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Schlüchterner Zeitung

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j Bezugspreis monatlich 900. Mark, Anzeigenpreis j d A Erscheint 3malwSchentl. Drahtanschr.: KreiSblattSchlüchtern. ;

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AmtlicheK Orgs« für StKdt «nd KreiK SchlüchterN

Rr. 150

Samstag, 16 Dezember 1922

74. Jahrgang

ÄSftrürtNsen

auf die

Schlüchterner Zeitung für den Monat Januar nehmen sämtliche Postaustalteu, die Laudbriefträger, unitre Zeiturrgsboterr sowie die Gr« schäftsstelle in Schlüchtern schon jetzt entgegen.

ANerier vom Tage«

Ein japanisches Konsortium bat mit den Ambi-Wer­ken Berlin ein Abkommen auf Lieferung von Austu- Bam/:'-chiuev gcfräsen, insbesondere sind zunächst t-u . .n für 28 Millionen heftest* worden.

Die württembergische Regierung hat Versammlun­gen der National-Sozialistischen Partei bis auf weiteres verboten.

Der frühere Reichstagsabgeordnete Rechtsanwali Rembold in Ravensburg, einer der Veteranen der Zen- rrumspartei, ist im Alter von 78 Fahren gestorben.

Ueber Hamburg sind im November 8543 Personen ge­gen 3412 im Vorjahre ausgewandert.. Darunter be­fanden sich 3859 (2258) deutsche Staatsangehörige.

In Malta ist gegen den amerikanischen Konsul Mid- cbell ein Attentat verübt worden. Durch mehrere Revol- vcrscküffe wurde der Konsul am Beiu wiem.

Die Braunkohlen- und B> ikettindustue r -G. Berlin schenkte dem Streife Liebenwerda 800 000 Mark für die Altershilse.

Wochenschau. -

Der Londoner Fehlschlag läßt wieder einmal einen Blick hinter die Ententekulissen tun. Poincaree hat sich wieder einmal als starker Mann erwiesen, allerdings als einer, der an seiner Stärke zugrunde gehen wird. Denn in Fratlkreich ist die Stimmung plötzlich umge- schlagen. Man hatte von der Londoner Konferenz ein bestimmtes Ergebnis erwartet, und stehe, nun ist sie plötzlich nb»^w^^.uuu^ in ^^ des starrköpfigen Ministerpräsidenten. Ein Pyrrhus­sieg ist es, ein gefährlicher. Noch ein solcher, und Frank­reich hat die gefürchtete Isolierung, denn die alte Ge­waltpolitik seit Versailles wollen und können Engmnö und Italien nicht länger mitmachen, und auch Belgceu sängt an, ein zaghafter Sekundant Frankreichs zu wer­den. Und wenn auch Poincaree diesmal Deutschland wieder einmal schwer gebemütigt hat und bedroht, w ist er doch nach Paris zurückgekehrt, ohne den einheit­lichen Willen der Verbündeteu hinter sich zu haben.

Die deutschen Vorschläge suchen den Weg der Ver­ständigung nach menschenmöglichster Wene zu ebnen, und mochten sie auch in der Art ihrer Abtastung maulet begreiflich erscheinenden Kritik im Enteuteiager^ unter­zogen werden tönnen, so zeigten sie zum Mindesten doch den ehrlichen Willen Deutschlands, nach asten Kräften eine Verständigung und Lösung herbeizuführeu. ^ ler nur au deutlich ließ Poincaree erkennen, daß es ihm weniger um Verständigung und Erfüllung zu tun wa^ als um Okkupation rheinischer Gebiete, die er mit dem pon ihm geschaffenen Nanien Pfandobjekte 'chw.oclnmi bh madteii suchte SNufsolini glaubte uoch einen gang- |t?n ® au etoer enMlOen esimia der MoamtwnS.

S» M km, '»dem« mit M rnuwui* Forderung im August ^uruagriiL die in lt Fülle die Ergreifung eines Teiles der,deutpichen Zölle 1°; wie der Bergwerke und Wälder vorsah, aber c.ych mn- gefiel Poincaree plötzlich nicht mehr. Ja, tm Mtgml sei das etwas anderes gewesen Aber imt Da^ vdvokatenknifsliche PoincareMe Logik, ^an mu FU tot Enteutelager m euphemistischer ^ ^^>( v^: Hruch mit Vertagung zu verzuckern gewebt. Am -v IM f nar soll noch einmal in Paris tiber dieieloe

Sieit gesprochen werden, und man hosst, daß walucnk ^ «tertaaungsperiode die PremrerMlMs.eIonfercyz i Lausanne greifbare Ergebniße zeitigen "'z^' l >Z lebtet Wiederaufnahme dervertagten Konfereu, , u Weg einer endlichen Lösung sichern.Men. Aber wn. oft schon hat man im Ententelager das wmyfo bei Ohn­macht durch versprochene Hoffnung zu verdecken genutzt.

