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Dornenwege.

Roman von C. Dresse!.

tNaibdnick wtBofett)

Ja, er hätte daraus schwören mögen, vor wenigen Äiu nuten noch ein sanftes verzeihendes Hinneigen in ihren schönen Augen gewahrt zu haben. Ohne das Dazwischen- treten ihrer fatalen argusäugigen Gesellschafterin, [hätte er sicher das absolvierende Ja von ihren süßen Lippen geküßt;

herrliche Perle in ihrer kostbaren Fassung wäre jetzt sem eigen.

chlüchterner Zeitung

»-.-«aspreis monatlich 16. Mark, Anzeigenpreis ; ® mtofpaltifl 3.00 Mk., Reklm>!<-» 7.50 Mk Rabatt auch 8 u Sämtliche Bezugs- und Anzeig npreise freibleibend. | 1 «oSfätdtonto: Frankfurt a. M. 11402 Bankkonto: z 'fttiw^ Bank Schlüchtern. Fernsprecher Nr. 85.

Amtliches Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern

Einerlei 00m La^L

| 1396 auswandernde Reichsdeutsche sind laut statisti- Ln Feststellungen im Juli gegen 2120 im gleichen onat des Jahres 1921 über Hamburg befördert f^Der Reichspräsident hat das EuenbahuerKrholungs- in Schmiedeberg besichtigt.

^'Die Kosten der Lebenshaliuna in Wien iiub vom 15. «ii bis 15. Audust um 121 Prozent gestiegen.

W bonfloner Ronfmm Wschellert.

Reuter meldet aus London: Die Konferenz der als Minister war «m %2 Uhr beendet. Von Unter­seite wird mitgeteilt. es sei ungewiß, ob die enz abgebrochen wird oder nicht. Das britische juett trat nachmittags zusammen. Wie der Bericht- von Havas dazu erfährt, scheint es nunmehk Uer zu sein, daß die Konferenz auseinander gehen werde, ohne eine« gemeinsamen Beschluß über das Mo- rium gefaßt zu haben. , , Eine weitere Meldung aus London besagt: Die Konferenz ist an der Reparationsfrage gescheitert. Die Boükoufereuz verhandelt jetzt über die Lage Oester­reichs.

Keine Entscheidung über das Memorandum.

Der Krtegslastenkommission wurde von der Reva- rationskommission folgende Note überreicht:

Entgegen der in Ihrem Schreiben vom 13. Juli d. ausgesprochenen Erwartung steht sich die Kommis- ston nicht in der Lage, Ihnen vor dem 15. August ihre Entscheidung auf Ihr Memorandum vom 12. Juli mit- znteilen. Sie wird Sie unverzüglich davon in Kennt­nis setzen «nd gleichzeitig Entscheidung über die Frage der Fälligkeit vom 15. August treffen, welche bis zu die- j ser Entscheidung in der Schwebe bleiben s> ll.

Paris, 14. August.

aez. Dubois. John Bradburv.

Die Gegensätze unüberbrückbar.

»»Aus Paris wird gemeldet: Die vorläufige Antwort W der Reparationskommission auf das deutsche Stun- dungsgesuch ist von der Kommission einstimmig gefaßt worden, d. h. auch der französische Delegierte Dubois hat ihr zugcstirr'.mt. Poincaree hat also n L Ostens vor­übergehend auf einen Widerstand in der Stunoungs- frage verzichtet. Er beharrte aber in London nach den 1 hier vorliegenden Nachrichten auf seinem Standpunkt: I Kein Moratorium ohne Garantie« in dieser Frage und Verwaltung der staatlichen Bergwerke und Forsten. Die Führer der fünf Delegationen haben am Montag in der Downinna Street von 11 Uhr vormittags lns 1.43 Uhr nachmittags ihre Besprechungen fortgesetzt. Als einzige neue Schattierung erklären die französischen Blätter, daß das Problem sich ganz besonders dornig erwiesen habe «nd daß alle Ausführungen nur die Be­stätigung der unversöhnlichen Gegensätze zwischen Lon­don und Paris offenbart haben. Die Alliierten haben also in London einen gemeinsamen Beschluß Wer das Stundungsgesuch bis zur Stunde noch nicht gefaßt, und es ist auch nicht der Abbruch der Konferenz erklärt worden Die Vormittagsbesprechung ist allerdings ge­schlossen worden, ohne daß eine neue Zusammennkunft anberaumt worden wäre. Man hofft noch immer einen Ausweg zu finden, der einen Bruch vermeidet.

