WWerner Zeitung
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Bezugspreis monatlich 8 Mark, frciblnb^nd durch Bvtty ins Yau4 1.00 Mark ZsSgtÄöhn. An ;
^iaenpeeiS je nmi ^nsvavig 1.5u Mr., Rkllatncn 5.0 । $
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Abreise aus Genna.
ssischen Delegation aus Genua abge :ichen Zuge sind auch der österreichische! Hober und der österreichiche Finanz-
^Freitag abend sind Jofse, Littwtnoff und etwa 26 Mitglieder der russischen Delegation aus Genua abge- ^ist Mit dem gleichen. " * ' -----
^W^^kanzler Schober ... --------- . „ _ .
^VZer nach Wien abgereist. I
A i j rErscheiut omal wuchem . Drahtanschr : Kreisblatt THlüchtern. i
H M ? Druck «. Verlag Fa. T. HzhmeiAer, LchlSchtem. verarttqor!!. ;
I g V W M M K 8 E ;Äck--.w' h.-T Hohmcifier, Schlüchtern. ÄeschäftSstÄle Dr?,. :
J^^errh. 9. Im Fall- höherer «ewalt, BetrrebSstörung ob. : j ^tromlp-rrc erlischt jede Berpflichtung aus Schadenersatz. !
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Amtliches Organ für Stadt und Kreis Schlüchtern
Dienstag, 9 Mai 1922
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74 Jahrgang
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HUedel vom Tage.
I« Königsstem t. T. rief der Bürgermeister die Bey freier der umliegenden Gemeinden zusammen und wies sie an, fub zur Einquartierung weiterer französische) Truppen bereit zu halten.
Der belgische Jägerleutnant Bronne ist in Hombert von zwei bewaffneten deutschen Zivilisten angegriffen und durch einen Pistolenschuß ins Bein verwundet ■ worden.
Staatssekretär Fischer, der Vorsitzende der Kriegs- lastenkommission, ist von Paris nach Berlin abgereist Staatssekretär Bergmann verläßt Paris und begibt siq nach dem Haag.
Rnmänie« liefert Schlachtvieh an Oesterreich, um bei furchtbaren Fleischnot abzuhelfen. Auch Ungarn will die gesperrte Grenze wieder öffnen.
Die argentinische Republik hat die Todesstrafe aufgehoben.
Millerand ist, von seiner Afrikareise zurückkehrerth in Korsika gelandet
Das Volksgericht München verurteilte den ledige« Bergmann Georg Hagn, der im Mai 1919 den Regie» rmngssolöaten Baumann erschossen hatte, wegen Totschlags zu 4 Jahren Gefängnis.
Die Revision -es Heidelberger Bürge^meistermör: ders Siefert, der bekanntlich kein Geständnis ablegte. isi vom Reichsgericht verworfen worden.
Die Organisation der Deutschen Banernvereine blick! in diesem Jahre auf ein 60jäbriges Bestehen zurück.
In der Stadt Amberg sind mehrere Fälle von Skorbut festgestellt worden, die auf schlechte einseitige Ernährung zurückzustthren sind.
Zur Gewerbescha« in München hat die bäuerische Regierung auch den Reichspräsidenten Ebert geladen, bei sein Erscheinen zusagte.
Die Einigung in der MdbayerisÄeu ' extilin-nstrst ist erreicht. Die Lohnverhandlungen habe> zu einer Einigung zwischen Arbeitgebern unb Arbeitnehmern ge> führt.
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Reichstag uns ®emta.
Berrchterstattnu« Wirchs im WMvMlge^ Ansschstz.
