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Ser Leipziger Kert-ttprckfil,ti>t.

> Im LondonerObsciver" schildert ein englische: öeugi, der an den Leipziger Verhandlungen teil, genommen hat, feine Eindrücke, und zwar beschäftig! £f M im wesentlichen mit der Person heb deutsche« feorsthcnbenSDr Schmidt, dem er uneingeschränktes f gr ?0^°0^- Der Engländer schreibt:

rvort^' - ^thmidt lag die ganze Schwere der Veranti S t,,^' ^«O^n Rechtsparteien und die reaktwuäre hatten g^gen die Leipziger Verhandlungen mobil ge= ^ «atonalen Leidenschaften waren in Wallung ge. I^w^^ !?thMlör hätte es daher in seiner Macht gehabt, mer£ nnv^ für,Me Anhänger des alten Regimes zu

^? er= konnte auch andererseits durch stürmische Angriffe auf das deutsche Militärsystem mit den Revo- ffmomir-n liebäugeln. Wr in Wirklichkeit kam es ganz

L.^^t^E^öe, daß ich nicht optimistisch war, alß ich Dr. S?e" Ä ^le lab. Er sieht sehr ernst aus Sein ^rhalt-n den drttt,chen Zeugen gegenüber war for- n. ^^ö steif. Aber schon nach kurzer Zeit sah £$ u^" ^ef«n Aeutzerluhkeiten den wahre» Menschen, «ach der Vernehmung des Engländers Parry im ersten ^^.^"-" ^"^ stch der Angeklagte zu der Zeugenaus- l*sAr5T "^?^?l ®r ^Esiritt alles mit dem Würtlei«aus- Ü-Hchloffen!" Neue englische 3r Heynen blieb dabei, daß die 3'

ivnJ^sr v ^?5 englische Zeugen wurden vernommen, bie Zeugen gelogen hätten. Jetzt Schundt böi-, feine Augen blitzten und er hat magnetrsche Skuge« und er wies Hennen zurechtSie tonnen die,e Aussagen nicht einfach best reiten; dieser Mann darry zeigend) ist durchaus ehrenhaft, er sagt die

Es war keine Feigheit oder der Wunsch, den Engländern gefallen, was zu der Verurteilung der ersten drei An- ^klagte« führte, es war einfach das Bervußtsein: der Ge- ^swtigkeii mur; chr Lauf gelassen werden. Die Tatsache, daß die ..»geklagte« durch deutsche Richter verurteilt wurde« ist wichtiger als hie Strafe selbst, auch wenn sie noch höher als « bresen.Fallen gewesen wäre.

Tag für Tag hatte Dr. Schmidt die Last dieser Ber- ^^»«gen zu tragen. Von morgens 9 bis 2 Ubr und von aber auch 8 Uhr aber noch später tagte der Ge­richtshof, und neun Zehntel ber Arbeit kam auf Dr. Schmidt Aber er bewahrte immer die gleiche Geduld und seinen guten Humor. Der Kontrast zwischen ihm und beut General non Framecky, dem Bollblutpreußen, stach in die Augen. der Aus'age eines englischen Zeuge« wandte sich Dr. Schmidt an den Angeklagten Neumann um eine Erklärung. xD^s ist der Mann, der mit Weibern poussierte/ entgegnete btejer ideale Gefangenenwärter, der solches Verhalten mit Kolben,totzen gerügt hatte.Na. na," meinte der Präsident, ^r ist etn Mann, das ist wohl nicht so schlimm/

Eme ganze Anzahl der englischen Zeugen beklagte sich vor Gericht, weil sie keinen Kafffe bekommen hätten. Nun muß man bedenken, daß während der Blockade während des Krieges kein Mensch in Deutschland Kasse trinken konnte «nd daß auch jetzt noch minderbemitteltc Schichten sich dieses Getränk nicht leiste« können. Ez wäre nur menschlich ge­wesen von Dr. Schmidt, wenu er die Geduld verloren hätte oenn auch er konnte während des Krieges, genau so wie alle Anderen keine« Kaffee trinken. Aber er behielt die Ruhe!" m.

