nach längerem Leiden der bekannte BivliNist der muff I kalischen Kapelle des sächsischen Staatstehaters, Konzert I meister Paul Wille, der auch als Lehrer am Dresdner I Konservatorium tätig war. gestorben.

Wochenschav.

Fast möchte man es glauben, was amerikanifche I Blätter andeuten, daß die Franzosen und Belgier öireQ I auf dem Kriegspfad gehen, d. h. daß sie alle Mittel «Aj I Wege suchen, um wieder den Kriegszustand zu erHärstn ■ Mr sann, aller gesetzlichen Fesseln ledig, umy Wiu.ür I m Deutschland Hausen zu können. Reue Truppen wer- | den aus Frankreich nach dem besetzten Gebiete geworfen | Tu Einberufung mehrerer Jahrgänge von Reservisten I ist in Paris als dringlich bezeichnet worden. Alles Maß- I nahmen, die durchaus nicht auf den angeblich friedlichen I Charakter der Franzosen, die nur durch eine wirtschaft- I liche Besetzung zu ihrem Rechte kommen wollen, schließe«

lassen.

Die sinnlose« A«sweis««gen und Berhaftnnge« tm besetzten Gebiet nehmen ihren Fortgang, und auch vor Blutvergießen schrecken die Franzosen und Belgie:

ir nicht

I zurück. Ja sogar gegen die Kranken führen sie ihren I Haß- und Rachekrieg, wie ihre gebieterischen gorDerutts I neu von Betten für die Franzosen in Krankerrhäusern I beweisen. Und in Deutschlands Souveränität greifen I sie frech ein. Der Gipfel ihrer Unverschämtheit aber ist, I daß sie dem Kanzler «nd deutschen Minister« uuter- I sagt haben, die neubesetzte« Gebiete z« betrete«,. Irr der ■ gewaltsamen Ausweisung des Wiesbadener Regre- I rungspräsidenten Hänisch haben sie bereits ein Exempel I statuiert. ,

Schon jetzt, wo angeblich Frieden herrscht, aller- | diugs, was für einer, der Bersailler! führen sich du I Franzosen und Belgier wie Marodeure und ^traßen- I räuber auf. Sie rauben Kohlen und Kraftwagen,- for- I dem gewaltsam Waren und Arzneimittel,- zwingen I deutsche Behörden für die Soldateska Bordelle zu er- i richten. Kurz, ein Brand- und Schandmal nach dem I anderen aus dem französischen Namen, der angeblich so । sehr mit der berühmten aber auch viel berüchtigten I gwire umstrahlt ist.

Ihr Ziel aber werden die Frauzmen nun ernt recht I nicht erreichen. Sie werden keine Vwischenfalle durch I noch so große Gewaltakte und ned) so niedrige «chikane I konstruieren können, die ihnen ein rmrkuaus Recht zur I üriegszustaiidserklärung geben,' sie werden nicht dre I Ruhrbevölkerung und das ganze deutsche Volk zermur- I ben und untertänig imWn; sie werden nicht trotz aller I AbsPerrnngsmatzregetn und Gewalt das erwümchte I Quantum voll Ruhrkohle für Frankreich erpressen kon- I neu; und vor allem werden sie nicht, wie ne ev sich an­fangs so leichr vorsteUten, Deutschland balkanisieren oder I wenigstens den Norden vom Süden trennerr können. I Das alles sehen sie jetzt schon ein und deshalb diese, letz­ten nervösen Anstrengungen! Aus dem Hapgeschrer der I Warner Boulevardblätter klingt zugleich nur allzu hör­bar das kleinmütige Bekenntnis hervor, daß drePmu- careefche Politik bis jetzt in Deutschland noch nichts, ja I sogar das Gegenteil erreicht.hat.

Die Reise des Rerchspra«be»ie« durch, Süd-entsch- I land — Karlsruhe, Mannheim und Darmstadt -- wird I ben Franzosen bewiesen haben, daß Regierung und Volk in Deutschland jetzt ein geschlossenes Ganze bilden. Ba­den und Hessen haben dem Reichsoberhaupt von neuem das Treuegelöbnis der süddeutschen Länder abg^At. Der Reichspräsident selbst hat vor aller Welt der schnö­de« Gewaltpolitik Frankreichs die Maske vom. Gesicht nettsten. Gerade diese süddeutsche Reffe des Relchspra- ! ädentelr wird den Franzosen völlig dre Augen über Deutschlands Einmütigkeit und Opferwilligkeit öffnen.

tW Paris macht sich jetzt eine arom. Berstrmmung bemerkbar, die in Gedrücktheit und Enttäuschung über- ReOt. und sie ist noch um ein bedeutendes groper gewor- | den, als man durch die englische Pariaments-ebattc dre Ltimmüng in London kennen gelernt hat.

