Wüchterner Zeitung
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Amtliches Organ für Stadt and Kreis S ch l ü ch t e r «
M. 86
Vegmnense nrsrung.
K-rtagnng der Regierungsumbildnug. — Die bürgerliche Arbeitsgemeinschaft auf dem Marsche. — Zwei-
-rittel-Mehrheit für das Schutzgesetz.
Die interparlamentarische Lage beginnt sich langsam zu klären. In allen Fraktiorcen der bürgerlichen Mittel- Mrteien wurde man sich über das Prinzip der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft einig. Ueber die Voraussetzungen und Bedingungen, unter denen die Arbeirs- aemeinschast in Erscheinung treten soll, schweben die KerhandlkMgen rwch, insbesondere auch über die Teil mchme der Bayerischen Volkspartei, auf deren Eintritt W die Arbeitsgemeinschaft die Deutsche Bolkspartei dringt. Die Arbeitsgemeinschaft der sozialistischen Parteien stößt auf erneute Schwierigkeiten. Nachdem die Mchrbeitssozialdemokraten in ihrer Iraktionssiyung vom Montag die Erweiterung einer Regierungskoali tion nach rechts gegen drei Stimmen abgelehnt und die Fraktiorlsgemeinschaft mit den Unabhängigen beschlossen hatten, richteten sie an die Unabhängigen folgende drei Fragen, die für die Frage der Arbeitsgemeinschaft als Grundlage dienen sollten:
1. Wie verhaltet Ihr Euch znr Frage des ^iutiütv eines Mitgliedes der Deutschen Bolkspartei in die Rc- gicrnng?
2. Seid Ihr mit der Vertagn»« der Negier»«gs- «Mhildnug bis z»u» Herbst einverstanden?
3. Wie steht Ihr zur Frage der Reichstagsaus- M«ng?
Die Unabhängigen beschäftigten sich gleichfalls in einer Fraktionssitzung mit der Frage der Arbeitsge- yieinfchaft. Sie scheinen auf ihren Eintritt in die Regierung keinen unbedingten Wert mehr zu legen. Die Nachrichten von den Parteileitungen der 11. S. P. T. aus dem Reiche, die sich fast alle gegen eine Arbeitsgemeinschaft mit der S. P. D. aussprechen, haben ihren Eindruck auf die Fraktion nicht verfehlt. Damit hat auch die Idee der ArbeilsgemeinfchM an Auhängern innerhalb der Unabhängigen Fraktion verloren. Die wichtigste Frage für die Uriabhän'-tt^ ; bleibt nach wie
vor die GeÄLticiuH bc^ Hubert Kreist
vor ölt Gcstuttt!-»«, des _.3;.;dlt;t.... .. In p/rtt..U7 tu^ rischen Kreisen ist allgemein die Anschauung oerbreitel daß die Frage der Regierungsumbildung im Augenblick von den neuen Forderungen der Garantiekommission - man spricht von geradezu ungeheuerlichen Forderun-
gen au^ dem Gebiete der Finanzkontrolle — in den Hintergrund treten müsse.
Der Beschlvtz der Unabhängigen.
»«-Der „Berl. Lok.-Anz." berichtet: Die Unabhängigen haben Montag nachmittag beschlossen: 1. die von der S. P. D. angebotene Fraktionsgemeinschaft bis zu ihrem Parteitag zurückzustette», 2. gegen die Vertagung der MegiernngsmnbUdmlg keinen Einspruch z« erheben, 8 trotz aller schweren Bedenken den Gesetzen der Re- rublik zuzustimmen. Durch den Beschluß der Unabhängigen, für die Gesetze der Republik zu stimmen, ist die verfassungsmäßig erforderliche Zweidrittel-Mehrheit Mnmehr gesichert. Für das Gesetz stehen, von der Teutschen Volkspartei bis den Unabhängigen gerech- ket, rund 360 von 469 Stimmen zur Verfügung. Wie das „Berl. Tagebl." berichtet, wurde in der Fraktions- Leratung der 11 S. P. mit 39 gegen 17 Stimmen be- ischlossen, für das Schutzgesetz zu stimmen. Die Vttnder- Heit steht unter der Führung von Ledebonr. Ste „Fre-- Heit" betont ähnlich wie der „Vorwärts", daß aus der Arbeitsgemeinschaft eine sozialistische Klasienkampf-Gc- vreinschaft bis zum Herbst entstehen müsse.
