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Aus der Heimat.
—* (Erledigte SS,Meilen.) Im Regierungsbezirk Caffü
e zurzeit 30 Schulstellen erledigt, z Z. meist atsraaswüle „maltet. Davon find 4 für Hauptl-brer, 22 für Lehrer,
2 für LeLrerivnen und 2 für Lehrerinnen mit Befähigung K technischen Fächern ausgeschrieben.
• Schlächtern, (ßebmlotwri.) Der im 6«bü v. Jh.
i Mündete Lehrergesaugverein tritt, wie bereits durch Inserat «ns-kündiat, zum ersten Male mit zwei Konzerten an Me Okffmtlichkeit. Die Konzerte finden am Samstaa. den 23. April, abends 8 Uhr, und am Sonntag, den 24 Avril, najmiitags 5 Uhr in der Aula des Seminars in Schlüchtern satt. Die Darbietungen werden in beiden Monierten die MG?» sein. Die Leitung liegt in Händen des H-rr» Teminarmustkiehrers Gremmels, als Solisten micken m‘t He Herren H?lg-nberq (Tenor), Knauer (B'oline) und tzennemann (Klgvier). Um auch d,n au«wSrtkae»M istkfr-unden den Besuch des Kon,erteS zu ermöglichen, ist das SonntagS- konzert auf den Nachmittag gelegt. Da für Sonntag mit einem starken Besuch von auswärts gerechnet werden muh, werden die v-rehrl. Bewohner von Schlächtern a-beten. möglichst das Konzert am Samstag zu besuchen. Karten ( sind im Vorverkauf in den Buchhandlungen Lotz und Martin ' zum Preise von 4 Mk. (einschl. Programm) zu haben.
; • Frankfurt a M Der „Franks. Zig." schreibt der Mirektor einer höheren Schule: Am Tage der Reifeprüfung , war ich mit dem Ordnen der Prüfungsakten beschäftigt; da ! trat einer der eben für reif erklärten Jünglinge herein, ein kräftiger, hochgewachsener Mensch. „Ich komme, um mich noch ' zu verabschieden," sagte er, ich fahre morgen nach dem Ruhr- Gebiet ab, wo ich am 1. März als Arbeiter in einer Kohlengrube eingestellt bin." Und dann rechnete er mir vor, daß in bei 8'/.monatlicher Arbeit bis 15. Mai soviel verdient abe, daß er damit die Kosten des erst u Studiensemesters n der Universität bestreiten kann. Danach will er während er Sommerfellen wieder in der Grube arbeiten, um die losten des Wintersemesters auszubringen und so fort. — )>eser junge Mensch packt das Leben am richtigen Teil au Solche Leute können jetzt Deutschland wieder auf die Beine elfe». Zumal fie die der Grubenarbeit vielleicht auch sozi- ller Empfinden erwerben, das unserer akademischen Welt den Alten un -Jungen, immer noch bitter nottut.
2 * Falda. Eine Hxereigeschichte war die Veranlassung, aß gegen die Ehefrau eines hiestgen Arbeiters eine Privat- lage seitens eines Einwohners von Hettenhausen (Rhön) »gestrengt worden war. Die Angeklagte soll sich mal ge- ußert haben, daß die Ehefrau des P-ioatklägers ein Kind «eryrxt habe. Durch eine Z-Ugin wurde dieser Ausspruch eidlich bekundet. Der Gerichtshof war glücklicherweise davon iberzeugt, daß die ausgesprochene Behauptung nicht erweislich wahr fei, weil man erfahrungsgemäß selbst in dem ipsutisch sa fortgeschrittenen Hettenhausen nicht hexen kann. Was Schöffengericht erkannte demgemäß gegen die unbe- Kräfte Fuldaer Ehefrau wegen Beleidigung auf 15 Mark rGeldstrafe und Tragung der Kosten.
Kesundßeitspffege.
von Emil Anacker in Schlüchter«.
Nachtrag.
