SchSüchierne« Jettuns
N Schlüchterner Kreisblatt - Schlüchterner Tageblatt
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1/4 Hohmeiner in §-iui:ent. Aerr-'s^. -’.r. 15. Teirgr. ^UiUlCl»lUyf 40. -0^1. 1UÄ1 Serie s.i 1,—, -,te Retürm^elle 3^., sämtlich ohne • v.
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Aus der Setot
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« voraasfichtl Witterung. Im 29. 7. (Freitag):
Mch heiter, trocken, etwas wärmer.
. -* (Neue Postkarten zu 30 und 40 Pfg.) In diesen —«tu werden die ersten nenen Postkarten zu 30 und 40 , ansgegeben werden; da jedoch von den alten Postkarten , große Vorräten vorhanden find, die erst verbraucht L^en muffen, wird die Neuauszabe nicht sehr häufig in Leinung treten. Die neuen Karten unterscheiden sich von *. alten Karten (mit der Germanicmarke zu 30 Pfg.) da« MarkenS'.ld. das unter der Wertzahl einen stilt- k-ttien reitenden Postillion (Entwurf Schnarrenberger) darst'llt , für den OttSverk-hr d'.e 30 Pfg. Werlsarbr grün, für JalandSverkehr entsprechend der 40 Psg.-Marke in ckelorauge gehalten ist.
M—* (Die Promotion der Volksschullehrer.) Der Minister Wiffeuschaft, Kunst und Volksbildung hat die philoso- ' "scheu Fakuitäien ermächtigt, ihren PromotiosSordnungen )weit abzuändern, als entsprechend dem Eelcß vom 19. ptember 1919 über das Studium der Volksschullehrer «r- tfi«d«lich ist, um diese zur Promotion zuzulaffen.
—♦ Zeitbilder. (Etwas vom Dirndl-Segen ) UeLerall, Deutschlands Frauen — auf den Straßen sich bewegen, O schufen sie in diesem Sommer — reichlich einen Dirndl- ^gen, — buntes Kleid und grüne Schürze, — na, man ja das Kostüm, — bloßes Haar und karre Röcke, — rmesausdrvck ungestüm. — Und der brave Z-itgenoffe — vsrzwe.felt und entsetzt — auf den ganzen Dirndl- Xgro, — wie wir ihn erl den j-tzk. — Mütter so von 50 »jea —sieht man beinah alle Tuz- — vorn und hmkn Kostüm^ — zeigt sich die KupKaiSanlog?, — alte Qsgfaa, dürr und hager, — txodsn wie Zshrsnttbrot Q berge» unterm Dir» Stilette — ih'LS Hi^reaSW-h u. Not. — in reiner, bester Seide, — mal in h.lltge» Kattun —kann X* Dirndl «an begegnen, — kaum eur Vr-b erscheint WMLN der Beisuchung gtgensber, — mu den lisst giwkseven y^n — dieses Jahr zum letzten Male — vor den Q fasten nicht zu geizen, — nur die juageu Mädchen selber ganz allmählich ein. — diese More ichernt fürs Xitel — r.i; -;: '-c ; mach, tu feie. — L »üm-ls fand X e Mode Ankiarg — selbst cd: 3 gütu Bivphü ner^— V» seit man ihr begegnet — auf den ältesten Regiuern, Q- lernt die Jugend radj begre fes — andre Mode» zu 0 fasten — und des MilleiaUerZ D'Mtdl — unter sich a-em legen.
X | Walter-Walter.
X —* Zu: Brrhütoug von Dsld L»d Hettebranren wird folgendes aufmerksam gemacht: Das Suzünd-N von Vföet in Walderu, in Mooren und Huben nn? in einer Q «feenuLg von wen'ger als 50 Metern hiervon in zu tetit-gen. Das M tführen von LoLgeschirreu außerhalb
Il Mchlrff-uer Orkschaste» ist unter cgt. Ausnahmen für g esonen, die beruflich in Wäldern. Mooren und Heiden 8 tg sind, unterliegen der Genehmizunz und sind bei den I «Ktspolizeiverwaltungen zu beantragen. Personen, die I tfen Vorschriften entgegcNhavdeln, können, sofern nicht auf I rund d r b.flehendkN Gesetze höjcre Straftn verwirkt I lab, mit Geldstrafe bis zu 60 Mark, im Unvermögensfall« I entsprechender Haft bestraft werden.
* Schlächtern. Gestern abend wurde der P. Faust von I Herolz dem hiesigen Gefängnis zugeführt. Wie verlautet, | soll er sich Unterschlagungen schuldig gemacht haben.
