Wüchterner Zeitung
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Kreisblatt
Erscheint 3mal wöchentl. Drahtanschr.: KreiSblatt Schlüchtern. z Druck « Berlaq Fa. T. Hohmeistei, schlüchtern. Berantworll. | »Schriftleit. H.»L Hohmeister, Schlüchtern. Geschäftsstelle Drei» | Lbrüderstr. 8. — Im Falle höherer Gewalt, BetriebzftSrurß ei j ^Strümsperre erlischt jede Verpflichtung auf Schad-uersaq.
Amtliches Organ für Stadt «nd j^reis Schlüchtern
Nr. 79
Dienstag, 4 Juli 1922
74. Jichrgang
Der Reichsprüsideut empsina den Grafen Lerchenfeld M einer Besprechmlg über die schwebenden politischen
^Der Reichskommissar des Gebietes Gotha hat eine Sensor für bürgerliche Zeitungen angeordnet.
»» Infolge des Streiks in den Berliner Druckereien sind nur folgende Zeitungen erschienen: „Der Deutsche". ..Tägliche Rundschau". „Berliner Börsenzektung", „Vor- wärts", „Freiheit", „Deutsche Zeitung", „Rote Fahne".
Der Bezugspreis der »Kölnischen Zeitung" beträgt ab 1. Juli in Köln 46 Mark, nach außerhalb 52 Mark. Der Zeilenpreis für Anzeigen ist auf 23 Mark und für Reklamen auf 90 Mark erhöht worden.
Der Belageruugsznftaud i« ®leimig und Beuche« ist wieder verschärft worden. Im Laufe oer letzten Tage find in Beuchen zwei Einwohner von Franzosen schwer verletzt worden.
Der Nestor -er Sozial-emokratie. der Reichstagsab- geordnete v. Bollmar, ist in seiner Villa in Oberbayern; gestorben.
Für die Tötung von 13 Mann italienischer Truppen in Oberschlesie« verlangt Italien von Deutschland und: Polen 9 Millionen Lire, die an die Familien der Opfer: zu zahlen sind.
Ein Entwurf eines Gesetzes, das das gesamte Genos-s kemchaftsrecht neuordnen soll, wird im zeitigen Herbst -em: Reichstag zugehen. s
Der italienische Ministerpräsident de Facta hat dem deutschen Botschafter in Rom zu einer längeren politi-i wen Aussprache empfangen.
Die Gettekdettmlsge endgültig ngenommen
m Reichstag wurde an» So»«- ttder sie Getreidenmlage mit
abend
217 gegen 137 Stimmen angenommen. Dafür stimmten die Soziakdemokrateu, das Zentrum, die Demokraten, die Unabhängige» und ein Teil der Ba- erischen Bolks- partei. Nach der Borlage wird also eine Umlage wie im Vorjahre »ou 2% Millionen Tonnen erhaben. Der Preis beträgt 6900 Mark für die Tonne 5!eggen für Weizen 7109 Mark, für «erste 67GS Hi.Z. für Ha^r wOü Mark.
»»Berlin. tL. A.) Der Allgenceine demsüie Gewerkschaftsbund, der Allgemeine freie Angestelltenbund und die drei sozialistischen Parteien erlassen einen Aufrm an das republikanische Volk, in dem alle ernstgesirulten und entschlossenen Republikaner im ganzen Reiche auf- aefordert werden, am Dienstag, 4. rtult wiedernm die Arbeit ant Nachmittag ruhen zu lassen und in geschlossenen Zügen anf Straßen und Plätzen für die bekannten Fm-eru»gen zu demonstrieren. Die Arbeitsrude soll überall mit dem Schluß der Vonnittaasschicht spätestens um 1 Uhr eintreten. Um 3 Uhr beginnen aus den De- monftrattonSplützeli die Ansprachen. Es werden die Forderungen an die Regierung und an den Reichstag verlesen und eine Abstimmung der Demonstranten über diese Forderungen herbeigeführt werden Die Stille- '«mg des Straßenbahnbetriebes ist voll 1 bis 5 Uhr, die der Eisenbahn und Hochbahn von 3 bis 3% Uhr zu beschränken. Um 6 Uhr sollen die Demonstrationen und daher auch die Umzüge am den Straßen ihr Ende nehmen. In den Gasthausbetrieben usw. wir um diese Zeit die Arbeit wieder ausgenommen werden, in den Vetrie- il«L_»it regelmäßiger Nachtschicht zu üb Sicher Zeit.
