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SchlüchLemer Kreisblatt - Schlüchterner Tageblatt

Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K.

<« nnry Hohmeister, Schlächtern. Druck u. Verlag der Fa C.

<äv / Hvhmeister in Schlächtern. Fernspr. Nr. 65. Telegr.

SchlLchternerZtg. Postscheck!.: Frankfurt M. Nr. 11403.

Bezugspreis: LiertelWrWtnSchlüchtern M.11-

Montag, 5. September 1921 Ä\Ä1äÄ 73. Jahrg.

besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt.

Aus der HMat.

Vora«ssichtl. Witterung Am 6. 9, (Dienstag): ßj^lich heiter, trocken, ziemlich warm.

* (Dir neue Fernsprr^ordnunZ. Kündigungsfrist bis Skpteniber vkrlängrrt.) Die dmch las neue Femfprech- M mit den erhöhten Gebühren nötig gewordeneFera- Mchverordnnng", in der eine Anzahl wichtiger Fragen zu Mln war, hatte den Reichsrat beschäftigt und ist ange« tammen werde». Die Verordnung regelt die Gebühren, todt sie nicht im Gesch selbst festgesetzt sind, und bringt Wfalls namhafte Erhöhungen, u. a. auch für die Neben- M üffe. Allgemein zigelaffen werden künftig Hausan- ßlüfie ohne jede Beschränkurg. Nebenanschlüsse dürfen auch tzmch Privatunternehmer hergeßeM werden. An Orten ohn« Gntliche Pos!anstatt sollen Fernlprechstellen in Geschäften «lngertchtet werden. Im Fernvnk.h: ist die Höchstzeit eines Kkfpiächs auf 15 Minuten festgesetzt. Ferner wurde die !M«d>gungsfrtst bis zum 15. Sipümder verlängert Trotz dieses Verlängerung der Kündigungsfrist bis zum 15. Sept., Matt des von der Postverwaltung im Entwurf vorge- Wageneu 1. September ist es dringend erforderlich, daß die - neue Vcrordnung nun sofort amtlich bekanrtzrgedea wird, ^«eil eben auch der 15. September eine nicht mehr ferne ( Frist ist und die Leute sich überlegen und berechnen müssen, 11 sie die ihnen neu aufgelegte Belastung ertragen können. |* (Erhöhung der EtsendahntLrife um 25 v. H.) Der 1 ^Veff. Zig " gsfolge wird bereits die E.hötzusg der Per-- j. fontn- und Gütertarife erwogen, um die durch die Lohn- - sub Gehaltserhöhungen entstehenden Mehrauszaben zu * ideu; die neue Erhöhung der Tarif« wird in attrlnächster

. eit «folgen. Da jedoch eine V rküAStgungsfrtst von fünf > jochrn vor Jakiafttreten verstrrichen muß, dürften die 80 neu Tarife etwa Mi>te Oktober gleichzeitig mit der Ein- ii hmag deS Winiersah Plans in Kraft treten. Die Er- lhungen werden im P.rioner- wie im Güterverkehr 25 v. . der jetzt geltenden Sätze, also etwa das Acht bis Neun- ~ che des Friedenspreises, betrag,n Wie das Blatt weiter tu fchct, dürste sich die R-tchSpostverwaltunz mit einer mchfchnMchW Erhöhung der Postgebühren um 10 v. H. grügen, jedoch sind Beschlusse in dieser Sic/ung nicht faßt.

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* Schlüchiern. Es wird erneut daraus hisgewiesen, daß 6i sämtlichen nach dem 31. Juli 1921 erfolgenden Lohn- - Jungen ohne Rücksicht auf die Lshnzahluagspkriode der suzubchalteas« Betrag auf zehn Pfennig nach unten abzu-

«»den lft.

* Schli ch ecn. (Der Feldhase im Stadtgarten). S«Ms- »ättg ugchuutag hatte sich ein FUdhgf« in die Dreidrüder- -Mliiße verirrt und flüchtete, da er sich von beiden Straßen- ^Meu durch harmlose Passanten bedroht sah, in dem Garten des Herrn Lnnberger. Hier evtspan« sich nun eins wilde ^ W-d auf den seltenen Gast. Vergeblich jedoch versuchten ie Menschen den Wtldling einzufangen; bis dann Herrn . einbergers Hund die Sache in die Hand nahm und den

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tbaueruswerten Hasen am Genick packte.

