Schlüchlerner Zeitung
Vezvg-preiS monatlich 70C, — Ma^k; N«jKg«vprr - j? im . , . . , , „ _ ,
einspaltig 50,- Mt. Stell-wen l^,- Mark. Lb»H n-ch «rchrint treima. »^ rU<t “^ ^"lag Firma
rarif. Sämtliche BezugS- und Anzeigenpreise fretbletbend U^'1' £1* V»?"8 ^o^meifier,
Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Stadt Schlüchtern
Nr 17
Samstaz, 10. Februar 1923
75. Jahrgang
Allerlei vom Tage.
Die Protestnote der ReMsregier««- wegen 6er Besetzung des Gebietes von Offenburg und Appenweter ist in Vorbereitung.
Im HanshaLtsausschutz des Reichstages wurde die Etatsberatung des Reichsministeriums des Innern fortgesetzt. Zur Förderung von Vestreburigen aus dem Gebiete der Schulerziehung und des Bolksbildungswesens und im Haushalt 10 Millionen Mark vorgesehen.
Die -Stahlwerke von HagenSingen in Lötyringeu haben zwei weitere Hochöfen löschen müssen.
Zur Lösung -ex Regierungskrise jn Lachsen sollen Borberatungen zwischen den einzelnen Fraktionen des Landtages stattfinden. Die Fraktion der Deutschen Bolkspartei hat in einem Brief die Sozialdemokraten als stärkste Fraktion aufgefordert, die Verhandlungen zu führen.
Das Central Relief Comitee in Neuyork hat außer den früher bereits gespendeten 1600 Kisten Lebensmitte! für die Notleidenden des Ruhrgebiets wettere 500 Kisten durch das deutsche Rote Kreuz in das Ruhrgebiet schicken lassen. 1
Sie Lansauuer Konferenz ist, wie voräuSgefehen war und vorausgesagt wurde, wir alle übrigen Konferenzen zu Wasser geworden, und die Folgen davon sind noch nicht abzusehen. Die Türken haben sich mit fester Entschlossercheit, ihren Willen weiter durchzusetzen, nach Hause begeben, und die Russen haben an die Konferenzmächte die kategorische Forderung erlassen, in kiirzester Zeit einen neuen Termin wegen der Meerengenfrage allzusetzen. Lord Curzyn hatte Lausanne plötzlich Verlassen, da er sah, daß mit französischer Intrigue nicht weiter zu verhandeln sei, und Herr Rompard wird jedenfalls der Sündenbock für das Curzonsche Schmollen sein, wie seinerzeit Franklin Bouillon ebenfalls in die Wüste gestoßen wurde.
England zeigt immer mehr und mehr feine Unzufriedenheit mit seinem französischen Kompagnon. Namentlich ist es mit der brutalen Ruhraktiv« nicht ein= verstanden. Llorid George, einst in den Tagen des Krieges der Abgott der Franzosen, hat diese Aktion glattweg eine Verrücktheit genannt, und auch die englische Presse läßt sich jetzt immer mehr und mehr ihren Unmut über den französischen Wahnsinn im Ruhrgebiet laut werden, namentlich seitdem er sich auch auf Baden und Hessen erstreckt hat. Auch Lloyd George hat jetzt wieder seine Stimme erhoben und offen herausgesagt, daß Frankreich weiter nichts verfolge, als die volle Hegemonie in Europa an sich zu reißen. Es führe eine antieuropäische Politik. Und noch viele andere englische Aeußerungen gegen Frankreich ließen sich ins Feld führen, die aber bei uns Deutschen durchaus nicht etwa eine rosige Hoffnung auf England hervorrufen sollen.