Eine neue Kriegsgefahr lodert rm Osten anf, dre eine Forschung des blutigen Weltkrieges brrngen samt. Der iRTOMMiATh üLiLt Luinrrrg. Die Türken haben keine

Samstag 17 Februar 1923

t

Lust, sich in fruchtlosen Konferenzerr am grünen T'^m mit der hohen Ententediplomatie herumzirstreiten, unö in Angora verlangt man die Null- und Nichtigerklärunq von Mudania. Ein Funken nur noch, und im Osten erfolgt eine jener gefährlichen Explosionen, die gerade von dort Europa so oft gewaltige Erschütterungen ge­bracht haben.

Die Verseuduag von Ruhrliebesgaben.

Der Reichsausschuß der deutschen Landwirtschaii teilt mit: Die Versendung und Behandlung der Rubr- liebesgaben als Stückgut bereitet der Landwirstschafts- tammer Westfalen, Zweigstelle Minden, Schwierigkei­ten, zumal auch im allgemeinen von der Reichsbalmver-- woltung die Liebesgaben nicht gern als Stückgüter an­genommen werden. Auch ist die Sicherheit der Ankunft für Stückgüter nicht so gewähr^iftet, wie für Wagen­ladungen. Die Liebesgabensammelstellen werden daher aufgefordert, die Versendung möglichst in Wagenladun­gen zu bewirken.

Die Verkehrslage im Ruhrgebiet.

Die Verkehrslage int Ruhrgebiet ist im grossen und ganzen unverändert. Der Güterverkehr ist infolge der Sperre für Kohlen und metallurgische Waren sehr ge­ring. Es werden nur Lebeusmiitel, Kalk und Saud ge­fahren. Aus Dorsten wird gemeldet daß dort die Gü­terzüge 25 Minuten halten müssen. Die Franzosen off; neu geschlossene Güterwagen, um sie nach zollpflichtigen Waren zu untersuchen.

Immer nette Zertungsserbote.

Die Rheinlandkomunssion hat folgende Leitungen im besetzten Gebiet untersagt: Frankfurter Generalan­zeiger, Saarbrückener Ztg. und Nasscmer Bote in Lim- burg, die Rheinische Warte in Koblenz für die Dauer von 1 Monat, die Benzberser VolksÄg. für 3 Monate, das Niederrheinische Bolksbkatt für 16 Tage sowie die Freie Presse für 1 Monat.

EingeMndnis der technrfchc-L Ohrsmacht.

In den Berichten der französischen Zeitungen aus dem Rheinlande und dem Ruhrgsbiet ist nicht viel Be­merkenswertes zu finden. Die Bestrafung Gelsenkir- chens mit einer Buße von hundert Millionen Mark wird ausführlich behandelt und als ein erneuter Beweis öa- tur .öetxutyiex, buß unu uü «äivUnv ^v,thvde" 0vg.is.nen solle. Die üblichen Meldungen über die Abgänge von Kohlenzügen und Verbessernüg des Eisenbahnverkehrs fehlen gänzlich. Man spricht nicht mehr von einer Aus­nutzung des besetzten Gebietes, sondern von einer „Ver­riegelung". Nach den großsprecherischen Verkündigun­gen der ersten Zeit über die Tätigkeit der Ingenieure und die Organisation des Verkehrs wirkt dieses Ein­geständnis vollkommener technischer Ohnmacht als eine gewaltige Blamage.

. Neue Zwischenfälle i« Gelsenkircherr.

^ Ein «euer Zwischenfall ereignete sich in Gslse«- kuchen. Ein französischer Offizier, der sich in der Vor­halle des Hauptbahnhofes aushielt, reizte durch sein Be­nehmen die Bevölkerung. Als er den Bahnhof verließ und mit der Straßenbahn nach Bochum fahren wollte, hinderte die Menge den Wagen an der Abfahrt, sodaß der Offizier wieder anssieigen mußte. Er nahm schließ­lich gegen die Menge Stellung und zog eine« Revolver, Es gelang einer Wache der Smrrpo, den Offizier zu iso­lieren. Die Beamten taten ihr möglichstes, um ihn vor der Volkswut zu Mützen. In der Nähe des Rathauses stürmte die Menge auf den Offizier ein, der erheblich am Kopfe verletzt «mrde.

