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Schlüchternev Zeitung

Z Gchlüchtemer Kreisblatt - Schlüchterner Tageblatt

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Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K.

M- 1 Hnhmeister, Schlüchtern. Druck u. Verlag der Fa C. 1O» Hohmeister in Schlüchtern. Fernspr.Nr. 65. Telear. Schlüch terner Ztg. Postscheck!.: Frankfurt M. Nr. 11402.

Mittwoch, 20. Juli 1921

Bezugspreis : Vierteljährlich in Schlüchtern M.11 durch die Post M. 12,-. Anzeigenpreis: Die Klein- WQ zeile M. 1,-, die Reklamezelle 3,-, sämtlich ohne * O besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt. ^

Sgeltung für eilige Leser.

t' 's; Aus Helfingsors trafen Nachrichten ein, daß die Sowjet- " "^aiernnq die allgemeine Mobilmachung angeordnet habe. nehme an, daß die Maßnahme entweder gegen Estland, ettland und Sitaitcn gerichtet oder zur Unterstützung her, emaliste« gegen die Griechen bestimmt seien.

Der belgische bittetnsmitttfier ist nach London abgereist.j ilao," ück »»t dem Schatzkanzler über die Verteilung der; Millionen Goldmark zu beraten, die von Deutschland .wWi und in Amerika deponiert worden sind.

m DieBeraisch-Märkische Zeitnna" in Elberseld ist vom ndttznzgstschen Oberkommando in Düsseldorf bis zum 13. Oktbr. n^boten worden.

e, bs Wie in Rom offiziös verlautet, hat stch auch die italienische eicheaieruna für eine Bertaanna der Konferenz des Obersten bt»te8 ansaesproche«.

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f Aus der Hemm.

Borausfichtl. Witterung. Am 22.7. (Donnerstag): Mm, ziemlich heiter, trocken bis auf lokale Gewitter.

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chdel _* (Völlige Unklarheit über die neuen Brot- und e, d^hlpreise.) Während bekanntlich bisher die Retchsgetreide- "?5lle im Einvernehmen mit dem ReichSernährungSministertum " Mehrpreise festsetzte und die Kommunen dann den Klein- laufSpreis für Brot bestimmten, entscheidet jetzt das aus retern des Mühlen- und Bäckereigewerbes sowie der sumenten zusammengesetzte Kuratorium unter Zustim- der Reichsgetreidestelle über die neuen Mehrpreise, zur Stunde ist jedoch der neue MehlpretS noch nicht ligelegt. Man rechnet lediglich mit der Tatsache, daß der »ppelzentner Brotgetreide sich auf 600700 Mark stellen

) 6ttb. Man glaubt im allgemeinen jedbch nicht, -atz der zentiets für markenfreies Brot 10 Mark übersteigert wird.

^' t* (Hauvtverein Hessen-Kassel der Gustav Adolf-Süft- -f. tz) Der Vorstand des Hauptvereins Hessen-Kassel der chav Adolf-Stiftung hat die diesjährige Hauproersammlung f Dienstag, den 23. August, nachmittags 7,4 Uhr, nach berg einberufen. Als TagungSlokal ist der dortige [aal bestimmt worden. Auf der festgestellten Tages- g der Hauptversammlung stehen u. a. die Feflsteuunz 5 Unterstützungsplanes und neben der Erstattung des reSdertchtes die Rechnungsablage und Entlastung des tzmeisters usw. Ferner wird die Hauptversammlung die Verteilung einer außerordentlichen Liebesgabe aus Erträgen des Schuchardt'schen Legates zu beraten und hließen haben. Sodann sind noch Wahlen der Vertreter hiesigen Haupivereins für die große Hauptversammlung Zeutralveretns der Gustav Advis-Sttslund zu Bremen juaehmeu; ebenfalls haben Schlüsse -er Tagesordnung Festsetzung des Ortes der nächstjährigen Hauptversamm- 8 des Hessen-Kasselschen Haupivereins der Gustav Adolf- tslung zu geschehen.