War der Neid auf unsere Eisenindustrie die Ursache des Krieges, so war die Hauptursache des verbrecheri- lcheu Friedens von Versailles die französische Eisenindustrie. Frankreich wollte vor allem die wirtschaftliche
Hegemonie in Europa an. sich reißen, und darum raubts es Deutschland seine reichen Kohlenlager in Oberschlesien und Saarbrücken. Aber Deutschland blieb dabei immer noch wirtschaftlich stark, denn es hatte ja noch das Ruhrgebiet, das ihm immer noch schwarze Diamanten genug gab, itm sich vor wirtschaftlichem Elend zu schützen, und daher jetzt die französische Willkür an der Mahr. Frankreich will mit der wirtschaftliche« Zerrüttung Deutschlands die politische Vernichtung verbinden. Ueber den Ruin des deutschen Reiches soll sein Weg zur i'vlitischen Hegemonie gehen. Das bedeutet selbstverständlich ein furchtbares Elend für uns, aber vielleicht wird gerade dieses Elend, wenn wir zäh und tapfer in ihm aushalten, unser Retter sein, denn England und Amerika fangen an, schon merklich wegen der französischen Erfolge" nervös zu werden. Frankreichs wirt- schaftliche und politische Hegemonie in Europa — das können und werden die Angelsachsen nie und nimmer Massen. Sie werden, wenn auch nicht sofort, wie deutscher goldener Optimismus hoffen mag, schließlich doch singreifen, nicht uns Deutschen zuliebe, sondern aus keinem angelsächsischem Egoismus. Poincaree hat durch imgelsüchsische Hilfe den Krieg, der für ihn zum Ber- MgniS zu werden drohte, gewonnen und wird ihn
-........ ~ —^ Ver
hängnis zu werden drohte, gewonnen und wird hurch angelsächsisches Eingreifen zuletzt doch noch sieren. Diese Hoffnung soll uns stark machen. S keine optimistische Prophetie, sondern eine rein politisch wirtschaftliche Notwendigkeit.
üe ist
M Panzergeschwadem gegen die Zivilbevölkerungt
Sadistische Quälerei friedlicher Bevölkerung Mit aufs zepflanziem Bajonett, Kolben nnd Reitpeitsche. Spreu- gnng einer Theatervorstellung. Jagd auf Schupo-
Beamten. L4Mndiger Proteststreik.
^Mittwoch abend 7 Uhr versammelte sich die friedliche Bevölkerung Recklinghansens anf dem Marktplatz, Sie sang patriotische Lieder. Kurz darauf, wurde der Marktplatz von fünf auffahrenden Tanks gesäubert. Von beu Zufuhrstratzen kamen Patrouillen mit aitfgepflanz- tem Seitengewehr und trieben die Bevölkerung mit KoU denschlägen aus die Mitte des Marktplatzes. Gegeu S Uhr drangen französische Offiziere, etwa 25 an der Zahl, st, ein in der Nähe des Marktplatzes gelegettes Gasthans ein, schlugen mit Reitpeitschen auf die Gaste ein nur warfen sie anf die Straße, wo sie mit Reitpeitschen auseinandergetrieben wurden. Auch drangen dre Osfi- eiere in das Stadttheater ein und störten den vierte»
Akt von Shakespeares „König Lear", indem sie während des Spiels die französische Nationalhymne sangen. Nach dem Abstugen des Liedes schlugen die französischen Offiziere in dem vollbesetzten Hause aus das Publikum ein und jagten es aus dem Hause.
Weiter wird uns über die grauenvollen Vorgänge
in Recklinghausen gemeldet:
Wegen der Verhaftung von Schupo-Beamten in Recklinghanse» ist ein 24sttiu-iger Proteststreik beschlossen worden, der am Donnerstag früh in Straft getreten ist. Infolge verschiedener Zusammenrottungen im Saufe des Mittwoch Nachmittags wurde die Besatzung alarmiert und darauf mit Tankgeschwadern die Stadj durchfahreu «nd die Bevölkerung von den Straßen get jagt. Systematisch wurde dann von Seiten der Franzosen eine Jagd auf die Schupo-Beamten eröffnet. Ein Offizier, dem jeweils neun Alpenjäger mit aufgepflanz- tem Bajonett nnd 20 Schritt Ab stand automatisch folgte», trat an die Schupo-Beamte» heran, die selbstverständlich den Gruß verweigerten. Sie wurden daraufhin ohne weiteres festgenomme« und auf die Autos geschafft.
