SBlüchieene« Aeitung
KchMchlerner Kreisblatt
Verantwortttch für den gesamten Inhalt: H.-K. qqq Hohmeister, Schlüchiern. Druck u. Verlag der Ja C. wUO Hohmeister in Schlüchtern. Jernspr. Nr. 65. Telegr.
Schlüchterner Ztg. Postscheckk.: Frankfurt M. Nr. 11402.
Wettet uem Tour.
* Die Neuwahlen für den basischen Landtag finden am 30. Oktober statt.
In der Eisenbahnhanntwerkstätte zu Halle ist eine Urabstimtnung über den Streik vorgenommen worden. Für den Streik ergaben sich 1087, dagegen 200 Stimmen.
Das „Höchster Kreisblatt" ist wegen eines Artikels „Ein neues Elsatz-Lothringen", in dem die Entscheidung des BölkerbunöSrates über Oberschlesien kritisch beleuchtet wurde, auf 3 Tage verboten worden.
Zum Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin wird nach einer Meldung der „Chicago Tribune" nach der Ratifikation des deutsch-amerikanischen Frie- densvertaaes Harding den ehemaligen Direktor der Neuyork Federal Bank, William Boyce Thompson er»
Der Fall der Mark.
9* Nach den amtlichen Notierungen stieg am Montag der Dollar an der Berliner Börse von 149,60 auf 184,81 Mark. Im freien Verkehr wurde der Kurs noch über- boten,- er stellte sich zeitweilig auf 194 Mark. Schließlich übeAtieg die Nachfrage das Angebot derart, datz sie nicht mehr befriedigt werden konnte, und so mutzten die Devisen den Käufer« zugeteilt werden. Dollarkänfer erhielte« 30 Prozent des augebotenen Bedarfs.
Ergebnis: An einem einzelnen Tage ist die deutsche Währung um ein Viertel ihrer Kauftrast Herabgedrütti worden Ein solcher Stand der Mark steht einzig du Die erneute'Balutablockade, die Abschnürung der -eut- hen Käufer von: Weltmarkt wirft ihre Schatten vor* aus. Aus Angst um ihre Rohstoffversorgung decken sich Handel und Industrie ein. Die Nachfrage nach fremdest Geldmitteln ist groß und dringend. Das Angebot aber ist gering. Der Reichsbank werden über die freiwillige Ablieferung hinaus fremde Wechsel nicht zur Verfügung gestellt. Auf dem Markt wird wenig angeboten.
♦
o* Der „Vorwärts" schreibt: Die Mark gilt knapp 2% Pfennig. Was das heißt, was darauf folgt, darin hat Deutschland nun schon einige Erfahrung. Es brauch! das näher kaum angedeutet zu werden. Aber man fragt sich doch, ist diese Entwicklung berechtigt oder nicht. Wir heben einen Teil Oberschlesiens verloren, einen kostbaren unersetzlichen Teil der deutschen Wirtschaft mit den größten Zukunftsaussichten. Aler de. wirtschaftlich« BerlUst wird nicht in den nächsten Jahren so sichtbar, wenn, was wahrscheinlich ist, der freie Rohstoffverkehr über die Grenze erfolgt. Wir haben eine schwere Einbuße an wirtschaftlichen Ausdehnungsmöglichkeiten, an Bodenschätzen, an Goldwerten, an Zahlnugsuröglichkei- ten erlitten. Das wird die Entente berücksichtigen müssen, oder aber sie wird die verminderte Kaufkraft Deutschlands für Jahrzehnte auf ihren Warenmärkten zu spüren bekommen. Zahlungs- und Balutadumpings öder Zahlungsherabsetzung — ein Drittes gibt es nicht. Das erkennen schon heute die einsichtigen WirtschaftsPolitiker jenseits des Kanals an. Entscheidend können alle diese Beweisgründe nicht dafür sein, daß die Mark heute kaum noch ein Drittel von dem gilt, was sie im Monat Mai d. Js. an Wert besaß. Sie können es noch weniger sein, wenn man daran denkt, daß die Industrie ihr Kreditangebot für das Reich nicht zurückgezogen hat. Am 13. November sind keine Goldzahlungen fällig. Für spätere Termine kann Deutschland, sei es durch die Kredithilfe der Industrie, sei es durch steuerliche Heranziehung des Sachbesitzes, noch ganz oder mindestens teilweise zahlungsfähig gemacht werden. Die vollstän- öig loyale Erfüllung, die mit dem Wiesbadener Abkommen in neue Bahnen gelenkt wurde, ist alo nwglich, . wenn unsere Vertragsgegner uns loyal entgegenkom- men, und es wird ihnen über kurz oder lan keine andere Wahl bleiben, nicht, weil sie vor der Waffengewalt Ludendorffs zittern, sondern, weil die ökonomischen Hu- sammenhänge zwingender werden, als je sonst.
