Ute r^tor»'* aus Paris meldet, haben die «Äffeften , Kabinette auf die deutsche Protestnote beim Völkerbund wegen der Zwangsmaßnahmen eine Gegenerklärung beschlossen, bis die Ablehnung der deutschen Note durch den Völkerbund »orkereitet.
Griechenland gegen die Entente.
König Konstantin wendet sich in einem Aufruf an das griechische Volk, worin «r eS mahnt, bereit zu sein, um bit ton den Griechen besetzten türkischen Gebiete mit den Waffen ju verteidigen. Die Jahrgänge und Reserven von 1913 bis ■ . 1915 sind für den 27. März einberufen.
100 polnische Mark für 10 Centimes.
An der schweizer Börse wurde am Sonnabend die No- fiernng der polnischen Mark gestrichen. In Basel und in Zürich wurden 100 polnische Mark für 10 schweizer Centimes xmgeboten. fanden aber keine Abnehmer. An der Genfer Börse erfolgte die Wertloserklärung der polnischen Mark- wahrung.
WWMWW
Frankfurt a. M. (20 000 Mark Zech e.) Die Strafkammer verurteilte den Kaufmann Karl Bartb, der unter falschen Vorspiegelungen Darlehen in tNesamtböbe von 50000 Mark ausgenommen und in leichtlebiger Gesellschaft das Geld verprasst hatte, ru 15 Mouawn Gefängnis. Er Hatte in der Kakadubar an einem einzigen Abend eine Zeche »o» 20000 Mark gemacht, die er schu'dig blieb. Das Gericht lehrte Haftentlassung und bedingte Begnadigung ab: durch die Gewährung einer Bewährungsfrist in diesem Falle würde, wie eS im Urteil heisst, eine Verwässerung der Straf- rechtspflege eintreten, zu der das Gericht die Hand nicht K-te.
Hana«. (Der MordprozessWolf.) In dem seit sechs Lagen vor dem hiesigen Schwurgericht verhandelten Prozeß jenen den früheren Lehrer Philipp Wolf sind durch umfang- »eiche Beweisführung eine Reihe schwer belassender Momente gegen den Angeklagten zutage getreten. So wurde u, e. beobachtet, wie er zusammen mit dem ermordeten Ludwig Schwarz am Nachmittag des 24. Februar vom Frankfurter ' HauptSaHrchof abgefahren ist. Wolf bemerkte dem gegen Wer, frag all diese Zeugen sich genau so hn Irrtum befänden wie Resenigen, die behaupten, ihn am 26. Februar mit Schwarz sufammen gesehen zu haben. Er sei am 24. Februar mit ; einem Händler namens Hahn von Frankfurt in der Mchtung LalurilMer abgefahren, nachdem er sich zuvor in der Kron- I prinzensträße in Frankfufrt von Schwarz verabschiedet habe. | - Kehr sind nun weitere mit dem Verschusinden des Ermordeten zusammenhängende wichtige Beweisstücke gefunden worden. Am Samstag mürben tu dem Bach bei Soden, aus dem tat April v. 3. die zerstückelte Leiche des Ermordeieu ae- tchldet wurde, Rock und Hut sowie die Reisetasche gesunde», | die von den Angehörigen des Ermordeten als diesem gehörig I : bezeichnet wurden. Die Auffindung. dieser Gegenstände in der | lebten Hälfte des Prozesses gab der Vermutung Raum, dass | ... sie erst, feist in as Wasser geworfen worden sind. Gerichts- | Bemiker Dr. Popp in Frankfurt gab jedoch an, dass die | Sachen schon längere Zeit im Wasser gelegen und erst lebt I durch einen Zufall an die Oberfläche gespült worden sein f- wüßten. Der Angeklagte behauptet nach wie vor, zu dem | Morde in keinerlei Beziehung zu stehen.
