Wützterner Zeitun
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Kreisblatt
: Erscheint 3mal wöchentl. Drahtaufchr.: Kreisblatt Lchlüchlrrn. ; i®ru6 u. Verlag Fa. L. Hohmeißer, Schlüchterrc. Btranlwortl. z rSchrifttktt. H.«r. Hohmeister, Schlüchteru. Ärschöstsstellk St«. ; Ldrüderstr. 9. — Im Falle höherer Gewalt, BetriebSstSrua, »d ! ZStromiperre erlischt jede Berpflichtung auf Gchadcmch^ 5
Amtliches Organ für Stadt and Kreis Schlüchtern
Samstag, 29 Juli 1922
74. Jahrgang
VesteKunsen
auf die
Schlüchterner Zeitung für bit Monate Attguft, Oeptember nehmen sämtliche PastaBarie«, ^e Lündbriesträger, unsere Boten und die A-^ästsstelie !« Echlüchter» entgegen.
MLLW
AKerlei oem Tage.
Der „Reicksanzeiger" veröffentlichte ein Gesetz zur Äenderuna des Erbschaftssteuergesetzes, ferner das Ge- fe« über Ersatz Der durch Den Krieg verursachten Personenschäden, das Personenschadengefetz und die Ver- orönunq zum Schntze der SterulLlik.
Im Prozetz gegen Emil Ludwig wegen Dessen Brs- Mrck-Drauia hat der Gerichtshof Die Berkündung des Atteils auf den 8. August festgesetzt.
Ein Haqeluurvetter richtete im größten Seite des Siegers reifes verheerenden Schaden an. Von der feite. Die als befriedigend bezeichnet worden war, sind W zu 50 Proznt unD mehr vernichtet.
Der „Miesbacher Anzeiger" wurde wegen eines neuen Schimpsartikels aus einen Tau verboten
Ei« Motor des Pasiggierslugzeuges der Linie Tou- lM-Casablanca explodierte bei Euoiz. Der Apparat Ring in Flammen auf. Der Pilot Eharles und zwei Passagiere verbrannten.
Dem schwedische« Staatsrat Berg wurde vor einem stalirkartenschalter des Hamburger Hauptbahuhofes eine Handtasche gestohlen, eitthaltend eine Autographen- Wnluüg. die einen Millivuenivert darstellt.
Großfürst Nikolai NikolaisewitsÄ. der sich bisher " ' meldet,
in Italien aufhielt, M. wie die „Von. Ztgr
lest nach Bayern übergesiedelt sein.
Die amerikanischen Eisenbahnen sind unter polizei- Wn Achtin gestellt worden.
Der vierte ordentliche Parteitag der Demokrattschen Partei findet vorn 8. bis 10. Oktober in Elberfeld statt.
Der Skorbut in Dentschland. Das Reichsgesund- Keitsamt hat wegen des gehäuften Auftretens des Skorbuts einen Kreis von Sachverständigen znsmnmenqe- m'en, um sich mit ihnen über die gegen diese bedrohliche Erscheinung zu treffenden Maßnahmen zu beraten. - Bon den Sachverständigen sind Vorschläge für eine reichliche Versorgung der Bevölkerung Mit billigen pflanzlichen Nahrungsmitteln gemacht und den zuständigen Zentralbehörden vorgelegt worden.
Die bedrohte Reichseinheit.
Die Erklärung der Reichsregierung.
d» Mttwoch nachmittag tagte unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Wirth das Kabinett, das sich mit der Lage beschäftigte, die durch die Weigerung der bayert« schen Re^erun, ' "" “
das Reichsgesetz zum Schutze der Rop dren, entstanden ist. Als. Ergebnis
publik öurchznsühren, entstanden ist. Als Ergebnis veröffentlicht die Regierung eine Erklärung, in der auf den Erust der Lage Angewiesen wird. Zum ersten Mal seit der Gründung des Sketches sei der Zustand eruge- üete«, -atz eine Landesregiernua einem verfasinngs- «aßi« Lnstandegekommeneu Reichsgesetz für ihrLsebtet
M der Erriarmrg
gen Iluffassuug der a der bayerische« Re
die Geltung verweigere. ES YLM öamr weiter: Nach der einstimmig' ..........
