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Amtliches Organ für Stadt and Kreis Schlüchtern - - “7“ _ * ' " ■ ^ “~ ————»™^ ^''^^^^" - »-r-.,.i ..~«~„„~.-~..—,..~ ——--*----——-' —.....—■■ >-""-" ^WW~~~*.....—y |"|^
Rr 72 " Samstag, 17. Juni 1922 ~ 74. Jahrgang '
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Schküchterner Zeitung.
Ute Hole der Repornflonsfiommifilon. w$ie Mittwoch abend von der Reparationskomwis- «on der -rutschen Kriegslavenkommission übergeben« eraänzev-e Note zu Sem MemorauSum vom 31. Mas enthält zunächst Sie Mitteilung, Satz -as Garantiekomitee mit -er Reichsregierung über Sie Einnahme- ««» Ansgabekontrolle, die Maßnahme» zur Verhindern«« der Kapitalflncht nutz die Handhabung -er deutschen Sta- üftik verhandeln werde. Daneben sei in der Note vom 31. Mai offen geblie^n die Frage der Zwangsanleche, das Betriebsdefizit der öffentlichen Berkehrsanstalten ««h der Autonomie der Reichsbank. Zu der ersten Frage wird gesagt, daß die Revarationskommisstou Kenntnis genommen habe von der Erklärung des Reichskanzlers, wonach die notwendigen Maßnahmen Sffen worden seien, um eine effektive Einnahme von estens 40 Milliarden bis zum 1. Januar 1923 zu gewährleisten. Zu der Frage der Betriebsd'fizite erklärt die Note, Satz der überreichte Budgetentwurf kei- «erlei Einuabmeerhöhungen aufweise zur Deckung dieser Fehlbeträge. Die Reparationskommission nimmt weiteren Kenntnis von der Erklärung des Reichskanzlers, daß die Unabhängigkeit der Rmchsbank durch das Gesetz vom 25. Mai 1922 gewährleistet werde. Die Note
B-ann weiter aus, daß du UuavhäMgkeit der sbank nur dann einen wirklichen^ Zweck habe, wenn dadurch erreicht werde. San dle Borschnne der Reichsbank künftig nach deut Grundsatz einer gesunden Lankpolitik gewährt werden.
Belgien und Frankreich.
«»Aus Paris wird gemeldet: Die Haltung d?s belgischen Delegierten Delacroir, der als Prandent dcs lnternativnalen Bankierkomitees, ebenso als )e!gnche» Vittglied der Nepargtionskommission Seil E»MZen Standpunkt nicht geteilt hat, bildet die naae^srage. Durch die Erklärungen., die Ministervrandenr TüMN^ im belgischen Senat abgegeben hat, hat der Mmnter- präsident null Delacroir vollkommengedeckt und seine korrekte Handlungsweise bei seiner sehr schnnermen und undankbaren Mission anerkennend yervvrgehvben. Marr findet die für Belgien sehr wenig schmetchelnafte Moral heraus, daß Belgien sich einfach habe überrumpeln,.las- k«. Wenn Theunis, denen sreundichaftltche. Gefühle für Frankreich über alle Zweifel erhaben seien, dem belgischen Delegierten freie Hand gegeben habe, so geschah dies unter der ausdrücklichen Voraussetzung, daß wir für eine Reduktion der Forderunaen gegenüber Deutschland eilte Kompensation tu der Abuhnttlung der interalliierten Schulden verlangt haben. Es icicn nho Belgien falsche Borspieaelurchen gemacht worden, denen ü-rantreich allerdings keinen Glauben aenbenk! habe.
r maiuixiw u »u l nur awv Wn Delegierten freie Hc mh dies unter der ausdrückl
Kreisblatt
AM uvriaen ist es klar, -atz -er, gauze Grou auf vas Haupt Delacroir fällt. Der Brusieler „TemM-Korre- sxonSent erfährt, es sei öas Verschulden des Ministerpräsidenten Theunis, wenn Belaien das Anaebot einer Süvaratbezahluna ablehnt, also nickn Delacroir. Der „Temvs" erklärt, die Loyalität der belmfchen Regieruua stehe nach den Erklärunaen Theums außer iedem Zweifel.