Frankreich geht eigeue Wege.

»»Aus London wird gemeldet: Montag nachmittag ym 5 Uhr hat die letzte Sitzung der Konferenz ftattgö- «»Ltm. Es wurde nur «ock über die Oesterreich zu be-

Nun konnte er von neuem mit Zeit und Mühen aus eine Sunstige Gelegenheit der Aussprache lauem, wenn er sie über- MWt wieder fand, da dies seltsame Fräulein Hagen ihm so geflissentlich jede Annäherung an Marion erschwerte. Viele Tage hatte er so wie so nicht mehr zu vergeuden. Die gute «tadt verdachte ihrem Oberbürgermeister bereits die lange Erholungsreise und das um so mehr, als in nicht zu ferner Zeck bet Reichstag seine erneute Abwesenheit verlangte. Es M ihm aber daran, mit seinen Bürgern sowohl, als den Behörde« in gutem Einvernehmen zu stehen. Deshalb galt es die Sache mit Marion möglichst bald ins klare zu bringen.

Entscheidung auf die Berliner Zeit zu verschiebeil, erschien »hm wenig ratsam, ^m Strudel des Weltstadtlebens und dazu von ihren Amerikanerinnen absorbiert, mochte ihm Marion wieder entgleiten. Nein, es galt hier das Eisen zu ichmieden, so lange es, von günstigeren Einflüffen angefacht, noch glühte.

Einen Augenblick dachte er daran, seiner Werbung schrift­lichen ^Ausdruck zu geben, verrvarf den Gedanken jedoch schon >m nächsten. Vorwiegend Verstandesmensch hätte er wahr- tchelnlich nur ein nüchternes Machwerk zu stande gebracht, das Atarioil fleptisch beurteilt, denn daß sie längst nicht mehr im jener erste» schwärmerischen Mädchenliebe stand, war ^ völlig bewußt. Hingegen durste er feinem persönlichen , Zufluß, wie eben noch, eine gewiffe überzeugende Macht zu- ««en. E- war nicht anders, er mußte ein neues tete-ä-tete

Hr herbeizuführen suchen. Unb wieder ärgerte er sich AA- daß das greMßdp Frauenzimmer, diese boshafte Schatz-

it mehr im

Kreisblatt

Donnerstag, 17. August 1922

willigende« Kredite gesprochen. Poincaree ist darauf in sein Hotel Mrückgeketzrt «nd bat französischen Jour­nalisten gegenüber erklärt, daß die französische Abord­nung Dienstag vormittag um 11 Uhr abreisen werde. Mittwoch werde in Paris wahrscheinlich ein Minister­rat zusammentreten. Voraussichtlich werde auch die Kammer einberufen und beschlossen werden, die sranzö- stschen Vertreter aus dem Wiederherftettnngsau§schn?^ zurückzuziehen. Vorher werde mau in dem Autzschuk mit Unterstützung der belgischen Vertreter gegen das beantragte Stundungsgesuch stimmen, wodurch dieser Antrag abgelehut werden würde.

Poincaree über den Ansgang der Konferenz.

