Schlüchterner Zeitung
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Kreisblatt I
Erscheint 3mal wöchentl. Drahtanschr.: KreiSblatt Schlüchtern. »ruck u. «erlag Ja. L. Hohmeister, Schlüchtern. Berantwortl. SchriftleÜ. H.-4. Hohmeister, Schlüchtern. GeschiftSstelle »rei- chrüderstr. S. — Im Falle höherer Bewalt, BekiebSftöranp H. iB.-'msperre erlischt jede Verpflichtung auf Gchadenersatz.
Amtliches Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern
Rr. 131
Sammlung entschied sich mit großer Mehrheit füi P^rfassungsentwurf vorgesehene Einsetzung
Stichwahl statt
,' Die hannoversche verfassunggebende Kirchenver- " " für die im
vmn Tage.
Mrsassungsenlwurs vorgewvene ^nnieyung eines Ländesbischofs für die hannoversche Landeskirche, r In Dresden wurde eine sächsische Flughäfenbe- triebsgesellschaft m. b. H. gegründet.
Dessentliche Karnesalsbeluftmungen sind auch in diesem Jahre für den gesamten Bereich des Freistaates Preußen verboten worden.
Die französische Regierung soll nach einer Meldung aus Danzig an Polen die Anfrage gestellt haben, ob und welche polnischen Beamten bereit seien, im Ruhrgebiet, namentlich in Essen, in französische Dienste zu treten.
Das über die „Rote Fahne" aus die Dauer von vierzehn Tagen verhängte Verbot ist auf vier Tage verkürzt worden.
Rußland richtete an Rumänien eine energische Note, in der verlangt wird, daß über die bessarabische Frage Verhandlungen eröffnet werden. .
s In Moskau hat der Vertreter der englischen Regie- rMg im Namen Englands, Frankreichs und Italiens eine schriftliche Einladung zur Teilnahme Sowjerruß- lands an den Verhandlungen der Lausanner Konferenz über die Frage der Meerengen, übergeben.
Lenin erklärte dem Vertreter des „Observer" gegen- über, daß die Sowjekregrerung freundschaftliche Beziehungen sowohl mit England als auch mit Frankreich für möglich erachte und danach'strebe. . _ .
Bei der Gemeinderatstvabl tm Pariser Stadtviertel, der Santee hat der kommunistische Kandidat Marin 868: von 1921 abgegebenen Stimmen erhalten. Es findet
. Schuld und Sühne.
Vor einer Berliner Strafkumuler stand vor kurzem eine schlichte, abgehärmte Frau. Sie war des Mordes und des Mordversuchs angeklagt und zwar an ihren beiden eigenen Kindern. Das klingt furchtbar. Außerdem atte sie sich selbst noch zu töten versucht. Nach engtt- chen Gesbtzen würde sie also auch deshalb noch belangt den sein. - ,
Em <stua fürchterlichen Muttereleuds entrollte Die bensgeschichte dieser Frau vor Gericht. Die Not des eges und der Nachkriegszeit hatte ihren Mädchen- raum von Eheglück zerstört. Der Mann war schwer ervenkrank und starb im Irrenhaus. Die Frau mußte r ihre beiden Kinder selber sorgen. Sie darbte und chuftete, sie arbeitete während des Krieges mit Nacht- chichten für 450 Mark den Monat, aber sie sümpfte lav- Sie nahm später sogar noch ihre alte kranke Mutter . sich. Da packte auch ste ein schweres Leiden. Kaum onnte sie sich noch schleppen. Und eines Nachts, als die erzweiflung ihren Sinn völlig umnachtet hatte, drehte e in der Schlafkammer den Gashahn auf. Das eme ind starb, das andere und die Mutter wurden gerettet. Die Anklage lawere auf Mord uud Mordversuch, stützte so lauten. Die Geschworenen aber sprachen die iom Schicksal Zertretene von der schweren Anklage trotz l-res Eides frei, denn eine Unterfrage, die auf Tötung, alle ihnen noch einen Ausweg gelassen. Hier aller- ings mußten sie ihr Schuld m ivredKn. ^ie Richter eugten den strengen Buchstaben durst- menub^che Btt.de. te verurteilten die Kämpferin - Marco rerm zu tecno onaten Gefängnis. Modernes Rechtsempfinden hm ßör eine Bewährungsfrist von drei Jahren gegeben.