Reichsregierung ist die Verordnung der bayerische« Regierung verfassungswidrig und ungültig. Kern Satz der
gierung verfagnngsrororis und uugntng. wem ^a$ »er ; Reichsverfassung gibt einem Lande das Recht, das Jn-
Befugnis
frafttreten eines Reichsgesetzes deshalb zu verhmdexm, weil es bei einem Teil der Bevölkerung auf Widerspruch stößt. Würde man Den Ländern diese Befugnis sugestehen, so würde dies das Ende der deutschen Reichs- rinheit bedeuten. Die Erklärung weist weiter darauf hin, daß die bayerische Regieruua bei der Verabschle- öung des Gesetzes ausgieSige Gelegenheit gehabt habe, ihre Bedenken auf verfassungsmäßigem Wege zur Geltung zu bringen und daß einer ganzen Resihe threr Wünsche bei der Verabschiedung des Gesetzes Rechnung getragen worden fei. Nachdem in der Erklärung dann lauf Die außenpolitischen folgen des Schrittes Der bayerischen Regierung aufmerksam gemacht worden ist, hecht es zum Schluß: Aufgabe Der Reichsregierung ist es, Die Neichseinheit wieder herzu stelle«. Die bayer,,che llw= gieruug hat durch den Mund ihres Ministerpräftseuteu ein klares und festes Bekeuntuis zum Reiche und zur verfaffnugsWäßigeu republikau»scheu Staatsform abgelegt. Aus Grmrd dieses Bekenntnisses erwartet Die Reichsregierung, daß die bayerische Regierung sich den Fordernugen nicht entziehen wird, Die dw Re,chsreg-e- r««a im Interesse des Reiches 3« stellen genötigt fern
wird.
Der für nachmittags angesetzte Ministerrat ist, wie die »T. U." erfährt, nicht mehr zusammengetreten. Er wird sich Donnerstag vormittag unter dem Borns des Reichspräsidenten Ebert versammeln, um öre , endgültigen Beschlüsse zu fassen, auf die in der Recnerungs- g^klärung bereits andeutungswerse Hingewieien werd.
^ie endgültige Entscheidung der Reichsregierung über die Jorderungen, die an Tonern gestellt wcrticu 1 ollen wird in Deut Donnerstag vormittag 11 Uhr unter Dem Vorsitz des Reichspräsidenten Wsgmmengetrelenen Kabinettsrat gesällt werden. Re-chMagsprandent Loev^, der einstweilen von Berlin abwesend war, ist wegen Der >gesnannten innerpolitiEen Berhälttnsie am Muuvmu «nachmittag nach Berlin znrnagcrLtNl: um mn. mu Reichsregierulm über die evtl. Einberufung Scs sImmr- taaes Besprechungen zu führen. Der Rewwtaa, w".o ^inberufen werden, falls ein Antrag aus dinckammi^- Machuua der bayerischen Verordnung durch Haft Kinn von einer Partei Angebracht w rv. Es hLW, d^tz Lie Ut'abüüugigeu einen derartigen Antrag stellen w.c- lett- ihre errdaultige Stellungnahme wollen ne von den Richtlinien der Regierung abhängig machen. ,Da.Inzwischen ein deutschnationaler Antrag aus fmortlae^Em- Lerufung des Reichstages im ZEtümenhange mft der Annahme des Memorandums des Garalftiekomstee- dem Reichsiaasvräsidenten zugestellt wurde. würd wahr- scheinlich Der Aeltesisnausfchuß zur Be chturstayy.ua mr Freitag eiNberusen werden. Es wird dann auw me, Irage entschiedet: werdest, ob wegen Der bayerischen Vorgänge der Reichstag einberufen werden muß.