Was not int
, Durch die Zerstückelung Lberschlesiens wird Dentsch- ands Lage schwierig bis zur Unerträglichkeit, denn bberschlesien ist eine unentbehrliche Kraft für die deutsche Wirtschaft, die an solchen Kraftquellen mcht übermäßig reich ist. Hier werden Rohstoffe gewonnen, deren Deutschland im Interesse seines Auslandes dringend be» M In Zukunft wird Deutschland diese Rohstoffe aus dem Auslande einführen müssen. Das kostet eine Unmenge Devisen, wodurch die Zahlungsbilanz in Hoff- "ungsloser Weise verschlechtert wird. Nebenher geht ew «ewaltiger Ausfall an Steuern, den unsere schwer dar- mcherltegende Finanzwirtschaft am allerwenigsten verschmerzen kann.
Angesichts dieser Lage entsteht die &we: Soll Deutschland die aus dem Friedensoertrag itberuomme- "^",Verpflichtungen weiter erfüllen? Im ersten Mo- ^ut ist man geneigt, dieser Frage ein ichrosfes Nein sMaegenzusetzen. Man könnte sich sagen: die Entente mwmt keine Rücksicht auf Deutschlands wirtschaftliche «age. We trennt ihm vielmehr lebenswichtige Glieder folglich ist logischerweise unsere Mission als Schuld- «^ erfüllt. Eine solche Politik hieße aber, den Genier Wahnsinn mit einer gleichen politischen Sorbett beant- Für uns heißt eS einfach: roefter arbeiten. Und der Weg der Reparationen, den Dentschland gehen M im Abgrunde endet, so ist es sicher für UNS, daß £ auf diesem SchtcksalSwege nicht ohne Gemmen 61ct= ” , werden. Der Zusammenbruch, den ein autzerge- Ähnlich erleuchteter Geist aus dein gegcmoärtigen La- «r ^veits fiir einen bestimmten Zeitpunkt vorausge- ^i hat, wirb nun um so früher eintwten müsien,- D>n Nicht in der Kulturwelt die Einsicht durchdringt, WV ™f dein Wege an den Abgrund vorantreiben, Einhalt geboteir werden muß. , . . . ^Deutschland wirb weiter arbeiten, ja, es nnrd sogar buchen, einen besseren Wirkungsgrad seiner Arbeit
Donnerstag, 20 Oktober 1921
im erzielen, mn wenigstens einmal Ordnung in seinem inneren Etat zu schaffen. Dazu bedarf es nicht in erster Linie neuer Steuern. Vielmehr wird nötig sein, daß wir zu Methoden znriickkehren. die eine bessere Aus- ntitzung der wirtschaftlichen Kräfte gestatten, als es bei dem bisherigen System möglich war. Das gemeinwirtschaftliche Prinzip hat uns immer mehr Heruntergebracht. Mit diesem System muß gebrochen werden. Kraft und Schwung liegen allein noch in der Privatwirtschaft. Hier ruhen auch die Wurzeln staatlicher Stärke. Der Staat selbst genießt keinen Kredit, weder im Jnlande noch im Auslande. Die Privatwirtschaft muß für ihn eintreten, wenn er nicht versinken soll. Daher sind wir der Meinung, daß die Privatwirtschaft zukünftig auch in den Betrieben zur Geltung kommen muß, die nach der bis- Dertaen Auffassung angeblich besser durch den Staat oder durch die öffentlich-rechtlichen Korporationen überhaupt bewirtschaftet wurden. Das Streben der Privatwirtschaft ist Rentabilität, und ein Privatbetrieb, der diesen Leitsatz aus dem Auge verliert, ist verloren, weil er andernfalls in kurzer Zeit das ihm zur Verfügung stehende Kapital und seinen Kredit aufzehrt. Daraus folgt das prtvatwirkschastliche Prinzip: nach den Einnahmen richtet sich der Umfang der Ausgaben. Mit diesem Grundsatz steht der Privatbetrieb vollkommen im Gegensatz zum Staate, der »ach der Maxime wirtschaftet: Nach den Ausgaben richtet sich die Höhe der Einnahmen.
veiOgening der BßRanütgaöß des SOMslrrniHss.
