6Wtenier Zeitung
Kreisblatt 8
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Rr. 56
Amtlicher Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern
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AAeeZs» vsm T«ge.
Der Kaiser von Annam wird am 21. Juni rr Mac erwartet.
Ei« deutscher Kolonialtag findet in Oerlin am 23, und 24. Mai statt Der Hauptfestalt ist für den 21. Mai in der Aula der Universität vorgesehen.
Der Bürgermeister von Gloga« hat unter dem Ein- dnrü von scharfen Angriffen, die gegen ihn gerichtet wurden, Selbstmord begangen.
Die Tschecho-Slowakei soll ebenfalls einen Sonöer- verttag mit Rußland abgeschlossen haben.
Die Brannschweiger U. S. P. fordert die Auflösung ^Jn^Sachen eines polnisch-russtsche« Greuzzwischen- salls ist eine scharfe Note an die russische Regierung gerichtet worden.
Tschitscherin besteht nach wie vor auf der Zulassung 6er Türkei in Genua.
In Sem Prozeß gegen die Gefängnisbeamte«, die beschuldigt wurden, dem Oberleutnant zur See Boldt sahrlassigerweise die Ilucht ermöglicht zu haben, würben die Angeklagten freigesprochen.
Im sozialpolitische« Ansschutz -es Reichswirtschaftsrates wurde das HausgeSilfengesetz mit 9:4 Stimmen in 2. Lesung abgelehnt.
Der stauptaussÄutz des Reichstages bewilligte 230 Millionen für die Fürsorge für die Heimkehrer.
Im Krerse Laueubnrg hält der Streik der Landarbeiter noch an, es wird aber mit einem baldigen Zusam- menbruch des Streiks gerechnet.
In Brügge sind Denkmäler für Kapitän Iryatiy und untrere Märtyrer des Krieges enthüllt worden.
Die britische Admiralität plant den Bau von zwei Kriegsschiffen von fe 35 000 Tonnen.
der Wendepunkt für Europa.
Die Konferenz wn Germa hat sich von Anfang an »einem Kampf zwischen zwei Weltanschauungen aus- srartet, der französischen, die unverhüllt danach strebt, die französische Hegemonie in Europa wieder zu erlan- ßund der angelsächsischen, die aus politischen und wirt- ilichen Gründen wieder das Gleichgewicht in den MrEfLsvcrhältnisssrt fei Europa HerüLllen möchte, weil es für England eine Lebensfrage ist. Dieser Kampf, der sich zwischen Lloyd George und Poincoree, also zwischen London und Paris, abspielt, hat die Aufmerksamkeit her Welt von den eigentlichen Aufgaben, die eine internationale Weltwirtschaftskonferenz zu lösen hat abge- lmkt. Aber diese -ioergrereuden Weltanschauungen und der um ihre Durchsetzung haben auch die Arbei- so beeinfluß:, daß sie nur den Wert
oetttuna beisumessen ist. -
So ist denn die Konferenz von Genua nur eine Sonferenz der Krisen und Auseinandersetzungen geblieben. Abgesehen davon daß von vornherein vereinbart worden ist, die Kernfrage für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas, die Revarationsfrage, über- bauvt nicht aufzurollen- bietet schon das russische Problem soviel Schwierigkeiten, daß es den Anschein hat, daß M an ihm die Geister scheiden werden. Lloyd George M den Rüsten in verschiedenen Punkten entaegenkom- Mu, während Frankreich und Belgien dieses Entgegenkommen besonders in der Iragc des Privateigentums in Rußland ablehnen. Den Russen sind aber die neuen Borschläge, die ihm in dem Memorandum gemacht worden sind, noch nicht weitgehend genug, und sie haben vor allem Gegenforderungen ausgestellt, die Rußland für die nächsten Jahre die Kroöite sichern sollen, die es für seinen wirtschaftlichen Wiederaufbau benötigt. Die Engländer und Italiener bringen aber der Sowietre- Sierung nicht ein solches Vertrauen entgegen, daß sie ihr Varkredite in dem geforderten Umfange gewähren Möchten. Wie es beißt, wollen die Russen in iürer 8!nl- wort auf das Memorandum ihren ablehnenden Stand- Ankt gegenüber den ihnen unannehmbar erscheinenden porderungen darlegen, aber den Weg zu neuen Ver- Handlungen nicht versperren. In diesem Ialle ist Lloyd Borge, wie er Pressevertretern gegenüber erklärt hat, dereit, sein äußerstes zu tun, um mit Rußland zu einem MrMaftlichen Abkommen zu gelangen.
