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Schlüchterner Bettung

Schlüchterner Kreisblatt

Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K. Hohmeister, Schlüchtern. Druck u. Verlag der Fa <4. Hvhmeister in SchlüHieru. Fernspr. Nr. b3. Telegr. Schlüchterner Ztg. Postschl-ckknFranksurtM. Nr. 11102.

Nr 235

M erichüllerle Wellgleichgewichl.

Die aallze Welt ist aus dem Gleichgewicht gekommen. Kie gleicht einem wildstürmenden Meere, das seine hoch- aedenden Fluten selbst bis in die fchützendsten Häfen branden läßt. Um ein treffliches Bild Lloyd Georges »l gebrauchen, desWalliser Zauberers", der sich aller- Sinas bisher noch nicht als politischer Zauberkünstler aezeiat hat, kann man von einem Billardspiel auf hoher reden. Dem besten Karambolagespieler gelingt kein regelrechter Stoß. Und warum? Der Sturm des Hasses erregt immer noch die Leidenschaften des Feindbundes. Solange der sich nicht gelegt hat, kann man nicht an die Wiederherstellung des Weltgleichgewichtes denken.

Zwei Reden von hochpolitischer Bedeutung sind an dem Tage, wo in Genf die oberschlesische Entscheidung fallen sollte und wieder einmal nicht gefallen ist, ge- balten worden. Eine von Briand und eine von unserem Reichskanzler. Briand versprach seinen Franzosen in St Nazaire reinen Wein einzuschenken. Er wollte dies­mal die volle Wahrheit sagen, und seine Leidenschaft ließ chn ein Dutzend Unwahrheiten aussprechen. Er sprach von dem friedliebenden Frankreich, das seine Macht nicht mißbrauche und den Triumph seines Rechtes lediglich im Frieden weiter verfolgen wolle. Und dieSanftw= nen"? Obwohl Deutschland seinen Verpflichtungen bis

nen"? Obwohl Deutschland seinen Verpflichtungen bis auf Heller und Pfennig nachgekommen ist, bestehen die militärischenSanktionen" gegen Recht und Vertrag weiter. Er sprach auch vom Versailler Frieden. Er sagte gerade heraus, daß dieser vielgepriesene und eben­so vielgeschmähte Friedensvertrag nur dann von Be­stand sein könne, wenn die Alliierten fest zusammenhiel- ten Aber gerade dieser Friedensvertrag kann vielleicht in nicht zu langer Zeit die Ursache sein, daß die Alliier­ten in Disharmonie auseinandergehen werden, denn Frankreich benutzt das Friedeusinstrument ganz nach seiner unbesonnenen Weise, um den Herrn in Europa und den Sklavenhalter Deutschlands zu spielen. Aus der Rede Briands leuchtete auch wieder einmal die Sckuldfrage Deutschlands hervor, nicht die Frage der Schuld an dem Kriege, sondern diesmal die Zaylungs- schuld. Briand sprach von der Störung alles Wel gleich gewichts, die der Krieg hervvrgc^racht hätte. Wohl nicht der Stilen allein, sondern mehr das Dokument des Ver- sailler Friedens. Und Briand wies nach, wie diese Zah- lungsschuld Deutschlands, die auf 132 Milliarden Gold­mark festgesetzt sei, mit dem Sinken der Papiermark von den Tagen des Waffenstillstandes, wo sie 250 Milliarden in Papiergeld betrug, infolge der WechselkursswwanMng heute bis auf viertausend Milliarden Papiermarl gestie gen sei. Solche Betrachtungen 1. 1 Feststellungen wüs­ten doch eigentlich den Franzos -, ehr zu denken geben Gerade der schlechte Balutastav^ der üe-nWpu m n. ta^e Feind der- EUieUte geworden. Deutschland leistet, ohne es zu wollen, die billigste Helotenarbest und ruiniert damit die Industrie der goldreichsten Lander, die für ihre feueren Waren keinen Absatz finden,, kön­nen. Vergleiche die geradezu ungeheure Arbeitslosigkeit