Der deutschen Regierung werden immer von fran­zösischer Seite' Knüppel.zwischen die BeiNe geworfeu. Sie kann sich noch so ertustuuabwistig und-tüchtig zen gen sie wird dennoch in Paris niernals Anerkeummg finden. Das beweisen ebenso die Sühnenote« rote du Anliraebietsbedrohnnge». Wenn Frankreich wlrktntz den ehrlichen Wunsch hätte, auf sichere Weise sein Geld von DeuWand zu erhalten so würde es von seiner Gewaltpolitik ablassen und auf englischen Wunsch hm Lein wirtschaftliche Politik treiben. Aber daran ist ihm ta fÄS fühlbarer Weise nichts gelegen. Es mL & Ä ÄÄ» &>M XIV. SefK " »ewaffen wcrdcm uns »eSM b Sitdu ^rnnfreid) die Rheinlande durch Drohungen und Ncck^.Leu^von dem deutschen Reichskörper loszureitze«, Muü a8er trotz all seiner Chikanen und Ranctinen sehen, w!-s5«nnk unerschütterlich gerade in den von ihm be- aS»s %?» L

politik erzielt das Poineareesche Frankreich bei den Rheinländern gerade das Gegenteil, als es bezweckt. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Da sich aber D^ut)ch- land jeder tätlichen Abwehr enthalten man und will, wird es in seiner seelischen und geistigen von Tag zu Tag immer stärker und zielbewußter.

Wie Frankreich nach dem Kriege aussieht, das hat am klarsten jetzt gerade der Mann gezeigt, der bis noch vor kurzem die Geschicke des verbündeten Englands leitete. Er hat dem Clemenceauschen Frankreich m seinen Memoiren, die er jetzt veröffentlicht, die Maske^ vom Gesicht gerissen, und das Poineareesche Frankreich ist ein Clemenccnusches in zweiter Potenz. In dtebn Memoiren beschuldigt Lloyd George Frankreich onen der rücksichtslosen Gewaltpolitik, die statt auf einen Frie­den auf europäische Zerrüttung hirrarberte-. Es zeigen sich immer größere Risse in dem Enten egeba>rde Das Wort cordiale ist nur noch ein schmilckendes Beiwor^, geworden. Es nimmt sich fast grotesk aus. Mag aoep auch mit der Zeit Frankreich durch seine gew.hrliche Don Ouirote-Polstik von feinen Verbündeten isoliert wer-i den, uns Deutschen erwachsen daraus trotz allem ketnh Vorteile, denn von England und auch Italien Gnado oder gar Hilfe zu erwarten, wäre ein gemhrlicher nrug, schlust und das isolierte Frankreich würde höchstens mit Deutschland noch viel fanatisch-brutaler nenagren, alS ein Frankreich, das immer noch am Eine P^bundek li

Rücksicht nehmen muß.

Kückzilg ^oincareeä ?

^Aus Parts wird gemeldet: In französischen amti lichen Kreisen betont man, daß Frankreich nur an Ma^ nahmen wirtschaftlichen Charakters im Ruhrgebret denke nno daß diese Matznahmeu ohne ,edes militärische Bor-) gehen getroffen werden könnten. Es soll sich anscherneno «m Maßnahmen in der Gegend von Ruhrort handeln, wie sie wiederholt von der Presse zur Ansnbung ernes Druckes ans die deutsche Schwermdnstrie empfohlen wor­den sind.

Man könnte meinen, daß diese Meldung auf einen Stimmungsumschwung in Paris vorbererten wllte. Stach den Erklärungen, die Poincaree nach lerner Ruck- ist es allerdings zweifelhaft, ob die vorstehenöe^Meb- dung in dem angedeuteten Sinne auszulegen ist- ^edeu- falls sind die Erklärungen Potncarees nicht so bestimmt, wie er sie auf der Londoner Konferenz abgegeben hat. Es ist aber zu befürchten, daß man es hier offenbar um verfänglichen französischen Zweckmeldungen zu tun hat. Poincaree hat Milleranö Bericht erstattet und spater Pressevertretern gegenüber erklärt, daß er über die Zu­rückziehung (nur bedingte) der Balfournote und Die Aussichten ötr Regelung der Schulden zwischen Frank­reich und England mit Hilfe der C-Bonös duirieden sei. Er gab aber die großen Meinungsverschiedenheiten zwi­schen England und Frankreich in der Pfandersrage zu.

