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Schlüchterner Kreisülatt
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Donnerstag, 8. Dezember 1921 K^'SS^ 73. Jahrg
______ ___________ _______Wiederholung Rabatt Erscheint 3 mal wöchentlich
KKedei vom Ts^s.
Der Hanptansschutz des Preutzischen Landtages uatzni einen Antrag an, die Rückerstattung der von Lohn- M Gehaltsempfängern zu viel gezahlten direkten Steuern angesichts der fortschreitenden Notlage zu be= Mennigen.
^J>« Leipzig begann in Anwesenheit zahlreicher Gäste dn erste Rätekongretz der Betriebsräte der Ptetall- Äi» wird wahrscheinlich Mittwoch nachmittag im fransöfitoen Senat eine Erklärung über seine Reise tiach Washington abgeben.
>»Zm MLHrisch-Ostraner Kohlenrevier ist ein allgemei- ner Streik der Kohlenarbeiter verkündet worden. An dem Streik werden etwa 50 000 Arbeiter teilnehmen.
Wie in Beuche« bestimmt verkantet, sind die Besitzungen des Grafen Donnersncarck an ein englisches Konsortium mit dem Sitz in London verkauft worden.
Die polnische Regierung überwies als zweite Abschlagszahlung für die übernommenen Eiseilbahnen dem Sinniger Staai 30 Millionen deutscher Mark.
Lloyd George hatte im Buckingham-Palast eine lange Unterredung mit dem König über die irischen Knedensverhandlun gen.
Die jugoslawische Regierung ist eineln neuen Kom- " ber Kommunisten gegen König Aler.Ullder und den isterpräsidenten Pasitsch auf die Spur gekommen.
England nnd Japan wollen in Washington darauf dringen, daß das Abkommen über die Fiotteliabrüstung die Form eines Vertrages erhalte nnd vmn Senat rati-
Der Tops ohne Bodsn.
Der Kanzler hat beim Empfang des Vereins Berli- «er Presse ün Reichstag eine bedeutsame Rede gehalten, »st in erster Linie wohl an die oeutübeu Journalisteu gerichtet war; in zweiter Linie aber auch hinüber zu der: Feinden von gestern gesprochen wurde. Er sprach da in einem treffenden Bttde von dem Topf der Reparativiken, einem Topf ohne Boden. Wir sind vorläufig gegen die Reparattorlsgewalttat der Entente ohnmächtig. Wir können uns nur mit Geduld wappnen, die aücrbiugs auch eine Waffe, wenn auch eine passive, eine der @rmat= tungsraktik ist. Geduld braucht Zeit: und mit der Zeit werden und müssen die Feindbündler einsehen, haft man auf die Dauer Deutschland nicht wie eine Zitrone, die mau bis zum letzten Tropfen auspretzt, behandeln taun. Schaden würden sich nächst Deutschland die Erpresser sel- ver. Das beutfdie Sechzigmillionen-Volk läßt sich nnn ^umal nicht aus der Politik und der Weltwirtschaft strei- chen. Ganz tm-tSeseutei,, es Muß niisWnsmmTTertnnr^- gearbeitet werden, soll überhaupt der Aufbau der Wett- Mittschafk mit der Zeit zustande kouinren. Deutschland m bereit, nach allen Kräften mitzuarbeiten und feinen Asm Test in Unrecht auferlegten Verpflichtuligen nachzu- kvmmen. Aber das Ausland, namentlich Amerika, maß httfreüh unter die Arure greifen uub darf es nicht verkürmnern und verkommen lassen. Ob sich ein solcher auswärtiger Geldgeber finden wird — und hier würde wieder Amerika, in erster Linie Amerika in Frage kommen —, das ist etwas anderes. Im Geschäftsleben pflegt es erst vorMkommen, daß der Gläubiger seinem Schuldner wieder auf die Beine hilft, damit dieser arbeits- und zahlungsfähig wird. Es liegt ja im Interesse des G!äu- vigers selbst, daß sein Schuldner mit Erfolg voll neuem produzieren kann, um so seine Schulden abzutragen.