in Amerika. , . _

Dr. Wirth sprach am gleichen Tage ebenfalls uoer die politische Lage und kam da vor allem auf Oberschle- sten zu sprechen. Er sah da trübe in die Zukunft, indem er besonders auf den Gesinnungswechsel der Allnerten gerade in dieser Frage hinwies. Mag von ihnen dieses Problem nun gelöst werden, wie es wolle, die LöMug wird immer eine gefährlich-ungelöste sein, wenn Ober­schlesien nicht ungeteilt und ganz bei Deutschland bleiben wird. Es wird dann, wie Wirth sich in einem drastischen, aber zutreffenden Bilde ausdrückte, ein verpestender po­litischer Leichnam sein. Letchnamsverwesung aber macht selbst die gesündesten Staaten mit krank und siech, und unter den Alliierten selber ist auch nicht ein einziger mehr kerngesund. .

Wenn die Welt wieder gesund werden soll, so muß sie in erster Linie darauf sehen, daß Deutschland wieder gesunder. Der Feindbund, an seiner Spitze Frankreich, darf nicht mit sadistischer Willkür Deutschland unnlos schikanieren und bedrücken. Er darf es mitSank- üoneir" aller Art unfähig und ohnmächtig unweit. Er darf nicht ihm Teile, die zu seinen Veiten Nahrquellen und Arbeitsstätteri gehören, sinnlos und gewalttätig loy= reißen. Wenn jetzt die Entscheidung über Oberschlestem die in Genf fallen sollte, wieder nach Paris lmiuber- gespielt würde, d h. wenn der VölkeAbundsrut ansge- schaltet und der Oberste Rat wieder sich Mit dem ober- schlesischen Problem beschäftigen soll, dann ist weder an eine Heilung Deutschlands, noch an eine der ganzen Welt zu denken. Zu den ersten Fordernngen zur Wie­derherstellung des Weligleichgeunchis gehört vor allem immer und immer wieder eine gejunde und nackirliche Äsung des oberschlesischen Problems, ei-.weder durch eme der beiden Ssorza-Linien noch durch die neuerdings bekannte englische These und vor allem überhaupt nicht durch französische Doktor Eisenvartknust erreicht wird. Wenn also Briand mit offenen Augen sieht und mit ehr­lichem Munde gesteht, daß das Weltaletchgewicht gestört ist, und mit aller Kraft wieder hergestellt werden muß, nun, dann mögen die Franzosen den Mmang machen und nicht mehr den militaristischen Gewaltstiefel auf Deutsch­lands Nacken fetzen.

krisenMmnmng in DeMn»

Kabinettssitzung über Oberschlesten.

»* Auf Wunsch des Außenministers Dr. Rosen ist am montaM »"'Er des MichS am- lers, die um 10,20 Uhr erfolgte, oasRcnchstavttctt^ einer Sitzung zusammengetreten, ur der der Reichsmi- ^hter des Auswärtigen über die vberfchlc fische.Frage und seine Besprechungen mit beut deutschen Botschafter n London Senator Sthamer, Bericht erstattete. Wie aus sicherer Ourlle verlautet, ist in diesen ..^espi echun- M auch die Wirkung einer Ultscheidung der oberschle- aschen Frage aus die innere Politik in tz ncstand und in Deutschland gestreift worden, und Senator ^lhancer ststl !^Vum den Wuto Enalands nach einer Berbrei-

Donnerstag, 13 Oktober 1921

tetttug »er deutschen Reg»erüngsroannon ««w" remis überbracht haben, namentlich mit Rücksicht auf deren wirtschaftliche Wirkung. Die Berufung, des deutschen Botlü-asterK in London, die der Außenminister von sich aus Vorkommen hatte, hat in den politischen Kreisen, die d-m Kanzler persönlich nahe stehen, und bei den Sm zialdemokraten verstimmt, besonders deshalb, wen die Rückreise Nihamers sofort nach der Besprechung Mit Dr Rosen erfolgte, ohne daß irgend jemand Gelegenheit hatte, mit Äm zu sprechen. In diesem Zusammenhang« ist die Frage des Rücktritts des deutsche« Außenministers aufgewsrfeN worden.

Die erschütterte RegierungskoalMo«.

