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Schlüchterner Jettuns
Schlüchterner Kreisbtatt
Berantwörtlich für den gesamten Inhalt: H.'K. _ Hohmeister, Schlächtern. Druck u. Verlag der Fa L
Hohmeister in Sch!üch>ern. Fernspr. Nr. 65, Telegr.
Schlüchterner Ztg. Postscheck?.: Frankfurt M. Nr. 11401.
F| Allerlei vom Tage.
Erkronprinz Nnpprecht von Bauern hat aus «nieder großen Teilnahme an der Beisetzungsfeier
Mntä8 Leopold und seiner Gemahlin eine Kundge- ma all das bayerische Volk gerichtet, in der er ver° jchelt, baß er die Zeichen der Trauer nicht vergessen
T iwin für die Berhandlungeu gegen von Ia- ww Schiele und von Wangenheim ist auf den 7. De- ^^iepolnische Regierung hat eine geharnischte Note in, Sowjetrußtand gerichtet, in der die unverzügliche ^Muna aller Verbindlichkeiten aus dem Friedens- ^traae, für die die vorgesehenen Fristen längst abge-
I Unfen find, gefordert wird.
' Das frithere deutsche Luftschiff „Nordstern« soll nach | rtnem Ersatz der sranLönscheu Regierung künftighin k Mebitteran^ heißen.
| "Die Kriegsschäden in Ober-Elsaß werden auf etwa ß« Milliarden Franken beziffert.
I" K;ne gewaltige Feuersbrnnst hat das neue Grand- I fintel in Götheborg fast vollständig zerstört.
|D Durch Großfeuer wurde die Vtadetzki-Kaserne in 8-ldapest zum größten Teil eingeäschert. 10 Todesopfer
I zu beklagen. ,
I Die holländische Regierung hat ein neues Flottenge- leh herausgebracht, das eine Vermehrung der Flotte für Kolläud und Niederländisch-Indien vorsiehr. Dre Ge- i inmtfoften betragen 199 Millionen Gulden.
L^Sie portugiensche Regierung hat ihr Einverständnis : inI Internier! des Exkönigs Karl und seiner Familie der Insel . adeira erteilt.
| Der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei Wentschlands, Braudler, der zu Sjähriger Festungshaft verurteilt worden war, ist aus dem Festungsgefängnis ßVollnow nach Danzig geflüchtet. Er dürfte Sowjetruß- llaitfi zu Schiff zu erreichen suchen.
Infolge starken Angriffes der T-rana-Truppen ge- p9en die serbischen Greuzstellungen sind westlich Prtz- Meud blutige Kämpfe im Gairge.
IhSiur Präsidenten der deutsch-polnischen W, chafts- 8Verhandlungen ist der Schweizer Bundesrat Ador aus- i ersehen. Die Konferenz wird in ungefähr 14 Tagen in Menf beginnen. . . , .
Da in der Schweiz der Abgabepreis • , Ze Mühlen htm 20 Prozent herabgesetzt wurde, stet bin ftm - | Preisabschlag für Brot bevor.
k Das japanische Kabinett ist zuriickgeire.cn.
M Rcparatiönsftommifltou in Berlin
LüMch wird aus Berlin gemelvec. Die oemsche »ie. sterung erhielt von der Reparationskommissii ' teilung, Saß sich die Mitglieder der Reparati,
ton die Mit-
___________ _______________ionskommiß
^« nach Berlin begeben haben, um mit der deutsches Regierung über die Durchführung der vom Garantie- kvmitee in Ansehung des Zahlnngsylanes gewünschtes Maßmhme« und ihre Ergänzung eine Besprechung ab ruhallvt.