»»Der Reichskanzler Dr. Wirth hat sich damit einverstanden erklärt, daß der Reichstag noch während -er Tagung der Konferenz von Genua zusammentritt. Der Aeltestenausschuß dürfte daher die Einberufung des Reichstages für die erste Hälfte der kommenden Woche beschließen. Der Aeltestenausschuß und die Parteien sind aber auch über den dringenden Wunsch der deutschen Delegation und der Reichsregierung unterrichtet, daß sich die Beratungen des Reichstages auf innerpoli- üsch neutrale Vorlagen, evtL den Eisenbahn- und Post- »tat. beschränken müssen und daß keines der Themen angeschnitten werde, die mit der Konferenz von Genua in Zusammenhang stehen, ebensowenig die Reparations-^ frage und die Frage des 31. Mai. Der Reichskanzler beabsichtigt, anfangs -er kommeu-en Woche für einige Tage nach Berlin z« reisen. In Berlin soll dann der Ansmärtige Ansschntz zusammentreten, in dessen vertraulicher Sitzung der Reichskanzler sprechen wird. Der Aufenthalt des Reichskanzlers in Berlin wird nur einige Tage dauern. Ende nächster Woche wird Dr. Wirch wieder nach Genna znrnckreise«. Kein anderes Mitglied der Delegation wird den Reichskanzler nach Berlin begleiten.
Vorbereitende Besprechungen.
»»Barthon hat gebeten, daß er sofort nach seiner Ankunft. die Sonnabend vormittag geien 9 Uhr erfolgt eine Unterredung mit Llond George haben möchte. Freitag nachmittag hatten Birkenhead und Evans, der be- mnntlich gleichzeitig Finanzsachverständiger ist, lange Befprechnngen, in denen alle Punkte der Konserenz in einer Generaldebatte durchgesprochen wurden. Mit dem polnischen Außenminister Skirmunt hatte Lloyd George eine Unterredung, die länger als eine Stunde dauerte und in der auch die ostaalizifche Frage ausführlich be- banöelt wurde. Danach wurde der jugoslawische Außen- tttinifter tn der Villa „Alberti" empfangen. Alle diese Unterredungen weisen auf eine weitere Entwicklung in per Richtung, auf Umwegen zu einer Pazifizierung -es Ostens zu kommen. Am Montag verläßt der letzte deut-
Sachverständige Genua. Die deutsche Delegation wird um das gleiche Maß vermindert.
Rathenaus und Nakowskis Stellnug z«m Völkerbund. *s Auf eine Anfrage des Präsidenten des Bundes für Menschheitsinteressen, Dr. Vroda, an den deutschen ; rtUßenminister Dr. Rathenau nach seiner Stellungnahme! Wenüber der Auskunft der Delegationen von England, Uralten, Frankreich, Japan und Polen, datz sie den Ein- Iritt Deutschlands und Rußlands in den Völkerbund - punidjten, erklärte Dr. Rathenau. daß er über diese Bettle Frage sich vorerst noch nicht äußern möchte. Der (Usstsche Delegierte Rakowski betonte Dr. Broda gegerr- ^ber auf Befragen Rußlands Bereitschaft, in den Böl- terbund einzutreten. Rußland wolle seinen früheren sehnenden Standpunkt aufgeben, doch wünsche es, daß me Verfassung des Völkerbundes abgeändert werde, worauf die Sowjetregierung ihm gerne beitreten würde.
Das Petroleum-Monopol in Rußland.
»»Der erste Sekretär Lloyd Georges hat Freitag abend >en Pressevertretern noch einmal erklärt, daß in der frage der Petroleum-Konzessionen in Genua keine Ver- wnülungen geführt und kein Vertrag abgeschlossen worden sei.
teWeWWs ttSkommen als arammIM
*» Die „Deutsche Zeitung" bringt unter Vorbehalt folgende Meldung: Wir erfahren von durchaus zuvetLäs- haet gut unterrichteter Seite, daß der Slbfdjlnfi einest dcm.ch-englischen Wirtschüftsabkommens bevorstehe. Das« Abkommen ist bereits fertiggestellt, die Ratifizieruug Säugt von den Instruktionen ab, mit denen Barthon । nach Genua zurückkehrt. Kommt es zu einem Bruch: zwischen England und Frankreich so wird das deutsch- englische Wirtschaftsabkommen sofort in Kraft gesetzt.! Ist Frankreich bereit, den Forderungen Lloyd Georges! zu entsprechen, so würde es notwendig sein, das fertrg- gestellte Abkommen noch einer Aenderung zu unter- ziehen. Die Ratifiziernng und Bekanntgabe wird m' diesem Falle erst später erfolgen.
