Schlüchterner Zeitung
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Kreisblatt
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Amtliches Organ für StsÄL und Kreis SchlüchtrrR
Nr. 143
Donnerstag, 30 November 1922
74. Jahrgang
AUselel wm T«SS.
Der Sleichspräsident beabsichtigt, am 6. und 7. Dezember dem anhaltischen Lande einen Besuch abzunat- ten, um das politische, kmnmunale und wirtschaftliche Leben in Anhalt kennen zu lernen. .. ,.
Neue Höchstsätze der Erwer-slosennnterstustuna und in Preußen festgesetzt worden. .
Im Haag beginnt am 10. Dezember ein Pazifisten - kongretz, an dem auch deutsthe Pazifisten teilnehmen.
Die deutsch-rumänischen Verhandlungen werden wegen der noch bestehenden, aus dem Kriege herrührenden Differenzen wieder ausgenommen werden.
Der Berliner Ausschuß für die Umbeneunung der Straßen hat beschlossen, die Berliner Straße in Tempel- Hof in Ratheuau-Allee und die Berliner Straße in Char- lottenburg in Erzbergerstraße umzubenennen.
Wie aus Norddorf auf Amru» gemeldet wird, nt der deutsche Dampfer „Albes" gestrandet,- 18 Mann der Besatzung sind gerettet. ,
Wegen des dentsch-französischen Güterverkehrs haben in Luxemburg Ausgleichsverhandlungen stattgefunden, in denen ein Uebereinkommen erzielt worden ist.
. In Nutzlandsind für fast 7000 Milliarden Papier- ; rubel Kirchenschatze eingezogen worden.
Zur Durchführung des städtischen Sparprogramms IN Köln wird der Sollbestand der Beamten und Arbei- ter um mindestens 10 Prozent gektirzt.
Falls die an die Entente zu liefernden Kohlenmeu- gen Herckufgesetzt werden, wollen die Bergleute des rheinisch-westfälischen Steinkohlenbezirks das Ueber- ! schichtenabkommen kündigen.
Die Ansnahmevestrmmnngen gegen deutsche Etu- > wanderer werden am 23. Dezember eingeschränkt.
Neue Anheilswolken.
Der kurze Aufschub, der Deutschland für seine Ent- Widigungszahlungen gewährt worden ist, honst mit Erröe dieses Jahres ab. Inzwischen soll zwar noch me Brüsseler Konferenz abgehalten werden, und dorr wu "Ä der Verband nochmals mit den deutschen Zaylnnger beichafngen. Uven-vre iwv&W^^^^^ ^««t ^V^^afS*^ liierten bestehen, werfen schon im voraus ihre Schatten auf diese Konferenz. Im übrigen steht es auch noch nicht fest, ob diese Konferenz tatsächlich zustande kommen wird. Ihr Termin ist zwar festgesetzt, aber sonst sind viele Reibereien zwischen den Alliierten entstanden. Die vielen Meldungen, die hierüber verbreitet worden sind, waren sehr widersprechend. Das eine scheint aber festzustehen daß die hauptsächlichsten Schwierigkeiten ^ alliierten Schulden und einer Anleihe für Deutschland bestellen, durch die es wieder in die Lage versetzt werden soll, seine Verpflichtungen erfüllen zu können. Mie sich die Alliierten zu dem neuen deutschen Enückad'gungs?- angebot stellen, das nod) von der Regierung Wirth der Entschädigangskonimission unterbreitet und auch von der neuen Reichsregierung als Grundlage für tote Entscba- digungsvolitik bezeichnet worden ist, ist noch nicht bekannt. Bei Frankreich hat es jedoch nur wenig Gegenliebe gefunden. Der französische Ministerrat hat sich nun mit her Entschädigungsfrage beschäftigt. Die TatsMe, daß der Kriegsminister.und Marschall Fockan der Stt- zung teilgenommen haben, laßt den Schluß zu, daß die Anwendung militärischer Maßnahmen aegen DeuW- land ins Auge gefaßt worden ist, falls die Neichsr.gie- xuna nach Ablauf des Zahlungsausschuos nicht in der Lage ist, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Es wird uns darüber gemeldet:
Französischer Ministerrat.