[ Bet der Wiedergabe meiner kleinen Abhandlung in vorliegender Z-ltung find verschiedene Druckfehler unterlaufen, ich nachstehend beseitigt sehen möchte. Dann möchte ich latauf Hinweisen, daß in der B-schreibung der Arzaet- 'ßmzen wohl jedem die Mittel an die Hand gegeben find ^M eine Krankheit anzukämpfen, daß aber wohl die Wenigsten in der Lage sein werden, die Krankheit nach den getretenen Erscheinungen richtig zu erkennen und daß ^ nur einem erfahrenen Arzte vorbehalten bleiben muß vie richtige Diagnose zu stellen ist die Hauvtiache, aber es dies auch manchmal recht schwierig. Jedenfalls sollte bei Ovg andauernden Krankheitserschelnungen der Arzt immer u Rate gezogen werden und wir a le müssen dahin wirken, M eine gesunde, leistungsfähige Jugend herangezogen vkrde, die den aus unsrer gegenwärtigen Lage sich ergeben- 168 späteren Leistungen gewachsen ist.
a Druckfehler:
Nr. 44 muß es heißen: „Urweltmeer" statt „Urwaldmeer", „zum Baden" statt „zum Backen".
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„bebauungsfähig" statt „Bebau sungssägig".
„Baugrund sei rein" statt „ist rein", „unsere Wohnstätte" statt „untere (Wohnstätte".
„Bedeckung" statt „Bedeutung", „besprechen" statt „Besprechen". „Andorn" statt „Andore", „montana" statt „mantana". „beccabunga" fiatt„becabunga". „Brust-" statt „Luft". > M
„saxifraga" statt „aaffraga".
In Nr. 78 muß es heißen: » » 82 „ „ „
M „ 86 W e »
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„ Menyanthea vftatt„Mengathes*. „graveolena" statt „graveolesis*. „Solidago" statt „Solidage". „hederacea" statt „hederaeeam*. „sativa" statt „sative". „Zuckerharnrnhr" statt „Zucker.
jhornwuchS". „Querens" statt „Auereu«". „lutea" statt „cutea". „farfara" statt „farsara*. „thapsus" statt „chapau*. „Thuja" statt „Baja". „blutreinigend" statt „blutreinigt"' „hippocast" statt „hippcaat". „Rumex" statt „Rums". „mil lefolium" fiatt„millepoliumH. „Salix" statt HSaU*.
„. • hiza" statt „. . . hiva*. „centaurium"fiatt „ceutanaium*.
[ Zeitung für eilige Leser.
Eine »o« -e« englischen Bergarbeiterbnnd erlasse«. Er» kl8r««g gibt keine Veranlassung zu irgendeiner Hoffanng, daß die Berhaudlnnge« mit den Bergwerksbesitzern -em- nächst wieder a«fge«ommen werde«.
I In Berlin wurde» vier A»mm««isten verhaftet, die im Verdacht stehen, an dem mitzlu»ge«e« Anschlag auf die Charlottenburger Eisenbahnbriicke beteiligt gewesen zu sei«. Werner wurde der Redakteur der „Rote« Fahne" Tal-eimer ^verhaftet.
JDer Zolla«ssch«b des französische« Se«ats hat stch mit t Gesetzentwurf betreffend die Süprozeutige Zollabgabe emgeführte deutsche Ware« befaßt «ud nach ausgedehnter »rterung -e» Text -es Entwurfes i« der Fassung der »wer angeuomme«.
>ie Rheinzollgrenze ist in Kraft getreten. Die Zollbeamte« innen mit der Erhebung -er Abgabe«, die den Bedingna- : der Sanktionen der Alliierten entspreche«.
Wie das „B. T." mel-et, hat das preußische Ainauz- iministerinm dem Kabinett den Antrag unterbreitet, den bekannten Vergleich mit den Hohenzolleru über die Vermögeus- «nsinandersetzung vom Januar 1920 aufzuhebe«.
Em angeoucher oeuAer ^orjchiag.
In einer Maldung aus Köln, dexe« Ursprung nicht ersichtlich ist, berichtet der „Temps" über die deutschen Gegen- Vorschläge:
i Deutschland wolle während 10 Jahren eine Summe von ) Milliarden Goldmark zahlen und einer abänderungsfähige Annuität vorschlagen, die einem Fünftel des Verkauss- vertes der von Dentschland nach den alliierten Länder« ex- »ortierte« Waren gleichkommt. Deutschland wird zur Mo- »Uisierung eines Teiles der Jahreszahl«ngeu eine inter- mtionalc Anleihe im Betrage von 10 Milliarde« Mark -orschlage«, garantiert durch die Einnahmen der Eisen- »ahne« «nd durch eine 20 prozentige Beteiliguug an indu- triellen Unternehmungen.