I 8 Schlächtern. Die Dürre wird immer ünerträglicher. I Mensch unb Tier seufzen unter der drückenden Hitze. Die | Vegetation lechzt nach Regen. Fast jeder Wetterbericht stellt I tms die so dringend nötigen Rieberschläge in Aussicht — I Mb dabei bleibt es. Wohl war häufig in den letzten Tagen I Gewitterneigung vorhanden, aber immer wieder adlaute der I Himmel zu neuer unbewölkter Reinheit. Da die Luftdruck- I Waahme aber nun doch bereits eingesetzt hat, so darf man annehmen, daß wir in ganz kurzer Zeit das ersehnt Naß I klommen.
^ * Schlächtern. Wir hören, daß auf dem Turnfeste des Itereins Schlüchiern am nächsten Sonntag die neu ge- ete Damenriege am Schauturnen teilnehmen wird, lauten werden die 4 Freiüduvgeu der deutschen Tur- afi für 1921 vorführen. Man wird mit Spannung iussührung der schwierigen Uebungen entgegen seh.n, e Damen nur wenige Stunden üben konnten. Die tlungen weihen übe:troff N werden ! Hoffentlich erweckt Beispiel Nrchcif rung, sowohl in unserer Stadt aiS der Umgebung Alle der Turnsack e noch fernste- n jungen Damen müH.« zur Äinficht kommen, daß auch e Turnen unb Sp el notwendiee B tät^unxrn find, ö per und Geist fördern nnd kiäftige«, die zu Gewand- lnd Mut erziehen, die Körperhaliurg tnb den Gang n und verschönen. Lb-ufailS am Nachmittage wirs r e uSßofiette gelaufen. ES geht um einen ich: schönes, verwoile» EhrerpretS. Nur die ai! rde-en Läu'er kon- »crWSzrpeL werden. Auch hierfür mub die gröje lnabme gezeigt mal ex
SchLWer». U. t redet und der Lr-rp:« s ) Lrs Äii«, ^^fhi<ci ist d e 6rS ^t, haß usw 15 S-ps
ab ein markenfreies Brot 13—14 Mark kosten könne, als haltlos bezeichnet worden. Als Preis für ein markenfreies Brot in Mittel- und Kleinstädten wird etwa 8—9 Mark angenommen. Eine Gefahr für den Browreis könnte nur entstehen, wenn erhebliche Qrantitäten Brotmehl über die Grenze ins Ausland verschoben würden. Dagegen müßten sofort Maßnahmen getroffen werden.
* Züntersbah. Erfolgreich nahm der hiesige Turnverein an dem Gaumrnfest deS Speffart-Sinagaues in Frammersbach (Uft ) teil. In bet ersten Stufe wurden Sieger Johann Hahn, Fritz Röt; und Mauritius Kimme!, in der zweiten Stufe Stephan Blucinnik und Josiph Haha. Im Riegentür'nen erhielt unter starker Korkarrenz, es waren 19 Ri-gcn an^ctreten, die Riege der aktiven Turner den siebten unb die Riege der Zöz'ingc den dritten Preis.
* Btbra Bei Hüddmgen hielt auf freier Landstraße der Führer eines Automobils still und bat den 17 jährigen jungen Mann, ihm bei der Reparatur des Automodüs behilflich zu sein. Als der junge Mensch den Wagen betreten hatte, um das Werkzeug herauszuheben, setzte der Führer sofort das Automobil wieder in Bewegung. Der jsngs Mann sprang jedoch trotz der rasenden Schnelligkeit aus dem Wagen und trug nar geringe Verletzungen davon. Der Führer war anscheinend ein Agent für die fravzösische Fremdenlegion. Die Kcuuzeichev des Automobils konnten nicht festgestlllt werden.
* Hertfeld. (Entente-Besuch.) Vorgestera weilte in Begleirung eines deutschen Offtz'ers eine aus mehreren fra- göitiien O fizteres bestehend« EatentekoMMision in unserer Stadt. Der B-sach galt der hiesigen Schutzpolizst, über deren Orgaaifati»» und Uutrrbriugung sich di« Herren unterrichten wollten.
Mehr Wirtschaftspolitik, weniger Sozialpolitik!
K. L Diese Forterunz erscheint auf den ersten Blick als außeiordeatl.ch brutal Jeder besä sofort an die so mistigen ozialen Fragen, die grrad« j-tztzur Sö urg drängen, so z B. die Verteilung d«r neuen Sauern. Die Aufhebung der Zwangsw nschaft mit der sahischsinlrch folzendru ^rtüratgausg, au die Frage der Sozit-.'terung drr Lohirn- bergwerke usw.