...Während also Lloyd George bestrebt ist, in der rub Wen Krone einen Erfolg zu erzielen und einen Ab- oruch der Konferenz zu verhindern besteht Barthou M den aus Paris erteilten Instruktionen darauf, daß B Russen mit ia oder nein antworten müßten. Von Mer Antwort würde es dann abhängen, ob die I-ran- wfen weiter an der Konferenz teilnehmen werden oder Mh Lloyd George soll, wie jetzt bestätigt wird, tat- Mhlich in der Unterredung mit Barthou am Svnnraa diesen die entscheidende Aufforderung gerichtet ba- R Mischen England und Belgien zu wählen, andern- Ws sich England gezwungen sehe, sich nach anderen Munden umzusehen. Barthou bat darauf englischen W.sranzösischen Pressevertretern in ziemlich auswei- N-er Korm mitgeteilt, daß Frankreich bisher seinen Willen bewiesen habe, die Konferenz nicht zum -u bringen, obwohl ihm dazu, wenn es dfe^ abt hätte, wiederholt Gelegenheit geboten und daß es sich niemals darum aevanden .^Belgien England vorzuziehen oder umgekehrt. ...betonte mehrmals, daß die Konferenz sich ihrem Ende Weige, daß dieses aber von der Haltung Rußlands ad- die es gegenüber dem Memorandum ein nehmen
»uZn übrigen ist besonders bemerkenswen daß ^ Mh am Sonntag abend noch eine zweistündige linier Mng mit Lloyd George gehabt hat Bon französischer aus war die Meldung verbreitei worden, daß Lloyd ^ae es abgelehnt hätte, Dr. Wirth,, wie ursprünglich war. am Sonnwa zu empfangen. .Bon her
Donnerstag, 11 Mai 1922
französischen Presse waren daraus auerm ^anune grzv den worden, die nach ihrer Meinung darauf hinderlteten, daß sich Ll n-> George in der russischen Krane dem fran kosisch-belgischeu Standpunkt nähere. Aus der Tatsache aber, daß Lloyd George nach seiner Unterredung am Sonntag mit Barthou, in der er diesen in unzweideutiger und scharfer Weise auf die Stimmung in England gnsmerksam machte, die es ihm täglich schwerer machest seine Politik mit der Poincarees in Uebereinstimmung zu halten, und die fordere, daß er endlich im Interesse des Wiederaufbaues Europas und der Begründung eines dauernden Irieöens reinen Tisch mit Frankreich mache, und in der er Barthou darauf hinwies, daß er sich nötigenfalls gezwungen sehe, in das Lager derer überzuge- hen, die mit Entschlossenheit den Wiederaufbau Europas wollen, noch eine zweistündige Unterreöuna mit Dr. Wirth gehabt hat, dürste ein deutlicher Beweis dafür sein, daß Lloyd George bisher festgeblieben ist und nicht daran denkt- diesmal den Wünschen Irankreichs nachzü geben, trotz aller Bemühungen, die auch von franzosen- freundlichen englischen Kreisen ausgehen. wk.