Die Berneymungeu in -er Raihenau-MorSafsäre.
4-» Berlin. <F. G. AI Die Polizei kommt der vollständigen Aufklärung des Mordes an Rathenau immer näher. Am Sonnabend wurden die zahlreichen Perso- üem die unter dem Verdachte der Mitwisserschaft, der Begünstigung und auch der Beteiligung an dem Morde sestgenommen worden sind, nochnrals vernommen und zum Teil einander gegenübergestellt. Elcdlich kommen neue Häftlinge aus dem Reiche an, die sich in Berlin püer der Provinz für rechtsradikale Bestrebungen verdächtig gemacht Laben, oder von denen man weiß, daß sie mit der Organisation C in Verbindung stehen. Die Mehrzahl wird wohl nach der Vernehmung wieder ent- -lassen werden. Der verhaftete Techow weigert sich nach wie vor, Namen von Mitgliedern zu nennen, und beruft sich auf seine ehrenwörtliche Schweigepflicht.
Die Verhaftuugeu in Hamburg.
^ Hamdnrg. (T. U.) Im Laufe des Freitags sind in Hamburg neue Verhaftungen von Personen, die der in den letzten Tagen oft genannten Grilppe Warnecke
angehören sollen, vorgenommen worden. Im Jnteresse- Ser Untersuchung verbietet es sich, heute schon lernen zu nennen. Es weitet sich mit der fortschreitenden Un- tersuchttng der Kreis der Verdächtigen inrmer mehr.
Berbotene Orgamsattonen
*# Dresdeu. (T. U. Amtlich. Es besteht der Beroacyt, daß zwischen einer Reihe nationalistischer Organisatio- Men und der der Vorbereitung und des VollbringenS vo- slitischer Morde dringend verdächtigen Organisation E /Beziehungen bestehen. Es ist daher die Besorgnis be- !grüudet, daß durch diese Organisationen die Ruhe und Dr-rcung und der Bestand der Republik gestört wird. Auf Grund des 8 1 der Verordnung zunr Schuye der Republik hat daher der Reichsminffter des Innern durch eine unter dem 1. Juli 1921 in der „Sächsischen Smats- zeitirng" veröffentlichten Bekmnumachunn die nachge- ttattuten Vereine und Verbände mit allen ihren Bezirks- und Ortsgruppen verboten und aufgelöst: 1. den Verein Organisation C, 2, den Landesverband der national- gesinnten Soldaten. 3. den Verein Bund der Getreuen, 4. den Verein Kleinkalidrige Schlitzen. 5. den Verein MrEöDch Oberland» t. ^^.-.:- .LtavWlvu
Mu Mttwiffer in Amerika verhaftet?
»-»Paris. Havas meldet aus Neuyork: Ein Funkeu- telegrnmm aus Berlin hat von der amerikanischen Polizei verlangt, sie möge den einlanfenden Schissen größte /Aufmerksamkeit schenken, um die Äditschuldigen an der Verschwörung, die zu dem Morde an Rathenau geführt hat, zu verhaften für den Fall, daß sie sich nach den Vereinigten Staaten wenden sollen. Die Neuyorker Sicherheitspolizei hat darauf auf dem Passagierdampfer „Präsident Taft", der aus Europa angekourmen ist, den Pas-« sagier Mac Petersen verhaftet, der ohne Wissen des Kapitäns an Bord gekommen sei. Die Offiziere des Schiffes hätten erklärt, Petersen habe ihnen nicht verheimlicht, daß er der Brigade Ehrhardt angehört habe und über alles unterrichtet gewesen sei, was den Mord an Rathenau betreffe. Er fürchte sich, nach Deutschland zu- rückzukehren, weil er dann zum Tode verurteilt werden würde.
