SOlüchleenev Zeitung
Schlüchterner Kreisblatt - Schlüchterner Tageblatt
Nr. 142
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Dienstag, 21. Juni 1921
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73. Jahrg.
Zeitung für eilige Leser. :
Die Engländer haben den Bormarsch in Oberschlefie« wie der ausgenommen.
Das Stabsquartier der polnischen Aufständischen ist naä Rybnik verlegt worden.
Die Meinungsverschiedenheiten zwischen England itul Frankreich über Oberschlesien bestehen fort.
Im Laufe dieser Woche wird die beleische Negjerng eine, Gesetzentwurf einreichen, der die volle Freiheit im Sande! tviederherstellen soll.
Die Macht der Sowjets in Rußland ist anscheinend im Sinke«, wozu auch der Zwist zwischen Lenin und Trotzki beiträgt.
Line bedeutungsvolle Rede des Reichskanzlers.
Am Sonntag weilte der Reichskanzler beim Deutschen ^ewerkschaftsbund in Essen und sprach über das Londoner Ultimatum und seine Erfüllungsmöglichkeiten. Linksrabi- kale Elemente vermochten mit gefälschten Karten sich vorder Eintritt zu verschaffen. Da aber der Plan, die Versammlung zu stören, rechtzeitig bekannt geworden war und eine strenge Zugangskontrolle ausgeübt werden konnte, kam es sucht zu der zweifellos beabsichtigten Störung. Der Reichskanzler wurde bei seinem Erscheinen lebhaft begrüßt. Seine Rede war aus die Grundsätze gestimmt: Durch friedliche Arbeit zur Freiheit und zu neuem Wohlstand zu gelangen. Obwohl der Kanzler die furchtbare Lage Deutschlands rucht ('erkannte, trugen seine Ausführungen, die ganz vereinzelt frier und da auch mit einigem Humor gewürzt waren, ein hohes Mqß von Optimismus, und seine Rede fand stürmischen Beifall.
Der Kanzler berührte insbesondere die o b e r s ch l es i s ch e Frage und sagte u. a.:
Oberschlesien und die Annahme des Ultimatums hat einen inneren Zusammenhang insofern, als durch die Annahme des Ultimatums der Weg frei wurde zur nachdrücklichen Betonung unseres Rechtes, das auf den Bestimmungen des ssriedensvertrages beruht. Wir verlangen Oberschlesien als Ausdruck des demokratischen Willens der dortigen Bevölkerung. Die Wunde würde sich im europäischen Leben nie schließen, wenn der Gedanke der demokratischen Freiheit und der Selbstbestimmung verletzt würde. Ein Brandherd für ein ganzes Jahrhundert müßte aus Oberschlesien hervor- ioderir und es bereitete sich eine neue europäische Kataftropl^ vor. Europa kann eine zweite große Katastrophe ohne Zu-^j lammenbruch der,(htIteLnM&_m£lir-litiS*l*<^^ .tz°rMe^awke7 dust-htnfichtliÄ Oberichlenens ein ..faires Spiel" betrieben werden muß, hat bereits in der Welt Wurzel ae- iaßt. Warum zögert man denn? Die polnischen Aufftän- i löschen haben nicht nur das Recht Deutschlands angegriffen, sie haben die Alliierten selbst anaearissen. Darum rufen mir 18 hinaus '« alle Lande: Es w'"-de für die alliierten Mächte kin verhängnisvolles Zeichen sein, wenn sie den Gedanken; des Rechts und des Friedensvertrages nicht rasch und bald indaültig zum Siege verhelfen würden. (Beifall.) ,
Gestern noch erzählten mir einige Flücht inge, wie bie | Deutschen zu Tausenden über die Grenze strömen, um in ihrem deutschen Vaterlande das Leben zu retten. Ist das der Neuaufbau Europas, nach dem sich alle Völker segnen, wenn tin kleiner Diktator nicht zurückgehen will vor den Millio- »en Bajonetten, die die Alliierten zur Verfnaung haben? ISehr gut!) . ,
Nun zu den ,
Reparationen.