Donnerstag, 20 Juli 1922
•usw*»
Die bitraerfidie Arbeitsgemeinschaft. i
s-< Der „Lok.-Anz." erfährt: Ueber die anvebahnle: bürgerliche Arbeitsgemeinschaft von der Teutschen, Volkspartei bis zu den Demokraten ist zu sagen, dar sie marschiert. Indessen werden auch hier die letzten Bansteine in den vorläufig von drei Säulen getragenen Bau, dem vielleicht später als vierte Säule die Bauers-i sche Volkspartei beigefligt wird, wohl erst nach .den großen Sommerferien gelegt werden.
Das „Berl. Tagebl." veröffentlicht eine Zuschrift > der Abgeordneten Marx, Stresemann, Petersen und^ Koch betreffend die Stellung der Bayerischen Bolkspar- tei. Es heißt darin: Es wurde allerdings von Herrn Marx betont, daß die derzeitige Einbeziehung der Baye-, rischen Volkspartei nicht tunlich sei. Dr. Stresemann betonte demgegenüber, daß man nach Abschluß der jetzi-. gen Verhandlungen für das Gesetz zum Schutze der Re publik auch an die Bayerische Volkspartei herantreten solle. In der Auffassung, daß es sich bei der Arbeitsgemeinschaft nicht um einen bürgerlichen Block gegen me Sozialdemokratie handele, waren alle Beteiligten einig.
Die „Deutsche Allg. Ztg." schreibt: Die Arbeftsge meinschaft der bürgerlichen Mittelparteien darr als gesichert gelten. — Die „Boss. 8tg." bemerkt: Zunächst wird es auch von dieser Arbeitsgemeinschaft genen was als Ergebnis der jüngsten inncryolitinten Krise reffsufteKen ist: Es bleibt bis auf weiteres alles b^w alten.
Selbstmord der Mörder Rathenaus.
»-»- N a u m b u r g a. S. (T. U.) Am Montag abend wurden durch mehrere Kriminalbeamte auf der Burg Saaleck die beiden Mörder Rathenaus, Fischer und Kern, ermittelt. Als die Polizei zur Festnahme schreite« wollte, flüchteten sie auf den Burgturm, wo sie sich erschossen.
Die Polizei hat, wie wir weiter hören, die Burg schon um 3 Uhr umzingelt, sodatz an ein Entkommen der Mörder nicht mehr zu denken war. Gegen 7 Uhr abends sprengte man das Tor und die beiden Mörder flüchteten auf den Turm. Als die Polizei die Treppe herausstürmie, rief einer der Tät^r ihnen erstiegen: „Ihr Feiglinaei" worauf ««mittelbar darauf zwei SHüye fielen. 'Bei Deffnung der Tür zu dem Gelaß fand man Die Attentäter tu ihrem Blnte schwimmend vor. Beide waren tot. Der augenblickliche Bewohner der Burg, ein gewisser Dr. Stein, Anhänger der Dentschuationnlen Volkspartei unb Vorsitzender der Burg- und Walöge- meinde Thüringen, befand sich angeubicklich aus Reise«. Wie bekannt, ist die Burg Saaleck der Oessentlichkeit nicht zugänglich. Nähere Einzelheiten fehlen »och.
Weitere Einzelheiten zum Selbstmord der Mörder Rathenaus.