|* Die neuen Bestimmungen zur Angestellteuverstcherung nunmehr in Kraft. Mit Wirkung vom 1. August d. ist die Verficherungsgrenze auf 30 000 Mk. erhöht en. Die alten GehaltSklaffen und Beitragssätze find en geblieben. Für JahresarbeitLeinkommeu von mehr bis 10 OOü Mk. beträgt der Beitrag 33,20 Mk-, mehr als 10 000 bis 16 000 Mk., 40 Mk. von mehr 15 000 Mk. 48 Mk. Eine Befreiung von der eigenen agSletstung aus Grund einer LebeuSverstcherung ist nach Neuen Gesetz nicht -»gelassen. Alte Bewilligungen Befreiung bleiben natürlich bestehen. Angestellte, die lge Erhöhung ihres Einkammens auf mehr als 15 000 vorübergehend aus der Versicherung ausgefchteden waren, eu, wenn sie den Verfall der früheren Beiträge vermeiden , freiwillige Beiträgr für die Zwischenzeit entrichten. Aufrecht erhaltung ist die Entrichtung von insgesamt ns 8 Monatsdeiträgen in jedem Kalenderjahr er . Auf die bereits laufenden Ruhegelder werden tche Beihilfen von 70 Mk., auf Witwen- oderWiiwer- monatlich 55 Mk., auf Waisenrenten monatlich 30 gezahlt und zwar rückwirkend bis zum 1. Januar d. Nähere Auskunft erteilen die zuständigen Ortsausschüsse mgksteUtkNversicherung.

-* (Winke und Ratschläge.) In der jetzigen Zeit, wo Kohlen so teuer, wo die WohnuugSnot so groß, » viele stauen genötigt sind, ihre Wäsche auf dem Küchenherd lochen, ist das Wiedererscheinen von Perstl mit Freudeu zu ßen. Perstl, das von der Firma Henkel und Sie. in ssetdorf hergestellte selbsttätige Waschmittel von geradezu er Wasch- und Bleichtraft, macht den ganzen Walch> i«ß mühelos und gestaltet ihn gewissermaßen zu einem nügeu. Bei Anwendung von Perstl ist kein Waschbrett, Reiben und Bürsten erforderlich, eS genügt vielmehr ein tges ein viertel- bis halbstündiges Kochen und die utztgste Wäsche erscheint wie neu, indem sie gleichzeitig den chen Geruch der Rasenbleiche ausströmt. Gerade diese 'erhaste Wirkung läßt, weil scheinbar unerklärlich, manche 'ttge Hausfrau befürchten, daß in Perstl schädliche oder e Stoffe enthalten seien, die nicht gut für die Wäsche 1 Und doch befinden sie sich labet im Irrtum, da taufende Haus- und Waschfrauen, die ebenso dachten, fortgesetzten Versuchen sich nicht allein von der absoluten

Unschädlichkeit dieses ^einzig dastehenden WaschmittelS über­zeugt haben, sondern zu der Einsicht gelangt sind, daß Perstl die Wäsche sogar schont, weil es jeden Schmutz spielend löst, ohne die Faser oder das Gewebe im geringste» anzugreifen. Perstl enthält trotz seiner überraschenden Wirkung keinerlei Chlor oder Chlorverbindungen, so daß die Fabrik für seine absolute Unschädlichkeit bei fachgemäßer Verwendung volle Garantie leistet, so daß niemand zögern sollte, stch dieses idealen WaschmittelS, das wieder in altbewährter Frtk'oensware zu haben, zu bedienen.

* Die Tagegelder bet Schöffen und Geschworenen, die seit dem Jahre 1913 gewährt werden, und die ursprünglich auf 5 Mark festgesetzt waren, find im Jahre 1920 auf 20 Mark erhöht worden; zugleich wurde die Zulage für Nacht­quartier von 3 Mark auf 12 Mark heraufgesetzt. Angesichts der herrschenden Teuerung reichen auch diese Sätze nicht mehr aus, so daß weiteren Teilen der Bevölkerung die Teil­nahme an der Rechtsprechung erschwert wird. Vom 1. August d. I. tritt daher nach einer soeben veröffentlichte» Verordnung der Reichsregierung vom 12. Juli eine weitere Erhöhung ein; das Tagegegeld wird künftig 30 Mark, die Ukdcrnachtuugszulage 20 Mark betragen.