Reue Forderuuaeu -er Euteute.
Aus Cuxhaven wird aemeldet: Die Entente fordert, daß die Wälle des Minendevots Groben mederaeleat werden, und zwar binnen vier Monaten, in welch kurzem Zeitraum nach sachverstandtttem Urteil diese mn- fanareichen Arbeiten aar nicht auszuführen sind. Die Forisckmffuna dieser Erdmengen wird allein fchou denti Reiche 600 000 Mark kosten.
Reichswirtschaftsrat
Der vorläufige Reichswirtschattsrat bat sich mit bem Gesetzentwurf zur Regelung des Verkehrs mn Getrelbe aus der Ernte 1922 beschäftigt. Der Ausschuß hat nach eingehender Erörterung mit 18 gegen 17 Stimmen der Regierungsvorlage zugestimmt. Rerchsminisier .für Ernährung und Landwirtschaft Dr. ü?ehr führte m eurer Rede aus, daß die Aussichten utr die diesiah- e nicht sehr günstig feien. Daraus ergebe,nch
länaeren Rede aus, daß die Aussichten turnte olesmo- riae Ernte nicht sehr aüustia seien. Daraus eraebe iich die Notwendigkeit, zur Sicherstelluna der Brotverwr- «una eine bestimmte Menge des Fnlandaetreiöes^u erfassen. Sodann entsvann nck über das ZWauasauleihe. gesetz eine längere recht lebhafte Aussvrache. «Älwy- lich wurde der Vorlage nach den Ausschutzbeschluneu mit den Aenderungen zugeitimmt, daß die Verzcitfung nach der Regierungsvorlage iestgesetzt und die Freigrenze auf 200 60« Mark erhöht wird. Eine Ent- fcblieünna fordert, vom steuerbaren Vermögen Klein- wohttnngsarundstücke auszuschlietzen.
Neue Aufvefferung der BeamteugehAter.
Wie die „T. U.- hört, hat die Reichsregieruna die große Teuerung -es letzten Monats äiM Anlaß genommen, aus eigener Initiative an die Aufbesserung Set durch die schlechte wirtschaftliche Lage ind Hintertreffen gcrnienen Bcamlengeßült^ heeanzugehe«. Aiit den Snißenorgnnisationen ist vereits Fühlung genmnmen worden. Die Verhandlungen sollen anfangs nächster
Woche bereits einsetzen. , , .
3m Beamtenausschutz des Reichstages verlangte der Abg. Morath (D. Vpt.s eine schleunige Erhöhung der Be- amtengehälter. Auch mützte Vorsorge getroffen werden, daß während der Sommerferien des Renntages LeuM rungsmatznahmen durchgeführt werden können. Der Ausschutz beschlotz, die hierfür erforderliche Sitzung am 16. Funi ab zuhalten. , r ..
Die neue Aufbesserung der Beamtenbezuge auae-. sichts der fortschreitenden Teuerung wird auch diesmal wiederum eine sehr beträchtliche Summe eZorbern.> W^ verlautet, wird der Gesamtbetrag auf 30 Mclliarden Mark veranschlagt. Bei dieser Mehrbelaffima ist schon damit zu rechnen. Satz ihr eine weitere Erhöhung der Tarife und Gebühren der Reichseisenbahn- und Post- verwalturm auf dem Fuße folgen wird.
Geheimrat Hett über Sie politische Lage.
