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Schlüchterner Zeitung

^eruaspreis monatlich 15 Mark, AnzctgcnpcM . ,nW einspaltig 2.59 Mk., Rekl»y»«n 7.50 Mt. M»>>au n,h - Lm. Sämtliche Bezugs- und Anzeig npreise freibleibend. I * «MchtStoata: Frankfurt a. ÖL 11402 |

'^ztznn Brat Bchlüchter», Fernsprecher Nr. 65. r

Kreisblatt

s Erscheint 8mal wöchentl. Drahtanfchr.: ÄtceiSblatt Schlüchtern. ;

»Druck u. Verlag Fa. T. Hohmeister, Schlüchtern. Berantworl!. ; «Schriftleit. H.»L. Hohmeister, Schlüchtern. Geschäftsstelle Mr-i» k |biübrr|tr. 9. Im Falle höherer Gewalt, BetriedSstörunZ ^ § S'SircB-.ioem erlischt jede Verpflichtung auf Gchab'«rsatz. |

Sr. 89

DoMerstai- 27 3uli 1923

<WW«8

74 Jahrgang

Bestellungen

aus die Schlüchterner Zeitung

^ ist Monate Allguft, September nehmen sämtliche

Mapfialien, die Landdriestrager, unsere Boten und die Mäsisstelle in Schlüchtern entgegen.

SWMIHM

Mlerlei sra T^^e

Orlando hat den ihm erteilten Auftrag zur Biwm " res italienischen Kabinetts abpelehtit

Die Berhandlmuze« int stieichsnui-nzministcrium Wer die Erhöhung der Arbeiterlsthne sind aLgeschlösssn Mden.

Je den Vereinigten Staaten streiken zur Zeit 610 001 , jfthlencirbeiter.

guter Pascha bat sich aus Wunsch der mu elmani i dien Bevölkerung des von ihm besetzten Gebietes in Melassen zum Emix von Turketan und des irans^ asyischen Gebietes proklamierst

Der ungarische MinisterpräsiSent Gras VeMem er klärte demBudapester Hirlap", die Reaieruua örinqe -er Nationalversammlung demnächst wichtige IManz Klagen ein, die im Verein mit einem a-mtzzuaigen Wirtschaftsplun geeignet sein werden, den Zmatshans- i alt zu stabilisieren und dem Rückgang des Notenkurses Ktgegen zu wirken.

Auf dem Kongretz der Bergarbeiter in Blackpool Hürde ein Antrag des Vertreters von Südwales ve­reisend den Anschluß an die rote Gemerkschaftsirrler- Utiunale mit 883 000 gegen 118 000 Stimmen abgelehnt.

Die irischen Regiernuqsirupyen rücken ngenwür- j !g auf Cork vor, wo sich der letzte große Stützpunkt der lufsimtdischen befindet. Bei der Einnahme von Lim- nrick verloren die NegierUngstruppe« nach -Wer amt- 1 i^<' iu«x5«n»y s^iij i.v*c uhu ö'uuH.jiq ouuuiutuetc.

Die ukrainische SoWjetregiernnq richtete am 10 suli eine scharfe Beschwerde an die voluische Regierung liegen des Bestehens einer sowjetfeindlichen Organi-- ; Mon Petljuras auf polnischem Gebiet.

Uruguay will auf der nächsten panamerikanischen i onferenz im Mai 1923 die Bildung eines amerikani-- i to Völkerbundes beantragen.

Auf Grund der Berordnung des ReichspräsiLenict' ! sl in Brenren das nationalistische WinkelblattDer - Me Sand" beschlagnahmt und auf 14 Tage verboten i wwben.

.Ueber den Stettin er Streik gibt der dortige Polizei- j räsident bekannt, daß die ganze Bewegung keinen ge »erkschaftlichen Charakter trägt, sondern den eines wU- ien Streikes.

Leipzig steht gegenwärtig im Zeichen des 1. Deut M Arbeiter-Tirru- und Soortsestes. OorßelifltajidßrBDyßrilÄ

Wahrung der Justiz, und Polizeihoheit Bayerns.