Unter den Gläubigern Deutschlands fonimt diese Er remmus immer mehr und mehr, nur nicht bei FrankreM, oas gerade am meisten von seinem deutschen Schuldner zu fördern zu haben und von dessen Zahlungen abhängig zu sein glaubt. Das treibt eine fanatische Zertrümme- rungspolitik. Rücksichtslose Machtpolitik gebt ihm über vernünftige Wirtsckiaftspolttik. Diese Woche wird Brmud vor der Sommer eine große Rede halteri. Er mit b sich da ßege« die Angriffe vieler seiner Landsleute wegen feiner -Washingtoner Politik verteidigen. Er wird dann sicher ^iner geschickten Taktik wieder auf die deutsche Ge-
Himoetsen und die Notwendigkeit seiner Gewaltpoli- Nk n,cht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa be= »runden. Er wird dann sicher and) auf die Enrschädi- »ungsfrage kommen, von der man ja in Frankreich so «ern verheißungsvolle Reden hört. Aus S)eutfd)(anb, ™ umn in Paris als zlthlungsfähig, aber auch zahtttvgs- luavllliq hinstellt, muß gepreßt und gepreßt werden, dann der französische Steuerzahler finanziell erleichtert wird. Wenn das auch ein falsches Exempel ist, in Frank- ttr«) glaubt doch die große Masse daran, daß es bis auf An letzte« Rest aufgeben muß. Hub da Frankreich in ^Washington plein pouvoir für Europa erteilt worden ist, die üommissionsliote, besser gesagt, die Trobnote au -Deutschland auch Bradburys Unterschrift trägt, kann >driind wieder einmal aus Demonstrierell gehen. Bon 'S' wird er, wenn Deutschland seinen Zahlnngsver- ^^Ulngen nicht nadMufommen scheint, mit „Sanktio- Heu drohen. Das Lied von der Besetzung des Ruhrge- metes züirdet ja immer in den französischen Herzen, wenn ^^nmal mit der Regierung unzufrieden geworben sind, luio jede neue Verlegenheit des ohnmächtigen Deutsch- !?nds Bringt Frankreich in seiner siermurbnugSvolitik Ren Schritt weiter. An eine Aushebung der Besetzung W rechten Rheiltufers, wie es vor kurzem einmal hoff- ungövoll hieß, wird nicht gedacht werden. Die Botschaf- «rkonferenz, das steht jetzt schon fest, wirb sich mit dieser Mae nicht beschäftigen. Man plant in Paris-London M eine internationale Altssichtsbebörde für Deutsch- was einen Eingriff in die inneren Verhältnisse Deutschlands bedeuten würde. Und das alles wird völ, Jy^bMöwibrig in Szene gesetzt, um die deutsä-e Re- vmichegefahr für alle Zeiten zu ersticken. Den» mag ^riand tu Washington auch nicht alles erreicht haben, ihm seine Landsleute nicht verzeihen können, eins v«t er doch erreicht: auch dort glaubt man an den hin mer noch nicht beseitigten „Militarismus" Deutschlands, man bebenfe nur: Hunderttausend Alaun MeidiS- “^r-Svtbateui — und hofft immer und; allein Ruhe von
i
deut französischen Bekanipfer oes vcryuureu „yviunu^ rismus".
Vsiiljchsr llnleihwerjnch in kngwnck
Ratheuau trifft Dienstag mittag in Berlin ein, um dem Kabinett über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen in London Bericht zu erstatten. Die Beratungen werden inzwischen von deutscher Seite von den übet • Paris nach London gereiften deutschen Bankiers Wem- Berg und Mendelssohn wettergeführt. Die Erörterung gen sind in ein offizielles Stadium getreten, da die deutschen und englischen Vertreter im Aufträge ihrer Regie; rangen miteinander verhandeln. Sofort nach Rache- «aus Rückkehr soll das Kabinett darüber entscheiden, ob die deutsche Regierung bei der Neparationskommiksion für die Erlangung eines ZahlMtgsansschubs offizielle Schritte unternehmen soll.