* Frankfurt a. M. Bet den Brückenbauarbeiten ist man im Main auf eine stark schwefelhaltige warme Quelle ge­stoßen, die nun gefaßt und in die Höhe geleitet werden soll. Ueber das Ausmaß der zu Tage tretenden Waffermengen ist noch nichts näheres festzustelleu, da das Wasser fich sofort mit dem Main vermengt, sodaß eine absolut zuverlässige Schätzung unmöglich ist. Vor zwei Jahren hat man schon an einer anderen Stelle des Flußbettes ein« Quelle entdeckt, deren Ertrag aber sehr gering ist. Geologen haben übrigens schon vor langen Jahren die Vermutung ausgesprochen, daß das Flußbett des Litalns warme Quellen enthalte.

* Fecheuheim. Der 20. Verbandstag des Feuerwehr­verbandes für den Regierungsbezirk Caffel fand hier am 16., 17. und 18. Juli statt. Die Tagung war sehr gut befucht. Die Verhandlungen bezogen stch auf feuerwehr- technijche Angelegenheiten. Feuertöschdirekior Fritz Caffel tritt, wie mttgetelit wurde, am 1. Oktober tu den Ruhestand. Der nächste VerbandSrag fintet 1923 jn Melsunzerr statt. Die gastliche Aufnahm« durch die Bevölkerung überrraf alle Erwartung«».

* Hochheim (Main). Die tockene Witterung der letzten Wochen, die den Feldfrüchten so sehr geschadet hat, ist für die Weinberge nur von Nutzen gewesen. Sie haben sich ganz ausgezeichnet entwickett und Rebfchädltnge sind nur in verschwindendem Maße aufgekommen. Die Gescheiue haben einen prächtigen Behang aufzuwetse», der auf eine Rekord­ernte schließen läßt, wenn der Juli und August noch einiger­maßen beständige Witterung bringen. An Hausspaltereu ha» man die ersten reifen Trauben gepflückt.

Nie Hungersnot in Sowjelrußland.

Aus Reval wird uns geschrieben: Die hier eintreffen­den bolschewistischen Zeitungen find angefüllt mit.Nachrichten über die furchtbare Hungersnot, die immer grö­ßere Ausdehnung annimmt. Die Nachrichten aus Südruß­land und aus dem Wolgagebiet haben innerhalb der bolschez ivistischen Zentralregierung eine Panik hervorgerufen. Di<t Situation wird noch dadurch verschlimmert, daß sich im Kubangebiet und in Sibirien, wo verhältnismäßig günstige Ernteaussichten bestanden, riesige Heuschreckenschwärme ge­zeigt haben, die das Getreide vernichten. Die Bauern sind ptefem neuen Strecken gegenüber machtlos, da es an jeglichen' Mitteln zur Bekämpfung der Heuschreckenplage fehlt. In einzelnen Gegenden Zentralrustlands ist der Brotpreis auf i.3 000 Rubel für das russische Pfund gestiegen. In den ^lolgagouvernemeits sind bereits Todesfälle durch Berhunge- Ving vorgekommen, auch Selbstmorde aus demselben Grunde werden gemeldet. Das gegenseitige Mißtrauen infolge des schrecklichen Elends wächst, da jeder, der noch etwas Porräilj bat, sie vor dem Nachbar verbirgt. Angesichts des Lebens» Mittelsmangels ist auf den Märkten ein großes Angebot von Hausgeräten und Möbeln zu bemerken: die Bevölkerung ver­sucht, ihre Sachen loszuschlagen, um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Trotzdem die Möbelpreise außerordentlich ge­sunken sind, finden sich jedoch kaum Käufer,

