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Schlüchterner Zeitung

SchMchterner Kreisblatt

Verantwortlich für den gesamten Inhalt. H..«. Mv 9AM Hohmeister, Schlüchtern. Druck u. Verlag der Ka E. yu« ^0 Hohmeister in Schlüchtern. Kernspr. Nr. 65. Telegr.

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Dienstag, 1. November 1921 1«» 73. J-hrg

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Schlüchternsr Zeitung.

Dr. Wirth auf Agikakionsreife, w Die Reife des Reichskanzlers Dr. Wirth nach Sarlsruhe wird ch» voraussichtlich bis Anfang nächster Woche von Berlin fernhalten. Sie erfolgte, weil Dr. Mrth in seiner Eigenschaft als badischer LmMagsabge- ordneter in mehreren Orten seines Wahlkreises zu ' "^t Zu seiner Rede tn Karlsruhe wird rischen Kreisen darauf hingewiesen, daß Gedankengange verfolgt wie die Rede , in Mannheim. Wegen dieser Ueberein­stimmung der beiderseitigen Ansichten glaubt man in i-arlamentarischen Kreisen an die Möglichkeit einer Rück« kehr Dr. Rathenaus i« das Reichskabinett als Wieder- aufballminffter.

Der Reichskanzler über die politische Lage.

w Einer Einladung Der ZentrumspaAei in Karls­ruhe Folge leisteud, sprach dort Reichskanzler Dr. Wirth. In seinen einleitenden Worten streifte er Die vadifche Politik, die er als richtunggebend für das ganze Reich bezeichnete. Das Ziel der Politik müsse sein, daß die arbeitende Welt und Die demokratische Welt unter Zu- :üctjMinig einzelner Interessen am Wiederaufbau Mit­arbeiten. Zur Neubildung des Kabinetts erklärte Dr. Wirth, die Einheitsfront vo« SßeiDemamt bis Strese- mann war erreichbar. Die Grundlage für dieses Ziel war im Msentlichen schon schriftlich festgelegt. Ich habe wiederholt an berufener Stelle erklär-, daß meine Per­son nicht ei« Hindernis für eine große Koalition sein soll. Als Der Reichspräsident mich mit Der Neubildung des Kabinetts beauftragte, sagte ick zu, wenn mir ge­tastet würde, eine Regierung zu bilden, Die auch bereit st, üflftbuelte und parteipolitische Interessen Hintanzu- teilen. Der RechSkauzler bedaueren das Ausscheiden »es Wed. rousbauurlutsw: c De. Jicifeüu ^^ui-fagie um«r, nicht durch die Fraktion bin ick an diese Stelle ge- ttm wfen worden, das Vaterland bat mick dahin gestellt, und ich gehe diesen Weg unerschrocken mit oder ohne ___ Zentrumspartei. Zur inttzrüntionalen Lage übergehend. »« besprach Der Reichskanzler zunächst Die vbe-ucktesische präge. Die getroffene LösuM schlägt dem Gedanke« in der Gerechtigkeit ins Gesicht. Auf hnierMitinbem Ge- III biet stellte der Reichskanzler scharfe Maßnahme« der neuen Regierung gegen die wucherische Ansbeutung des Volkes «nd Die Erhöhung der BeaMtrubeioldnug nutz der Rentenbezüge noch vor Weib nackten in Aussicht.

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Eine Rede Dr. Ralheuans

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- Nd dem Reichsprästi ä ö^E gegeben hätte rr- Mrth wieder in

** 3n einer Versammlung Der Deutsch-demokratischen -W in Frankfurt hielt der bisherige Wiederaufball- Mimster Dr. Natbenau einen Vortrag über die politische [ tage @f besprach zunächst Die ungeheuerliche Lösnug :5?M«L.lesische« Frage versicherte, daß Deutsch- M die Oberschlesier niemals vergessen und niemals Masse« werde. Dann fuhr er fort: In dem Aicgen- m dem der furchtbare Urteilsspruch über Ober- Mnen erging, war es notwendig, daß in Deutschland

