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SchmchLemer Zeitung

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BezngSpreis monatlich Mark, freibleibend » ; >,rch Bn^en inS Haus 1.00 Mark Tr-gerlohn. An | -eiaenv ciS je mm einspaltig 2. Mk., Reklamen. 5.0«-Ml.L r noch Tarif. Postscheckkonto : Frankfurt a. M. 11402/ - LanKont«: VreSbrtrr Bank Schlächtern. FeHtPrecher Nr. Lki. k

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Kreisblatt

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; Erscheint 3ma[ wSchentl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlächtern, z £®rul u Verlag Ja. L. Hokmeister, Schlächtern. JcrautwüN!. - kScheistl«,. H..E. Hohmeister, Schlächtern, «cichüstsstellr ®rti. ; zbrätirftv, 9. 3m Jolle höherer Gewalt, Betriebsstöruag eb ; ^Strom.perrr erlischt jede Verpflichtung auf Schadenersatz. |

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Amtliches Organ für Stadt und Krets Schlüchtern

M. 77

Donnerstag, 29 Juni 1922

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74. Jahrgang

SifleUungen

auf die

Schlüchterner Zeitung ftx dir Monate Juli, August, September nehmen gchrr ZeiürngSbottn, die GrschäftSsteüe sowie sämtlich PostsKstalre« ««d Landbriefträger entgegen.

Schlüchterner Zeitung.

üUecM vom Tag«.

Tamnel E^ WS wurde aus der ZonfereM in Ein- cknnati wieder zum Präsidenten des amerikanlühen Ar- teiterbundes gewählt.

I« einer japanische« Kabine« tssitznug wurde, wie verlautet, die Räumung Sibiriens beschlossen.

Die Unabhängige« haben, wie verlautet, mit be- irSchtlicher Mehrheit beschlossen, unter gewissen Bedin- M»M» in tue Reichsregierung einzutrsten

Sie Ironerfelßt für Dr. llaWnav.'

» Berlim lT. U.) Vom Reichstagsgebäude wehen die ^-aüneu halbmast. Die große Watldelhalle zeigt Trauer- chmuck. Ueberaü Heben kostbare Blumerrangebinde und Kieienfrän*e, geßpeuöet von verschieden n Ministerien, von politische» jkorporatioaleu, von industriellen Verbän­den, von Arbeitern m»ö Angestellte» großer Betriebe. Der Sitzungssaal des Reichstages ist mit Blumen und Trauerflor ausgestattet. Der dunkelbraune Eicheusarg ist auf einem Aufbau aufgebahrt, der sich über dem Tisch des Präsidiums erhebt. Ueber der« Sara ist ein fchroarz- rot-goldenes Banner mit dem Reichsadler angeoraciu. Ueberall hängen und liegen Kränze von vornehmster Wsstattung. Von den Bogenlampen wallen ränge MgrU Schlewr herab. Der große Saal stillt sich bald mii zahlreichen Parrameruarcero, BettArSeü der Morden und der demokratischen Vereine. Um 12 Uhr er- 'chieuen die Reichsminisier, das diplomatische Korps hat sich vollzählich eingefunden. In der früheren Hosloge uehmen die Angehörige»! Dr. 9tathenaus an der Ieier teil, unter ihnen die greife Mutter. Um 12*4 Uhr erscheint Keichspräsiderrt Ebert mit dem Reichstagspräsidenten boebe und dem Reichskanzler Dr. Wirth. Trauermnftk leitet die «Feier ein,