Der Lebemann von zwanzig Zsbren.

' .Der zwanzig Jahre alte frühere Diensianfänger Kurt ÄTT*r? N^kEKkW d--.B---imr tak. kartenausgabe des Anhalter Bahnhofs zu v-rantwori^^c ' Anaeklaete den der Staotsanwalt als ein rechtes Kriegs- gewächs bezeichnete, entstammt einer achtbaren Beamten- familie und hatte nach der Entlassung^ Dom JffMttar da Glück sofort eine Beschäftigung als Dienfianfanger am »< Halter Babnbof zu bekommen. Dort wurde er der Fahr­kartenausgabe zugeteilt, die er alsbald zu semer 'Bank machte, die ihm jederzeit daS notwendigeBetriebskapital gut Verfügung stellen mußte. , -. -

Dies bewerkstelligte er dadurch, daß er in ganz raffinier' ter Weise den eisernen Blockbeständen für Fahrkarten heim, kich Fahrkarten entnahm und sie nach und nach verkauft^ Las allein genügte ihm aber nicht, vielmehr machte er. auch die Tageskassen durch heimliche Zugriffe seinen finanzrelleft kedürfniffen dienstbar, unb diese Diebstähle wußte er wiever durch Fälschungen zu verdecken. Er meldete sich dann eines Tages 'krank, lieferte den Bestand der Tageskasse im Betrage von 100 000 Mark nicht ab und verduftete. Es wurden bann Unterschlagungen im Werte von über dreiviertel Mil­lionen Mark festgesetzt. Wie sich jetzt ergab, war der Ange- Hagb in schlechte Gesellschaft geraten, hatte Spielklubs, Rennplätze, Weinrestaurants usw. besucht und schließlich ein Liebesverhältnis mit einer zwölf Jahre älteren Frau unter­halten, mit der er in Saus und Braus lebte unb unglaub­lich viel Geld ausgab. So bat er mit ibr eine Vergnügungs­reise nach Swinemünde gemacht unb allein für Amofabritn 'i8glich Hunderte von Mark ausgegeben Der M'twifferni Salier dieser Lebensfreuden konnte nicht nachgewiese» werden,' daß sie von dem unredlichen Erwerb der verausgabten Gel­der Kenntnis gehabt hat. Bei der Verhaftung des Angeklag- ien wurden in seinem Besitz noch 89 000 Mark voraefunden» Entgegen den Ausführunoen des Staatsanwaltschafts be^ stritt Rechisanwalt Dr. Cassel das Vorliegen der Beamten- Eigenschaft und erbat für den noch sehr jugendlichen Ange-j klagten mildernde Umstände. Die Geschworenen entsprachen diesen Anträgen. Der Angellagie wurde wegen fortgesetzter Unterschlagungen ul Tateinheit mit fortyfiht't Untreue z« zwei Jahren Gefängnis unter Anrechnung von elf Monaten stintersuchungshaft verurteilt. m-

Dessau. sGemäldedieLstahl.) Auf dem herzoglichen Schlosse Wörlitz bei Dessau schnitte« Einbrecher mehrere wertvolle Originalgemälde aus ihren Rahmen. Dr« D'«be entkamen unerkannt.

. Wiesbaden. lS ch n e l l e r w i s ch t.) Diebe stahlen nachts <u5 dem Hotel Lindenhof Geld und Schmucksachen für 80,000 Mk. Sie sind jetzt eumittelt, es sind der 21fahrige Arbeiter Gommer, der 24jährige Taglöhner Neumer aus tzobheim, der Chauffeur Ettingshausen aus Marburg hat ie Wertsachen vertrieben. Alle drei sind festgenommen.