Der Viehfuttermangel führt zu einer.Massenschlachtung des Viehs, und der Fleischpreis ist stellenweise für das Pfunss viermal niedriger als für Brot. In den Wolgadepartements dauert die Massenabwanderung der hungernden Bevölkerung en. Ganze Dörfe sind bereits ausgestorben. Von Not) Elend und Verzweiflung getrieben, ziehen die Bauern zu Tanj senden und Abertausenden nach Osten oder versuchen nackt ^urleftan und in die Kirgisenrepublik zu gelangen. Stößf [ein derartiger Zug hungernder Bauern auf ein Dorf, da» fwch nicht völlig ausgestorben ist, da noch gewisse^ Lebensg JMttelborröte vorhanden sind, so kommt es zu blutigen Zu-, tummenstößen. Der Hunger hat die Menschen zu wilden^ Rieten gemacht, die vor nichts zurückschrecken, um ihreif Hunger zu stillen. Innerhalb der Bevölkerung der notleiden­den Gouvernements herrscht die Ueberzeugung, daß die Volks» kommissare für sich selbst genügend Lebensmittel in Moskast üud einzelnen Städten aufgehäuft hätten, und daher den) Elend der Bevölkerung völlig gleichgültig gegenüber ständen^ bg die Sowjetmachthaber selbst für längere Zeit gesichert seien!

Vunfllger sorlgang der engllsch-irlschen - Verhandlungen.

Die Verhandlungen zwischen Lloyd George und bd Valera gehen friedlich weiter, wenn sie auch über deff Sonntag ausgesetzt waren. Man glaubt, daß die Bespre-, Lungen schon in den nächsten Tagen zum Abschluß kommem Es handelte sich nur um Vorverhandlungen. De Valera soll mit einer Bedingung, unter der die englische Regierung bereis ist, mit den Nationalitäten über ihre Ansprüche zu verhan­deln, nach Irland zurückkehren. Man darf deshalb in den Erwartungen über die gegenwärtigen persönlichen Verhand^ laugen nicht zu weit gehen. De Valera hat erklärt, alles.' was er erlangen könne, sei, dem irischen Voll das Selbst» Lestimmungsrecht zuzuerkennen. Schon aus dieser Erklärung kann man ersehen, in welchem Stadium sich die Verhand-j fangen befinden und daß die eigentlichen Verhandlungen, diel roch kommen sollen, recht langwierige werden können. t

Japan verlangt Gleichheit der Rassen.

Der Korrespondent desDaily Expreß" draht aus Tokio: Für den Fall, daß auf der Abrüstungskonferenz in Washing­ton auch die Fragen des Stillen Ozeans und des fernen Ostens behandelt werden, wird Japan die Forderung stellen, daß alle Fragen, die zwischen den Seemächten bestehen, zur Verhandlung kommen. Wenn zum Beispiel Gleichheit der Rechte aller Staaten bezüglich Chinas gefordert wird, dann wird Japan auch in A^u st r a l i e n und Amerika die Ulrichen Rechte wie die übrigen Staaten verlangen. Japan wird bi< Fragen, wie z. B. die asiatische Einwanderung, die Tarifgesetzgebung gegen Japan und ähnliche Punkte nur dann besprechen, wenn bei den Beratungen alle Staaten gleich- kxrechtigt sind.

Das diplomatische Schachspiel zwischen Wa­shington und Tokio ist ganz außergewöhnlich interessant. iIapan erklärte zunächst sein Einverständnis mit dem Ab- jrüsiungsprojekt, hielt sich aber in der ostasiatischen Frage, auf "bie es Washington w«it mehr anlommt, kühl zurück. Die amerikanische Regierung antwortete auf die Vorfragen Tokios gtwandt und entgegenkommend und nahm ihr einen guten Teil der Gründe für weitere Zurückhaltung. Hierauf machte Tokio wieder einen autzergeivöhnlich geschickten Gegenzug und ob die R as s e n f r a g e, die schon in Versailles groß?

ierigkeiten herrv^ichch in den Vordergrund. Sollt« auf seiner A-küLrm- bestehen, so kann man wenig von dieser Honferenz erwarten, va hier eine restlose Dintgung wenigstens unter den augenblicklichen Umständen Hast ausgeschlossen erscheiven will.__ . i >

Rankreichs VerzSgerunaSvolikN mit ; Sberschlefien.

