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Schlüchterner Leitung

Schlüchtemer Kreisblatt - Schlüchterner Tageblatt

Nr. 182

Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K Hohmeitzer, Schlüchtern. Druck u. Verlag der Fa C Hohmeister in Schlächtern. Fernspr. Nr. 65. Telear. Schlüchterner Zig. Postscheckk.: Frankfurt M. Nr. 11402.

Samstag, 6. August 1921

Bezugspreis : Vierteljährlich in Schlächtern M.11 durch die Post M.12, An»ci«e«preiS: DieKletzn- teile M 1,, die Reklamezelle 3,, sämtlich ohne besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt.

73. Jahrg.

! Mnanzöolschewismus.

K. L. Sowjettußlaud sucht mit aller G'wslt seinen Außenhandel wiebtr zu beleben. H'erzu schlägt es drei Wege ein.

Erstens kann Sowetruttußlaud Gold ausführen, der Goldvorrat ist aber arg zusammengeschrumpst und wird 11 keinesfalls mehr als 750 Millionen Goldrubel wert sein. , Lfne Summe, die bei dem Riesenbedarf nicht ins Gewicht fällt.

Zweitens werden mit Riesemeklams die AusbeutungS- i lonzeffione» an die ausländischen Kapitalisten ausgeboten, ^as dreimal verdammte Kapital soll kommen und das durch 1 s die Bolschewiski zerstörte russische Wirtschaftsleben wieder Hausbauen. Die Kapitalisten halten sich aber mit Recht zurück, I kämm erscheint die Sowjetregierung so kreditwürdig, daß er ihr sein Kapital anvertraut.

Der dritte Weg, den die Sowjetregierung einschlägt, ist in Deutschland fast gar nicht bekannt, und dennnoch ist hier ' die Quelle, wo die Sowjetregierung am erfolgreichsten frische 4 Mittel schöpft. Wir meinen den Fivanzbolschewismvs, den > Handel mit Zarenrubeln, dem alten russische« Papkrgeld. Die ^' Platten und Pressen zur Herstellung des alten Papiergeldes i sind im Besitze der Sowjetregierung,, die lustig weiter ^Milliarden auf Milliarden Zarenrubel'drucken läßt und in den Verkehr bringt. Zareurudel find bet allen Valuta- £ schiebern zur Spekulation sehr beliebt, und wo, wie in I Deutschland, der Börsenhandel damit verboten ist, besteht i- ein wilder Handel, der z. B. in Berlin einen täglichen F Umsatz von schätzungsweise 50 Millionen Rubel erreicht. | In New Iork, in Parts, London, Stockholm, Kopenhagen £ usw. wird in Zaremubeln spkuliert. Seudlinge der s Sowjetregierung verkaufen ihre Bestände und mit den als k Gegenwert erhaltenen Doll rs, Frank », Pfund Sterling, | Kronen und Mark betreibt dann die bolschewistische Regierung | ihre Propaganda im Ausland und bezahlt ihre Warenkäufe.

| Welche Blüten diese Spekulation treibt, mag z. B. zeigen, | daß tm vorigen Jahr an der New Rotier Börse die Mark i zeitweilig mit I V» Cents bewertet wurde, die Zarenrubel dagegen gleichzeitig mit 4'/, ^u!s! Die vollständig zu- sammeugeLtScheue russische Wär^ag e^o dr eimal so hoch wie ' die deutsche! Warum das? Mau weiß sehr wohl, daß der Gewalfrieden Deutschland nichts mehr ließ als seine Arbeitskraft, Rnßland dagegen ist ein Rohstoffland mit noch unverschloffenen Möglichkeiten. Eine geschickte bolschewistische s Propaganda malt das immer wieder aus, spricht von den * unveischloffenen Bodenschätzen, vonTrillionen Tonnen Kohle" in Sibirien (1), von Flachs, Hanf, Holz usw. Von Zeit zu Ze t gehen auch kleine Partien davon ins Ausland zur Anregung. Ein andermal spricht man von dem bxvor- steheuden Sturz der Sowjetregierung, alle Weit kauft schleunigst Zarenrubel, um bei der nun kommenden Ausbeute Rußlands nicht zu spät zu kommen, der Rubelkurs steigt un>* der lachende Gewinner ist die angeblich vor dem Sturz stehende Sowjetregierung!