w Ministerpräsident Poincaree hat Montag nachmit­tag, nachdem sich eine Einigung mit England als un- m^^^^^^ erwiesen hatte, der Presse eine Rechtfertigung seines Standpunktes gegeben. Wie aus Paris gemel­det wird, betonte er, daß Dentschland eine Politik ver­folge, die es zur systematischen ZahlnngsuufäHigleit führe. Er habe den Vorschlag Lloyd Georges dem Völkerbund eine Entscheidung über die neuen von Deutschland zu verlangenden Garantien zu überlassen, nicht annehmen können, da es unmöglich sei, diesen strittigen Punkt einem Schiedsgericht zu überlassen, in das, wie das England verlangt habe, demnächst auch Deutschlaud acrfgenommen werden soll. In der deut­schen ReichSbauk lägen 1 Milliarde Goldmark. Man könne 150 Millionen von Deutschland bekommen, ohne dadurch die Entwertung der Mark weiterzutreiben. Auch mit einem ganz kurzen Moratorinm, so führte Poincaree aus, konnte ich mich nicht einverstanden er­klären. Weil England für diesen Vorschlag in Wirklich­keit keine Sicherheit geboten habe, haben wir uns in sehr freundlicher Weise getrennt. Man hat mir gesagt, daß das Ergebnis der Londoner Konferenz einem Bruch der Entente gletchkäme. Darauf habe ich erwidert, ich könne das nicht glauben und ich würde meinerseits al­les daran setzen, diesen zu verhindern und nichts tun, wodurch ich die Sittereffen meines Landes aufgeben würde. Der Bruch zwischen England und Frankreich wäre allerdings ein großes Unglück, aber die franzö­sische Oeffentlichkett könne sich mit fortwährenden neuen Konzessionen nicht einverstande« erklären. Ick habe es vorgezogen, in meiner Stellung zu verharren und nicht ein Protokoll zu unterzeichnen, das auf diesen Weg wMWM-^--M- -jmfi > .

Die Zahlung der fälligen Ansgleichsrate. n

w- Wie aus dem Haag gemeldet wuo, kam man in der Sitzung der Londoner Konferenz am Montag nachmit­tag zu dem Ergebnis, daß wettere Anleihen an dessen reich unmöglich seien. Frankreich war bei der endgirl- tigen Beschlußfassung über das von Deutschland gestellte Stundungsgesuch isoliert. Die SMnßsormel der Kon­ferenz läßt sich dahin zusaunnenfaffen, daß man über- eingekommen sei, daß man nicht einig werden könne. Die Sachverskändigen-Kommlssion hat festgestellt und die Vollkonferenz hat beschlossen, daß die Zahluna im Ausgleichsverfahren, die am 15. August fällig ist, in den nässten vier Wochen zu zahlen wäre und daß dann Ein­zelverträge mit Deutschland über das Ausgleichsver­fahren abgeschlossen werden sollen. Es verlautet, daß be­reits England und Italien solche Verhandlungen mit Deutschland begonnen hätten.

Reue Teuerungsverhandlungen.

Am letzten Sonnabend hatte sich eine aus Vertre­tern der Svitzenorganisationen zusammengesetzte Ab­ordnung zum Reichsfinanzmitnsterium begehen, um we- aen einet neuen y^it^TttnÄanfhmt nnrffpfftn i» merba»

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Unter solchen quälenden und grölleiiben Gedanken durch­querte er die gewitterschwülen Straßen. Unweit seines Hotels kam ihm schon die Schmidt mit dem Knaben entgegen. Der Kleine, welcher noch immer in einem leicht transportablen Wagen gefahren wurde, da dieser ihm zugleich nach kurzer: Gehversuchen eine bequeme Sitzgelegenhest bot, lag ausfällig blaß und schlaff in den Kiffen des Fahrstuhls.

Westerot sah ihn prüfend an. »Was hast Du geht's Dir nicht gut, Eberhard?*

Das Kind verneinte matt. »Ich hab' jo lange auf Taute Geheimrat gewartet weshalb kam sie denn nicht? Nun tut mir der Kopf so web,* klagte es weinerlich.

»Ach, das ist man das Gewitter,* meinte die Schmidt. Ich spür's auch immer in allen Gliedern. Man kann ja kaum vorwärts, die Luft ist wie heißes Blei.*

»Trotzdem eilen Sie ein bißchen, es bricht gleich los,* trieb er sie ungeduldig an und schob dann selber den Wagen schleunig dem Hause zu. Plötzlich beugte er sich über den Knaben. »Sehntest Du Dich so nach Marion, mein Junge?* fragte er leise und seltsam weich.

