Einzelbild herunterladen
 

Schlüchterner Zeitung

Bezugspreis monatlich 200,- 'Mark; Anzeigenpreis je mw Erscheint dreimal wöchentlich Druck und «erlag Firma

einspaltig 30,- Mt. Reklame« 50,- Mark. Rabatt nach MW O E. Hohmeister, Schriftleitung H.-E. Hohmeister,

Tarif. Sämtliche Bezugs, und Anzeigenpreise freibleibend- M MM M Schlächtern Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung

Postscheckkonto: Frankfurt a./M. 11402. Fernsprecher Nr. 65. ~ oder Stromsperre erlischt jede Verpflichtung auf Schadensersatz,

Amtlicher Anzeiger für Sen Kreis und die Stadt Schlüchlern

Rr 152

Bestellung««

aus dir Schlüchterner Zeitung für den Monat Januar nehmen sämtliche Postoostalten, die Lau^briefträaer, untrt Zeitungsboten sowie die Ge« i schäftSstelle in Schlächtern schon sitzt entnearn.

Generalsuperintendent I). Reinhard, der Präsident Der Verfassunggebenden Preußischen Kirchenversamm- lung, ist in Stettin plötzlich gestorben.

Der Zusammentritt der Pariser Konferenz, Der am I Januar erfolgen sollte, scheint zu diesem Zeitpunkt« in Frage gestellt zu sein.

Der preußische Haushaltsvoranschlaa für 1913 sieht nnen Fehlbetrag von fast <2 Milliarden Mark vor.

Die Organisationen der Beamten und Staatsarbeiter fordern eine Erhöhung der Teuerungszulagen für Die zweite Dezemberhälfte.

Als Vertreter des Reiches tu München ist Staats­sekretär von Haniel auserschen, an seine Stelle tritt von Maltzahn, der bisherige Leiter der Ostabteilung im Aus­wärtigen Amte,

Die Danziger Hafenarbeiter erhalten nach einer neuerlichen Vereittbarung mit den Arbeitgebern einen Lage lohn von 5400 Mark.

In Lausanne hat die russische Abordnung Gegecivor- 'chläge für die Regelung der Meerengenfrage gemacht.

Der Zentrumsführer Zehnter, der Präsident des obersten Landgerichts, ist im 72. Lebensjahre gestorben. .

Infolge des Sinkens des Dollars Hub am Montag Die Preise im Engroshandel der Berliner Zentralmarkt- Halle um 10 bis 25 Prozent zurückgegangen.

Die Enkschädigungsfrage.

Verhau-lunge« mit den Industrielle« und Bankiers.

wüßte aus Berlin gemeldet wird, sind die Besprcchu«-

RoichLW«reES-^^--^E . -umnm vomrvßert werden ,

am Montaa wrtaefcht worden. Die Unter- wurden Denistluand nach 5er Anstch, der Bünkters unk der englifcben Regierung in den Stand setzen, den vor- ! aefebenen Kredit in Jahreszahlungen von 120 Riittio- nen Dollar zu zahlen. Die private Anleihe für Deutsch­land würde für 25 Jahre gegeben werden mit fünfjäb riger teilweiser Amortisation. Die amerikanische Regie rung werde auch verlali^e», daß Frankreich seine Absicht. I däs Ruhrgebiet zu besetzen oder irgendwelche anDcreu - Schritte gegen Deutschland zu unternehmen, Die geeignet wären, das industrielle Glcichgew'cht zu stören, auf gebe.

i Garantien in dieser Rtch-unq würden verlangt werden. Aus Waihingwu wird gemeldet, die amerikanischen Sachverständigen würden, wenn möglich, an Der Unter­suchung betreffend Deutschlands Zahlungssähigkeit teil= nehnten. Wie verlautet, bat Präsident Harding die ^ln- stcht der Senatoren eingeholt, ob es wünschenswert sei. eine neue Internationale Konferenz einzuberufen.

«£

Baukiers am Montag fortgesetzt---- Handlungen baten sich weniger um die äußere als viel- mehr um die innere Anleihe gedreht. deren Hauptzwe.k bekanntlich die Rückführung -es im Auslande befindli­che« deutschen Kapitals sein soll.