darauf ergreift Reichspräsident Eber: das Wort. Er schildert den bellen Schnrerz. den die deutsche Nation emp« findet. Rathenau sei ein Mensch von seltener Eigenartz ftervesen, mrsgestattet mit großen Gaben des Geistes, glänzender Lauterkeit des Charakters und Güte des Her­zens. Er gab sein ruhiges Leben, seine Neigungen, seine bevorzugte Stellung im Wirtschaftsleben am, als der Ruf des Reichspräsidenten zur Plilarbeit an ihn erging. Er war zum Staatsmann und Mhrer der Nation geschaffen, er konnte die Aufgaben lösen, unser Volk wieder eng in die politische»: und wirtschaftlichen Beziehungen der Völ­ker einzuMaen. Die Kugeln seiger Mordgesellen haben im aus dem Wege geräumt. Die verbrecherische Tat trifft das deutsche Volk in seiner Gesamtheit. Gerichtet >var die Bluttar gegen die deutsche Nepuolik, gegen den Gedanken der Deuwkratie Sie war ein Anschlag auf die Marion, ein Verbrechen am Volk. Der Reichspräsident

qtvt oem Abscheu des ganzen Volkes über diese Tat Aus­druck. Deutschland sei ein unheilvoller Schlaq zugefügt. Mit Worten des Dankes für den Dahingeschedenen und der Versicherung unvergänglichen Gedenkens schloß der Reichspräsident, ircdem er dem toten Freunde den letzten Gruß des deutschen Volkes darbrachte.

Inr Namen des Reickstagspräsidiulns sprach Bizeprä- sient Dr. Bell, für die Fraktion der deutsch-denrokrati- schen Partei Reichstagsabgeordneter Korell. Er gab em Lebensbild Rathenaus und rühmte feine Verdienste. Trauermusik schloß die Feier ab. Vor dem Reichstaas- eingana hat die Reichswehr Aufstellung genommen, die, als der Sarg aus dem Reichstagsgebäude gebracht, wurde, präsentierte.

Die Suche nach den Mördern.

^ In einer Unterredung mit einem Mitarbeiter des B. T/ machte Oberregierungsrat Dr. Weiß. der Chef der Berliner politischen Polizei, u. a. folgende inter­essante Angaben: Zu dem besonderen Beobachtungsdienst gehören auch zahlreiche Hanssuchungen bei politische» Drganisatione«, besorrders bei antisemitischen Verbän­den. Interessant ist die Wieder-verhaftunq -es Stuben- te« Werner Flesch. Dieser Student hatte kurze Zeit nach Bekauntweroen der Mordrat an Rathenau sich Einlaß in das Reichstagsgebände verschafft und dem Abgeordneten Helfferich ein Lerbeerbouquet mit schmarz-weitz-roter Schleife überreicht. die die Aufschrift enthielt:Dem Ret­ter der deutschen Ehre!" Flesch war zunächst von der Polizeiwache des Reichstagsgebändes verhaftet, später aber vom Polizeipräsidenten wieder auf freien Fuß ge- sent worden. Am Montag ermittelten nun Beamte sehr belastendes Material über Fleichs Vorleben.

Zu der Verhaftung Karl Tillesse« sagte Dr. Weiß, daß dieser nicht erst auf die Rede Wels, sondern auf Grund schwer belastenden Materials, das der politischen Polizei zugegangen war, feftgenommen worden ieL Es haben sich nämlich verschiedene Zeugen gemeldet, die Tilbessen am Mordtage in Berlin gesehen haben wollen. Als der Verdacht der Täterschaft sich auf Tillessen gelenkt hatte, wurde für ihn sofort telegraphisch die Grenze ver­sperrt und üü&v .dem wurden sLMü che Städte und Ort­schaften in der Umqeüuna Flensburgs, wohin Tillessens Spur führte, benachrichtigt. Tillessens Vernehmung wird von entscheidender Bedeutung für die weiteren Nachfor­schungen sein. Man wird zunächst Tillessen dein Ober­förster, der eine genaue Beschreibung der Täter gegeben trat, gegenüberstetten, und bei dieser Konfrontierung wird es sich zerrten, ob Tillessen einer der Täter ist. Durch die Aussage des Oberförsters haben Sachverständige übri- aens bereits festgestellt, daß die Täter in einem Opel- Automobil. und zwar in einem älteren, großen und kräf­tigen Tourenwagen, aeflohen sind. Es sind bei allen Garagenbesitzern Nachforschungen über einen solchen Wagen an gestellt worden. Zum Schluß sagte Dr. Weiß, baß «vch sehr viel polizeiliche Maßnahme« im Gange seien, über bisher aber im Augenblick rwch nichts sagen könne.