Die Auffasiuuq in Müncheu
In Münchener Regierungskreisen ist man Hinsicht lich Der weiteren Entwicklung des Könflilres ziemlich optimistisch, weil man glaubt, daß noch ein Ausgleuft qesmiden wird in der Weise, .'«ß das Reichsgericht an» geritten wird. Die bis zu einem BSchluß des Reichsgerichts verstreichende Zeit werde zu direkte« Verharld- 1 utmeu zwischen München mlö Berlin Die PtöLltcMLiti
>Mwes*sw
loteten, xte ttrage Der yteubUDuna des Satiniert» ruht voufiänDta. Die Bayerische Volksparrei bat Die wohl- wouerche Unterstützung Der beiden plagetyarieten Man glaubt daher, eine etwaige Regierungserwectexung bis- zum Herb« vertagen zu können. Der Ausggng der Krise wirb auch diese Angelegenheit enticheidend beein- fluffe«.
Die Aussleichszahwngen.
>-*Aus Paris wird gemeldet: Seit Dienstag abend haben die Vertreter der alliierten Ausgleichsbüros aus London, Rom, Paris, Brüsiel und Srraßl'cug über Die Note Der deutschen Regierung au Die alliierten Regierungen verhandelt, in der eine Herabsetzmta der Monatliche n Verpflichtungen von 2 Millionen Pfund Ster- lig auf 500 000 Pfund verlangt wirb. Es ist bis jetzt, nicht bekannt geworden, ob durch diese Beratungen ent-- schieden werden wird, daß die ^tegierungen nicht eu^ teilt .zu Der deutschen Note Stellung nehmen, sondern sich auf einen Kollektivschritt einigen werden. In Paris scheint man die Absicht zu haben, jeder Regierung volle Handlungssreiheit zu lasten. Was die Vertreter der Ausgleichsbüros am Dortnersta-, in ihrer letzten «tt- ziucg bAchkietzen werden, iteht neck dahin, jedoch scheint 'es. daß die Beratungen einen umsangreichen Clmrakter angenommen haben, Da tatsächlich von Drei Seiten an» geregt wurde, ob es nicht vielleicht besser wäre, das Verfahren dadurch zu beende», daß man Die gegenseitigen Borkrieasverpflichtimgen Der Staatsbürger durch eine Barzahlung ausgleicht.
Peterse« über den Bloikgedauke«.
In einer Versammlung des Deutsch-demokratttchen Parteiausschusses Hamburg erklärte der Abg. Peterse«, eine Verstärkung der Koalition nur nach linfS lei innen- und außenpolitisch nicht erträglich. Bei der Deutschen Volkspartei sei eine Schwenkung zu der Politik der Mitte festzustellen. So habe sich nt erster. Linie die Schwerindustrie des Rüeinkaudes und Westtakens für die ReMblik erklärt. Einer- Regierung von Stresemann bis Ertzpierl, hinter der dtx. «rLßt»sLrik 4-rs hKftfch-n. Volkes stehe und auch ein Seil des Deutschen Kapitals, werde das Ausland in der Anlechesragr mel mehr Vertrauen entgegenbrin^».
Regiernngstrene Kreisblätter. Der preußische Mi- nMer des Innern hat eine Verfügung erlassen, durch die die preußischen Landräte veranlaßt werden, jegliche Ä »u^Seziehungen zu Den bisherigen Kreisblättern i c-errragsgemäße oder freie Beröffemlichung von amr- ;-Heu Bekanntmachungen) zu lösen, die nach ihrer poli- u-chen Einstellung auf die Wiedererrichtung der Monarchie vder gegen den Bestand der Republik gerichtet sind. Die Verordnung fordert die Umwandlung der politt- chen Kreisblätter in unpolitische reine Amtsorgane. _
Ein Disziplinarverfahren. Gegen den ersten Bürger. Winter von Salzwedel ist, wie von dort gemeldet wrrd, ?as Disziplinarverfahren eröffnet worden. Bis zur cechtskräftigen Entscheidung ist ihm jede Amtstättgkeit -nierfaßt. Es wird ihm vorgeworfen, daß er an der j;"sthenau-Kuiidgebung am 27, Juni nicht tettgenoW- ins« und am Nachmittag dieses Tages die Dienstränure -"7s Magistrats nickst geschlossen habe. Eine Versamm- iitae Der bürgerlichen Parteien, darunter Demokraten und Zentrum, erhob Einspruch gegeu Die vorläntzge Amtsenthebung.