Aohannistak. (Schwerer Unfall eines Akroba- I ifn.) Am Montag nachmittag fand auf dem Flugp ab in I sohanuiStal vor Pressvertretern und vor geladenem Publi- I htm ein Schauslug des EntfesislungStlinstlerS Rolando statt, i Rptanbo flieg während der Fahrt des Flugzeuges auf die rragflächen, stand dort Kopf, machte einige akrobatische KmE-ücke, indem er ba b auf den Händen stand oder ruhig aus bet Tragfläche spazieren ging. Plötzlich senkte sich daS sillügzeug auS einer Höhe von 50 Metern zum schnellen Ab- ßurz. DaS Flugzeug wurde völlig zertrümmert. Rolando iAHst/ der beim Absturz auf der einen Tragfläche des Flug- | «ugeS gestanden hatte, war im fe^n Augenblick auf die i «rde gesprungen. Die eine TraasUche schlug ilm jedoch zu Boden und brach ihm den Arm. Ausserdem erlitt der Ver- »»«lückte feinere innere Verletzunaen. die sein Auskommen bezweifeln lassen. Der Flnar-nnfühxer selbst kam mit deut sslÄrecke« davon. Rolando wollte am Öfters nun tag im Station seine Kunststücke aus einem fahrende« Flugzeug zum I , ersten Mal öffentlich zeigen.
Ehemnitz. (Verhafteter Einbrecher.) Der Einbrecher, der am 15. März hier aus einem Go'HwareuqeWft Juwelen und Uhren im Werte von 200 000 Mk. gestohlen | statt«, ist von zwei Berliner Kriminalbeamten ermittelt und tat Chemniher Kriminalpolizei zugeführt worden. Auf sein: - Entdeckung und die HerbeisMffung der Beute war eine Be- «hnung von 10 000 Mk. ausKsetzi worden. Der Täter ist der Viä'brige Monteur Hilf» lkblmaNn aus Ehemnitz. Er bitte * Berlin bereits einest Teil des gestohlenen Gutes in Geld Mngefetzt, eS sonnte?^ berbeiaeschefft werden. Tchmalkalde«. (St f u e r m o g e l e i.) Gelegentlich einer Haussuchung bei einem Einttvolmer von Schmalkalden, der fOtter dem Verdacht der Stouevhinterziebung stand, wurden ”6000 Mark bares Geld vorgefunden und von dem Finanz- Mtt beschlagnahmtes
. , LeopoldShall. (70 000 M a r k geraubt.) Nach dem „9o= kalanzeiger" wurden zivei Kasienbeamte der staatlichen Salz- «rrkverwaltuna ist Leopoldshall, als sie nach Schierstädt zur Auslohnung fuhren, ist der Nähe von Giersleben Überfällen. Mit vorgehMene» Revolvern erzwängen die Räuber die verauSgütz« von 70 000 Mark.
Rom. (Gin neuer Fallschirm.) Ingenieur Brezztz *** Erfinhex eines neuen Fallschirmes, der von jedem Luft- ^br-Wg auS benutzt werden kann. W mit seinem Apparal ^MHepsuch.gemacht, in dem er sich von einer HSb« von 300 yW'W der Nähe von Forte Trionsale fallen liess. Der dkMH!.ist geglückt. Die Erfindung ist von der spanisch«» i "weruwa angekauft worden. _ . Hndelberg. (TeureS Mißtrauensvotum.) Die st»i»t-stnvkrattfche Fraktion der Gemeinde Leimen ver« Mt^ dem Bürgermeister eine Gehaltserhöhung und stellte dadurch zugleich ein MisstrauenSvotum aus- Der Bür- •ttrftetfier lieg sich das nicht bieten und liess durch den Be- nrkSfchiiDstngSausschuß Mannheim eine Entscheidung her- talfübten. Die Entscheidung fiel dahin auS dass dem Bnr- stermrister statt der bisherigen 6000 Mk. Gehalt ein solches *v» 18000 Mk. jährlich zngesprochen wurde. Der Bürger« Meister hatte nur 12 000 Mk. gefordert.