* Diese Gerichtstragödie hat atto für diesmal einen hersöhnlichen Abschluß gefunden. Wer aber,macht die tausend Aengste der des Mordes Angektagten m hundert Nachten wieder gut? Das Schwert des ehrlosen Nach- Nchtertodes schwebte monatelang über ihrem Haupte.
Wer den Mordparaaraphen unseres reformbedurm- sen Strafgesetzbuches liest, muß den Kops schütteln. Da ibt es nur ein Entweder — Oder. Ein Kom ab mer reispruch. Einen Mittelweg, den psychotogisches Vcr- änduis bahnt, gibt es nicht. Mildernde Umstände kennt er Mordparagraph nicht, obwohl auch em Btord durch klärliche, wenn auch nicht verzeihliche Beweggründe schehen kann, ohne daß der Tatbestand des Affekte^ n zur Tötung macht. Andere Hochzivilinerte Lander nnen auch bei Mord die Vergünstigung der mudern- Als der junge Goethe seur ^estuhenner -ccdnll duich- bte, kam ihm plötzlich ein furchtbarer Gedanke. Liev^- ück endete schon oft in lwchnvcpeiulicher Ve^ uf Ktndesmord stand damals der <oh mit theatralischer egleitung. Man lese nur das ermeifende, unreife M- cht von Schiller „Die SinbeWroertn". Und der junge ourift und Liebhaber Goethe überlegte sich die nwgli- n Folgen des Sesenheimer Liebesglücks. Da».blonde upt der Friederike auf dem Richtblock sehen dieser Geste schmr brächte ihn fast nun Watmuun. In seiner öpferiict>en Phantasie wurde aus Dichtung Wahrheit; d er schrieb und sprach gegen die harte Strafe des indesmords. Diese Frage beschäftigte ihn miamlwrllch s ins höchste Alter hinein. Das Admt von seienhelm t seinen wild konstruierten Gedanken gab ihm das retchenmotiv. Unser Strafge-etzbuch kennt wenigstes dem sogenannten Kindesmordparagraphen mensch- Le Milderung. Goethe wäre zu seiner Zeit ein schlecht Richter gewesen. Er hatte es ja auch nur bis zu ei- ÄÄäÄ --. ^t ™<t <« »i». eft. Ein Farmer füllte da einen Rieseriüaum. Ttr um fiel ungeschickt, oder vielmehr der ,v^ war geschickt. Der zentnerschwere Koloß lag fclnver über Brust des Unglücklichen. Der Farmer rikbeUi - kannte er nicht. Seine Frau stürzte,berbel. Ein
Donnerstag, 2. November 1922
Dritter war nicht in der Rübe. Stern wrenicy narre om Verunglückten von seiner erdrückenden Last befreien können. Und sollte die Frau zur nächsten Farm reiten? Zehn Stunden im Galopp? Da wäre der Mann unter surchtbaren Qualen längst verröchelt. Er bat sie flehentlich. feinern Leiden rasch ein Ende zu machen. Sie ergriff eine Art und erschlug ihn. Die Jury ivrach ue frei, obwohl das amerikanische Strafgesetzbuch Mord ersten und zweiten Grades keimt. Die Volksrichter waren nicht durch ein Entweder — Oder gebunden, das seinen Ausweg durch eine zweifelhafte Unterfrage, wenn sie überhaupt gestellt werden kann, suchen muß. C. M.
Der Aufstand in JiaLien.
Mussolini Herr von Rom.