Dornenwege.
Roman von C. D r e s s e l.
Stritt? rerBofena
„DU war befmnnft. „In und hatte all f
war
gänzlich ausgeschlossen," entgegnete Mario» meinen Herzensfrühüng war ein Reif gefallen und hatte aÜ sein Wünschen und Begehren erstarrt. Breiten- dorn wußte darum, aber in seinen Augen war ein solch Ju- fienbitib kein lebenerschütterndes Ereignis. Er lehrte mich mbivibuelle Interessen im großen Allbegriff zu klären. Das sei kbenSwevt auch ohne das intime, das persönliche sofern man es verstehe, fein kleines Ich der All- tznnnnheft unterzuordnen und sich lediglich als Zweckmitte! *met h^ery weisen Weltfügung betrachte. In dieser erlö- stnden Ueberzeugung tenne man sich nimmer in ungesunde Trauer über unerfüllte Wünsche verlieren, sondern werde über
Schmerzen stehen."
„Eine große, schöne Lehre. Und wenn dann Theorie
«w Praxis Hai»d in Hand gehen können, — erhielt man ein ^miches Resultat Der Geheimrat war zum Glück in der «»St, dem Wort die Tat folgen zu lassen. Hier wie überall «» Leben die Hauptsache, liebe Marion."
»^ie möge« reckst haben, Luise. Ich habe den großen eines weitgreifenden Reiselebens auch nie unterschätzt. Der einer vergrößerten Peripherie der Anschauung kann sich - nicht verengen. Wie oft wurde sie erschüttert durch Rölkertragik vor der das eigene Weh in nichts verfallt wenn ich sah, welchen Gewaltsamkeiten ein Urland in wuem Werdeprozeß uiuertvorfen gewesen, wie es die Seg- mmgen der Zivilisation mit zahllosen blutigen Opfern bezahlen mußte, so dankte ich dem Herrn der Welten um so inniger für o»e leitende Freundeshand, die mir Weltwunden zeigte, um mich vas eigene Herzleid vergessen zu machen. Aber was bin ich «un ohne diese liebe, schützende Hand — ein verzagtes miß- uwiigeü Menschenkind, das seinen treuen Wegweiser wenig macht und ihn so namenlos schwer entbehren kann. Ja, l^.^chts Bleibendes hienieden. Man muß alles zurückgeben — Mbit die geistigen „Güter des Lebens," sie sind uns nur ■uneben.
„Eines blieb Ihnen, Marion, und nichts Geringes. Vergessen Sie nicht Ihre erfolgreiche Arbeit--"
„Ich weiß nicht," murmelte Marion gedrückt, „noch ist sie mir keine Wohltat wieder. Ich habe keine rechte Freude mehr an dem Schreiben- Auch hier sehlt mir Breckenborn, fein Rat, sein Interesse und, ich leugne es nicht, auch sein Lob. Das galt mir immer mehr als die zustwlmendste Fach- kritik/
„Ihr Herz empfindet eben doch persönlicher, als Sie zugestehen. Gleichwohl sind die Gefühle nicht immer die sichersten Leiter unseres Geschickes. Marion, mehr denn je müssen Sie sich jetzt als die echte Schülerin Ihres weisen Freundes und Erziehers zeigen. Was würde er dazu sagen, Sie in müßiger Selbstquälerei von Erinnerungen zehren zu sehen, während Sie der Gegenwatt leben sollten, die Rechte an Sie hat, und mit Ihrer jungen Kraft viel Schönes und Nutzbringendes wirken könvten. Und dann, wären Sie wirklich so ohne jede Auloreneitelkeit, daß es Sie nicht schmeichelte, Ihres Verlegers beste Zugkraft zu sein? Sie werden doch ihn und Ihre eifrigen Leser und Bewunderer nicht schnöde im Stich lassen wollen," schloß Luise mit einem ausmunternden Lächeln.