Verhaftn«« Verdächtiger in Helsingfors.

»»Aus Helsingfors wird gemeldet: Arrf Antrag der deutschen Gesandtschaft nahm die Polizei auf dem am Montag eingelaufenen Dampfer'Rügen" drei unter dem Verdacht der Beteiligung an dem Morde Rathenau siebende Personen fest, die sich als englische Matrosen ousaaben und nach Wibour unterwegs waren. Die Un­tersuchung dauert fort.

Die Trauerfeier für Rathenau.

»^Dic Trauerfeier für Dr. Rathenau wird nicht, wie ursprünalich geplant war, in der Wandelhalle des Reichstagtzs, sonderte im Plenarsitzungssaal abgehalten werden. Nach den letzten Dispositionen wird nicht der Reichskanzler Dr. Wbrch, sondern Reichspräsident Ebert namens der Regierung die Toterrrede für Rathenau halten Nach dem Reichspräsideruejn wird für das Reichstagspräsidium Vizepräsident Dr. Bell und für die demokratische Fraktion, der Dr. Rathenau angehört bat,. Abg. Pfarrer Korell sprechen. Eine Kompagnie der Reichswehr wird vor dem Saale präsentieren. Der Trauerzug bewegt sich dann über ren Königsplatz zutz Liegesallee. Damit endet irte Trauerfeieir. T-er Sarg wird von dort nur von den nächsten Familieinangehörlgen des Toter» nach Oberschöneweide begleitet, wo die Bei­setzung erfolgen soll.

GedachtAisfeiern in den Schulen

»-»Der preußische Minister für Wiffenschaft, Kunst und Volksbildung Hai drahtlich ungeordnet, daß am Drens- tag, am Tage der Beisetzung des Reichsministers Dr. Rathenau oder an einem der nächsten Tage in i amtlichen Sämlen Preußens kurze würdige Trauerferera veran- ftaltet werden.

Wieder aus der Haft entlasse».

Das Berliner Polizewräsidium hat von den zehn Personen, die im Lause des Sonntag verhaftet wurden, bisher 9 auf freien Fuß gesetzt. Der Zehnte ist vorlau- fig in Haft behalten worden, da er sein Alibi nrcht ein- wandfrei nachroeisen koente.

Der Schutz der Repuvlik.

t* Mn«tag nachmittag um v Uhr fand »wier dem Vor­sitz des Rcichspräsideute« ein Miuisterrat statt, der sich . . - . . -------- ^^-"- der Re-

wird die

mit dem Entwurf eines Gesetzes znm S^uhe vubM beschäftigte. Wie dieT. U." erfährt, Weiterberalung dieses Gesetzentwurfs l- einer Sitzung des Reichskabinetts fimtsrnden, die für Dienstag nach­mittag 4 Uhr angesetzt ist Die Reichsregterrmg soll fest entschlösse« sei«, falls die für den Gesetzentwurf z^r Schutz der Republik erforderliche Zwechrttte -Mehrhett im Rerchsraa nicht justande kommt, Mr Äufkösnuü des Parlaments zu schreiten.

Die Verwaltung des Answärtigen Amtes.

»«.Der Reichspräsident hat den Reichskanzler bis auf weiteres mit der Wahrnehmung der Geichäftc des Reichsministers des Auswärtigen beauftragt.

Das Beileid des Deutschen Beamteuvuudes.

Die Leitung des Deutscherr Beamtenbundes bat fol­gendes Telegramm an den Reichskanzler gerichtet: An­läßlich der Ermordung des Reichsumristers Dr. Rathe­nau gibt der Deutsche Beamtenbuni) seiner tiefsten Em- pörmlg über das erneute verabscheuungswürdige tLer- orechen an einem leitenden Staatsmann Ausdruck. Der. Deutsche Beamtenbund steht fest hinter der Regierung und wird sie in allen zum Schutze der Republik notwen­digen Maßnahmen aufs entfchlosienste und tatkräftigste «unterstützen. Ferner hat die Bundebleittnia die ange- schloffeuen Organisationen ersucht, sich in der weitgehend­sten Weise an den Kundgebungen zum Schutz der Repu­blik zu beteiligen.

