Schlüchterner Zeitung
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:$rj4ehit 3mal wöcheMl. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlüchtern. r Druck u. Berlag Fa. T. Hohmeister, Schlüchtern. Berantwortl. ;Schristl«t. H.-L Hohmeiger, Schlüchtern. Geschäftsstelle Drei« ^»rüderftr. 9 — Im Falle HSHcrer Gewalt, Betriebsstörung ob. 1 Stromsbtrrt erlischt jede Verpflichtung aus schadeaerjatz.
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Amtliches Organ für Stadt and Kreis Schlüchtern
Nr. 67
Dienstag, 6 Juni 1922
74. Jahrgang
Allerlei vom Tage«
Die Frankfurter „Kleine Presse", ein vor 87 Jah- „ii gegründetes Mittagblatt, hat sein Erscheinen eingestellt. y Der lettische Ministerpräsident Meierowiz hat in Rom das Korreordat mit dem Heiligen Stuhl unter- ^'^Jn Moskau findet am 3. Juli ein erster allrussischer Lonaretz der Geistlichkeit statt, der Vorbereitungen zum ^russischen Konzil in die Wege leiten soll.
In Bologna haben die Faszisten für Sonuabend^ Mb Sonntag eine Zusammenkunft von etwa 50 000 91n=
Ungern organisiert. „ ,
Die italienische Kammer kassierte mit ihrer Mehrheit aus Sozialisten und Populart die Wahlen der meinen faszistischen minderjährigen Mandatstrager.
' Die Ausfuhr von Getreiocfritchten aus Rumänien mit Ausnahme von Weizen ist freigegeben worden.
Gegen die Unterbindung der Pressefreiheit im be- b-hten Gebiet protestiert der Vorstand des Verbanden der deutschen Presse in einer Entschließung aufs neue.
Die internationale Anleihe
Der Zweck der internationalen Anleihe ist, zunächst Frankreich, Belgien und Italien Geld zu verschaffen. Da Frankreich Bargeld notwendig braucht, so hat es an sich gegen eine internationale Anleihe nichts einzuwen- den. Allein es will nicht nur das Bargeld der inter-
den. Allein es will nicht nur das Bargeld der internationalen Anleihe, sondern darüber hinaus auch die Unverkürzten „Rechte" aus dem Versailler Vertrag behalten, um sie nach Gutdünken ausüben zu können. Ruft hat die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung eindringlich gelehrt, daß sich der Versailler Vertrag auf Spitz und Knopf nicht ausführen läßt. Diese Erkenntnis ist auch in Wallstreet durchgedrungen, der Neuyor-» ler Börsenstratze, in der die Bankpalttste des dollarika- Nischen Finanzkapitals stehen. Dieses ist nicht nur ein Ding an sich. Vielmehr ist es eng mit der Industrie und der Rohstofferzeugung (Getreide, Baumwolle, Pe- troleum) verbunden. Wenn sich das dollarikanische Finanzkapital heute mit der europäischen Wirtschaftskrise peschämgl, so nicht deshalb, weil DculMaw unter der Last der wirtschaftlichen und finanziellen Zwangsauf- lagen des Versailler Vertrages zusammenbrechen muß> sondern nur deshalb, weil dieser Zusammenbruch, der auch Mittel- und Westeuropa in seinen Strudel zreh^ für die nordamerikanische Industrie und Rohstofferzeugung eine Wirtschafts- und Absatzkrise von gefährlichem Ausmaß bedeutet. Das dollarikanische Kapital will weder Frankreich noch Deutschland helfen. Es handelt nd) Nur um die Sicherung und Wiederaufrichtung der eurv-
hen Märkte. Aus der dollarikanischen Handelsstait- ist zu ersehen, daß der Außenhandel mit Europa e Verschiebungen und Einbußen erlitten hat. We- Südamerika noch der ferne Ostenhaben sich aus-
«ahmefähig genug gezeigt, um der amerrkarmchen Wirtschaft die Abkehr von Europa zu gestatten. Was tue Urheber des Versailler Vertrages mißachteten, das war die aus wirtschaftsgeographischen Gründen gewachiene und gewordene Erdwirtschaft. Die Voraussetzung, daß Deutschland Jahr für Jahr 10 oder 12 Milliarden Gold ' mark Entschädigung zahlen könnte, war in dem Hirn von Leuten entstanden, die sich niemals ernstlich Mit wirtschaftlichen Problemen beschäftigt hatten. Tatsächlich konnte und kann Deutschland nicht einmal 1 Milliarde Goldmark im Jahr abstoßen, ohne Gesahr zu lausen. Lch in abkebbarer Zeit finanzielt zu verbluten
