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SchLüchiemer Kreisblatt - Schlüchiemer Tageblatt
Nr. 193
Verantwortlich für den gesamten Inhalt: $.«$ Hohmeitter, Schlüchtern. Druck u. Verlag der Fa C. Hohmetster in Schlüchtern. Feruspr. Nr. 65, Lelegr. Schlüchterner Ztg. Postscheck?.: Frankfurt M. Nr. 11402.
Freitag, 19. August 1921
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Aus der Heimat.
2 Borattsfichtl. Witterung Am 20. 8. (Svl-uahLsß): m Osten und Südonen noch Regen, kühler, foafi teilweise m«sheirktNit, weist trvck n, Nacht kühl, Tag mäßig warm.
M _* In der letzten Zeit find an amtlichen SteÜcn von • verschiedenen Seiten Mitteilungen gelangt, wonach Leuten unter tec Vorspiegelung, es solle lhseu im Wwr.M4«n Wiederauf.angcdiet lohnende Arbeit verschafft in die Fremdenlegion verschleppt worden sind. Es gschz dringlich genug davor gewarnt werden, solchen M-Wsteruagen Gehör zu schenken. In der Frage der ^DUtelbareu Beteiligung deutscher Arbeiter am W:edcranf- der zerstörten G-dietr hat sich die französische Reg-erung Mher bekanntlich ablehnrud verhaUe». Es ist daher arch M jetzt der Einrichtung amtlicher ArbrUsnachweise für Kim Wiederaufbau nicht näher g-treten worden. Sollten «errsche Arbeiter wjtli^ schon jetzt in das Wiederaufbau- L^t ausgewalldert sein und dort Beichäst gung gesunden so kann es sich nur um Einzelfalle handeln.
* Vom Finanzamt wird uns geschrilbru: Mit Rück Acht auf die Schwierigkeiten, die sich für die Arbeitgeber box aus ergeben, daß sie die Steuerkarten zwecks H vgade der EteuetmarLn an Z chiungsstatt au die Arbeitn hmer aus- Madigen müssen und die Steuertarien verspätet zurückerhalten,
-kn Arbeitgebern auf ihren Antrag von dem Finanzamt I «statt-.t werden, daß sie die Blätter aus den Steuerkarten Wrer Äidettuehmer herauslösen und den Arbeitnehmern die btnttlnen Blätter zwecks Begleichung ihrer Steuerschuld WuShäudigen. Die Bestimmung deS § 8 Abs. 1 Satz 2 und »Latz 3, Halbsatz 1 der Bestimmungen über die vorläufige -^khedullg der Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn für daS Rechnungsjahr 1920 vom 21. Mai 1920 «Zemraldlau für das Deussche Reich 1920 Seite 832 ff.), wonach zwecks Hingabe der Tteunmaikea an Zahlungsstatt der Arbeitnehmer die Steuerkarte der Sreuergebestelle vor- Mulegeu hat und die hinzugebenden Steuermarken mit dem ^mtsprechenden Blatte der Steuerkarte nur von der Steuer- ihedestelle aus der Steuerkarte entfernt werden dürfen, kommt Mich« mehr zur Anwendung.