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Ob diese Meldung sich auf reale Tatsachen gründet oder nur ein Mittel zum Zweck ist, um dadurch auf Frankreich einen Druck auszuüben, läßt sich auch unter, Würdigung der Tatsachen und Umstünde, die für öden gegen ein solches Abkommen sprechen, nicht annähernd, mit Sicherheit feststellen. Wenn auch die Meldung von einer Seite ausgeht, die „durchaus zuverlässig und guit unterrichtet" sein soll, so ist doch beachtlich, daß die „Deub« sche Zeitung", der die Quelle bekannt sein muß, die Mel dung unter Vorbehalt wiedergibt. Das Schwergewicht würde in der Hauptsache wohl auf den Geist und den Inhalt des Abkommens zu legen sein. Daß England schließlich im Grunde nicht abgeneigt sein würde, mist chland ein Wirtschaftsabkommen abznschlietzen, ______ letzten Endes nicht allein in dem Bestreben begründet, die wirtschaftlichen Beziehungen in der Welt wieder herzustellen, sondern vor allem auch darin, daß die wirtschaftliche Lage Englands gebieterisch daraus drängt, die Handelsbeziehungen mit Deutschland wieder- in einem Umfange aufzunehmen, der durch die wirt-i schaftlichen Verhältnisse und Bedürfnisse der beiden Staaten bedingt ist. Die Hauptfrage ist dabei aber, wies schon oben erwähnt, ob, falls die Meldung überhaupt zutrifft, das Abkommen von einem Geiste diktiert wäre, der es ermöglichen würde, den Weg zu normalen Wirt-, schaftsbeziehen wieder zu bahnen. Vorläufig steht dem, noch der Friedensvertrag von Versail?s hindernd entgegen. Oder sollte England mit dem System der Meist- ScgüEmrug und wirtschaftlichen Knebelung und Unterdrückung brechen wollen? --
wäre
Wie sich Frankreich den Burgfriedenspakt denkt.
Ueber die französische Kabinettssitzung verbreitet Ladas eine halbamtliche Note, in -der gesagt wird, der Kabinettsrat habe einstimmig dem Abschluß eines Paktes, der den gegenseitigen Nichtanartff der Staaten ncher- stellt, angenommen unter der Bedingung, daß Rußland ihm zusnmme. Das ganze Interesse des neuen diplomatischen Aktes bestehe tatsächlich darm, daß Rußland sich verpflichten werde, seine Nachbarn nicht anzugrerfen und daß es für zehn Jahre als endailtig ansehe, was als territoriales Regime durch den Friedensverirag von Versailles festgesetzt sei, an dem es keinen Anteil genommen habe. Deutschland im Gegenteil sei dadurch, Laß es diesen Vertrag unterzeichnet habe, schon ver
eine Nachbarn nicht anzugrerfen ' ' stig ansehe, was als
Kommen habe. Deutschland tm Geg! Latz es diesen Vertrag unterzeichnet
pflichtet, die festgesetzten Grenzen zu respektieren, ^r Pakt dürfe das Recht auf Sanktionen, das die Alliierten aus dem Friedensvertrag von Versailles Herleiteten, im Falle Deutschland einer Nichterfüllung seiner Verpflichtungen sich schuldig mache, nicht Abbruch tun. Es müßten ferner die großen internationalen Verpflichtungen erfüllt werden, durch die die Habsburger und Hohen- zollern vom Thron entfernt worden seien, sowie auch die Abkommen von Macht zu Macht, beispielsweise das französisch-belgNche, das französisch-polnische Abkommen oder das Abkommen, das die kleine Entente binde. Endlich dürfe keine andere Entwasinungsmatznahme aufgezwungen werden, als diejenige, die Artikel 8 des Völkerbundsstatuts vorsehe. In geeigneter Weise müsse • übrigens der neue Vertrag Verpflichtungen setzen, die
Artikel 10 des Völkerbundstatuts vorsehe, indem er gegebenenfalls die Mächte, die, wie Deutschland und Rußland, dem Völkerbund noch nicht angehören, verpflichte.
Die Rapallo-Noce.
