SchlSchterner Zeitung
s Kezngsvveis monatlich 16 Mark, Anzeigenpreis ? I mm onipaltiq 3 M Mk., Reklamen 7.50 Mr. i’mnt m 4 2 : ^tis. Sämtliche Bezugs und Anzeig npreise freibleibend, ß j Pastfcheckkonlv : Frankfurt a. M. 11462 ««ulk»-»«: | | 8reSd--.tr Ban? Gchlüchtern. Fernsprecher Nr. 65.
Amtliches Organ für Stadt and Kreis Schlüchtern
Nr 92
^(Beriet rrsm .^fW-
Der Preis für Zett»mgSdrnckpapler Out jetzt das 135» tW des Friedenspreises erreicht.
Die Llönischen Zeitnnqe» haben twm 1. August an Me Buzgs- und Anzeigenpreise um 33’ Prozent erhöht.
Freiherr von Leovreckymq ist zur Perdi^uuna seiner lübenslänglichen Strafe in dein Zuchlbüus Stranding emaetrossen. ,
Der neue Dampfer „baut ^n'uarrV Tür Die Ree- -erei Hugo Stinnes in Wilheln-ohanen erbaue ist in Hamburg eingetroffen. Der 10 OüO Tv.-Dampfer wird am 19. August seine erste Reise nach Brasilien und den «a Plata-Häfen antreten.
Bnrgschaufpieler Max Paulsen wurde als Nachfolger von Anton Wildgmls mit der Leitung des Steuer ^uratöeuters betraut.
KoMische Rachcichken.
Vor der joziattstisÄeu Einigung. Der sozialdemokratische Partmtaa für Grotz-Berlitt nahm eine Resolu- tüm an, in der die zustattdegekommene Arveitsgewein- schaft zwischen der S. P. D. und U. S. M begrüßt und die Hoffuuna ausgespkwchen wird, daß es bald gelingen nwqe, die einer organisatorischen Wiedervereinigung jioü) im Wege stehenden Hindernisse aus dem Wege zu räumen; dagegen wird jede Gemeinschaft mit den Kgm- munisten abgelehnt.
Die Bayerische VolkSpartei für Herabsegnttg der UmsKüsteuer. Die Bayerische Volkspartei fordert in einem Antrag von der Regierung, daß sie bei der AeiÄsreaisruua dahin vorstellig wird, daß die Um atz- wter bei den notwendigsteri LeSensmitteln und Ge- luWsgeqcnständen aufgehoben bezw. herabgewiydert Wird.
Wetznung der IramWHen Hole.
^»-Der »B. L. AD meldet: Wie wir erfahren, wird die Reichsregierung in ihrer Note an die französische Regierung darauf aufmerksam machen, daß außer Frankreich und Belgien die übrigen alliierten Regierungen nicht geantwortet hätten &r~ :mw ist die Antwort Englands eingegaugen.» Es handelt sich in der Frage der Ausgleichszahlungen nicht um eine An- Selegenheit, die Frankreich allein augehe. Aus diesem Grunde müsse die Reichsregierung folgerichtig den ul- iiMativen Ton der französischen Note ablehueu. Im übrigen wird die Reichsregierung andeuten, daß die Frage der Reparatwuszahinngen und die der Ausgleichszahlungen Midi! voneinander getrennt werden Knuten. Deutschland ständen die Einnahmequellen zur Verfügung, die auf der Steuerkraft der Bevölkerung aufgebaut seien Die Frage der Reparationen miD Die Damit in unmittelbarem Zusaunnenbange stehende deut- Äe Leistungsfähigkeit würde auf das schwerste beein- rachttgt tverdeu, wenn der Reichsregierung die Herab- eyung der Ausgleichszahlungen verrveigert werden sollte. Ueber beide Fragen, die vor allem doch wirtschaftlicher Natur seien, könne nur gemeinsam entschieden werden. Die Reichsregierung dürfte in ihrer Note also zu einer glatte» Ablehnung Der französischen Note gelangen, in dem der Nachweis geführt wird, daß Deutschland zur Zeit nicht in der Lage ist, den Iunuq- chungen nachzukommen, die, soweit die Ausgleuhszah- langen in Frage kommen, mit den ülsliieui! getrosten worden und. Sir wird tret ihrem leisten Lrurerror tnm-
Dornenwege.