! Pertinax schreibt imEcho de Paris", daß man in 86 antwortung der Note des Foreign Office über die ober- schlesische Angelegenheit erklären werde, daß diese Debatt« vertagt werden müsse. Da die Ferien den Monat August hindurch dauern, werde. man im Herbst über die ober- schlefische Angelegenheit und über die Frage der Shtfret^ erhaltung der Sanktionen tn wirtschaftlicher itttb Militär» scher Hinsicht beraten können. Dann werde eine Sachver^ ständigenkommission nach Oberschlesien reisen, wenn Eng­land inzwischen seinen Standpunkt nicht geändert habeq sollte. Man werde sich bemühen, einen gemeinsamen Vor-! schlag über die künftige deutsch-polnische Grenze in Ober- schlesien zu machen. In der Zwischenzeit werde sich auch General Le Rond, der noch an den Folgen einer im Kriegs erlittenen Verwundung leihe, nach Frankreich begebem,Di« Hoffnung jener, die ein solches Vorgehen empfehlen, be,teht eben darin, Zeit zu gewinnen. Pertinax fragt, ob man her der Debatte über die Politik, die Deutschland gegenüber, einzusch-agen sei, im Herbst besser gerüstet sein werde, alS gegenwärtig. Dieser Punkt müsse geklärt werden. Für ein: vollkommen entschlossene und in ihren Richtlinien un- wandklbare Regierung wäre bie Sache fast bedeutungslos« Für eine schwankende und ungewisse Regierung biete aller­dings diese Vertagung zwei Vorteile: Je mehr Zeit ver­gebt, desto schwerer wird es für den Kanzler werden, d'« schwarr-weiß-rote Fahne, mit der sein Mantel gefüttert 'st, zu verbergen. Je mehr man sich dem Monate Oktober nähere, desto mehr wbb sich England von den europäischer Nngelege»beiten losr^tzen. da es in seine Konteoae-se mit den Dominions, den Vereinigten Staaten und Japan mr- strickt ist. Man dÜi'e aber dabei nicht die Grfahrra auS dem Auge lassen, öb das Entstehen eines neuen deutsch'», ober rofi-.ischen Avfstarde? in Oberschlesien m't sich bringt der Anig.tz zu Konskikten zwischen den Alliierten geben könnte. Die Aufgabe ber französischen Soldaten 'n Over^ schlesien sei wirklich peinlich.

England gegen Briands Derschleppungsmanöver. ,

Die Haltung her französischen Regierung in der Frage des Zusammentritts des Obersten Rate? zur Regelung der oberschlesischen Frage hat in Londoner politischen Krenen große Enttäuschung hervorgerufeit. Besonders die sreti , die Lord Enrzon nahestehe». zeigen sich, lebr wenm be­friedigt über die Verschlevvnngstaktik Brmnds. -i. gen' auS einem Artikel desDailn Telegraph" hervor, in dem es heißt, daß die PariRr Meldung, wonach der Mnuster- präsident Briand den englischen Borichlaa wegen Gewao rung eine? SachverständigenanSschusses angenommen habe, was in London als sehr sonderbar betrachtet werden Wüßte, da es sich nicht um einen Mischen 'andern, um eine Anregung Briand? Kandlf Ein '^lch^ AnSnhuß könne feine Ausgabe schnn-rlich b'^Ende dS. -it^ f^"^n und daß der Gedanke, d-e Entscheidung über Oberschlesien biS zum Svtember anf-.utchwven, werde in England hlr sehr gefährlich gehalten. DaS Blatt erklärt, daß die ober- schlesische Frage ebenso wenig biS zum Herbst aukge'choben iverön dürfte wie die Frage derAukhebung derSanstione».