^Montag spät abends ist eine Sonderausgabe des Staatsanzeigers" erschienen, in der die, ^rorünuna zuM Schützender Verfassurra der

der dre. ; RenuMt^

S1

Dornenwege.

Raman von C. Dressel.

MachdriiS »eirs!e»>

»Möcht' selber die schauderhaften Renimiszenzen gründlich ^sden. Kann ja versuchen, ob sich die Galle noch aus oern Blüte vertreiben läßt. Ich hoffe es, eine Hypochonder- Mtur bin ich auch eigentlich nicht. Uebrigens, lieber Rat, Ahnten Sie mir doch klaren Wein ein über meinen Jungen.

haben mir bisher immer ein Gemisch von Bedauern und versteckten Warnungen vorgesetzt, aus dem ich nicht recht klug ^^" Eonnte. Also ist Eberhard ausgesprochen schwind-

»Wenigstens ist seine Niutter der heimtückischen Krankheit »uesetn lautete die vorsichtige Antwort.

»vre war aber gesund, als ich sie heiratete.

^a^ Üagt.sich. Vielleicht wurde Ihnen das schleichende 1 ^>, verheimlicht. Ich meine von den Angehörigen, ste

A^b« ^ fragt sich. Vielleicht wurde Ihnen das schleichende

1 da verheimlicht. Ich meine von den Angehörigen, ste oki^^^ j8 sticht den rechten Namen dafür gewußt haben, ^^ lich schwerlich jemals recht lebenskräftig gefühlt bat eid webizinierte. So wird aus falscher Rücksicht einzelnen nur zu oft gegen das Gemeinwohl gesündigt, sah von vornherein, wie es uiil Ihrer überzarlen Frau stand, armer Westerot."

wie ^^te trübe.Nur ich war blind, in diesem Falle das manchem anderen. Und so meinen Sie, daß auch i ^n tödlichen Keim in sich trage?" fügte er in Hoffnungslosigkeit hinzu.

«an»'^?c?,'d Wahrheit wollen, Westerot, ich kann es nicht stellen. Von Geburt an sehr schwächlich, ist Katarrhen und wiederholten Lungenentzündungen biet«-» ^d'^d^" und ein Lungenflügel ist leider affiziert. Indes eotiüni * husten Errungenschaften unserer Wissenschaft so kämpf ^ Heilmittel, daß man nicht mehr an einer Be- da« g ^ öer Schwindsucht zu zweifeln braucht, vorausgesetzt, diesem t " .'streu Anfangsstadien energisch behandelt wird. In durch lp/ziellen Fall kann ja nun glücklicherweise eine zeitiae Ufaoth ^"^ vorgenommen werden. Lassen Sie, wie " **** w® Steietu no peinige Jahre im Süden durchwintern.

nstedergegetzen in, auperoem nuW ^«uu ..... frische Ausführungen dazu. In der Einleitung der Ver­ordnung des Gefarntministeriums wird folgendes ans- geführt:

Der deutsche Reichstag hat am 18. Juli 1922 ein Gesetz zum Schutz der Republik erlassen. Darin ist zur Aburteilung gewisser politischer Straftaten ein Gericht eingesetzt worden, das im ganzen weder mit beruflichen Richtern noch mit Schöffen oder Geichworenen, sondern zum größten Teil mit Personen besetzt ist, für deren Auswahl politische Gesichtspunkte in Frage komulen. Das bayerische Volk erblickt darin in seiner überwiegen­den Mehrheit eine Verletzung der Grundrechte der Staatsbürger sowie der Grundsätze echter Demokratie wie auch ein Verlassen der Grundlage der Weimarer Reichsverfassung.

