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Die neuen Postgebühren.

r^^^^^^MEN Gebühren, die vom 15. Dezernber s^- Postscheck- und Telegraphenverkehr inner- halb Deutschlands gelten, sind folgende:

Postkarte« im Ortsverkehr 5 M., Fernverkehr 15 Mark.

Briefe im Ortsverkehr bis 20 Gr. 10 M., über 20 bis 100 Gr. 15 M., über-100 bis 250 Gr. 25 M., Briefe im Fernverkehr bis 20 Gr. 25 M., über 20 bis 100 Gr. 35 M., über 100 bis 250 Gr. 45 M.

. Drucksachen bis 25 Gr. 5 M., über 25 bis 50 Gr. 10 M., über 50 bis 100 Gr. 15 M., über 100 bis 250 Gr. 25 M., Wer 250 bis 500 Gr 35 M., über 500 Gr. bis 1 Klgr. 45 M., über 1 bis 2 Klgr. (nur für einzeln ver­sandte, ungeteilte Drttckbünöe zulässig) 90 M.

Ansichtskarte«, auf deren Vorderseite Grüße oder ähnliche Höflichkertsformeln mit höchstens fünf Worten niedergeschrieben sind, 5 M.

Ansichtskarten, auf deren Vorderseite

Geschäftspapiere und Mischsenöungen bis 250

25 M., über 250 bis 500 Gr. 35 M., über '

500 Gr.

1 Klgr. 45 Nt.

Warenprobe« bis 250 Gr. 25 M-, über 250 bis

Gr. bis

Gramm 35 M.

Päckchen bis 1 Klgr. 50 M.

Pakete bis 5 Klgr. Nahzone 125 Mark, über 5 bis 6 Klgr. Nahzone

500

Fernzone

250

M., 150

M., Fernzone

300 M., über 6 bis 7 Klgr. Nahzone 175 Nk., Fernzone 350 M., über 7 bis 8 Klgr. Nahzone 200 M., Fernzone

400 M., über 8 bis 9 Klgr. Nahzone

450 M., iiber 9 bis 10 Klgr. Nahzone

225

250

M., Fernzone M., Fernzone

500 M über 10 bis 11 Klgr. Nahzone 310 M., Fernzone 320 M über 11 bis 12 Klgr. dtahzone 370 M., Fernzone 740 M., iiber 12 bis 13 Klgr. Nahzone 430 M., Fernzone

300 M., über 13 bis 14 Klgr. Nahzone 490 M., Fernzone 380 9)t über 14 bis 15 Klgr. Nahzone 550 M., Fernzone 1100 M., über 15 bis 16 Klgr. Nahzone 610 M., Fern- mue 1220 M., iiber 16 bis 17 Klgr. Nahzone 670 M., Fernzone 1340 M., über 17 bis 18 Klgr. Nahzone 730 M., Fernzone 1460 M., über 18 bis 19 Klgr. Nahzone 790 M., Fernzone 1580 M., über 19 bis 20 Klgr. Nahzone 850 M., Fernzorre 1700 M.

Wertsenduugen (Wertbriefe und Wertpakete) die Ge­bühr für eine gleichartige eingeschriebene Sendung und die Versicherungsgebühr, die beträgt für je 3000 M. 20 M.

Pästanweisnnge« bis 100 M. 12 M., über 100 bis 200 M. 20 M., iiber 200 bis 500 M. 30 M., über 500 bis 1000 M. 40 M., über 1000 bis 2000 M. 50 M., über 2000 bis 5000 M. 60 M., über 5000 bis 20 000 M. 80 M. i Meist betrag ist von 10 000 M. auf 20 000 M. erhöht).

Die Einschreibgebühr ist auf 20 M., die Vorzeige- gebühr für Nachnahmen und Postauftrüge auf 12 St festgesetzt. Für die Eilbestcllnug sind bei Borauszah- tung zu enfridüeu nach dem Ortsbestellbezirk für eine Miefsendung 30 M., für ein Paket 60 M., nach dem Landbestellbezirk für eine Briefsendung 90 M., für ein Paket 120 M.