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Unter diesem Sehwinkel ist auch die internationale Anleihe zu werten. Es ist töricht, heute schon davon zu reden, daß nach dem vielleicht geglückten ersten Versuch dieser regelmäßig wiederholt werden soll. Jede neue internationale Anleihe würde nämlich die Sicherheit der früheren Anleihen gefährden, oder aber die neuen Anleihen würden sofort notleidend. Bei der Sicherheit ist eben von der Wirtschaftskraft Deutschlands auszugehen. Diese ist zu messen an dem gesamten Volkseinkommen, das zunächst für die Lebenskosten und für die notwendigen Rohstoffe ausreichen muß. Darüber hinaus ist die Bildung neuen Betriebskapitals erforderlich, weil sonst der Wirtschaftsmechanismus zerfallen würde. Die Nutzanwendung aus dieser Lehre ist schon gemacht worden. Das geschah im Sommer 1921, als wir die erste Erfüllungsrnilliarde aufzubringen versuchten. Dieser Versuch wurde an einem Wirtschaftskörper unternommen, der durch den Krieg und die Abzapfungen auf Grund des Versailler Vertrages schon blutleer geworden war. Die internationale Anleihe macht uns nicht für ein oder zwei Jahre lastenfrei. Im Gegenteil, sie wird für den Zinsendienst die sichersten Einnahmen in 'Anspruch nehmen. Ob die Anleihe tatsächlich den, Betrag von einer Milliarde Dollar erreicht oder erreichen wird, hängt wesentlich von den Sicherheiten ab. .Der Zinssatz und der Ablösungsteil werden an sich »hon nicht gering sein, sodaß bei einer Milliarde Dollar mit einem Zinsen und Ablösungsdienst von 500 bis 600 Millionen Goldmark zu rechnen ist. «Sollen dazu noch die Sachlieserungen in Höhe von 1440 Millionen Gold- mark kommen, die wir im Inland anfbringen müßen, so ist unsere finanzielle Lage dirrchaus nicht bester, eher schlechter. Sie verschärft sich noch, wenn uns nicht ein erheblicher Teil der Anleihe für die Beschaffung von Rohstoffen überlassen wird. ‘ i
Neuer Ausstand in Oberschlesien»
Eingreifen italienischen «nd englischen Militärs. . h-. Aus Oppeln wird gemeldet: Die interalliierte SÄÄÄ sar. äs ää grübe sind alle Beamten und viele Arbefter wegen der Gefahren und Drohnngen geflohen. Der deutsche Pustor in Sohrau mußte fliehen. Hilfernfe lregen vor aus Blr- thal Schoppinitz, Myslomitz, Laurahutte, Kattowitz, ^oguschiitz, Nicolai, Lotzlau und Rybnik. In Elchena« ist der Postagent mißhandelt und die Postkaste geranbl worden. In Loslau sind sämtliche dentschen Postbeamten zum Verlasten des Postamts gezwungen Horden. Der Postdirektor in Rybnik wurde., von französische» Trnppe« verhaftet. Die orduungsmätzrge Uebergabe an die polnische Verwaltung ist hierdurch in »^aste gestellt. Der Oberbürgermeister von Gletwitz wandte ftch wegen der starke« Ansammlungen vo« Flüchtlmgen, die bedrohlichen Charakter aunehme«, au den deutschen Bö- vollmächtigte«. -
Organisierung des Kampfes gegen den Terror. , t^, Aus Kattowitz wird gemeldet: Freitag nachmittag L auf Einladung des SuMmtigen Wmwoden erne ßvnferenz mit der polnischen Behörde statt, an der -^er- (reter der deutschen und polnischen Presse sowie Vertre' ler der Gewerkschafftn Oberschlesiens teiwahm^ J dieser Sitzung wurde beschloßen, anlavlrch jgUJtncnten
Sreiauille bn Frrdustriegeviet in folgender snchlung zu wirknir^JZer «attmial?, volittsche und religiöse Terror «unß bekämpft und ausgeichaltet werden. Vor allem ist ent^enrutt^n. Die nich ver- tretenen Zeitungen Polnisch- und Deutich-Oberschlesiens werden ersucht werden, sich dieser Entscheidung durch Veröffentlichung anzuschließen und in diesem Sinne zu wirken. In der gleichen Sitzuna wurde auch ^ Beschränkung der Prestefreiheit durch den Belageruugs» znstaud Einspruch erhoben.