»Ach, so sehr. Könnte sie doch immer bei mir fein, Papa.*

»Das möchte ich auch, Jungchen, nun, viekleicht.*

Als sie das Hotel erreichten, zuckte ein greller Blitz durch die Lust, dem ein krachender Donnerschlag folgte. Trotzdem stand das Gewitter noch nicht über der Stadt, und eS folgte einstweilen auch keine weitere Entladung.

Komisch!* meinte Frau Schmidt. »Selb t so'n Gewitter ist anders hier zu Lande. Nicht maln Tropfen Regen, und man ist wie ausgedörrt. Wir sollten heimrei en, Herr Ober­bürgermeister. Bisher hat Eberhard sich ja schön erhall, aber diese Hitze bekommt ihm nicht.*

»Wollen's noch mal abwarten, Frau Schmidt. Es kühlt sich wohl wieder ab, denn dauernde Wärme wird doch erst in einigen Wochen kommen unb bann freilich für uns Nordländer unerträglich werden.*

Dennoch pleite er selber plötzlich eine schwindelnde Benom­menheit. Er taumelte förmlich in fern Zimmer und fiel hier schwer atmend auf ein Sofa. Dann wieder jagte ihn eine fiebernde Unrast auf. Er beorderte eisgekühlten Sekt, stürzte ein paar Gläser hinunter, ohne daß ihm freier zu Mute wurde.

»DaS ist ja zum Tollwerden,* sprach er laut vor sich hin. Was ist das mit mir. So verliebt war ich im amuen

Erscheint 3mal wöchentl. Drahtanschr.: KreiSblatt Schlüchtern. 3 Brnd u. Verlag Fa. T. Hohmeister, Schlüchtern. Berantwortl | Fchriftleit. H.-L. Hohmeister, Schlüchtern. Geschäftsstelle Brei- . iörüderstr. S. -Jm Falle höherer Gewalt, BetriebSstörun, »d | Ctrwtfbetw erlischt jede Berpflichtung auf Echadtaersatz. |

74. Jahrgang

Da Minister Dr. Hermes erkrankt ist, wurde die Ab­ordnung vom Ministerialrat Dr. Kühnemann und Mi- nisterialrat v. Schlieben empfangen, die die Wünsche der Organisationen entgegennahmen und den Berkre- teru erklärten, baß die schleunige Einleitung von Teuerungsverhauölungeu auch den Absichten des Reichsfinanzministeriums entspreche und daß die Her­ren eigens zu diesem Zweck ihren Urlaub abgebrochen hätten. Von Vertretern des Ministeriums wurde fer­ner der Wunsch ausgesprochen, sowohl den Regierun­gen der Länder wie auch den Svitzenorganisationen mit Rücksicht auf die sich häufenden Teuerungsaktionen vor- zuschlagen, den großen Avvarat, der mit diesen Ver­handlungen verbunden war, zu vereinfachen, nicht zu­letzt auch der Kostenersparnis halber. Nach Einholung der entsprechenden Vollmachten von Minister Dr. Her­mes sollen die Verhandlungen am Donnerstag vormit­tag beginnen. Die Verbände werden am Mittwoch! noch einmal zu Beratungen untereinander zusamraen- treten.

Lord Norchcliffe t

Wie aus London gemeldet wird, ist Lord NorthAiffe gestorben. Er war ein etDUitmr Deutschenfeind und einer unserer grimmigsten und skrupellosesten Gegner. Als Sohn eines, wie behauptet wird, aus Deutschland in Irland eingewanderten Rechtsanwalis hatte Alfred Harmsworth, wie er ursprünglich hieß, nach kurzer Tä­tigkeit als Redakteur, sich am den Verlag von Skandal­blättern verlegt, die durch ihre sensationelle Aufmachung und durch die Untertneiung aller Preise der Konkur­renz einen erstaunliches Erfolg hatten. Er gewann mit ihnen ein ungeheures Vermögen, das ihn instand setzte, bald auch große und angesehene Zeitungen wie schließ­lich sogar dieTimes" in seinen Besitz zu bringen und moralisch herunterzuwirtschanen. Sehr früh Mte er die grundsätzliche Beschimpfung Deutschlands als beson­ders ergiebige Goldader entdeckt und die entsprechende finanzielle Fühlung mit französischen Kapitalistenkrei- sen gewonnen. Diese Verbindung setzte ihn in die Lage, seinen Geschäftskreis auch über d'e Grenzen Englands