Es ist stark zu vermuten, daß hinter den gegenwärtigen Meldungen vom Sturz oder gar freiwilligen Abtritt der Sowjetregierung ein ähnliches Manöver steckt. Dit Sowjet- regierung braucht Mittel, um im Auslande Lebrnsmiitel für die murrende Rote Armee zn laufen. Sie wendet hierzu ihr alterprobtes Mittel an, den Finanzbolschewismus. Fast zur Gewißheit wird dies durch das Schweigen der bolsche­wistischen Größen Lenin, Trotzky usw. Hüten wir uns, daß die europäische Hilfe für das hungernde russische Volk nicht in die Hände der Sowjetgewalthader gerät und deren Macht noch verstärkt.________________

Aus der Heimat.

Gterbefälle im Monat Juli.

Am 6. Herr Sparkaffen R.utant Johann Heinrich August Kohlstädt, hier, 46 Jahre alt.

Am 14. Frau Anna Kniß, geb. Eckart, Wächtersbach, 38 Jahre alt, tm Kretskraukeuhautz.

Am 19. Fürsorge,ögling Otto Steinmetz, Erziehungs­Anstalt Sa«nrrz 13 Jahre alt, im Kreiskrankenhaus.

Am 24. Frau Elise Enler, geb. Geschwindner^Steinau, 27 Jahre alt, tm Kr-tskrankeuhaus.

Am 26. Frau Elisabeth« Der», geb. KrauSgrill, hier, 72 Jahre alt.

Am 27. Herr Johann Jakob Krein, hier, 88 Jahre alt.

- Voraussicht!. Witterung. Am 7. 8. (Sonntag): Zeitweise wolkig und teilweise Gewitterregen, vielfach aber heiter, warm.

Am 8. 8. (Montag): Wolkig, zeitweise heiter, verbreitete Gewitterregen und Abkühlung.

* (Schulurlaub für die Landwirtschaft.) Eine Be­urlaubung von Schulkindern zu landwirtschaftliche» Arbeiten ist vom Minister der Volksbildung tu gtw.ffem Umfange zugelaffeu wordcn. Der Schlrfischc Landbund hatte den Mildster gebeten, zn veranlasse», daß der Landwirte eigene schulpflichtige Kinder vom 12 Lebensjahre an ^u begründeten Fällen zur Hilfeleistung in der Wirtschaft vom Schulunterricht beurlaubt werden. Es darf dies dann geschehen, wenn die Landwirte infolge Leutemaugels oder Krankheit in der Familie genötigt find, ihre schulpflichtigen Kinder zu landwtrtschaft- .ichen Arbeiten zu verwenden. SS soll dies zulässig sein,

soweit es im Jnierrsse der Volksernährung geboten erscheint und sonst statthaft ist. Eine Ferienverlängerun g ist aber nicht erlaubt.

* Der Roggen muß gedüngt werden! Der Roggen ist Deutschlands wichtigste Getreidepflanze. Durch inten- fivsren Roggenöau könnte die Volksernährung noch wesentlich gtfö:beti und der deutschen Volkswirtschaft eine Ausgabe von Miliarden erspart werden. De^ Roggen bringt sichere und wirivolle Erträge an Korn und Stroh. Bei kaum einer andern Kulturpflanze lohnen sich die Ausgaben für Km.stsünger so sicher wie bei Roggen. Es liegt daher im Jritcrsse eines jeden Landwirts, seinen Roggen gut zu düvgea; dazu gehört auch eine gute Kalidüngung (etwa 3 Znutn-r flatnH ober 1 Ztr. 40prozeutigcs Kalisalz bezw. Chlorkalium pro 1 Morgen), w Itc im Herbst am besten einige Wochen vor der Saat (auf die Stoppel der Vorfrucht) gegeben wird.