Ueberfall auf Schloß PUgramSdorf.
^ Auf das Schloß Pilgramsdorf ist, von bewaffneten polnischen Banden ein Ueberfall verübt worden. Der Besitzet des Schlosses ist bekanntlich der Vorsitzende des deutschen oberschlesischen Volksbundes zum Schutze der Minderheiten. Nachdem die Banditen durch Zertriim- merung der verschlossenen Tvre und Türen durch Handgranate« ßch Eingang verschafft hatten, r-a. ihn n »er Vruser des Besitzers, der Oberst a. D. Freiherr von Reitzenstern entgegen. Er wurde schwer mißhandelt so- daß er blutüberströmt und besinnungslos zu Boden stürzte. Der Besitzer des Schlosses war zufällig abwe-^ send. Ohne Zweifel handelt es sich um ein politisches Attentat, was auch daraus hervorgeht, daß im Schloß nichts geplündert wurde und daß die Banditen erst ab- zogen, als sie den vermeintlichen Besitzer tot ant Bode« liegen zn sehen glaubte«.
Was Frankreich noch vergesss« hatte!
»-»-Wegen des Uebergaberermins für Oberschlesien ha-! ben sich unerwarteterwetse Schwierigkeiten eingestellt.^ Die Botschafterkonferenz bot nämlich nach der Ratifika-, tion des Genfer Abkommeus den Wunsch geäntzert, daß- diesem Abkommen noch einige Znsatzbestimmnngen hinzugefügt würden, die eine nähere Bestimmung über die Fortdaner des deutschen ftiechts in Oberschlesie« erhalten sollen, in dem Sinne, daß diejenigen deutschen, nach der Besetzung Oberschlesiens erlassenen Gesetze sie von der internationalen Kommission nicht anerkannt worden sind, in dem polnisch werdenden TeU Oberschlesiens auch nach der Uebergabe keine Gültigkeit haben sollen. Hieraus haben sich formelle Schwierlglette« ergeben, ob dieses Zusatzabkommen ebenfalls ratifiziert werden muß. oder nicht. Die Frage unteEüt Atr Zeit der Prüfung der beiden Bevollmächtigten, mt eine Notifizierung notwendig, so verzögert sich dementsprechend die Uebergabe bis nach der Beschlußfassung des deutschen und des polnischen Parlaments über die Ratifizierung.
Eine Ungeheuerlichkeft.
Die interalliierte Regierungskomuftssion hat verlangt, daß die von dem interalliierten Sondergericht zumeist wegen der Petersöorfer Vorgänge Abgeurteilten, mit der Räumung Oberschlesiens in französische Gefängnisse übergesithrt werden sollen. Daraufhin hat der deutsche Gesandte Eckardt Protest erhoben. Von seiten der interalliierten Kommission wurde erklärt, daß die endgültige Entscheidung noch bei den Kabinetten in London, Paris und Rom liege.
Ganz Deulsch-Südwestafrika im Aufstand.
