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WÄchtemer Zeitung

BdzngSpreiK monatlich 8 Mars, freibleibend, durch '!'.'-fy »rs Haus 1.00 Mark Trägerlohn. An

nüsaltig 1..r»'i Mv, Sict.^um 5.0,! M! L tücheckrsntv: Frankfüii u 19: pi - |

Kreisblatt

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H Erscheint Zmalwöcheml. Drahtanschr.: Kreisblatt Schlüchtern. * ;Druck u Berlag Fa. C. Hohmeister, Schlüchtern. Verantwort!. rSchriftleit. H>L. Hobmeifter, Schlüchtern. Geschäftsstelle Tret- L ; brüt'dir, 9 Im Falle höherer Gewalt, BetriebSstSruntz ob. | -twmfp'rrt erlischt jede Verpflichtung auf Schadenersatz. $

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Nl. 63

AmNiehes Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern

Samstag, 27 Mai 1922

74. Jahrgang

OeH^ som T«ge.

Die Beznaspreise der Zerlüngen steigen weiter, da der Papierpreis fortgesetzt in die Höhe geht. DasB. T." kostet vom 1. Juni ab monatlich 52 Mark, vom 1. Juli 70 Mark, die «Magdeb. Zeitung" 42 bezw 50 Mark. Täg­lich erscheinende Lokalblätter erhöhen ihre Preise in gerbst auf 26 bezw. 36 Mark, in Dessau 30 bezw. 42 Mark.-

Eine« Protest gegen da? eiben des HochverräterA Smeets veröffentlicht die A: r Bürgerschaft.

An Stelle des bisheric eichs- und Staatskom-» missars für das Memelgebie? -iraf Lambsdorf, ist deü Regierungspräsident Dr. Rosene anz smn Reichs- unh Staatskommissar für die Ueberleitung bestellt worden!

Der diesjährige Deleg'-erteniag der VereinigiL« Ber^ bände heimattreuer Oberschlesier findet vom 27. bis 29. 1 Mai im Rathause in Nürnberg statt.

r-c-Die Sitzung der Londoner, Wiener und Moskaner,' Internationale, die am Dienstag in Berlin im Reichs- rag stattfand, endete damit, daß der ein geleitete Verstand digungsversuch ergebnislos abgebrochen wurde.

Ein Waldbrand vernichtete auf nonbelgischem Ge^ biet 2000 bis 3000 Morgen Waldbesiandes.

Exkaiserin Zita ist in Mailand eingetroffen.

In Rostow a. Don wurde der E: Bischof Arseuij we­gen sowjetfeindlicher Agitation und Widerstandes bei der Enteignung der Kirchenschätze verhaftet.

Die griechische Kammer stimmte mit 201 gegen 30 Stimmen einem Vertrauensnoturn für das neue Mi­nisterium Gunaris zu.

Einigung in M knWgmgvWsrage. w-Sie amtliche« Stellen und die Presse in Paris be- Rätigeu die Meld««g derChicago Tribune", daß eine Mniaitiut zwischen Hermes «nd der Neyaratronsksm-

Misfio« zustande gekommen ist A«f welche Pnrrkte ma« sich geeinigt hat, ist noch nicht bekannt. Dre Misston Dr. Hermes ist damit vorläufig abgeschlossen. Er wird wahrscheinlich Mittwoch abend nach Bstliu zurückkehren.

Nach einer weiteren Meldung wird Dr. Hermes- Mittwoch abend um 7 Uhr mit dem Berliner Ertrazug zurückkehren und noch Donnerstag abend dem Kabinett über feine Verhandlungen Len.:ftc e GEsrMere.Wck- kehr ist unuiöglW weil der in Lonl.H ,-v . - Vertreter in der Reparatumskommm um, str Bradbury, erst Mittwoch in Paris zurückerwartet wird und MMi­ster Hermes mit ihm noch eine Ritcksprache wünscht. Eme Rückkehr Minister Hermes' nach Paris scheint zunächst sticht in Aussicht genommen zu sein. Sie aus die Note der Reparationskommission bis zum Bt. Mar notwendige Antwort wird wahrscheinlich von Berlin aus der Repa­rationskommission übermittelt werden, Ueber dre wich­tigsten Fragen besteht bereits berechtigte Hoffnung auf Einigung.