Der Inhalt des Gesetzes und die Art seines Zu- standekomniens entgegen dem wohlbegründeterr Ein­spruch der bayerischen Staatsregierung hat in Bayern eine antzerordeutliche Erregung hervorgernfen, so daß wenigstens im Gebiete des rechtsrheinischen Bayerns nnmütelbar mit einer erheblichen Störung oder Ge­fährdung der öffentlichen Sicherheit und Leduuug zu rechnen ist, wenn das Gesetz ohne jeden Vorbehalt voll­zogen wird. Es ist somit Gefahr im Verzüge. Aus diesem Grunde sieht sich das bayerische Gesanllministe- rium veranlaßt, aus Grund des Varagrapherl 61 der Verfassungsurkunde des Freistaates Bayern, des Ar­tikels 48 Absatz 4 der Reichsverfassung und auf Grund der staatlichen Hoheitsrechte Bayerns zur Aufrechter- Haltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung die folgende Verordnung zu treffen.

Es folgen dann in 6 Artikeln die Anordnungen, die die materiellen Vestimmnuge« des Reichsgesetzes zrrm Schutze der Repnblik in Bayern im tvesentlichen über­nehmen, aber die Zuständigkeit der bayerischen Bolks- gerichte festlegen. Hervorzuheven ist besonders Artikel 5, wonach uichtbayerischen Polizeiorgauen innerhalb des 'Geltungsbereichs der Verordnung die felöständige Vor­nahme von Amtshandlungen uerömen ist.

Austritt der Demokraten, Eintriit der Mirtelpartei.

fe9>-y>w*HT«e*^iM'i«»*»r< ü»*«, X* -r- ' n*v .. ..-.U^iti nachmittag in der Volk Übung des Landtages zu der Ver­ordnung der bäuerischen 'Rnuerung eine Erklärung ab- gerw. Wie dieT. U." hört, besteht die Absichc. das durch den Rücktritt des Demokraten Hamm freigewor- .de -e Haudelsministerinm nickst neu zu besetzen, sondern es durch den Ministerpräsidenten Grafen LerciMiw'.d mit versehen zu lassen. Dagegen soll das IustiztalNiste- üium tun besetzt werden, und zwar durch den L,berreg-.e- nunaera! im JustizmnasteriutN Dr. Gnenner. der als Vertreter der Dez-tstch-natchnalen DMtolpoEl Lern Ministeriunr angehörru wird.

Die Entschließung des Bckjerischeu Bauerubuudes.

Der Landesvorstand des Bayerischen Bauernbun- des hat folgende Entschließung angenommen: Der Bayerische Bauernbnnö steht seit seiner Begründung auf dem Boden des Föderalismus und hat diesen Standpunkt bei der Umwälzung im Jahre 1918 und bei der Abstimmung über die Verfassung in Weimar bei­behalten und zum Ausdruck gebracht. Er hat gegen die Preisgabe, namentlich der Soheitsrechte der einzelnen Staaten, in Weimar gegen die Verfassung gestimmt. Angesichts der urtverkennbaren Bestrebungen zur Be^ feitiomm der republikanischen Staatsform und ihrer Lruner hält er eine entfebtedene Abwehr der JiÄ aus

stellen Sie ihn unausgesetzt unter ärztliche Ueberwachung, in sorglichste Pflege, und der böse Feind wäre möglicherweise zu vertreiben. Mit der wachsenden Gesundheit mag auch der Intellekt erstarken, so daß Sie, wenn auch vielleicht keinen hervorragend begabten, so doch einen normal veranlagten Sohn dermaleinst haben dürsten. Allerdings, eine Gewähr übernehme ich nicht. Wir sind keine Wundertäter, aber wir wissen, daß in Fällen, wo unsere Kunst scheinbar versagt, uns die Natur mitunter überraschend zu Hilfe kommt. Darum, versuchen Sie alles und bringen Sie ihn ungesäumt an die Riviera."

Liebste Marion, Sie träumen wieder, und das ist nicht gut. Man muß blutjung oder sehr alt sein, um das ohne Schaden erlauben zu dürfen."

Die junge Frau, welche auf der Loggia ihrer Riviera- pension auf einem Langstuhl ruhend, in den Blütenzauber des italienischen Frühlings Hinausträumte, wandte die sinnenden blauen Augen der alleren Freundin und gegenwärtigen Lebens» genoffm zu:Und Sie philosophieren wieder. Wo fofl's denn hinaus? Fahren Sie nur fort, mir den Text zu lesen."

