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; Erscheint 3mal wöchentl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlüchtern. - l VruL u. Verlag Fa. L. Hohmeister, Schlüchtern. Berantwortl. z »Bchriftlrit. H.-L. Hohmeister, Schlüchtern. Geschäftsstelletu- ; rbrüderstr. 9. Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung »b ^Stromsperre erlischt jede Verpflichtung auf Echadeaersatz. -

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Amtliches Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern

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Nr. 87 Samstag. 22. Juli 1922 74. Jahrgang

Allerlei vom Lage.

I - -t« Hamburg ist die dritte Elektro- und MasKtnen- lMteüuug eröffnet worden. _ j

^Die bayerischen Truppenteile sind von den ^rup- ; »Msbunasplätzen nicht zurückbermen worden, am aller- . n^sollen telegraphisch, sondern sind nach Ablam der n dunaÄ bereit planmäßig zurückgekehrt. Teilweise Eben sie in der nächsten Zeit erwartet.

».Der englische Außenminister Lord CnrW» ist in Orleans eingetroffen, um sich von einem ispezialtiten be- Wln zu lassen. Lord Curzon leidet an den Folgen lüre^VemmEntpümn Swineck

: mttrtRe rn einer Tagung zusammen, auf der eine Oder- ; K verewbarr werden foll. Deutschland ist durch drei

v Moden, im Frieden Komnmn- ' : heur ber 35. Jnfanteriebrigaöe, ist gestorben. Er war Gouverneur der Festung Posen.

In der Kölner Stadtverorsneteusitzung wurde be- een einen Teil des Deutschen Ringes in "T^ä6 rti Mit" ferner je eine Straße oder Platz nach Ra- thenau und Erzberger zu benennen, vorüber die Ver- sassungskommisston Vorschläge machen soll.

Die Dresdener Gastwirte drohen laut ^L.-A. an- aenchts der Bierpreissteigerung um etwa 30 Prozent der völligen Einstellung des Bierverkams.

Der Bölkerbundsrat hat die englischen Biaudate !ür Enalisch-Togoland und Kamerun und das betgiune Mandat für Betgisch-Ostafrika bestätigt, ,

Stundung nur für 2 Monate?

»»Aus Paris wird gemeldet: Die Repurakionskoutmis- sion ist für Dormerstag vormittag zu eiuer offiziellen Sikung einverufen worden. Die Tagesordnuna weist zwei Punkte auf: Die Entgegennahme eines Berichts über die Verhandlungen des Garanliekomitees in Ber­lin und die Beantwortung der deutscheil Denkschrift über die Kohlenlieferungen. Der «Tempo" erklärt zu der deutschen FknanAkrise, daß evtl. ein kurzes Moratorium für ein oder höchstens zwei Monatszahl,lügen in Furage kommen könne.

Die Fi«a«zkontrolle.

Der Reichsfinanzminister Dr. Hermes berichtete im Auswärtigen Ausschutz über den Inhalt der Sorbe» rungerr der Garantiekommission. Die Besprechungen waren vertraulich. Ein halbamtlicher Bericht hat fol­genden dürftigen Inhalt: Der Auswärtige Ausichutz des Reichstages vertagte die Aussprache über den Be­richt des Reichsfinanzministers Dr. Hermes betr. die Verhandlungen mit dem Garauftekomitee bis sur näch­sten Sitzung am Freitag, um erst den gedruckten Bericht über diese Verhandlungen in Händen zu haben.

Die verschiedenen Pariser Zeitungen veröffentlichen eine Mitteilung, daß zwischen der deutschen Regierung und dem Garantiekomitee bereits ein volles Einver­ständnis erzielt worden sei. Es sei vereinbart worden: 1. Das Garantiekomitee hat die gesamten Einnahmen zu kontrollieren und auch die Ausgaben, bevor sie vom Reichstag beschlossen worden sind. 2. Alle finanziellen und wirtschaftlichen Statistiken werden dem Garantie- komitee zur Prüfung übergeben. 3. Die deutsche Re­gierung ist verpflichtet, das Garnuiiekvmitee fort» dauernd über den jeweiligen Stand der schwebenden Schuld Deutschlands auf dem laufenden zu halten.

