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Schlüchlerner Kreis >

Bez««Svre1S vorauSzä^lbar viertelj. durch die Post Mk. 12., durch unsere Träger Mk, 10,80, bei unS abgeholt Mk. 10.. «kuschelst an Wochentagen nachmittags. Druck u. Verlag 6. Hohmetster, verantwortlich S.-L. Hohmeifter, Schlüchtern. «ernruf 65. SrfüllitNgSort hit den gesamten «elchSst».

verkehr mit der Firma Schlüchtern. _____

lall.

Gegründet im Jahre 1849 unter dem Titel

Der Se$fvf^Sie*e.

8chlüchterner CageölatL

üchterner TagekIall.

«»zeige« r kl. Zeile oder deren Raum 1 Mk . Riklame- zeilk 3 Mk. sämtl. ohne besondere« Zuschlag. Bei BetriebSstörunge« kein Schadenersatz oder Mindergrbüdr etuschl. Bezug». Keine SewShr für Platz, Aufnahmerrit vnd BelegUefertmg. «ein Nachlaß bei gertchr'tchen Zwilche«.

krstrn. Zählkarte Frankfurt a. M Nummer 114P1.

M 100

Aus der HeiMat.

Die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung ist bis zum 15. Mai d. Js. verlängert worden.

* (Wer bezahlt die Auzeiaen-Rsklame?) Derjenige Kaufmann, Ladeubesttzer usw., der die Anzeigen erläßt? Unsinn, denn er macht ja ein Geschäft damit, daß er An­zeigen in Zeitungen und Zeitschriften erscheinen läßt! Also die Käuferwelt, die höhere Preise bewilligen muß? Weit gefehlt; denn der Kaufmann, der viel Anzeigen er­scheinen läßt, ist um keinen roten Heller teuerer als sein Nachbar, der seine Ware» nicht anpreist! Nein, in Wahr­heit bezahlt die Anzeigen der Kaufmann, Ladenbesttzer, Fabrikant usw., der nicht inseriert, well die Käufer zum inserierenden Nachbar laufen!

* (Der Mai.) Dichter, Freunds der Natur und Ver­liebte nennen ihn den Wonnemonat und weniger poetisch veranlagte Naturen s-ätzen ihn wenigstens wegen der leib­lichen Genüsse, die er mit seinen ersten jungen Frühgemüsen und sonstigen Delikatessen im Gefolge hat. Ganz allgemein aber kann man wohl behaupten, daß jeder Mensch, sobald er nur etwas Schöuheitsempfiuden besitzt und nicht ganz und gar von trivialer Lebensauffassung beseelt ist, den Mai als den schönsten Monat des ganzen Jahres ««spricht. Dean gar zu anmutig, belebend und hoffanugsfroh stimmend ist das Bild des jungen Blühens und Gedeihens, dieses förmlich wie ein Choral des AuferstehenS anmutende Natur- bild, das uns die Natur gerade im Monat Mai bietet. Keiner seiner Vorgänger und keiner seiner Nachfolger gleicht diesem Monat in Bezug auf frischen, unverbrauchten und ; machtvoll zum Dasein dringenden Lebenswillen. Und wenn I wir heute, soweit wir dem kühl abwägenden und nüchtern i gewordenen Alter angehören, mit einem gewissen gutmütigen ( Spotte auf das etwas SLsrkMWlK-L Gebähten unserer ' Jugend in dieser Frühlingszeit h-rabliSen, so seien wir doch ehrlich in dem Eingeständnis: Wir Haben's seinerzeit genau so gemacht. Es ist das Lebevwollen und Werdenwollen, der kraftvolle Daseinstrieb, der in allem Unverbrauchten steckt und sich in dieser Zeit in solchen Formen äußert. Und diese Erscheinung wird sich wiederholen, solange noch auf Erden jemals ein blühender Mai berufen ist, einen kalten und toten Winter abzulösen.

* (Bauernregeln für Mai.) Der Sandmann wünscht sich den Mai feucht und kühl, dennMai kühl und naß - M dem Bauern Scheun' und W, oderKühler Mai gibt Korn und Hm", bezwMaienregen auf die Saaten »ringt uns Segen und Dukaten." Auch dasRasse Pfiagsten fette Weihnachten" besagt im Sinne etwas ahnlrches. Andererseits gibt es auch Bauernregeln, die einem trockenen Mai gute Folgen nachiaaen, dennWalpurgisstaub und Sonnenschein bringen viel Heu und Kom und Wein." AllgEetn verbreitet ist die Auffassung, daß Maieugewitte-: die Vorboten eines besonders fruchtbaren Jahres sind.