>«-Der französische Ministerrat hat, wie aus Paris, gemeldet wird, unter dem Vorsitz des Präsidenten Mttle- irand eine Sitzung abgehalten. An dieser nahmen außer Poincaree der Finanzminister, der Minister für die befreiten Gebiete und auch der Krlegemmls er, ierlier Bar- thou und Marschall Foch teil. Es verlauiet, daß die Mi- nisterkonferenz sich mit den Maßnahmen^H « Ä die von französischer Seite ergriffen werden sollen, falls Deutschland nach Ablauf des Jahres keine ermthaften Cü,ritte ant Erfüllung der Neparationsverpfkichtnngeu unternehmen sollte
In welcher Richtung sich die Maßnahmen gegen Deutschland bewegen, mit denen sich der französische Net- Nisterrat beschäftigt hat, wird in der nachstehenden Mcl- dutig des Pariser „Times"-KorresvonSenten naher an- vedeutet. Danach soll die neue englische ll egierm g, salls der Plan Poincarees, den dieser der letzten Londoner Konferenz unterbreitet hatte, in einem Punkte -- m werthem wird allerdings nicht gesagt — geändert wird, damit einverstanden sein, daß '^ankre lli 'eine Forderung nach produktiven Garantie« durchführt. Ob Frankreich heute noch auf den produktiven Pfändern bestehen wird, die es im Mai d. I. auf der Londoner K^mm
-erlangt hat, von Lloyd George aber abgelehnt worden sind, ist nicht mit Sicherheit zu sagen, jedoch sehr wahrscheinlich.
Englische Zustimmung an produktiven Pfändern.
mariser -Times"-Korrespondent glaubt zu wis- L dZ M englischen Vertreter in der Rcpaeationskom- Milstou irente grundsätzlich nichts mehr gegen die fran- sösische Fordernug nach produktiven Garantien einzu- «kndeu hätten Wenn der Plan, den Poincaree der letz- M Nndoner Kwtferenz unterbreitet (Kitte, in einem Punkt abgeändert werde. sei es wahrscheinlich, daß England sich seiner Ausführung nicht mehr widersetze.
Schlechte Anletheanssichte«.
Der ,„Jntransigeant" dementiert die Nachricht der „Chicago Tribune", Pierpont Morgan werde in den nächsten Tagen zu Verhandlungen mit dem Finanz- minister de Lasteyrie nach Paris kommen. Der amerikanische Finanzmann habe bereits von Southampton aus die Rückreise nach seiner Heimat angetreten. Die Mitteilung der „Chicago Tribune" ist wahrscheinlich aus die Erwägungen zurückzuführen, die in den ersten Tagen vergangener Woche angestellt wurden. Einer der großen neutralen Finanzmänner, die in Parts auf Morgans Ankunft warten, wurde vor seiner Abreise gefragt: „Was soll nun Dentschland tun?" Die Antwort war: „Abwarten und nicht die Besinnung verlieren. Die Zeit arbeitet für Deutschland. Dieser trostvolle Satz wird durch eine Bemerkung des „Temps" bestätigt. „Die Zeit arbeitet nicht für Frankreich", schreibt der „Temps , der es wissen muß.
Die Lösung der Frage einer Anleihe für Deutschland wird durch die Abreise Morgans auf leben Fall hinausgeschoben. Deutschland hat aber keine Zeit, nur große Not. Aus diesem Grunde ist es auch nur wenig tröstlich, wenn „die Zeit für uns arbeitet": denn sie arbeitet zu langsam. Das Reichskabmett Enno hat sich ebenfalls mit der Entschädtgungsfrage insofern beschäs- tigt, als es die Frage der Erhöhung des' Papiergelderträgnisses der Zwangsanleihe beraten hat. Die Zwangsanleihe ist seinerzeit auf der Grundlage emer Goldmilliarde, die bei der damaligen Geldentwertung 74 Milliarden Papiermark betrug, angenommen worden. Inzwischen hat aber die Geldentwertung das Aufkommen an Papiergeld aus der Zwangsanleihe um das Vielfache erhöht. Die Regierung Cuno will nun Ergänzungsgesetz einbringen, das eine wesentliche Erhöhung der Zwangsanleihe in Vaplermark vorsteht. Die wirtschaftlichen Folgen, die eine erhöhte Kaprtalsent- ziehung für die deutsche Wirtschaft haben wirb, werben in ihrem Ausmaß heute noch viel einschneidender sein als damals.
Erhöhung der Zwangsanleihe in Papiermark.
m* Der Berliner „Tag" berichtet: Reichsrat «nd ReiHs- tag werden sich in allernächster Zeit mit einem Ergan-
I in«8#6e|e5 ^..^jji^iRHjBi**^ »-E>W^^ zeit wurde der Betrag der Zwangsanleihe anf rnnd eine Milliarde Godmark gesetzt, aber in Papiermark auf ^ Milliarden festgesetzt. Inzwischen sind diese 74 Milliar- den dnrch die Geldentwertung weit überholt. Das Retchskabinett hat sich bereits mit einem Gesetzentwnrf beschäftigt, der eine wesentliche Erhöhung der Zwangs- anleihe in Papiermark vorsieht. Der Gesetzentwurf soll sofort an den Reichstag weiter geleitet werben. Das Reichskabinett hat ferner einen Gesetzentwurf über die Erhöhung der Wohnnngsbanabgabe für 1923 feine Zustimmung erteilt.