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Dornenwege.

Roman von C. D r e f s e I.

^Nachdruck nfric'.n.l

Einer der Buben bemerkte den Zaster. Er machte die andern ausmerksam, indem er geringschätzig meinte: «Warum kommt der dumme Bürgermeisterjunge denn nid) runter und hu mit?" Herausfordernd schleuderte er einen Schneeklumpen gegen das Fenster. Andere taten es ihm nach.

Der Junge oben nahm's als Scherz. Er lachte und öffnete dann mit sichtlicher Anstrengung das Fenster, um die Schneekugeln auszufangen, machte das aber so unbeholfen, daß die strammen Beuget unten in ein Hohngeschrei ausbrachen.

Nun streckte sich hinter dem kleinen Stubenhocker eine frästet Frauenhand vor, welche das Fenster eilig wieder lchlvß. Die lärmenden Buben hörten einen zornigen Scheltrus, den sie mit einer Grimasse quittierten, worauf fi« sich nicht weiter «an das Fenster kümmerte« im Verlauf der Spieles. Nur ihr Hallo und ihr Hurra tönte noch eine Weile heraus und »erklang erst, als der Hunger die wilden Rangen zu den heimische» Renaten trieb.

Der blaffe Bürgermeisterjunge aber lag jetzt hustend aus Ew«> Diva« und ließ mürrisch die Vorwürse seiner Pflegerin tder sich ««gehen. Nicht gerade sanft breitete sie eine warme Wolldecke über ben schulternden kleinen Körper, indem sie

Es ist ein Kreuz mit Dir, Eberhard. Kaum wendet Man den Rücken, machst Du Dummheiten. Du sollst Dich >«r nicht vom Sofa rühren, und guckst nun bei der Kälte «»*$ dem Fenster. Es ist ungllmblich."

Ich wollt' mal was anbei# sehen als immer Dein Me« rote» Gesicht."

«Sei froh, daß sich überhaupt eins um Dich kümmert. Papa hat feine Zeit dazu."

In die matten, heu grauen Augen des Kleinen trat ein »achdeuklicher Blick.Er mag gewiß keine« kranken Jungen, tot nicht mal in die Schule taun. Ein bißchen lieber hatte die Mama mich doch, glaub' ich.*

-ÄrMch." dachte die Wartest», »für Dich war's nicht gut

Die bürgerliche Arbeitsgemeinschaft.

. Am Mittwoch traten auf eine Einladung des Zen­trums Vertreter der bürgerlichen Regierungsparteien und der Deutschen Volkspartei im Recchstaa zu einer Sinuna zusammen, um aemeinsam den Arbeitsplan für die aeptante parlar'.untarische Arbeitrgetueinschaft zu be- rateu. Die Nachricht, daß der Plan einer bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft mit dem Auseinandergehen des Reichstages aufgegeben worden :et, ist damit unzutref­fend. Die Beraking führte, wie dieT. 11." Hort, zur Festlegung einer gemeinschaftlichen Arveitsgrmrdmre, die durch Veröfsentlrchuna einer gemeinschaftlicheu G klärung der sogenannten Parteien bekräftigt werden soll. Wie verlautet, wurden die Verhandlungen in dem Sinne geführt, daß die Arbeitsgerneinschast keinen feindlichen Gegensatz gegen die Sozialdemskraiische Arbeitsgemein­schaft schaffen, sondern vielmehr dazu bett ragen soll, der öcnn'che» Reichspolitik im Innern und nach auren Se^ stigkeii »nd Stetigkeit zu verleihen. An den bisneriaen Verhandlnngen haben Vertreter der Teilt chen Bolks- partei, des Zentrums und der Demokraten teil genom­men. Der Bäuerischen Volkspartei wird der Zutritt zur Arveitsgemeuifchaft offen gehalten. Diese Partei hält demnächst ihren Parteitag ab wo die Entsche dung dar­über fallen wird, ob Geneigtheit besteht sich an der Ar beirsgemeinschaft zu beteiligen oder nicht.