10] ""§ Reichskabinett zurücktrai Es wäre unverständlich ' ® i » k 5' wenn sich die Reichsregierung passiv verhalten n^ die volle Handlungs- e. Es war gut, daß Sicichstauzler I. ^*m Wlim III das Reichskabinett eingetreten ist; Mw Dr. Wirth ist von Den letzten 10 Kanzlerir des J w derjenige gewesen, der aus dem Geiste des Ma- > seschnitzt ist, aus dem Die Staatsmänner geschnitzt . Nun werden Sie fragen, ivarum ich nichr in das Meinest bineingegaugen bin. Ick bin nicht bincinge* WSen, weil die Fraktion bescklosseu bat, ihre nAitglie-- M orten nicht in das neue Kabinett und weil sie auch »r Mcmung war, daß Reichswehrnliuister Geßler dem ?^Mt erhalten werden sollte. Ick habe mich aus Sv- »W. ^^w Fraktionsbeschluß gefügt. In der aus- , ^tigen Politik können wir nichts weiter tun, als das unseres Vaterlandes zu erleichtern. Das Kabinett ist auf diesem Gebiete tätig gewesem

s OKerlchieftens Rßmjjf geoßti ^vWw.

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-.^ Wie dem »Oberschlesiscken Kurier" von polnischer ,M geschrieben wird, beansprucht die künftige Stellnng- M«e der oberschlesische,i Parteien zur Warschauer Rc- gegellwärtig das Interesse Der polnischen Ober- ÄcKt\m höchstem Maße. Fast einmütig sei man in «Jmffaffnnö, daß in wenigen Wochen ei« schwerer Segen die Warschauer Hegemoniebestrebunge« gej weeden müsse. Es sei ein offenes Geheimnis, daß WMM in Sachen des Obersten polnischen Volksrates ^ Differenzen iwgcn der künftigen Stelle«dc- ergeben haben.

Stiche Beftirchtuiugeu wegen eines deutsche» Boykotts. Gedanke eines mlrÜÄaHl en BonkottS von Ä® Seite ist Den polnischen 4 stiern sicherlich in khÄy gefahren. Wenn and) Du polnische »Grenz. MU dieser Tage noch behauptete, ein Den sicher Boy. l J«« Polen nur willkommen, und wenn Deutiä). 7 es nichi täte, würDe Polen Deuiichland boukoltieren, fünn u e "MU diesem großsprecherischen Wort des Kor- Mtysche« Blattes kein ällzngrvßes Gewicht beilegen. ^6, u>nmekw»ff,ischen Blätter maßen nämlich kein daraus, daß ein offen erklärter Wirtschaftskrieg »!<» die Sa«ier««a der poluischeu St»a«zz-u

unerhört erschweren und Polen äußerst unangenehu! sein würde. Man muß anD der kongreßpolnischen Presse tatsächlich den Eindruck nein innen, daß man doch gar zu gerne zu einem erträglichen Berhälfiris zu Deutschland

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Neue Drosselungsversuche.