Weitere VerhafLunge«.

Der Direktor des Rheinisch-Westfälischen Elektrizi- mit werfet in Esten, Guttmarm, ist unter riesigem Auf- uebot von Truppen und Tarfts verhaftet worden. Die Arbeiter brachten ihm bei seiner Verhaftung lebhafte Ovationen dar.

Der Oberamtmann von Offendurg, Schwörer, fit, nachdem er sich geweigert hatte, eine« Befehl der fran­zösischen Behör-de zu befolgen, verhaftet worden

In Dorstseld sind zwei Schnpobeamte, in Wirten einer wegen Zttchtqrfiißens verhaftet worden. In Dort- mund ist ein Schupopolizist aus demselben Grunde zu 30 Taaen Geiäuants verurteilt worden.

Wieder ein Opfer roher Gewakt.

Der LokonwfivMtzer Franz Eltgen vom Betriebs­werk Jünkeraht wurde beim Ueverschreften des Bahn körpers, zu dessen beiden Seiten er Ersentum hat, in der Nähe des Lmhnhoss Jäskerath von einem rranzo- fischen Kosten ohne erkennbare« Anlaß ertchostem

Unwürdige Behandlung gefangener Beamte«.

Aus Mainz wird gemeldet: Wie. jetzt bebaum 8^ xordeu ist, leben im hiesigen franzöjlsche« Militärge »ngnis eine große Anzahl deuttoier Berrvattungsbeam ter unter Berhältnisten, die in höchstem Grade als «n- würdig zu bezeichnen find, und bei einer Behandlung. Die alles andere als angemesten ist. Auch die Zeit bis zur Bernehrmmg ist in den meisten Fällen eine mmöüg lange. Der Staatskommistar für das besetzte hessische feinet W nun veranlaßt worden, sofort Schritte im Ju- tereste dieser Beamten bei der feintendtvmmifturn in L oklenz einzuletten.

niiowiiMMgen.

Der Anftmann von Datteln ist verhaftet und aus- gewiesen worden. Ebenso ist der Bürgermeister von Mors mit seiner Familie arlsgewresen worden.

Gefängnisstrafe« für Beamte.

Vom belgischen Kriegsgericht in Aachen find verur­teilt worden: vorn Hauptzollamt -Mä-erl, Jrrlandsver- kehr Zolldirektor Herffs zu 200 000- Mark Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängnis,- vom Hauptzollamt Heinsberg Oberzollinspektor Wenig und Oberzollfekreiär Holzhüter ui lüüixtu Ltarl GEtraie oder Mfi Lagen Gefängnis,

75. Jahrgang

«chlltrEer und Schmidt zu 50 ooo Marr oder drei Tagen Gefängnis. Vom Haupt- ^osisimt Kalterherberge wurde Oberzollsekretär Säumen, «erveW ?atte, für Frankreich bestimmte Koh- Eu^tngen, zu acht Tagen Gefängnis verur- ble unter Anrechnurra der Untersuchungshaft ver­büßt und.

Eisenbahnunglück im Ruhrgebitzt.

Nach einer Meldung aus Eisen verlautet gerucht- wefte, datz sich auf der militärischen Eisenbahnlinie ^^el-orf-Esse« ein großes Eisenbahnunglück enign« hat. ^)ujfUdnri qt durch den Fernsprecher nicht mehr zu errufen. Man nimmt an, daß die Franzosen das Bekanntwerden des Unglücks verhindern wollen.

Die Stützung der Mark.

Wie aus Neichsbarrkfreisen verlautet, stammen die großen Devisenbestände, die von der Reichsbank gegern wattig zur Stützung des Markkurses auf den Atarkt ge- lvorsen werden, aus dem Devisenfonds, den die Reichs­bank in Uebereinstiununug mit dem letzten deutschen Vorschlag an die Pariser Konferenz aufgespeichert hatte, Hin die in dem deutschen Vorschlag enthaltene Anleihe für Frankreich sofort nach getroffener Vereinbarung in ^ang bringen zu können. Da gegenwärtig alle Ans­ichten auf eine Einigung mit Frankreich geschwunden und, wird dieser Fonds jetzt zugunsten der Markstabi- anerung aufgelöst. Die Reichsbank hatte sich bekanntlich L Bt bereit erklärt, sich mit einer Summe von 300 bis 500 Millionen Goldmark an der Anleihe zu beteiligen, Die letzten Piandverkäufe Der Reichsbank erreichen nur uwa den Betrag von 4 ©othmiatmien. Es läßt sich )argus ermessen, daß die Reichsbank ihre Stützn« >s- Mion noch eine geraume Weile fortzusetzen in der Sage ist

Die Mark steigt, der Franke» fällt.