Nach den letzte« Meldungen ans Südwestafrika bat der Hottentotteu-Aufftand auch aus die anderen Einae- boreneu übergegriffen, so daß sich das ganze Protektoratsgebiet von Deutsch-Südwestafrika im Aufstaus befindet. Die Regierung der Union hat in aller Eile eine Anzahl Regiern«gstrnppen nach dem Anfstaudsgebret entfandt. Es wird aber bezweifelt, daß ihre Zahl aus- reicht, um die Beweguug zu unterdrücken.
Dornenwege.
9 Roman von C. D r e s s e l.
(Nachdruck »erLolm.)
Illegitime Wohltäter aber find selten in jeder Lebenslage luverlässig. Meist kommen sie auch eines Tages mit einer herrischen Gegenforderung heraus, weil sie sich darin gefallen, «rllkürliche Vorsehung zu spielen. Möglicherweise plant sie »ernts etwas Deinen gegenwärtigen Wünschen ganz Zuwider- ÄvstndeS für Dich."
„Nein, Frida, hier irrst Du. Sie ist mir wirklich zugetan, hat mir nach Kräften die früh verlorene Mutter ersetzt und mich allezeit -nupfinden lassen, daß die Begründung «emer Wohlfahrt ihr Lebenszweck fei/
„Sie ist Anstokratin, eine des alten Regime, die sich in den gewaltigen Umschwung des modernen Lebens noch nie- gefunden hat, mein Vater aber gehört einem bürger« iiajen Beruf an, und ich selber bin keine Lilie, die ergeben «onne oder Sturm über sich ergehen läßt.
. Ich . mühe mich lieber in strenger Arbeit und erringe um so die Lebensberechtigung. Eine derartige Selbsttägtigkeit " weiß Fräulein von Mollentin nicht zu würdigen. Schon deshalb nurd sie mir entgegen sein und lieber ein Mädchen aus ihren Kreisen an Deiner Seite sehen."
„Nein, nein für engherzig kann ich sie nicht halten und ebensowenig in kleinliche,» Klassenhochmut verbohrt," ereiferte ’u\ Eberhard. „Und ist nicht Deines Vaters Stellung zudem au^ gesellschaftlich ganz einwandfrei? Er ist der angesehene ^yes einer geachteten, altbekannten Firma und ein gebildeter, charaktervoller Mann. Wie viele Kameraden haben sich nicht d>e Frau aus kaufmännischen oder industriellen Kreisen geholt. .jllnd Du selber?" Er lachte wohlgemut.
-Wenn ich nur mit Deiner gerühmten Selbstständigkeit werde, was, Schatz? Ich fordere es nicht, aber ich ist, als meine liebe Hausfrau läßt Du das Malen bleiben."
Sie schüttelte ernst den Kops. „Kann ich nicht versprechen, Eberhard. Das ist stärker als ich. Ein Leben ohne meine *un|t, — nein undenkbar."
*^ döyest Du zu «Wk» Misch«» ihr web mir?"
Sie wurde blaß. „Du liebst mich doch. Tu wirst mich nicht vor solche harte Wahl stellen, Lieber."
Ob er sie liebte. Mit dem ganzen Ungestüm seiner heißen Gefühle zog er sie in die Arme.
„Tu, was Du willst, nur vergiß mich nicht ganz über meiner gewaltigen Nebenbuhlerin, und steige nicht zu hoch auf Deiner Ruhmesleiter, daß ich Dir immer folgen sann/
„Du Lieber, Guter," flüsterte Frida in weicher Rührung. „Werde ich wirklich einmal Deine Frau, sollst Du nichts vermissen, was Du an Liebeswalten verlangen darfst. Titanen« traft fühle ich in mir für den großen heiligen Doppeldienst von Kunst und Liebe."
So schwärmte sie. Er schaute verzückt in ihre strahlen» den Augen und küßte ihre begeisterten Lippen.
„Haben Sie nun auch ’n Bräntigam, Fräulein?" fragte da ein Helles Sümmchen aus dem Palmenwinkel her.