Der „Temps" erklärt, vorausgesetzt, daß die deutsche Re- kieruug diese Vorschläge machen wolle, fei es klar, daß die llliierten sich damit nicht begnügen könnte«. Mit zchn Jah-' eszahlungen zu 3 Milliarden Mark und mit einer Steuer, sie allein von den Käufern der alliierten Ländern bezahlt oüröev, konnte die Summe nicht beglichen werden, die der Vertrag zur Last gelegt habe. Deutschland verkenne auch syste- uatisch den Vertrag, denn ez sage beispielsweise nicht, was ms den 12 Milliarden Goldmark werden sollte, die am . Mai fällig seien. Die Regierung Fehrenbach-Simon halte ich mit Mühe an der Macht zwischen Widerspenstigen, die wu Alliierten jede Zahlung verweigerte» und Opportu- listen, die mit der Entente verhandeln wollten, um Zeit zu stlvinnen.Alles das biete keine Garantie für die Aufrichtigkeit Deutschlands. Die Zeit der unnützen Diskussionen sen verstrichen. In seinem Leitartikel sagt der „Temps". was auch iulmr der Schein der deutschen Angebote ;ei, Deutschland selbst gebe seinen Angeboten den wahren Wert dadurch, daß es sich das Recht Vorbehalte, sein Gold nach dem Ausland zu befördern. Der Vertrag von Versailles untersage die Ausfuhr des deutschen Goldes nur bis zum 1. Mai 1921. Wenn die Regierung von Berlin sich weigere, den Metall- bestand der Reichsbank unter deur Schutze der Alliierten ßu deportieren, dann wolle sie ihn au einen Ort bringen, wo er von der Hypothek der Alliierten sicher sei, wenn es sticht gar schon im Geheimen ausgeführt worden sei! Frankreich müsse Pfänder haben, sonst würde man von Deut ich - land nur Fetzen Papier bekommen, denen dann die Granate» und Fliegerbomben nachfolgten.
Auch Ao-o George droht.
klohd George sagte im Unterhause, Deutschland sei noch im Verzug bezüglich der Reparationen, des Verfahrens gegen die Kriegsbeschuldigten und der Entwaffnung. Es habe bisher feine Neigung gezeigt, praltifche Vorschläge zur Ausführung des Friedensvertrages ist diesen Punkten vorzulegen. Es sei daher gebieterische Pflicht der Alliierten, über weitere SchrittL eine Kostferenz au verapstalttu. Er könnte sich als
»otwendig erweisen, die Unterwerfung unter die Besummun- gen des Friedensvertrages zu erzwingen. Der Premierminister fügte hinzu, er sönne nicht sagen, wann und wo eine solche Konferenz stattfinden werde. Die Regierung würde auf Grund der Annahme vorgehen, daß das britische Volk wün- lchr, den Vertrag von Versailles durchgeführt zu sehen. Falls das Unterhaus von einer andern Anschauung ausgehe, so könne, wenn es dies wünsche, jederzeit eine Diskussion statt- finden.
Die Haltung Italiens.
Giolitti hatte eine längere Besprechung mit dem Minister des Aeußeren Graf Sforza über die Einladung Frankreichs zu der neuen interallierten Konferenz zur Regelung der Wiedergutmachungsfrage. Die französische Regierung wünscht dringend, daß die Zusammenkunft noch vor Ende dieses Pco- nats stattfinde. Trotz der Inanspruchnahme durch die Wahlen hat die italienische Regierung ihre Beteiligung zugesagt.
Die offiziöse „Tribuns" schreibt über die neue Konferenz: „Wir sind skeptisch bezüglich der Aussichten der Eintreibung der Entschädigung und der Wirksantteit der militärischen Strafmaßnahmen, aber wir sind auch überzeugt, daß Deutschland die angerichteten Schäden nach Möglichkeit vergüten muß. In den letzten Wochen und besonders während des Aufenthalts von Dr. Simons in der Schweiz sind einige neue Anzeichen ausgetreten, die befriedigende Ergebnisse erhoffen lassen, ohne daß durchaus zur Besetzung neuen deutschen Gebietes geschritten werden muß. Die neue Sachlage besteht in den noch nicht amtlich mitgeteilten neuen deutschen Vorschlägen, die alliierten Schulden in Nordamerika zu übernehmen. Wenn der Vorschlag eindeutig begründet und mit !@atantien bekräftigt wird, erscheint er unserer Erwägung wert. Die Frage ist von höchster Bedeutung und hängt vor allem von der Zustimmung der Vereinigten Staaten ab.