In Berliner Regierungskreisen wird die neue Note der Reparatioskommission, die sich bekanntlich mit dem Vertrag von Ravallo befaßt, als Beweis dafür angesehen, daß es auch der Reparakionskommisnou trotz eifrigster Bemühungen nicht gelungen ist, in dem deutsch-russischen Abkommen einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrages zu finden. Der Wortlaut der Note sucht hinter liiertet Klauseln das Eingeständnis zu verbergen, daß die deutsche Regierung durch den Vertrag von Ravallo keine ver ihr obliegenden Verpflichtungen verletzt hat. Diese Ansicht wird auch dadurch erhärtet, daß die Note allerlei Bestimmungen auf- zäült. die längst bekannt sind und die deutscherseits durchaus eingehalten worden sind, deren abermalige
Aufführung deshalb nur als kränkende Absicht empfun- den werden kann Die deutsche Regierung wird sich, wie die Note nicht oerwir-
aus Berlin gemeldet wird. durch ren lassen, sondern auf dem von Punkt weiter verharren.
ihr vertretenen Stand
169 Milliarden Defizit.
In der jüngsten Sitzung des Reichsrats hielt Ministerialdirektor Sachs bei der Beratung des Haushalts der allgemeinen FinauzverwaltLNg für 1922 einen Vor- trag, in dem er sagte, die ReichsregieLung glaube auf Grund von neuen Veranschlagungen gegenüber den vorgesehenen 40 MNtardoü neuer Steuern ein Plus von 9,8 Milliarden. msgMrnt also 59 Milliarden, erwarten zu dürfen. Gegenüber diesem Mehrbetrag werden jedoch Mehrausgaben von 5,2 Milliarden vargeschlagen, ssodatz 4,6 Milliarden verfügbar bleiben, die insbesondere dazu dienen sollen, die BeMae der Militär- und Sozialrentner aufzubessern. Der Reichsrat erteilte sein Ein- LiLrltäudnts mit dies«* Abänderung, ebenso mit den mub
der Note der Revaratrorrskommlsbon ersorderncyen Av- anderungen im Haushalt für die Ausführung des Fr'.e- densvertrages. Trotz Ste«erkompromitz «nd Morato- rm« bleiben jedoch 139 Milliarde« Mark beim Repara- twnseiat ungedeckt. Durch den Anleihebedarf der Betriebsverwaltungen von 23 Milliarden Mark erhöh; sich der Fehlbetrag des Gesamretats aus 169,2 Milliarden. Wie es möglich sein soll, so bemerkte der Berichterstatter zu dresen Ziffern, angesichts der Finanzlage der Noten- prefle Einhalt zu tun, dafür fehlt jeder Anbalt.
Droht ein Preissturz? -
Bon Generaldirektor Heinrich Harms.
Die Handelswelt ist durch Sie Gerüchte von einem nahe bevorstehenden Abbau der Preise und der damit verbundenen Absatzschwierigkeiten in Unruhe versetzt worden. Obwohl jetzt noch die meisten Preise stark anziehen utld nur wenige Preise nachgeben (Schrott, Zink, Getreide, Mehl, Häute usw.), so ist man doch mißtrauisch und vorsichtig geworden. Plan zögert mit der Erteilung von Auftrügen weil man über die künftige Preisentwicklung im Unklaren ist. Die heftigen Devisenschwan- kungen machen die Preislage noch unübersichtlicher. Daher sängt das bisher so flottgehende Geschäft an einzelnen Stellen zu stocken an.
Was ist nun Wahres an diesen Gerüchten? Man lagt sich, daß durch die Autonomie der Reichsbank die Notenpresse dem Zugriss des allzeit säckelleeren Finanz- ministers entzogen wird und somit — im Einklang mit yer Forderung der Reparationskommission — zum Stillstand kommt. Gleichzeitig rechnet man damit, daß im Sinne der Beschlüsse der Genueser Finanzkommission Sie am 7. Mai in London tagenden Notenbanken die Rückkehr znr Goldwährung beschließen und anstrebeu werden. Die sogenannten nochvalutären Länder sollen zur Goldwährung von 1914 zurückkehren, während die valuraschwachen Staaten sich zunächst mit einer Gold- fennväfmuia begnügen sollen. So soll Deutschland z. B. die Preise soweit senken, daß eine Mark auf zehn Geld- psennig kommt, d. h. also, der heutige Preisstand auf ein Sechstel reduziert wird. Technisch ist das durch eine entfprexende Verminderung der umlaufenden Geldmenge zu erreichen. Die „Siegerstaaten" und neutralen Sünder haben uns ja ein ähnliches, allerdings nicht so schweres Exempel vorgerechnet.
