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Schlüchtemer Zeitung

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Amtlicher Organ für Stadt und Kreis Schlüchter«

Rr. 134

Donnerstag. 9. November 1922

74. Jahrgang

titelet »VM TsgL

f»Die Besprechung des Reichska,tzlers mit den Parteiführern, die für Dienstag augefeyc war, ist, wie ibieT. U." erfährt, auf Mittwoch verschoben worden.

Der neue dentsche Botschafter in Moskau, Graf Brockdorff-Rantzau, stattete Tschitscherin einen Besuch ab und hatte mit ihm eine längere Unterredung.

Exkönig Konstantin von Grieche,«land soll nach Lon­doner Blättermeldni-gen beabsichtigen, in der Nähe von Toorn, in der Villa Moosvorden, Wohnung zu nehmen.

Die Eruennnng des Marquise della Torretia zum italienischen Botschafter in Berlin steht, wie aus Rom gemeldet wird, unmittelbar bevor.

Das Generalsekretarrat der Fafzistenpartei in Ita­lien hat allen gafeisten verbänden den Befehl gegeben, fortan jede Repressalien gegen Sozialdemokraten und Kommunisten 31t unterlassen.

Die französische baltische Seedivision wird am 28. November zu einem Aufenthalt von einer Woche im Hafen von Dan zig eintressen.

! Der Weg zum Wiederaufbau.

Während man sich in Deutschland und England voll- kommen darüber einig ist, daß die deutsche Wirtschaft I^^? nne möglich wieder aufgebaut werden muß, gehen die Ansichten über die dabei anzriwendende Methode be- karmtlich weit auseinander. Deutschland betont die Nnönrchsührbarkeit einer Sanierung, bevor nicht das Defizit der Zahlungsbilanz, d. h. der Fehlbetrag im natronalwirtschaftlichen Soll und Haber? ausgeglichen

England glaubt dagegen, daß der Hebel bei der Wahrung angesetzt weiden müsse, d. h. es fordert Still- legung der Notenpresse und damit Hand in x and gehend Balanzierung der Staatsfinanzen. Daher auch die .ständige Forderung einer Finanzkontrolle. Auf der Konferenz von Genua haben dann die englischen Sach- versiändigen zugeben müssen, daß tatsächlich diese Me- thoSe der wirtschaftlichen Sanierung bei Staaten mit so völlig zerrütteter Wirtschaft, wie es bei Deutschland der Fall ist, nicht anwendbar ist; erst müsse die Wirt­schaft ins Gleichgewicht gebracht werden, bevor an einen Ausgleich der SMatsfinanzen gegangen werden könne, ümjo bedauerlicher nt es, wenn oer Gegensatz in den Ansichten über die Sanierungsmethoderi nnnmeljr auck, in Deutschland sich einer aktiven Wiederaufbaupolitik in den Weg zu stellen droht. Wenn die bürgerliche Ar­beitsgemeinschaft der Meinung ist, eine Festigung der Verhältnisse, d. h. eine Stabilisierung der Mark sei nur möglich auf produktionspolitischem Wege, die soziali- fitsche Fraktion dagegen von wührungspolitischen Maß­nahmen ausgehen will, so haben wir hier den gleichen Gegensatz wie den eingangs erwähnten in der deutsch­englischen Auffassung. Wer aber ernstlich an den Wiederaufbau der deutschen Währung und damit der deutschen Wirtschaft Herangehen will, kann das nur, wenn er sich über die Ursachen, die zu der gegenwär­tigen Zerrüttung geführt haben, völlig klar ist. Nun kann aber u. E. über die Grundursachen der gegen­wärtigen deutschen Wirtschaftsnot kein Zweifel herr­schen. Sie sind: die unerfüllbaren Entschädigungsfor- derungen und die unzureichende deutsche Warenproduk­tion. Weil die Anforderungen der Entente weit über die Aktiven des deutschen Wirtschaftslebens hinaus- gehen, weil ebenso die heutige Güterproduktion den not­wendigen Bedarf der deutschen Wirtschaft an einheimi­schen wie ausländischen Waren nicht zu decken vermag, deshalb entsteht das bekannte riesige Defizit in der Mrtschaftsbilanz, das die Notenpresse dann durch Geld- druefen auszugleichen sucht. Jedes Herumkurieren an der Währung muß sich nach kurzer Zeit als vergeblich erweisen, weil die Gruudnrsache des Nebels, der Fehl­betrag der Zahlungsbilauz, bleibt. Der Ausgleich kann Otur so erfolgen, daß einmal die untragbaren Entschä- öigungslasten teils auf ein vernünftiges Matz herab­gesetzt, teils überhaupt für einige Zeit suspendiert wer­den, daß weiter die Einfuhr soweit wie möglich ver­ringert wird, und daß durch Erhöhung der Ausfuhr, die nur durch Mehrproduktion zu erzielen ist, die Passivität der Handelsbilanz gemildert und schließlich ganz zum Verschwinden gebracht wird. Als unerläßliche Unter­stützung nrützte für die Uebergaugszeit eine Bereit­stellung ausländischer Zahlungsucitiel in Form einer -ausländischen Anleihe erfolgen. Nur wenn man den Dingen die ihnen innewohnende Logik beläßt, nur wenn man das Pferd nicht vom Schwänze aufzäumt, kann die Wiederherstellung des inneren und äußeren Gleichgewichts und damit der Wiederaufbau der deut­schen Wirtschaft ermöglicht werden. Je kritischer das Stadium des Patienten, umso einschneidender die Fol­gen falscher Heilmethoden, da der geringe Nest an Lebenskraft ein Herumexperimentieren geradezu ver- verblich macht. W. W.