84 Rontan von E. D r e s s e t.
(8Za<6bnij oerbofex.)
In dieser ruhigen Unbekü'.nmertheit, die sie sich in dem langjährigen Steifeleben erworben, weitergehend, blieb Marion, plößlich zusammenfahrend, stehen. Dicht vor ihre Füße war ein Buch, wie aus der Luft gefehlten, herabgefallen, und Mgleich hörte sie eine dünne Kinderstimme in deutschen Laute» sagen: „Bringen Sie es mir doch gleich wieder herauf, ja?*
Marion neigte sich unwillkürlich, diesen Segen von oben cmszuheben. Ein ziemlich dickes Bilderbuch war's, das sie hätte empfindlich verletzen können, denn um Haares Breite war es an ihrem Kopse vorbeigeglitten. Da indes nicht mal ihr buf« üget Spitzenhut Schaden genommen, sah sie die Sache von der huinöriflischen Seite an. Nach dem Spender lächelnd aus- schmrend, ei'bliifte sie auf waldiger Höhe ein Knabengesicht, das sie teils verlege«, teils lauernd anstarrte. Ein Gesicht, ss häßlich und in seinem Ausdrucke so unliebenswürdig, daß Marion jetzt das Buch auf fernen Fundort zurücklegte mit der kurze« Abweisung: «Hol'S Dir nur selber. Du bequemer jstiitge*
„Ich kann ja nicht allein aus dem Wagen 'raus," klang es nun weinerlich herunter. „Frau Schmidt ist eben wieder ins Hotel gegangen, weil sie was vergeffen hatte."
„Du kannst nicht gehen, armes Kind? Das ist freilich was anderes." i
„Mcht weit. Klettern schon gar nicht. 3äin wird jemand mein Buch fort nehmen.'
„Sei nur ruhig, ich bringe es Dir."
Als Marion aas Buch von neuem aufhob, schlug sich von ungefähr der Deckel zurück. Auf dem Tiletbtatl sah sie von ungeübter Kinderhand mehrmals den gleichen Vorrmmen hin- geschnnert, wenig leserlich, aber teilweise zu erraten. Und nun fragte Marion interessiert: „Heißt Du Eberhard?"
„Freilich. Eberhard Westerot."
Marions Hand, die das Buch hielt, sank schlaff herab.
„Geben Sie das Ungetüm her, ich trag's dem Kleinen hmcn> erbot sich Luise gefällig.
Aber Marwn hielt das Buch fest umspannt, watz;end sie
KreisblatL
Donnerstag, 3. August 1922 den, für die AusgleichszahlrMM« monatlich 10 Millionen Goldmark zr» Verfügung zu stellen.
Die deutsche Note abacsandt.
Die deutsche Note an Frankreich ist Montag abend telegraphisch nach Paris gesandt worden, wo sie im Laufe des Dienstags überreicht werden wird.
Die Antwort Englands.
Die in Berlin eingegangene, an den deutschen Botschafter in London gerichtete Antwort der englischen Re aiermrg auf die MutiaK Note vom 14. Juli 1922 wegen der Barzahlungen im AusgleichSversayren ist Datiert vW 26. Juli und lautet wie folgt: Ich beehre mich, den Empfang der Note Ew. Exzellenz vorn 14. Juli zu bestätigen, die sich auf die ZahUrngeir beztehr. zu Denen Deutschland gegenüber den alliierten Ausgleichsärmern unö :mch Abschnitt 4 des Teiles 10 des Vertrags von Versailles verpflichtet ist Die Regierung S. M. nimmt an, daß eine gleiche Note an die anderen beteiligten Regierungen gerichtet worden ist. Sie beabsichtigt, Die in Ihrer Note aufqetEfenen tragen balSgsi mu Den Mdereu beteiligten Mächte» zu erörtern, um zu gegebener Zeit in Gemeinschaft mit den anderen alliierten Mächten der deutschem stIgieruna Antwort erteilen zu können.