Stoßen lehnt He Beterügmrg an den Sanktionen ab
D« „Secolo" meldet, die italienische Regierung sei bereits von tat beabsichtigten militärischen Sanktionen Frankreichs gegen Deutschland informiert worden. Auch fei eine diskrete Anfrage von Paris ergangen, ob sich die italienischen Steitträfie an den neuen Besetzungen beteiligen würden. Graf Sforza habe in ablehnenden Sinne qeantwortet.
Der auswärtige Ausschuß schaltet sich aus.
Rev Vorschläge Deutschlands an die Entente.
Der auswärtige Ausschutz bei Reichstags war auf Freitag zusammenberufen. Inzwischen hat ßch aber berauSgeMt, daß die Regierung noch einer kurzen ^rifi bedarf, um zu abschließenden Ergebnissen in der Beurtellung der Lage zu gelangen. Die heutige Sitzung bei Ausschusses ist daher vertagt worden.
Alles Voraussicht nach werde« neue Vorschläge an die Änetnie erst am Ende der Woche erfolgen.
Die Beratungen werden dauernd fortgesetzt. In politischen Kreisen macht sich nach wie bot die Erkenntnis über den Ernst der Sage bemerkbar, nicht minder aber Entschlossen- heil zu unbedingtem Ausharren. Nach Informationen der „Vossischen Zeitung" heißt es, daß bisher kein gangbarer Weg gefunden worden ist, durch Vermittlung einer anderen Macht zu Verhandlungen mit den Wirrten zu gelangen.
ES wird vielmehr in den nächsten Tagen sich Herausstellen, daß die Reichsregierung über die Frage entscheiden muß, ob sie ein Angebot, das Abssicht besitzt, als Verhand« lungsgrundlage zu dienen, den Alliierten unterbreiten will.
Stegerwaid vor dem Scheitern ferner AWoa
Es wird berichtet, daß die Demokraten es abgelehnt haben, auf den Vorschlag Stegcrn»tlds einzugehen, in einem Kabinett mitzuarbeiten, in dem außer Stegerwald «ud Am Zehnhoff nur Beamte sitzen würden Sie haben infolgedessen ihren Kandidaten Fischbeck zurückgezogen, so daß Stegerwald mit seiner Kabinettsbildung wieder von vorn anfangen kann. Ob er weitere Versuche zur Lösung der Krisis austellen wird oder nicht, steht im Augenblick noch durchaus nicht fest. Naturgemäß hat er sich zuerst mit seinen Fraktionskollegen in Verbindung gesetzt, um von ihnen zu hören, ivie sie über die Sachlage denken. Je nachdem sich nun die Zcntrumssraktivn für weitere Versuche einer Kabinettsbildung entschließt oder nicht, wird auch die Entscheidung Stegerwalds ausfallen. Wie wir hören, rechnet man mit Bestimmtheit damit, daß Stegerwald demnächst sein Mandat in die Hände des, Landtages zurücklegt.
Die fozialdemokratischen LandtagSabgeordnete» Ernst Heilmanu, Limberts, Wilhelm Sieriug veröffentlichen folgende Erklärung: „Gegenüber falschen Darstellungen in der Presse stellen wir fest: Am Freitag, den 8. April wurde in der interfraktionellen Besprechung der bisherigen Kvalitionsparteie«, an der teilnahmen die Unterzeichneten für die Sozia!demokratische Partei, DominikuS, und Preuß für die Demokraten, BronowSki und Porsch für das Zentrum folgendes vereinbart: Die drei Parteien stimmen am Sonntag für einen Ministerpräsidenten, der für die Bildung seines Kabinetts freie Hand hat, aber z u r ü ck t r i t t, w e n n e ö ihmuichtgelingt.einKabinettzubilden.dem alle drei KoalittonSparteien ihre Zustim. «««g »« gebe» i« der Lage st«d.