Greibnrg. (Unglücks fall.) Auf einem SchulauSfluge *•<5 Falkau verguügitu sich mehrere Schüler mit Schweifen I ^ sttt ViSdecke des GtauweiberS. Diese brach und einer der Wraett der 1ÜcUirig« Walter MatthiS ertrank. Fünf Sch!t>
; MmWK F. WAG ’ M» WMifM Am Ä Hannar d. i»; «arte biff Ihuuuäk^eM» O Tchichtl erhängt aufflefuttbetT. Die gertchtsärztliche Unte» juchung konnte trotz brntgeirde» BjordvLrdaHteS keinen Pr^ rvcis erbringen, doch wies der BolkSmurrh auf den eigenen Mann und bi« Magd, als Hesse» Geliebte, hin. Wer Zufall brächte die Klärung. Beide haben die Tat jetzt etngestandeni Die Frau wurde im Bett« erdrosselt und auf dem Dachboden aufgehängt. Auch die Mutter der Drenstmagd steht im Verba äst« der Beihilfe. Die beiden Mörder hatten die Tat schon lange vorbereitet. j Heidelberg. (An die falsche A dresfe) geriet eine Bauersfrau, als sie am Marktplatz einen Kriminalwachtz Meister in Zivil fragte, ob er wisse, wer Butter und Eier an- kaufe. Der Kriminalwachtmeister nannte ihr die Adresse einer Polizeistube, wo man der Bauersfrau dann ühev ^ Pfund Butter abnahm.
Vermischtes. — .
D?r Kronschatz des Zaren entdeckt? Aus dem Zollamt in Rom wurde kürzlich das Gepäck einer ruffifeben Mission beschlagnahmt, die sich geweigert hatte, ihre 27 Koffer und Kisten der Zollrevision zu unterwerfen. Inzwischen ist das Gepäck der Russen zwangsweise geössnet worden, nachdem sie sich weiterhin unter Berufung auf ihren angeblich diplomatischen Charakter geweigert hatten, über den Inhalt der Kisten Auskunft zu geben. Ausser Büchern. Kietdungsstücken, kostbaren alten Teppichen und goldbestickten Decken fa.rL man in einer Kiste 500 Pfund Silber und Gold, eine Kette von 83 großen Perlen, eine diamantenbesetzte Gürtelschnalle mit drei haselnutzgrotzen Brillanten, alles wertvolle Sachen, von denen man annimmt, dass sie aus dem Kronschatz der ermordeten Zarenfamilie stammen. Eine andere Gürtelschnalle trägt drei grosse nussgrosse Brillanten und einen ebenso» grossen Smaragd. Der Wert dieser Schmuckstücke wird ruf S Millionen Lire geschätzt. Eine andere Kiste enthielt 1800 an» tife russische Silvermünzen.
Neuer Weltrekord der deutschen Fsugzeuginbusirte. Zwei ^anzmetallflugzeuge der Junkerswerke in Dessau stellten mit einem Flug von 3700 Kilometer von Long JSlaud bei Newyork bis Edmonto sKauada) bei Temperaturen von 45 Grad Kälte bis 45 Grad Wärme tu 29 Stunden 38 Minuten ttnen neuen Weltrekord auf.
Bestechnugen tu der Zement-Zwangswirtschaft. Da- Schöffengericht Ulm verhandelte auf Antrag des Vereins «regen das Bestechungswesen, Sitz Berlin, gegen den Kaufmann Georg Röderer. Der Angeklagte war Versandleiter der Zementverkaufsstelle in Blaubeirren während der ZwangSbewirtschaftung des Zements, die Ende vorigen Jahres aufgehoben wurde. Die Zementabgabe durfte nur ,egen Freigabeschein der LandeSbantenstelle erfolgen. Dieses .zu langsam arbeitende" Verfahren ersetzte der Angeklagte bei wenigstens 12 Abnehmern durch direkte Betieserung regen Bestechungsgelder. Nachgewiesen wurde, dass der Angeklagte von der Papierfabrik in ^^eer 33 700 Mark und von der Firma Wassermann in Memmingen 20750 Mark erhalten hat: Das Gericht erkannte auf AM Mark Geldstrafe und Einziehung von 54 000 Mark BestechungsgeLdern. Das Ber- fahren gegen die Firmen rvurde abfletrenut
* Der Kvnsumrückgaug in Deutschland. Unsere Gegner ►siegen es so hinzustellen, als ob Deutschland gewissrrmaßrrl Eber seine Verhältnisse lebe. Dabei ist der Konsumrückgang In Deutschland außerordentlich stark. Nachstehende Zahlen verdeutlichen den Konsumrückgang des deutschen Volkes in den notwendigsten Lebensmitteln und Verbrauchsglltern pro Kopf der Bevölkerung in Kilogramm: Fleisch 1913 52, 1920 etwa 20, Mehl 125 (83), Verbrauchszucker 19,2 (14,1), Baumwolle 7,2 (2,3), Wolle 2,2 (1,0), Steinkohle 2370 (1.170), Eisen 253 (100).