Die Verhandlmtgeu haben bisher noch nicht zu einem Ergebnis geführt. Die Reichsregierung ist aber bestrebt das lassen die vorliegenden Meldungen erkennen, zu einer endgültigen Lösung des Entschädigbugspro- blems zu kommen. Aus diesem Grunde wta sie <m eng­sten Zusammenarbeiten mit der Industrie und den Banken einen Plan ausarbeiten, der ««»« Anpauung an die Wirtschaftslage gleitende Iahreszahlutigen vor- sieht. Es wird darüber gemeldet: .

Die Besprechungen des Nelchsfinanzminiiters mit den Vertreteni der Banken unter Beteiligting eimaer Industriellen sind am Montag abend vorläusig beendet worden und sollen am Dontlerstag fortgesetzt werden. Bisher führten die Besprechungen zu keinem positiven Ergebnis. Das Gerücht, die Industriellen hätten der Regierung ein Angebot von 20 bis 30 Milliarden Mark ganacbt, entbehrt jeder Grundlage. Es wird Denn auch in Regierungskreisen erklärt, daß die Besprechungen lediglich den Zweck rehabt härten,-Aufklärung über die Lage der deutschen Wirtschaft zu geben Am Donnerstag sollen die Industriellen über die Möglichkeit einer end­gültigen Lösung befragt werden. Bis dahin' wird Die Regierung einen entsprechenden Plan ausarbeiten. Es verlautet, daß in diesem Plan eine feste Summe nicht genannt werden soll. Dadurco würde das Problem :n den Vordergrund 'reten, auf welche Weise Deuilchlano tu Anpafsnng an keine Wirtschaftslage gleitende Iah- reszahlungen zu leisten vermag, wie sie seit langem ww" und bei früheren Berhandlungar mit der Entente ange

regt worden sind. , , t o .

Gleitende JahreSzahlungen nach der -enticben Lei­stungsfähigkeit haben aber nur einen Sinn, wenn zu­nächst die Vorbedingungen dafür geschaffen werden. Des­halb ist dieser Plan nur als ein Teil der Borschlage an- zusehen, die die Regierung von neuem der Entente zu unterbreiten beabsichtigt. Besonders wird dabei uneb die Nebergaugszett zu berücksichtigen sein, die wir bei einer Konsolidierung unseres Wirtschaftslebens durchzumacheu haben werden und die unsere Wirtschaft vor schwere Aufgaben stellen wird.

IDiedfeldls Unterredung mit Morgan. w®te Unterredung des deutschen Botschafters mit dem Vertreter der Morgan '«anten wird nach einer Meldung aus Neuyork bestäligt. Man fügt allerdings hinzu, daß di" Unterredung streng vertraulichen Charakter trug. ES ist aber immerhin vorläusig »cchi von der Hand zu weisen, daß die Unterredung zwischen Niorgau und Dem deutschen Botschafter unter bestimmten BorauSsetzunge» zu einer Anleihe für Deutschland führen konnte. Im übrigen verwies Morgan immer wieder darauf, daß Harding davor warnte, z«««M allzu optimistische Hoff­nungen auf eine Anleihe Anrerilas zu setzen, das aus ben vorläufigen Erwägungerk noch nicht herausgekom «neu sei Vor allem, so wurde von Seiten des Finan Kers erklärt, bestehen auch noch Zweifel über die von Deutschland zu fordernden (fcinuiticn Amerika wünscht vor allen Dingen eine erste Hypothek aus alle deutschen Siaatseiunahmen. Darunter Zölle, Steuern und Aus ^todter wird hierzu noch wunelbet' Wie aus Rennork gemeldet wird, haben Mitglieder des Bankhauses Mvr Atm die Wielbuna bestätigt, derzufolge der deutsche Bot-

Donnerstag, 21. Dezember 1922

schafter in Amerika Dr. Otto Wiedseldt mit dem 6her des genannten Hauses eine Unterreduiia hatte, lieber den Gegeristand dieser Unterredung wird iiichts mitge- teilt. weil er vorläufig als vertraulich zu betrachten ist. In unterrichteten Kreisen glaubt man daß die Bespre- chuna sich auf die Möglichkeit einer Privatanleihe für Deutschland bezogen habe.