Aus Paris wird gemeldet: Die Sitzung der Botschaf- ferkonferenz, die Montag nachmittag über die Anwendung der Empfehlung des Bölterbundsrates in der oberschlesischen Frage stattfinöen sollte, ist vertagt wor- Sen. Sie wird jedenfalls erst am Mittwoch stattfinöen. Man hat Sie Notwendigkeit erkannt, eine juristische Prü- tSSL her Frage vvrzunebmen, und man ermMet in Paris die Ankunft VeS' -MiWM Juristen Moking. Lord Hardinge, der englische Botschafter in Paris, der den letzten Sitzungen der Botschafterkonserenz nicht bei- wohnte, wird Dienstag nach Paris zurückkehren.
Keine vorzeitige Z«rückzieh»«g der Truppe«.
** Reuter meldet, daß von einer Zurückziehung der -alliierten Truppen aus Oberschlesien vor der endgül- ttgen Festsetzung der Grenze, was wahrscheinlich in reiner Konferenz geschehen werde, nicht die Rede sein könne.
------ Verzwetflmtgsfchrei «ms Kö«igshntte.
Der Kaufmännische Verein, der Verein katholischer Kaufleute, der Gesamtverbaird der deutschen Augestell- tengewerkschaften und Sie deutschen Mitglieder des Magistrats und die Stadtverordnetenversammlung in Kö- nigshütte haben sich in Telegraumren an die Minister- präsidenten Englands und Italiens und an den Obersten Rat gegen die Zuteilung Königshütles an Polen gewandt. Alle Telegramme betonen, daß die 80 000 Ein-
Ster zählende Stadt mit Dreiviertelmehrheit für schland stimmte. Die kaufmännischen Vereine weisen auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Stadt mit den Stadt- und Landkreisen Beifthen und Gleiwitz hin, so daß die Kaufmannschaft bei der Abtrennung dem völligen Ruin entgegengehen müsse. Die Gewerkschaften lehnen die unverantwortliche gewaltsame Ablösung ab und heben die musterhafte Ruhe und Besonnenheit der Stadt Königshütte, selbst in den schweren Putsch- ,tagen, hervor. Magistrat und Stadtverorönetenversarnm- lung warnen in letzter Stunde, die bisher musterhaft ruhige Arbeiterschaft in die Verzweiflung zu treiben.
JnLerfraLtionelse Besprechungen.
h* Die Sitzung des interfraktionellen Ausschusses am Montag blieb ergebnislos. Die bürgerlichen Parteien gaben über die Frage der Demission des Kabinetts keine Erklärung ab. Sie scheinen sich selbst darüber noch nicht schlüssig zu sein. In der Steuersrage konnten keine Fortschritte erzielt werden, da bestimmte Nachrichten irber die geplante Kredithilfe der Jssönstrie nicht Vorlagen. In einem späteren Stadium der Verhandürngen wurde die Deutsche Bolkspartei mit hinzugezogen. Auch jetzt war irgend ein Ergebnis nicht zu erzielen. Man trennte sich in dem Gefühl, einander nicht näher ae- Sommen zu sein. Die nächste Sitzung findet am Dienstag vormittag 11,30 Uhr statt.
Adenaner LLirths Stachfolger?
** Nach einer Meldung aus Paris geht dort das Ge- rucht um, daß Dr. Adenauer, der Präsident des Preußischen StaatsratS, Dr. WirthS Nachfolger werden wird.
Das Ergebnis der Berliner Wahlen.