gungslasten teils auf gesetzt, teils überhaupt f in, daß weiter die Ei

Antwort aus die deuffdjen Vorschläge

* Bor dem Abschluß der Verhandlungen.

«»Die Entschäöigmrgskomnftfsion hat der Reichsregie- «ung eine schriftliche Antwort »vergeben. Bisher hat die Reichsregterung zu der Note noch nicht Stellung nehmen tonten. Das Kabinett wird jedoch sofort eine Sitzung Malten. Ueber den Inhalt der Note verlautet, daß sie den Eingang der deutschen Note bestätigt und den Wunsch nach erweiterten Vorschläge« zum Ausdruck bringt. Die Veröffentlichung der deutschen Vorschläge und der Ant­wort der Eutschüdiguugskommissiou ist vor der erneuten Atellungnahme der Reichsregisruug nicht beabsichtigt.

Wie dasB. T." erfährt, ist die Note der Entschädi- Nautoäfjaixuutffton in zwei Teile gegliedert. Zunächst

kommt die Kommission noch einmal auf die Beratungen über das deutsche Budget zurück. Im wesentlichen be­deuten die Ausführungen in diesem Teil eine höfliche Aufforderung an die deutsche Regierung, die Vereinba­rungen einzuhalten, die Minister Dr. Hermes im Juli in Paris getroffen hat, und sie zur Durchführung zu brin­gen, soweit dies bisher noch nicht geschehen ist. Sodann wird zu den deutschen Vorschläge« vom Sonnabend Stel­lung genommen. Die Entschädigungskvulmtssion erklärt in ihrer Antwortnote, der deutsche Vorschlag scheine ihr keinen Avschlntz zu bieten, da e r manche Einzelfrage uns erörtert lasse, die sich bei der Durchführung in der Praxis ergeben würde.