»* Aus Berlin wird offenbar halbamtlich gemeldet: Die Werke, die im Dienste des Reiches mit der Herstel- Inng von allen Dingen, Die für Die Verteidigung des Reiches notwendig roareu, beschäftigt wurden, sind be­kanntlich in die Deutschen Werke A.-G. nmgewandels worberr. Es find bisher beinahe 10 Millionen Mark an Lohnen verausgabt worden, um Diese Werkstätten nie» Der,weisen. Die VertragsbestimmungLn wurden mit Loyalität durchgeführt. Indessen verschärften sich, seit­dem der Eirffluß Der italienischen und englischen Mit­glieder Der Kommission in Den Hintergrund trat, DW Weisungen der Kommission, an Deren Spitze General Rollet steht. Die Forderungen Der Kommission lassen überhaupt nichts anderes erkennen als blinde Zerstö­rungswut. Das Werk Wolfgang bei Hauau ist auf Ver­langen der Entente starken Zerstörungen ausgesetzt ge­wesen. Jetzt koumrt plötzlich die Nachricht, daß die intern allfierte Kommission in Frankfurt fordert, daß 50 Ton­nen Schießwolle und 150 Tonnen Pulver, die zur Her­stellung von Kunstleder freigegebeit waren, verbrannt werden. Das Werk selbst sei zu zerstöre«. Die Gebäude bis auf den Erdboden z« vernichten und alle elektrischen «Und Dampfletturrgen herauszureißen. Sogar die unter- Kanalisation sei zu zerstören. Die Rohmateria- bis zum 15. Oktober verbrannt werden. Die ug des Betric -ss wurde zunächst bis zum 31 , dann bis zürn 30. Itovember genehufigt mh um M gej en, die laufende Fabrikatio« zu beendigerr und sich danach umzutun, wie man das mit diesen Arbeiten beschäftigte Personal am besten ver­wenden könne. Infolge dieser Vorschriften muß riatür- lich, sofern Die Entente auf ihrer Forderung besteht, das Werk Wolfgang einfach geschlossen werden. Auf Werk 'Erfurt ist den Anforderungen der Entente stets genügt worden. Jetzt endlich komM Die Vorschrift, daß die Fa­brikation aller Jagd- und Sportwaffen auf Dem Werk am 31. März 1922 endgültig und für immer zu schließen sei. Von der gleichen Maßnahme ist das Werk in Spa«- dau betroffen. Die Werksleitmrg hat die Erfüllung die­ser migehenerlichen Forderung abgelehnt und Die inter­alliierte Commission an Die ReichSregiernug verwiesen.

Bording wer die ü^Wlmgskonseeen; iri»»fe»» stungsfrage ausgesprochen. Er ermähnte Die amerika­nische Nation zur Einigkeit und zu einer Haltung, die dauernde freundschaftliche Beziehungen zwischen allen Völkern möglich mache. Wenn die Beratungen über die Herabsetzung der Rüstungen scheitern sollten, so werde die aScranhoortung Dafür nicht auf Amerika fallen. Der Friede sei wohl vereinbar mit einer angemessenen Ver­teidigung Amerikas. Es liege auf Der Hand, daß die Menschheit geneigt sei, es mit Diesem Experiment zu ver­suchen. Amerika wolle den Völkern beim Betreten dieses Meuen Weges helfen. Die entgegenfummeuDe Annahme der amerikanischen Einladung znr Konferenz lasse Die Annahme zu, daß man zu guten Ergebnissen gelangen werde. Amerika habe irr der Frage der Abrüstung so- .wohl vom nationalen als vorn internationalen Stand­punkt gelernt und dürfe hoffen, daß Die ganze Welt, be­lehrt durch die letzte ungeheure Tragödie, gur gleichen Einsicht kommen werde. Harding betonte zum Schluß, er werde die nationale Unabhängigkeit Amerikas in fei item Punkte opfern.

Briaud verlangt Sicherheit.

Ueber die Washingtoner Konserenz sagte Briaud in seiner Rede im Senat noch, die Interessen Frankreichs bezüglich Der pazifischen und Abrüstungsfrage würden nicht vernachlässigt werden. Außerdem würden Die fran­zösischen Vertreter vielleicht nützliche Dinge beim Ver­treiben von Gewitterwolken und Nebelwolke» leisten sönnen. In Der Abrüstungsfrage werde er in Washing­ton erklären, Frankreich sei bereit, alles zu unterschrei­ben. was dazu führen könne, Die Rüstungen einzusckrüu- ken und die auf Den Völkern ruhenden Lasten zu erleich­tern. Vor allein müsse Frankreich auf feine Sicherheit bedacht sein. Das sei eine Lebensfrage, Die nicht ver­nachlässigt werden könne, ohne daß die ganze Welt in Gefahr komme.

Abreise der französische« Delegatio«.