Auf einer Kreisverfammluna der Bayerifcheu Bolksvartei in Deaaendorf hielt der Fuhrer der Bayerischen Bolksvartei, Geheimrat Held, eine längere £kX> über Sie «ütttiche Laue Er beserMrete SabLl ÄL
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S Erscheint 3mal wöchnttl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlüchtern. : d Druck u. Verlag Fa. L. Hohmeister, Schlüchtern. Berantwortl. | ^Schriftlell. H.-L. Hohmeister, Schlüchtern. HefchäftZstelle Dr j Ibrüderstr. 9 — Im Falle höherer Gewalt, BetriebSstsnn > «d i L Stromsperre erlischt jede Verpflichtung auf Schaden- v. r »• »e««« »e « e • e » * » « a . » » » e ö-«• e e •« • « • c • • 8 9 • ••<*»•*• »« »• • 9 r <.« ^ »a e ? »c «'j o« 34M>s^
SMtskye Revolution als das größte Verbrechen uns me größte Dummheit. Er erklärte den Wafferutillstand als die Quelle unseres Uebels und den Vertrag von Verfailles als unerhörten Betrug des deutschen Volkes. Eine größere Lüge als die von der deutsthen Schuld am Kriege gebe es nicht. Die Hochkonjunkürr m unserer Fn-ustrie fei nur falscher Schein und wirke Sch nicht produktiv aus. Unbedingt gefordert werden müsse die Revision des Bersailler Vertrages. 'Dem Tusiaude müßten wir ein einiges großes Deutschland ^rrgeaenttellen. Die Weimarer Berfasiuna müsse den SSn-er» ihre Selbstän-igkeit zurückgeben. Ein Schab- Irreren von Berlin aus schaffe mir einen deutschen
ventcttyeto«
**■ Paris Der „Matin" kündigt eine große politffche
Ste-e Poinearees auf dem Bankett des republikanische« Handels- und LanSwirtschaftskomitees am L Fuli an.
Zuiammeukuufi Morgaus mit LloyS George.
-m Paris. Der Londoner Berichterstatter der »Chicago Tribune- behauptet, der amerikanische Bankier M^vgau sei von Lloyd George aufgefordert worden, Ende der Woche die Finanzlage der Welt mit ihm zu erörtern. Lloyd George wünsche die Ansichten der amerikanischen Bankiers über die europäischen Angelegercheiteu kennen zu lernen.
Die irische Frage.
9* London Der politische Berichterstatter des „Daily Ewretz" erfährt, daß Churchill am Donnerstag nachmittag im Unterhaufe erklären wird, daß eine für alle befried igenöe Regelung der tristen Frage erzielt worden sei.
Die Preissteigerung in Oesterreich.
« Wie«. Nach amtlicher Feststellung sind die Kosten der Lebenshaltung vom 16. Mai bis 15. Funi um 71 Pro zent gestiegen.
Zur Difziplinternng der Führer des EisenSahnersireiks.
** Berlin. iL. A.s Der Reichskanzler Dr. Wirth ha: am DoWerstaa Vertreter des Allaemeinen Seuffchsn Gewerkschaftsbundes, des Deutschen Beamtenbunöes unS des AiabunSes. ferner der Reichsaewerkstlraft Seut- -------ir und -Anwärter sowie Ses Deut- deren
Wt EiienbahNbeamter und = schsn EiieubabnerverbanSes empfangerr Wünsche und Beschwerden Betreffend die gen anläßlich des Februarstreiks anaebört.
lrm-
wird nach Fühlunanabme mit den zuständi eine Entscheiduna der Reichsreatermm herbe ffübren.
Eine Straße«bah»fahrt 4 Mark.
w Berlin. (B. T.) Der Berliner StaStverordnete«'- ausschutz. der über die Erböhuna der Stratzeubahntarife zu beraten battte, hat m seiner Sitzuna am Donnerstag mit 11 aeaen 4 Stimmmen der Erböhuna des Fahrpreises von 3 auf 4 Mark zuaeMmmt.
Großer Fabrikbrand in Ha«tb«r«.
»ss Sambara. lL. A > Hier ist das Gebäude der Tapetenfabrik Hautz durch Feuer uoUftäitdia ^rWt wor= den. Der Schaden wird auf 100 Millivue« Mark geschätzt. _ ' ; Ji
Völkische Protestnote au SourtetrußlimK
Der polnische Außenminister Sfirwui bat an die Sowjetregieruna eine Protestnote gerichtet weadtt ö«
Dornenwege.