—* (Was man bei Zuzversvätungen wissen muß.) Im Hinblick auf die immer noch häun^en Zugv-rspätungen find,
1 wie der ,«»a;ekl»»är" schreibt, die Bestimmungen der ^smdchaverletzrsordnuug hierzu von Jotereffe. § 26 der Msenbahnverlehrsordsullg lautet: „Wird infolge einer ZngverfpätUllg der Anschluß an einen anderen Zug versäumt oder fäut ein Zug ganz oder teilweise aus, so kann der Rei« sende das Fahrgeld und die Gepäcksracht für die nicht durch- sohrende Strecke zurückfordern. Gibt der Reisende in einem Molchen Falle die Weiterfahrt auf und kehrt mit dem nächsten ■ gärigen Zuge otzue Fahrtanterbr.chmrg zur Abgaugsstation zmück, so ist ihm Fahrgeld und G.vääsrachl zu erstatten, auch freie Rückbesöroeruag in der für die Heimreise benutzten Wageuklaffe zu gewahren; führt, der Zug diese nicht, in der uächsihoheren Krasse. Seine Ansprüche hat der Reisende bei Bermeidusg drS Verlustes unter Vorlegung der Fahrkarte sogleich nach Avkunst auf der Station, wo er die Reise auf- gibt, und bei Rückkehr auf der Abgangsstation dem Auf- fichlsbeamte» zu melden. Auf beiden Seiten ist die Meldung dem Retsendm zu bescheinigen. Den Reisenden, der auf Ersatz des Fahrgeldes und anf freie Rückbeförderung verzicht«,, hat die Eisenbahn nebst feinem Gepäck ohne Preiszuschlag mit dem nächsten günstigen, auf der gleichen oder anderen Strecke nach derselben Bestimmungsstation fahrenden, dem Personenverkehr dienende» Zug zu befördern, wenn hierdurch sie Ankunft auf der Bestimmungsstation beschleunigt wird. In solchen Fällen muffe» sich die Reisenden die LnschlußversäumniS auf der Fahrkarte vom Aufsichtsbeamten bescheinigen lassen, der die Kaue rötigensalls für eine andere, auch weitere Strecke, für einen Zug mit höheren Fahrpreisen (Schnellzug) ooer für eine höhere Wageuttasse gültig schreibt. Nach Ueberholung des Zuges, an den - der Anschluß versäumt worden war, müssen die Inhaber solcher Fahrkarten auf diesen Zug gehen. Die Benutzung der in bin Fahrpläneu mit „L" bezeichneten (Lexus-Züge ist in sämtlichen Fällen aus geschlossen." Ferner ist beachtenswert die Anssührunzsdesttmmung zum § 26 bei Lerkehrsordnung: „Bet einer AnschiußverjäumeiS können Rasende nach dem pslichimäßige» Ermessen des SrationsoorstanoeS aus kurzen Suecken auch mit einem Güterzage unter Erstellung voa Personenwagen oder mangels solcher im Zugführerwagen oder in einem geeigneten Güterwagen weiterb^förd.rt werden. I» diesen Fäuen wird der Persoaevwagevprets, uns zwar bei der Beförderung in einem Persovenwagea das Fahrgeld der benutzten Klasse, bei der Besörderung im Zugführerwagen »der in einem Güterwagen das Fahrgbid vierter Klasse erhoben, wenn die Reisendru keine anderen für die zu be- dützenden Strecken gültigen Fah>karten besitzen."
—* (Freigabe d« Getreide.insuhr.) Durch eine Be- kanmmachuvg tes Ittichsministertum für Ernährung und Landwirtschaft wird die Einfuhr von Roggen, Weizen und Speis mit Wirkung vom 18. August 1921 freigeg-ben. Von I diesem Tage an bedarf es mithin zur Einfuhr bufer Waren einer Einjuhrbtwilliguug und einer Anzeige oder Ablieferung I der eingeführten Waren an die Reichsgetreidestelle nicht mehr.
Die Steuern vom Besitz.
/ Wenige Tage nach der Aufzählung der 15 Reichssteuer: erfährt die Oeffentlichkeit Näheres über Inhalt und ^orm der Gesetze. In den Massen des deutschen Volkes wird rml argwöhnischem Interesse verfolgt, ob die Steuern vom ^Besitz" auch wirklich so hoch wie irgend möglich getrieben sind und ob sie mit den geplanten Belastungen des Verbrauchri im Einklang stehen. Nur nebenbei fei bemerkt, daß hier op recht naive Maßstäbe angelegt werden, und daß man sich rr weiten Kreistn des Volkes immer noch nicht klar darüber «t. daß jede Steuer, wen sie auch zunächst zu tr-ff;n scheint, letzten Endes auf die gesamte Deutfd-e Wirtschaft und Mnr; auf jeden einzelnen von uns einwirkt.