Wir sollen zwei Milliarden an festen Annuitäten >no Jahr zahlen, wir sollen 26 Prozent der Ausfuhr bezahlen, und- wir sollen drittens dazu die Veiatzunaskoste« tragen, Die letzte Summe ist die unproduktivste. Sie trägt nicht bei zum Kieberanfbau, sondern schwächt unsere Wstnnaskr«st, genau »ie die Sanktionen. Sie sind ein Hemmschuh für den Handel mb damit auch für unsere Leistungen. Der Ruf geht hinaus' in die Arbeiterschaft aller Länder: Sorai überall fakur im demokratischen Geiste: daß das. was Deutschlands lab t, nicht zu unnötigen Ausaaben verwendet wird, sondern fast es verwendet wird zum wahren Segen für die werk- sätige Bevölkerung der ganzen natleidenden Welt. (Beifall.)
Werden mir’S schaffen? .
Sie fragen mich nun werden wir die zwei Milliarden! Gold aufbringen? In Berlin im Reichsfinan'ministerium lagt seit drei Tagen die Garantiekommiffion. Wir machen sie Bücher am, damit sie hineinsehen in unsere Kasse. um zu leiten, was wir leisten können und leisten sollen. Werden^ mir unseren Haushalt in Ordnung bringen? Heute bin ich in der glücklichen Lage Ihnen mitteilen zu können, daß die: Einnahmen des Reiches bereits im letzten Jahre über 45' Milliarden betragen haben. (Beifalls Eine Riesenleistung für ein Volk, das zusammengebrochen war unter dem Druck der ganzen Welt. Hand aufs Herz! Haben sie ein solches Ergebnis erwartet? Und dabei sind wir noch lange nicht am Ende dessen, was eigentlich hätte einkommen müssen. Es ist keine Demagogie, wenn ich hier in Essen erkläre, daß unter dem gervaltigen Aufkommen der Reichseinkommen- steuer
die Lohn- nnd Gehaltsempfänger an erster Stelle der Leistungen für das Reich stehen. Und ich sagte zweitens: Mögen die Herrschaften schimpfen über »rauche Erscheinungen unseres Lebens und gewisse Nn- taten. die geschehen sind: das ist
die größte demokratische Tat.
die geschehen ist seit Kr'egsende, daß die Lohn- und Gehaltsempfänger einen Teil ihres verdienten Lohnes durch den festen Abzug dem Baterlande zur Rettung zur Verfügung: gestellt haben. (Beifall) Aber nun kommt der Finanz-: minister zu allen und jetzt klopfen eben die 2* -rheben an alle Türen, und keine Tür kann sich verschl4 vor der großen Pflicht des Opfers. Und da stehe ich auf dem 2‘anb« Punkt: Wer sich entzieht, ist ein Verräter an unserem Volke, (Beifall.)