Ueber den Inhalt der deutschen Vorschläge an die Entschädigungskommission erfährt dieT. U." noch, daß in ihr die Anregung zu einem Moratorium gegeben wird und zwar nur für die Barleistungen, während sich die Regierung bereit erklärt, die Barzahlungen für die Sachlieferungen durch eine innere Anleihe aufzuvrin- gen. Unter dem Schutz des Moratoriums soll der Ver­such unternommen werden, eine vorläufige Ausländs­anleihe in Höhe vo« 500 Millionen Goldmark aufzu- legen. Zu diesem Zweck soll ein internationales Syn­dikat gebildet werden, an dem neben ausländischen Ban­ken auch die Reichsbank beteiligt wird. Für die wei­teren Voraussetzungen und erforderlichen Bedingungen wird auf das Urteil der z«r Zelt in Berlin weilende« ausländische« Sachverständige« verwiesen. Man glaubt einmal, daß es durch diese Anleihe gelingen könne, den weitere« K«rsst«rz der Mark z« hemme«, während man an anderer Stelle der Hoffnung Ausdruck gibt, den Wert der Mark bet Bewilligung eines Moratoriums und Auflage einer Goldanleihe in ein Verhältnis vo« 1000 Papiermark z« einem Dollar bringen zu können. Eine weitere Anlage gibt Auskunft Drüber, bis zu welcher Höhe die deutsche schwebende Schuld seit März ds Js. angewachsen ist.

»Gänzlich ungenügend".

Die durchweg sehr pessimffttschen Kommentare der iser Presie zu den Berliner Entschädigungsverhand- gen behandeln üSereinstirmneuö die deutschen Vor­ige als gänrlich ««genügend, so daß der ganze Er- der Reise der Kommission nach Berlin dadurch in M gestellt sei. DasJournal" oezeichner die oeuft « Borschläge als undiskutabel. Nach demEcho de W" sind diese Vorschläge derartige, daß die gegen,

wärtige deutsche Regierung die augenblickliche Situation gänzlich verkenne. DerTemps" meint, der deutsche Vorschlag sei nichts anderes als eine Auffordermlg an die Entschädigungskommission, sich mit den internatio- nalen Sachverständigen in Verbindung zu setzen, um zu sehen, wie Deutschland jetzt noch zu helfen sei. Die Kom- miffion werde die eingereichten Vorschläge prüfen. (Und doch weiß man schon, daß sie gänzlich ungenügend seien?) Die Abreise der Kommission fei vorläufig auf Donnerstag festgesetzt worden. Recht auffallend ist, daß die französische Presse einen sehr scharsen Gegensatz zwi­schen dem Reichskanzler und Dr. Hermes behauptet, und überhaupt dem gegenwärtigenScheinkabinett" jede Kompetenz und Verhandluugsfühigkeit abspricht, da feine politische Stellung so schwach sei, daß es unmög­lich die amtierten befriedigen könnte. Nach dem Echo de Paris" sei es zu bedauern, daß der Standpunkt von Dr. Hermes nicht durchgedrungen sei. Jetzt falle die Verantwortung für die kommenden schweren Er­eignisse auf Dr. Wirth und sein Kabinett, der die Ver­antwortung nicht mehr auf die Entschädigungskommis­sion abschieben könne. Von den gegenwärtig in Deutsch­land herrschenden Politikern sei eben nichts mehr zu erwarten. Die deutsche Industrie habe einen völlig anögearbeiteten Entschndigungsplan, zeige aber keinen Wunsch, jetzt noch die Aufgabe des Kabinetts Wirth zu erleichtern. DerMatin" meint, daß Dr. Hermes sich einstlich bemüht habe, den Boden für gemeinsame Ber- ftändigung zu finden, Dr. Wirth aber habe von Anfang an ein unzuverlässiges Spiel getrieben. Einzelne Per­sonen behaupteten sogar, daß man jetzt nicht vor einem Nichts stände, wenn Hermes Reichskanzler gewesen wäre. Die Folgen des Scheiterns der Berliner Ver­handlungen würden sich in Deutschland schon in den nächsten Wochen bemerkbar machen.