Die Pariser Blätter dementieren jedoch die Meldung, daß Ratheuau Montag London verlassen hat. Ob dieses Dementi richtig ist oder nicht, wird sich bald ergeben. Es ist aber sehr wahrscheinlich, daß Ratheuau doch nach Berlin zur Berichterstattung abgereist ist, mi mal die zunächst privaten Verhandlungen in Vvi^nn offiziellen Charakter erhalten haben und die den ^e Regierung sich in London um eine Anleihe BemüOt Un- wird darüber gemeldet.
Wie die „Franks. Ztg." aus Berlin erfährt, bar die, Rcichsregieruug sich an verschiedene englische Geldinstitute mit der Anfrage «ewandt, ob Deutschland ein Kredit von 25 Millionen Pfund Sterling gewährt werbe« könne.
Keine Verschärfung der Lage durch die Mahunotel
»*. Wie das „B. T." zu der Mahnnote der Entente erfährt, ist man in Berliner maßgebenden Kreisen der &m ficht, daß die Uebergabe dieser Wote eine Verschärfung bei Situation nicht geschaffen habe. Das Kabinett wird lau: „Borivärts" zunächst die Rückkehr Rathenaus abwarter und dann zu bem Reparationsproblem endgültig Stellung nehmen.
Der Kampf um die Besitzsteuer »-»Der Entwurf zum Vermögenssteuergesetz hat bishe. SÄ den Beratungen im Steuerausschutz den Anlaß z- scharfen Gegensätzen zwischen den bürgerlichen Parteier und den Sozialdemokraten gegeben. In der Vortag, u. a. bestiurmt, daß die Grundstücke nicht nach des ngswert, sondern nach dem gemeinen Wert eilige und znr Steuer herangezogen werden sollen. Dies kommt der sozialdemokratischen Fordern» einer weitgehenden Erfassung der Sachwerte entge: 6effinnrtTrfttrirte dürgertuye« Parteie«-»»Meser Ferm imamtehmbar. Der Begriff des gemeinen Wertes ist zwar nicht ohne weiteres gleichzusetzen mit dem Goldwert: aber er bietet die Möglichkeit zu unerhörten Steuerschikanen und zu einer starken Willkür gegenüber dem Besitz. Wenn der bisherige Nutzungswert steuerlich erfaßt wird, so entspricht das durchaus dem Prinzip steuerlicher- Billigkeit. Aber die Sozialdemokratie hat sich in dieser Frage gänzlich nnnachgiebig gezeigt, sodaß der Hauptkern des Steuerprogramms den erfolgreichen Fortgang der Beratungen behindert. Wie ferner verlautet, ist man jetzt auf bürgerlicher Seite bemüht, ein Kompromiß zu schaffen. Bei der ersten Lesung der Vorlage hat man die Frage unerledigt gelassen, bei der zweiten kann man aber nicht mehr um eine Entsäjeidung Herumkom- men. Obwohl sich die sozialdemokratische Presse lebhaft über die Unterhöhlung des Bermögenssteuergesehes durch die bürgerliche Presse beklagt, scheinen doch die so- zialdemokratische» Vertreter im Steuerausschutz einer Verständig««« aus irgend -inet mittleren Linie nicht abgeneigt zu sein. Wenn man dem an und für sich unklaren Begriff des gemeinen Wertes durch den Begriff des produktiven Wertes ersetzt und diesem eine Fassung gibt, die eine weitgehende, aber gerechte Heranziehung des Besitzes ermöglicht, so dürften sich die Schwierigkeiten beheben lassen. Kommt das angestrebte Kompromiß nicht zustande, so wäre es ausgeschlossen, in absehbarer Zeit mit den Ausschutzberatungen vorwärts zu kommen.
Neue Plünderungen in Berlin.
»»In den späten Nachmittagsstundeu des Montags ist es zu erneuten Plün-ernngskrawarlen tu Neukölln wie auch in der Prenzlauer Allee und den angrenzende-! Straften gekommen. Große Trupps von Obdach- und Erwerbslosen durchzogen die Straßen, um zu demonstrieren. Sie wurden von der Schutzpolizei, da sie ohne Ord- mutg marschierten und gewalttätig vorgingen, ausein- andcrgetr>eben. Es bUbeten sich nun große Trupps von mehreren Hundert Personen, die nach den genannten Straßen zogen und dort Kleider- und Lebeusmittelge- schäfte plünderien. Schließlich gelang es, 109 Plünderer zu verhaften und dem Polizeipräsidium zuzuführen, wo sie wegen Plünderer und Landfriedensbruchs verhaftet wurden.