H:nzu muß sur oSem Nachdruck dar«y hiLgesirsrn wnden, daß nicht die Fragen der Lrrre mng, der Presse" SleunxrobieNe u'w. die iozmle Frage lö^u werden, sondern daß es vor o-cm darauf ankommt, die so außerordentlich wichtigen Fragen der Srhöhnng der P ioruk.ro .:Lt zu «rls- digeu. Le ne Zwang-wirtichast, ieui noch so fein au.'ge- klügelres Vertestungschrcar wird z. B. der Mangel an Nahrungsmitteln beie-Hgen, hier kommt alles darauf an, die ©rtiägn sie bet Laudwirtschaft auf den Frieresrstrwd und durch J-teusiv erung der Tüsgewwtschaft mögest noch darüber hinaus zu Heden.
Lenin sagte einmal, bet einzige Maßstab, an dem man des kommun-stische Sy : N beurteilen kövneund dürfe, sei die Höhe der Produkt ou. Damit hakLeuia das ueinidtlcnbeUrteU über die kSNwuuistische Watschaft geiprochev. Wohl nirgends ist das LetttiluugssyttM straffer organiesiert wie in Sowjet- rußland. Die Industrien stud zusammengefaßt in Zeutralen, genannt z. B. Zeutro-Etse«, Zentto-Wolle, Zeluev-Papirr. Auf bim" Papier stehen auch die wunderbarftin sozialen Gesetze, aber sie sind nicht durchführbar, weil die Produktion zusammengfbrrcheu ist bis auf 5-6e/0 FriedeuSletstung. Wo nichts zu verteilen ist, nützen auch die schönsten Ber- teilungsgesetze nichts. Wenn wir also über die Sozialisierung des Kehlendergbaus sprechen, hatt glich bei uns nur der einzige Maßstab fein; ist man sicher, daß die Kohleuer- zcuguvg steigt, baun muß die Sozialiesierung ssmmlN, ist das Gegentell bet Fall, dann darf sie unter keinen Umständen kommen. Alles brt uns hängt davon ab, daß unsere Industrien mehr stöhlen bekommen können, daß unsere Pro« dukliouskraft gesteigert wird. Ist mehr Kohle vorhanden, dann werben die Jadustriru, die wegen Kohlenmangel ihre Betriebe still legen mußten, wieder anfangen zu arbeiten. Die Zahl der Arbeitslosen wttd fallen, es werden neue Ver- dienstmöglichleiten geschaffen.
Es wäre eine au&noibenili$ große Wnschaftspolitische Kurzsichtigkeit, die Veibrauchep.r.tercffeu in den Vordergrund zu schieben. Dies? haben gewiss ihre außerordentlich groß: Berechtigusg, aber eS darf ihnen nicht soweit nachgegeden werden, daß darurter die P.oduktiouskraft leidet. Für jede Wirtschaft, sei es eine sozialistische oder kapitalistische ist die Gluadlaze die Produkten. Wir müßen unsere Wirtschaft suzeusiepirren. Dabei ksmnt es aber n'cht nur darauf an, Wafchtnen in Bewegung zu fi$m, durch Organisationen und techulsche Reuerunzen einen möglichst großen Nutzen aus unseres Wirtschaft zu schlagen, foubun man muß barau beuhn, daß die A.drtteudeu Menschen sind. Der Sorge um daS tödliche Brot darf sich: der alleinige Inhalt unseres arberttut-ru Volkes fein, w e sagt doch F chle? Der Mensch soll arbeite», aber nicht wie ein Lasttier, sondern er soll auch Zeit übrig befallen, um 'einest Gins zum Höheres zu erheben.
Ww -«-« vor irr fasste, die 'OHck Frage »nlerer Zeit z, lö-rn. Jsxre tu t ^ glichen Zrrttv nach. N^cht
em noch so schön LUsgedschtis BertettuLgSspsttM fonbait Erhöhung -r: Erzeugung ist hier dir erste etajtüu Forberung. Mihr Wirischajtspottttk ist bu Grundlage zu ruehr SsztawotMk._______________________________________
kleine politische Nachrichten?
Keine Illusionen auf deutscher Seite.
Wie wir erfahren, gibt sich die deutsche Regierung tu keiner Weise der Jlluffiou hin, den französisch-englischen Gegensatz, wenn überhaupt von einem solchen gesprochen werden kann, zum deutschen Vorteil auSzuutzen.
Wiederbeseßung des Reichskommiffariats Wr die besetzten Gebiete.
Wie wir von gutunterrichteter Seite erfahre«, wird nunmehr die Wiederbesetzung des Reichskommiffariats für die besetzten Gebiete, das durch den Rücktritt des Herrn v. Starck frei wurde, in aller Kürze erfolgen. Die Widerstände, die sich in gewissen Kreisen der Wiederbesetzung entgegenstellte«, find behoben. Mit dem Amtsantritt des Fürsten Hatzfeld- Wtlöenburg ist in allernächster Zeit zu rechnen.