(Schwesterntracht für Hebammen.) Laut ministeri­eller Verfügung ist den geprüften Hebammen gestattet jetzt, eine besondere Bekleidung zu tragen. Sie schließt sich in der Hauptsache der Tracht der Krankenschwestern an.

, A' Poüaufträge und Briefnachnahmesendungen sind ab 1. Mai 1921 mit Höchstbeträge bis Mk. 5000. zugelaff-n Hk. (Betr. Verkehr vom unbesetzten ins besetzte Gebiet) Bis auf weiteres ist jeder Sendung vom unbesetzten ins besetzt« Gebiet, ausgenommen Brennstoffe und Abliefernuas- feubungen an die Entente, ein Begleitzettel nach Muster 3 der Kundmachung 6, Zoll- u. Steuervorschr-ften, Seite 125128 (Muster 1B der Eifeubahnzollordnung) beim- geben. Der schwarzumrahmte Teil ist vom Absender auszu- füllen. Des Biehseuduugea find Begleitzettel nicht beizuzebe-, da für diese auf den Grenzzollämtern nur eine statistische Gebühr erhoben wird.

* Schlüchtern. Die Erkenntnis, daß die Erziehung der h-ranwachsenden Jugend für absehbare Zeit unsere einzige Arbeit an der Befreiung Deutschlands sein w^b, richtet Mete AufmerksaMkeit immer mehr auf dieses Gebiet. In einer Zeit, in der Milliarden der Zerstörung vreisgegeben nud, stehen aber für diese wichtigste Arbeit «mer?- Lnf. örnes, die Erziehung, keine Mittel zur Venü-usc. Um* tontebt msß man es begrüßen, daß im Volk, selbst die Wichtigkeit dieser Arbett oft besser erkannt w rd, als von oeoen, die dazu bestellt sind. Wie wett dieses auch für unseren Kreis zutrifft, zeigt die Tatsache, daß von des Ge­meinden, in denen Fortbriduugsschulen eingerichtet sind, 19 Vergütung für den schwersten Teil der Erzi ZungSarbeit, »eu Forid- ldungsschulunterricht, auf 9 Mk. für die Stunde erhöhten.

* Schlüchter«. Das LustspielDer zerbrochene Ärug Don $. v. Kletst, das das Frankfurter Künstlerrheater für Rhein und Main Dienstag, den 3. Mai abends 8 Uhr in der Turnhalle (Grabeustraße) zur Aufführung bringt, steht »uter der Spielleitung Robert Georges. Beschäftigt find

Samstag, dm 30. Aprit 1921

die Damen: Gertrud Bergmann, Herta Gevzner, Gertrud Paulus, Aenn« Tscherninq, die Herren: Helmuth Barkosy, Leo Delson, Martin Gleisner, Günther Haenrl, Haus Otto; und WM Ummtnaer. Kartenvorverkauf: Montag, den 2.8 Mai nachmittags 6 Uhr im Schlößchen.

* Harrarr a. M. (Wenn man unter dem Pantoffel steht.) Der Elektromonteur Wilhelm Schrodt zu Feiedberg erhielt vom Schöffengericht 1 Monat Gefängnis. Er war bei den Schuckert- und Siemenswerken, welche das Kabelnetz für die elektrische Beleuchtung des Landbezirks spannen, beschäftigt, und auch Materialienverwulier. Dabei war er unehrlich gewesen, obgleich er das nicht notwendig hatte, denn er verdiente täglich 100 Mk, also im Jahre 30 000 Mk. Dabei ist es ein jung verheirateter Mann. S einbar steht er abai unter dem Pantoffel, denn seine Frau hatte sich einen Kapfer- kessel gewünscht und um einen solchen gießen zu lassen, stahl er sich das notwendige Kupfer von seiner Arbeitgeber!«.

* Fulda, 28, April. Em Brand in der Cellulosefabrik Kohlhaus war diese Nacht anszebrochm. Nach Mitternacht meldete der Wächter Fladung der Fuldaer Wach- und Schließgsschaft einen tm Entstehen begriffenen B:oad im großen Holzlager der CeLulosefabrik. Die Fabrikaachtichicht und die OrtSfeuerwehr Kohlhaus leisteten die erste Hilfe. Da die Brandreserve der KshihZussr Gemeindewafferleitung wegen fast völligen VersiegenS der Quellen nur gering war, mußten die Fuldaer und die Johannisberger Feuerwehren alarmiert werden. Dem tatkräftigen Zusammenarbeiten der drei Wehren ist es zu verdanken, daß gegen 6 Uhr früh der Schaden behoben war. Die Ursache des Brandes ließ sich noch nicht feststellen.