' ~ ' ^Nischen Blätter

auszudehnen. Er erwarb sie amerika:

Herald",Neuyork Tribune' lglJchzeitig in einer Pa­riser Ausgabe erscheinendr,Smc* undNeuyork Ti- Zrowoje

No

wurde, en Vernichtungskrieg____

dilstrie offen und unablässig gepreoigt. Im Weltkriege wurde er der Oberleiter der gesamten deutschfeindlichen Propagmrda der Euteuteländer und hat Milliarden auf den Zweck verwendet, Amerika in den Krieg gegen Deutschland zu ziehen. Die Lage, in der sich England seit Versailles gegenüber dem übermächtig gewordenen Frankreich befindet, ist wesentlich auf seinen verhäng­nisvollen Einfluß zurückzusuhren. Als er nach dem Friedensschlüsse seine Arbeit im Dienste Frankreichs fortfeßte, begann er auf Wlderjtaud bei Llvud George zu stoßen, den er seither mit denselben rücksichtslosen Mitteln bekämpste, die er bisher gegen Deutschland er­probt hatte. Auf einer Weltvrooaqandareise. die er ge­gen Deutschland unternommen hatte, Befiel .bn die un­heilvolle Nervenkrankheit, die nun seinem verderblichen Wirken ein Ende gemacht bar.

Unzufriedenheit in Bayern.

In der Besprechung des bayerischen Ministerrats, die mit den Führern der KoaltttonsvarteiLL staUaeiun-

Leben nicht. Diese Tropenlust scheint selbst die Gefühle bis ins maßlose zu steigern. Es ist nicht au^uhalten. Ich muß mich irgendwie auf andere Gedanken bringen. Bewegung haben. Das Stillschen in diesem Nest ertrage ich heute nicht. Er steifte einige Banknoten in ferne Brieftasche tarn! Wa Rest des Champagners und begab sich ««baue zum B^hviws

Hier erreichte er zusällrg einen nach Dlonaco lausend» Fikg. Zerstreuung des Spiels, das war just was er braucht« einer gegenwärtigen Verfassung. Er kannte tzch selbst mehr, denn bis dahin hatte er aB besonnener Ber-

Die

nunftsmensch sich niemals b«artigen Nervenreizen hwgegedcn und die Spielsäle lediglich als unbeteiligter Z«sch«wr be­treten. Jetzt stürzte er sich wie ein Toller in die Aufreounaeu

lenitnn «n»

des SpieE. DaS hieß aber nur, den Teufel durch Beette- hub vertreiben. Völlig planlos zu Werke gehend, war er meistens im Verlust, der ihn aber nicht sonderlich küm­merte, da es sich um verhältnismäßig geringe Summen handelte. Ein paarmal vergaß er einen kleinen Gewinn ein- zuziehen, sodaß sich der Einsatz infolge fernerer glücklicher Chancen unversehens vervielfachte. Und nun packte ihn eint abergläubisches Gelüst. »Gold und Liebe, beides soll mir zufnUen," zuckte es ihm durch den erhitzten, fiebsende» Kopfi »Gewinne ich hier, erringe ich mir auch Marion.'

Mit den funkelnden Blicken eines Fanatikers folgte er dem rollende« Golde. Die'Topp eikronen tanzten eet feinen Zimmernden Augen in Scharen hin und her her unb hin. Wechselnd gewinnend, verlierend, nochmals verlierend, bann wieder und immer wieder verlierend, birst er, wie ein Be­sessener spielend, am Roulette aus, bis er eben nichts weiter zu verlieren hatte.

In dumpfer Betäubung wankte er hinaus. Die abgekühlto Lust es war inzwischen ein starkes Gewitter niebergegangen klärte ihm ein wenig das verwirrte Hirn. Aber nun locht* es in ihm:

»Scheußliche- Pech, um so größer muß mein Liebesglück sein. Was ich da drinnen phantasierte, ist ja Unsinn. Jetzt werd' ich's mir erst recht erobern.'

Fortsetzung folgt)