Bad Homburg. fZusammeukunft von Korp»- .deuten.) Samstag fand im Hrefigon Kurhaus eine ufammentunft alter und junger Korpsstudenten statt, zu Kommilitonen aus Frankfurt, Gießen, Heidelberg und bürg ein trafen. Auch ein Ausflug nach der Äaalourz,

! Ver »we^f>

| Nach eintägiger Pause n die Verband um--'- gea - den Vandenfitdrer Max gestern wieder ionac-' !!>ach Ero'fnunq der Verdaten durch den Borst"enden. LandgerichtSrat Braun stellst!,ra^ Broh den Aniraa. dem Angeklagten zu gestasie Gesangenenkieidnng ge­legen und die eigenen st anlegen zu dürfen. Die Staatsanwaltschaft ba' dstraa abzn ebnen, denn es liege gar keine Deranläffpor. mit dem Angeklagten Hölr eine Ausnahme zu ir

. Hölz meinte: Ich brsn-in- eigenen Kleider nhh OÄ betrachte meine Gesan kleidung als ein Ebrenk r d des revolutionären Proletc und schäme mich ihrer nicht. Wenn sich jemand schämerst. bann ist es das Gericht. Zch habe aber noch einen 'ch. Es werden hier nur die bürgerliche Presse und i^halter zügelnsten. Ich bitte barer zu sorgen, daß »pas Proletariat hier bereitn kommt, da es sich «m eine-oletarier-Prozetz handelt und nicht um einen bürgerlich Der Vorsitzende ersucht Hölz, sich in seinen Ausdn -« mäßigen.

^ Hierauf wird die Bewitnabme fortgesetzt. In zwei, rrallen von Erpressungen uvtet Hölz. daß nicht er, ivndern andere auf feinenmen solche begangen hätten,, während er die Erpreffum Direktor Baust in Ammern dorf zugibt.

Nach weiteren Zeugenvhmunaen wird in die Beweis-, aufnghme in der Ermounq des Gutsbesitzer» Hetz durch Sölz einge-'u. Dabei kommt es zu er-z regten Szenen. Höerklärte: Mir kann es ganz Aleich sein, ob es denSerickt ael'ngt, mir einen Mord nach.zuweisen. Taen wisse er ganz genaue ihn, wenn es de-Gericht nicht gelingen sollte^ tnm den Mord nachzuw«. die bürgerliche Gesellschaft^ dieies Pack von AuSbeui und Meuchelmördern, durch Meuchelmord beseitigen ide Auf die Entgegnung be£ Borsitzenden, Hölz ne keinen solchen Unsinn reden^ schreit der Verteidiger J-zrat Brod dazwischen, das fei retn Unsinn, man möge Gareis, Sylt, Liebknecht usw. denken.

H ö l - brüllt nunmehr« Vorsitzenden an, er möge nur -«geben baß ez ihm alsllitglied der bürgerlichen Para. sitenge,ellschaft höchst anpehm wäre, wenn er, Hölz, e< Mordet würde. Als der lrsitzende dies als dummes Zeug bezeichnet brüllt ihn! mit den Worten an: Sie haben doch den Auftrag, mich wen Mordes zu verurteilen. Leug­ne« Sie es nicht. Waru^ lasten Sie den« nur ihre bür­gerliche Parasitenbande, r Ausbeuter und Aussauger in den Saal hinein? Weil (je Angst vor dem revolutionären Proletariat haben. WeSllb umstehen Sie sich denn mit "«er bewaffneten Macht? Weil Sie einen Mord konsturie- ren«iUn^ nrich erledigen vUen.