»- Ministerprästdeut Briaud hat sich im Ministerrat von feinen Kollegen verabschiedet, nachdem er über Die auswärtige Lage und über das Programm für die Ab­rüstungskonferenz in Washington berichtet hatte. Die französische Delegation, die am Sonnabend die Reise nach Amerika autritt, umfaßt insgesamt 39 Personen, und zwar neben dem Ministerpräsidenteil Briaud den Abgeordneten Vivtarn, Kolonialminister Sarraut und Botschafter Jusserand, 12 Vertreter des Ministeriums des Auswärtigen, je 6 Vertreter des KriegSmiilisterinms lind des MarftleNlinisteriums, ferner 4 Delegierte des FinanzministerillML, vier Vertreter des Coluniarmtnl steriums, einen Sachverständigen für Luftschiffahrt io- pie einen wirischaftspolitischeu Beirat.

Fortsetzung der Modilisatton gegen Angarn.

Die kleine Enteiste hat an Ungarn ein Ultimatum ge­richtet, in dem u. a. die Abrüstullg Ungarns unter Bürg schaft und der Ersatz der MobikmachungSkosten verlang wird, andernfalls mit der Besetzung ungarischen LarweS gedroht wirD. Außerdem verlangt die kleine Entente auch die Auslieferung Exkönig Karls, die ebenfalls von Der großen Entente gefordert wird, aber nicht in Dein Sinne, daß etwa die Tsäuäw-Slmvnkei über Das künf­tige Schicksal Exkönig Ataris zu entscheiden hätte, son­dern daß sich die große. Eisterchr selbst die Clstschetdmlg

vorbehäkt. Bis zur Ersuuung oieier Noroerm-.gen wer« in den Staaten der kleinen Entente die Mobilisation ge­genüber Ungarn fortgesetzt. Es liegen darüber folgende, Meldungen unseres Berliner M.-Mitarbeiters vor:

** Aus Prag wird gemeldet: Die Mobilmachung wird systematisch weiter durchg. führt. Große Scharen von Einberufener: durchziehen die Stadt. Auf den Bahichü- fen herrscht wie zurzeit des Weltkrieges urilitärische Kon­trolle. Viele Anzeichen deuten Darauf hin, daß die, tschecho-slowakische Regiermcg entschlossen sei, die Mo­bilmachung in dem bisher angeordneten Umfange durch- zuführen. Ihre restlose Durchführung scheint zu einer Prestigenfrage geworden zu sein.

Blutige Zusammenstöße in Graslitz.

>>°c In Graslitz kam es am ersten MobilmaHungstage zu blutigen ZusaMtnenstötzeU. Die militürpflichtigen Deutschen weigerten sich, dem Einberufungsbefehl Folge zu leisten. Mau hatte and) als Protest gegen die Ein- berufung den Generalstreik proklamiert. Sämtliche Be­triebe wurden geschlossen. Gegen 5 Uhr nachmittags trafen aus Eger etwa 40 tschechische Legionäre mit Ma- schineugewehren unter Führung eines Offiziers zur Verstärkung der schwachen tschechischen Besatzung ein. Bald darauf kam es auf dem Marktplatz zu schweren Zu- lanmienstötzen zwischen Demonstranten und tschechischem Militär, das lebhaft Feuer auf die Deutschen eröffnete. Im ganzen wurden in Graslitz 12 Personen getötet und 26 verwundet, darunter einige schwer. Ueber den gan­zen Bezirk ist das Staudrecht verhängt worden.

Druck der großen Entente anf die kleine Entente.

* Ueber das Ultimatum der kleinen Entente an Un- garn finden zurzeit eifrige Unterhandlungen mit der großen Entente statt, die das Ultimatum zu scharf findet und eine mildere Fassung wünscht. Die große Entente findet auch gewisse Punkte im Widerspruch mit ihren Interesse«. Die kleine Entente hat unter anderem be­reits einen Punkt falle« gelasse«, der die Auslieferung eigener Staatsangehöriger fordert, die irredentistische Bestrebungen gegen die Länder der kleinen Entente för­dern. Auch scheint die kleine Entente nicht auf der aus­drücklichen Ablehnung der Abmachungen von Venedig M bestehen.

Italienisch-russischer Handelsvertrag.