»» Z« der Nachtsitzung des Reichskabinetts bemerkt derStörwärfS": Es gibt Leute, die vielleicht Mit ab- stchtlicher Uebertreibung behaupten, die innere Kriss fei bereits in vollem Fluß und das Kabinett Wirth werde die Nacht nicht überleben. Tatsächlich muß mah Bei dieser Bewegung zwei Faktoren von einander uv- terscheiden. Auf der einen Seite herrscht in allen ver­antwortlichen Kreisen die schwerste Sorge um das Schick­sal Oberschlesiens, und es wird die Frage erörtert, ob das Kabinett Wirth überhaupt noch im Amte bleiben kann, wenn sich die hier eingetroffenen Hiobsbotschaften bewahrheiten. Auf der anderen Seite spürt man aber auch sehr deutlich das faktische Bestreben, von rechts her in die erschütterte Front der Regierungsparteien krLf» tig nachzu stoßen und sie womöglich ganz zu durchbre­chen. Es gibt also-Leute, die den Sturz des Kabinetts Wirth als Folge der oberschlesischen Entscheidung be­fürchten, und andere, die ihn wünschen und ihn herbei- zuführen bestrebt sind.

Neue Kabinettssitzung.

9* Wie dasB. T." aus parlakneutarischen Kreisen hört, ist für Dienstag vormittag eine Kabinettssitzung anberaumt worden, in der das oberschlesische Problem und die sich aus der Entscheidung ergebenden Folgen eingehend beraten werden sollen.

Zusammentritt des Auswärtigen Ausschusses.

** Der Reichstagsausschutz für auswärtige Angele- geicheiten wird, wie derB. L.-A." aus parlamentari­schen Kreisen hört, am Mittwoch zusammentreten, um sich über die oberschlesische Frage zu unterhalten.

WLe TnLfcheidmrg in Genf noch nicht gefallen.

Ein französisches Büro meldet aus Genf: Die vier Mitglieder des Rates des Völkerbundes, nämlich Bel­gien,, Brasilien, Ehina und Japan, die beauftragt wor= Veu und, dem Rat eine Grenze in Oberschlesten vorzu- schlagen, haben ihre Arbeiten fortgesetzt. Am Sonntag versammelte sich der Rat der Bier zweimal Die zweite Litznug datierte bis -3 Uhr nachts. Ein vollständiges Einvenrehmen zwischen den Bier konnte jedoch nicht er­zielt werde». Der von den vier Delegierten äusgear- beitete Bericht sollte am Montag dem Rat unterbreitet werden. Die Hnferbreitmig wurde aber auf Mittwoch vertagt. Der Rat des Völkerbundes wird am BÜttwoch eine außerordentliche Sitzung unter dem Vorsitz des Grafen Jshii abhalten und von dem Resultat der Be­sprechungen der Vierer-Kommission Kenntnis liehmerr. An demselben Tage wird noch, wenn man über die dem Obersten Rat für die Verteilung Oberschlesiens zu Sinp- fehlende Lösn ag einig ist, die Ansicht des Rates des Völkerbundes an Briand telegraphiert werden.

DerVorwärts" über Oberschlesien

** Weiter schreibt derVorwärts": Fällt die Ent­scheidung über Oberschlesten so ungünstig aus, wie hier befürchtet wird, so werden wir deshalb noch nicht die Flinte ins Korn werfen, aber wir dürfen uns nicht ver- , hehlen, daß dann die Zuknnft sehr dunkel vor uns liegt.

Polnische Arsschreitnngen in Oberschlesien.

** In Benthe« trafen 70 deutsche Männer aus Frie- denshütte ein, die wegen Bedrohnng seitens der Polen znr Flucht genötigt waren. Die Pvlizeiverwaiücng sorgte für ihre Unterbringung. Auch aus Lipine und anderen Ortschaften kamen deutsche Flüchtlinge nach Beuchen. Sonntag vormittag sollte im Prinz öeim richgarten in Kattowitz ein großes Konzert der eng­lischen Militärkapelle stattfinden. Im letzten Augen­blick wurde das Konzert von der französischen Kontroll­kommission untersagt. Als am Sonntag der englische Kommissar Sir Harald Stnart in seinem Automobil die Preiswitzer Chaussee entlang fuhr, wurde in der Nabe von Ellgvth-Zabrze gegen das in voller Fahrt befind­liche Auto ein schwerer Stock geworfen, der aber sein Ziel verfehlte. Der Kolmnissar ließ sofort das Acctoruo- VU halten und den Stockwerfer, einen Grubenarbeiter aus Ellgvth-Zabrze, festnehmen.