„Ach!" Marion hob in müder Abwehr die Hand. „Ob nicht hundert Federn daraus warten, daß ich die meine niederlege? Was verhaft mit denn zu dem bißchen Bekanntsein? — Zufall — Glück. Die leichtflüssige naturwahre Schildermrg unserer interessanten Reisen machte mich zur beliebten Schriftstellerin, ich weiß nicht wie."
„Oho, Sie wollen sagen, eine geistvolle Auffassung, von glänzendem Stile getragen, macht Ihre charakteristischen Reise- skizzen so eigenartig packend, daß sie förmlich verschlungen werden."
„Luise, mit dieser fürchterlichen Schmeichelei fallen Sie ganz aus der Rolle. Strengen Sie sich nicht weiter an, ich weiß genau, mein leicht errungener Ruhm überdauert nicht den Tag. Ich weiß auch, woran es mir fehlt. Die scharfe Analyse, die strenge Logik, welche zum Beispiel Are Schriften so bemerkenswett auszeichnen, gehen mir völlig ab. Ich schreibe eben nur Frauenbücher."
„Und jeder lieft, nein, verschlingt dies amüsante Geplauder, i während der meinen Bestimmunü schließlich die Makulatur ist/ |
„Aber, Luise, und Ihr neuestes Buch ist nicht nur viel verbreitet, sondern auch brillant stilisiert worden. Sie verlangen eben denkende Leser; und nun ist den dummen Men- schenendlich ein Licht ausgegangen, das Sie u«d Ihr großes Können hell umstrahlt.*
„Abendsonne," meinte Luise ruhig. „Sie glänzt, aber sie wärmt nicht mehr. Doch für solch einen letzten schönen Schein ist man dankbar, wenn man lebenslang im Dunkel stand."
„Was reden Sie da? Ist es denn überhaupt schon Abend für Sie geworden? Sie mögen noch lange im Lichte wirken, die Zeit der Ruhe ist wahrlich iwch lange nicht für Sie gekommen."
„Sie wissen lieblich zu trösten, meine gute Marion", sagte die bereits leicht ergraute Luise mit leisem Lächeln. „Ich will es mir auch gern gefallen lassen, sofern Sie mich nun auch noch mit gutem Beispiele anfeuern wollen. Wir werden also um die Wette arbeiten, wie?"
„Luise, Sie haben eine merkwürdige Art, einen zu zwingen," drohte Marion. „Indes, Sie sind im Recht, zudem mein guter Mann mir diese Beschäftigung vornehmlich in der Voraussetzung erschloß, sie möge meiner Vereinsamung Dereinst eine hilfreiche Gefährtin fein/
„Sollte er nicht auch einer anderen Möglichkeit, Ihr« Einsamkeit zu beleben, gedacht haben, ich meine Ihrer Wieder- Vermählung?" fragte Luise unwillkürlich.
„Das tat er allerdings," gestand Marion offen.
„Er hat diese Annahme sogar mit einer testamentarischen Verfügung verknüpft. Ich werde aber nie in Die Sage kommen, sie vollziehen zu müssen. Ich heirate nicht miede,; denn einen zweiten Breiteubon: fände ich uid)t/
„Ah," tief Luise interessiert, war er dennoch einer Schwa«h« fähig? Er muß Sie eifersüchtig geliebt haben, daß er Jhner die neue Gattenwahl nur bedingungsweise zuzestaud."
(Fortsetzung folgt.)