Für bar eingezahlte Zahlkarte« bis 100 M. einschl. 6 M über 100 bis 200 M. einschl. 10 M., über 200 bis 500 M. einschl. 15 M., über 500 bis 1000 M. einschl. 20 M., über 1000 bis 2000 M. einschl. 25 M., über 2000 bis 5000 M. einschl. 30 M., über 5000 bis 20 000 M. 40 99t für je weitere 10 000 M. oder einen Teil dieser. Summe mehr 20 M., für bargeldlos beglichene Zahl­karlen dieselbe Gebühr, höchstens jedoch 100 M. für eine Zahlkarle,' für Kassenschecks, die bargeldlos beglichen werden, 1 vom Tausend des Scheckbetrags, für Bar-

Im Telegraphen verkehr sind die wichtigsten Ge- Vühren für Ferntelegramme Grundgebühr 40 M. und außerdem für jedes Wort 20 M., für Ortstelegramme GrunvgebWr 20 M. und außerdem für jedes Wort 10 .Zack, fttr/Zustellung bei ungenügender Anschrift 30 M., nir abgekürzte Telegrmmnanschriften jährlich 3009 M., für regelmäßige besondere Zustellung jährlich 3000 M., iir Borgnsbezahlung der Eilbestellling (XP) 90 M., nir Stundung der Telegraphengebühren monatlich 60 Mark, außerdem für jedes Telegramm 8 M.

Die Auslandsgebühreu betragen vom 15. Dezember 1922 ab: für Postkarten 50 M., jedoch nach Ungarn und Tschechoslowakei 40 M.: für Briefe bis 20 Gr. 80 M., jede weiteren 20 Gr. 40 M. (Meistgewicht 2 Klgr.), je- doch nach Ungarn und Tschechoslowakei bis 20 Gr. 60 M., jede weiteren 20 Gr. 40 M., für Drucksachen für je 50 Gramm 15 NO, für Geschäftspapiere für je 50 Gr. 15 M., mindestens 80 Ak., für Warenproben für je 50 Gr. 15 M. mindestens 30 M. Einschreibgebühr 20 M., Gewichtge bühr für Wertkästchen für je 50 Gr. 30 M mindestens WO M. (dazu Einschreibgebühr von 20 M.) Versiche- rungsgebühr für Wertbriefe und Wertkästchen für je 30 000 M. 50 M. Postanweismlgsgebiihr bis 5000 M. 50 M., über 5000 bis 10 000 M. 100 M., jede weiteren wooo M. 50 M., jedoch nach Englarrd, den britischen Kolonien und den britischen Postanstalten im Ausland für jede weiteren 10 000 M. 100 M. Nachnahmegebühr 'ür Pakete 50 M. für je 5000 M. des Nachnahmebetrags

Fortdauer der Wetterstöruuge«. Der ©dutcefaü oauert in Berti« noch an. Der Triegraphen- und Tele- Phonverkehr ist noch immer fast gänzlich unterbrochen.

Besondere Sicherheitsmaßtlahmeu gegen Berotat und Kamirrski. Nach der jüngsten Flucht Kaminskis hat man sich nun erltschlossen, die berüchtigtell Hoteldiebe Berrlo- tat und Kaminski wieder ins Berlirrer Untersuchurrgs- zesüngnis zu bringen. Es sind dort ganz besondere Si- Herheitsmatzregeln getroffen worden, unc ein erneutes 5uhvetd)en der Gefangenen zu verhircdern.

Gesteigerter Schiffsverkehr im Panamakanal. Im Oktober war der Schiffsverkehr im Pmmmakanal außer­ordentlich lebhaft. Mit 313 Schiffen, die den Kanal pas­sierten, wurde eine neuer Verkehrsrekord aufgestellt.

Heiteres vom Tage. Scherzfragen:

Welches Tier ist immer im Tran? chsbnK aupn rsnmls (pnv w 409 mnivq KpMjvW w® Wo hat jeder Mensch seine rechte Hand, wenn er liest?