Hardings Anlerheplan.

Der Sonderberichterstatter desDaily Sketch" will aus maßgebender Quelle erlabten haben, Harding werde durch die amerikanischen Botschafter in der nächsten Zeit zwei internationale Abkommen vorschlage». Für das eine von diesen Abkommen werde er die Unterschrist jeder Nation, und zwar sowohl der am Kriege beteiligt gewesenen Staaten wie auch oer neutralen Staaten for­dern. Diese neuen Uebereinkommen würden in ihrer Wirkung einen großen Teil des Bersailler Bertcag.es zum Zwecke der Sicherung des Weltfriedens und bee Wiederaufbaues der lmuptsächlich in Betrachr sommern den Nationen ersetzen.

Viach dem ersten Abkommen werden Drei Gruppen amerikanischer Bankiers einen auswärtige» Kredit für Deutschland unterschreiben, der unter Frankreich, Eug- laud und Deutschland, sowie Belgien verteilt wird. De^ Kredit wird nicht unter anderthalb Milliarden Dollar betragen. Die amerikguische Regierung werde Diesen Bm-ckredit garantieren und dafür die erste Hypothek aus die gesamten Hilfsquellen Deutschlands fordern. Die H, r other werde alle anderen deutschen Bervilichtung.u. einschließlich der Reparationen ersetzen, da der gesamte Vorschlag gegründet sein werde auf Die Herabsetzung der deutschen Reparationen und eine gründliche und endaäb tige Uebereinkunft auf Seiten der Alliierten.

Die Bankiergruppe werde außerdem eine neue pri­vate Anleihe an die -enische Regiernug geben, die dem Vernehmen nach 750 Millionen Dollar betragen werde wofür als Sicherheit in der üblichen Weise industrielle und städtische Hypotheken gegeben werden. Vertretet -der Industrie, die an Ort und Stelle die deutsche Wirt­schaftslage untersucht haben, wurden darlegen, das Deutschland augenblicklich nicht mehr als 300 Million er Dollar zahlen könne. Allmählich müßten mit der are bereu Zahlungsfähigkeit Deutschlands die jährlichen Zah-

Dis. jährlichen Zahlungen

Ernähruttgsminister-Konferenz in Berlin.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsminister der Länder traten in Berlin im Gebäude des vorläufigen Reichswirtschaftsrates zu einer Konferenz zusammen. In ausgedehnter sachlicher Aussprache wurde die Frage der Brot- und Milchversorgung behandelt. Die Be­sprechung der Pkilchversvrgnng wurde eingeleitet durch ein eingehendes Referat des Geheinirais Professor Dr. Hausen-Berlin. Sehr ausführlich wurde danach die Frage der Zuckerversorgung besprochen. Die Erörterung über die Möglichkeiten einer Produktionsförderung, Die hinter den brennendsten Gegenwartsfragen heute zurück- treten, soll in einer in Kürze einzuberusenden Konferenz in Merseburg behandelt werden.

Das verhungernde und verzweifelte Deutschland.

In einer Unterredung mit einem Vertreter Der ,Sunday Times" erklärte eine augeriblicklich in VonDon weilende, sehr hohe amerikanische Persönlichkeit, die Lage Deutschlands verschltuunere sich immer schneller. Abgesehen von einer sehr kleinen Minderheit fei Die große Mehrheit des deutschen Volkes unterernährt unb in hohem Maße verzweifelt, wie es in Der Geschichte fast ohne Beispiel bastelte. Der deutsche Mittelstand fei im Zusammenbrnch begriffen. Die ganze deutsche Nation verliere allmählich ihre Energie. Deutschland als Na­tion sei dem Untergang geweiht, wenn nicht unverzüg­lich Hilfe von außen komme. Die Regierung Enno sei ein Kabinett, das sich aus reinen Geschäftsleuten zu- fammenfeße. Sie sei bestrebt, zu einer Vereinbarung mit Frankreich zu gelangen. Der Amerikaner erklärte ferner, es könne keine Anleihe gegeben werden, wenn Frankreich bei Dem Wunsche beharre, das Ruhrgebiet zu aefeßen. Die Entschädigungen müßten Herabgefe st we- den und wenn Die Mark stabilisiert sei, würfe Deutsch land imstande sein, zu zahlen.