Rät Vergnügen, denn Sie sind ein dankbares Publikum."

Weil ich eine ehrliche Beraterin an Ihnen habe, Bitte, erklären Sie zunächst Ihren Widerspruch?" Luise Hagen, die Gesellschafterin der seit einigen Dionaten verwitweten Gebeim- rätin Breitenborn, der sie indes schon seit Jahren nahe be­freundet gewesen, zog einen zierlichen Bambussessel heran, in dem sie sich behaglich niederließ und begann:

I'ch meine also, im ersteren Stadium gebört das Traum- versenken gewissermaßen zum Metier der Jugend, der es auf ein paar platzende Schaumblasen mehr oder weniger gar nicht ankommt, deim sie hat Atem genug, immer neue zu treiben und großen Spaß an einer Spielerei, die ihr i,icht viel kostet. Im Alter aber schadet das Traumspinnen wieder nicht, weil man es da weniger um gegenwärtige oder gar in die Zukunft greifende Wünsche ivebt, als Bilder der Bergangendeit mit ihm umrahmt. Ein harmloses Beginnen, das höchstens wohl­tätig die öde stille Gegenwart belebt. Aber so entre deux äges und dazu in diesem poesievollen Märchenwinkel scheint» mir nickt üäM unueiahrUsb. Das deckt, eckenckick bin ick

diesen Bvnrepustgen erneuenden Gefahren für dringend notwendig. Zu seinem Bedauern hat das vom Ns^chs- tag und Reichsrat angenommene, diesem Zwecke die­nende Gesetz eine Form erhalten, die einen ©tngrtff in die bundesstaatlichen Hoheitsrechte bedeutet. Er billigt daher alle verfassungsmäßig zulässigen Versuche der bayerischen Regierung, die geeignet sind, den vom Reichstag und ReichSrat angenommenen Gesetzen die die bundesstaatlichen Hoheitsrechte bedrohende Wirkun» zu nehmen. Dabei hebt er mrsdrücklich hervor, day e. die Treue zum Reich und die Einheit des Reiches unter keinen Umständen preisgeben wird."

Eine demokratische Sy«-geb«yg.

Die Deutsch-demokratische Fraktion des bayerischen Landtages beschloß ncub längeren Fraktionsberatungen eine Kurrdgeoung, in der sie hervorhebt, daß die demo­kratische Fraktion in den Verhandlungen schwere Be­deuten gegen wichtige Bestimmungen des Gesetzes zum Schutze der Republik und die anderen Reichsgefetze gel­tend machte und bereit war und ist, alles zu tun,, um eine baldige weitere Verbesserung der Gesetze im Sinne allgemeiner demotratifeber Grundsätze und im Sinne der bayerischen staatlichen Hoheitsrechte auf verfassungsmä­ßigem Wege durchsetzen zu helfen. In her Kundgebung heißt es dann weiter: Der Weg, den die Staatsregie­rung im Vollzüge der Beschlüsse der Bayerischen Volks- partei einschlägt, erscheint uns verfnnilugsmäßig un­gangbar und politi-ch gefährlich. Durch die Befchlüsfe der Bayerischen Volkspartei und der Riehrheit des Staatsministeriums ist das bisherige Regiernngsyro- gramm einseitig durchbrochen und die bisherige Regie-- runaskoalition aufgehoben. Der Staatsmirrister Härmn sah sich qezwunqen, von seinem Amt als Minister für Handel, Industrie und Gewerbe zurückzutreten. Wir halten es für die Aufgabe aller gut deutsch und gut bayerisch Gesinnten, die zwischen Land und Reich aus­gebrochene Krisis trotz allem auf verfassungsmäßigem Wege auszugleichin um der Einheit des deutschen Vol­kes willen.