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L Wer freut sich heutzutage, wenn er immer mehr un* mnner größere AnSgaben machen kann ?

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Warum bläst kett» Trompeter auf dem Dach unseres VperuhauseK?,

'VNK SssckmaaT rsq j«v 19 iwM .Wodurch zeichne« sich die Backfische ooptanderen 34* che« anÄ?

Wie die hohe« Zeitungspapierpreise entstehe«. Bei einer Fächtenholzanktion in Nottlebervd.' bei Magdeburg Wrde für Fichtenholz ein Rekordpreis erzielt, nämlich £0 000 Mark je Festmeter. 300 Festmeter brachten 21 Millionen.

Wirtschaftliche Rnndscha«.

(Nach dem Grande vom 10. Dezember 1922.)

Allgemeine Lage. Bei Betrachtung der Wirtschaftslage be° dürfen die Vorgänge in der Politik weiter der größten Anf- wectsamteit. Das ganze deutsche Wirtscl>as:sleben stand nach wie vor unter dem außenpolitischen Drucke der ungeheuren Rc- parc, ionslast und der dadurch hervorgerufenen Geldentwer­tung. Mit größter Spannung werden die nächsten Entschei­dungen in der Politik erwartet, weil sie entscheidend in der deutscheil Wirtschaft sein werden

Geldmarkt. In der abgelaufenen Woche war die Mark nur müßigen Gmwankungen unterworfen, wobei der Dollar den Stand um 8000 innebielt. An der Börse war ein stiir- nusches Hanssetreiben, das sensationelle Kurssteigerungen im Gefolge hatte. Aus allen Marktgebieten herrschte stürmische Nachfrage, wozu sich ziemlich erhebliche Materialknappheit ge­sellte.

Hanvel und INorrstrie. Unter den« fieberoasteu Charakter der deutschen Wirtschaft hat ganz besonders Haudel und In­dustrie zu leiden. Die Geldknappheit zwingt selbst sehr große lind bestens fundierte Unternehmungen zu Kapiialaufnahmen. Der Geschäftsgang beginnt mehr und mehr schleppend zu wer­den Die starke Steigerung der Preise erschwert den Inland- absatz. Die Käufer decken zur Zeit nur ihren nötigsten Bedarf, da die Teuerungswelle ihre Kauftraft iibersteigt. In zuneh- mendein yjiaße zeigen sich die Folgen der erschütterten deut- schen Wirtschaft besonders in der Tertilindustrie. Fast am Zusammenbruch ist das cwitungsgewerbe. Von Tag zu Tag gehen Blätter und Zeitschriften ein. Im November wurden 28 Konkurse eröffnet. (Oktober 46, November 1921: 193).

Kohlen. Die dauernden Kohlenpreiserhöhungen stellen besonders die den Koylengebieten entlegenen Betriebe vor schwere wirtschaftliche Erschütterungen. Die Lage im Haus­brand hat sich immer noch nicht gebessert.

Warenmarkt. Bei verschiedenen Waren sind die Welt­marktpreise nicht nur erreicht, sondern schon überschritten. Die letzte Woche brächte wieder auf allen Gebieten bedeutende Preiserhöhungen. Die Kosten für ein Fahrrad haben den Betrag von 100 000 Mark bereits überschritten. Der bave- rische Landtag beantragte die Anwendung der Zuchthausstrafe und Vernlögensentziehung bei selbstsüchtiger Warenzurückhal- tung und -Verschiebung. Gegen die Zahlungsforderung in fremder Währung nehmen die Konfektionäre entschieden Stellung.

Landwirtschaft. Die ungünstige Witterung war sowohl dem Fortschreiten der Feldbestellung wie auch dem Wachstum der jungen Saal sehr unzuträglich. Die Aussaat des Winter­getreides ist in vielen Bezirken noch nicht beendet.

Prodttktenmarkt. Die feste Stimmung auf dem Getreide- markt hielt weiter an bei meist stetigen Preisnotierungen. Die Umsätze erstreckten sich augenblicklich nur auf Deckung des lau­fenden Bedarfs.