In Berliner politischen Kreisen hat dieser Besucs der Reparationskommission einiges Aufschen hervorge rufen. Die Ansichten über die Absichten des Besuchet imd geteilt. Die Regierung ist der Meinung, daß dü «/Pöiötiongtommiffion sich auf Veranlassung der eng. nschen Regierung nach der deutschen ReichshauptstadI veglbt, um mit der Regierung Maßnahmen zur Sicher. sMung der von Deutschland übernommenen Repara- uonsleistungen zu treffen. Man scheint zu erwarten, daß Sie Kommission zwar neue Garantie» verlangen wird, daß sie aber andererseits bereit fein dürfte, ge> wisse moratorienhafte Zusicherunge» zu gewähren. Bor anderer Seite wird die Ansicht zum Ausdruck gebracht, oaß das Erscheinen der Reparationskommission mit dei * Reichsbuno der deutschen Industrie gefaßten Ent- sumeßung in der Frage der Kreditaktio» zusammen- hangt. Die Resolution der Industrie hat im Ausland Einen ungünstigen Eindruck erweckt. Das RetchSkabineti
lett ihm
1921
Mk tü M bereits Montag nachmittag mit einer Sitzung 1 w>t dem Besuch der Reparationskommission beschäftigt, parlamentarischen Kreisen weist man darauf hin, das Finanzkontrolle durch die Reparationskommissiov !™e übereilte Maßnahme sei und daß in dieser Frage überhaupt noch nichts beschlossen worden ist. Man wirst Krage auf, ob nicht Maßnahmen getroffen werben ronnten, um eine schnellere Eintreibung der noch aus- seyenden Steuern zu bewirken. Bisher seien in der Hauptsache mit Steuereingänge aus den zehnprozentigen ^hnabzüge« zu verzeichnen.
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- Wie verlautet, beabsichtigen die Linksparteien, der Merung einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Er- Müg der Sachwerte ernsthaft in Angriff nehmen soll. Mim Reichswirtschaftsrat soll von der Linker- eine Molution eingebracht werden, die die Entschließung der Industrie auf das schärfste mißbilligt und worin erklärt daß nunmehr die Erfassung der Sachwerte nicht »'ehr zu umgehen sei.
.-..Die Kommission, die sich nach Berlin begeben hat, W M aus französischen, englischen, italienischen und »(den Delegierten zusammen. Auch die Bereinig- M Staaten sind in ihr vertreten.
Set i|l der Bßfjerrldjßr Europas?
der letzten Zeit ist England regelmäßig in den «Missten innereuropäischen Fragen vor Frankreich zu- lÄMwichen. Besonders deutlich war das an dem Bei- jM Oberschlesien zu erkennen. Das deutsche Bolk, das ^r zum großen Teil immer noch nicht realpolitisch Wult ist, verkennt vollkommen die Ursachen dieses t^ihaltens Englands, wenn es dies durch die geschick- ,^5, sranzösische Diplornatie zu erklären sucht. Eng- du!^ nüchterne klarblickende Diplomaten lassen sich diplomatische Schritte nur beeinflussen, wenn Hin- g,f.ihnen tatsächliche Macht steht. Frankreich steht aber s^Wlbltcklich in einer außerordentlich günstigen Macht- ^lluna. Deutschland ist zur völligen Entwaffnung ae=
Donnerstag, 10. November 1921
itM^-wwu^iWTOwnwiBmm^WM^MinriMMnajM^nMP^jiiüiMjiiiiffWMii» zwungen. Frankreich dagegen vermag im Kriegsfalle ein Heer von 4 000 000 Mann aufzustellen. Dazu steht ihm noch ein ungeheueres Menschenmaterial außerdem in den schwarzen Truppen zur Verfügung. In Europa gibt es kein Heer, das dem französischen gefährlich werden könnte. Die Mittelmächte sind entwaffnet, die «eere Polens, der Tschechen, der Südslaven stehen unter fran- tzöstschem Protektorat, z. T. werden sie von französlichen Ossizieren geführt. Diese Millionenheere geben Frankreichs politischen Willen einen außerordentlichen Nachdruck.