«uudgebung des deutsche» GewerkschaftsrivgeS.

Der Borftand des Gewerkschaftsringes deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände erläftf iflltitodett Aufruf: »Das an dem .ReichöMinists Lr.

Dornenwege.

W Roman von C. Drossel.

(Nachdruck betiofen.)

Sie taiwite ihn ja nur im Sotdakenrock, den er Wn 1113 #m*e getragen, da er nach dem frühen Ableben der Siuuer W Ladettenhanse erzogen worden war. Und fk selber war p sehr Saldacentochler, um nicht auch diese äußerliche Ver- inberuug als einen Schmerz zu empfinden, mit dem sie nicht so schnell fertig wurde.

R»n traten ihr doch heimliche Tränen ht die Augen. Der junge Alensch im dunklen ernsten Gehrock war ja gar nicht ihr flotter Eberhard. Mit dem bunten Rock schien er auch alle« Frohsinn abgeftreift zu haben, denn in seinem ruhigen Desicht stand ein Ernst, der ihn um Jahre alterte.

Eberhard ahme, was in der Schwester vorgmg. Um ihr die sie verwirrende Lsvvendrgteil ferner Aletamorphose zu erleichtern, sagte er, ihrem unsicher über ihn hiitgleitenderi Blick ruhig begegnend, fast mit einem Anflug von Humor:Ja, Marion, wir sind nun mal ein Spielball des Schicksals. Man muß es sich gefallen lassen, hin- und Hergeschleudert zu werden. Mich wirft'5 nun über das Meer. Frida hat es Dir wohl erjtchll."

Sie wiche ernst. Und dann, nicht um die Welt hätte sie er lassen können, griff sie nach seiner Hand mit der hastig hervorgestoßenen Frage:Gehst Du denn gern, Eberhard? Wird's Dich nicht gereuen?*

Das läßt sich nicht kurzer Hand beantworten, Station, ein Dutzend Für- und Gegenreden könnte ich Vorbringen, denn ich habe nun das Nachdenken gelernt. Aber sie Dir, kleinem Mädel, klarmachen? Unmöglich, habe selber noch daran zu würgen?*

Nur so viel, ich gehe, weil ich Frida nicht lassen kann und sich unserer Verbindung im lieben Vaterlande hundert Wenn und Aber eulgegciifteUeiL Hier stießen wir uns mund an den Steinen, die man uns in den Weg streuen würde. Im freien Amerika jedoch wer schert sich da um eine aus Bosheit oder Unverstand oder auch Pedanterie derartig gepflasterte Lebensstraße. Man verletzt sich weder an solchen vwiMCM der Anstoßes .man räumt sie nicht mühsam fort

oder weicht ihnen mit behutsamer Geduld aus, nein, man springt einfach über sie weg. Frida hat den kecken Mut dazu und auch die Kraft, nun, und mir liegt das Voltigieren schließlich auch im Blut. Lediglich Raum uruß man habe«, dann geyt's.»

Eberhard," warf hier Marion flehe,id ein,ich will ja mchts dagegen sagen, nur das eine fragen, könntet Ihr nicht ein Weilchen mit dem Heirate» warten? Vielleicht beruhigte sich Tante mit der Zeit, sühnte sich mit Deiner Verlobung aus. Dann konnte doch dieser furchtbare Umsturz alles Beste^nden vermlede» werden."