Eingreifen Englands in Genf.

** Viele Anzeichen deuten darauf hin, daß die Genfer Entschciönng über das Schicksal Oberschlesiens mutiiiuet bar bevor steht. Nach zuverlässigen diploma ischen I: - forMationen hat England die Absicht, noch vor dem Schiedsspruch zu intervenieren.

Das Rathenau-Abkommstt.

Ueber die Auswirkungen und Folgen des Wiesba- dener Abkommens schreibt die der Dentsch-öemokrati- ichen Partei nahestehendeMagdeb. Ztg.": Es gibt Op­timisten, die Deutschland schon fieberhaft bei der Arbeit, die deutsche Wirtschaftsmaschine höchste Tourenzahl tau­fen Wen. Und es meldet sich bereits die Spekulation. Mancher, der im Krieg und in der Revolution den An­schluß verpatzt hat, sieht sich bereits als RspüralionSae- winnler. Das zu verhindern ist ein Nebenproblem Auf jeden Fall darf man sich nicht darüber hinwegtäuschen, daß volkswirtschaftlich die Sachleistungen durchaus nu- produktive Ausgaben bedeuten, die sich in ihrer Wir kling um kein Haar voll unseren industriellen Kriegs- leistungen unter,cheiden- Sie sind zunächst eine Fort- fetzmlg unserer Auspowerung und Verarnmua. Auch ohne die nebenher gehenden Goldnmrk-BarzähllNlgeu müssen allein schon die Sachleistungen die beuffrbe

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<^astumici)au aujs icywerue belasten. Keine Fman- zierung, ob durch Steuern, Anleihe oder Notcupreste, kann die Tatsache aus der Welt schaffen daß diese Werte aus der deutschen Volkswirtschaft heralisfließen, ohne daß diesem Strom ein Gegensirom entspricht. Wirtschaft "^Gegenseitigkeit. Eine solcheLösung" des Problems wurde lehr schnell offenbaren, daß wir trotz aller wirt= schaftlichen Scheinblüte von der Substanz l-ben. Da^ hält in diesem Tempo selbst die reichste Volkswirtschaft nicht aus. Die Sachleistungen sind immer voraus­gesetzt, daß nns der Dollar nicht inzwischen erdrückt nur durchführbar, wenn sie nicht auch noch aus der Sub­stanz, sondern aus Nederschü!sen hervorgehen. Das er­möglicht feine noch so raffinierte Finanzaktion, sondern allein die deutsche Arbeit. Alle Arbeitenden in Deutsch­land das sind nicht nur die Arbeiter haben die Wahl: entweder ebensoviel zu arbeiten wie bisher und ihre Lebenshaltung noch weiter herabzudrücken oder mehr zu arbeite«, um sich das heutige Eriftenzminimunr zu erhalten. Wir müssen uns, dem Reich, die Kauf- kraft schaffen, um uns unsere eigene Arbeit zu bezahlen. Ein anderer tut es nicht. Ob durch Jutensivierung der Arbeit, ob durch Verlängerung der Arbeitszeit wahr­scheinlich beides: um die Entscheidung kommen wir nicht herum. Das große Fragezeichen hierbei heißt Partei­politik. Die samt hier wieder einmal unser Schicksal werden.

Französische Ablengnnug.

»^- Eine französische Nachrichtenstelle meldet: Im Quai d'Orsay versichert man, daß die englische Meldung, wonach Großbritannien Stellung gegen den von der Vierer-Kornmission vorgeschlagenen Entwurf Stellung ^nommen hätte, jeder Begründung entbehre.

Die Verhandlungeu über den Jndnstriekredit.

** Wie aus sicherer Quelle verlautet, werden die uv> teriinglidj für Dienstag angesetzten Besprechungen zwi- Men dem Reichskanzler Dr. Wirth und den Vertretern »er Industrie über die Aufbringuna der weiteren Gold- MMrrd«r am Donnerstag stattfinden.

Abreise von Arbeitervertreter« «ach Lovdo».