* Sofia. Am Samstag aachmirtag geriet zwischen iottzers und Altengroaau ein Waggon des nach Gemünden . ihrenden Güterzuges vermutlich durch H.tßlaufe» der _ '«mfe in Brand. Die Ladung bestand aus Torsbasien, ie dem Feuer reiche Nahrung gavern Auf der Station I Mi wurde der Wagen, der leicht dem ganzen Zug Der I üngnUuoll werde» konnte, auf ein totes Geleise geschLbeu. I wie sofort begonnenen LüschversuHe waren ohne Erfolg nb der Waggon brannte bis auf die Etsenteile nieder.

* Offmbach. Eine sonderbare Folge der Hitzeperiode nd die an einet großen Anzahl Häuser in Offenbach sich tigenben starken Rrffe, die bei eimr Schule sogar za Be« tuten Aslaß geben. Die Baupolizei ist mit der Unter- U^ung beschäftigt Anscheiumv ha, das versiegte Grund­ier den Leurdosen völlig ausgetiockaet, sodaß er zu immeagesrüdt wurde. Dadurch sind die Riffe vermutlich ntüanben. Der Bauausschuß hat die detr. Häuser bereits lstchtig», doch ist es möglich, daß sich bet weiterem Aus- leiben em-r baldigen Hebung des GruudwafferstandeS noch eitere Schäden entwickeln.

* Fulda. Der beständig steigende Bedarf an elektrischem iltom und die mit des Waffe,krasten In den letzten Jahren machten Erfahrung»« Haven den Zw^ckoerband Uederland» ieit Fulda-Hanselb-Schiüchrern ve^uniaßt, dem Erwerb dcs ltktlijltätswrrk-s Falda näherzutreteA. Durch das Eil- '-«»kommen der fächerigen Besitzer sind bie sämtlichen Weite der Gesellschaft au bin Zw.ckoirbaud üblrgcgaugeo. liefet wird las Werk als Reserve und ErgänzungSstanon "Nbetretdev, die Verfolgung der Stadt Fuida und der Liegenden Kreise mit ei.keuschem Licht und Kra-t wird »durch umsoveffer gesichert stin.

Caffel. Eine große Anzahl Drohseiefe, die durchweg » unflätig deschtwpstn-en Formen vdgrfaht stns, wurve in lesen Tagen an den Obervargermeisttr Schetdemann ge- 4t,t. Scheid,mann brftndet sich in Kiffingrn zur Kur, lt er am Schluß dieser Woche brendet. Sowohl nach »rt, wie tnsbrsonder« hierher nach E-ffei sind Briefe ge< ^iti woiben, die ihm ganz offen das gleiche Endeandrohen, A Ejberger gefunden hat. Es ist bezeichnend, daß diese

Drohbriefe aus allen Teilen des Reiches zur Abstndung gekommen sind. An einem Tage gingen über siebzig derar­tige Briefe und Karten ei«. Ein derartiges, die Stimmung des Volkes vergiftendes Traben kann von allen Einsichtigen, einerlei welcher politischen Richtung sie «»gehören, nicht scharf genug verurteilt werden.

* Wasungen. Eine gewaltige Feuersbrunst hat ? nen ganzen Stabs teil in Asche gelegt. Der Brand brach in der Scheune des - Landwirts Geoß aus, dehnte sich in wenigen Augeublickm über die gange H'rtt-rgosft aus uns sprang dann auf die Lyrmgasss über. Jnnnerhalb 3 S,unden lagen 25 G-Höfte in Asche. Rund 50 Familien sind obdachlos geworden. Das Fsmr konnte sich dadurch so rasend schnell verbreit-n, daß die Häuser wie Schachteln aneinander klebten und durchweg recht alt wäre». Die völlige Windstille verhütet; dir rollftäudige EiLäsch-rung der Stadt Der augelÜHieie Schaden wird auf mindestens fünf Millionen Mark geschätzt. Die meisten vom Brarde betroffenen Leute waren nicht gegen Braudschatztn versichert. Für sie wurde eine umfassende Hilfsaktion ins Leben geeufem