>* Hatte. (H TI Zu den Vorgängen auf der Ruiue Saaleck find noch folgende Einzelheiten zu melden: Es ist festgestellt, daß Kern seinerzeit den Oberleutnant Dittmar aus dem Gefängnis befreit hatte. Damals diente als Unterschlupf für Um die Burg Saaleck, wo Dittmar sich an tu längere Zeit verborgen hielt. Ware die Entdeckung des Schlupfwinkels der Mörder nur einige Stunden später erfolgt, so wären diese wieder eiu- schlüpft, denn sie hatten, wie festgestellt ist, bereits telephonisch Fühlung mit München genommen. Bon dou aus waren schon mehrere Helfer mit Geldmitteln und falschen Pässen nach Burg Saaleck unterwegs. Die Helfer sollten Kern und Fischer auch andere Kleidung bringen und dann beide, aber ge rennt, über die rühecho-slo- wokiicke Grenze schaffen. Ob es bereits aellmgen ist
74. Jahrgang
dst von Mlrnmen aus ent^nsren Helfer zu veryanen, tyr in Berlin nock nicht bekannt. Zahlreiche weitere B«» ht ftnngeu von Zersoueu stehen bevo--. die sich der Be- qünsuanna der Mörder Rathenaus schuldtq aemachi Haber, sollen.
^ Berlin. (S. CF Ueber den Selbstmord der Rache- nau-Mörder wird noch gemeldet: Der Aufenthalt der beiden MLörder in der Nähe der Rudelsburg war der Polizei seit Montag früh bekannt. Die vielen Feblfest- nehmuugen der letzten Zeit mahnten jedoch zu einem vorsichtigen Borgehen. In der Nacht zum Dienstag wurden alle Zugänge znr Burg Sauleck durch Polizeiaufgebot umzingelt. Ebenso wurde die gegenüber der Saale liegende Rudelsburg durch ein anderes Kommando abgesperrt. Im ersten Morgengrauen rückten die Polizeibeamten gegen den Versteck der Mörder vor, die das Näherkomnien der Polizei beobachtet haben mußten. Dann plötzlich hißterc sie von einem Fenster aus zum Zeichen Ihrer freiwilligen Uebergabe ehi weißes Tuch. Die Beamten hörten dann mehrere Schüsse sollen. Als sie eirrdrangen, fanden sie bereits einen der Mörder tot vor. Fischer konnte noch wenige Worte sprechen und gab seine und seines Genossen Identität mit den Gesuchten zu. Die beiden Mörder haben Briefe an ihre Angehörigen hinterlassen, ebenso eine Anzahl Postkarten, die an im öffentlichen Leben stehende Persönlichkeiten gerichtet sind und die von der Polizei beschlagnahmt worden sind, bis der Oberreichsanwalt in Leipzig die weitere Verfügung getroffen haben wird.
Verhör Dr. «tems
»-- Naumbur«. (L. A.) Dr. Wilhel n Stein ist Anhänger der Deutfchnat.onalen Volkspartei. Er bestreuet auf das allerentschiedenste, von dem Aufenthalt Der beiden Mörder auf der Burg etwas gewußt zu haben, wie er denn überhaupt mit den beiden nie etwas zu tun gehabt habe. Am Donnerstagabend reifte Dr. Stein mit seiner Frau nach Berlin. Als er Montag abend zurück- kehrte. sah er in der Burn Saaleck Licht. In die em Zimmer hatten sich die beiden Mörder erschossen. Trens- taa früh ist er mit seiner Frau zum Staatsanwalt nach Nainnburg gerufen worden, wo er mittags 1 Uhr noch weilte. „
kiol n Reichspräsisen?e«.
1 Besprechungen zwischen den:
Die BerhaudI w Berlin. M E.
Reichspräsidenten und den Mchrheftssvüaiiücn find Montag abgeschlossen worden. Ihr ©igebuis ist, daß die Mehrheitsfozialislen auf sofortige Erfüllnitß bet be: kannten gewerkschaftliche» Forderuuge» nicht mehr bestehe«, sondern die Berhandlirngen darüber auch nach Vertagung des Reichstages fortzusetzen bereit sind. Im allgemeinen zeigten die Mherheitssozialisten in ihren Besprechungen mit dem Reichspräsidenten eine beginnende Nachgiebigkeit.