Diese „Heldentaten" der „ritterlichen" Vertreter der „grande nation" gegen eine wehrlose, friedliche Bevölkerung erinnern an die schlimmsten Zustände im grauen Mittelalter. Was soll man aber auch mehr von einem Einbrecher- und Räubergesindel verlangen?! Wehe dem deutschen Volke, wenn es unter die Herrschaft dieser „Kulturträger" und Kindermörder fiele! Diese Vorgänge zeigen uns ganz deutlich, daß wir in unserem Abwehrkampfe nicht nachgeben dürfen, daß wir einig und geschlossen aushalten müssen bis zum siegreichen ®nbe, auch wenn die Not noch so groß werden sollte, denn fii würde doch nur klein sein gegenüber der, die uns drohte wenn wir uns der Gewalt beuge».
Französischer Borschutz Mr Pole».
Die Finanzkornmission der franaöfifdjen Kammer hai Hern Regierungsprojekt zugestimmt, das Polen einen Mirschuß von 400 Millionen Franken zu 5 Prozent zum Ausbau der Eisenbahnen und für militärische Matzüah- inen gewährt.
Frankreichs Entzkompf.
Der Sonderberichterstatter des „Echo de PariS" will über die Beratungen mit dem Vtinistcr Le Trvcqueur und General Weygand erfahren baOen, man habt die Frage der Blockade geprüft Die völlige Blockade umfasse drei Teile:
1. Die Blockade für Kohlen und ihre Nebenprodukte Benzol, Teer usw. Dieser Teil der Blockade ist bereits -«rchgeführt.
2. Die Blocka-e aller Produkte der Metallindustrie, Eisen. Stahl, Maschinen, Eisenbahnschienen usw. Dir beiden ersten Punkte betreffen die Ansgangssperre ans dem Ruhrgebiet.
3. Es sei außerdem eine Einsuhr-locka-e zu errichten, die die Einführung von Eisenerzen, Alteisen und Schrott in das Ruhrgebiet unmöglich machen würde, die für die Versorgung der Fabriken unentbehrlich seien.
Diese drei Maßnahmen, von denen die letztere die rheinischen Industriellen treffe, während die beiden ersten die Industriellen des übrigen Deutschlands in Mitleidenschaft ziehen, würden, als Ganzes genommen, Deutschland einen Keulenschlag versetzen und den Kampf ab- kürzen.
Hierzu wird aus Berlin halbamtlich gemeldet: Mit einer solchen Blockade würde Frankreich fortfahren, seine wirklichen Zibsichten aufzudecken. Nicht um die Repara- tionskvble ist es den Franzosen zu tun, sondern um die Vernichturlg der deutschen Industrie, insbesondere der Eisenindustrie, des Konkurrenicn der Herren Schneider- Ereuzot und der übrigen französischen Schwerindustrie. Die Leidtragenden dabei würden vielleicht mehr noch als die Industriellen die Arbeiter im Stuhrgebiet fein, denen .durch diese Blockade Arbeit und Verdienst abgeschnitten werden würde. Die deutschen Arbeiter im Ruhrgebiet, auf deren Mitarbeit die französische Besatzung mit allen Mitteln ausgeht, können daraus ersehen, saß die französischen Behörden über ihre Interessen rücksic^slos hinweg zu gehen bereit sind.
Verhaftungen und Ausweisunge«.
Oberbürgermeister Dr. Jarres in Duisburg ist Mittwoch vormittag verhaftet worden. Er hatte um 8 Uhr dem belgifchen General brieflich mit geteilt, daß er sein Amt wieder antrete. Daraufhin ist er um 11 Uhr von Offizieren der belgischen Sicherheitspolizei geholt, in ein Auto gesetzt und, unbekannt wohin, abtranS- portiert worden, vermutlich nach Aachen. Gepäck usw. konnte ihm mitgegeben werden. Auch von seiner Frau konnte er sich verabschieden.