Deutschland kann nicht alle Kriegskosten bezahle».

Ueber das Berhäwtis zwischen England und Eank- xeich sagte Bonar Law auf emem Bankett tm- VMorta- Hotel in London: Ein Lockern der Bande, die England Mnd Frankreich seit dem Kriege.verknüpften, wurde ein Unglück fein. Was die Reparattonsfrage anbelange, so ket er auch der Meinung, daß Deutschland besamen mn^ was es bezahlen könne. Aber daß Deutschlarw alle Kriegskosten bezahlen könne, fei eine Unmöglichkeit.

ÄebergangsvorbeL ettmrgen irr Obekschleften.

»-»Aus GisenbaLnerkreisen erfährt die «OberMesMe

BolksstiNdme", baß vom iu. jum an ^nencaonwagerr mtm Abtransport der französischen Truppen aus Ober- ischlesien angefordert worden sind. Der Abtransport soll so beichlevuigt weiten, laß er bis r«m <5. Juni durch- geführt ist

Wie oeKaiww. Ztg." meldet, sind die Ueberlei- tungsverhandlungen in Oberschlesien so weit fortgeschrit­ten, daß der Zeitpunkt der Uebergabe, die sich strichweise vollziehen wird, nunmehr festgesetzt werden kann, wenn keinerlei unvorhergesehene Störungen eintreten. Die Uebergabe wird deviuach Mitte Juni beginnen und Ende Juni beendet sein. Voraussichtlich am ersten Tage der Uebergabe wird das Eisenbahnwesen Potriisch-Ober- schlesiens in polnische Verwaltung überaeleitel werden. An diesem Tage tritt nach einer Bekanntmachung der Ei- seubahndirektionen der neue endgültige Fahrplan in Kraft. Ueber die Regelung des Eiseitbahnverkehrs über die neue Grenze während der Uebergabezeit schweben -noch Verhandlungen. Am gleichen Tage beginnt der Einmarsch des polnffchen Militärs in den polnischen, deutscher Reichswehr in den deutschen Teil deZ Landes. Polizeikräfte folgen unmittelbar. Die vorläufige Kofer; Leitung der Berrvaltung wird im ganzen reichlich 14 Tage in Anspruch nehmen. Die Tätigkeit der Ueberler-j itungskommissare, auf deutscher Seite der jetzige Katto-, witzer Landrat Dr. Schwende, auf polnischer Seite der' frühere Minister Senda, wid mindestens noch ein Jahr/ wenn nicht länger Sauerm Landrat Dr. Schwende wird seinen Sitz in Beuthen, Seyda den seinigen in Ka-wwrtz nc£;men.

Nach einer neuen polnischen Meldung wird die pol­nische Regierung für die Uebernahme der ZivilnerWal­lung Polnisch-Oberschlesiens einen mit weilen Vollmach­ten ausgestatteten Kommissar ernennen bis zur Einset­zung einer Staatsverwaltung. Als Kandidat für diesen Posten ist Hinze aus Posen in Aussicht genommen.

Das Genfer Abkommen vom Reichsrat angenommen.

»-»Der Reichsrat beschäftigte sich in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag mit dem in Genf abgeschlossene deutsch-polnischen Abkommen über Dberfchlesien. Er stimmte dem Beschluß der Ausschüffe zu, die das Abkom­men in folgender Form angenommen haben:Der Reichsrat erteilt dem deutsch-polnischen Vertrag über Lberschlesierr seine Zustimmung. Er tritt ausdrücklich -der Erklärung., bei, die der deutsche Bevollmächtigte Mt-

London -verwende englische nister a. D. Schiffer vor der Unrenetoiiurtn- de»^tirß-

ges in der öffentlichen Sitzung zu Genf am 15; Mai 1922 aus die deutsche Rechtsverwahrung gegen die Entschei­dung der Botschafterkonferenz vom 20. Oktober 1921 ab­gegeben hat." Staatssekretär Böhre dankte hierauf dem Minister a. D. Schiffer für feine mrümiemde Tätigkeit.