* Vom E chsfeld-'. 3*. dem Dorfe Hiuihm bei Ding-ch- städt wurden durch Droßfeucr sieben Scheunen und ein Wohnhaus vollständig einzeäschert und zwei Wohnhäuser stark beschädigt. Die Erntevorräte sind m tverbrannt. Der Schaden ist nur teilweise durch Versicherung gebest

* Hanu.-Müudrn. Ueber die alte Lachksischerei erzählen die »Mündener Nachr.": Die schönen Z- ten, da um diese Jahreszeit oft in der Nacht für 8000 Mark und mehr Lachse in d«r Weser und in ihren beiden Nebeuflüff-n, Fulda und Werra, g-fangen wurde», sind für immer vor­über. Nachdem die zahlreichen Staua^lügm erbaut worden sind und die Fuloa in ihrem Oberlauf kanalisiert worden ist, sind d'e Lachse verschwunden, die früher die Freude aller Fischer warert. In den sechz'gcr Jahren des verga .genen JnhchMderts wurden in eher Nacht w SpikerShauM für 27 000 Ma-k (9000 Taler) Lachse gesaugt, und damals kostete in den umliegenden Städten das Pfund Lachse ganze 30 Pfennige.

* Ei« Vorschlag ant Präqnva von Silbermünren Zur Wiederhersi-lluna des deutschen Münzwesens regt ein Ar­tikel von Pros. Dr. Buchmau m bcVWucher N R," an, balditzst zur Steueinrichtung einer Srlberwvbrima zu schreiten, indem man Silbermünzen von Gewicht und Fein­gehalt der bisherigen Reichsmarkstücke (5,55 Gramm Ge­wicht bei 5 Gramm Feingehalt) unter einem zeitgemäß ver­änderten Gepräge schlägt, diese zum Unterschied der Papier- inarkSchilling ober Reichsschilling" nennt und ihren Um- laufswert in Papiermark seitens bet Reichsbank nach Lage des Welihandelspreises für Silber zuzüglich der Münzkosten Und etwaigen Münzgewinnes des Reichs je nach Zeitbedarf heu festsetzt, d. h. gegenwärtig auf 8 bis 10 Papiermark für bie neue 5 Gramm feine Normalmünze. Zur Erlangung dieses Zieles ist wie früher bie freie Goldprägung, so setzt die freie Silberprägung für Private auf den deutschen Münzstätien zu gestatten. Der einheimische Bergbau und der Handel mit Silber exportierenden Ländern wie Merikost sind durch Begünstigung und Lieferunasverträge zu fördern, um unserem in Zerrüttung versinkenden MLnewesen wieder ein metallenes Rückgrat zu geben, und dadurch zu.festeren Dalutaverhältniffen zu gelangen. Für spätere, wirtsckaft- kich und politisch besser konsolidierte Zeiten wäre bie Ein­führung einer neuen Goldmünze von 5 Gramm Fein­gehalt ins Auge zu fassen, bie Goldsebillina oder Goldauloen beißen könnte und nach dem jeweiligen Handelskurs- von Gold und Silber zu werten wäre, wie es mit den vor Ein­führung der Reichswäbrung gängigen Goldmünzen der Fall war. l

* Gemeinsame Venus;««,, des Fernsprechers. Nach der vom 1. Oktober ab gilttgen neuen Fernsprech-Ordnuntz ist im Hinblick auf die noch berrschende Anschlunnot lowte wegen des bestebenden WobnnnaSmauaels künftig bie ge­meinsame Benutzung von Fernivrechrinrichiungen d-rrch mehrere Personen gestattet. Auf Antrag werden solche Per­sonen, Firmen usw. nach dem Ermessen der Telegrapbenuer- waltuiig auch in die amtlichen Fernigrechbücher eingetragen. Nebenstessen, die der Inbaber deS Hanvianschlnsses auf an­deren Grundstücken besttzt, werden kttnitig in daS Feru- sprechbitch nicht mehr ausgenommen, weil ein Bedürfots hierfür nicht vorliegt. Das Fernsprechbuch enthält davor fortan die Hauotstelken sowie die Nebenstellen Dritter. Es wird diesen Personen bei der erstmaligen liehergabe des An­schlusses unentgeltlich InS Haus geliefert. Bei späteren A-if- tagen ist das neue Buch Rinnen 14 Tagen aeaen Rückgave des alten bei der von der Telegrapbenverwaltnng bestimmte« Dienststelle abzubole«, da Massen Zustellungen Bei dein ^ir- nehmenden Umfnnae der Bücher nicht mehr überall mit Hilfe der Briefträger dnrchsMrbar find, zumal viele Teilnehmer gleichzeitig eine grössere Zahl solcher Bücher geliefert erhal­ten. Ueber die Regelung des Ablwlversabrens erhalten die Teilnehmer rechtzeitig Nachricht. Wird das Buch nicht abge­holt oder dte Zustellung gewünscht, so bringt es die Post gegen eine Gebühr von 1,50 Mk. ins Haus. Das alte Buch mnn dabei zurückgegeben werden. Dies ist aus Beiriebsrück« sichten notwendig, weil durch den Gebrauch veralteter Ver­zeichnisse sehr viele Fa'schverbindungen und ««nötige An. tragen bei den Anskunstsstellen der Fernsprechämter veran­lasst werden. Wird daS alte Buch nicht zurückgegeben, so stellt die Telegravbenverwaltung wegen der bestehenden voven Preise für Altpapier dem Teilnebiner 1/10 doS Verkaufs­preise« des Fernsprechbuche« in Rechnung.