Weiter wird uns dazu noch gemeldet: Eine Abord- nung, die sich als Vertretung der Obdachlosen ausgab, drang in das Rathaus ein. Oberbürgermeister Dr. Boes empfing die Leute, die von ihm die sofortige Gewührnug einer Wirtschaftsbeihilfe von (000 Mark für jeden Obdachlosen verlangten. Oberbürgermeister Boes erklärte, daß zu einer solchen Bewilligung ein Magistraisbeschlutz notwendig sei. Man befürchtet Wiederholung der Plüu- derungen. Die Schutzpiolizei wurde daher in erhöhte Alarmbereitsäsaft gesetzt.
England und Aegypten.
Aus London wird gemeldet: Die Dowuinasireet hat den Briefwechsel über die inzwischen abgebrocheuei, Ver- haudiuugeu zwischen dem Auswärffgen Amt und der ägyptischen Delegation veröffentlicht. Er enthält das von der britischen Regierung vorgeschlagene Abkvümteu, in dem -Aegypten als souveräner Staat unter einem konäi- tutionellen Mviiarchen anerkannt wird und in dem ein ^"°rub5r Srt-^-»s-_. .FreiuMLafts- und Büuüutsver-
trag vorgeschlagen wird, die Antwort der ägyptischen Delegation und ein Schreiben des britischen Oberkvmmis- sars an den Sultan. Die Antwort der Delegation auf diese Bedingungen besagt: Die Vorschläge verleihen Großbritannien das Recht, militärische Streitkräste in jenem Teil des'äqyptischeu Gebieis zu allen Zeiten aufrechtzuerhalten und Großbritannien alle Verbindungswege und Verbiudungsmitirl des Landes zur Verfügung zu stellen. Dies bedeute nichts anderes als eine Besetzung des Landes, die leben Gedanken an Unabhängigkeit zerstöre. In dem Schreiben des britischen Oberkommissariats an den Sulian heißt es, die brttische Regierung wünsche Aegypten sobald wie möglich und soweit es die Verhältnisse zulassen, seine volle Unabhängigkeit zu gewähren.
Interfraktionelle Besprechung.
»»Am Dienstag vormittag tritt in der Reichskanzlei der interfrakttonelle Ausschutz der Koalittonsparreien znsam-- men. Zweck dieser Beratung ist die Besprechung der vo- littschen Lage sowie der Finanzreformvorschläge des ReiüBkabinetts.
vtAtme an den scheidenden Bot-
^OV*. »/»VIMJIVijr^wpv»^ . ,.v.
schafter Beerenberg-Gotzler ein Dc dem Vaterlande geleisteten Dimtste.
Teuerung und Löhne il.