Nachdem der Bor si tz « d e ihn zur Ruhe ermähnt uns erHart hatte, daß nur Zrgen für das Gericht maßgebend lere« äußert sich Hölz ü-r d'e Erschießung Heß'. Er be­hauptet, an jenem Tage berhaupt ohne Waffen gewesen zu i?in. Der Vorsitze« e 'bemerkt, daß Heß vor seinent HAuse von elf Kugeln ctrossen worden sei. Die Zeugen hätten bekundet, daß fiöi selbst den erste« Schuß abgegeben und dann den Hund des^.-ß erschollen,, sodann noch einmal AufHeß gefeuert habe md schließlich die Salve hätte ab.

uffe«, / - i.^>H»iL'ri'^L t l n^jS '

f Ein neues Quartal

alle, die die ^-su-»»K»<»«.r ^-»«>t.^tSeleaeuLett, eigenem ständigen Bkzuge her kenne», zn einem Probe- ahonuemevt für das nächste Vierteljahr etvzulade».

Man stelle sich nicht auf den für die heutige Zeit '

Lberlrhtkn Stor-dprmkt, daß im Sommer das Zettungs-

lesen eine überflüssige Sache sei und man erst im. .

. Winterhalbjahr Lomit ansangen moPe. Unsere heutige .

Z-it ist so reich aa täglichen Erlkboisten, so aufge­wühlt i» der Gistatung aller Dinge und wechselvoll in ihren Erscheivurgiv, daß das ständige Lesen einer ' Zeitvvg zu einem L-bevserforderniS für jeden Men-1 1

schen wird, der nidi blindlings in der Welt herum»

, läppen will. Uni gerade weil tu alle diese Zelter-, , eigniffe die VerhäEe der engeren Heimat m-hr als je hillkivspirlev ui teilweise sehr einschneidend von ihr berührt werde: gerade deshalb ist es ferner' ein Haupterfordervt, statt der entweder farblosen

1 oder auf einseitig politische Parteihetze eingestellten. .

. Großstadtpreste ii-ter daS Lokalblatt der engeren 1

Heimat zu lesen. Das ist für Stadt und Kreis |

Schlüchtern nur b:Schlüchterner ZeUuvg^, die fest ¥ auf dem Boden be Heimat wurzelnd, in erster Linie j den Interessen der letzteren dienen will und in dieser $ Hinficht ihre Ausgie bieder vorbildlich erfüllt hat. 1

D^" Probenckmern werden in der Geschäftsstelle | > auf Wunsch urer-yltlich abgegeben. *^Q 1

bet den Postanst

Zum Bezüge Kr das dritte Vierteljahr 1921

(JuU, August, S-^mber) bitten wir, bte Bestellungen . bet ben Post anst achr oder bei den im O^t verkehren-

, ben LandbriefttäB sogleich zu biwirken, damit in der Zustellung tet Unterbrechung etutritt. Siehe Bestellzettel auf tei ltet n Seite dieses Blattes.

Fertag U Schlüchterner Zeitung.

jttara Zekkin vi der posMchen hoffte! seff-r-k-offo«« ^et»at^»^nr^^ 'vird, wurde die kommunistische SoS^£f*aTa ^n luf ^ Durchreise nach Moskau, wo sie« Vonnreß der Drillen Ini-i-natlnnat- ^'unebmen bee-hüat in Niga non b-r dorliaen poNii. s. n. ^Ezei vertei -,»d einer Visitation unter,oaen. Auf ^n^sosm-i erfola Protest d°8 deutschen ^schäslalräaerS ^^«.a"^'^"^mfnffterfum wurde Frau Zetkin nach mehrstündiger sshaliung freigelassen.

~ Allerlei Randbemerkungen von A. Th.

