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«-iüaSpretS vorauSzahlbar vierielj durch die Bost Mk. 12.—, Träger Mk, 10.80, bei unS abgeholt Mk. 10.-. «rfcheint a« Wochentagen nachmittags. Druck u. Verlag < Hobmeifter, verantwortlich H.«L Hohmeifter, Gchlüchtrrn. »tn^nf S5. SrfüüungSor» für den gesamten GeschästS- * srckehr mit der Mrmr, Schlüchter«.
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Zeitung für eilige Leser.
Bon petfdHebenen Seiten wirb übereiNstimmend gemeldet, daß Dr. Walter Rathen«« das ihm neuerdings angebotene Amt des Wiederansbauministeriums am Samstag angcuvm- me« habe.
Der Präsident der chinesische« Republik, Guuyatse«, wurde aus Anordnung der chinesische« Negier««« von Peking verhaftet. Man glaubt, daß -urch diese Maßnahme die Wieder- Herstellung der Orduuug in der Provinz Schautuug am schnellste« vor sich «ehe« wird.
I« Berlin fa«d eine gewaltige Volkskuudgebun« gegen die poluischen Greuel in Oberschlesien statt. Rund 120 000 Personen haben an den Umzügen und an der Ber- sannnluug selbst teilgeuommen.
Nach ben aus Salzburg eiugegaugeneu Berichte« fi«d «ach ben vorliegenden Meldungen von 68 210 abgegebenen Stimmen 67 533 für den Anschluß a« Deutschland abgegeben morde«. 677 Stimme« befanden sich darunter, die auf Nein lauteten.
Entwaffnung und Wiederaufbau.
Aus eine Anfrage des Michtstagspräsidenten teilt der f Reichskanzler mit, daß die Erklärung der Reichsregierung über ihr Programm am zweiten Verhandlungstage des Reichstages, also am 1. Juni erfolge« werde. Der Reichs- langer wird, sobald es die parlamentarischen Verhältnisse gestatten, am Ende der Woche eine neue Rundreise durch Süddeutschland antreten, um mit den Regierungsleitern über die durch das Ultimatum geschaffene politische Lage, ' insbesondere auch über die Entwaffnungsfrage Verhandlungen zu pflegen.
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aus itl. Ißt
Zu ben zwischen Bayern und dem Reich geführten Ber- !» U k Handlungen über die bayerischen Einwohnerwehren, wird | ber „Ttsch. Allgem. Ztg." von unterrichteter Seite mitge- | teilt, daß sich bei der Betrachtung der Angelegenheit nicht Bmehr das frühere ernste Bild ergibt. Be- der praktischen Durchführung der betrauend«« Maß««.,u^O^örtttl-« all-r- kdtngs Einzelheiten noch Schwierigkeiten bereiten. (Die i „Bayr. Staatsztg." erklärt dazu nach einer Münchener M«l- I buitg, die maßgebenden Stellen in Bayern würben so ent- s scheiden, wie es den Lebensnotwendigkeiten des Reiches und Bayerns entspreche.)
Wie die „Boff. Ztg." erfährt, wird zwar der rechte Flügel der Deutsche« Volkspartei beim Reichtskanzler wegen seiner geplanten Steuerpolitik opponieren, aber die Mehr- Hett der Fraktion für eine wohlwollende Neutralität z« gewinnen sein, wenn folgende Borausietzungen erfüllt würden: Besetzung der beiden noch freien Reichsministerien, also das der Finanzen und des Wiederaufbaues, durch Such- kenner. Ei«e Steuerpolitik, die sich von dem Dilettantismus der Erzbergex-Pertobe fern hält und den Bedürfnissen der wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung trägt. Umbildung der preußische« Regierung in der Weise, daß die Deutsch« Volkspartei in die bestehende Koalition eintritt unb im
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preußischen Kabinett entsprechend ihrer Zahl und Bedeu- stung vertrete« wird.
Zu der von Stiern atm in einer Versammlung in Bern- burg befürworteten Bildung eines nach rechts strebenden Bürgevblocks bemerkt das Blatt, die Frontstellung „Bürgertum gegen Sozialismus" sei das Verderblichste, was Deutschland bei der Notwendigkeit gemeinsamer Arbeit widerfahren könne.
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Hesselbach war bet diesen Worten in ben Sorten getreten. Herbert hatte sich nun aufgerafft Er sah es ein: hier konnte nichts mehr verborgen bleiben. Fast war er dem Geschick jetzt dankbar, daß es wenigstens ihm bie führende Rolle in dieser Angelegenheit aus ber Hand wand.