Die Sehnsucht der Faszisten, die Hauptstadt in ihre ermatt zu bekommen, ist ohne Schwertstreich erfüllt worden. Das Sabines de Facta ist durch Ntussolims ;>orüerungeu hinweggefegt worden, auch Salaudra hat verzichtet. Nun wird die neue Regiernug hauptsächlich faszistisch sein. Der König von Italien hat sich dem Diktator von Italien löblich un-erworsen.
Die Faszistenbewegung ist in den letztem Monacen geradezu lawineuhast enge machten. Sie ist kein künstliches Gebilde von heute auf morgen, sondern sie ist ein Produkt des Krieges und der Nachkriegszeit. Sie ist autochtbon. Nicht nur eine betontere Schicht der Bevölkerung umfaßt sie, sondern fast alle, von den höchiten imb höheren bis zu den tiefsten. ...»
Anstoß zu dieser Bewegung gaben mancherlei Momente. Vor allem ist da das extrem Nationale Hervor- zubeben. Der Nationalismus, der in den besiegten. Ländern in weiten Kreisen zu einer großen Nebensächlichkeit geworden ist, hat sich ia gerade in den Siegerländern, öie_so viel von Demokratie uns Meltbürgerlichreit iprm chen, zu einer Höhe emporgefchwungen. wie man sie nur in den deutschen Freiheitskriegen kennen gelernt hatte. Namentlich in Jialien hat er einen fruchtbaren Boden gefunden. Man denke nur an die ernst-abeuteuerlichen Lüge d'Annunzios und an die lauten Forderungen nach einem größeren Italien. Aber das faszistische Programm ist- fein rein politisches, es ist auch ein wirifchaflliches. Äus wirtschaftlichen Gründen wurde Fiume von den -Faszisten gefordert und ferner die BeichfiMtzN öeTM^M dalmatinischen Gebteten ansässigen Italiener.. Das ms- zistische Programm ist ein Kriegs- und Frie^nspro- gramm zugleich. Krieg dem inneren Feinde und An- 'näherung an die früheren feindlichen Staaten Oesterreich, Deutschland, Bulgarien, Ungarn und die Türkei. Aber so verlockend für die Welt dieses Friedensprogramm ist, so enthält es doch zugleich wieder Krieg in sich. Man tenfe an die brutale Behandlung Bozens durch die Faszisten. Das faszistische Programm widerspricht M in manchen Punkten. Eine einschneidende mnerpolltuche Tat aber hat der Faszismus vollbracht. Er hat den So- ziakismus, der sich nach dem Kriege auf Irrwegen tn Italien in oft schädigender Weise ausbreitete, nicht nur in seine Schranken zurückgewiesen, sondern ihn vollkommen akttonsunsähig gemacht. Der italienische Sozialiv- mus wuchs sich in Syndfkalrsmtts^und Kommunismus aus, und der Terror tibte eine Zeitlang namentlich in OberitaUen, eine Herrschaft j. aus, die auf Moskau hin« wies. Man erinnere sich nur an die Besetzung der Fabriken im Jahre 1920. Der ganze Verkehr, Handel und Wandel in Italien schienen erschüttert zu werden. Und da waren es die Faszisten, eine damals noch ganz unbekannte Gruppe, die tatkräftig, teils als techmiche Nothilfe, teils als ordnungsschafsende FreisLärle^ emgrn- sen. An ihrer Spitze steht Müssolmi, einst selbst. Sozial- demokrat, der Besitzer des „Popolo d' Jtatta" ut Mailand. Seine Macht wuchs seit der Niederwerfung der Sozialisten geradezu ins Allmächtige. Er war es, der Nitti stürzte und der nun auch te Facta aus dem Sattel gehoben hat. Er ist fetzt der ivirklicke Diktator nicht nur Norditaliens, dessen Städte feine Truppen in voriger Woche im Siegesschritt besetzt hatten, sondern auch Roms, das er prophetisch erst vor kurzem noch als Stil der Faszisten in seiner Zeitung zeigte, indem er an ihrem Kopf eine Vignette anbrachte, die den Petersdom darfiente, auf dessen Kuppel das Kreuz entfernt und baute das Faizi- stenzeichen befestigt war. Jetzt nun hat er Rom. alm ganz Italien, in seiner Gewalt. Mussolini wird trotz aller parlamentarischen Maske unumiWufter Diktator sein, und seine SLivarzhemden werden Rom den Willen ihres Führers biftteren. E. M.