* Nimm dich in acht! Die Aerichtskosto« «nb AnwoltS- gebr-bron sind «-uerdsnos beträchtlich erhöht und den Zeit- Verböltnissen anaevaßt worden. Dies trifft vornebnüich auck in Strafsachen zu. Eine einfache Beke!diaunasklaae, über bie vor. dem Schöffengericht mit cmwaMcher Vertretung in normaler Meist verhandelt und entschieden wird, kommt für den unt-ikiegenden Teil auf etwa 800 hi? $00 Mark zu steifen, sthr Leute, nehmt Euch deshalb in Acht unb hütet änastlich Eure Zungen, ftn der heniigen Zeit der Nervo- '"tät ist doppelte Vorsicht gebot-n. Also den Mund zu, den­ken kann man ja, was man will. Ist man dennoch in eine Beleid'gunassache verwickelt bann einigt man sich so rasch wie möglich, der Ausgang ist nie gewiß.

. * Verbot unbsrechlmten Tragens non Uniformen. Die Reichtzreaterung bat ihre bisherigen Maßnalnnen noch durch eine weitere ergänzt, die das unberechtigte Traaen von Sol- baien- ung OfstzterSnnisormen unter Strafe stellt. Nach der neuen Verordnung ist grundsätzlich nur die Reichswehr zum Tragen der Uniform berechtigt. Die ehemaligen -Heeresan- gebörigen, die mit dem Reckt zum Tragen der Uniform ver­abschiedet sind, dürfen vorläufig von dieser Ermäcktlai'ng nur bei besonderen Anlässen Gebrauch machen, die der Reichskanzler zu bestimmen hat. Die Uebertretnng dieser Anordnung wird unter Strafe gestellt.

* Schleckte Nnssickie« für unsere heiratsfähige Frauea- welt- Durch den Weltkrieg der Frauenüberschuss, der vor dem Kriege in Deutschland im ganzen 2,6 v. H.. im heirats­fähigen Alter von 18 bis 45 Fahren nur 0,4 v. H. betrug, auf 8 bis 9 v. H. überhaupt und 16 bis 17 v. H. im Hetratsalter gestiegen. Diesem starken Frauenüberschuss steht allerdings eine Sterblichkeit des weiblichen Geschlechts gegenüber, die besonders an der Grippe, der Hauptursache der Lungen­entzündung weit grösser ist, als dem zablenmässigen Mehr an Frauen entspricht. Aber diese UeSerlterblichikeit des weiblichen Geschlechts wird den großen Frauenüber­schuß nicht erheblich herabdrücken. Berechnet man, w epiel heiratsfähige Männer auf 100 heiratsfähige Frauen jetzt entfallen, so ergibt sich, daß etwa ein Siebentel dieser Frauen in den nächsten 27 Fahren ehelos bleiben muß. 8a, dieses Siebentel ist gewiss noch die Mindestzabl, denn von den an sich vorhandenen Männern ist ein beträchtlicher Teil infolge- be? Kriegsdienstes siech und krank. Als weitere Ebeersckwer- nisse kommen die allgemeine Teuerung- die ?chwierwkeiien der Wohn- und Erwerbsverhältnisse, überhaupt die gesamte Unsicherheit in unserer Zukunft hinzu, nicht zuletzt die be­vorstehende Auswanderung, die wohl zunächst einr n lebende Männer betreffen wird.