** Ein Vertreter der italienischen.Regierung hat ei­nem Biitarbeiter der russischenPrawba" erklärt, daß die Besprechungen über den italienisch-russischen Han­delsvertrag beendet sind. Der Text ist dem des engli­schen Vertrages ähnlich. Damit Rußland nicht verpflich­tet sein soll, den letzten Rest seines Goldbesitzes abzuge. ben, beabsichtigt man, ein italienisch-russische Kreditin-- Tttt«ttö» mit einem Knpftat-ULU. 222- Millionen ftukiMi-

Stegerwald für die große Koalition!

Der Chefredakteur der Zeitung »Der Deutsche" hatte Mit dem Ministerpräsidenten Stegerwald eine Unterre­dung, in deren Verlauf der Ministerpräsident u. a. sagte: Der oberschlesische Gewaltspruch ist ein furchtbares Un­glück für das deutsche Volk und ein kaum minder gro­ßes für Europa. In Preußen ist durch die Vorgänge im Reiche die bisherige politische Regierungsbasis er­schüttert worden. Die Einbeziehung der Sozialdeuwkra- itte in die preußische Regierung ist jetzt sowohl ein Gebot des politischen Auslandes, als auch eine Staatsnotwen-- bigkett. Der Sozialdemokratie kann nicht zugemutec iver- den, im Reiche in allen entscheidenen Stundeic in die Bresche zu springen und in dem größten Bundesstaar da­gegen von der umnittelbaren Mitwirkung an den Staatsgeschästen ausgeschaltet zu bleiben. Wir stehen zudem vor den: sehr schlimmen WUrter und vielleicht vor dem noch schlimmeren Frühsommer. Unter diesen Um­ständen wird die Einbeziehung der Sozialdemvkrateu in die preußische Regierung bald erfolgen Missen. Die große Koalition kommt, weil sie kommen muß. Wenn man zu wählen hat zwischen der Koalitionsverbrcitermlg um zwei Parteien, die einander wenig erfreulich find, und der Verelendung eines großen Teiles des Deuts dien Vol­kes, dann kann keinem wahren Vaterlands- mrd Volks­freund die Wahl schwer fallen So steht es aber um das deutsche Volk. Diese harte Tatsache zwingt den Reichs­tag zu einer festen Steuer-arbeitsgemeinschaft. Keine Partei geht aber in der Steuer-aufbringung auf allen Ge­bieten bis zur alleräußersten Grenze, wenn ihr nicht ein entsprechender Einfluß auf die Führung der Reichspoli­tik eingeräumt wird. Auch in Preußen ist die Juangriff- nahme der großen Verwaltungsreform solange unmög- lich, als nicht eine große Koalition besteht. Darum muß die große Koalition kommen trotz der jammervollen Zer­rissenheit der letzten Tage. Die große Koalition ist die deutsche Lebensfrage.

Reue Putfchgefahr vs« Links.

«* Aus Berlin wird berichtet: Das »Deutsche Tage­blatt bringt Aufsehen erregende Mitteilungen über du Formation der »Roten Armee". Diese Meldungen sink derart eingehend, daß bei den muerrichteten Stellen übel die Richtigkeit der Angaben keine Zweifeln bestehen Demnach ist damit zu rechnen, daß über kurz oder lang eine bestehende »Rote Armee" in Deutschland tu Aktw« treten kaum

i Bevollmächtigte für die Grenzfestfetzungsk- inmission.

i m> Berti«. Den Blättern zufolge sind als Bevoll-

e der deutschen Regierung i>et der olurrschMscher! ___».estsetzungskoumiission der Gelandte a. D. von rentier und Graf Hauteville ernannt worden. Beid«

... bereits bei der Festsetzung der Grenze in Ost' Westor«rßen zwischen Polen und Deutschland tätig JSSSÄ der Deutschen Delegation uh vie deutsch-polnischen WMschaftsverhmlblungcn haben am Freitag im auswärtigen Amt unter dem Vorsitz Du Schiffers Beraftmgeu stattgefnnden. Die endgültige Zu­sammenstellung der Deleaativ' Gormabend erfolgeri.

>» wird unraussichtUü) am