„Erschrocken fuhr das Paar auseinander. Sie hatten natürli^ das schlafende Modell völlig vergesien. Nun saß die Kleine hell wach geworden aufrecht zwischen den Kissen des Divans und schaute verwundert auf ihr ernstes Mal« fräulein, das sich lustig von dem schönen Soldaten abküffen ließ.
Der faßte sich denn auch zuerst und lachte: „Jawohl, kleiner Schlaukopf, Fräulein Frida ist Braut. Du kannst ihr gleich Deinen G.lückwtlnsch aufsauen."
„Bewahre, Das hat noch Zeit." Frida sah wirklich verlegen aus, als sie nun das Kind vom Sofa herunternahm. =
„Hältst Du Dir ein Hintertürchen offen?" scherzte er. „Das nutzt Dir nichts. Ein Zurück gibt's nicht mehr, nun ein Zeuge da ist/
„Und solch eine kleine Plaudertasche dazu," seufzte Frida unbehaglich. Dann die Kleine zum Heimgang fertig machend, befahl sie kurz: „Nun lauf' geradeswegs nach Haus, Röschen, morgen brauchst Du dann nicht herzukommen."
»Ist der Soldat dann da?"
Frida wurde ungeduldig. „Das ist ein Herr, und Du hast überhaupt nicht von ihm zu sprechen."
„Was krieg ich dann?"
„Wi—e?"
„Na, Marie schenkt mich doch immer was, wenn ihr Soldat kommt und Aiutter es nicht willen toll." |
Das Malsräuleln wurde glühend rot. „Unerträglich!" murmelte sie.
„Keine Präliminarien weiter gib der kleinen Göre oarte blanche/ entschied Eberhard.
„Die Eltern — sollten sie nicht zuerst--•
„Gewiß Herz, nur möchte ich nicht vor Deinen Bat« mit leeren Händen treten. Was ich aber zu bieten habe, hänat nun einmal von der Tante ab. Da rede ich bester zunächst mit ihr und gebe morgen zu Deinen Eltern."
Während Dieser leisen schnellen Gegenrede flogen Rose- lebhafte Augen merkwürdig altklug von einem zum andern. Unter dem unbehaglichen Eindruck dieser gewitzten Blicke erklärte Frida nun: „Das ist kein Soldat, wie jener, der Deine Schwester besucht, dqs ist ein Offizier, mit dem ich mich verlobt habe. Nach ein paar Tagen, wenn meine Verlobung in der Zeitung gestanden hat, darfst Du bann kommen «ab mir gratulieren.'
„Dann sag' ich vorher nichts, zu niemand nichts, Fräulein," beteuerte Rose ganz ernsthaft, woraus Frida sie zur Tür hinausschod, natürlich nicht ohne ihr ein Körbchen mit de» versprochenen Apfelsinen an den Arm gehängt zu haben, wtb ihren Preis nahm das kleine Modell nun doch noch wichtig« als den Bräutigani ihres Malsräuleins. Ueberglücklich zog , es ab.
„Und nun, L er, entlaste ich auch Dich," wandt« sich Frida alsdann an den Leutnant mit großer Bestimmtheit „Meine Mutter ta. . jeden Augenblick heraufkommen, und da Du ihr für Deine Anwesenheit noch die Erklärung schuldig bleiben mußt, mürbe sie Dich nicht gern hier sehen."
Er fügte sich diesem berechtigten Beschluß.
„Gut, lieber Schatz, heut darfst Du mich noch gixm* werfen, morgen aber bin ich Herr der Situation. Mein Herzlieb," — er legte noch einmal den Arm um sie unb sah . ihr mit fester Treue in die dunklen Augen — „rote sich auch unsere Zukunft gestalten möge, wir werden ihr gemeinsam, eutgegeugehew Wir halten zusammen, versprich mir das."
Da antwortete sie in der gleichen klaren Entschiedenheit und ebenso innig:
-Ja, Eberhard, tote auch der Würfel falle, ich bleibe Dir treu/ (gö^wa m