Englands Politiker begingen in Versailles einen außerordentlich schweren Fehler, als sie Frankreich mit einer so erdrückenden Machtfülle ausstatteten. Keynes, der bekamrte englische Volkswirt und Kritiker des Friedens von Versailles, sagte gelegentlich: „der deutsche Schrecken hing noch über uns". England ist durch die modernen Kriegserfindungen gewissermaßen „entinselt' worden. Vom ersten Tage der Kriegserklärung an wurden französische Bombengeschwader Englands Stadre ständig heimsuchen, die nur den verhältnismäßig schmalen Kanal zu überfliegen hätten. Die modernen weittragenden Geschütze vermögen den Kanal zu überschie- tzen. Die Franzosen behaupten, das deutsche 120 Klm. weitschießende Geschütz nachgeahmt zu haben, das würde bedeuten, daß dies von Calais aus London, „das Herz der Welt" beschießen könnte. Wie es unter guten Freunden üblich ist, gibt Frankreich England auch ge-- legentlich seine freundnachbarlichen Gefühle zu verstehen. Sehr deutlich war in dieser Hinsicht die Veröffentlichung des französischen Marinemintsternnns, das kürzlich schrieb: „Um verhängnisvollen Schäden in der Zukunft vorzubeugen, muß endlich einmal sestgestellt werden, daß die Führung des uneingeschränkten Unterseebootkrieges durch Deutschland völlig korrekt war." Vor Tisch las man es anders, da nannte man es deutsche Barbarei. Jetzt aber, wo man gelegentlich gedenkt, diese Waffe gegen den früheren Bundesgenossen anzuwenden, gibt man der Wahrheit die Ehre. Was aber für Erig- land eine französische Unterseebootflotte unmittelbar ovr seinen Häfen im Mittelmeer und an der Straße von Gibraltar bedeutet, bedarf wohl keiner Erläuterung.
Ein weiterer Glücksfall fällt Deutschland in den Schoß. Die Beziehungen zwischen England und Amerika sind nicht besonders freundlich. Für beide Mächte ist die französische Freundschaft wertvoll, beide suchen, sie sich zu erhalten. Alles in allem rächt sich jetzt an England, daß es seinen Jahrhunderte alten bewähr-eu Grundsatz vom Gleichgewicht der Mächte ausgab und im Versailler Frieden Deutschlands Wehrmacht vernichten half. Jetzt ist Frankreich, dessen Riesenmilitärmacht auf dem ganzen Kontinent kein Gec-engewicht findet, der wahre Beherrscher Europas und die englische Politik muß dem Rechl-ung tragen. K L.
G?Re neue Friedensrede Vmands.
»-»i Briand erklärte in einer Rede auf dem Dampfer, Met zur Fahrt nach Amerika benutzte- daß Frankreich nicht eher an einer Abrüstung beteiligen könne, bis
Einrichtung einer internationalen Organisation picht nur seine Sicherheit verbürge, sondern ihm die Garantie gebe, daß die Unverletzlichkert Frankreichs erhalten bleibe. Frankreich hätte Vorteile aus seiner Lage ziehen können und seine Grenze sichern können. Es tat das jedoch nicht, weil Großbritannien und Amerika versprachen, ein Bündnis mit Frankreich einzugehen, das dasselbe Ziel, die Sicherung Frankreichs, dargestellt Italien würde. Frankreich habe seine eigenen Pläne auf-
BezngSpreiS: Bierttz ähnlich Mk. 10, -, Ar-ciigrn- Preis: Die Kieinzeüe 1>! 1.50. die ReklamezeUe t,50 WO Mark, sämUich ohne besonderen Zu'chtleg Bei Wiederhotung Rabao Er tic:. r 3 mal wöchentlich
«Ber 8 Wochen gedauert hat, dürfte nach dem Spruch des
proaenttger Zuschlag auf alle Preise in den Gastwirt- erhoben werden darf, und daß dieser Zuschlag den Kellnern zusteht. Den Lettnern wird ein Sonder- gehalt von 1600 Mark in Bier-, Saal- und Gartenwirtschaften und von 1800 Mark in Kaffeehäusern und Wein- lokalen gewahrt. Der überschießende Teil der Trink- sieldeinnahme wrrd gleichmästig unter die Kellner ver- >eUt. Die Trmkgelöanuahme ist den Kellnern verboten.' Das Publikum n ein durch den Zuschlag, der am Ende der Rechnung erscheinen muß, daß der Kellner für seine
in vollständig bezahlt ist.
VsMsche Rundschau.
»-»Im Auswärtigen,Ausschutz des Reichstages erklärte nach halbamtlicher Mitteilung der Reichskanzler in der Aussprache über die oberschlesische Frage, daß die Antwort der Botschasterkonferenz die Tatsache der Einlegung einer Rechtsverwahrung nicht aus der Welt schaffe Unsere Rechtsverwahrung werde nicht dadurch beseitigt, daß sie zurückgewiesen wurde. Sie bleibe vor der Geschichte aller Zeiten bestehen.