Nur nicht den Kopf hängen lassen. Im letzten Jahre haben die Betriebsverwaltungen abgeschlossen mit einem MM O, . ^ J^ so Milliarden
'Effsilllsesenfehlbetraq. Die erste Forderung zum Aufbau des Glückes und der Wohlfahrt ist eine geordnete und feste Staatsverwaltung und eine feste Regierung. Wir geben jewn die FreiheU seine Ansicht zu äußern, aber das sage ich in Ihrer Mitte: We^ die Gewalt erhebt in der freien Volks- reoublik, der soll auch leben, daß eine staatliche Gewalt da ist, um den Geist der Unordnung und der Zerstörung aus unserem deutschen Vorland auszumerzen. (Sehr richtig!! Ich habe unter schwere« Kämpfen erreicht, daß ein ^eil bei Notopfer« eingezo^-en «trb. Ich warne davor, uns in zwo Lager zu spalte«- Hie Onoletarier und Hie Besitzer von Gold werten? Ich bin überzeugt, wenn der deutsche Arbeiter und der Beamte sieht, daß alle Kreise unseres Volkes erfaßt werden, dan »werden auch sie zu dem unumgänglich notwendigen Opfer bereit sein, Es darff
Wä^ SltÄttrtlwtt^iHÄUlftt
aeben. Wir liefern 24 MiMonrn Tonnen Rotten an die
Alliierten. Was schreibt man uns «rf das Reparationskonto? Richt den Weltmarktpreis, fottbertt den Jnlan-preis. Wir liefern also eine Mehrleistung von 9 Milliarden Goldmark, wenn unsere Kohlen wett unter dem Weltmarktpreis stehen. Wir können solche Geschenke nicht machen
Es kann — erschrecken Sie nicht — 80 Jahre dauern, biS die große Last abgebürdet ist. DaS fei den Alliierten und ehemaligen Feinden gesagt: Wir wollen leisten, erfüllen, aber eines dürft ihr uns nicht ranben: Ihr dürft uns nicht die Hoffnung nehnren, daß unr durch Arbeit wieder unser eigenes Glück gewinuen können. Legt die Flinte weg, glaubt dem neuen demokratischen Deutschland? Dient aber selbst, die ihr in Frankreich und Enqlai^ die Macht in Händen 'habt, dem Gedanken der Freiheit, indem ihr in Oberschlesien und am deutschen Rhein dem deutschen Volke das alte Recht gewährt und indem ihr am Rhein freie deuische Männer in Handel und Wandel wieder über den Rhein ziehen laßt. (Beifall.) Der Wiederaufbau ist seine Arbeit nur für ein Volk, der Wiederaufbau ist das Werk der ganze» gesitteten
Oberschlesien.
Aybnik von den Aufstäudiqen besehk.
Das Stabsguartier der Insurgenten das st* bisher in Nansen befand, ist nach Rybnik verlegt, 600 bewaffnete Axs- ständische drangen in die Stadt ej». Der Fabrikbesitzer Eschenbach «nd ein Dorfpfarrer «nn-de» mißhandelt «nb verschleppt.
Der Zwölfer-An^chvß.
_ Am Freitag tagte in Oppeln der Zwölfer-AuSschuß vollzählig. Die VBehandlungen mit der Interalliierten Kommission meinen offiziell am Montag wieder rH>f<Tenom’men werden. Es kann schon heute fert*estelTt werden, daß Ste Decrt- fchen die Räururlug der von den Alliierten be^immten Zone durch den Selbstschutz und sogar eines weiteren Gebietes vorschlagen werden. Fsstchtlinge, die seit der Besetzung der Städte Rofeubxrg und Guttentaa eingetrosfm, berichten, daß diese Städte ful-chtbar geplündert imb mitaeuommen sind. In beiden Städtest sind auch sämtliche Geschäfte am Marktplatz vollständig Mrsgeräumt. Pleß würd« von den Engländern besetzt.
Die Engländer nehmen den Vormarsch wieder ans.
Die Engländer stehen wieder vor Beuth«« nnb Äönigs- hütte. In Rentheu sind sie in -i-Wcktche« Vororte aing»---- drungen. _2iu« , ^-»n-StrehlffOäiis hat rm Freitag it-M der allgemeine Vormarsch -er Engländer mit Aktiver« und Tanks begönne«. <
Das unteilbare Industriegebiet.
Nach Pariser Morgenblätter« scheint die Bespreche«« zwischen B r i a « d und Lord C « r,z o « in der griechischtürkischem Frage zu einer Formel geführt z «haben. I« der oberschlesische« Frage ergab der Sematag, daß die allgemeine« Meiuu«gsverschiedenheite« zwischen England und Frankreich ««vermindert weiter bestehen, sodaß die beiden Staats- mänmer eine ernsthafte Aussprache darüber gar «icht erst vers«cht zu habe« scheinen.
Die Folgen des oberschlefischen Aufstandes.