* HerSfeld. Um die Einführung einer ziemlich hohen Grundsteuer ist es hier zwischen den Haus- und Grund­besitzern und dem Magistrat zu einem schweren Konflcki gekommen. Eine Versamminna ^er Bürgerschaft beschloß, das Oberverwaltungsgericht als Schiedsrichter anzurufen.

* Kitzingen. Auf dem Wege nach dem Standesamt erlitt der Generaloberarzt Rudolf Brunold aus Würzburg am Arme seiner Braut einen Schlaganfall, dem er sofort erlag.

Zeitung für eilige Leser.

Das Reutersche Büro erfahrt, daß -ie Hebeteinftitttirnntg unter den Alliierten in den Beratungen immer vollständige, werde. Auch bei den Verhandlungen zwischen den alliierten Sachverständigen nehme -as Einverftädnis zu.

Daily Telegraph" meldet aus Nenyoak: In Amerika sei man allgemein der Ansicht, daß es Hughes gelingen werde, Dentschland zu beeinflussen, sein Reparationsangebot in einem für die Alliierte« befriedigenden Sinne abznändern.

Die englischen Bergarbeiter haben das Augebot der Re­gierung abgelehnt.

Nach einer Havasmeldung ans Washington hatte -er eng­lische Botschafter gestern vormittag eine Konferenz mit Staatssekretär Hughes. Später sprach der belgische Botschaf­ter auf dem Staatsdepartement vor.

Die spanische Regierung hat in der Kammer eine Vor­lage über die Einführung der zweijährigen Dienstpflicht ein­gebracht.

Erzberger gegen Simons.

Während Herr Dr. Simons von rechts her wegen z» großer Nachgiebigkeit gegen die Ententeforderungen schwer bekämpft wird, erhebt sich auch ein Gegner von links gegen ihn, der ihm vorwirft, mit seinem Entschluß zum Nachgeben zu lange gewartet zu haben. Es ist der Zentrumsabgeordnete Erzberger, der imTagebuch" Stefan Grotzmanns gegen Simons u. a. folgendes ausfühtr:

Vom Januar dieses Jahres ab machte die deutsche Politik die aller Welt sichtbare Schwenkung, die zuerst in einem forschen Nein sich bekundete, um am 20. April die völlige Kapitulation des Deutschen Reiches als selbständiger Staat auszusprechen. Dieser politische Zusammenbruch, der den militärischen überragt, war die natürliche Folgenwirkung all der Fehler der letzten Monate und der Kopflosigkeit, mit der vor, in und nach London gebandlet wurde.

Vrrmittknna: er erklärt hierbei, jeder bisherigen Bersflent- lichung völlig ftrszustebe«, und mit der ersten Note au Har- dina. von der er fed:

D°M. WHn^^NÄÄ^DLS E§ECMENE MI§ ZEM ^^W5^r gMf E^E d^mit zu rechnen, daß der Sch-iedsipruch febr nahe an die Forderung ber Entente heranaekommen wäre. Diese ganze Aktiv» war nicht nur die offenfunbiat Verbeuarma der bisher -rngenommeurn Haltung, sondern auch ein ganz unüberlegter ^krzwriflungsschritt, geboren aus Fehlern der letzten Monate. Die diplomatische Niederlage nach solcher Demütigung steht in der politischen Geschichte wohl einzig da.

Enbrrger gibt Simons keine lange Lebensdauer mehr. DieKreuzpeilung" meint, er wolle mit sozialdemokratischer Hilfe ' ch wieder in den Sattel setzen aber, so bemerkt der ..Vorwärts" hierzu, weder dürfte Erzberger so töricht sein,

73. Iayrg.

^ nach der Erbschaft Simons zu sehnen, noch wäre die So« sicldemokratie so töricht, ihm behufs ihrer Erlangung berzu- st?ben. Da dürften jene französischen Blätter der Wahrheit näher kommen, die als nächsten Außenminister Mayer-Kauf- beuren oder Herrn b. Bauer nennen.

Eine Anklage gegen Simons und Fehrenbach?

Der Kreisverein Schwaben der bayrischen Mittelpartet lDeutichnationale Parcel! erlangt in einem Antrag an die Teutschnat. Reichstag rtion, daß gegen Dr. Simons un& Fehrenbach Anklage vor dem Staatsg«richtshofe erhoben werde, weil sie ohne Befragung der Länder und des Reichs­tages dem amerikanischen Präfi-ente» das Schte-srüh-er« amt angeboten habe«.

Krassin kommt nach Berlin.