Lebenshaltung. Die Kosten der Lebenshaltung haben sich int November mehr als verdoppelt. Die Lohn- unb Gehalts­zulagen betragen aber durchschnittlich nur 60 Prozent. Die Verelendung weiter Kreise ist sehr viel schlimmer geworden.

Der Ausfall an Getreide, Kartoffeln und Futtermitteln, den das deutsche Volk durch die Besatzung erleidet, stellt einen jährlichen Wert von annähernd einer Milliarde Mark dar.

Holzmarkt. Am Nadelrundholzmaw besteht die Spannung zwischen Angebot und Nachfrage fort. Die Answärtsbewegung der Preise nimmt ihren Fortgang und zwar in einer Weise, für die weder die Marktlage noch die Verhältnisse am Geld- . martt eine ausreichende Erklärung bieten können.

Baumarkt. Ini November wurden 696 Wohnungs-, so- wie 313 Fabrikbauten hergestellt gegen 4755 Neubauten im No­vember 1921. Im Oktober 1922 wurden 1618 Wohnungs- und 249 Fabrikbauten festgestellt. Der Rückgang überschreitet jedes bisher erreichte Maß. Durch die neueste Verteuerung der Baustoffe, die zum Teil bis zu einer Verdoppelung ansteigen, wird diese Bewegung nur noch verstärkt werden.

Ausland. Die Preisrückgänge ien Oesterreich setzen sich fort In der Tschecho-Slowakei befindet sich jetzt die Wirt­schaftskrise auf dem Höhepunkt. Es wird festgestellt, daß Deutschland allmählich aufhört, ein gefährlicher Konkurrent für die tschechische Industrie zu sein. Der Erlös für das deutsche Eigenttim in England beträgt 33,6 Mill. Mund Ster­ling.

Aus Stadt und Kreis

-i-

Die Berläugerung der Schulserien. Zur Vertäu- : nerung der Gesamtferien für Schulen aller Gattungen . von 80 auf 85 Tage jährlich, wie wir bereits kurz berich­teten, ist zu bemerken, daß der preußische Mrterrrchts- minister mit dieser Anordnung einem Beschlusse des Reichsschulausschusses entsprecheu hat, der gleiche Ferien- dauer für alle Gliedstaaten gewünscht hatte. In diesem Jahre werden die fünf Tage den Weihnachtsferien zuge- legt, in Zukunft aber sind die fünf Tage mit Rücksicht auf Schülerwanöerungeu. Ausflüge und sportliche Ber- anftattungen sowie Tagungen von Lehrerverbünden in erster Linie den Pfingstferien zuzulegeu, die so festzu- ; -setzen sind, daß die ganze Woche nach Pfingsten unter» Zchtsftei bleibt. Der Minister erwartet gleichzeitig, daß , Tagmrgen von Lehrern und Lehrerverbünden dann nur 1 noch innerhalb der Ferienzeiten ahgehalten werden. Die diesjährigen Weihnachtsferien heginnen im Regt«- ' kmugsbezirk Casiel den 21. Dezember (erster Ferientag). Letzter Ferientag ist Mittwoch, der 10. Januar.

Erhöhung der Anwaltsgebühren. Nachdem erst am 12. Okt. die Anwaltskosten erhöht wurden, hat die fort- chreitende Markentwertung eine weitere Erhöhmig noi- lvendig gemacht. Der dem Rechtsanwalt von den Pansch- sätzen zustehende besondere Teuerungszuschlag ist durch eine 'D'ervrdnung vvui 25. November 1922 von 1100 auf Prozent erhöht. Bei Geschäftsreisen nach be- fondc teuren Orten betrügt das Tagegeld 1500 (bis­her 1000), die Vergütung für ein Nachtquartier 800 (bis­her 500) Mark. Die auf Landstraßen zurückzulegenden Wegestrecken werden mit 10 (bisher 3) Mark für jedes ailgefangene Kilometer des Hin- und Rückweges ver­gütet.