Er habe, so fuhr er fort, sich seine Handlungsfreiheit ausdrücklich Vorbehalten, und wenn bis zum 15. Januar keine Einigung erzielt werde, werde ein isoliertes Vor­gehen Frankreichs durchaus nicht den Bruch der Entente bedeuten. Dagegen habe er sich bis jetzt noch auf kein bestimmtes Pfand festgelegt. Er behalte sich in die,er Hinsicht völlige Freiheit vor und sage nur: die Zeit der Drohungen ohne Taten sei vorbei. Er sei jetzt fest ent­schlossen, zu handeln, und zwar auch allein zu handeln, denn Frankreich könne ohne Pfänder auch das kleinste neue Moratorium nicht bewilligen.

Ob diese Erklärungen imstande sein werden, die an= scheinend völlig allgemeine Enttäuschung in Parrs über den Ausgang der Londoner Konferenz zu überwinden, bleibt abzuwartelt. DerTemps" gibt dieser Enttan- schuna mit den stärksten Worten Ausdruck. Die Kritik desJourual des Debats" ist nicht minder scharf. Genau so unzufrieden wie der Ruhrhysteriker sind mit dem Ausgang in London aber auch die Kreise, die den Marsch an die Ruhr schon immer skeptisch beurteilt bauen, und in ihrem Namen hält derOeuvre" Pomcaree vor, bau er in London jetzt als ungenügend verschmäht habe, was er hätte erhalten können nämlich die ourtichast- lichen Pfänder, die er im August verlangt hatte und indem er sich jetzt in London auf die Ruhr verbtsten habe, habe er weder die Ruhr, noch überhaupt Pfänder mit heimgebracht.

Französischer Ministerrat.

w Am Mittwoch fand in Paris ein Ministerrat statt, über den folgende amtliche Meldung ausgegeben wurde: Poincaree unterrichtete seine Kollegen über die Verhand­lungen in Lausanne und die Unterhaltungen, die in Lon­don begonnen Oabcu und am 2. Januar in Paris sort- gesetzt werden sollen. Danach wurden die laufenden Ge­schäfte erledigt.

Eine Anfrage im englischen Oberhanse.

n-f Aus London wird gemeldet: Im Overbause fragte der Lordkanzler im Kabinett Lloyd George. Lord Birken- Hcad, ob die Regierung sich endgültig an bet Konferenz von Paris beteiligen und sich kompromitieren lassen wolle. Wenn Deutschland nicht bezahle, so würde die britische Regierung gut tun sich nicht an der Rnhrvesei- zung zu beteilige», tiberhanpt an keiner ähnlichen Zwangshandlung gegen Deutschland teilännebmen. Zum Schluß billigte er die Politik des Kabinetts in der Eut- schüdigungsfrage.

Amerikanisch-r Bermittlung?

Nach einer Meldung desNeuyork Herald" aus Wa I shtnaton befaßte sich das amerikanische Kabinett in einer i zweistündigen Sitzung mit der europäischen Krise. Wa­shington ist bereit, feine Vermittlung anzubieten, da- 1 mU kick bU wirtschaftlichen Verhältnisse in Gurova wie­

der bessern. Die Cmschädigunqssrage wäre setzt akut uns müsse nunmehr unbedingt in einer der kommenden Kon­ferenzen gelöst werden.

Am den Achtstundentag.

Der Reichswirtschaftsrat stimmte dem Gesetzentwurf zur Aenderung der Gewerbeordnung betreffend den deutschen Handels- nnd Gewerbekammertag zu als einer Notstandsmaßnahme bis zum Erlaß eines endgilltigen Gesetzes über die Beruisorganiiation des deutschen Handwerks, in dem auch die Arbeitnehmer berücksichtigt werden sollen.

Es folgt sodann die gemeinsame Beratung der Ge- setzentwürfe über die Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter und iiber die Arbeitszeit der Angestellten. Der sozial­politische Ausschutz hat ein Gutachten mit 14 gegen 12 Stimmen angenommen, wonach im allgemeinen die Achtnndvierzigstnndenwoche ausschließlich der Pausen gesetzlich festgelegt wird. Ueberarbeit kann, wenn eine vertragliche Vereinbarung nicht zustandekommt, von der zuständigen Schlichtungsbehörde bestimmt werden. In besonderen Fällen kann das Reichsarbeitsministe- rinm ein besonderes Schiedsgericht einsetzen.

In der Generaldebatte erklärt zunächst Max Cohen, er sei ein grundsätzlicher Gegner des Achtstundentages in der bisherigen Form. Die Verlängerung der Ar­beitszeit sei zwar nicht das einzige Drittel, aber das am schnellsten wirkende zur Hebung der Produktion. Aller­dings müsse die Verlängerung aus der Einsicht der Ar­beiter in die Not der Zeit heraus kommen. (Beif.)