Internationaler Friedenskongreß in Luxemburg.
Aus Luxemburg wird ^schrieben: Vom 10.-13. August wird in Luxemburg unter dem Vorsitz des Senators La Fontaine, Vizepräsident des belgischen Senates und Präsident des Internationalen Friedensbüros in Bern der 21. Kongreß des Internationalen Bundes der Friedensver- etne" itattfinben. Diese Kundgebung wird ihre ganz besondere Bedeutung haben. Den« zum ersten Mal seit beut Krieg sollen dort die Delegierten der FriebensgeieLsthafteu der feiudlichen Länder zusammenkommen, um die durch den Krieg unterbrochene Arbeit wieder aufzurKhme«.
Gerhärt Hauptmanus Antwort auf Gorkis Hilferuf.
Aus den Hilferuf Maxim Gorkis hat ©erfrort Haupt- mann in einem längeren Telegramm geantwortet, in dem es «. a. heißt: ,T-e ganze zivilisierte Welt hat Ihren erschütternden Ruf nicht nur mir den Ohren, sondern mit _beu Herzen gehört. Sie wird ihn «ichr ohne Antwort^ Ionen. Bas das deutsche, schwergeprüfte, doch allzeit hilfsbereue Volk Setrtssr, so ist es schon heute durch den Ruf aus dem Lisien tief erregt und bewegt, und ich darf Serron wen, sa« Volk und wrirteeeow®«« «*-..tou-inuitor. Son-Se emg früh, nach bestem Vermögeg« tetfräffige ^tfe zu lerne»..
Ein teurer Kommuuifttscher Propagandist.
In das Amtsgericht Miesbach wurde ein aus SaL- fen stammender Kommunist rinarliefert. bet sieb mit einem Mün-chener Angehörigen bet V. K. P. D. in Bayerisch-Zell und Umgebung in auffallender Weise für feine Partei prova« aenbinifä betätigte. Bei dem Sachsen wurden fron der Gendarmerie 35 000 Mark, wahrscheinlich Parteigelder, zv Werbezwecken, gefunden, welch« der Verhafteie jedoch mit 'einem Münchener Genossen, der sich, um dem gleichen Schicksal der Verhaftung zu entgehen, nach Tirol geflüchtrt hat, an DU bayerisch-tiroler Grenze zu Zechgelagen verbrämte. ,
Nach einer Blattermeldung aus Stettin wurden dort die Kassierer des Metallarbeiterverbandes Sonn er t und Tornow, Mitglieder der Kommunistischen Partei, wegen Unterschlagung von 22 000 Mark verhaftet.
Das mehrhettssozialistische Parteiprogramm.
Wie die „Sozialdemokratische Korresp.' mitteilt, würde es schwerlich gut fein, wenn der Parteitag in G ö r l i tz Hals über Kopf über das sozialdemokratische Parteiprogramm endgültig beschließen würde. Die Korrespondenz empfiehlt, den Organisationen ein Jahr Zeit zu lassen, um sich eingehend mit dem Entwurf des Programms und seiner Kritik zu be- faffen. e
Stillegung in der Berliner Zigaretkenkndufiri«.
Die durch den Streik der Maschinenführer herbeigeführte Stillegung der Berliner Zigarettenindustrie hat nach der Ablehnung eines Vergleichsvorschlages durch die Streikenden eine weitere Ausdehnung erfahren. Einzeln« größere Fabriken haben alle Arbeiter entlassen. Die Zab? der Streikenden und der ausgesperrten Arbeiter und Arbeite-, rinnen beträgt ungefähr 3500.
Ein angebliches Attentat Japans auf den Panamakanak
Mehrere Blätter hatten eine Nachricht verbreitet, monach die Berscküttunq in der Panamakanalzone truf ein japanisches Attentat zurückzuführen sei. Amtlich wird dazu mit» geteilt, daß kein Beweis für die Annahme vorliege, daß der Bergrutsch in der Kanalzone künstlich hervorseruieu worden sei. Die Schuld wäre t« Reaentällen zu streben, durch die st» größere ^elsenmaffen gelöst haben. Der Schiffsverkehi wird in einigen Tagen wieder ausgenommen.
Italien für sofortige EntscheiLlmg.
Cine ostiziöse Meldur» des .Mestagero' veL fett, daß Italien nnbebingt die --sortige ®sif<f>eito*e in erem fäleüen durch den Oberst-« Rat befürwort« nWe, wodurch -2em eine Pa^rstzrer»»« herbeiitrffi&tem sei Dir Sache M spr«chrerf, !v daß ein «eer Lw»chrrb uvserrchcherWt es» scher«. -