Wo die Zeit noch wohlfeil ist.

Die Stille eines friedlichen Vcbeud, Die sich früher wohl noch in verschwiegenen Winkeln und kleinen Stadt eben unseres Vaterlandes gefunden hat, scheint vor un­serer aufgeregten und gejagten Zeit endgültig in fremde Erdteile gest oben zu sein. Wenigstens mutet uns schon wie ein Märchen das SiimmantwbitD an, das in einer englischen Zeitung von dem Leben im südafrtkanismen Veld" als einer Gegend entworfen wirch wo die Zeit noch wohlfeil ist.

In der schläfrigen, fcbivetgenDen Hitze eines «um» mertagS", so plaudert hier ein Turnier aus Dem Oranje- betftaat,scheint hier das laugsam uerfitcüenDe Leben äst Duo einzige zu sein, was noch Bewegung hat. Die

74. Jahrgang

Ochsen, die den Pslua ziehen, arbeiten sich fast unmerr- zch vorwärts, so daß sie nicht mehr als drei Kilomecer m der Stunde schassen; Schafe, Pferde, Eingeborene, alles läßt sich Zeir. Der Eisenbahnzug, der etwa 3 Kilo­meter von meiner Farm entfernt durch das im Sonnen- - unst zitternte Veld dahinkriecht, gleicht einer matt ge­wordenen Raupe. Ich kann schon eine Stunde, ehe er iwrübenäbrt. Den Rauch am Horizont erblicken. Die 06 Kilometer bis Bloemsontein legt er in 5 Stunden zurück, und wenn ich den Zug versäume, so muß ich 24 Stunden auf den nächsten warten. Wenn meine Uhr stehen bleibt so kann id) erst bei Sonnenuntergang feststellen, was es an Der Zeit ist. Eine Karte, die für reden Sag Die Stunde des Sonnenuntergangs angibt, macht es mir allein mög- l ch, meine Uhr zu richten. Und indem wir uns nach dem Lauf der Sonne entstellen, nehmen wir von selbst das Tempo ihrer Bewegungen an.

Zu besonders eigenartigen Schwierigkeiten kommt es bei dem Leben im Veld dadurch, daß die schwarzen Boys mit denen man arbeitet, sich in eine von Uhren geregelte Seitorbnung nicht finden können. Ich kauu meinem Bor nicht sagen:Pflüge zwei Stunden und nimm Dann Die Ochsen für eine Stunde aus dem Joch." Der Kaffer weiß mit Stunden oder Minuten nichts anzufangen. So muß ich das Stück Land abstecken, das der Pflüget zu be­arbeiten hat, und ihm auftragen, daß er bleiben soll, bis die Sonne eine bestimmte, mit Dem Finger am Him- i mel bezeichnete Höhe erreicht hat. Ich muß Dem Diener sagen, daß ich mein Pferdkurz nach Sonnenaufgang" brauche, oderkurz vor Sonnenaufgang" oderwenn die Sonne über jenem Baum steht". Außerhalb des Hauses ist das noch leicht, weil man sich besser nach Der Sonne richten kann. Im Hause geht es schwerer. Ich mußte mich solange damit absurden, entweder versohltes oder ungares Essen zn bekommen, bis ich eine Alarm­glocke kaufte und mit ihr das Zeichen gab, wenn es Zeit war, die Mahlzeit aufs Feuer zu seyen. Erst wenn b '» geschehen ist, kaun ich das Haus verlassen und an die Arbeit gehen."

Der Dollar in Neuyork wieder 6535.