Ernste Benrtetiunq ht Berti»

w Wie oerlaurer, beurteilt man in Streifen der Rercos- rrcrieruna die düFui Wr .ueoticr ovlü-uuuna zm > Schutze der Republik geschaffene Lage zwar als äußere ordenttlch ernst, glaubt aber immer noch, daß sich viel­leicht die Möglichkeit einer Vermittlung bietet. In Berlin wird im Laufe des Dienstagnorm si tags eine KadiyettKsttz«»a sich mit den juristischen Einzelbeiten der Sschaffenerl Lage befassen, woran sich vielleicht eine Be- lnßfaffung des Kabirietts anschlietzen wird. Montag abend hat der wieder in Berlin ein getroffene (Gesandte von Preger dem Reichskanzler persönlich Mitteilung von der in München veröffentlichten Verordnung ge­macht. Bor der Kabinettssitzung, die am Dienstag statt- findet, sind entscheidende Schritte vom Berlin aus nicht HN erwarten.

Berlin vor einer Finanzkatastropyc.

Aus Berlin wird gemeldet: Die fortschreitende Ent­wertung der Mark hat alle Großstädte, ganz besonders aber Berlin, in eine so katastrophale Lage gebracht, daß bereits für die nächsten Tage und Wochen ein £ in grei­fen des Reiches von den Kommunalbehörden als ein­ziger Rettungsweg angesehen wird, um Berlin vor der Gefahr einer Zahlungseinstellung zu bewahren. Bleibt die Hilfe aus dann wäre mit dem Eintritt einer städti­schen Finanzkatastrophe schon in kürzester Zeit zu rechnen.

?ggaM^«3Sii>aisaitags3^ryiss!8s^fl^<«&>inren^BsB^'imB>»iroq^

etwas unhöflich, Denn im Grunde haben Sie noch volles An­recht aus jugendliche Torheiren. Trotzdem, Sie sollten nicht mit solchen versonnenen, sehnsüchtigen Augen in dies lachende Himmelblau starren. Bleiben Sie auf dieser schönen Erde mit Ihren Gedanken."

Lasten Sie es gut sein, Luise, ich spinne feine Zulunfts» träume, hing vielmehr lieben Erinnerungen nach, die ja nun freilich die Sehnsucht nach verlorenem Glück schmerzlich erwecken. Melleicht hätte ich nicht hierher gehen sollen, wo ich ganz besonders schwer meinen großen Verlust empfinde, denn jeden Winter verbrachten wir eine schöne, herrliche Zeit in Sau Remo, und überall werde ich hier an meines Mannes uner­schöpfliche Güte und Fürsorge gemahnt."

Sie lebten in vollkommener Harmonie mit dem 'soviel älteren Mann. Wem ein tieferer Blick in diese friedvolle Ehe vergönnt war, mußte sie für ein seltenes Glück halten."

Ja," rief Marion in aufwallender Dankbarkeit,das war sie. Ich möchte die zehn Jahre ihres Bestehens nicht in meinem Leben missen. Wahrhaft ideale Beziehungen verbanden uns ebenso zart als innig. Breitenborn war mir der treueste Freund und dazu ein unvergleichlicher Lehrer in der schweren Kunst des Lebens. Er halte eine merkwürdige K«bt, das Schwache und Kleinliche auszumerzen und ein gesundes Seihst» vertraue» zu wecken. Dabei wirkte er erzieherisch ohne jede Pedanterie, lediglich durch das Beispiel die Hauptsache freilich."

Und keiner von denen, die den Honzont der Frau gerade nur bis an die Tür ihres Hauses ziehen," warf Luise ein.

Gewiß nicht. Er gönnte ihr ungehemmte Entwickelung bis an die Grenze der Möglichkeit. Uiei» Mann war Iah« lsindurch Staatsbeamter gewesen, aber nicht im mindeste* wn sogenannten Bureaukransmus eingeengt. Vielmehr lag in der Großzügigkeit seines Wissens eine Schwungkraft, die uh Uni­versalität nennen möchte und mir sehr imponierte. Aber Sie wissen das alles selbst. Sie haben ihn ja so gut gekannt."

Gewiß, und so vermochte er auch einen jungen lebhaften Mädchengeist so intensiv zu beschäftigen, daß daneben eine Gefahr für das unbeteiligte Herz kaum in Betracht kam."

(5g$®i«#u«6 pugt.1