Der Wandel der Zeiten, der in den letzten Jahre« t^. treten, hat sich natürlich auch auf die Anschauungen der gend erstreckt. Jugend will sich bewegen, will der KrästM, Luft schaffen, und darum blühen jetzt mehr als früher, der Militärdienst die Kräfte in Anspruch nahm, die «ei^. Übungen. Diese gesundheitfördernde Tendenz und bei wichtige Spieltrieb des Menschen einigen sich dann 5lUn Sport. Auch sonst sind in der Jugend noch einige Slenbentg. -gen festzustellen. So ist der Verkehr der beiden Geschlecht, inriteinanber gegen früher freier geworden: ob dies N Stutzen oder Schaden, ist schwer zu sagen, es hat sein M Und Wider. Auch in dem- was die jungen Leute lesen, haj m Manches geändert. Daß die Klassiker weniger gelesen wer Den als früher, hat teilweise seinen Grund darin, daß tz Picht mehr so spottbillig sind wie einst, es liegt aber auch M, an der wachsender: Neigung der Jugend für naturwiße»- schaftliche und technische Dinge. Bei der jüngeren Geneiz- Zon ist das Interesse an den Jndianergeschichten den Deich tinabenteuern gewichen. Reisewerke werden wie immer aM|1 gelesen, und eine kleine, aber stets sichere Hörerschaft fiMi, Die Philosophie. Weniger erfreulich als dies alles ist je^ die Neigung nicht weniger junger Leute, zufolge dem Wi« Sprüchlein: Wie die Alten jungen, sto zwitschern die jungen, (allerlei Geschäfte zu machen. So finden sich denn unter ta Jungens nicht feiten ganz gerissene Spekulanten in Briej. (matten und ähnlichen Sammelgegenständen. Da sind uii denn doch die bisweilen etwas derben aber ehrliche« Sport ler und Wandervögel lieber als diese jugendlichenGeMz- talente". Zu mehr Geld werden es die letzteren freilich wohl bringen, aber davon hängt ja der Wert und das Glück bei

Menschen nicht ab.

*

Eine der Plagen, die sich die Menschen selber schaffen, eine Quelle häufigen Aergernisses ist das Trmkgeldunween. M weiß man, ob man zu viel oder zu wenig gibt, man will fit nicht de« Vorwurf der Verschwendung, auch nicht bett te Geizes machen. Der Angestellte selbst, der Kellner und Hauz- diener, fühlt sich ebenfalls unbehaglich, wenn er seinen M nicht von seinem Chef, sondern von einer Anzahl fr* Leute erhält. Die Mißstände, die das Trinkgeld herbetsühi^ ten, sind ja bekannt: her Angestellte bevorzugt ben Gast, kt hohe Trinkgelder gibt, er duldet Uebertretungen von ges-d- lichen Verordnungen, er Übertritt Arbeiterschutzvorschristei, er umwirbt und belästigt ben Gast. Dies tun ja freilich nur bte weniger guten Elemente der Angestellten, daneg-n w- Pftnbcn die Anständigen und Ehrffebenden unter ihnen dich Schäden peinlich. Nun hat man ja freilich das Trinkgeld­unwesenabgeschafft", aber siehe da, es heißt wie in dem if kannten Liebchen:Vet lewet noch!" Es ist eben nicht tob zukriegen gewesen, und zwar besonders auch wegen einer ge­wissen Trägheit und Feigheit mancher Leute, die doch eigev lich ein Interesse daran haben sollten, außer den stöberen B-reisen, in die das Trinkgeld schonhineinkalkulieit" ist, noch ein Extrageld zu zahlen. Die Gesellschaft für W Reform ist ja bemüht, wie andere Schäden so auch dies« auszurotten. Aber wird's ihr gelingen? ,

Die Möglichkeit, auf dem Lebensmittelmarkt uncrW Gewinne einzuheimsen, ist nun, nachdem die Zwenq-Mw schaft aufgehoben wurde und einigermaßen normale ww Nisse eingetreten sind, so ziemlich vorüber.Man muß Konjunktur ausnützen!" Dieses Felbgeschret der »», bei dem dann auch stillschweigend mit galt:Man muß iem Mitmenchen ausnützen!" ist jetzt beinahe v-ritumwt. soll auch nicht wenige Schieber geben, die sich mit boöbe* len Lebensmitteln eingedeckt haben und nun auf ihren

sxr^ÄiB»?^^13#^^ wenigsten auch stadtiichenLebensmittelämtern. Es sei da nur an baßglan-nde" Rersgeschäst erinnert, das die M ^stkfurt gemacht hat: da hat die mainländffche Großslait " 'wönes ^tück Gelbzugebuttert". Auch zwei Firm«, der ^ebensmittelbranche in Frankfurt haben letzter Tage den Wandel der Dinge bestätigen müssen: der Pleitegeier der schon seit einiger Zeit über ihren Häusern schwebte, ist m herabgestoßen auf seine Opfer. Bon der einen dieser Firm hat eine Frankfurter Bank allein rund eine Million zu so