* W e uns mitgeteilt wird findet am 13. und 14. August in FUda ein Re riurnier statt, das von der I. Ab­teilung d' S arttn r t Regiments 5 auf einem neuen Sport­platz in den Fu da W esen gegenüber der städtischem Bade­anstalt veeannall?t wird. Ausgeschrieben find: Eine Gebrauchsprüf »g für Reitpferde, bestehend aus einem Ge- länderitt und einer Drrffurprüfuvg, verschiedene Jagdspringen und eine weitere Dltssurprüfung, sowie ein Preisfahreu von 4 Geschützen. Von 12 Unteroffizieren wird eine Quadrille geritten. Fast alle Prüfungen find auch für auswärtige Truppevteile und Herrenreiter mit Pferden in Privatbefitz off:», iodaß eine g>oße Beteiligung zu erwarten ist. Der G-lärd rstt beginnt am 13. norm, an der Kaserne und endigt i« den Morgenstunden in Salzschlirf. Die übrigen Prüfüvxen beginnen am 14. 2 Uhr nachm. auf dem Sportplatz.

* Die Edertalsperre ist infolge der anhaltenden Trocken­heit wieder einmal fast ohne Wasser. Jnfolgedeffen ist das Kraftwerk der Edertalsperre wieder einmal nicht mehr in der Lage, die angeschloffenen Gemeinden mit genügend Licht und Kraft zu versehen.

Hk. Der Verkehr nach d m besetzten Reichsgebiet wird häufig dadurch noch öejovöero erschwer,, daß viele Guter und namentlich Sammelladungen zur Zollbehandlung auf ungeeignete oder überlastete Zollstellen geleitet werden. Für dir Ablichtung von Sammelladungen find zurzeit folgende weniger stark belastete Eisenbahnzollstelle» geeignet: Aachen, Bonn, Eleve, Coblenz, Düren, Düsseldorf-Heerdt, Kölu Mühlheim, Neuß, Uerdingen sowie die Eisenbahnzollstellen an der Westgrenze des Reiches (Cranenberg, Straelru, Kaldenkirchm, Dalheim, Herzozenrath, Aachen-West, Aachen- Rothe Erde, Wahlheim b/Aachen und Hallschlag) dagegen sollen solche Wagen zurzeit nicht nach den übrigen Kölner Bahnhöfen sowie noch Crefeld und MünchenGladbach ab- gerichtet werden. Dabei würden seitens der Sammelladungen bildenden Spediteure darauf zu halten fein, daß eine möglichst genaue Trennung ner zollpflichtigen Güter von den zollfreien stattfindet und daß einfuhrgeuehmigungspflichtige Güter erst bann versandt werden, wenn ev-weder Einfuhrbewilligung beigefügt werden kann, oder wenn feststes und im Frachtbrief bescheinigt ist, daß die erforderliche EtnfuhrbewMgung im Besitz des Empfängers oder bei einem bestimmt bezeichneten Zollamt sich beendet.

* Schlüchtern. Die in der gestrigen Nummer der Schlüchterner Zeitung" angezeigte Besprechuug über die kirchlichen Wohlen findet am Sonntag, den 7. d. M>s. nachmittags um 3 Uhr in der evangelischen Kirche statt.

* Schlüchtern. (Vom Baden in der Kinzig.) Mit Zu­stimmung des BezirksauSschusssS in Kaffil ist für des Kreis Schlüchtern sowie für die Kreise Gelnhausen und Hauau nachstehende Polizeiverordnuug erlassen worden: Das Baden in der Kinzig ist nur in Badeanstalten oder innerhalb der hierzu angewiesenen und durch Plakate und Pfähle kenntlich gemachten öffentlichen Badeplätzen erlaubt. Die Badenden müssen mit einer Badehose bekleidet sein. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende» Bestimmungen werden, sofern nicht nach anderen Strafvorschriften eine höhere Strafe verwirkt ist, mit einer Geldstrafe bis z« 60 Mk. im UnvermögenS- falle mit entsprechender Haft bestraft.