Der Kampf gegeu die Schulotttge.

Die deutschnationale Fraktion des Reichstages hat eine Interpellation eingebracht, die auf Grund der Er­gebnisse des Prozesses Fechenbach folgende Fragen an die. Reichsregierung stellt: Ist die Regierung bereit, 1. das durch den Prozeß gelieferte Material den beteiligten- Staaten mitzuteilen, 2. die deutschen Archive des Aus­wärtigen Amtes, aus denen sich unsere Nichtschuld zwer- V , -rei ergibt, zu öffne und von dem Feiwdbund die OeOftung seiner Archive zu fordern, 3. dem Ausland ge­genüber sowie auch gegenüber den in diesem Fahre zu >.cmc? senden zahlreichen Ausländern, die Deutschland be­suchen werden, eine wirksame Propaganda behufs Auf­klärung der Kriegsschuld zu treiben, 4. aestützt auf das amtliche Material von dem FeiuSbund die Revision des Friedensvertraaes von Versailles an fort eruK

In Halle fanden aletchzettig in fünf der grössten Säle Massenversammlungen von allen Schichten der Bevölke­rung, wirtschaftlichen Vervänüen, Gewerkschaften, In­nungen, Angestellten und Beamten statt, in denen eine Resolution gegen die Lüge von der Allein schuld Deutsch­lands am K-riege angenommen wurde. Die Beteiligung war so groß, daß die Polizei schon vor Besinn Sie Säle Wiegen mußte.

Die Berliner Kabi«ettsberat««ge«.

s* Das Reichskabinett hat am Dienstag fast den ganzen Tag über die am Montag abgebrochenen Beratungen über die Genuefer Konferenz und über die Entschädi­gungsangelegenheit fortgesetzt. Die Nachmittagssitzung ging erst gegen 8% Uhr zu Ende. Ueber ihr Ergebnis verlautet nichts. Es wird auch kein amtlicher Bericht über den Verlauf der bisherigen Besprechungen ausge­geben werden. Dies bestätigt die Annahme, daß ein ab- schlietze«des Ergebnis «icht eher erwartet werden ka««, bis Dr. Hermes über seine Pariser Verhandlungen und Eindrücke Bericht erstattet hat. Da er erst am Donners­tag in Berlin eintrifft, werden die Beratungen solange Äegt. Es findet infolgedeffe« am Mittwoch keine tttssitzung statt.

WieuBerlin.

Als vor kurzem die Kölner Sänger Begeifert in

Berlin zum edlen Wettkcnnpf empfangen wurden, war das nicht nur ein Zeichen treuer Säugerbrüderlichkeit,

WDWDMWMW __ Sängerbrüderlichkeit, sondern es war ein politischer Akt. Das besetzte West« deutschland, das deutsche Volk am Rhein, gab offen vor aller Welt kund, daß es fest und treu für immerdar zum deutschen Vaterland halten wolle.

Und als jetzt die Wiener Sänger in den Anhalter Bahnhof in Berlin einsuhren, da wurden sie mit auf­richtiger Herzlichkeit nicht nur von ihren Berliner Brü- rern, sondern von Mdeutschland empfangen. Das war auch nicht bloß sangesbrüderliche Freundschaft, sondern das waren großdeutsche Ovationen. Wien gehört zu Berlin, Altösterreich zu Reichsdeutschland. Ungeschminkt wurde dieses Bekenntnis von den Vertretern der Reichs- Hauptstädt und des Reiches unsgefproche.-. Oesterrei-

das seit des großen Bismarcks Zeiten nach schwerer Entscheidung durch Blut und Eisen ein untrennbares geworden ist, wird keine Macht der Welt wieder trennen auch nW feindselige Diktate. Die Not der beiden stamm- verwandten Völker schmiedet den Bund zwischen Reichs- deutschland und Altösterreich noch viel fester zusammen.