Zusammentritt des Auswärtigen Ansschu'ses.
^ Berlin. (T. U.) Der Auswärtige Ausschutz der Reichstages tritt am Mittwoch zusammen, um die ernst/ autzenpolitische Lage zn besprechen, die wahrscheinlich durch die Forderung der Reparattonskommission in Bezug auf die Finanzkontrolle Deutschlands entstehen wird.
Noch ein Hoffnnngsanker?
»^-Paris. (F. G. A.) Alle Mstteilungen über den Eindruck, den die Garantiekommission in Berlin empfangen hat, find mit Ptißtrauen aufzunehmen, da der Inhalt feines Berichtes selbst den amtlichen Stellen noch nicht bekannt ist. Bon gut informierter Stelle wirr be stättgt, daß die Mitglieder des Garantiekomtte-s in mehreren Fragen nickt einia iinö.
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88 Roman von L. D r e s s e I.
tRatdruck DtrSo'en.)
„Kind!" schalt er mit einem Anfluge weicher Zärtlichkeit. »Nalarttch kamen Sie nicht weit mit Ihrer üblen und unerfahrenen Selbsländighnl."
.Nein," seufzte sie, „ich fing es wohl verkehrt an. Ach, <8 war alles so schrecklich, es brach zu viel über mit zusammen. Aber nun sind Sie da, lieber Herr Gebeimrat, unb Sie sollen hören, was selbst mein armer Eberhard bis zu stinem Tode nicht wußte."
,Um GoUesivillen, Mario», was reden Sie ba^* rief « erbleichend. „Eberhard fei — — *
„Er ist uns genommen," nickte sie schluchzend. „Diese sil*chtbare Nachricht traf mich erst bei meiner heutigen An» Mt in Berlin."
Und dann vernahm der bestürzt Lauschende die traurige Katastrophe, welcher bet blühende junge Mensch zum Opfer gefallen, unb alle Prüfungen und Bedrängnis, welche Die •uw* Marion beimgefudn, bis sie unter dem letzten entsetzlichen Silage nieder gebrochen war.
er alles gehört unb Marion erschöpft, ein rührendes Der Trauer, neben ihm saß, leuchrete in feinen ergriffenen «ügeu ein großer herzhafter l^ntschluß. Sanft ihre Hände »mWwßelch, sprach er in tiefer Bewegung: „Liebe Marion, Ihr, Kettuffenhest geht mit sehr nahe. Sie wissen in der Tat weht, unter welchem Dach Sie diese Nacht ruhen werden, Sie durchaus nicht zur Tante zurücklehren wollen?"
„Nein." entgegnen Sie tonlos. „Es macht auch nichts. ™ ist alles aus —- alles gleich."
«Kind, so dürfen Sie nicht sprechen. Jugend braucht nnnuier zu oerzweifetn. Bor Ihnen mag ein langes Leben uegen, das Ihnen wyalmte Freude» und viel Segen bringen tanu. Nur müssen Sie den rechten Getwauch von Ihrem langen schönen Leben machen, Glauben Sie, Ihr Pater wäre mit dieser verzagten Antwort zufrieden gewesen?" u-ad'^8 W ich tun?* murmelte Sie--„wo soll ich wir
„Zu mir, Marion, wenn Sie wollen."
Sie schaute ihn betrogen an. v@eyt das denn?" fragte sie unsicher. „Sie — Sie haben feine Frau, Herr Geheimrat,
und —
Sie wurde rot unh verDmmte verlegen.
„Sie müßten es werden, Marion, baun ginge es herrlich."
Nun wich sie erschrocken zurück. Ich habe keine Liebe mehr zu geben, nicht solche —" jagte sie müde.
„Ich verlange sie nicht, Marion. Sehen Sie in mir einen väterlichen Freund. Umsorgen Sie mich ein wenig, wie Sie es Ihrem Vater so liebreich taten. Mein einsames Haus sehnt sich nach dem Sonnenschein weiblichen Waltens. Ja, Marion, ich mürbe es für ein großes Glück betrachten, solch ein holdes Töchterche» zu besitzen, das ich schützend umhegen dürfte. Dieser Art de»ke ich mir unser Verhältnis zu einander, das dennoch nur unter legitimer Form bestehen könnte. Wollen Sie nun meine« Namen tragen, Marion? Er soll Ihnen Schutz und Halt fein."