, »Herr Bester Hesselbach, mein Chef," sagte er wie erklärend zu den beiden Frauen, „und hier, Herr Doktor, Fräulein Edith Willstadt, die Tochter bes Herrn Hauptmann» Otto Willstadt, und Frau — Frau Lilian —"
Er zögerte eine Sekunde. Wie sollte er st» nennen T „Lilian Willstadt, geborene Aldermore", ergänzt« Luian ruhig. Sie hatte ihre Unruhe bemeiftert und beherrschte auch jetzt noch die Situation mit der souveränen Leichtigkeit der geübten Weltdame. Nur noch blässer erschien ihr Gesicht, die Züge schärfer al» sonst.
,, -Aldermore?* frug Hesselbach zurück, während er
„Aidermore?" frug Hesselbach zurück, « lchon gelassen als müßte es so fein, den Weg
schon gelassen als müßte es so fein, den Weg gegen das Harw zu einschlug — .Hm —"
Er pfiff zwischen den Zähnen. Sie Sache war ja K außergewöhnlich interessant! Da» also war Frau rmore, die wegen ihrer Spielabende verdächtigt woroen war! Und Ramin hatte gesagt, sie fei verreist? £te weitere Untersuchung wolle er sich selbst vorbehalten? und hier tauchte diese selbe Frau auf unter dem Jiainen „Willstadt?" Diese Frau, bei welcher der alte •Kamin schon in der Stadt erwiesenermaßen verkehrt
»Ich möchte, daß auch Herr Hauptmann Willstadt bei «" Unterredung anwefend wäre," sagte Hesfelbach, „um welaw ich Sie ersuchen muß. Gott, mein Fräulein/ er ®«nbte sich an Edith, die ihn mit angsterfüllten Almen onl«k »weshalb erschrecken Sie so? Setze ich aus wie
Gegründet im Jahre 1849
unter dem Titel
Aienstag, dm 31. Mai 1921
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Heftige Angriffer der Sozialisten gegen Kahr.
In der letzten Sitzung des Staatshaushaltsausschusses des Bayerischen Landtages kam es . zu heftigen Angriffen der gesamten sozialistischen Opposition gegen den Ministerpräsidenten. als dieser erklärte, daß er nicht in der Lage sei, die in Aussicht gestellten Mitteilungen in der Einwohner- wchrsrage zu machen, weil die Verhandlungen mit der Reichsregierung infolge der Abwesenheit des Reichskanzlers sich verzögert hätten und noch nicht zum Abschluß hätten gebracht werden können. Der mehrheitssozialistische Fraktlonschef fand es unbegreiflich, daß in einer vollständig klaren Situation die bayerische Regierung heute noch erkläre, oaß für Bayern die Sache noch teineStoegS gelöst sei. Er müsse verlangen, daß die bayerische Regierung in eindeutiger Weise Stellung nähme und sie die Verpflichtung, die die Reichsregierung durch die Annahme des Ultimatums eingegangen fei, auch für Bayern restlos durchführen solle. Der unab-
gängige über die
Redner schloß sich dem Befremden des Vorredners Haltung des Ministerpräsidenten an.
AaK Vriands nammerfieg.
Das Ergebnis der fünftägigen Kammersitzung ist ein MrfoIg Briands dessen Tragweite man jedoch nicht
überschätzen darf, denn schon in der letzten Sitzung während der Erklärungen der einzelnen Delegierten über ihre Ab- ......... aller über die Londoner
gmmung trat die Unzui eschlüffe, die ihren Ein'
die verzweifelte finanzielle
Lage Frankreichs ausüben würden, klar zutage, und das schwere Angriffe zu gewärtigen
Kabinett Briand wird neue, haben.
Der Führer der Radikalsozialisten, H e r r i o t, der Briand unterstützte, damit die Wiederherstellungsfrage endlich vom französischen Parlament erledigt würde, kündigte dies selbst an, indem er sagte, daß er selbst in der Frage der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zum Pa- titan schon in der allernächsten Zeit den schärssira Kamps gegen die Regierung aufnehmen werde. Während der letzten Stunden der sehr erregten Debatte drehte sich die ganze Frage ausschließlich um die von Deutschland am 1. Mai nicht gezahlten restlichen 12 Milliarden Goldmark, bezüglich deren die meisten Delegierten der Regierung Briand vorwarfen, sie habe sich diese Summe auf die Gesamtschuld Deutschlands aufrechnen lassen, wozu auf Grund des Friedensvertrages von Versailles keine Berechtigung vorgelegen habe.