Preußischer Staatsrat.

Der Preußische Staatsrat erledigte eine Reihe klei­ner Vorlagen, gegen die er keinen Ein pruch erhob, u. a. das Diätengesetz für den Preußischen Landtag, die Ausstrhruugsvorschristen zum Schutzgesetz für die Po- sener Landschaft, Die Beschlüsse des Landtages zuni Haushaltsplan 1922 und das Gesetz zur Bereitstellmig twn Mitteln für die Neuordnung der Strafaustaltsver- waitnug. Dieses letzte Gesetz dient dem Zweck, die Zirasvollstreckuna von der Staarsauivaltschaft losziilö- seti und beunideren Behörden zu übertragen. Es soll ipareueus am 1. Oktober in Kraft treten.

Entlassung von 7 Regierungspräsidenten. ~

^ Die Mechung, daß das preußische MitMerr«m be- fmtvhcn Hai. sieben Äiegstrrungsprästoerrherr^^^^^«^ 2Uüfc raub zu versetzen und den Trierer Realsruirgsvränoen- ten Dr. Fucha zum kommissarischen Oberprästvenren der ülluiuorvvinz zu bestellen, überfdireibt derVorwärts^: Die Säuberung beginnt." DieKreuzzeirung" schreibt: Die Pensionierung dieser sieben im Staatsdienst groß- gewordenen Männer aus allein politischen Gründen, au denen wohl and) das Adelsprädikat gehört, ist nur der Anfang der schon lange herbeigefehnten Länb.'ruugsak- tion. Die Radikalisierung der Verwaltuna wird dieser Säuberung auf dem Fuße folgen.

Neue Tarifstetgernng in Oesterreich.

Im Wiener Nationalrat wurde das Gesetz über die Zwaugsauleihe gegen die Bauernpartei einstimmig an» genommen. Die Regierung wird in den nächsten Wo­chen dem Hauptausschutz die Ermächtigung zur Erhö­hung der Post-, Telephon- und Telegraphengebnhren entsprechend den valntarischen Verhältnissen verlängern Die Postgebühren sollen um 350 Prozent, die Gebühren für inländische Telegramme um 930 Prozent erhöhc werden, während die Gebühren für Auslandstele« gramme automatisch den Valutaschwaukungen angepaßH werben sollen. Die Telephongebühren werden sich um 200 Prozent erhöhen.

das; Wie Mutter Dir so früh »vegstard, wenn sie auch sonst feiner vermißt. Dein Vater hat sich geradezu verjüngt, seit die Gnädige ihn nicht mehr drangsaliert."

Natürlich sprach sie diese Dienstbotenkenntnis vor .Kinder- ohren nicht aus. So was lieg sich besser mit- den Haus- kolleginnerr durchhechel«, auch war ihr die einträgliche Stellung in dem vornehmen und reichen Hause des Oberbürgermeister» Westerot, dessen einziges, viel kränkelndes Söhnchen sie, von seiner Geburt an, bald a« bte sechs Jahre gepflegt, zu lieb, tun sie durch eine Unbesonnenheit zu gesährdeu. Und da sie ihremarmen Jungen" der ihre Geduld stellich oft genug auf die Probe stellte, trauern -»getan war, so beschwichtigte sie ihn sanfter:Darüber mußt Du nicht grübeln. Dein Popa ist ein sehr kluger und angenehmer Mann. Er hat für das Wohl einer große« Stadt zu sorgen, da kann er nicht viel bei seinem fteuieu, hauten Jungen sein. Der ist ja auch bei der braven Schmidt gut aufgehoben, gelt Eberhard? Und wen» Du jetzt recht lieb p«d gehorsam bist, erzähl' ich Dir wieder ein schöves Märcheo.'