Laut dem „Temps" hat sich Deutschland außerstande erklärt, die restlichen Kohlen von 620 000 Tonnen seit 1. Februar nachzuliefeitn, solange die oberschlesische Kohle für Deutschland nicht greifbar sei. Dem „Temps" zufolge wird stdj der Botschafterrat am kommenden Dienstag mit der deutschen Weigerung befassen.
Das große Los.
18?
Kühlung von Karl Weisslag.
(Nachdruck verboten.)
Marum^ entgegnete der Schlosser, „weil ich nicht konnte. Ach saß in der Büttelei. Wo? das sage ich ein andermal. Aber wie ich dahin und wieder her- euSgettommen, das muß ich erzählen.
Lange ging eS mit meinen kritischen, naturhisto- rischen Bersuchen gar trefflich. Hier und da zwar mußte ich igaare lassen, denn eS fand sich manchmal, daß, wenn ich über allzu tiefem Forschen eingeschlafen war, oder mich durch die himnilische Kraft meiner Geister in seliges Vergessen meiner selbst gezaubert, daß ich mit leerem Säckel erwachte, doch das alles hätte mir noch nicht geschadet. Was mir aber den Rest gab, daS war ein Philosoph und die Justiz.
Wie ich einst so den schönen Rhein hinauf ziehe, gesellt sich zu mir ein gar stattlicher Mann in alt-
deutscher Tracht, mit herumhängendem Jot Halse und respektablem Kittel. Ein Wi
.aare, bloßem _ . _______ ____ .jort gibt das
andere, und so erfährt er denn bald meine ganzen Umstünde. „O herrlich! trefflich!" ruft er, „Ihr habt die wahre Lebensphilosophie. Genießen, genießen, das ist der Zweck des Weisen. Sagt'S nicht der unsterb- liche Schiller mit dürren Worten in seinem göttlichen Gedichte: Auch ich ward in Arkadien geboren? Sind «S nicht Narren, die bloß hoffen und entbehren, und nicht drei doppelte Narren, die gerade dieses schönste Eer Meisterstücke dieses großen Dichters aus seinen Werken hinwegwünschen, weil darin der, jeden gewöhn- Uchen Menschen mit hausbackener Moral und notdürs- ttßem Christentum niederschlagend, die klugen Lebens- schmeckcr aber erhebende Satz durchgeführt wird, daß
Koffer eben im Hoffen seinen Lohn dahin hat, « es dem sehnenden gläubigen Entbehrer, der darum
ven Genuß auSgeschlagen, am Ende mit dem Henker «edaukt wird? O, Hans Schwerlich, Ihr lebt in die wette, pnd wahrlich, Ihr tut gut daran! Denn wenn Poe nun genossen habt tlach der Möglichkeit, was hin- oert Euch, auch noch zu glauben und zu hoffest? Aber nur. mein Lieber, eins nur hierbei ist not, «äm- di.se »reite auch wie ein zu schlas-nd«- Goldblatt
zur nwaud fien Länge auszutreiben. Seht, dieses eine ruht — ckr Tstageu. Ihr trinkt erklecklich: das alles kommt in ben Magen, aber der müßte ja von Eisen sein, wenn er nicht endlich nachgäbe. Wüßte nun einer daS Arkanum, dieses wichtigste Gefäß deS Menschen, »lese Hauptresidenz, von der alles vhhfische und mo- ralische Gute und Schlechte, alles Große und Erhabene, ausgeht, dergestalt zu inkrustieren, zu vergla- sen oder zu verzinne!!, daß er dauerhafter als BockS- leder, leibst von Scheidewasser nicht angegriffen würde: seht, gegen den wäre doch Hufeland, der Euch die bitteren Tropfen der Mäßigung und des Entbehrens vor- Istiretbt, nur ein Stümper! und seht, Schwerlich, ber Mann bin ich!"
"2hr," rief ich erstaunt, „Ihr habt dieses Arkanum erfunden? O so teilt es mir mit, ich will Euch vergelten, reichlicher als die naturforschende Gesell- schaft zu N*", die einen Preis von hundert Talern auf Die beste Beantwortung einer Frage setzt, be-en Erforschung Tausende kostet."