ßelälfdjte diplomatifdje Urliunden.

Die französische Liga für Menschenrechte veröffent­licht folgende Kundgebung: In der Einleitung zu den vvn Appuhn und Rennltvin herausgegebenen ver­gleichenden Geschichtstabellen Wilhelms 11. befindet sich auf Seite 95 der Text eines Telegramms des franzö­sischen Botschafters in Rußland Paleologue an den französischen Außenminister. Dieses Telegramm, auf gegeben in Petersburg am «0. Juli 1914, 9,15 Wir abends, eingegangen in Paris am selben Tage 11,25 Uhr abends, ist unter Nr. 102 in dem französischen Gelb­buch wiedergegebeu. In dem Gelbbuch ist jedoch ein außerordentlich wichtiger Satz ausgelassen und 2. das Telegramm selbst an falscher Stelle aufgeführt; denn während es in Paris um 11,25 Uhr abends eingetroffe» ist, steht es im Gelvbnch als zwetier Eingang des Tages verzeichnet, als wenn es in den ersten Stunde» vor­mittags eingetroffe» wäre. Die Liga für Menschen- rechte samt diese Fälschungen diplomatischer Urkunde» nicht zulasse». Wir wissen, daß das deutsche Weißbuch, das österreichische Rotbuch und das russische Orange- buch, um nur diese zu nennen, eine Unmenge verstüm­melter oder gefälschter Dokumente enthalten. Aber als Patrioten verlangen wir, daß sich Frankreich derartige Methoden verbietet und unter allen Umständen bei der Wahrheit bleibt. Wir erneuern dem Parlament gegen- üü-w die brinaende Bitte, daß man endlich eine voll­

ständige und authentische Herausgabe der auf die Kriegsursachen bezüglichen Dokumente veröffentliche.

Da wir nach so betrüblichen Erfahrungen kein Ver­trauen zu den Arbeiten des Quai d'Orsay haben können, verlangen wir noch einmal, daß mit der Aufgabe, die Texte zu sammeln, genau wie es in Deutschland ge­macht wurde, eine Kommission von solchen Persönlich­keiten betraut wird, die durch wissenschaftliche Sach­lichkeit und Unabhängigkeit dazu qualifiziert sind.

Die Lücken des deutschen Weißbuches von 1914 wurden, wie allgemein bekannt ist, durch die rückhalt­lose Veröffentlichung aller Dokumente in der soge- nannten Kautsky-Sammlung bereits seit geraumer Zeit vollständig ausgefüllt.

Reue Spannung im Orient

Eine von dem Vertreter der Regierung von An- gora den alliierten Oöerkommissaren überreichte 5tote erklärt, daß die Kriegsschiffe aller Nationalitäten um Genehmigung einkommen müssen, die Meerengen z« durchfahren und daß sie die Flagge der neuen Regie­rung grüßen müssen. Eine andere Note fordert die In­betriebnahme der Eisenbahn durch den Staat.

Nach einer Reutermeldung aus Konstantin opel haben die alliierten Oberkommißare der Regierung von Angora mitgeteilt, daß sie die vollständige Aushebung der interalliierten Besetzung kategorisch ablehuen.

Reuter meldet aus Konstantinopel, der neue kema- lrstische Gouverneur von Konstantinopel, Rifaat Pascha, erklärte, die Türken würden das Mn-ama-Abkomme« nicht antreten. Der Verwaltungsrat des Wilafets Kon- stantinovel und die Vorsteher der Gendarmerie und der Polizei haben der Regierung Treue gelobt und be­schlossen, der Nationalversammlung in Augora zu ge­horchen. Die Richter würden die Gesetze der Nationale- versammlung durchführen. Rifaat Pascha hat be­schlossen, von sämtlichen Einwohnern SonnanHnopete die Entrichtung der kemalistischen Zollabgaben und sämtlicher Personal steuern zu fordern.