Steht Man ganz davon ab, wie das Reich, der Sraat, ohne seine ihm iitnv uns u^m^^^ gMwrdene Noten- presse auskoinmen soll, so muß man HM bedenkttch werden, wenn man der Krise gedenkt, die bei einem Preisabbau unvermeidlich ist. Sehen wir doch an Amerika, England, Schweiz und allen anderen Deflation treibenden Staaten, wie nirchtbar sie unter der Weltwirtscha»ts- krise zu leiden haben. Die Ansichten in der Handels- und Jndustrieivelt über die Zweckmäßigkeit der Wiedereinführung der Goldwährung, bezw. der Einführung einer Goldkernwährung find deshalb sehr geteilt Mail fürchtet — und zwar mit Recht — den damit nicht zu vermeidenden Preisabbau und seine Folgen. Man denke mir an die Ueberraschungen, die von den Millionen Arbeitslosen zu erwarten sind, die dann ohne ausreichende Unterstützung - wo soll der Staat ohne Notenprene die Mittel dazu hernehnien? - fast mittellos aber hungrig sind und zu Verzweiflungstaten neigen werden.
Da man einsieht, daß die Preissteigerung nicht ins Unendliö'e weiter gehen kann und anderseits von einem Preise u schwere Gefahren drohen, so werden die Stimm mmdr lauter, die eine Festigung der Preise fordern. Durch zielbewußte, auf wissenschaftlicher Er- kenntliis beruhende aktive Währungspolrtzk im ©nute etwa von Jrving Fisher und Gustav Casiel soll erstrebt rverderr, daß künftia Preisschwankungen vermieden wer den und ein fester Preisstand erzielt wird. Diese Stabi tisierung der Währung wurde natürlich seine Ruckwir. xmtg auf den Wechselkurs haben, der dadurch wesentlich ^"Solange aber an maßgebender Stelle die Goldwährung als erstrebenswert betrachtet wird, solange wird man damit rechnen müssen, eines Tages vor der schwer- 6en Wirtschaftskrise mit allen ihren wirtschaftlichen und polttischen Folgen zu stehen. An
Ein neuer Neparatwnspian Lisyr Tssrges. >*Gen«a. (V Z.) Ueber das nette englisch-italienische Reparationsprojekt werden interessante Einzelhci- te« mitgeteilt. Danach müßte für Dentschland eine internationale Anleihe von 30 Milliarden beschafft werden, die in vier Raten eingehen müßten, «nd zwar 3 Mil- riarde« für 1922, 7 Milliarden für 1923 und je 10 Milliarden für die beiden folgenden Jahre. Gleichser»;« müßten die Alliierten sich verpflichten, die Bl-satznugs- kosten auf ein Minimum z« reduzieren, wofür Deutschland sichere Garantien für die Erfüllung seiner Ber- pflichtnngen geben müßte. Diese Garantien maren nn- aefähr die folgenden: 1. Innerhalb des Jahres 1924 müßten die dentschen Etats «m jeden Preis durch Ersparnisse und dnrch neue Siener» ausgeglichen werden. 2. BcstchenSe Defizite müßten durch innere Anleihe« und nicht durch neue Papiergeldauögabeu gedeckt werde«. 3. Die Reicksbank müßte ihre Nuabhängigkeit wieder erhalten. 4 Die Papiergeldansgabe dürfte bestimmte Grenzen nicht überschreiten. 5. Der J«landsverkK«fs, preis für Koble in Dentschland dürfte nicht geringer fein als % des Weltmarktpreises und müßte sich an diese Knrve anpasien.
Die Besprechnngeu mit Lloyd George.
** Genna Die Unterregung des Reichskanzlers Wirth und Rathenaus mit Lloyd George ist ein bedeutendes Ereignis. Die Vertreter der französischen Presse versuchen mit etwas bitterem Lachen sich über die Ergebnisse dieser Unterredung zu unterrichten. Ueber das Gesprächsthema selbst wird von deutscher Seite keinerlei Lstitteilung gemacht. Dock wird man nicht weit am Ziel vorbekschießen mit der Annahme, daß sich die beiden beut üben Minister einmal eingehend and) deut Stand de*