Im Wohuungsausschuß des Reichstages wurde die Beratung des Reichsmierengesetzes fortgesetzt, -.o' soztaldemokratifche Anträge, die eine Trennung der Mieten in Kapitalzins, Betriebskosten und Rera - streben, wurden eingereicht. — Im sozialpolitischen Ausschuß wurden die NotstandsmaßnahMen zur Unter . zung von Empfängern von Renien aus der Invalide. Versicherung fortgesetzt. Es wurde beschlossen, daß die Rentenerhöhung lediglich den bedürftigen Versicherungs- rentnern zu gewähren sei. — Im Rechtsaussr uß teilte die Regierung mit, daß sie selbst ein Gesetz zum Schutze der Republik einbringen werde. Die Berat» eines unabhängigen Antrages über diesen Gegenstauo wurde daher ausgesetzt.
»-»Da der von ver braunschweigische» Regierung im Landtag eingebrachte Gesetzentwurf über die Erhebung des 8. November zum gesetzliche» Feiertag nicht recht- zetAg verabschied^ werden konnte (die Vorlage ging an den Rechtsausschutz), hat sich die Regierung eine Besmn- mung der Gemerbeoronung zu Nutze gemacht und über die Köpse der Landtagsabgeordneten hinweg einfach bestimmt, daß der 9. November als gesetzlicher Feiertag zu
„ Der Wiederanfbau NorbsraukreichS.
—' Loucheur empfing die Vertreter der Organisationen, die die Absicht haben, den Wiederaufbau von elf Sommedörfern auszuftihren. Es wurde vereinbart, daß keine neuen Verhandlungen startfinoen sollen, solange nicht die für die Wiederaufbauarbeiten erforderlichen Nominalisten der Geschädigien mit ihrer offiziellen Genehmigung dem Ministerium zugegaugen sind.
Briand in Neupork.
»-»Briand und die französischen Delegierten sind am Montag morgen 9 Uhr in Ikeuyork gelandet. Sie wurden nach einer Meldung aus Neuyork von einer «»geheure« Menschen«!e«ge stürmisch Begriffet
Protest Tschitscheri«s.
— Aus Loudon wird gemeldet: Tschitscherin hat in einer Note an die Großurüchte gegen den Ausschluß Nnß-> lands vo« der Washi«gto«er Ko«fere«z Protest erhoben.
Sesteben, und jetzt habe es weder die Grenzen, die Frankreichs Sicherheit fordere, noch einen Allianzvertrag. Briand fuhr dann fort: Ich kann keine Abmachungen annehmen, die die notwendige Verteidigung meines Landes vermindert, ohne eine große Kompensation zu erhalten. Wir Franzosen verteidigen unsere eigene Srcherheit und die der Zivilisation. Anschließend kam Briand auf die Frage des Stillen Ozeans zu sprechen und sagte, die Regelung dieses Konflikts, die viele Gefahren mit sich bringt, ist in einem gewissen Grade für Frankreich von lebenswichtigem Interesse, und so kommt es, daß auch Frankreich selbst an der Beilegung dieses Konfliktes Mitarbeiten müsse. Frankreich sei bestrebt, den Frieden zu sichern im Stillen Ozean wie in Europa.
-eilegung dieses ch sei bestrebt,
Französischer Einfluß in OLerschleflen.
—Die „Oberschlesische Volksstimme" berichtete vor ^^S.X0060' da6 die staatlichen Gruben im geraubtei Oberschlesien zu einer Aktien-Gesellschaft mit einem französischen Direktor an der Spitze zusammeugefaßt werden sollen. Ein diese Meldung Bestätigender Bericht lautet: Am letzten Sonnabend erschienen auf der staat-
französischen Direktor an der Spitze zusammengefaßt werden sollen. Ein diese Meldung Bestätigender Bericht Jantet; 2im testen Sonnabend erschienen auf der staat- ltchen Bergruspektion in Königshütte bei dem ftellver- tretenden Direktor Bergrat Spinn zrvei französische Bergingenieure, darunter der Ingenieur du chef des mins, Jules Simon, mit einer Anzahl Betriebssichrer und erklärten, sie waren diejenigen Leute, die dazu aus- ersehen seien, den Betrieb der Königshütter Gruben zu übernehmen. Sie erkundigten sich eingehend nach Zahl und Art der vorhandenen technischen und administrativen Beamtenstellen. Weiter wird zuverlässig gemeldet, daß eilglische Kapitalisier! in dem Kreise Pletz die dortigen Steinkohlen elder erschließen wollen.