14 Roman von E. D r e s s e l.
(Dimtbnic? 6tr5ofen.>
L-amu «yrut ite, von Eveslerol geführt und den Niädcyen gefolgt, in den hell erleuchteten Speisesaal, dem eine verschwenderische Blumeudekoration auch etwas Festliches verlieh.
Aber es mundete keinem recht an der stilvollen Tafel trotz des erlesenen Menüs und der exquisiten Weine, welche die "F Dame weniger in persönlichem Bedürfnisse, denn aus Fürsorge für den geliebten Neffen, der mit seinen Freunden minier offene Tafel bei ihr fand, im Keller führte.
Die Verlobten konnten sich der unbehaglichen Empfindung nicht verwehren, dies lukullische Mahl sei weniger ihnen zu Ehren als eines anderen Zwecks halber hergerichtet worden uns, habe nun seine Bestimmung verfehle. Und als Fräulein o. Mollentin nun gar das Naheliegende und Selbstverständliche unterließ, ein Hoch auf den neuen Bürgermeister auszubrmgen, suhlte sich Westerot besonders peinlich berührt. Nach der srei- gebigen Zusage, die sie ihn, vorhin gemacht, hatte er jetzt nccht allein die unerläßliche Höflichkeit erwartet, sondern auch gehofft, sie werde besonders Marion bei dieser Gelegenheit durch wärmere Anteitilahme erfreuen.
,. Freilich hatte sie inzwischen jenes andere Intermezzo un» ^>nnl beeinflußt und besänftigte sie anscheinend auch jetzt "och so stark, daß er schließlich die Unterlassung mit Vergeßlich- leit enlichukdigte. ®enn Tante Dina, die anfänglich von fieber- daster Gesprächslust gewesen, wurde immer wortkarger und Narrte bisweilen mit so in sich gekehrten Blicken vor sich hin, oaß die Abrvesenheit ihrer Gedanken allen unverkennbar war.
Das Brautpaar glaubte ihr daher mit vorzeitigem Auf- vrnch einen Gefallen zu erweisen, aber sie benierkle kauck, wie ungewöhnlich früh sich die Verlobten empfahlen.
.. Marion sah sich mit einem zerstreuten kühle» Blick ver- avschiedet, und da die Tante ihrer Vermählung mit keinem -"orte mehr gedacht, harte es ganz den Anschein, als sei sie ererts in ihres Bruders Ungnade mit einbegriffen.
. "Er diesen fatalen Eindrücken legten sie den Rückweg penchch sHwelMm zurück. Von den Heileren Zuknnstspläneu, ne auf der ^ettabvt gesponnen, redeten sie lucbi mehr.
2 ie späte Zumöc sowohl als des Obersten UnpäßtichkeU, die t^n auch von Ver s Gesellschast zurückgehaUen, ließen Westerol davon abstehen, mit Marion Hinaufzugehen. Nachdem er sich versichert, daß der Hauspsörtzier noch aus dem Posten war, verabschiedete er sich von der Braut mit einem förmlicheren Gutenacht, als er im Grunde beabsichtigte, denn noch hatte die Dissonanz des Abends, die seinen Stolz peinlich verletzt, nicht feines Herzens Gefühle verstimmt. ~
Aber auch Marion schien zurückhallender. Sie stand bereits unter der bedrückenden Vorahnung trüber Ereignisse, die ihre Schatten vorauswarfen. Und als sie langsam Die Treppe hinaufstieg, die sie vor wenigen Stunden mit ihrem Schatz in froher Leichtfüßigkell hinabgeschritten, hatte sie die Empfindung, als ginge die düstere Sorge schon neben ihr und ersticke mit schwerer Hand alle Iugendlust in ihr, alles Glück.
Bon dem Mädchen hörte sie, daß ihr Vater noch nicht zur Ruhe gegangen sei, sie vielmehr in seinem Zimmer erwarte.