Eine Bahnsteigkarte kostet jetzt 8 Mark. Das Lager­geld für Reisegepäck ist von 24 auf 48 Mark erhöht wor­den. Ebenso sind alle Mindestfrachtsätze wesentlich er­höht worden, ferner die Aufbewahrungsgebühren für Gepäck. Sie betragen nun 24 Mark für die beiden er­sten Tage, 24 Mark für jeden folgenden Tag und 60 Mark für Krafitahrräder für jeden Tag.

Wohlfahrtsmarken für die »Deutsche Notgemeiu- schaft". Zur Unterftüüung des VolkshilfswerksDeut­sche 9?otgemetufcl)aft" werden besondere Wohlfahrts­marken herausgegehen, die zum Freimachen von Post- jendungen im inneren deutschen Verkehr zugelassen sind. Die Wohlfahrtsmarken sind in der Zeit vom 11. De- zember d. I. bis einschl. 15. Januar 1923 bei allen Post- amteru erhältlich. Es handelt sich um zwei Marken zu und 12 Start Zu diesen Nennwerten wird ein Zu- ichtag von l und 8 Mark erhoben. Als Freigebühr gilt mir der Nennwert von 6 und 12 Mark. Der Ertrag der istufschläge ist für die ^Zwecke der Deutschen Notgemein- lcoajt bestimlut. Von jeder Marke werden 5 Millionen Stück hergestellt./Das Star enlnld entspricht einem Ent- wmf von Zissarz:Ein zum Stern der Hoffnung auf- fnanendes Stadien pflanzt ein junges Bäumchen." Tie Marken haben die doppelte Größe der gewöhnlichen Freimarken. Die Marke zu 6 M. ist blau, die zu 12 Mark rot

Neue 'heiiboiitmimmm-ifnngen. Der Reichsfinauzmlüiste'' soll, wie bmmttet ermäebtigt werden, Ueicksschatzänwelsnng. bis inr Höhe von weiteren 300 Milliarde« Man ausznferllgcn um die Volksernährung durch die erforderlichen Enttänfe von Auslands und Inlandsgetreide licverznsteNen Avgedeckt soll dieser Kredit wie vtShcr aus den Ertrüge« beim Verkauf des Genetdes werden.

x I

VorlMAstchÜ. Witterung Am 14,12. (Do»»«stas) Molkig, ziemlich mild, etwas Rege«.

Am 15. 12. (Freitag): Früh etwas kälter und strich weise etwas ausgehritert, nachher wieder trüber, etwas mil der, Regen.

Amtlicher Teil

| KreisanSschutz «vd Laudratsa«t

J.'Nr. 4694 K-A Auf die am Sonnabend, den 16. Dezember 1922 tu Schlichter« stctisiudende

Bullenkörnng mache ich nochmals besonders aufmerksam. Schlüchter», den 13. Dezember 1922.

Der Laudrat.

le 746.

Betrifft: Entfernung monarchischer Hoheitszeichen auf Utempelabdrücke.

I« «eurrer Zeit wird wiederholt darüber Beschwerde geführt, daß trotz meixer Lerfüguug eem 7. 4.1922 le 207 (MB l i V. S. 407) Stempelabdrücke auf Briefumschlägen und anderen Drucksachen noch immer das frühere ab- geschaffte Wappeubild aufweisen. Wenn auch gegen die Verwendung des vorhandene« Papiermaterials mit einge­drucktem Stempel aus zwingenden Gründen der Sparsam­keit nichts einzuwenden ist, so muß doch unbedingt dafür Sorge getragen worden, daß in smntlichen Strmpelabdrücke« das ftühere Wappenbild in geeigneter Weise etwa dmch kreuzweise Dnrchstretchung als ungültig deutlich gekenn­zeichnet wird. Ich ersuche daher, durch entsprechende An- weisangen an die Nachgeordneten Stellen für unverzügliche Abstellnng des bezeichneten Mißstandes z« sorgen.

Berlin, den 21. Oktober 1922.

Der Minister des Innern.

J.-Nr. 10865. Die Herren Bürgermeister »nd Guts» Vorsteher ersuche ich nötigenfalls das Weitere zu veranlaffen.