« Der deutsche Wohnungsbau seit 1919. Nach neue rett Angaben der Länder ist die Zahl der seit Kriegsende begonnenen und fertiggcsteflteu Wohnungen grösser als bisher gngenrmm^n wurde. Es ist etwa mit folgenden Zahlen zu rechnen: Fertiggestellt waren bis gegen Ende Dezember 1920 rund 165 000 Wohnungen. In Angriff genommen sind rund 210 000 Wohnungen. Dies? Zahlen sind nur grobe Schätzungen, da für endgültige Angaben die Unterlagen noch ausstehen.
* 98 Fragen habe» die Steuerzahler auf den jetzt aus- tufitnenben Einkommen- und Kapitalertragssteuer-Formu- iaren zu beantworten. Es können aber auch 100 oder mehr sein, denn es sind so viele Unterfragen vorgesehen, dass es schwer hält, die genaue Zahl sestzustellen. Unter der früheren Herrschaft beklagte man sich schon über das „inquisitorische Verfahren der Steuerbehörde", wenn diese die Beantwort tung von ein oder zwei Dutzend Fragen forderte. Jetzt haben wir es glücklich auf Hundert gebracht. Wir nähern uns offensichtlich immer mehr der Zeit der Freiheit, die uns in der Revolution verheißen wurde. j
* Auskunstspflicht der Banken auch über die Bergaugen-- heit. Die Auskunftspflicht gegenüber den Steuerbehörde« erstreckt sich auch auf Tatsachen, die vor bem Inkrafttreten bei Keichsabgabcnordnung liegen. Dies gilt selbst für die Banken. Dieses Urteil des Reichsfinanzhofs ist umso bemerkend werter, als in dem betreffenden Falle es die Staatsbank war, die die Auskunft dem Finanzamt verweigerte, obgleich ba« Verlangen vom Landesfinanzamt gebilligt worden war. In her Begründung wird ausgeführt, daß in der Reichsabgaben« «bnung und in der Einführungsverordnung d^u keine Be- ßhränkung der Zeit der Vorgänge vorgesehen fei, über die Auskunft'zu geben ist. Eine Ausschließung der Bprgänzej Ms vor dem Inkrafttreten der Neichsabgabenordnung sich er* »ignet haben, würde auch mit dem Zwecke des Veranlagung«- Verfahrens nicht vereinbar sein. Die Deranlagun^behördii müsse in der Lage sein, über alle erforderliche« DatsacheH Verhältnisse und Zustände Aufschlüsse zu verlange». 8« ntadjt dabei auch keinen Unterschied, ob sich die ErmittUinge« ,mf die ReichSabgaben oder auf Steuern beziehen,' die erg -mch dem Inkrafttreten der Reichsabgabenordnung nnfallk» Eine Beschränkung der Ermittlungen ergäbe sich nur darauf stoß Steuern, die wegen Verjährung oder aus einem andere« Grunde nicht mehr festgesetzt werden dürft«, auch nicht me$ veranlagt werden sollen. f
Pari«. sAuto in einen Schacht gestürzt.) Nach «t»«r Havas-Meldung auS Ferrol ist ein Automobil, in dem fitö 10 Personen befanden, 25 Meter tief in einen Schacht ae« stürzt. Der Motor geriet in Brand. Alle Reisenden wurden । schwer verletzt. Drei davon vesinden stch in Letzen-gesqjjr.