Das Friedensdiktat hat trotz des Selbstbestimmungs- rechtes, das der Schmachvertrag von Versailles allen, Völ­kern und auch Deutschland zugestand, das Band zwischen Wien und Berlin zerreißen wollen. Herzensbande aber samt keine Macht der Erde zerschneiden, auch französische hysterische Brutalität nicht. Oeffen sprachen es Loebe. Küster und Severing den Wiener Sängern gegenüber aus, daß Deutschland trotz alledem und alleöem trotz geindesdiktat und Franzosenhatz die Vereinigung esterreichs mit Deutschland, und zwar die volle poli­tische und staatsrechtliche anstrebe.Wo Deuffche und Oesterreicher zusammentreffetl," so rief der Reichsmi- uister Köster aus,da steht zwischen ihnen ein gebeugtes Reckt ein aebrocheues Verivrecherl. Wir haben Waf.

ornenweg

Nv 'm» von E ©reffe!

(Nachdruck Betfiofeit)

Las nr<^t, dann wir stammen aus Süddeutschland, wo euch ich geboren bin. Zu jener Zeit, da mein Vater als Mathematikprofessor an das Gyninasium zu N. der hatte ich bereits die Mutter verloren, die sonst ob einige Beziehungen zu den bayrischen Verroandte» aufrechl erhalte« hätte. Und so stehe ich feit dem Tode meines Vaters, der auch nicht alt wurde, so quasi allein, denn ein älterer Bruder, welchen unbezwinglicher Wanderdrang als kaum Sieb- ze^tzLhrigen in die weite Welt trieb, blieb seitdem verschollen. Daß ich nun berufen bin, in jener Stobt wo mein Bater lange ehrenvoll gewirkt, tätig zu sein und gar als ihr Verwaltungs­chef, ist mir eine ebenso große Freude als Auszeichnung. Aber auch Dir soll es dort gefallen, denk ich. N. ist schon Groß­stadt zu nennen und äußerst regsam. Neben den Militär- und Staatsbehörden gedecht ein reiches Industrie- und Kunstleben. An guten Theatern und Konzerten fehlt es auch nicht, und so wirst Du alles in allem Dein Berlin verschmerzen können," schloß er lächelnd. Da fiel sein Blick von ungef '

m wurde, acht noch

auf den Wächten große« Efchentisch am Fenster.Ei, Liebchen, wie kommt denn der grobe Geselle in dies reizende Boudoir. Du hast sonst so viel Geschmack."

Sie schwieg. Ihre Augen wichen befangen seiner spötteln­den Frage aus. Die seinen aber schweiften weiter durch den Raum. An den zierlichen RokkokomöbÄn fanden sie Gefallen.

Sonst ist es hübsch bei Dir, wirklich ein allerliebstes Zimmerchen," sagte er, mit dem bereiten Beifall den Tadel schnell wieder gut «lachend, denn ihr Schweigen, das er für Verlegenheit nahm, war ihm peinlich.Weißt Du auch, daß sch Dein ureigenes Reich noch gar nicht kenne? Es war immer terra velita für mich. Erst heute gab mir Dein Vater dasSesam öffne Dich." Er legte zärtlich den Arm um sie.Liebste, solch ein trautes Kosewinkelchen mußt Du Drr in unserem Heim auch eittrichtm."

Marion entzog sich sanft seiner Liebkosung. Und dann, sie ^nnr kaum, was sie dazu trieb, sprach sie ernst: Ich habe

Vater dasSesam öff um sie.Liebste, solch

: t ich, Liebchen."

Dabei griff er wie neckend nach dem halbfertigen Mappen, decket in der sicheren Annahnre, er gehöre zu einem Ueber- raschungsgefchenk für ihn.

Als Marion ihm dasselbe aber wider Erwarten nicht mit einem kleinen Aufschrei fortriß, sondern ganz ruhig blieb, sagte er betreten:Da hat mein Vorwitz Dir wohl eine heimliche Freude zerstört, Schatz." Er küßte ihre Finger.Diese liebe schöne Hand. Alles, was Du für mich ersinnst und wirkst, wird mich immer neu beglücken. Ich will die schöne Arbeit jetzt gar nicht gesehen haben."