Die drei großen B-ntzsi-uern, deren Umrisse setzt erkennbar sind, lösen z. T. bestehende Steuern ab, nämlich int Reichsnoropfer und das Besitzstsuerngesetz vom Jahr« 1913. Das erste dieser Gesetze ist das Vermögens^ - u w a ch. s st e u e r a e i e tz. Der Zuwachs vom Vermögen in Höbe von 25000 Mark, sowie überhaupt jedes Dermogrrf bis 100 C-00 Mark, sollen von der Steuer -reib leiben. Dek Steuer-atz steiat von 1 bis 10 Prozent, letzteres bei Zuwachs Der 6 Millionen Mark. Ein grundlegender Unterschied regen trüber besteht darin, daß die Vermögen-ob-ekte zum '.gemeinen Wert" in Ansatz gebracht werden. Hierdurch soll sie Bevorzuauug der Besitzer von Grundstücken und Realien liier Art gegenüber den Besitzern von bloßem Kapitalver- knöaen beseitigt werden. Da die Zuwachssteuer erst naa> & Jahren (1926) veranlagt werben soll, dir bisherig« Per» Nögenssteuer indessen wohl schon 1922 fortfällt, wird diese Vesitzsteuer für die nächsten 4 Jahre für dir Reichsfinanzen nichts beisteuern. — Die zweite Steuer vom Besitz ist du Rachkriegsgewinnsteuer. Erstmalig werden die Gewinne vom 30. Juni 1919 bis Juni 1921 d. h., der Unterschieb im Vermögen des einzelnen zu den beiden gebannten Terminen, versteuert. Nur Gewinne über 100 000 Mark bei einem Endvermögen von über 200 000, Mark kerben zur Steuer herangezogen. Die Steuer beträgt für sie ersten 100 000 Mark 5 Prozent und steigt für die Zu- dachsbeträge über 2 Millionen Mark auf 30 Prozent des tzuwachses? Auch hier ist der gemeine Wert zu Grunde gelegt. es sei denn, daß der SteuerpfliSftge die Zugrunde« legung der Gestehungskosten fordert. Dies Vermögenszu- dachssteueraesetz für die Nachkriegszeit. soll nur eine Ml- starde Mark erbringen, angeblich um keinen Anlaß zu erbe. - ter Kapitalflucht-zwEm.' D^ W hebliche Vermögensgewinne durch „Flucht vor der Mar-
h. durch Festlegung von Vermögen in Auslandswerten sind Auslandswährung erzielt worden sind lder Kurs des bollandifchen Gulden betrug am 30. Juni 1919 5,30 rm 30. Juni 1921 indessen 24,50 Mk >. mMten sehr viel höhere Ertra ae zu erzielen sein. Der Gesetzentwurf ^scheint bamit zu rechnen, daß man nur die anständigen Tteuer- psliSft-en ersassen wird. - Die brüte Si-uer vom Besitz endlich ist bet Entwurf eines neuen Bermögen 3» siefeßes, das erstmalig am 31. Dezember 1922 wirftam werden soll. Zur Steuer herange-ooen werden nur Vermögen über 50000 Mark. Die Sätze steigen von 0,v a auf 1 %. Unter dem „Betriebsvermögen^, das gleichfalls für Vermögenssteuer herangezogen werden soll, wird der Aktienbesitz behandelt werden, wenn der Anteilinhaber mehr 113 ein Zwanzigstel der Anteile besitzt und gleichzettig den Geschäftsbetrieb ^mitleitet, bezw. '(ohne letztere Einschränkung) wenn er ein Fünftel der Anteile besitzt. Die Bewer« iungsgrundlage für die Vermögen soll durch eingehende Ver« Handlungen mit Arbeitgeber« und Arbeitnehmer-Vertretern, sowie mit Interessentenverb'änden und dem Reichswirt« schaftsrat im Laufe des nächsten Jahres gesunden werden. Zu den oben Genannten allgemeinen Sätzen sollen für bt( Zeit vom 1. April 1923 bis zum 1. April 1938 Zuschlag, bon 300 Prozent erhoben werden. Ueber die Ergiebigken dieser Steuer läßt sich, da die Rechnung noch viele Unfrei kannte enthält, vorläufig noch nichts sagen.