* Neue Briefmarken zu 5, 10 u«d 20 Mark. Dieser Tage beginnt die ReichZdruckerei mit der Versendung der neuen Briefmarken zu 4, 0 ? JÖS«f. Die neuen Marken sind im Längsformat gedrückt. Tie 8-M Mark!' entbett-^i-eturw. Oval die 5 und ist umgeben von der Aufschrift Deutsches Reich, Fünf Mark. In jeder Ecke der Marke ist die 8 rote« derholt; ebenso ist die lOMk.-Marke ausgeführt, die ent­sprechend die Zahl 10 wiederholt. Die 20-Mk.-Marke stellt das stilisierte Bild eines pflügenden Bauern dar, mit einem Pferd, das den Kopf hock erhoben frönt. Im oberen Teil der Marke befindet sich die ebenfalls stilisierte Antigua-In­schrift:Deutsches Reich. Zwanzig Mark".. - Die Marken sind in Kupferdruck auf weißem, mit dem bisherigen Wasser- zeicken der Germania-Marke versessenen Papier hergestellt. Die 5 Mk.-Marke ist oranae. die 10-Mk.-Marke dunkelror und die M-Mk-Marke blau in ihrer Grundfarbe. Die Mar­ken sind in erster Linie zur Ausgabe an das Publikum be­stimmt, und die Postämter sind ungehalten, für ihren ebenen Gebrauch möglichst ausgiebig die Ueberdruck-Marken zu 5 und 10 Mark zu verwenden.

* a?snführ>-ua eines Bekähianngsnackweises in der Land« wir schaftz Die Bedeutung der landwirtschaftlichen Er- zeuaung für den Wiederaufbau unseres niebergeoTomencn Wirlst'astslebens und die Abhängigkeit des Erfolges in der Landwirtschaft von der Tüchtigkeit des Betriebsleiter? W« es als dringend notwendig erscheinen, daß, alle landwirt schaftlicken Betriebe von praktisch unb theoretisch entsprechend ausgebildeten Landwirten geleitet werben. E? ha^en darum Verhandlungen bei dem Deutschen Landwirtschaftsrat statt« gefunden, bie den Zweck verfolgten, durch die (Einführung eines Befähigungsnachweises in der Landwirtschaft eine bessere Ausbildung unserer praktischen Landwirte ru erret­ten. AuS allgemeinen Erörterungen heraus hat man bot< läufig von der obligatorischen Einsühnma des Befähigungs­nachweises Abstand genommen. Es ist aber sehr erwünscht, daß jeder Landwirt seinem Sohn? eine entsprechende Aus­bildung mit auf den Berufsweg gibt, wozu sich bur5 die Gründung zahlreicher Landwirtichaftsschulen Gelegenheit gibt. Um einen Nachweis über die praktische Ausbildung .rhalten zu können, wird die LandwirtsKastskammer Darm- stadt demnächst LessAingsprüfungen für praktische Landwirte psshalten. 3

* Kapitalerträge''encrsreiheit aus Zk«se« der Telephos- kautio«. Der Deutib e Gsnoffenschaftsverband vertritt die Ansicht, da;, die c den Telephonkautionen den Genossen­schaften zuf'ießi , ;nfen von der Kapitalertragssteuer frei sind. Das .ninninisterium vertritt den gegen­teiligen Stanchpunk' so daß eine Entscheidung des ReichS- finanzhostm die die Streitfrage Hären dürste, abgewartet perden muß. " .

* MelsusAen. (Dir Opfer der S.«Lr uuüi dem B:«h.) In unserem Kreise sind beim letziev Ausdruck der Maul- und K aurnseuche 167 R - der g falle»; 4203 Tiere Müßten noigeschlachtzi werden. Die Tiere erforderte« «ut Ert- fc ädigung d r Besitzer die ungeheure Sum-c von 1282 709 Mark. Jnfolgedrssm ist der uwg-'hgte Vichsencheubeittag auf 32 Mark für jedes Stück R ndvt.h giftfegen (er raten­weise geleistet wirb. Der durchschvituL SLätzuugtwcrt der R »der ist von 400 Mark in den BorkriegSjahrea auf 3800 Mark gefttegeu.