Die Stimmen der Minderheit setzten sich aus den Kommunisten, den Sozialisten, sämtlichen Clemenzisten, einiger weniger Stimmen der Mittelparteien und aus der Rechten zusammen. Selbstverständlich haben alle Anhänger Forgets, Lefsvres und sämtlichen Royalisten gegen die Regierung gestimmt.
Umsturzversuche in Norwegen.
Die Regierung hat alle Maßnahmen getroffen, um trotz des kommenden Generalstreiks die Ordnung aufrechtzuerhal- ten und die Lebensmittelzufuhr sicher zu stellen. Der Generalstreik begann am Freitag und umfaßt 12 000 Arbeiter. Die Eisenbahner beteiligen sich nicht daran. Neue Einberufungen von Militär und Marine haben stattgefunden. Das Militär ist in den Kasernen konzentriert.
en sie e» zu wissen, der Onkel meine« »er letzten Nacht um
«*" Mensch der gerne Böses tut? Gewiß nicht. Unb ba F«& in der vergangenen Nacht hier etwas sehr Traurige» ereignet —'
»Wa»?" sagte Lilian scharf, wie überlegt, was sie tun sollte. Ir.zt
„Herr Wilhelm von Kamin Beamten Herbert von Ram t |
AEa halb elf Uhr auf dem Wege, welcher an diesem Hause vorüberführt, infolge Herzschlag« zusammen- ^stürzt unb in ben Ttunp«l gefaltet, sagte ^Hesselbach
»„ «" "^ schlecht unterdrückter Schrei antwortete ihm. 3n dem dunklen Korridor, welchen sie eben lehnte Edith sich plötzlich gegen die Wand, ah eine Schwäche.
SSÄÄ^Ä*" '^ und umfing sie.
Lilian öffnete bie Türe zum Epeisezimm«-.
,. »Darf ich Sie bitten, leise zu sprechen," sagte sie ^r beherrscht, „wir haben dort im Nebenzimmer Fieber schwerkranken l Hauptmann Willstadt hat Parke»
„Seit wann?" schob Heff.lbach ein.
Sie zögerte eine Sekunde.
Sie "tSL8^ W,5e dann entschlossen. »Und A,t m^ Ebn wahrscheinluh gar nicht stören müssen, Z'^i Dottor," setz e ste hinzu, „denn alles, was Sie sagen."» 8 Wünschen wissen, kann auch ich Ihnen
„Auch Sie, gnädige Frau?"
,m„r^" s^richtete ihre hohe Gestalt noch höher Z£ £ enn' Herr Doktor, ich weiß, daß Wilhelm von
hier war, und daß er verunglückte"
„^Herbert fuhr auf. »Davon haben Sie mir kein Wort §es°St. r^ef er „unb - und Sie kamen doch vom vor- deren Gittertürchen her."
Hesselbach sah scharf von einem zum andern.
„Gnädige Frau," sagte er dann, „ich mochte nun vor allem andern Sie bitten, mir zu erzählen, wie die Sache zufamnienhmigt. Also: Herr von Ramin war gestern hier? Bei Herrn Hauptmann Willstadt k"
SdHüditeirtm Sägeblatt.
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JLm l“^ ’S“ ‘Mwberen Zuscklai. Bei BehiebS^rnngen kein S^a^erisa ober Mlnderaebühr tinWL Btjna», «eine Gewähr für Platz, Austr^mezrU unb Beleglieferung, «eh: Nachlaß bet gertchtliche« Iwffch«,- k'sten- Zählkarte Franks«rl a. R. Kummer 1x402.
Wichtige« zur sahrpreisorhöhuuu der SifaMn.
Neben der Erhöhung der gewöhnlichen Fahrpreise tritt am 1. Juni d. Js. auch eine Erhöhung der Preise für Zeitkarten (Monatskarten, Schülermonatskarte« und Wochenkarten 4. Klaffe) ein. Gleichzeitig wird eine Erleichterung insofern geboten, als auch Monatskarten 4. Kl. ausgegeben werden. Reifenden, die bisher Wochenkarten 4. Kl. benutzt haben, wird empfohlen, Monatskarten 4, Kl. zu lösen, da sich diese wesentlich billiger stellen, aß vier Wochenkarten 4. Kl.