Schlüchter«, den 24. November 1922,

Der Landrat. von Trott zu Solz.

II C 2730 II.

Betrifft: Tragen von Abzeige« aufgelöster Bereinigungen.

Es häufen sich die Fäll«, daß Abzetch«» von Verrini- gnngr«, die auf Grund des Gesetzes zum Schutze der Re­publik vom 21. 7. 1922 (R.G.Bl 1 S. 585) aufgelöst find, öffentlich westergettagen werden. Perfones, die mit derartigen Abzeichen betroffen werde«, find, wie ich im Ein­vernehmen mit dem Herrn Justizminister bemerke, dem Virdacht ausgefetzt, daß fie Mitglieder einer trotz der Auf- lösuug noch fortbestrhenden Vereinigung find. Es ist daher gegen ste in alle« Fällen ein Ermittelungsverfahren wegen Zuwiderhandlung gegen § 19 Abs. 2 a. a. O. einzuletten und zu diesem Zwecke ihre alsbaldige polizeiliche Ver««hm»ng z« perLnlLffe».. ------------------------- Berlin, den 18. November 1922.

Der Minister des Inner».

J.-Nr. 4476 K. A. Die Herren Bürgrrmrister von Altengrouau, Bellivgs, Breitenbach, Joffa, Klosterhöfe, Mar. born, Oberkalvach, Oberzell, Eetdenrolh, Ulmbach, Wahlerl und Züvtersbach, die noch mit der Erledigung meiner Ver­fügung vom 16. Septrmber 1922 J. Nr. 3611 K -A. betr. den Nachtrag zur Vergnügungssteuerordnnug im Rückstände find, werden hiermit urchmais mit einer 8-tägige» Frist an die Erledigung erinnert.

Schlüchter«, den 29. November 1922.

Der Vorsitzende des Kreis-AuöfchuffeS.

J.-Nr. 219 K. N. II. Dir Hochspannungsleitung von dem Umspannwerk bis nach der Stadt Steinau wird in den nächsten Lag?« in Betrieb genommen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß jede Berührung der Leitungsdrähte mit größter Lebensgefahr verbünde» ist. Beobachtete Schä­den an den Leitungen wären sofort dem Utberlandwerk oder dem nächsten Bürgermeisteramt zu melden. Auf die in den Gemeinden aushängenden Vorschrift«» wird verwiesen.

Schlüchter», den 2. Dezember 1922.

Der Vorfitzende des KreiS-AusschuffeS.

J.-Nr. 11103. Die Ottspolizeibehörden des Kreises mache ich auf den E:laß des Herrn Ministers des Innern vom 31. Oktober d. Js. I d 1483, veröffentlicht im Ministerialblatt für die Preußische innere Verwaltung Nr. 46 S 1078/80, betr. Strasregister und polizeiliche Listen, a»fm«rksam.

Schlüchteru, den 30. November 1922.j

Der Landrat. J. V.: SchuUheis.

J.-Nr. 4436 K.-A. Die Wahl des JustnS Kohlhepp um Bürgermeister von Uttrichshavse« ist von mir gemäß Paragraph 55 der Landgrmeiudeorduung bestätigt worden.

Schlächtern, den 24. November 1922.

Der Landral. von Trott zu Soft.

J.-Nr. 11534. Di« Brücke über den Walkmühlgraben 'n Steinau wird für den Verkehr mit Laugholzfuhrwerken wieder freigegeben.

(Verfügung vom 9. v. Mts. Nr. 10514 Amts­blatt Nr. 99.)

Schlüchteru, den 8. Dezember 1922.

Der Landrat. J. V.: Schultheis.

In Rödersbach, Gemeinde EberSberg, Kreis Gersfeld, ist die Schafräude erloschen.

Schlüchter», den 30. November 1922.

Der Landrat.

J.-Nr. 11152. In Eichenzell, Kreis Fulda, ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden.

Schlüchter«, den 29. November 1922.

Der Landral- J. B.: Schulchris.