Außer Steinmann, bet als Bevollmächtign Sowjetruß- land zu den Verhandlungen über ein deutsch-russisches Han­delsabkommen nach Berlin geht, soll auch,.wie diePrawda" mitteilt, Krasin aus London auf einige Tage nach Berlin kommen. Der Rat der Volksfommis - hatte am Sonnabend eine längere Sitzung, wobei die Handelsbeziehungen Sowjet- rußlands mit dem Ausland besprochen und neue Ent­schlüsse gefaßt wurden. Insbesondere wurde der Entwurf eines vorläufigen Abkommens mit Deutschland bestätigt. Desgleichen sind die Entwürfe für Handelsabmachungen mit Dänemark, Norwegen und der Tschecho-Slowakei bestätigt worden.

Salzburg will am 29. Mai über den An laß Mimmen.

Jm niederösterreichischen Landtage wurde folgender An­trag einstimmig angenommen: Der Landtag legt $8 er < Wahrung gegen den von dem französischen Ge, sandten in Meu im irrnommemn Schrftt ein, der ntt^ imstande ist, die Bevölkerung in ihrem Anschluß g e d a n- k cn wankend zu machen, die die Volksabstimmung im Lande Salzburg am 29. Mai vorzunehmrn, falls nicht durch die Bundesregierung ein früherer Termin für das ganze Reich festaesetzt wird. Die Dolksabstimmungs- frage hat zu lauten: Wrrd der Anschluß an Deutsch, land gefordert?

Verhandlungen im englischen Streik.

Daß Exekutivkomitee der englischen Bergarbeitergewer!, schüft hatte gestern zwei Unterredungen mit Robert Hörne, In der Zwischenzeft empfing dieser auch die Bergwerks, h e s i tz e r. Die Lage scheint ein wenig gebessert zu sein. An Ende des 27. Streittages steht die Angelegenheit so, daß d« Be^ve«ksLesitzer eine Herabsetzung der Löhne un 6 »lr <^ d pro Tag gegenüber den vor dem Streit gezahlter Lohne Vorschlägen. Anderseits wirb die Regierung der Bery w-rksindustrie eine ausreichende Subvention bewilligen, damit diese Lohnherabsetzung auf 3 ah pro Tag rebagtesi öerben könne. Die Bergarbeiter erklären sich bereit eiwer Her ab setz «n« um 2 sh pro Tag ß»zufti»« 'u e > Es ist möglich, daß auf der Grundlage einer mist irren Ziffer ein Ernoernebmes gefunden wird SchwierrA. kette» bereitet noch die Lösung der Frage, Mr welche Saen die Regierung bie Subvention geben wird«. Hatte Borges werden neuerlich VerhandluHge« Gaststuben.

Die ErWerbslosigkeit im März.

Während in anderen Jahren der Monat März eine erh<ck- liche Verringerung der Erwerbslosenzahl gebracht hat im Jahre 1920 um mehr als 40 000 ist diesmal ein: nennen» werte Abnahme leider nicht zu verzeichven. Die Zahl der Haupi-Unterstützungsempfänger beträgt gegenüber 428 600 im Vormonat 417 000, darunter 337 000 männliche und mehr als 80 000 weibliche. Entsprechend dem Umstand, daß die geringe Abnahme diesmal ausschließlich bei den männ­lichen Hanvt-UllterstützungZempfängeru eingeirrten in bat auch eine Abnahme der Zufchlaasempfänarr (FamtzienaN- gebürige) »attgefimben und zwar von 495 C*« au- 470 000. Sowert eine Abnahme der UnterstStzmigsempföllpir zu ver- :e-chueA ist, beruht sie rusbesoLde« auf der Berlins r«S Büurs^evS tmrS d« versSis«»« i» diesex Si^rang,Wirten» Beu gesetzlich« Mrßuubsrr«, sowie d»«f. daß sie mildere Wit: erun : Sie R ot ff a ib 5« tb e i 11 s der »tcial» ri»« Erwerb S lofriflÄcssrge m arötzerew flErfrxge ermoctufne. Stellen »i» Ziffern der 2«:rrfi4tzten Erverbslr'e« auch nur einen SxSffymt ass der sehr viel srößer-- ^ZM der Er- tnerbSfrnefl überbaust dar. sodeß sie ein MLArßrsde- lirtrS über die Sage und EntwüLsn? unseres »rbeftsmarktes niSt rrssatirn, f» erbten üch aus den angeführter. Defloriern doch sehr ungünstige RSSschlüffr auf die GesamkarbettSlare, ux» leider ist im Zusammenhang mit der potrtifit-en und wird« s-itaftlichrn Entwicklung eine d-rrbareifrnde Besserung « absehbarer Zeft nicht z» erwarte«.

Das sriechifche Hsrq>tq»«S« * Smipma.

Nach einer H,v.rsmel-m»s a-aS 8th«, reifte v anariS * Begleitung des Kriegsministers und des Chefs des ^cuetal» »trthä muh garonff ad, m -»< Sow Ä Mothes.