Die Einführung von SchülermonatSkarte» 4. Kl. vom 1. Juni ab, neben denen für 2. und 3. Klaffe, entspricht einem vielfach geäußerten Wunsch, dessen Berechtigung sich die Eisenbahnen nicht mehr verschließen konnten. Die Ermäßigungen für Geschwister werden nicht mehr Mwährr. Die Schülerkarten werden mehr auf ihren eigentlichen Zweck (Ausgabe an Schüler und Studierende zum Besuch« der ordentlichen Schulen und Hochschulen) zurückgeführt. Jedoch können auch nach dem 1. Juni Personen unter 20 Jahren unter gewissen Voraussetzungen diese Karten noch zum Besuch von Einzelunterricht und Kursen erhalten. An Personen in selbständiger Lebensstellung werden Schülerkarten künftig nicht mehr verabfolgt. Zur Erlangung von Schülerkarten bedarf es vom 1. Juni ab eines Antrages nach einem neuen Muster, das alle Bedingungen für die Ausgabe von Schülerkarten enthält. Die Beteiligten können das Nähere hierüber bei den Fahrkartenausgaben erfragen.
Auf Grund des Deutschen Eisenbahn-Personen- und Gepäcktarifs wird für die Zeit vom 29. bÖ 3L Mai 1921 Wo Gültigkeit der Fahrkarten dahin beschränkt, daß die Reise am ersten Tage der Geltungsdauer angeireien werben muß. Für die zum 29. und 30. Mai 1921 gelöste« Fcchrkarten wird der Antritt der Reise noch bis zum 31. Mai zugelaffen. Im Monat Mai werden Fahrkarten für Monat Juni im voraus nicht ausgegeben..
Das Suhrgebiet darf ohne eint tonfertai deseht werden.
Me der, „Temps" mitteitt, erklärte bet MtnisterprSst, dent Briand einer Abordnung der Aranogruppe (Haupt- gruppe des „Nationale« Blocks". D. Red.): Nach Rücksprache mit dem englischen Botschafter könne er versichern, hab die französische und die englische Regierung darüber einig feie«,
durch Deutschland verletzt würde«, ohne eine «e^ Äonfewt» der Alliierten eintreten würde. Briand erklärte ferner einer Abordnung von Abgeordneten der Entente R^mibliain«, es seien besondere Sanktionen für ganz bestimmte Verstöße gegen den Friedensvertrag vorgesehen. Zur Zeit seien aber die Vorbedingungen, die ein Einschreiten rechtfertigen könnten, nicht verwirklicht. Nach seinem Gefühl zeigte« Die Ereignisse n Oberschlesien eine fühlbare Besierung. Die deutsche Regierung gebe sich ernstlich Mühe, die Vervandsregie- rungen zufriedenzustellen.
»Nein,.. entgegnete Lilian. .er war bei mir. Er kam um neun Uhr, ftchr mit einem Wagen bis zum Feldwe- und ging dann rüttwärte bis zum kleinen Türchen, wo sth ihn bereite erwartet«. - Du, Edith, kannst bie Wahr- t*eit meiner Angaben bezeugen."
Das junge Mädchen nickte. Herbert, der noch immer neben ihr stand, trat einen Schritt zurück.
»Und gestern, gestern hast du mich angelegen f fragte er, noch immer zweifelnd. „Ist das möglich. Edith? Du hast um den Besuch meines Onkel» hier gewußt?"
Ein tiefes Rot stieg langsam in Ediths feines Gesicht, »ber zu antworten brauchte sie nicht, denn Lilian tat
»Ja, wir fegen gestern beide," sagte die Frau ruhig, »ich hatte Edith darum gebeten. Meinetwegen. Nun sehe ich es ein: die Sache ist unhaltbar. Ich fürchtete, bafi niemand mir den plötzlichen Tod Herrn von Kamins glauben würde. Die Nebenumstände sind ja auch fett* sam genug. Uebrigens, haben Sie, Herr Doktor," sie wandt« sich nun direkt an Ramin und sah ihn mit einem sprechenden Blicke an, »haben Sie schon genaue Angaben gemacht über das, was Sie selbst erlebten?"
Ihre Stimme zitterte nun doch merklich. Herbert schüttelte den Kopf: „Nein, ich kam noch nicht dazu."
„Nun," unterbrach ihn Lilian schnell, „dann lassen Sie erst mich sprechen! Ihre Braut," sie betonte das Wort stark, »Ihre Braut hat ja auch nichts anderes erlebt als das, was ich nun teilweise besprechen muß. Also: Herr Wilhelm von Ramin war hier. Bei mir im Gartenhaus, l Wir sind langjährige Bekannte. Er hat mich schon in meiner «stadiwohnung öfters besucht."
„Ich weiß," schob Hesselbach ein, „darüber lag mir eine Anzeige vor."
Sie schien einen Moment unsicher zu werden, Sau* aber ttpt H ihr chesicht ein Zug wie Trotz.
-Fp.-tietzum' f^gM