Einen Atemzug lang zögerte sie, beklommen sah sie ihn an, aber sie begegnete einem milden abgeklärten Blick voll selbstloser Güte, imb da zog in ihre bange Seele ein schönes starkes Vertrauen.
^Ja," sagte sie fest, ,««d ich danke Ihnen von Herzen, lieber Herr Geheimrat, für den sicheren Hermaifchutz. Ich will Ihme« eine treue Tochter und Freundin fein."
Er zog ihre Hand an die Lippen. „Sie sollen diese Ztlsage nickst bereue«, teure Piano». So lange es dem Herrn der Welten gefällt mich zu Ihrer Seite zu lassen, soll der Wanderweg mit mir ein leichter für Sie sein. Das verspreche und hofft ich.
So sehr ich nun unsere Bereinigung beschleunigen werde, kann ich Sie leider ja nicht sofort in mein Haus führen, das ohnelsin noch kenwswegs gastlich ist. Was meinen Sie, würbe Frau Hrban Sie nicht gern ausnehmen, bis die Traunrigs- prätinnnavie« erledigt sind? 6üne gebildete und fympatifche Dame, du Ihnen außerdem nicht fern steht."
Marions tränendunkler Bück erhellte sich. „Ein guter Gebaute, unD er ist mir bis dahin gar mchl gekommen, vielleicht, weil Frau lirban mir doch nicht so vertraut war, wie Frida selbst. Daß ich aber sehr gut bei ihr aufgehoben sein werde,
weoHR ein langes Köoi^M Übersicht leicht das ?! .n» liegende und kann mitunter recht wohl einen Berater brau.. u, nicht wahr?" lächelte er ernst. Voll inniger Güte fügte er hinzu: „Meine Marion, alles, was Dich bedrückt, stelle getrost auf meine alte Schultern, sie sind noch stark genug, so liebe Last zu tragen."
Leidzerrissen, kampsesmüde legte sie ihre Hand in die seine und redete kein Wort mehr von der geträumtrn Seldftändig- teit, der ihre zarte Kraft nicht gewachsen war.
Er hingegen nannte nun dem Kutscher das Hm er die junge Braut, die sie in den Augen der W einmal war, beruhigt zuführen konnte
u5, dem !elt nun
Dichter Schnee stöberte aus der grauen Lust, in schnellem Wirbel eine weiße weiche Decke webend, stark genug, um sei: : die Spuren eines großstädtischen Verkehrs zu verhüllen.
Die aus der Klaffe kommende Schuljugend begrüßte r • veränderte Straßenbild mit lautem Hallo.
Der erste Schnee. Wenigstens der erste dauerhaftere : Winters welcher bis dahin ein mildes Regiment geführt u seine schüchternen Vorläufer ungerügt von btibenben 5out pfeilen und feuchten Westwinden hatte zurücktreiben in Nun aber schien der lässige Eiskönig Ernst zu machen. I. es war Heft, hatte er doch schon bis weit in den Iani.»r hinein die Saison verträumt. So gab sich der grimme Wetterregent einen mächtigen Ruck, schüttelte das weige Haupl, daß nur so die Flocken stoben und bließ sie mit gewaltigem Atem über die oben Lande.
Das gefiel den Buben. Jbre kräftige Jugend n»bm’8 mit dem Alten auf. Flugs flogen die Ranzen herunter. Atit befreiten Armen lieferten sie unter viel Geschrei eine regelrechte Schneeballschlacht.
Hinter den Spiegelfcheiben eines großen eleganten Ge» däudes unweit des Gymnasiums stand «» blasser, schwäckmger Knabe. Mit sehnsüchttgen Augen verfolgte er beu tvstieg» Sfriea.
(Fortsetzung M«t.j