Nach den vorläufigen Berechnungen der Wahl- vuros bei den Berliner Staötverorduetenwahlen am Sonntag insgesamt 1672 513 Stimmen abgeaeben Wl denen auf die MrgerliWt Parteien ünf die drei sozialistischen Parteien 820 740 Stimmen entfallen. Diese Samen -find errecimet wor- ben, nachdem noch Rtontag abend die Einzeiergconifie vvrl linde zu Scuilde durchgezählt und ergänzt wor- .waren. Im eirrzelnen entfallen auf die L. P. D. 343 b8u StiMUlen, U. S. P, D. 325 085, K. P. D. 159 970 -stimmen, ferner auf die Deutschu. Bpt. 288 988 St in» men, Deutsche Bpt. 251 728 Stimmen, Deutsch-dem. Par- tei 122 917, Sentritm 61433, Wirtschasis-Partei 81370, Deutsch-Soziale Partei tl 830, Deutschnationaler Wahl
Orbimngsblock U07t; und freie Vereinigung 9463 Stinnnen. Der Wahlquotient ist 7433.
Die bürgerlichen Parteien haben eine Mehrheit von einem Mandat,' ein zweites steht noch nicht fest. Ohne Berücksichtigung dieses einen Mandats verteilen sich die D''^ svlgendermaßen: Deutfchuationale 41 bisher 27, Deutsche Bolkspartei 85 bisher 39. Zentrum 8 bisher 8, Demokraten 17 biEr 15, Wirtschaftspartei 11 bisher 8, Dentsch-Sozial 1 bisher —, Sozialdemvkrateu 47 bisher 39, Unabhängige 43 bisher 63, Mummnniften 21 bisher 23, zusammen 224 bisher 222.
Die „B. Z." glaubt annehmen zu sollen, daß W der
Bezugspreis: Vierteljährlich Mt. 10,-. Anzeige»- preiS: Die Kleinzeile M 1,50. die Reklamezeile 4,50 Mark, sämtlich ohne besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt. Erscheint s mal wöchentlich.
73 Jahrg.
ÄeHegeÄBHHSBeseHseeHMHBBHHasBHeHHSHMeeesÄSBssseieeBM
neuen Stastverordnetenversammmng eine r-rrveirsge- meinschaft der Mitte von den Mehrheitssozialisten bis einschließlich der Dentschen Bolkspartei zustande kommen werde. Eine andere Mehrbeitsbiloung sei kaum möglich, weil Demokraten und Zentrum es für unmöglich halten, im Berliner Rathause mit den Deutschnatio- nalen zusamnienzugehen.
Bor einem großen eilenöaßnerflreift in Umerißa.
i» Ans Neuyork wird gemeldet: 500 Vorstandsmitglieder von vier Eisenbahngewerkschaften haben Befehl erhalten, ihre Mitglieder auszuforder«, am 30. Oktober in den Ausstand zu treten. Das gesamte Eisenbahnnetz ist in vier Gruppen geteilt. Siebzeh» Eisenbahn streckeu, die zu einer Gruppe gehören, werde« am 30. Oktober stillgelegt werden. Der Streit für die andere« drei Gruppe« beginnt 24 Stunden später.
Der Präsident der Chicago and Great Westen: Rail- way bat erklärt, daß die Eisenbahngesellschasien in der Lage sein würden, den Dienst auftechtzuerhalten, da die Eisenbahner die öffentliche Meinung nicht auf ihrer ^eite hätten.
Ein Bermittlnngsvorschlag.
w Aus Washington wird gemeldet, daß das Arbeits- mintsterium einen Vermittlungsvorschlag im Eiseubah- nerstreik gemacht hat, der folgende Punkte umfaßt: 1. Herabsetzung der Eisenbahntarife in Uebereinstimnrung mit der im Juli vorgeschlageneu Lobnherabfetzung. 2. Die Eisenbahngefellschaften werden ihre weitergebenben Lohnherabsetzungsvorschläge zurückziehen. 8. Der Streikbefehl wird für die Dauer der Verhandlungen aufge- schobelr.
Ablehnung des Veruttttlimgsvorschlages.
>* Aus Clevelaud (Ohio) wird gemeldet, daß der Vorsitzende des Heizerbundes erklärt habe, die Vorschläge des Arbeitsministeriums könnten nicht angenommen werden.
Politische RundTchaa.