Französische Bedenken gegen Ennos Programm.
»»Der Eindruck der Rede des Reichskanzlers wird in Paris an zuständiger Stelle als nicht jehr sAUg b£ rechnet. Man bemerkt dazu, es sei nicht ersichtlich, wie Lkbttn Programm der neuen Reichsregierung ein Aus-! tiWt* der Entschädigungsfrage möglich werden soll.
Die Laufanner Konferenz.
Lord Curzon erklärte, daß er die Auffassung der Aure- rikaner in der Frage der wirtschaftlichen Zone «nd bet Politik der offenen Tür in der Türkei teile. England fei zu einem Verzicht auf den Vertrag von San Remo vorn Jahre 1920 bereit. Man sieht in dieser Erklärung eine Antwort auf die Anfrage des Botschafters Child und ein «Anzeichen für eine englisch-amerikanische Einigung in der Konzessioissfrage.
Rnßland meldet sich.
»»Der russische Delegierte Rakowski ist kaum in Lau- sanne eingetroffen, so beginnt er schon ähnlich wie tu Genua den Pressevertretern ausführliche Vorträge über die Ziele Rußlands zu halten. Tschitscherin wird in Lausanne ebenfalls envartet Auf einem Presseempfang Rakowskis erklärte dieser, die russische Delegation habe an das Präsidium der Konferenz eine Note gesandt und darauf hingewiesen, daß durch die Note des französischen Ministerpräsidenten Rußland mrd seinen Verbündeten, der Ukraine und Georgien, das Recht zuerkannt worden« sei, an der Debatte über die Lösung der Meerengenfrage teilzunehwen. Da jedoch die weiteren Fragen über geplante territoriale Abmachungen in Thrazien und Ver- änderuügen der Beziehungen zu den Nachbarstaaten im Gebiete der Meerengen, des Schrvarzen Meeres und des Aegäischen Meeres im unmittelbaren Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und politischen Lebensin- tereffen Rußlands und seiner Verbündeten stünden, könne es nur eine wirksame und befriedigende Lösung dieser Fragen geben, wenn Rußland und seinen Verbündeten gestattet würde, wirksam an allen Debatte» arbeitend und entscheidend teilzunehmen. Die russische Abordnung fordert batst nachdrücklichst ihre sofortige Znlasiung zu den Arbeiten der Konferenz auf dem Fuße der Gleichberechtigung mit allen anderen Grotzruächten.
Weiter erklärte RakowSki, die russische Delegation habe darauf hingewiesen, daß sie keine Verträge, Konzessionen usw. unterzeichnen könne, wenn sie nicht bei allen, Verhandlungen gehört werbe. Rußland habe die gleichen Interessen wie die Türkei und werde sowohl in Grenzfragen wie in der Meerengen frage und in der Frage der Kapitulationen auf ttirkMer Seite sieben. In Bezug aus die Beziehungen Rußlands zu Italien erklärte Rakowski, daß das Verhältnis zwischen beiden Ländern ausgezeichnet fei und daß Rußland für feint]
Zulassung zu allen Konierenzverhandlunaen w - r ^ terffÜbung Italiens rechne. Die rumänische Aw'chnldi- nung über angebliche russische kriegerische Gelüste wies Rakowski zurück, da Rußland schon durch die Vermstide- runa seines Heeres aus die Hälfte einen Beweis für feine friedliche Gesinnung erbracht habe.
Die neuen Personentarifsätze.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1928 werden die Fahr- preife für den allgemeinen Verkehr nach folgenden Ein- Heitsfätzen berechnet: Für das Kilometer vierter Klaffe 4 Mark, dritter Klaffe 6 Mark, 8weiter 12 Mark, erster Klaffe 24 Mark. Fahrpreise bis 100 Mark werden auf volle 2 Mark, über 100 bis 500 Mark auf 10 Mark, über 500 bis 1000 Mark auf 20 Mark, über 1000 bis 2000 Mk. auf 50 Mark, über 2000 Mark auf 100 Mark abgerundet. Schnellzugszuschläge werden in Zone I (1—75 Kilometer), Zone II (76—150 Kilometer), Zone III (über 150 Kilometer) erhoben für die 3. Klasse 100, 200 und 3 00 Mark, für die 2. Klasse 200, 400 und 600 Mark, f. die 1. Klasse 400, 800 und 1200 Mark. Die ©eväcffraan wird auf 1 Mark (bisher 40 Pfennig) für 10 Kilogramm und Kilometer erhöht. Die Mttrdestfracht wird auf ' Mark, bisher 40 Mark, festgesetzt. Der Expreßg - nv entspricht dem jeweilig um 60 Prozent erhöhten E l -'U tatst
Kleinarbeit im Preußische« Landtag.