Ich möckft lieber rumlause« wie andere Jungen."

Das kannst D« bald, wenn Du nur folgsam bist. Aber wenn Du die Medizin nicht nimmst und gar am offenen Fenster stehst in Schnee und Wind, wirst Du noch lange nicht gesund werden. Siehst D«, jetzt kommt Herr Sanitälsrat. Der w«d schön böse feie, und dann kriege ich die Schelte für Denren dummen Sdeeich."

Sei man still, ich schenk' Dir was. Meine Suarbüdife ist ganz voll."

Ganz die Gnädige," murmelte die Frau in sich hinein, während sie nun eilig die feuchten Spuren des vorhin herein geflogenen Schnees zu beseitigen suchte. Dabei spann sie ihren Gedankengaug weiter,ja, die wollte ihre Bosheiten auch immer mit Geld gulmacken, und zuletzt hat sie dem Herrn doch ein Schnippchen geschlagen."

Der Arzt trat ein. Ihm sotgte, zum Erstaune« der Schnridt, der Oberbürgermeffter auf dem Fuße.

Mztchänög betrat er bieg Zimmer nicht tu dem sein Knabe ein stilles Leide,vsdasei» Mhrie, das »ichts gen,«« hatte mit den übermütigen und anfpmvchSvssten Lebe«säußeru«gen, die j»M webt dem «iuiiaeM ®*te eines ^^W&^® ^EEE^^^

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Aus der Heimat-

Der Ymldertfache ^apierpreis!

Auf dem Wege der DruckpapierpreiS-Steizeruag gibt es aaschtiuend kein Halte» mehr. Seit Beginn des Monats Juli ist der Papierpreis, der bis weit in die Kriegsjahre hin­ein 20 Pfennig für das Kilo betrug, auf 20 Mark festgesetzt. Das macht für den Waggon statt früher 2 000 Mark jetzt 200 000 Mark. Ein Verlag der etwa zehn Waggons im Jahre verbraucht, hat also jetzt etwa 2 Millionen Mark für Zeitungspapier aufzubringen, das Beilagevpapier nicht mit» gerechnet. Hierzu kommt noch, daß ftüher sich der Preis frei Hof Druckerei" verstand, während heute nurfrei Bahuhof" geliefert wird. Das außerordeutlich hohe Rollgeld ist also noch außerdem ,« zählen. Früher gewährleu die Paptersahrtkeu auch noch 2 Prozent Ekvats bei Zahmug innerhalb 30 Tage«, heute heißt esnetto Kaffe". Doch mit allrdem sind wir noch lange nicht am Ende. Für Monat August ist, wie wir hören, eine weitere anßerordentliche Papierpreissteigerung geplant. Dazu kommt für die ZeituugS- verlage, daß infolge des Sinkens der Mark fund der Erhö­hung der Telegramm- und Postgebühren der Nachrichtendienst täglich teurer wird. Nur noch die kapitalkräftigsten Verlage find unter großen Opfern in der Lage, einen eigenen selb- ständigen Nachrichtendienst anstecht zu erhalten. Wie lange noch?

Der Reichstag aber macht ein GesetzZum Schutz« der Preffe", das den Zeitungen wenig oder g« nichts nützen wird. Den ZeitnagSverlaam wird daher gar nichts anderes übrig bleiben, als die AbonnementSpreise, die bisher noch weit hinter der allgemeinen Preisentwicklung zurückgeblieben find, wetter zu erhöhen. Sie werden eS sicherlich ungern tun, denn sie wissen genau, daß mit jeder Erhöhung eine Bereu- getung des Leserkreises verbunden ist. Aber der veruünstige Leser wird stch sagen : Immer noch besser eine etwas teuerere Zeitung als gar keine.