MstnnugsverschieSenheiten im Garantiekountee.
►»- Aus Paris wird gemeldet: Der Bericht des Ga- rantiekomttees über seine Eindrücke in Berlin ist immer noch nicht fertig. Er sollte der Reparationskormnisiron am Montag unterbreitet werden. Nach dem „Temps' wird er jedoch erst im Laufe der nächsten Woche zum Abschluß gebracht werden können. .. .
Nach einen weiteren Meldung konnte die äußern > schwierige Redigierung des Berichts über die Berlmer Tätigkeit Des Garantiekomitees wegen Der großen Mc »unftsyerschie-suheiten unter den Mitgliedern noch nicht abgeschlossen werden.
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Loudouer Konferenz voch am 7. August.
^ Aus London wird gemeldet: Es wird bekannt, daß Frankreich benachrichtigt worden ist, Satz es Dem englischen Premierminister angenehm wäre, mit Poinearee am 7. August in London zusamme.zukonimen, wo dann Die gegenwärtige Lage der Reparatioirsfrage gründlich
.wird Man batst onß dann auch sie italienische Krise vorüber fein wird ioSM der tmire- ■ niebe und Der belgische Vertreter zu den Verhandlnu» gen eingeladen werden können. ^ie Verhandlungen, w- den nicht, wie ursprünglich geplärrt war, Den Eya- rati r einer Vollkonferenr tragen. ,
Ein Teiluroratorium-/
** Loudo«. Nach einer Meldung aus Paris ist der Wiederherstellungsausschuß trotz der widersireberrden Haltung Frankreichs bereit, Deutschlarrd einen terlwei- ten Zahlungsaufschub gewähren.
Die deutsche Antwort an Poinearee.
** Berlin. (L. Äl.) Der Wortlaut der Deutfarm Ant- »vortuote an Poinearee wird betauurgegeberr.
Amerikanischer Vorschlag für EnLsch«dig»»gs»achlatz.
»^-Neupork. (F. Z.) Die „Evening Post" fordert Frartkreich auf, 80 Milliarden der deutschen Repara- transschuld nachzulasse«, woraus eine Streichung der französischen Schulden an Amerika eher diskutabel wäre. Der amerikanische Finanzmalrn Paul War bürg hielt in Washington eine Rede, in der er erklärte, Amerika müsse Europa helfen, andernfalls verliere Arnerika seine Prosperität.
HOMBrnr^aiW» 'rtsnM*isfl!>nH»®taMM^aaBSxa^r(w«M®!j<.-aaKM«a«!»MBM«n«KB
leise sagte: »Eberhard hieß mein emsiger Bruder. Und baun ! fragte sie zögernd hinauf: Bist Du mit Deinen Ebern ! hier?" — —
»Papa ist heute nicht da. Krieg' ich jetzt mein Buch?" „Ja, gleich. Kommen Sie, Luise, ich möchte mir den armen häßlichen Jungen mit dem lieben schönen Namen näher ansehen."
Sie gingen die Höbe hinan, deren von Palmen und blühenden Oleander umstandenes Ploteau gern von jenen besucht wurde, die weitere Touren scheulen. Hier waren Marmorbärcke im Halbrund ausgestellt, und man hatte eine wundervolle Ausschau über die Villenkolonie mit ihren blühe«, den Gürten hinweg auf die Meeresbucht, welche vom bunten Kranze zahlreicher Ortschaften, stilvoller Schloßgebäude oder auch pittoresker Ruinen umhegt, ein äußerst malerisches Bild gab, zu den, die in duftbläuer Ferne herüberschimmernde» Seealpen den prächtigen Rahmen bildeten.
Luise, die beim Steigen leicht den Atem verlor, nahm die Sitzgelegenheit wahr, und ivährend sie um so munterer die Blicke in die Runde schweifen ließ, hatte Marion sich zu dem Knaben gewandt, der nun sein Buch mit einem blöde» Lächeln zurückempfing.