Der Schutz -er Republik.
** Berlin. (F. G. A.) In der Besprechuna der Ministerpräsidenten der Länder mit der Reichsregierung über das Gtsek zum Schutze -er Republik hat sich die große MehrzAhl der einzelnen Staatsminister für die Vorlage -er Regieruna ausgesprochen. Das Gesetz, das Tu we
sentlichen Teilen die Verorönuna -es ReichSpkrmvenkM in eine Dauerform fassen will, wird bereits am Moutas dem Reichsrat und am Dienstag dem Reichstag zuge-' ben. Es hat übrigens in den letzten Besprechungen eure allgemeine Reform erhalten, sodaß es sich Ächt nur gegen rechtsradikale Bestrebungen richtet, sondern aKge* mein den Schutz der republikamscheu Verkalkung bezweckt.
Der Bürgerkrieg in Irland.
»^ Londo«. Die irischen Meldungen sind etwas vor, gchtcg auszunehmen, aber soviel zeigen sie doch, daß der Bürgerkrieg im vollen Gange ist, und daß die Aufstän-
zu sein. Das halb Dublins
immer nicht i weiter aus.
üud sprenge« «rücken. Bon den drei Kabeln nach England ist eins nach Dublin durchschnitten. Außerhalb Dublcns schließt ein Postamt nach dem andern. Die Lage in Irland nimmt die hiesige Presse vollständig in Anwruch, sodaß Poincarees ietztc Drohrede nichr beuch tat wurde.
•* Parts. Der Botschasterrat hat Litauen beschäftigt und beschlossen, i
Staate de jure
Die Haager Konferenz.
ierfommiffum für das Privatergentum ist zu einer Sitzung zusammengetreien und hat die von der russischen Delegation behandeste Frage der russischen Wertpapiere besprochen. Die Brryuiwluiqea der Kommisswn waren vertraulich.
Der russische Delegierte Sskslutkom äußerte sich dem , Matin"-Korrespoudeuten gegenüber, da^ die Sowjetre- gierung eine BerpfltMung zur Zahluug der Kriegsschuld den nicht an-nkennen künne. Da^aen müsse die Frage der Borkrterrsichulden irnwoiiy. un» z:: mr« Reaelun^ geführt wer yueLifierten Be, triebe könnten an die früheren Besitzer nicht zurückerstattet und ebensowenig könne Schadeusersatz dafür geleistet werden. Dagegen seien die früheren Besitzer der deute nationalisierten Betriebe berechtigt, sich an den zu bilden» den Firmen zu beteiligen.
Die Schlacht in DuSlin.
Eine Meldung des Son-erLertchterstatterS deZ „Daily Expreß" besagt, daß die Truppen des irischen Freistaates in Sie Four Courts in Dublin eingedrungen sind. Einer der Hauptteile der Festung stand unter starkem Artilleriefeuer. Der Kampf war eingestellt worden, um dem Befehlshaber der Ausständigen eine zweite Möglichkeit zur Uebergabe zu geben. Er lehnte wie» idernm ab. Hierauf wurde das Arttlleriefeuer wieder ausgenommen, bis eine der Hauptmauern niedergelegt war und die Freistaattruppen eindringen konnten, großer Teil der Aufstandcgen hat sich bereits ergehender übrige Teil verteidigt sich jedoch noch. Es feien viele Gefangene gemacht worden. Unter den irischrn Freistaattruppen gab es eine Anzahl Tote.
Auflosttug des Bundes der Frontsoldate«.
SMe üer Amtliche Preußische Pressedienst müteUt. hat
Dornenwege.
N Roman von C Dressel.