„Kommt Zeit, kommt Rat," entgegnete der Philosoph. „Ja, ich habe eine Magengoldpechtinktur erfunden, Die auch dem allcrrasendsteu Säufer ein Leben von wenigstens zweihundert Jahren sichert. Aber ich bln arm, und zur Bereitung der Tinktur, die eigent- lich der allerreinste Extrakt des feinsten Goldes ist, gehört Geld."
,A wenn es nur dessen bedarf," rief ich, „Geld hoVe ich," — und daß ich's kitrz mache, wir tun uns zusammen, leben herrlich und in Freuden, ein hundert, tous^d Taler nach dem andern wandert zum Phtloiophen, und die — göttliche Magenpechgoldtinktitr, die nun in kleinen flimmernden Fläschchen zum Vorschein kommt, macht mir, statt den Magen zu stählen, nur Elend und Katzenjammer. Wie ich nun des Dinges am Ende überdrüssig werde, finde ich eines Morgens meinen Koffer leer, und der Philosoph war über alle Berge.
Statt mir zu helfen oder Mitleid mit mir zu haben, packt mich nun die Justiz, wirst mich als angeblichen Teilnehmer an den Gaunereien des Betrügers in die Büttelei und läßt mich sitzen, bis der Rest meiner Habe verprotokolliert und verdeffendiert ist. Wie ich rein war, entließen sie mich als einen un
nützen Kostgänger, bet Betrelvogt gab mir noch er der Grenze gute V.u mahnungen, und so blieb den, auch mir weiter nichts übrig aW in# f»cVergas-."
„Ihr armen Brüder!" jauva^re «UwettM. ,,jy^ trug von innen und außen, b*« »er zu viel, da munter ihr zugrunde gehen. 91ber fusjec Mut. Ihr habt w4. Treue erwiesen, als ihr mich elend glaubtet; ich v^n euch wieder Treue erweisen. Hier sollt ihr euch <u ■ Ruhe fetzen, ich will für euer Tlablissement sorg-, und indes, bis alles fertig ist, seid und bleibt ■ mit sieben Gäste."
- L- ^ lich! herrlich! und tausend Dank für oeinc L'ebc!" riefen die Hochbeglückten, und freundlich wurden die Brüder in Engelmanns gastlichem Hause gehalten.
Aber schon den andern Tag zuckte mrd ztvickte eS dem Schneider in den Gliedern, wie verhaltenes Quecksilber, und er tourbe immer unruhiger. Unaufhörlich schaute er zum Fenster hinaus, oder staub an der Türe.
„Was ist dir, Bruder Zickel?" fragte Gottlieb teil- nehmend.
„Ach!" erwiderte der Schneider, „es ist nicht möglich — ich fann’S nicht unterdrücken, nein, eS leidet mich nicht, es treibt mich unaufhaltsam in die Welt, wieder hinaus inS freie, lustige Handwerksburschen- Tebeu. Ich kann wahrhaftig nicht hier bleiben, ich umg wahrhaftig wieder fort."
„Sei fein Narr!" entgegnete Gottlieb, „bleibe im Lande unb nähre dich redlich!"
„Im Lande will ich bleiben," erwiderte der Schneider. „auch redlich nähren will ich mich, aber still fitz-.':: in ruhiger Philisterei, das kann ich nicht, darum ' mich wieder wandern, Bruder Gottlieb, ober ich - gehe in Herzensangst und Bangigkeit."
„Nun denn," zürnte Gottlieb, „du unverbessecl!. ? Bruder Liederlich, wenn'S Denn unmöglich ist, daß du in dieß gehst und ein solider Mensch wirst, Wenn'S unmöglich ist, dich hier bei mir zu behalten so ziehe >n Frieden. Hier hast du hundert Taler Reisegels, hundert Dukaten aber bleiben Dir aufgehoben, wenn du dich irgendwo' zur Ruhe sehest. Die erbälst du baun, aber --her nicht einen Groschen."
«Fortsetzung .