Und da fuhr es ihr in jenem jugendlich impulsiven Wahrheisdrange, der selbst kleine Notlügen verabscheut, über die Lippen:Hier irrst Du, Günter, sie ist wirklich nicht für Dich bestimmt."

Willst Du mich eifersüchtig mächen?"

Sie lachte hell. Das brauchst Du nicht zu sein. Die Mappe geht in ein Berliner Geschäft auf Bestellung.

Es flog heraus. Ein abgeschossener Pfeil, der nicht zurück- zunehmen war und traf.

Du scheuest, Marion."

Gewiß nicht. Ich arbeite allerlei dafür."

Fräulein v. Mollentin weiß batum?"

Marion errötet« vor Unwillen wie immer, wenn der Tante als einer Art Vorsehung oder gar richterlicher Jllstiz der Nar­deck Erwähnung geschah. Irr aufbegehrendem Trotz erwiderte ste kurz:

Wie sollte sie. Das geht sie gar nichts an. Daß wir nicht reich sind, weißt Du."

Allerdings kannte er die prekäre» Verhältnisse ihres Vaters. Ebenso gewißlich war, daß er, von Marions großem Liebrei- bezaubert, dem Herzen mehr Rechte zugestanden, als es im Grunde mit seiner sonstigen bedachtsamen Lebensanschauung vereinbar war.

Andererseits aber hatte er das schöne Mädchen im Hause ihrer vermögenden Tante kennen gelernt. Er wußte, welchen entscheidenden Einfluß Oberst Nardeck der reici-en Cousine in feinen Famitienarigelegenheiten gestattete, und schließlich hatte die hochinögende Dame nicht nur seine Annäherung an die Nichte begünstigt, sondern ihm auch anläßlich der dann erfolgten Verlobung unter vier Luge« das Zugestimdnot ge«

geben, Marion standesgemäß auszustaUen, sobald ihm ein auskömmliches Amt die Heirat ermögliche. Westerot wußte zu wohl, daß keine höhere Beamterrpofüion sich mit den» damit verbundenen Gehalt allein behaupten ließ. ' Und wen» er bis dahin kein kaltherziger Strebet und Mügiftjäger ae- wesen, wünschte er doch wie jeder gescheite und hochjäcbeud« Mann eine möglichst schnelle und gute Karriere zu machen. In ihm, dem Alleinstehenden, hatte sich zudem ein starker Selbst­erhaltungstrieb, dem sich naturgemäß ein selbstherrlicher Egois­mus beigesellte, entwickeü.

Eiserner Fleiß sowohl als große Begabung hatten ihn jene Stufe erreichen lassen, von der aus er mit kluger Be­nutzung aller Kräfte und Chancen rasch emporzusteigSt hoffte. Diese sticht leicht errungene Position aber durch «tat Torheit zu gefährden, kam ihm gar »uht in den Sinn,

Mario» war ihm teuer, aber um ihrer schöne» Äugen willen würde er sie nicht begehrt haben. Der Umstand, daß sie die Tochter eines Offiziers war, der weitreichende Verbin­dungen besaß, und die Nichte einer vermögenden, den Nardeck eng attachierten Dame, hatte erst seine Werbung ermöglicht.

Daher mußte ihr unvermuteter Geständnis des Geld­erwerbs, das ihn an ihre eigentliche Mittellosigkeit erinnerte ihn überaus peinlich berühre»

Natürlich hatte sie in einem törichte« falsche» Stolz d e Hilfsquelle gesucht, anstatt offen ihre kleinen Berleacichrnerl der Tante zu gestehen, deren Freigebigkeit ja auch Eberhard ohne weiteres in viel ernsteren Schwierigkeit«« m Anspruch nahm.

Westerot sah in Marions eigeurnächttge« «orgehen wirS lich eine Unbesonnenheit und in dieser (smpftabung sagte er gehalten:Liebste Marion, ich will annehme», Du habest diesen unpasseuden Ausweg aus Unkenntnis gewählt Ver­sprich mir, die Verbindung mit dem Geschäft abzudreche». Uederlasje derarngeN Erwerb denen, die eben durchaus buauf angewiesen sind."

Sie hing den Kopf.