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Befriedigende Unterredungen mit den Rüsten
»^Aus Gem:« wird gemeldet: Wie in Delegations- kreisen erklärt wird, sollen die Befpre hnngeu der R«s- sen mit Lloyd George im allgemeinen nicht unbefriedigend verlaufen sein. Ueber die Antwort der Rüsten verlautet, daß sie die Möglichkeit weiterer Verhandlunger- nreht abschneiden werde. Von einem Abbruch der Konferenz ist nicht die Rede
Fragespiel zwischen Lloyd George und Prefsevertreteru.
»»Aus Genua wird gemeldet: Lloyd George hat am Montag die euglischen und amertkarüschen Prestever- treter um sich versammelt, denen er auf eine Anzahl ihm vorgelegter Fragen antwortete. U. a. lautete eine Frage: ^Wirö Frankreich sich von der Konferenz zurück- ziehen, wenn die russische Antwort nicht zufriedenstellend ist aber Hoffnung offen läßt?* Antwort: »Wir wer-
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überwinden. Wenn eine Ueber
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einstimmung in der russischen Frage erzielt worden ist. werden alle anderen Fragen sich von selbst lösen. Es wird nachher noch viel Arbeit zu tun geben, die aber von Sachverständigen aeWet werd'" T«utn< Kraar »Wird die Entente zu Ende sein, wenn eine nW befried rügende Antwort eingeht?* Antwort: „Von einem Ende der Entente ist keine Rede: wir haben nie von einem Ende gesprochen. Genua fei der Wendepunkt für Europa." Frage: „Wird die Konferenz zu Ende fein, wenn die Russen mit „Nein" antworten?" Antwort:
Frankreich und England befinden sich in diesem Falle in vollkommener Uebereinstimmung.* Frage: „Was ist der Gegenstand der Unterhaltungen mit Wirth und Rathenau gewesen?" Antwort: „Sie waren all- aemeineu Inbalts. Man bat die ganze Situation, die cufftfme Frage uns Die Lage ser Konferenz vurame- jprochen."
Eine weitere AnzM von Fragen befaßte stch mit dem Thema der deutschen Zwanaszahlunqen und der Regulierung der Ententeschulden. Frage: „Sind vor »er Abreise Barthous nach Paris die Frage der alliierten Schulden und die Reparationsfraae erörtert morsen?" Antwort: „Nein."
Barthous Standpunkt.
»»Barthou hat am Montag die Journalisten der kleinen Entente um sich versammelt und ihnen folgende Mit-, teilung gemacht: Es kommt für die Stellungnahme bet! Ksischen Delegation nur darauf an, ob die Rüste«
oder nein antworte«. Danach entscheidet es sichz ob die französische Delegation bleibt oder nicht. Wenur die anderen Mächte die Konferenz fortsetzen würden, so' sei diese Konferenz nicht mehr die Konferenz von Genua, sondern eine Konferenz in Genua.
Die russische Entgegnnua.
Die russische Abordnung hat die Erklärung Barthous Mit einem Kommuniquee beantwortet, in dem sie es ab- teh«i. die Schuld auf sich z« nehmen, falls die Genueser Konferenz an der russischen Antwort scheitern sollte. „Gewiffe Delegationen", heißt es in dem Schreiben, ver- mchen die Oeffentlichkeit darauf vorzubereiten, daß die Konferenz scheitern würde, wenn die Rüsten das ihnen überreichte Ultimatum nicht annehmen wollen. Das ist der letzte in der Reihe der systematischen Angriffe auf die Konferenz. Sie haben bereits bet Beginn der Konferenz eingesetzt, als sich die russische Delegation die Freiheit nahm, zu erklären, daß sie sich den russischen Wieder- gusbau nicht denken könne, ohne die Erledigung des Ab- rüstungsproblems. Die russische Frage ist nur eine der vielen Fragen, welche auf der Tagesordnung der Konferenz stehen. Es muß gesagt weroen, daß gerade diejenigen Mächte, welche setzt die bedingungslose Annahme des Ultimatums fordern, diejenigen sind, welche sich von diesem Memorandum selbst lösgefagl atzen, indem sie sich weigerten, einen der wichtigsten Punkte anzuerkennen, die gedroht haben, die KouferKüz zu sprengen, falls Rußland nicht auf den Rapallo-Bertrag verzichten wolle, die glauben. Rußland einer Gruppe von Regierungen zu unterwerfen, gefährden die Konferenz selbst.