Ich hab' das auch bedacht, Marion. Aber wie vermöchte ich Monate, vielleicht Jahre darauf zu warten, wo ich mich absolut nicht länger vhne den bisherigen Zuschrch im Reg», ment halten kann. Und bann,* fuhr er bedrückt fort,ist da noch ein anderes, was mich von Hmnen treibt. Ost brennt chst Ärmlich der Boden unter den Füßen. Marion, ich wert« ^s Gefühl nicht los, als fei ich Schuld an Papas raschem

Sie sah schreckensbleich in sein verstörtes Gesicht und dann rref sie entsetzt:Nein, sag' das nicht. Das ist ein sinnloser Gedanke, er soll Dich nicht auch noch quälen. Papa hatte bei feinet Bollblütigkeit eine appolektische Konstitution f1* r?« herzleidend, wie Du weifst. An ^»au Abend machte ich »ich noch auf seine ungewöhnliche Erregung aufmerksam und habe dann auch nicht den geringsten Wortwechsel zwischen Euch gehört."

Nein, wir hatte» feinen Zwist. Ich sah ja selber, daß etwas nicht in Ordnung war mit Papa, und wich seinen erregten Fragen möglichst aus. Erzählte, um chu auf andere Gedanken zu bringen, die dümmsten gleichgültigsten Dinge, aber kein Wort von dem, nms bei Tante Dina vorgegangen war. Da fuhr er mir plötzlich mit einer scharfen birehen Frage zu Leide. Ra, an eine Lügenflucht dachte meine Seele nicht. So was habe ich nie fertig gebracht. Ich halte also stand, und da brächte er's heraus, daß Tante mir die Tür gewiesen und warum. Völlig ruhig, aber ebenso bestimmt erklärte ich, nie von Frida zu lassen. Es schien ihn auch gar nicht mal zu alterieren, während er sonst gleich über jeden Quark aus dem Häuschen war. Er sah mich nur an, abei so voll Wehmut und Trauer, da» mir gant eigen wurde. Und

dann sagte er ohne Zorn, jedoch so mühsam, als wenn es ihn eine ungeheure Anstrengung kostete:Ja, dann wirft Tu quittieren müssen. Mit meinen Mitteln kann ich Dich nicht im Heer hallen, und bist doch mein Einziger. Seit Gene­rationen haben wir Nardeck der Armee"

Weiter kam er nicht. Wie umgewehl fiel er nieder. Ätze mehr hat er ein anderes Wort gesprochen. Und so ist's mir, als hätt ich ih« getötet."

v3leiu/ schluchzte Marion,Du darfst nicht so sprechen. Sem jähes Ende ist furchtbar für uns, aber dock nur die Schußfolge eines jahrelangen Leidens, auf die uns der Arzt immer »orbereitet hatte. Wie sollte Dich da eine Schuld treffen? Mein lieber, armer Junge, laß diesen irrigen Bor- wurf nicht Dein Leben vergifte,!."

Hier werde ich ihn nicht los/ antwortete er dufter.Ich bin in bietet Zeit schon ganz nervös geworden. Weder meine Uniform noch die Kameraden konnte ich mehr sehen, ohne an Papas letzte Wor« gemahnt zu werden. Schon deshalb beschleunige ich mein Abschiedsgesuch nach Möglichkeit. Es geht ja auch nicht auders. Lebte ich bis dahin sorglos in den Tag hinein, so konnte ich das, weil Tanke jede Verant­wortung dafür übernahm. Aber Schulden machen, t ue Deckung für sie zu haben? Nein, das bringt selbst mein Leichtsinn nicht fertig So mache ich denn Strich unter das fröhliche und ehrenvolle Soldarcnlede» und suche, unter völlig veränderten Bedingungen ein neuer Mensch werbend, auch jene gräßliche Vorstellung zu oernunbeu. Ich biu jung und habe naturgemäß einen starke« Selbsterhaltungstrieb, er soll mir das Lebensrecht neu erobern. - Sobald nun die amt­lichen Präliminarien erledigt find, machen wir HochzeU uuo schieben ab/ schloß er mit feinern allen heuere» Lächeln, Gebe freilich einen reichlich jungen Ehemann, was schade: das aber. Jung gefreit ua, Du weißt schon, wirft «um selber bald das schöne Sprichwort ins Leben übersetzen, was Schwesterchen?^'

Ja," sagte Marion tapfer.Sobald toiuuet iu R. au» geburgert ist, wird er mich boten.*

lÖotileBung folgt.)