»»Die Meldungen aus Neviwrk zeigen große Schwan- krntgen des Kurses der deutschen Reichsmark. Der höchste Kurs stellt sich am G.OI'm Cents, der niedrigste au' 9,01.10 Cents. Der off lieue Schlußkurs, Der sich auf

für den Dollar.

Was geht in Irlaun vor?

DerNeuyorker Heratd" bringt alki .ci Gerü l te aus England, wonadi Dublin vom gesamter'. Verkehr abge- schlossen sei. Diese Tatsache lasse allerlei Verrmrruugen zu. Die Zeitung berichtet weiter, daß der bekannte Re- dellenMbrer de Valera bereits am Sonntag morgen in Dublin gefangen genommen worden sei.__________

V«Wtzch« K-chrichtsn.

Der Reichsrat nahm Den neunten Nachtragsetat für 1922 an, Der Die Erhöhung Der Beamtenbefoldmrg um 44 Prozent und Die Erhöhung der Frauenzulage auf 8500 Mark enthält. Weiter wird -er Finanzminister in Kesem Nachtragsetät ermächtigt, sechs Milliarden Schatz­anweisungen flüssig zu machen zur Fortführung der von Der Rhein-Neckar-Gesellschaft begonnenen Manalbauteu. Weiter wurde eine Ausdehnung des örtlichen $ouDer= zuschlags auf Die Beamtengehäller auf weitere Gebiete des Reiches beschlossen; iusbesondere kommt wieder der Westen in Betracht, ferner das Saargebiet und einige andere Groß- und Hafenstädte. Außerdem sind die Pro­zentsätze etwas geändert. Der Reichsrat erklärte sich dann mit einer großen Reihe von Gesetzentwürfen ein- oerstanden, die der Reichstag bereits erledigt hat, dar­unter auch mit Dem über die Zwangsanleihe.

Morgans Antwort an Wkedfeldt.

»-^ R e v y o r k. Die Morgan-Gesellschaft veröffentlicht eine Erklärung, wonach der deutsche Botschafter am Sonnabend Morgan besuchte, nm sich zn erknndige«, ob eS der Morgan-Gesellschaft möglich sei, zn versnchen, eine große internationale Anleihe für Deutschland auf- zubringen. Morgan hat geantwortet, wenn wir auch sehr wünschten, der allgemeinen Lage zn dienen, es dock nicht möglich fei, eine Anleihe für Dentschland zu er­örtern oder in Erwägung zn ziehen, bevor nicht die Re- parattonsfrage geregelt sei.

Amerikas Beteiligung.

«^ London. Aus Washington wird gemeldet: Die ame­rikanischen Sachverständigen würden, wenn möglich, an Der nnterfudntug betreffend Deutschlands Zahlungs­fähigkeit teilnehmen. Wie verlautet, bat Präsident Har­ding die Ansicht Der Senatoren ein geholt, ob es wün- schenswert sei, eine neue internationale Konferenz etn- zuberufen.

Die Richtlinien für Amerikas Eingreifen.

w Neuyork. DasJournal of Eommerce" schreibt, es werde in finanziellen Streifen allgemein angenom­men, daß die Haltung, Die Amerika in der Frage des fiuaudieitcH HilfsWerkes für Europa eingenommen habe, sich auf die Anschauung gründe, die auf der internatio« aalen Bankierkonserenz in Paris im letzten Sommer zum Ausdruck kam. Das Wie-erauftanchen des Ge­rüchts. daß die Morgan Gcseilfchnst hervorragenden An- tcii an der vorgeschlagenen Anleihe für Deutschland haben werDe, war Die Folge des Besuches des Botschaf­ters Wiedfeldt bei den Ptorgan Bank.

Die Borattsfeßunge» für Amerikas Hilfe

o« London. Der Neuyorker Berichterstatter desMan­chester Gliardian" meldet: Staarssekretär Hughes leite in Wirklichkeit die amerclaniimen anSwärtigW Ange- legcnbetcn und ändere feine Anstchten selten. Er lei iedoeb der Wieibunn, daß Europa erst Schritte unterneü