Abg. Dr. Hadersbrunner (Arbeitgeber der Indu­strie) wies darauf hin, daß das Mittel einer Steigerung der Arbeitszeit nicht entbehrt werden kann. Die Ab­teilung '1 (Industrie) habe daher eine Resolution ein­gebracht, die die kulturelle Bedeutung des Achtstunden­tages ausdrücklich anerkennt, aber die Ansicht ausspricht, daß eine schematisän Handhabung nicht in UevereinstiM- mung mit der Notwendigkeit stehe, die Produktion wie­der in die Höhe zu bringen. Das Gesetz müsse jeden­falls so elastisch gestaltet werden, daß es sich der gesam­ten Wirtschaft anpassen kann.

Härtung (freie Berufe): Der Mittelstand und die geistigen Berufe sind zu ©runde gerichtet, weil man bei der -RLuolutlon d

glaubte, die wirkschaftikchen Verhältnisse auf den Kopf stellen zu können. Ich habe noch nichts von einem höheren Interesse der Arbeiterschaft gemerkt.

Urban (Arbeitnehmervertreter des Handels) erklärst daß sich beim guten Willen der Arbeitgeber der Acht­stundentag durchführen laue, ohne Schädigung der Ren­tabilität der Betriebe. .

v. Siemens (Arbeitgeber in der Industrie) stellt fest, daß das Zeitlängeumaß nicht als von maßgebende, Bedeutung angesehen werden könne. Es komme viel- mehr auf Intensität und Geschicklichkeit an. Er befreite nicht, daß es Betriebe gebe, die ebenso gut produzierten wie früher, die Gesamtproduktion sei aber zurückgeblie­ben. Er schätze sie auf höchstens 70 v. H.

Nu breit (Arbeitnehmer rt Handwerk): Die Seit- tralarbeitsgemrinschaft kann den Sumdpimkt der Groß­industrie nicht teilen, daß der Achtstundentag befetstgt weiden soll, aber sie bestreitet auch, daß sie den Acht-- stundentaq schematisch durchführen will doch kann nur der f^eie übereinstinnnende Wille Ausnahmen vom Acht­stundentag ermöglichen.

Die Not der Gemeinden.

Im großen Sitzungssaale des Reichstages fand eim Besprechung der Reichstag mogeordttelen unt den Ver­tretern der kommunalen Verbände über die Stenergesetzt statt. Reichstagspräsidenr Loebe eröffnete die Bespre- thung. Den Bericht für den Deutschen Städtetag eritab tete Bürgermeister Dr. Blüher. Die Not der Gemeinde« sei tatsächlich unerträglich. Die Länder und Gemeinde« erhalten zusammen zwar 8,4 Milliarden Anteil von der Einkommensteuer,' aber das bedeutet nur /O Mark iu Fahre für je den Einwohner. Für die Beamten und An- gestelltengehälter erhalten die Gemeinden 75 Prozent ^ schliffe, aber nur für die mmt werbenden Betriebe. Wr, wünschen, daß mindestens die städtischen Arbeiter einbe- M^en und der Prozerrisatz erhöht wird. Die Länder er, halten ilämlich größere Zuschüsse. Unter 90 Prozent wer- den wir nicht gehen können. Emkommensteuer mrd Ge- haltszuschliffe genügen nicht, um das große Loch zu stop­fen. Oberbürgermeister Schmidt-München bemerkte, ei drohe die Einstellung der von den Städten zu leistenden Auswendnugen für soziale Zwecke und kulturelle Anfor- derrMgen, falls nicht Zuschüsse bewilligt werden. Die Gemeinden im Süden seien sogar noch schlimmer daran, als die im Norden, denn der Süden habe keine Koh­len. Der bäuerische Städtebund protestiere gegen die ge­plante Gestaltung der Einkommensteuer, die den Anteil der Genreinden vermindert. Oberbürgermeister Dr. Bella »-Esten bürg (Reichsstädiebund) erklärte: Das Lan­dessteuergesetz allein könne den Bankerott der Gemein­den noch nicht abwenden. Die Gemeinden müßten uu- tracbeu, wenn sie nicht wieder das Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer bekvinmen. 2^ Prozent sei das Min­deste. Landrat Dr. Klansener-Recklinghausen sprach so- darm namens des Verbandes deutscher Landkreise. Er betonte, daß die Landkreise durchaus ihre Daseinsberew- «guna haben. Man brauche bloß den Straßenbau und die Wohlfahrtspflege der Landkreise zu erwähnen. ,

Bürgenueister MengeS-Gernsbach L B. sprach 'ür den Deutschen Landgemetudeiag. 37 000 Landgemeinden stüfzen unter vielleicht noch größerer Not nw die ^ dt e und Kreise. Die Gemeinden müßten wieder das nnein geschränkte Steuerrecht erbauen.