* Offenbach a. M Die Baugewerkschule der Technischen Lehranstalten hat ihre» U^lerrichtsbetrieb auf den Siedlung-- bau und dir sparsame Bar weise umgestellt.

* Bürgstadt a. M. Ein Obstfeld geriet durch Funken aus der Lokomotive eines vorüberfahrrude» ZugeS in Brand. 800 voll ausgewachsene und zum Teil reich mit Früchten befangene Obstbäume wurden dabei vollständig zerstört. Auch 20000 Quadratmeter Wald steten dem Brand zum Opfer. Der Schaden dürfte fich auf nahezu 100000 Mark belaufen.

ane nam ver snohnstiknser 1« DanM7^ Am iT'Äürtt 1991 waren in Danzig nach denStatistischen Mitteilungen^ 48 158 Wohnungen vorhanden. Davon bestanden 18190 Wob- nnnaen aus einem Zimmer ausschliestlich Küche, 19058 Woh» nungen aus 2 Zimmern, 6757 Wohnungen aus 8 Zimmern, 3758 Wohnungen aus 4 Zimmern, 2568 Wohnungen auS 5 Zimmern, 1290 Wohnungen aus 6 Zimmern, 780 Wolmun« aen aus 7 Zimmern, 351 Wohnungen aus 8 Zimmern. 168 wsinttttneM arrs V Zimmer», 843 Wohnungen aus 10 uuh wahr ZtMMWtz, ,., ,»r---^... . ____________

OoMewismps und Hungersnot.

Aus den Auch hier gelangte« bosichemistische« Zeitungen ist festzusteLen. das, die Lage Rußlands sich nett Tag zu Tag verschlimmert. Einstimmig wirb erklärt, daß Rußland auf lange Jahre hinaus das Land der Armut und deS Elends bleiben wird. Eine S ssnung ans bessere Zelte« gebe eS vor, läufig nicht. Der Bolscheivistenführer Stecklow stellt fest, daß' sich die Panik anch teilt der Bolschewisten bemächtige; selbst in den Reihen der Kommunistischen Partei, so schreibt er, kdune man Mu^lostak-it und Sossnungslosigkeit konstatiergen. Dazu komme vielfach die Weigerung, seine Pflicht alS Kommunist Äit erfülle«. Die Sowietregieruna wird alles ausbieten, um den Haugernden den Zutritt nach Moskau zu »erwestre«. Die ganae Stadt habe ein starkes Aufgebot von Truppen, «m die anrückenden hungernden Masten zurück^uhalten. Sie sollen, wenn dies nicht gelingt, so schreiben die bolschewisti» schen Blätter, durch giftige Gase vertrieben werde«.

Die bolschewistischen Blatter veröffentlichen einen Erlaß, T r o tz k i s, in dem die Kommandanten der 9. und 11. Armee aufgefordert werden, größere Truppenabteilungen nach Iekaterinowlar, der Hauptstadt des Kubangebietes zu ent­senden, um den dort ausgebrochenen Aufstand der Kuban« kosaken niederzuschlagen. Es wird befürchtet, daß sich der Aufstand auch auf daS Gebiet der Donkosaken autdehnea wird.

Maxim G o r k k wird noch in dieser Woche in Set# fingfors eintreffen, um von dort aus nach Deutschland weiter zu reisen. Die finnische und esthnische Regierung trafen umfangreiche militärische Maßnahmen, um die Grenz« gegen die hungernden Flüchtlinge zu schützen. In einem; Funkspruch stellt Tschitscherin, der Volkskommissar für aus­wärtige Angelegenheiten, fest, daß 18 Millionen Hunger lei­den. Zur Ernährung brauche man 41 Millionen Vud Ge­treide. Bis zum September müßten 15 Millionen Pud ver­fügbar sein, um das größte Elend zu befeitiaen-

Bestinn der amerikanischen Hilfsaktion.