MrchdniS »»rS»>M.>
.»ch so, Du---.* Das alte Fräulein sah fie so ge« laetatabweietÄ an, als erwache sie aus tiefem Traum. Vrel- lÄcht dem Traum ihrer verfehlten Liebe, die mit ihr alt ge» »«deu und immer gleich unsruchtbar geblieben war und sich Wießllch ix tyrannische Herrschsucht gewandÄt, die niemals enttex kann.
.Du glaubst dennoch, daß Deine Verlobung sich nun lösen «räd?' fügte sie gleichgültig hinzu.
. « wird so kommen. Taute. Ich muß dann arbeiten, K-ich vielen alleinstehenden Mädchen, und tue es gern.
„Schmeckt das Gnadenbrot nicht?" höhnte jene wieder.
•3$ b»» auch eine Rardeck!" antwortete Marion stol^
„Ein dummes GSr bist Du. Da ist Bell«, die Landeinfalt, »«gleich klüger als ^M Weltstädterin. Von der könntest Du lerne», wie man das Leben im allgemeinen und eine gütige Sexte im besonderen zu nehmen hat."
„Bella wnS» mir nie ein Vorbild sein," entgegnete Marion «l«ch hochfahrend, dann sank der stolze Kom um eine Linie und über die herben Lippen ging die zögernde Sitte: „Nur ü» lange erlaube mir zu bleiben, bis Eberhard gegangen ist. Er soll die Sorge um mich nicht auch noch auf seinen müh- seligen Weg nehmen."
„Red' leinen Unsinn. Aus dem Hause jage ich Dich nicht «Kich wenn schon im übrigen Deine offene Auflehnung eine emwinWicbe ©träfe verdient hatte. Und weshalb solltest Du nickst einmal leiben, wie ich es lebenslang gemußt. Das ist mw ausglüchende Gerrchtigkeit. Was starrst Du mich an mit Deinen Rardeckangen? Geh' — ich hasse sie."
Marion kam dem erregten Befehl nach, aber fie verließ das Zimmer nicht ohne eine Empfindung des Mitleids für die verbitterte alte Frau, in der sie sich sagte:
„Dennoch mag sie das herbste Weh nun erst erfahren, wenn sie völlig vereinsamen wird. Die kalte eifersüchtige Bella kann ihr «immer unkten ehrlichen, gutherzigen Eberhard er« st.be». Und was er in fn-.-. :r Undekummerms von ihr fc»Mfeigr »u» Alt» sich Wü ÜLUkl rtzsUtcktturi« »richleichert."
Dann ttnl-o drängte die Tivnioügkeit der eigenen Lage alles andere zurück.
„Was fange ich mit meiner Liebe an?" dachte sie, während ihr die heißen Stauen über die Wangen rannten, Günter wird sie verwerfen, da sie nichts mehr zu bieten hat, als die Bereitwilligkeit ihm zu bieueit, und den Mut, selbst die härtesten Zeiten zu ertragen, könnte es nur mit ihm, für ihn sein.
Und dann saß sie die halbe Nacht am Schreibtisch. Immer wieder zerriß sie das Geschriebene in ihrem ängstlichen Bemühen, die rechten Wort« zu finden für die Versicherung ihrer mutoolkn Treue, ohne jedoch in der Furcht den G«. liebten zu verlieren die Eyüüung seines Ehrverspruchs zu fordern.
So hatte sie denn schließlich mit der liebevollen Umstand- j üchkeit eines ehrlichen Herzens, eine ganze Epistel zustande gebracht.
Ihre jugendliche Unerfahrenheit wußte nicht, daß solche mit dem Herzblut geschriebenen Auseinandersetzungen dem praktisch denkenden Weltmann völlig wertlvs sind.