^h?1 Beweis, daß es nicht immer zu ben Höchi 'sten Genüssen gehört, Bankier zu sein die Passiven der ^rWa belragen, mehrere Millionen, die Aktiven sind glÄ ' Null. Aber bte andere der beiden Pleiten soll noch fetter i* Der Inhaber der zweiten Firma huldigte dem Spruch- "f/ben rrnb leben lassen", er soll täglich für seinen perich lieben Bedarf ein- bis zweitausend Mark verbraucht hab«'- Da zerbricht «ch wohl Mancher den Kopf, wie es ein M-M ber boeb auebmur e inen Magen hat, fertigbringt, mit diese» Vetrag täglich aufzuräumen. Freilich werden die Reitpferd-, r ^6^- dabei auch mitgerechnet sein, denn das biß­chen Theaterbesuchen -nachts ja nicht: der Herr war nämlii wor oft, bte mit großen Brillanten besetzten Finger tüchtig auAgespreizt, in den L<>gen zu sehen.

*

Großes hat daS menschliche Geschlecht geleistet in viele! Dingen, und eS kann stolz darauf sein. Aber wie bald muß dieser Stolz srch verkrümmeln, wenn man gewisse Punkte b- ruhrt, die auch menschlich, nur allzu menschlich sind. Dar«

^ auch das Kapitel Wunderdoktor. Wer seine Stfeiber beim Gärtner und seine Schuhe beim Zimmern-»" machen lassen würde, den würde man auslacken, aber fei« Gesundheit vertraut man dem Nichtswisser und NickiSkönn« au- Aber eins wissen diese Propheten doch: daß die 28c» l» trogen sein will, und eins können sie: mit großer Rede­gewandtheit und sicherem Auftreten öle Leute übers Ohr M^' drangen sich z. B., um von dem HornburM' Wunderdoktorbehandelt" zu werben, Tausende. Glücks ^r^"»^' ?^ ?ie Wundervilla eindriirgeii. Hock>«' ^ /A Et steht derjestneibig" aussehende Mann vor 6« niAia «?^^^ eine Ansprache, die an Selbstbewußt^ ubrtg läßt: seine energische" Sprache u«6 ^Ä,^^endes Auge verfehlen da nie ihren Zweck- erteilt erben allgemeinen Segen" und fdst ^1 - '"" den Worten:So, jetzt sind Sie geheilt." Jeder M-»

6^ ^ vielen Krankheiten die EinbildE

Rolle spielt. solche Leiden kann bet Wunderdoktor Äw übergebenb kurieren: ein der Seilsuggeßtou funbiger 9trjt freilich macht dies viel sicherer und gcwM' bo^ftnh^r ÄE?i*f ""^ «och viele Krankheitenn5 s^r,^>-/'E-Zefahrltchsten die werden durch Aufs^ -chlinrmer. Wenn da nun solch ein geistig armer Krank-l -e-n Vertraue« auf diegöttliche Wuuberkrast" setzt, mit M ^ f-^o'T1 Eharlatanbegnadet" ist, dann verschlimw«

'«" Ä^"' ««* wenn er nach Empfang des .W^ ist iTLi? 3^ ^rtnatbefprecbnnfl zugelassen word-ss 1L ,n "eiß ja, daß Schäfer Ast der arößte Ritterguts «mft^^-^E.R^ruch geworden ist. Der besann» droh Bock hatte fei«r?.eit

Einen medizinischen Brieffaft« ci»genchl«t. äF^^"Ä-Ä Ä'Ä* --SSSAGWA