Schon heute steht fest, daß das Reichsfinanzministermvl bewußt auf die Deckung des gesamten öffentlichen Vedarfts berichtete. Der Reichsbedarf belauft sich mindestens auf 150 Milliarden Papiermark jährlich. .Hiervon werden -« tzünstigsten Falles - 80 bis 100 Milliarden gedeckt, uns zwar durch die alten und neuen Steuergesetze. Für dst übrigen 50 Milliarden Mark muß später Deckung ersönne^ werden. Bis dahin wird die Notenpresse das Fehlende freti steuern. Da aber die Massenausgabe bon, Papiergeld fortgesetzt die Produktionsbedinaungen und die Vermögensvert tetluna revolutioniert, bedeutet die fetzt von her R«ichsreg:rt rung worgeschlaoene Teilreform in Wirklichkeit nur eint Scheinreform. Es fragt stch sehr, ob nicht statt deS gemischten Steuerbuketts" ein umfassendes Programm zul Schaffung der wirtschaftlichen Voraussetzungen für W Finanzreform am Platze gewesen wäre. Der Wiederaufbau Deutschlands ist garnicht in erster Linie eine finamst'chmschq sondern eine wirtschaftliche Frage. W. W.
Amerika verlanat ' ein bentWe« 66ulh»etennfnit.
Krise in den amerikanisch deukschen Friedensverhandlungen.
Der Berliner Berichterstatter der Pariser ,Ghi>.aa, Tribune" erklärt sich z« der Mitteilnns ermächtiftt, daß 1>U deutsch-amerikanischen FrieLenSoertrag Deutschland erneut kritisches Stadium eingetreten find. Man sei «eaenwärtiß f ank dem t»t«r en»tt< (MuttlMt*. mU^i^. a®^^
Regierung die Forderung auffteUe, baß in dem nenet deutsch-alerikanischen Friedensvertrag Deutschland etnenf anerkennen müsse, daß Deutschland allein für den Krieg »«( antwortlich und schuldig sei. Diese Tatsache fei einem W willen Teile der deutschen Preffe besannt, aber die deutsche Regiernng fürchte weiteres Bekanntmerde« nn# labe bM heute mit der VerSsfentlichung der Tatsache »urückgehatt «e«. (?) Der Berichterstatter meint, wenn das deutsch« Kabtt nett WirtH die amerikanische Forderung anttebtne, so tönn^ eS sofort weggefegt werben, benn alle deutsche« Partett^ juud auch die zaHSoseu Parteigruppe» in Deutschland »ext taugte» einen internationalen neutralen Gerichtshof, bet mit bet Untersuchung aller amtliche« Nrchiu« in »Se^ SSnbern die am Kriege fdl|enommen WM, . begrfttMff werbe*
„Der Seist der Mim; so stark wie zuvor."
Eine Rede Lloyd Georges.
Lloyb Georze -rklSrt« km UnterstawS, (8 fei nicht feine Ausgabe, dem Bölkerbundsrat zu diktiere«, wie er sich mit dem Problem der ober'chlen'-he« Grenzkrage besaßen solle. Er nehme jedoch an, dass der Rat nickt vernrchen werde^ siH fetott damit zu beraffen, andern daß er die o5er6lem6e Frage entweder an einen Austchnß von Statisten ober an einen Schiedsrichter verweben werde. Es sei kebr wicktta. daß, bevor irgend etwas unternommen würde. Frankreich. Ftalien, Japan und Großbritannien sich verpfttchteten, die Enb'cheidungeu dreier vom Bölkerbundsrat ernannten Kör- ver'chakten anzunebmen. Die Parteien würden zweiselioS vor dem von dem Völkerbund ernannten aertchtliche« Tribunal erscheinen und die Fraae würde auf Gruub der struda- mentalen Dokumente und Beweismittel v-rbandelt trab Urteil würde in der aemnhnten Speise Gefüllt werden. Die oben«bfefifdie ^roae sei die wichtigste Fraae. die bisher an den Bssferbund nermfe>en wuT^e. deffen Ruf, Stellung und Einfluß zwelkellos ^tpah^ getaen würde, wenn er biete auüerordenttick n-rwickelten Probleme erfolgreich behandle.