— 185. Sitz««g.
Im Preußischen Landtag wurde eine große Reibe von Gesetzen ohne erhebliche Aussprache erledigt. Die Borlagen über weitere Staatsmittel für Sicherung der Stromversorgung im Weser-Q«ell- nnb Mai»gebiet, sowie die für die Regelung bet Hochwasser-. Deich- und Borflutverhältnisfe an der oberen und mittleren Oder wurden der Ausschußberatung überwiesen. Der Haupi- ausschuß soll sich mit dem Entwurf zur Vermehrung und Ausgestaltuug der staatlichen GreNzkommisiariate noch weiter beschäftigen, durch den eine vorübergehende Verstärkung planmäßiger Stellen bet den Grenzkommcha- riaten besonders in der Provinz Ostpreußen-im Intern esse einer schärferen Kontrolle verlangt wird. Königsberg soll einen neuen Kriminaldirektor erhalten.^ Aus SteTlS^^en KontrMle^öes Grenzveickehrs tuT SB* wehr wirtschaftlicher Schädigungen und Spronagegefahr für die Beamten der Lanöesgrenzpolizef etatsmaßigr Stellen zu schaffen, wird sich derselbe Ausschuß noch M beschäftigen haben. Die bisher reichluh trockene Aussprache erhielt eine recht pEttst^ Färbung, als da» Haus dann in die Beratung der Abänderung der Verordnung über die einsttveilige Berfetzmrg der numittri- baren Staatsbeamte« in de« R«hesta«d eintrat. Schließ- lich überwies man den GegenstanS dem VerfastungAauS. schütz. Die Anträge, die Neswahle« z« bat Gememd» «rtretttage« bis zum 1. April 1928 ^. verlangen, riefen
-indeausschutz.
französischen Regie- oder möglicherweise
. Drohende G/bärde Frankreich».
Paris. Die französische Regierung veröffentlicht eine offizielle Note, in der es heißt, daß die Brüsseler »Konferenz trotz des Wunsches der französischen Regierung vielleicht nicht Zusammentritt oder möglicherweise Nein Ergebnis zeitigen werde, insbesoudere,. weil der deutsche Reichstag eiumütig dafür eintritt, daß Deutzch- land sich den Reparationsverpflichtungen entziehe, würden Maßnahmen in Betracht gezogen, dü: MM M geeignet halte als eine Gtirantre der französischen Rechte. Diese Matzn/Hmen seien folgende: 1. eine vollständige Beschlagnahme der Rveinlande, namentlich tu der Ersetzung ^der deutschen dnrch französirsche Beamte und S. eine Besetzung von zrvei Drittel des Ruhrgebietes, einschließlich Essen und Bochum.
Französische Blätter über die Lage Dentfchla«rs. .
»-»>Paris. Der „Petit Partsien" schreibt offenbar beeinflußt: Wenn die Lage auch nicht so tragisch wie im August 1914 sei, ist es doch sicher, daß eine ernste Stunde herankomme. Deutschland besitze seit einigen Tagen eine Rechtsregieruug, die jetzt die absolute Unmöglichkeit erklärt, irgendwelche Goldzahlungen vor drei bis vier Jahren beginnen zu können, und die sage, daß die Gold- zahlungen nur beginnen können, wenn die Alliierten tbr 500 Millionen Goldmark zur Stabilisierung der Mari leihen, wenn sie ihre Zollgrenzen niederreißen und wenn die Summe der deutschen ReMrationszahlungen wesentlich herabgesetzt werbe. Es ist möglich, daß in letzter Stunde die Großindustrie, die jetzt die Leitung des Reimes übernommen hat, über die unangenehmen Folgen ihres Beschluffes nachdenke. Aber es ist doch wohl möglich, daß Frankreich gezwungen sei, die im Vertrage von Versailles vorgesehenen Zwangsmaßnahmen durchzn- führen. „Echo de Paris" schreibt: Ministerpräsident Poincaree könne von den ihm zur Verfügung gestellten Mitteln Gebrauch machen, wenn die Stunde gekommen sei, um, wie er selbst erklärt hat, die wichtigsten Entscheidungen zu treffen, von denen zum Teil Frankreichs Zukunft abbänge.
Englauds Schatzkauzler über He Entschädig migsfrage.
x London. Der Smatzkanzler Baldwin hielt eine Rede über die Reparationsfrage. Er erklärte, bevor der Handel im ganzen Lande und in der Welt wieder auf- leben könne, miißten stabilisierte Währungen, geschaffen werden. Das könne niemals geschehen, bevor nicht Europa als Ganzes zu einer Lösung der liieparations- frage und der Frage der interalliierten Schulden gelange. Im jetzigen Augenblick sei das aber eine ziem-, lud heikle Fraae.^ In der Revarationsfraae werde e&