Die Forderungen der Beamten.
Von der Leitung des Deutschen Beamtenbundes wird ptiitgeteilt: Der Vorstand des Deutschen Beamtenbu' . es hat nach eingehender Erörterung der durch den sprunghaften Niedergang des Markkurses geschaffenen unheilvollen Lage der Beamtenschaft unter Zustimmung der Vertreter der dem Deutschen Beamtenllund augeschlos- senen Gewerkschaften die sofortige W. rfüBrnng der Besoldungsaktion unter folgenden Gesichtspunkten beschlossen:
Der Regierung find sofort, unbeschadet des Abichlus- ies der gegenwärtigen Borlage, folgende Forderungen vorzulegen, die sich nach der inzwischen eingetretenen Verteuerung der Verhältnisse und nach Annahme der Gesetzesvorlage in der Beamtenschaft nötig machen:
1. Die für Oktober—Dezember zu zahleuden Nachzahlungen auf Grund der neuen Besoldungsordnung sind, soweit sie hinter dem Betrage von 2009 Mark für den Beamten und 500 Mark für icSe« weiteren vo« dem Beamte« zu ««tcrhaltenden Angehörigen zurückbleiben, in unmittelbarem Anschluß an die Nachzahlung auf diesen Betrag auszufMen.
2. Hebung des Einkommens der unteren und mittleren Beamtengrnppen auf eine die Bestreitung! der Le- beusnotwendigkeiten sichernde Höhe. Bei der daher sofort in Angriff zu nehmenden Revision der Gruudge- Haltssätze ist il n auf die Planmäßigkeit des Verhältnisses der Gehaltssätze der einzelnen Besoldungsgruppen aneinander hinzu wirken.
3. Sofortige Schaffung von Einrichtungen, wodurch unter Betriligung der Beaintenorganisationen eine kurzfristige nutowallside A -vasiuug der Bezüge an die kert- Idircifciit er-cntw«rt«»g und Teuerung erfolgen muß.
Aussperrung und SIreM.
— Die Firma Benz & Co. in Mannheim hat den Vertrieb ihrer Automobilfabrtk stittgeiegt. Die Arbeiterschaft, etwa 3600 Mann, ist entlassen worden. Den Grund dazu gaben nach einer Mitteilung der Direktion die fort- gesetzten Demonstrationen der Arbeiterschaft, die in das Gebäude emdru-gen wollen und die Direktoren bedrohte. Die Stillegung steht mit den schwebenden Lvünverhaud- lungeu nicht im Zusmumenhang.
— Im Hasper Werk streiken 300 Maschinisten «ud Heiser. 2500 Arbeiter sind dadurch in Mitleidenschaft ge= Zogen. Es handelt sich angeblich um einen Lympathie- streik für den Duisburger Ausstand.
! Beilegung des Streiks im Berliner Gastwirtsgewerbe. , m- Der Lobnkanwf im Berliner Gauwirtsaewerbe. der
Wirtschaftliche Mund schau.
(Nach dem Stande v. b. November 1921.)
^Nachdruck verboten.»
W.K.S. Allgemeine Lage. Stärker und intensiv« als jener um die Wende 1919/20, macht sich der gegenwärtige Ausverkauf Deutschlands bemerkbar Wertvolle Teile unseres VolksvermögenS gehen in ausländische Hände über. Volkswirtschaftlich und staatsfinanziell muß dieser Zustand die schwersten Folgen herbeiführen.
Geldmarkt. Nach einigen Tagen der Ruhe ist der Kurs der Mark wieder inS Rollen gekommen. Die Dollar hauste bot in noch nie dagewesener Weise erneut eingesetzt. Die Reichsbank hat die Ausgabe von500 M.'Nottn beschlossen.—
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