Der Präsident der Reichsbahndirektion Trier, Lvhse, ist aus Trier angewiesen und sofort im Kraftwagen fortgebracht worden. Auch der Präsident der Reichsbahndirektion Ludwigshafen wurde auSgewtefeu.
Kommunistische Propaganda im Ruhrgebiet.
Belgische Ptilitärstellen haben die französischen Mi-^ litärbehörden des neu besetzten Gebietes auf die zunehmende Gefahr der kommunistischen Propaganda bin- gewiesen. Es ist festgestellt worden, daß eine Reihe vor Mitgliedern der französischen Kommurlistischen Jugend in das neu besetzte Gebiet eingereist ist und «nt Hilfe ihrer von russischer Seite zur Verfügung gestellten Geldern eine umfangreiche Agitation unter den Besatzungs- truppen treibt. Es gelang, verschiedene Flugblätter kommunistischer Tendenz zu beschlagnahmen, die unter belgischen wie französischen Truppenteilen verteilt worden waren.
Abriegelung des Wuppertals».
Die Franzosen haben Lennep und Br:gisch-Born besetzt. Zwacken Vobwinket und Lennep oesteht L««<-U
seine Verbindung, da unbesetztes Gebiet i zwischen liegt. Die Besetzung hört mit Vohwinkel auf. lI ver die Gründe der Besetzung gehen vorläufig sehr verschiedene Gerüchte um, die sich bis jetzt aber noch nicht waawrüfen ließen. Die französischen Truppen scheinen aus Radevormwald voräugehen. Sie haben durch die Besetziiug von Lennep, Bergisch-Bonl, Hückeswugen, Wermelskirären und Lve- Lath alle Ausgangslinien aus dem engiischen besetzten Gebiet in den Händen. In Overath forderten die Franzosen den Bahnhofsvorstand auf, sämtliche Güterzüge halten zu lassen. Würde ihrer Aufforderung nicht entsprochen, so würden die Schienen aufgeriren.
Die Franzosen haben zweifellos eine ivriegelung des ganzen Wuppertales ins Auge gefaßt, indefteng aber wollen sie sich in den Besitz der wichtigen Eisenbahnlinie Elberseld-Hagen sehen. Sie sind mit vielen ßaft= und Panzerautos in die neubesetzten Orte eingesogetu Dienstag abend besetzten sie auch den Bahnhof in Steele und forderten die Eiserrbahtter aus, ihren Befehlen zu gehor- chen. Da diese sich weigerten, entließ man das deutsche Personal. Damit ist die Strecke E u-Bochum über Steele stillgelegt.
Durch die Beseynng neuer Ortschaften umfassen die Franzosen einmal Elberfeld-Barmen, zum anderen haben sie sich die Möglichkeit geschaffen, den zurzeit englischen Brückenkopf Köln — Overath liegt sogar innerhalb der britischen 30-Kilometer-Zoue — zu einer ihnen geeignet erscheinenden Stund? gegen Deutschland abzu- riegeln. Der neue französische Gewaltstreich richtet sich damit sowohl gegen Deutschland als auch gegen England.
Daß Ermland sich dieser feindseligen französischen Haltung immer mehr bewußt wird, ist aus einem Leitartikel zu ersehen, den die Times veröffentlichen. Das Blatt wendet sich darin scharf gegen Fruulreichs Vorgehen an der Ruhr, das England unter keinen Umständen billigen könne. Was auch der Ausgang sein möge, so bedeute es immer eine schwere Gefährdung des europäischen Friedens und müßte bei seiner Fortsetzung und Ausdehnung den Versailler Vertrag endgültig zerstören.