»Lieber Gott, nun will er gewiß den Verlauf des Abends hören,* dachte Marion unruhig. »Sage ich ihm aber das von Eberhard, so rege ich ihn auf und er hat eine schlechte Nacht,*
Dennoch mußte sie zu ihm gehen. Unmöglich, irgend eine Behinderung vorzuschützen. Seine Wünsche waren den Kindern nun einmal Befehle. Ihre leise Hoffnung, er werde sie vielleicht nur einer ärztlichen Verordnung wegen sprechen, irgend einen Krankendienst von ihr verlangen wollen, war eine nichtige. Der Oberst, welcher eine wollene Decke über den Äuien, ausrecht in einem Lehnstuhl saß, rief sofort ent gegen: »Es läßt mir keine Ruhe, Du mußt gleich noch erzählen, wie Tante Dina Eure Neuigkeit aufuahm. Wird sie Dir die versprochenen goldenen Berge nun nahe rücken?* Zunächst sah Marion den Vater genauer au. Die erhöhte Färbung seines Gesichtes ein flackernder Glanz der Augen fiel ihr auf und ebenso die hastige Sprechweise, die souft nicht seine Arl war.
.Er ist ganz fieberhaft,* sagte sie sich besorgt, »ich darf ihn keinesfalls aufregen.'
Demnach antwortete sie möglichst unbefangen: „Väterchen, davon konnten wir nicht reden, Bella war nämlich da.
»Nun, vor der brauchtet Fhr Euch nicht zu genieren, und Tante ist ja sonst auch nicht so zarlbesactel," meinte er arg« wöbniitb.
»tSüMxs Ernennung kam natürlich zur Sprache. ^ante schien erfreut und hat ihm darnach in ihrem Privatzimmer noch besonders gratuliert.*
»Was sagte sie denn? Sei doch nicht -so zugeknöpft. Nachdem ich Euch den Grund gelegt, möchte ich doch wissen, wie sie darauf weiter baut. Kind, Deine Zukunft siegt mit wahrhaftig am Herzen. Und besonders heut Abend, wie ich hier so allein mit meinen Gedanken saß und mich außerdem recht elend fühlte^ stieg eine Unruhe, eine Sorge in mir auf--*
.Lieber Bater, Du brauchst Dich wirklich nicht um mich zu sorgen, es wird alles in Ordnung fein, so wie Du es von Tante erwartest. Günter strahlte, als er aus ihrem Zimmer kam, aber vor Bella, die ja ihm ganz fremd ist, konnte er doch nicht gut zu mir darüber sprechen/
»Und Dir selber sagte Tante Dnia gar nichts.*
»Na, Du weißt ja, sie ist ein biethen sonderbar. Günter ist ihr wohl die Hauptperson von uns .beiden.*
»So hätte er Dir doch auf ^r Rückfahrt das grosse Geheimnis verraten können. Ihr heutige Generation seid mit» unter komisches Voll. Deine Mutter und ich waren allezeit ein Herz und eine Seele. Geheimniskrämerei zwischen uns haben wir nie gekannt.*
Er sprach sehr erregt. Seine Hände zitterten so, daß Marim» sich zu ängstigen begann. Um ihn nur zu beruhigen, griff sie zur Notlüge. »Da war ja Eberhard mit uns, Papa. Solche Erörterungen vor einem dritten, sei es selbst der Brudeix, wären uns doch peinlich gewesen. Sonst verstehen wir unrecht gut, Papachen, und Viotgen wird sich aUe8 zu Den« Zufriedenheit aufklären
„Wo ist denn nun Der Junge er hätte doch mit Herej» kommen können. Rufe chn mal her, Kind.*
Marion wurde tot vor Verlegenheit und Scham. D« halte sie sich schon vertmspeU unb mußte dern-sch ihr Lüge» gewebe weiter spinnen." »Er.' ging gleich wieder fort, hatte noch eine Verabredung mit Kälneraoen. Es ist ja noch nicht spät," sagte sie baftim