Hoover erteilte dem hr ?o«bo« weilende« Leiter be» amerikanische« Hilfswerkes für Europa See Auftrag, sich so­fort «ach Riaa zu Vegebe«, «m mit bett russischen Sowjet- behorde« über die Ei»seik««g eines amerikanische« Lebens, mitteltransports sSr Ratzland zu verhandeln. Hoover teilte mit, daß die Lebensmittelse«d««ge« über Danzig gehe« sollte«. Sie könnte« im Eivvernehme« mit Rußland sofort beginne«. Er schätzte die Aufwendungen, die das amerika. Nische Hilfswerk in Rußland erfordere, auf 1V4-M Mil­liarde« Dollar monatlich. Die erste Lebensmittelsendung gehe wahrscheinlich nach Petersbnrg. Anßer Lede«smittela mürben auch Arzneien gesandt werde«.

Armenische Bordpolttit.

Ein neuer in Konstantinopel begangener Mord bestätigt die anläßlich des Teilirian-Prozesses von uns geäußerte Ver­mutung, daß es sich bei der Ermordung Talaat Paschas um ein von armenischer Seite sorgfältig vorbereitetes Verbre­chen handelte, an dem ein revolutionäres armenisches Komrtee, das derDaschnaksutiun" beteiligt war. Die türkische Zei­tungJkdam" meldet darüber in ihrer Nummer vom 20. Juli 1921:

Gestern nacht fiel der im Hotel Pera Palace wohnende frühere Minister von Aserbeidschan und jetzige Handelsver­treter dieses Staates in Konstantinopel, Bebbud Khan, einem politischen Mordanschlag zum Opfer. Er hatte nach dem Abendessen mit seiner Gattin das Hotel verlassen, um einen Spaziergang zu machen, als ihm eine unbekannte Person entgegentrat und auf ihn fünf Schüsse abgab. Der Mmister wurde an der Brust getroffen, suchte aber noch zu entfliehen. Der Attentäter feuerte jedoch weiter und verwundete Debhud Khan noch an mehreren Stellen, bis dieser in der Nähe sei­nes Hotels zusammenbrach. Inzwischen hatten sich der ^.rü­der und die Frau deS Angegriffenen auf den Morder^ge- stürzt, der dann mit Hilfe von türkischen und französischer Polizisten festgenommen wurde, nachdem er noch dem Bruder des Ministers mit dem Revolvergriff am Auge verwundet hatte. Der schwer verwundete Bebhud Khan starb kurz dar­auf im englischen Krankenhause, wohin er transportiert wor­den war."

Der ^Jkdam" fügt hinzu:Der Mörder heißt Missal, Sohn Hagops. Er gehört dem revolutionären am.ntfmen Komitee derDaschnaksutiun" an und erklärt, er sei beauf­tragt gewesen, für gewisse Ungerechtigkeiten, die Bebhud Khan während seiner Amtsfiihrung gegen die a^e'"'che Be­völkerung von Aserbeidschan begangen habe, an diesem Aawe zu nehmen. Die Untersuchung der Mordtat hat die Entente- Polizei in die Hände genommen

Der Ermordete war für Aserbeidschan von derselben Be- keutung, wie der unvergeßliche Talaat Pascha für den oSma- Nischen Staat. Er gehörte einer der edelsten Familien des Landes an und war Verawerksingenieur von Beruf. Seine Studien hatte er in Tireiberg in Sachsen betrieben. Bebbud Khan ist nicht der erste aserbeidschanische Minister, der der armenischen Mordlust zum Opfer fiel. Zwei seiner Vor­gänger sind während eines Jahres von diesemersten Kul- turvolke Asiens" ebenfalls beseitigt worden. ES geht aus dieser traurigen Folge blutiger Taten deutlich hervor, daß die Armenier die Vernichtung hervorragender türkischer Poli­tiker in ein System gebracht habe».