Sie hätte fich den Kampf und die Tränen, das ängstliche Suche» nach der möglichst jchonendsteu Mitteilung sparen und in fachgemäßer Knappheit einfach schrei-eu sollen: „Tante zieht ihr Versprechen zurück und so bringe ich Dir keinen Groschen Mitgift zu. Hast Du nun den Mut, eine unvermögende Frau zu heiraten und würdest Du ihr im Falle der Not das willige Dtiterrverben gestatten? Entscheide, wie Du mußt. Ich liebe Dich, binbe Dich aber unter feinen Umständen an Dein Wort."
Dein, dies war der nackte Leitgedanke ihres Schreiben-, dem die junge eifernde Liebe dann ihren warmen verbränien- de« Mantel umgehättgi. Aber nur der, warmherziger Be» geisternug fähige Mann, sieht in ihm eine königliche Purpur» siandarr«, das hochfiatlernde Banner seiner lebenslangen ; T rue, während der egoistische Weltling, der ehrsüchtige Streber, ihn als Bettlerfetzen mißachtet.
Als Marion sich endlich, erschöpft wie eine Fieberkranke, niederlegte, dämmerte bereits das Frührot des neuen Tages j herauf.
Am zweitlrächsten Morgen fand sie neben ihrer Früh» ftkh'ia Wri-crvrs Wo nntf-- n m, Der ge inge Umfang des Bricres bereitete tu iebau am.Letzte Kurze spr. Ziuerup
überflog sie die wenigen Worte: „Laß meinem Beschtuß .«och Zeit, teure Marion. Set ÄLrrzeügt, daß ich lediglich Dein Bestes im Auge haben werde, denn nicht allein der Liebhaber, auch der ehrlich ratende Freund hat hier zu entscheiden. Doch erst die genauer« Kenntnis der hiesigen Verhältnisse kann mich beurteilen lassen, ob unsere Verbindung trotz der veränderren Bedingungen möglich sein wird. Unveränderlich Dein Günttr."
„Eine Henkersfrist," dachte Marion schmerzlich. Die brüske Trennung widerspräche seinem gesellschaftlichen Takt. Der verlangt auch hier eine gewisse Forui des Handelns. Daß die anständige Bedenkzeit meine Qual nur verlängert, in ihm nebensächlich, denn sein Herz hat in dieser traurigen Sache ja überhaupt nichts zu sagen." 3tu einer müden 3e« roeßitug faltete sie daS Papier zusammen.
Bella, die sie schon eine Weile lauernd beobachtet hatte, fragte hier ein wenig spöttisch: „Ist'S doch kein zärU cher Liebesbrief?"
„lieberHauptfehler. Keschästssache," entgegneteMari- u kurz.
„Das ist heutzutage die Liebe fast immer," lachte die andere. „So klug wird Dein Bürgermeister auch sein."
Marion schwieg. Hastig stürzte sie eine Taste Kaff« hinunter, ohne die ihr von Bella jetzt gefällig dargereick ten Schüsseln zu berühren, und drein ging sie geradeswegs zur Expedition der KreuMttung, sie wählte diese lediglich, weil ihr Vater sie früher gehalten — um ein Stellungsgesuch zu ertasten. An irgend welche kostspielige und zeitraubende Fach, ausbildung durfte sie einstweilen ja nicht denken. Vielleicht ließ sich die später mal ermöglichen. Für den Posten einer Geseitschaftern! um Hausstütze glaubte sie sich mit gutem Gewissen empsthleu zu fömuu.
Mt der vollkommenen Ungnade der Tante war ihr inzwischen auch völlige Freiheit des Tuns gesichert. Fräulein v MosfieMin kftMMÄete sich fortan so wenig um sie, daß sie ! übst während der ostiziellerl Mahlzeiten kaum das Wort an du verstoßene Nichte richtete
So sonnte Marion anch ungehindert der wenige Wochen später stattsindeDen Hochzeir ihres Bruders beiwohnen, vo« der jene auch sonst keinerlei Notiz nahm.
Es war eine den Umständen angemessene stille Fei« tu» engsten Faunlienkreiie
ÜWÄä-un- folgt.)