** LautB. T." ist Montag abend eine Abordnung von deutlichen Arbeitervertretern nach London gereift Diese Reise ist verursacht worden durch die alarmieren: ^Nachrichten über den Stand der oberschlesischen

Bor englisch-irische« Berhan-lunge«.

^ London. Aus amtlichen Kreisen verlautet, daß, wenn die neue Sinnfeinkonserenz zusammentreten solle, die britischen Vertreter das Versprechen fordern werden, daß der Waffenstillstand während der BerharchFungen streng durchgeführt werde. Es wird angenommen, daß die Verhandlungen in der Form einer öffentlichen Aus­sprache geführt werden. Man glaubt eine endgültige Grundlage zu finden, auf der die Verhandlungen fort­gesetzt werden können

Mordanklage gegen Sicherheitspolizeibeavtte.

** Die Vorgänge bei der Hundertschaft für besondere Verwendung in Berlin haben zur Erhebung der An­klage gegen den Polizeinntenvachtmeister Erven und den Polizeihauptmachtmeister Meper geführt. Beide werden beschuldigt, am 15. Juni in der Kaserne den Oberwachtmeister Buchmann ermordet zu habem

Gegen den 8-St«ndeutag in der Schweiz.

** In einer nach Zürich einberufenen Versammlung der Vertreter der Industrie, des Handels, des Gewerbes und der Landwirtschaft wurde beschlossen, sofort eine Volksabstimmung zur Aufhebung des Arbeitszeitge- setzes einzuleiten. Der Hauptangriff richtete sich gegen den Achtsturchentag.

Parteitag der Demokraten Bayerns.

*4 Augsburg. (V. 3.) Die Deutsch-demokratische Partei Bayerns hält vom 21. bis 23 Oktober tu Augs­burg ihren Parteitag ab.

Das Wiesbadener Abkommen.

w Paris. DerPetit Parisien" meldet, daß die fran­zösische Regierung der Reparationskommissis» das Wiesbadener Abkommen übergebe» hat. Die Komuris- ston wird das Abkommen prüfen und ihre Stellung- irahme dazu in der nächsten Woche bekanntgeben.

Politische Rundschau.

Die dem finanzpolitischen Ansschvtz des Reichswirt- fchaftsrates erteilte Auftrag, Vorschläge. eine Rewrm der Organisation der Steuerbehörden auszuarbeiten, denen die Veranlagung und Erhebung der Reickssteuern obliegt, entspricht einem dringenden Bedürfnis. Die Ilnübersichtstchkeit des gegenwärtigen SteuerwesenS, in dem selbst geübte Fachleute sich nicht mehr auskennen, kann unmöglich länger andauern. Das Schwergewicht der Reform hat in zweckdienlicher Gestaltnng der Ge- der Rich­

Hat in zweckdienlicher Gestaltnng samtorganisation zu liegen. Nicht zuletzt in tuug wirksamerer Kursor,

tung wirksamerer Fürsorge für die Gemeinden, von denen Fälle bekannt geworden sind, daß wegen Mangels an Geldmitteln die finanziellen Verpflichtungen gegen­über Angestellten usw. nicht erfüllt werden könnten.

x $er Hanptansschuß des Landtages beendete die Lurchveratuna des Haushalts der LandwirtschaftS-Ber- Weitung. Von den vorliegenden 90 Anträgen wurden u. a. augenonnnen ein Antrag auf schleunige Vorlegung eines Gesetzes zur Einführung der obligatorische» «vort bildungsschulpflicht für die in der Landwirtschmt veichaf- tigten Jugendlichen, ferner ein Antrag am nnlcnmge Aufbringung der Getreideumlaae und ^cüwrsteunna der Brotverforgung bis zur nächsten Ernte, ant Un»er- btndung der Ausfuhr von Lebens- und Futrermklteu: und aus Festsetzung von Zncbthausstrasen mr Bernone dagegen, ferner auf nachdrückliche Verfolgung der Le- Venslnittelwucherer w d weridteber, auf Bemrdernva der Kartoffeln zu niedrigeren Tarnen und ausre-mende Wagaongesteüuna, auf Schutz des KoalMvEechis der land- und forftll'iriscdafil-cöe!! Arbeiter, auf Uiuerfa = gung der Verarbeitung von Milch zn ^eockeupravara- ten zur Sicherstellmcg der Milch- und Butterversorauua.