eil Zeit ge
, Es wurde gesagt, daß -urch die Vorgänge auf den Waren- und Lebensmittelmärkten die Lage für den größten Teil der Festbesoldeten in der letzten 3ett geradezu katastrophal geworden ist. Wo Gehalts- unch Lohnerhöhungen durchgesetzt wurden, reichten sie zum größten Teil auch nicht annähernd hin, um die Lebenshaltung der arbeitenden Bevölkernug auf dem Stand auch nur des Frühjahres und Sommers zu erhalten. Eindecken für den Winter konnten die wenigsten Angestellten, Beamten und Arbetter sich. Deutlich wird das Mißverhältnis zwischen Gehältern und Lebeus- mittelpreisen durch eine Gegenüberstellung von zuverlässig ermittelten Zahlen, die den Friedensstand in Vergleich stellen zu dem Stand von 1921. Der Angestellte verdiente im Jahr durchschnittlich
im Frieden 1919 1920 1921
M. 2400,— M. 3897,— M. 9012— M. 15,600,-
DaS Einkommen der Angestellten hat sich also unter Zugrundelegung des Friedensgehaltes um M. 1320t!,— jährlich oder M. 1100,— monatlich vermehrt. Demgegenüber steht aber sein Verbrauch an den notwendig- stew-LL^usmittelr-, lie^ tm- Verhältnis ;n den Geöälisr« eine wett größere Steigerung erfahren habe der Angestellte in Vorkriegszeiten von seinem Einkommen außer seinem Nahrungsmittelverbrauch zum Teil noch Ersparnisse zurücklegen konnte, ist ihm dies heute nicht nur nicht möglich, sondern er muß seinen Ber, brauch noch ganz bedeutend einschränken, d. h. negatip ausgedrückt: der Angestellte (ebenso wie der Beamte, Arbeiter usw.) muß seinen Verbrauch im Verhältnis zur Friedenszeit um die Sunnne einschränken, um dis er bei Vergleichung des Gehalts zur gleichen Menge des Aufwandes der Friedenszett ärmer geworden ist. Sein Aufwand für notwendige Lebensrnittel betrug gemessen an der Friedensmenge:
im Frieden 1919 1920 1921
M. 1343,— M. 4669,— M. 13,423— M. 20,779,-
Der Angestellte konnte also im Frieden mit einem verhältnismäßig bescheidenen Gehalt auskourmen unb unter Umständen sogar sparen, während er im Jahr« 1919 son M. 772,— zusetzen oder um diese Summe seinen Verbrauch einschräuken mußte. Diese Berarmurlgs- summe betrug im Jahre 1920: M. 4401,— und jetzt M. 5179,—.
Deutlicher vielleicht wird das Mißverhältnis zwischen Löhnen und Lebenshaltungskosten durch eine Darstellung des HauöhaltSverbrauchs eines kaufmännischen Angestellten im Alter von 35 Jahren, verheiratet mit drei Kindern.
Die gesamten Haushaltsausgaben unter Berücksichtigung der Wohnungsmiete, Brenn- und Leuchtstoffe, sowie der Bekleidung und sonstigen Ausgaben betrug vor dem Kriege M. 175,—; sie betragen jetzt M. 2563 — monatlich, d. h. die Steigerung des Aufwands Betrögt gegenüber dem Frieden 1541 Proz. Die Ausgaben für Brenn- und Leuchtstoffe, Wohnung etc., für sich allein betrachtet, beliefen sich im Frieden auf Dt. 90,— monatlich, während sie gegenwärtig 1025 M. Betragen; das be
rmtschaulichung die nuShalts für einige
deutet eine Steigerung von 1495 Proz.
Schließlich nrögen noch zur Veranschaulichn«, monatlichen Aufwendungen dieses Haushalts für einige besonders wichtige landwirtschafürche Produkte hier wiedergegeben werden:
Lebensbedürfnisse (in Berlin)
Aufwendung dafür Steigerung vor dem bei aleicü. Le- derAufwend.
Kriege 1913/14 Mk.
benshalt. im Sept./Okt. 21 Mk.
gegenüber 1943/1914 %
Brot
12,60
164,70
1201 %
Roggenmehl
1,46
35^0
2352 „
Kartoffeln Gemüse
8^0
153,-
1700 „
5,16
99,78
1833 ,
Rind-, und
Schweinen. (1:1)
4,50
165,-
3567 „
Butter
2,60
60,-
2208 ,
Eier
720
2525 ,
Vollmilch
7,20
114,-
1483 „
Die dieser Tabelle zugrurr
be gelegten 5
ahlen für dia
LevaoSbaltuugskvsten sind seit Oktober g< gestiegen. Das Mißverhältnis zwischen G
rnz erheblich ehaltern und
H«tSH«Utungskos wir» auch dnrck
ten ist noch g inzwischen
eröfter geworden, nnd es erfolgte Lohnerhöhungen
ttW ausgeglichen. Ein yrrtnm wäre es, anzunehmen, haß bte höher bezahlten Kategorien der Angestellten und Beamten wesentlich besser abschnitten. Auch hier laßt sich eine starke Senkung des Lebenshaltungsmvealls fest Kelle«, die für die Zukunft nichts Gutes veriorickt.