Wichtiger französischer Ministerrat.
»»Der Präsident der französischen Republik, Mtt- Krand, wird Dienstag vormittag um 10^ Uhr in Paris purstes «wartet. Unter seinem Vorsitz findet nachmittags um 3% Uhr ein wichtiger Ministerrat statt, dem erhöhte Bedeutung zugemessen wird, da die Frage, welche Stellung Barthou Lloyd George gegenüber in Zukunft einnehmen soll, auf diesem Ministerrat entschieden werden wird.
Vor der Uebergabe der russischen Antwort.
>♦ Man erklärt in unterrichteten Konferetzzkreisen, daß die Antwort Sowieirußlauds auf das Memorandum der
Erschein« »mal wöchentl. Drahtanschr. KreiSblatt Schlüchtern. Druck« Herlag Fa. L. Hohmeister,Schlüchtrm. Lerantwortl «chnstMt^H..^HohmeHer, SchLüchtcrn^ GeschastSßrL? Dr---
--..... «u Falle höherer Gewalt, BetriebSstSrnng od. ÄtrLMsperre erlischt sede Brrpfiichtrrv^ <m5 Schadnrersstz.
74. Jahrgang
Alliierten am Lwnsiaa ossr Mittwoch nvergeoen mer» den rmrv.
Der Plan einer Konferenz der SignatarmSMe.
** Wie aus Genua gemeldet wird, erklärte Lloyd George zu Presieoertrerern noch. daß er die Idee der Ei«ber«- sun« der Signatarmächte des Versailler Vertrages nicht a«fge«s-en habe. Er habe noch nie eine Idee ausgegeben
Rückkehr Ioffes «ach Moskau.
^Ein Teil der russischen Delegation, der uraer Führung Ioffes Montag frirh in Berlin eingetroffen war. ist abends entgegen der ursprünglichen Absicht nach Moskau weiter gereift.
Die Kernfrage der Konferenz.
In der Wiener .Neuen freien Presse* schreibt Frank Vanderliv, der frühere Präsident der National Civ» Bank in Neuyork, über die deutsche Frage als die Grundfrage der Konferenz von Genua:
«.Trotz des Vorranges, den die russische Krage in Ge nua einnimmt, ist Rußland dennoch nicht der Kern des europäischen Problems. Ich habe mit bolschewistischen Delegierten gesprochen. Das Viid, das sich von Rußland entwerfen läßt, läßt in mir keinen Zweifel zurück, bat* Rußland unter den günstigsten Bedingungen uicht vor einem Jahrzehnt auf der Wirtickairstaxte Europas wieder voll zur Geltung gelangen kann wahrscheinlich aber noch später. Das drirrgrndste nutz drohendste Proprem liegt i« Deutschland Dielenigen unter den Delegierren, die eine tiefere ökonomische. Einsicht haben, müsß« Deutschland als das drohende Lymptonl des Wirtschafts- Problems Europas anerkenueu. Die Reparatiousfrage erhebt sich über alle anderen Symptome. Bleiben die Reparationsforderungen unverändert, so ist der wirtschaft- ltche Zusammeubruch Deutschlands «uausbleibUch, aas würde aber politische und soziale Folgen von größter Tragweite beraufbeschwören. Die Lage Deutschlands ist nicht nur eine dentsche Irage, ihre große Gefahr liegt vielmehr in der Möglichkeit weiterer Aufteckuaqcn. Im nulle eines deutschen Insamnneubruchs würden die finanziellen Lasten von 80 AM arden als ein furchtbare« Gewicht auf das französifchc- Volk uiedersauie». Die französischen Politiker müssen das finanzielle Vertrauen
ihrer Wähler aufrE^rhalirtt. Aus d
runde sn- wneu «n»
drängen ihre Regierung zu än-rrsts» militärischen Mstz» »ahme» in der Hoffnung, mit Gewalt das einzntreideu, was sie auf den Bertrag hin nicht erbeben können» Frankreich bleibt fest im Widerstand gegen jede Anre-- gung, die Basis von Cannes zu ändern. Aber lebe Erör-