Der Konstantinopeler Sonderberichterstatter des Daily Erpreß" meldet, daß sich in Konsiantinopel ein bewaffneter ZiüLMNMirrst LwiMu ^VW?

Polizei und türkischen Demonüranten ereignete. Eine Anzahl Türken hätten durch das Feuer der britischen Polizei leichte Verletzungen erlitten. Vor der Sophien- Moschee und auch in anderen Teilen Konstantinopels hätten türkische Kundgekunge« stattgefunden. In der Nacht seien Banden in das europäische Viertel einge­drungen, die Fahnen und Bilder Mustapha Kemals trugen und gegen die Fremden demonstrierte«.Daily Telegraph" zufolge ist die Lage in Konstantinopel ernst.

Der Sultan gegen Angora.

Nach einer Meldung aus Konstantinopel hat ein Kronrat, der unter dem Vorsitz des Sultans stattfand, nachdem anfangs die Ansicht vorgeherrscht hatte, zu- rüitzutreten, beschlossen, die Entscheidung der National- versammlnng von Angara für null ««d nichtig z« er­klären. Eine dahin gehende Proklamation soll in aller Kürze veröffentlicht werden. Nach einer Reutermel- dung aus Konstantinopel hat das Kabinett Tewsik Pascha demissioniert. Die Regierung von Angora hat den Ge­neral Rubot Pascha, den Statthalter von Thrazien, mit der Verwaltung von Konstantinopel beauftragt.

Nach weiteren Konstantinopeler Meldungen, die über Beru in Paris eingegangen sind, soll der Sultan den Versuch gemacht haben, die Stadt zu verlasse«, woran er jedoch von der Beyüüeruug verhindert wor­den setufM.

Die Fi«a«äuot der Städte. Der Fehlbetrag des Ber- lAer städtischen Haushalts für das erste Lürrtichaftshalb- t^r beträfit 2547 Millionen Start. Die Deckima fet der Stadt aus eigener Kraft Bei der jetzigen Stenervertei- ^^Bo«^de?BiMt«g eines selbständigen Landes Ober- schlesie« wird nach dem Ergebnis der Abstmnmrng av-

Ausschutz des Reichstages ist auf

Freitag cinberufen warben.

Mehnung des Schiedsspruches im Bergda«

Eine vom Alten Bergarbeiterverbande mit den an­deren freien Gewerkschaften in Bochum abgehaltene Reichslohnkonferenz hat den Schiedsspruch vorläufige Abschlüsse tu der Lohn frage abgelehnt. Die Bergarbeite r fordern die volle Abgleichung der Teuerung durch wei­tere Erhöhung der Oktoberlöhne sowie eine entsprecheuae Erhöhung für November. Die Einführung einer kolle:- tiven Prodnktionsfvrderung wird abgelehnt, weil em derartiges Problem erst besprochen werden müsse, wenn die Umgestaltung der Wirtschaft in der von der Arbeft nehmer-Organisation oft bar gelegten gemein wirtschaft lieben Richtung, energisch in Angriff genommen fet Die Konferenz verlangt die Erledigung der Lohnfragen bis zum 12. November. Der Gewertverein christlicher Berg­arbeiter, die Hirsch-Dnltkerschen Organisationen und die polnische Berufsvereinigung haben in einer Konferenz ebenfalls eine Ablehnung der Vorschläge beschlosserr. An das Reichsarbeitsulittisterunn und die Arbeitgeberorga- nisationen haben die Verbände sofort das dringende Er-- suchen um neue Verhandlungen gerichtet.

Die Sejm-Wahlen.

h ®ie Wahlen zum polnischen Sejm sind nach einet MeldungAms Warschau unter starker Anteilnahme de r Bevölkerung vor sich gegangen. Etwa 80 bis 90 Pro­zent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme abae ueüen. _ Amtliche Nachrichten liegen bisher noch nidn