4-^-Aus Paris wird gemetdet: Der Franken ist aufs fteue gefallen. Am Dienstag wurden über 70 Franken für das englische Pfund gezahlt und am Mittwoch 77 Franken und uvch mehr für das Pfund geboten. Der Dollar steht auf 16 Franken. Die Mark erholt sich in langsamer Auswärts bewegn ug. Die Aveudreituntzen melden eine Verteuerung des Zuckers, des Mehles und

Ruderer Lehensmittel. T

wie

Zttckervxeis ist um mehr cu

Die fällige«

r Nefchsschatzw

el gedeckt.

Die ersten von der Reichsbank garantierten soge­nannten belgischen Reichsschatzwechsel sind fällig. Die Wechsel waren von schweizerischen Banken diskontiert und sind bei der Bank von England zahlbar. Die Reichsbank hat die Valuta in Höhe von rund 46 Mil­lionen Goldmark in London für die Einlösung bereit- gestellt. Ihre Metattreserven und besonders ihr Gold hat sie hierzu in keiner Weise angegriffen.

EiuschränkuKg des Tanz Verbots.

Wie aus zuverlässiger Quelle in Berlin verlautet, ist Der ministerielle Erlaß betreffend Einschränkung der Polizeistrrnde und der Tanzlustvarkeite« mit Wirklhlg Vorn 17. Februar in folgender Weise geändert worden: Die Polizeistunde soll in den größeren Städten bis zu einem Höchstmaß von 12 Uhr ausgedehnt werden. Tanz- lustbarkeiten werden insgesamt in 3 Tagen in der Woche gestartet, und zwar dürfen sie Wochentags von 8 Uhr an und Sonntags von 6 Uhr an bis zum Schluß der Poli­zeistunde abgehalten werden. Wegen der geschlossenen Gesellschaften verbleibt es bei den gesetzlichen Bcstim- mungen, sodaß das bisherige Verbot nicht nrehr gilt. Es soll aber streng nachgeprüft werden, ob es sich bei die­sen Beranstaftnngen um wirklich geschlossene Gesellfchas- ten handelt und nicht um eine Verschleierung von Schlemmercien. Die Regelung erfolgt durch die Landes- polizeibehörde.

Eine Schuhsammlung für die Ruhrhilfe.

In einer in Neustettin abgehaltenen Schuhmacher- versammlung wurde beiWJfen, mit der Spitzenorgani- sation in Verbindung zu treten, um im ganzen Deut­schen Reich eine Schuüscnnmlung für die Ruhrhilfe zu verunstalten.

Französische Krregsauleihe von 13 Milliarde«.

Der französische Fmünzminister de Lasteyrie hat eiu neues Anniheprojekt im Betrag von 13 Milliarde« ein- gebracht. Die Schatzaüweifnnge« für diese Anleche sollen in zehn Jahren rückzahlbar sein.

G«atsderak»ng im Reichstag.

294. Sitzung. •

Der Reichstag setzte nach Erledigung einer Reihe kleinerer Vorlagewuns Anfragen die zweite Lesung des Haushaltsplanes fort. Abg. Dr. Moses (Soz.) berichtete aber die Arbeiten des Amnestieausschuffes. Dieser hatte die Fülle aus dem mitteldeutschen Aufruhr, aus hoch­verräterischen Unternehmungen im Jahre 1921 und aus dein Eisenbahnerstreik zu behandeln. Es..handelte sich um 59 Fälle und 107 Verurteilte. Drei Fülle sind noch unerledigt, darunter der Fall Röl. Abg. Dr. Rretzer (D Vpt.) verlangte Maßnahme« gegen die Rot der An­wälte. Ebenso wies Abg. Giebel »Soz.) auf die Notlage der Büroangestellten und der Rechtsaarsalte tun.

Danrr ergriff Reichsjustizminister Dr. Heinze das Wort zur Feststellung, daß der deutsche Strafvollzug nicht hinter dem der übrigen West zuruckrteht. Den ltnj terschied gegenüber dem Auslande kennen vor allem auch diejenigen, die jetzt in der Hölle sraüzösficher Gemngmße eine Strafe verbüßen müssen. In jeder größeren An­stalt sei ein Arzt angestellt, und zwar mogluhst ein Mm Mater. Eine andere Ämegmm der MünsLüreld^r Jet