@ine Statistik über das Ergebuis der Prüfung so» Gnadengesuchen, wofür öke Zuftündigkeft des Reiches gegeben ist, ist nunmehr dem Reichstag zugegange». Nach dieser Zusammenstellung hat der Reickspräsideut im Rechnimgsjahr 1920 über iusgesaml Stüw.Gv-^.-a«' suche entschieden. Tavou betreffen 4113 Fälle Urteile militärischer Gerichte, 1977 Urteile ziviler Gerichte, des Reichsgerichts und außerordentlicher Gerichte. Von ersteren wurden in 2326 Fällen Gnadenerweise Straferlaß, bedingter Straferlaß, Kürzung der Strafe, Um» Wandlung in mildere Strafen (Wegfall von Sieben» strafen) ausgesprochen. In 1587 Fällen erfolgte die Ablehnung des Gnadengefuches. Von den Fällen der bürgerlichen Gerichte betreffen 30 Urteile das Reichsgericht. Davon wurden nenn durch Gnadenerweis, 21 durch Ablehnung erledigt. 1947 Gesuche bezogen sich auf Urteile der außerordentlichen Gerichte. In 290 Fällen wurde ein Gnadenerweis abgelehnt, in 963 Fällen ein Gnadenerweis ausgesprochen. 694 Fälle erledigten sich durch Aumesttegesetz vom 4. August 1920.
» Bei der Abstimmung über den Auschkuß Pyruuurts a« Preußen wurden 2546 Stimmen für und 640 Stimmen gegen den Anschluß abgegeben. Die Entscheidung unterliegt nun noch der Abstiumumg i» Seu Laudtageu von' Waldeck und Preußen.
w Die Parteileitung der Deutsche« Bolkspartei hat beschlossen, mit Rücksicht aus die durch die Erttscheidung über Oberschlesien herbeigesührte polttifch-parlamenta- rische Lage den für den 24. und 25. Oktober in Stuttgart anbermunten Parteitag vorläufig zu verschiebem
>=« Die gesamte bürgerliche Presse Berlins ist am Dienstag morgen nicht erschienen. Der Grund dazu liegt in einer Differenz, die am Sonnabend beim Stoffe» Verlag ausgebrochen ist Inner bald einer Vereinbarung des großstädtischen Zeitungsverleger-Vereins haben sich sämtliche Berliner Zeitungsverleger mit Nm Mosse-Verlag solidarisch erklärt.
Ei« Dementi.
m- Berlin. Die „München-Augsburger Abendzeiinng" brächte die Anfsehen erregende Lstitteilmrg, w-onach zwei Berliner Polizeibeamie, die die Namen und die Woh- nung der Erzberger-Prörder gefunden haben, vom Dienst suspendiert und gegen sie ein Verfahren wegen Betrugs eingeleitet werben sei. Wie von zuständiger Stelle hierzu mitgeteilt wird, ist Sie Nachricht tn dieser Form stark aufgebauscht. Die Untersuchung gegen die beiden Polizeibeamten hat mit dem Mord an Erzderger nichts zu tun.
Die WieSeraufnahme der Arbeit in Höchst.
»* Frankfurt. Die Höchster Farbwerte teilen mit, daß die Arbeiterschaft die Arbeit unter folgenden Bedinann- geu wieder ausgenommen hat: 1. Maßgebend bleiben die schon vor der Stillegung der Werke bestandenen ta» riflieben Abmachur-geu. 2. Wiedereinstellung der Sirbeiter erfolgt nach eigenem Ermessen der Werkleitung. 3. Nichtgeleistete Arbeit wird nicht bezahlt.
Die Erkrankung König Ludwigs neu Bayern.
w Miiucheu. Wie die Blätter melden, nimmt der KräfteverfaU bei öem früheren König Ludwig von Bayern ständig zu.
Amerikanische KinSerhilfe für die Pfalz.
** München. Zur Unterbringung unterernährter Kinder ist von einem amerikanischen Komitee ein Betrag von einer halben MMo» Atark gestiftet worden, der der Pfalz zugute kommen soll.
Der finanzpolitische AnSWnß des Reichswirt'^ ftis- rats hörte eine Reihe von Sachvcrstandrgen der mnhini^ weit in den Anträgen über die Frage der Beste! .rnug der Spekulation m-d der Kontrolle
des Devisenverlebro. Die Sachverständigen titelten eine Besteuerung für durchaus möglich. Für bic Kontrolle wurden verschiedene Vorschläge gemacht