Boravstfichtl. Witterung. AM 22. 7. (Samstag): Meist wolkig bis trüb, zeitweise Regen, etwas windig, Temp. wenig verändert.

Am 23. 7. (Sonntag): Zeitweise eiwaS aufhtitelsdes, überwiegend «och wolkiges, nur ein wenig wärmeres Wetter mit etwas Regen; etwas windig.

Am 24. 7, (Moutag): Abwechselnd heiter und wolkig, Temp. nur ein wenig wärmer, Regenschauer.

* (Versorgung Hinterbttrb«n«r.) Nach dem Gesetz über das Verfahren in Versorgungssachen vom 10. Januar 1922 hat über die VersorgnngSansprüche von Hinterbliebenen, die noch keine GMhrniffe nach dem Reichsversorgnngsgesetz be­ziehen, das Versorgungsamt bezw. das Versorgnagsgerichl zu entscheiden, in dessen Bezirk die Witwe des Berstorbenen wohnt, oder wenn eine solche nicht vorhanden ist, der Ver- siorbene zuletzt gewohnt hat. Hierdurch wird erreicht, daß für alle Hiuterblirbeuen (Witwen, Waisen, Eltern, uneheliche Kinder usw.) desselben Verstorbene» dieselbe Behörde za-

gefianet find, sofern ihm nur die NiNur die gesunde g-.- .we und körperliche Kraft verlieh, sich derart au^uGben. Die Dienerschaft, welche über ihre Herrschaft ziemlich genau orientiert zu sein pflegt, sagte unter sich:Er macht sich nicht» aus dem Jüngere, weil der keine Ader von ihm hat, viel­mehr das völlige Abbild der Gnädigere ist. Deshalb gehe er dem häßlichen kleinen Wicbt aus dem Wege, soweit das möglich ist, ohne daß die Stadt darüber redet." Und diese selben gewitzten Leute hatten auch den falschen Schein einer Ehe durchschaut, die vor der Weil für eine der glücklichsten und beneidenswerteste» gegolten. Sie wußten, der sei he Tod der schwiridfüchtigerr jungen Frau hatte denHerrn" n ir von einer drückende« Festet befreit, denn seitdem lebte er auf wie ein Erlöster. Und wenn es vielleseist nicht gerade f«hw war, daß er sich um den Kleinen nicht arg viel kümmerte, so begrußn sie wieder, daß er ihn nicht gerade liebevollen Augen betrachten konnte, denn auch das halten sie irgendwie her» ausdekoulmen das elende Iüngelchen sollte ja Universalerbe der verstorbenen Gnädigen geworden sein. Grund gerug, ihr auch jetzt noch gram z« sei« und die rechte Vaterftrude an ihrem Sprößling rächt Etsmineil M lassen.

Der Schmidt nun »achte es förmlich Vergnügen, die väterlichen Besuche und Nachfragen in der Kinderstube a n zuzählen, um das Resultat ihrer 'Berechnungen in der Küche zum besten zu geben. Sie wußte genau, als der Kleine letzthin an einer bösen Lungenen tzü »du ng krank gelegen, hatte der Herr mit der ^unftluhfeit eines Dollars zunächst jeden Vormittag nach ihm gesehen und dann abends noch einmal Bericht von ihr gefordert. Dann, als es sich zum besseren wendete, war er jeden zweiten Tag gekommen und nun immer mit einem Spielzeug, einer Näscherei in der Hand, die Abendberichte aber waren sottgeiallen. DerHerr" ging wieder aus, was ihm kein Mensch versenken sonnte, da das Trauerjahr sich feinem Ende nahte.

Da nun sein nächster Besuch erst morgen fällig war, sah ihn die Schmidt völlig verblüfft jetzt mit dem Arzt zugleich eintreten.

Mortsennna folgte