In einer von Abneigung und Mitleid gemischten Empfindung betrachtete sie das unschöne, entschieden leidend aus- sehende Kind, das in feiner verblüffenden Ähnlichkeit mit Bellas reizloser Schmächtigkeit in keiner Weise an den stattlichen Vater erinnerte. Einzig die Augen glichen in Farbe und Schnitt denen Westerots, aber sie hatten einen stumpfen leere« Blick. Von jener geistblitzenden Scharssinnigkeit, die Mario» an Weslerot gekannt, war in diesen blöden Kinder- iugen nichts zu spüren. Es schien kaum faßlich, daß dies körperlich elende und auch geistig anscheinend nicht hoch- eunvickelte Jüngelchen ein Sohn des kraftvollen begabten Mannes sein solle.
„Wie heißt Du? Ich mag Dich," unterbrach jetzt der Kleine ihr betroffenes Sinne«.
„Marion!" murmelte sie abwesend.
„Frau Geheimrar Breitenbor«," korrigierte Luise nachdrücklich. Du kannst Dir was daraus einbitven, Kleiner, daß diese schöne und vornehme Dame sich für Dich bemühte "
»Mein Papa ist aweb sein und groß. Sie nennen cha
; Erscheint 3maiwöcheatl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlächtern. ; r Brüll «. Verlag Fa. L Hohmeistei, Schlächtern. Berantwortt. | rGchristleit. H.-L. Hohmeister, Schlächtern. GeschästZstelle Br-i» ; tdrüdrrflr. 9. — Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung H | |®troBijpettt erlischt jede Verpflichtung auf Gchadenersatz. I
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74. Jahrgang
Der ehemalige deut che Botschafter in Rom rrul peeutzische Gesandte in München, Graf Mosts, sandtt den ^Münchener Neuesten Nachrichten" eine Zuschrisi über das Verhältnis zwischen dem Reiche und Bayern, worin er sagt, Satz in Der Vergangenheit niemals Bayern gegenüber der Weg der Msivristerung beschrill ten worden ist Wer in Der Gefchichre der Beziehung« Berlins zu München emigermatzen bewmrderr fei, werde sicher empfehlen, zu den bewährten Leitsätze» Msmarcks Bayern gegenüber zurückzukehre». In diesen Leitsätzen fehlen Begriffe mit Majorisierung oder Gewalt gänzlich und an ihre Stelle tritt Geduld und Vertrauen.
Berrt«ser«»tz der Interalliierte» Kwrtrs«kvmmiflio«.
Wie Die „T. It* erfährt, ist Die Presiesachricht, wonach demnächst eine erhebliche Herabminderng der In» teraUtierren K ontrollkommission erfolgen wird, in dieser Form nicht richtig. Bekannt ist bisher nur, daß Die Mannekontrollkommission zum 1. Oktober in geringem Umfange verkleinert werden soll. Sie wird auch nach der Verkleinerung noch 44 Offiziere mit dem erttipre- chertden Beamtenapparat umfayeu.
Um die RetchstagseinbernfUllg.
n* Berlin. (T. UI Der Aeltestenrat des Reichstages tritt nicht, wie ursprünglich in Aussicht genommen, sm Mittwoch zu einer Sitzung zusammen. Wann diese Sitzung stattfinden wird, ist noch nicht bekannt.
Die Balutaschwierigkeite» der Lebensversichernnge«.
fc» Berti», (T. U.) Ser Ueberwachungsausschutz des Reichstages beriet Die Frage einer Hilfsaktion für diejenigen Lebensversicherungsgesellschaften, die durch Auslandsverpflichtungen in finanzielle Bedrängnis gekommen sind. Jnsbeiondere handelt es sich um eine Verpflichtung von 5 Millionen Schweizer Franken, Die bereits jetzt zur Zahlung fällig, aber noch nicht gezahlt worden sind. Die Schweiz ist bereit, Diese Summe zu günstigen Bedingungen vorsuftreaen, wenn das Reich die Verpflichtung übernimmt, diese Summe zueückzu- zahlen, falls das bekannte Abkommen mit Der Schweiz nicht bis zum 1 Dezember zur stunde kommt. Der Aus- schutz stimmte nach längerer Aussprache dem AdsüUi ^ dieses vorläufigen Abkommens mit Der Schweiz grundsätzlich zu.