der deutschen Lage ist sinnlos, sofern nickt die Re- .nsfrage erörtert wird. Es ist eine Lebensfrage für England, daß die Wirtichaktsverhältuistr in Enrops wieder ins Gleichgewicht kommen. Dies kann aber nicht
pari
geschehen, solange Deutschland eine offenstehende Wunde am europäischen Körper bildet. Frankreich ist aber in Gefahr, daß feine Auslagen für den Wiederaufbau »richt einsubringen smb*
«091 George wird SenM«. ^
,, Wie Wikham Steed den „Times* aus Genua Verich «, ankerte sich Lloyd George zuverlässigen Informatur «en zufolge in seiner Unterredung mit Barthou in scharfer Weise, das Ministerium habe mit den extremen AuL legungen seiner Politik von Seiten feiner Anhänge übereingestimmt, die darauf binausgelaufen sei, daß Sr Entente »wische* Großbritannien ««d Kränklich 51 Ende sei. Großbritannien betrachte sich 00» heute «t «ei, andere Freundschaften zu suchen und zu pflegen Lloyd George habe erklärt, seine Ratgeber seien seit larv gern in ihn gedrungen, ein UebereirtkormneU mit Deutsch land z« treffe«, selbst ««ter Preisgabe der vritikö en Sie parattonsfordernngen. Frankreich habe seine Wahl zwi schen der britischen Freundschaft und der belgischer Freundschaft getroffen. Es habe für Belgien gestimmt obwohl die Unterstützung, die es von Belgreu erhalte, habe, nicht vergleichbar sei mit der Unterstützung, dir ihm von Seiten Großbritanniens zuteil geworden sei Die britische Regierung sei wegen des Verhaltens sehr betroffen. Von jetzt ab könne Frankreich allein mit Belgien gehen und zusehen, welche Vorteile ihm dies bringen könne.
Zu dem Streit über die russischen Petroleumguellen worauf auch der belgische Widerstand gegen das russisch« Memorandum zurückzuführen ist behauptet der Ge nueser »Secolo*. daß zwischen Englarw und Rußlands kurz nach der Beendigung der Konferenz ein Abkommen unterzeichnet werden soll, für das schon tetzt alle Einzelheiten vorbereitet worden seien. Danach soll bk Zone von Baku-Grobno von z:vet Gesellschaften des Sbelltrustes übernommen werden, der sich den rius- bau -er Rohrleitungen und die Absatzhäfen gesickert haben soll. Die Rüsten würden das Recht auf 25 Prozcm der Produktion erhalten, während das verbleibende Petroleum auf Rechnung des Trustes verwendet und verkauft werden soll.
Droheu-e Krists im Saarbergva«.
Im Saarbergbau ist eine schwere Krise audaebro- chen. Entgegen den noch vor kurzem gegebenen franst? sischen Versprechungen, daß die Belegschaften auf den Saargruben so vermehrt würden, -atz die Förderung auf das Doppelte der Vorkriegszeit gebracht werden könne, sollen nunmehr angeblich wegen Absatzmangel mehrere tausend Bergleute entlasten werden. Wie den Gewerkschaftsführern bei den Verhandlungen, die dieser Tage stattfanden, eröffnet wurden, kann Frankreich die Saargruben nur dann rentabel gestalten, wenn es den Betrieb einschränkt. Von der Verwaltung wurde vorgeschlagen, die außerhalb des Saargebiets wohnenden Bergleute zu entlasten. Die Bergarbetterführer