Mussolini beim König.
w Nach einer Meldung aus Rom ist Mnssolini dort angenommen. Er begab sich in den Quirinal, wo er vom König empfangen wurde. Beim Verlassen des Königlichen Schlosses rief er der Menge zu: „Wir werden in einer Stunde nicht nur ein Ministerium, sondern eine Regierung haben. Es lebe Italien, es lebe der
König!" _ .
Mussolinis Kriegs- und Marmemmffter.
Agencia Stefaui meldet: General Dia; und Admiral Tbaon de Revel haben >ich bereit erklärt, in las neue Kabinett als Kriegs- bezw. Marineminister emzutretcn.
Begeisterter Empfang M«rssolinis.
Agencia Stefaui meldet: Milssotint wurde bei feiner Ankuuft auf dem Bahnhof in Rom von einer großen Menschenmenge, darunter zahlreiche Faszisten, mit großer Begeisterung empfangen. Die Stadt hat geflaggt. Im ganzen Lande herrscht Ruhe.
Rüdtiriil des Kabinetts berchenjM.
Wie aus Münclien gemeldet wird, ist der Rücktritt des Kabinetts Lerchenfeld nunmehr eine vollendete Tatsache. Der Landtag wird alsbald zusammeuherufeu werden, um den neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Als aussichtsreichster Kaudidat gilt nach wie vor der bishe-
74. Jahrgang
Der Rücktrirt Lerchenseids, der aus der innerpolill- schen Entwi-cklung in Bauern heraus zu erklären ist, wird sicherlich auch außerhalb des Landes ein gewisses Bedauern auslösen, da sich seine ausgleichende Art wiederholt, befonders bei den verschiedeneil Streitfragen zwischen Bayern und dem Reich für beide Teile vorteilhaft bewährt bat. In aller Erinnerung ist noch, wie sich feine versöhnende und ausgleichende Art zuletzt bei der äußerst zugespitzten Lage über die Anwendung des republikanischen Schutzgefetzes in Bayern zur Ueberbrük- Tung und Beilegung der schweren Differenzen geltend gemacht hat. Dem Einfluß des Grafen Lerchenfeld und seinem Versöhnungswillen ist es auptsächlich zu danken gewesen, daß noch schwerere Verwickelungen in den Beziehungen zwischen Bayern und dem Reich vermieden worden sind, nicht zuletzt zum Segen unseres schwer geprüften Volkes. In Paris Oeme man damals schon eine gewisse Hoffnung, dem Ziele aller französischen Politik nach dem unheilvollen Zusammenbruch, das auf die Zerstückelung unseres Vaterlandes und die dauernde Herab- drückung unseres Volkes zur Machtlosigkeit hinausläust, nahegekommen zu seim Damals ist es Graf Lerchenfeld gewesen, der manuhast dafür eintrat, daß Bayern seine nach der volillschm Erstellung des bayerischen Volkes wohl verständlichen Interessen dem Reichsgedanken unterordnete und so rede gefährliche Lockerung der Beziehungen zwischen dem Reich und Bayern vermied. Es ist ein unglücklicher Zustand, daß politisch divergierende Regierungen in Bayern und im Reich bestehen. Dieser Zustand schließt immer in grundsätzlichen Fragen eine diametrale Richtung em, die noch durch den parti- kularistischen Gedanken gefördert wird. Graf Lerchenfeld war der Nachfolger von Kahrs, der semcrzest auch aus innerpolitischen Gründen «ob seinem Mien zurückgetreten ist.
inarRHaDiltrierung und iüefjnirOelL
Die Stellung der Sozialdemokratie.