Die leüte Zusammenkunft deS Obersten Rates sei in vieler Hinückt Me m ! r51 i a ü e seit der Friedenskonferenz gewesen. Es aebe Traaen. die die Solidarität der Entente bedrohten. Er sei der ^«licht und sei aewiß, daß diese An- e*f neu »edem «PitATieb des IWef geteilt werde, daß die Eiuiakeit Ser ->--»;-.,„-^ ,;„* (9?mä6r für den Frieden Euro, pas ?ei sVeuakli. Eju »-.->-',-<, wobei ieder keine eigenen In-. >erefl*e uerkslot ohue-RKKffchk auf ^ie Andere» würde die sSek-bren eines KonküktA vermehre«, den Ansporn zur "et= HgnSrAnn* sch-usich-n "U^ d-e w--k'bee« die den Seltfrieben dedr--be«, '-ub-r-cheub^^ n»r,^rg6#rn Aus tiefem Gruvde !et die lebte Zu »amm - u«u«st des flberben Rates eint der bebenbalhütn, die bisher ffaetaerunden Bütten, und e8 fei tnäerardeutlich au BeorüSen. daß -um Schluß der Konferenz eine Eni«cheieitn«a anaenomme« wurde, die nicht nur be ugt, iah die Alliance fortdaner« solle, sondern daß der Geiß bet Wlanee so hart wie ie ruvor iei. tB«fall.) Die^Fraae, die üe größte Besorgnis verursachte, sei d'e oberichleffich« erregen, in vieler Hinsicht eine der ge'Ehrlichsten und be'kri- . je« Fragen, dir je erhoben worden ieik«.
Köm'a Peter von Serbien t*
Berlin. 18- Augu».
Aus Belgrad kommt die Meldung, daß KSnig Peter gester« nachmittag 5 Uhr 30 gestorben ist.
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Peter L, der älteste Sohn Alerauders, wurde am 0 Juni 1844 a. St. in Belgrad geboren. Nach der Verre^ !uüg seiner Familie aus Serbien folgte er seinen Eltern zunächst Ngch Oesterreich und erkstelt später seine Erziebung « Paris. Dgngch trat er in die Offiziersschule in St. Eur !in. Bei Ausbruch des bosnischen Ausstandes warb er ein ÜaeneS Freikorps an, mit dem er im Safire 1876 an der kroatischen Grenze im Nordwesten BosnienS kämmte. Am L März 1889 dankte König Milgn zugunsten seines unmün- sigen Sohnes Alerander ab, der sich am 13. April 1898, imt fester von 16 Ihren durch einen Staatsstreich für großjährig irklärte. Am 11. Juni 1903 wurden er und seine Gattin im pelgrader Schloß von Offizieren seines Heere? ermordet, ffm nächsten Morgen riefen die Verschwörer Prinz Pete»
C König aus und am 15. Juni beschloß die Rationgluer-
«lung einstimmig, dem Verbannten die Krone anza- steten. Der Erwähle nahm an und betrat schon am 24. Juni ßrbischen Roden. Die auswärtige Politik deS Landes 0e- taktete sich im Anfänge feiner Regierung unter dem kchatten des Kömasmordes wenig erfreulich. Die im Otto- )er 1M8 durch Oesterreich-Ungarn ausgesprochene Okkuva- ' hon von Roboten und der Herzegowina erregte in Serbien Jine so große Erbitterung, daß der König und fein Minv- terium gewillt schienen, der KriegSstimmung deS ?e ’» tachzngcSen. Rußland? Vorstellung«« gelang eS im Man» 1909, diese Gefahr zu beseitigen.
Im März 1910 stattete Könta Peter einen offiziellen B- such in Petersburg ab. Im Avril deS folgenden Jahres war eine Zusammenkunft mit Kaiser Franz Joseph geplant, aber da sich fiteraeaen eine lebh»zfte Agitation bemerkbar mamte, tagte König Peter schließlich wegen „Heiserkeit" ab.
September 1911 weilte er wiederum in PeterSSnr^ In den folgenden Monaten erfniaten die auf serbischer Seite von dem Ministerpräsidenten Pasitsch geführten Verhandmnge«, die den Abschluß deS Ralkanbunde? berbeisitbrtew In be» beiden Ralkankriegen Merlteß der König seinen Generale« die Leitung be? Heere?.
Bei AuSbruch be« Weltkriege? führte bereit? Krenpri«, Alexander für den hinfällig Gewordenen die Geschäfte, aber im Herbst 1915 riß eS ib» doch in die Strudel deS Ruazngs Khr?in. Vor hartem Schicksal zeigt« der einnndsiebziaiabrir« Srw^ viel ««lü^icke Wurde,