Der „Fußtritt Cuuos."
zu geben. Es w
Die Erregung in Paris über die Kanzlerreise hat sich immer noch nicht gelegt Die Pariser Blätter fahren fort, der Empörung rD . :w -gunzlerreye Ausdruck zu geben. Es wird darüber gemeldet:
»S- Mehrere Pariser Blätter stelle« erneut die Frage, wie die MilitärvehörSe die Reife -es Reichskanzlers C««o m das Ruhrgebiet habe znlasie« können und welche Maßnahme« die französische Regierung getroffen habe, «m die Erneuerung derartiger Schritte zu vereiteln. Hierauf teilt das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten mit, daß die Ankunft -es Kanzlers Cmu> weder der Mtlitärbehör-e «och der frtmzöstfche«
Regierung bekannt war.
Der Berichterstatter des „Echo de Paris" hebt die Hände zum Himmel empor und sagt: „Wie konnte unser Nachrichtendienst nicht wissen, daß der Reichskanzler sich in Barmen aufgehalten hat, und wie konnte man ihn auf her Eisenbahn oder im Automobil bis Effe» voryotze« lassen, ohne ihn abzufangen oder wenigstens in sanfter Weise aus die andre Seite unseres Kordons NbMschieben! Tar-ienx erklärt, man müsse fragen, «A Poincaree es rechtfertigen werde, daß er diesen Fußtritt Sunod hinnehme.
Weint man aus diesem „Abenteuer" tu Part« Heft haß wieder einmal ein bißchen geftunfert wurde, als man der französischen Oeffentlichkeit erklärte, nun sei das Ruhrgebiet hermetisch abgeschlösse«, braucht mau sich nicht zu wunder«.
Iroanosmubiiaßmen gegen bitauen.
tzs> Die Botschafterkonferenz hat sich aufs neue mit der Memelfrage besaht. Am 1. Februar hatte dekauutlich die Botschafterko»fere«z der litauische« Regierung eht Ultimatum gestellt, das eine Frist von acht Tage« setzte, um die Aufständischen ans Memel zurückz«r«fe« und Ordnung im Gebiet von Memel zn schaffe«. Diese Frist ist «««mehr zu Ende. Die Botschafterko«sere«z hat die Maßnahmen ins Sluge gefaßt, die ergriffe* werde* sollen, falls die litauische Regierung die Forderungen der Alliierte« nicht nackkommt. „Pettt Partfie«" glauN z« wissen, -atz die ursprünglich gestellte Frist vo« acht Tagen noch etwas verlängert werden wird, jedoch darauf strenge Maßnahme« ergriffen werde« solle«, wenn die litauische Regierung der Aufforderung nicht nachkommt.
Noch ist es nicht bekannt, welche Maßnahmen die Bvt- schasterkonfercnz vorschlagen wird, die gegen das widerspenstige Litauen augewenbet werden sollen. Es ist nun ein eigenartiges Zusammentreffen, daß einige der Mächte, die im Botsämfterrat vertreten sind und über den kletuen Friedensstörer im Osten verhängen sollen, diesen erst selbst durch ihr Vorgehen veranlaßt haben, in deutsches Land einznfallew Die Entroickelung der Lage im Osten gestaltet sich insofern ernst, als die litauische Regierung nicht freiwillig das Memelgebiet räumen will. Sollte sie weiter auf ihrer Weigerung bestehen und der Botschafter- rat eine gewaltsame Räumung des Gebietes erzwingen, so werden neue Komplikationen entstehen, die die Gefahr eines Krieges im Osten in bedrohliche Nähe gerückt erscheinen lassen. Im Memelgebiet, auf dem Balkan, im Ruhrgebiet, überall sammelt sich neuer Zündstoff für kriegerische Auseinandersetzungen an, die früher oder später einmal au »getragen werden müssen, und der frühere italienische Ministerpräsident Nittt hat wahrlich recht, wenn er in seinen kritischen Betrachtungen über die FriedenSverträge von einem friedlosen Europa spricht.
Die Kriegsgefahr im Orient.
x Aus Paris wird gemeldet: Die durch die türkische Trübung in Smyrna geschaffene Lage erscheint außer; ordentlich ernst. Die Schiffe der Alliierten haben Befehl erkalten, sofort -as Feuer zu eröffne«, falls die Türken