>»Der Vorstand der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion hat eine neue Sitzung abgehalten. Er nahm den Bericht der Unterhändler über die Verhandlungen mit der Reühsregieruna megW ter LztskSemoLratischen Forderungen znr Markstabilisierung entgegen. Das Verhalten der Unterhändler wurde eiumüttg gebilligt. Es wurde beschloffen, die Reichstagsfraktion auf Dienstag vormittag einzuberufen. In fachlicher Beziehung bestand volle Einmütigkeit darüber, daß die gemachten Vorschläge zur Besserung der Wirtschaftspoliiik von der Partei unbedingt anfrecht erhalte« werden müßten. Auch bestand vollkommene Einigkeit darüber, daß die Sozial- demokratte eine Antastung des Achtstundentages anf keinen Fall znlasien werde. Die auch von der Sozial- demokratte als dringend notwendig erkannte Prodnk- tionsförderung darf nicht auf Kosten der Arbellerschaft durchgeführt werden. Die wirkiamste Voraussetzung für die Produktionssteigerung sei die Stab .-uerung der Mark. Eine Regierung, die sich trotz der dringenden Vorstellungen der Sozialdemokralle nicht zu positiven Maßnahmen zur Stabilisierung der Mark bereitfinde, dafür aber den Achtstundentag beseitigen wolle, könne keine Unterstützung durch die Sozialdeuwkratitche Partei, sondern nur eine entschiedene Bekämpfung erfahren. Der FraktionSvorstand beschästigre sich ferner mit dem Rücktritt Lerchenfelds sowie mit der dadurch geschaffenen Zuspitzung der gesamten politistben Lage im Reiche. Zwecks Stellungnahme zu den driugeudeu schwebenden Steuers ragen ist die Eiuberusung einer Konferenz mit den Vertretern der Fraktionen der einzelnen Länder für den 22. November in Aussicht genommen.
Um das Hnltschiner Ländchen.
Der Verband der overschleftzchen Presse hielt in Ra- tibor in Verbindung mit emer Veranstaltung des Reichs- verbmlöes heimattreuer Huüschiner eine außerordentliche Tagung ab, die sich zu einer großen Kundgebung gegen die Vergewaltigung des Hultschiner Ländchens gestaltete. Zu der Veranstaltung hatte der Presieverband die führenden kulturellen Verbände, die Vereine Ober- iMlesiens, die Reichs-, Staats- und städtischen Behörden ein geladen, welche fast ausnahmslos durch ihre höchsten Eteamten vertreten waren. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt. Der Verband der ober- schEtschen Presto hält es für die Ehrenpflicht eines je- den Deutschen, die aus die auf den wtrffchaftlichen, kultu- vüüV und sozialen Wiederaufbau Oberschleiieus gerim tetenHilfsbunoarbeiten nachdrücklich zu unterstützen und Säuernd, zu fördern.
VorbereitttAg der Berliner Verhandlunge..
- Nachdem die Borberatungen der Verschiedenen Reichsresiorts zur Vorbereitung der Verhandlungen mit der Reparationskonuntssion zu einem aewumr Abichiui gekormnen waren, fand eine neuerliche Ausiprache d.. Reichsregierung mit deu seutschen Sachverständigen na n zu der auch Staatssekretär a. D. Bergmann, der tue her in ParkS weilte, nach Berlin gekommen war. An der Besprechung nahmen äußerem der D^ektor der Km- burg-Amerika-Littie, Geheimst Luno. Bankrer Melchio anS Hamburg, das Mitglied des ReichswirlsclMtsra - Hilferdina, der Wirischaffspotttiker Geheimrat Profellor Julius Wff, ferner der Professor der Handelshoch schule Dr. Borm teil. In der Erörterung wurde das ganze Reparativusproblem nach allen Seiten durchge- «prochen. Es wurde eine Einigung darüber erzielt, daß die der französischen Regierung geforderte Finanzkontrolle von Deutschland nicht angenommen werde« künue. Ueber Sie-Finauz- uitd Wtrtfchaftsreform sollen jedoch die Meinungen nach wie vor geteilt sein.