Knudgebung gegen den Krieg in Paris.
►* Paris. (F. Z.) Auf Veranlas,ung Der Liga für Menschenrechte hat am Montag eine Kundgebung gegen den Krieg stattgefunden. An ihr haben die sozialistischen Parteien und ein Vertreter - der radikal-sozialistischen Partei sowie Vertreter der Freimaurerloge für Frankreich teilgenommen. Auch der frühere Ministerpräsident Painleve hat neben anderen das Wort ergriffen.
BersavlMlnngsverbot für den Bismarckbmrd i» Sckleswig.
i» Hamburg. (F. A) Der Overpräfident Der Provinz Schleswig-Hotsiein hat Die Versammlungeri des Bis- marckbundes für den Umfang Der Proomz bis auf weiteres verboten.
Der Handelsverkehr mit Australien.
n* London. Reuter meldet aus Melborne, datz Australien Den Handelsverkehr mit Deutschland wieder amtlich ausgenommen habe.
artw^yt <*$SSÖS\2ä^ v*t^i5sr^'* ;*> <?W-r-'8Sl! "''' yy y. ?<*fWMHWMHMWWMMMMMBWMB^kj $t<—,
I alle Herr Oberbürgermeisters und wir wohnen in einem ganz 1 großen Hause, $apa und ich, prahlte das Kind."
„Und mußl in einem engen Wägelchen ausharren, was hilft dir da das reiche Vaterhaus," dachte Marion, und wieder regte sich das Erbarmen des Weibes in ihr, das kein ! leidendes Kind ungerührt sehen kan».
Nun fam die behäbige Wärterin den Hügel heraufgekeucht.
Sie war erstaunt, ihren armen blöden Jungerr, um den sich selten jemand kümmerte, in Gesellschaft zu finden. Als sie in den Damen Deutsche erkannte, nahm sie sichtlich erfreut die Gelegenheit wahr, sich einmal über dir sonderbaren Zustände des Landes, i» dem sie mit keinem Menschen ordentlich rede« könne, Luft zu machen. Dann riß der so lang zurück- geftaute Redefluß sie weiter. Sie erzählte Die Krankengeschichte ihres Pfleglings und ebenso, daß er aus reichem Hause sei, die Mutter aber leider schon verloren habe. Sie wäre schwindsüchttg gewesen.
Da erst wurde Mario«, die teilnabnislos den Redeschwall über sich hatte ergehen lassen, aufmerksam. Sie erschrak. Sie glaubte das Watten einer Nemesis zu ersonnen. Bella hatte sich nicht lange Des geraubten Glückes erfreuen sännen Aber dies arme Kind, dies elende Geschspfche« sollte es schuldlos leiden müssen? Welch ein Verhängnis!
Ihre weiche Hand glitt sanft über b^ Kleine« Haar, als Luise nun um Fortsetzung bei Wanderung bat
Des Knaben matter Blick folgte unruhig der ferteilenden Dame, Die so freundlich zu ihn, gewesen.
„Komm' wieder," rief er ibr dringlich nach
Zögernd sah sie zurück. „Wir treffen uns wohl noch ti» mal," nickte sie freundlich, und Dann ging sie so hastig weiter, daß Luise, Die etwas kurzatmig war, kaum mit ihr Schritt zu halten vermochte. Endlich machte Mario» an einem felsigen Vorsprung Halt, den sie als ihren Lieblingsplatz bezeichnete.
In der Tat, ein unvergleichliches Panorama breitete sich vor ihnen aus. Mentone und Nizza lagen in leuchte» dem Frühlingsprangen ihnen zu Füßen. Meer und Hi»n««l erstrahlten in reinstem Blau, die weiche Luft war «Mit neu balsamischen Düften. ,
(Fortsetzung folgt)