I D-rO«N«rr R Mlvnffniffg SkW»rökn> -
r S^j«MG-SvKLH ÄntaM#» ^AqchtS ’tntybe ekn'WarMMs <J5 DvM>t.H auf o»r Fahrt 'roch Berlin im D-Zuge betäub «nd sefner Brieftasche mit OOdO ÄN., sowie seiner Uhr bt raubt Gc hatte im Zuge zwischen Ticndal und Berlin bü Bctasrtfchast eines Mannes gemacht, der sich ihm unter den Namen Eduard Hartie vorgestellt hatte. Der Reisegenofs' geb dem Kaufmann einen Kognak zu trinken, der irgenbtii BctLubungSmlttel enthalten haben muß. Denn der Mam fiel bald in einen festen Schlaf, aus dem er auch noch nicht erwachte, als der Zug früh auf dem Schlesischen Bahnhöfe in Berlin tingelauftn war. Als er endUch daS Bewußtsein wiedererlangt hatte, stellte er zu seinem Leidwesen fest, daß der Reisegenosse ihm die Brieftasche und die Uhr mit Kette gestohlen hatte. j
Darf man auf Einbrecher schießen? Diese Frage ist, wie ein neuerdings ergangenes Reichsgerichtsurteil ergibt, für den Fall zu bejahen, wenn es darauf ankommt, dem Diebe die gestohlenen Sachen wieder abzujagen. Ein Schießen indes zu dem Zweck, den Einbrecher an der Flucht zu verhindern unk ihn festzunehmen, ist unerlaubt und macht den Schießenden strafbar. Wenn der Einbrecher entfliehen will, ohne etwai mflzunehmen, so hat er seinen Angriff auf das Eigentum bereits wieder aufgegeben. Die Entscheidung des Reichsgerichts in Ehren, sie mag rechtlich unanfechtbar sein, Wi! stellt sich aber die Sache beim Ueberraschen eines Einbrechers dar? Wie soll der Geschädigte so schnell, vor allem in bei Nacht, feststellen: „Hat der fliehende Einbrecher etwas not her Beute mitgenommen oder alles zurückgelassen?" Vop lauter Feststellungen entkäme der Verbrecher in aller Ruhe; Im übrigen wird die Sache wohl mit der Strafe nicht so erj heklich sein, der gemeingefährliche Einbrecher der Gezenwaq ist keine Person, die besonders geschützt werden muß.
Starkbier und Salvator in Manche«. Am Jofesstag, beul 19. März, und dem darauffolgenden Sonntag wird in Mün, chen zum ersten Male wieder Starkbier, das Liter zu 5 Mark sowie Export- und Märzenbier das Liter zu 3 Mark, auSs steschänkt. ES ist von Münchener Brauereien aus Auslandsl malz hergestellt, daS bei dem Einfuhrverbot nicht mehr in deck gaerftaat und in bet Tschechoslowakei abgesetzt werden konntet Auch der echte Salvator wird in beschränkter Menge, aber i, vollkommener Friedensgüte in den Münchener Stadtwirt! frästen der Salvatorbrauereien zum Ausschank gelange«, I
SchlafleankheitSfalle. In Bergham bei Wasserburg arm Fnn in Oberbayern ist, wie gedrahtet wird, eine Bäuerin an Schlafkrankheit gestorben. — Im Kreiskrantenhaus zu Bernbtirg starb die Frau eines Kaufmanns B. aus Bernburz an der Schlaflrankheit. Vor einigen Monaten waren dort bereits einige Personen von der Schlafkrankheit befallen, abei wieder genesen. Die jetzt Verstorbene wurde von der Krank; heit vor etwa drei Wochen befallen.
Eine Diebesjagd im Hemd unternahm während 5er Nächst ein Kaufmann aus der Senefelderstraße in Berlin. Er hörte gegen 2 Uhr morgens, daß sich von der Straße aus einige Personen an dem Schaufenster seines Zigarrengeschäftes zu schassen machten, um cinzubrecheu- Nur mit dem Hemd bekleidet, eilte er sofort auf die Straße und stürmte den Da< vontageuben nach. Etwa 10 Minuten dauerte die Jag» dnrch mehrere Straßenzüge. Endlich gelang es ihm anst Nöhrener Platz einen der Einbrecher einzuholen und festzu-k halten, bis ihn ein Sicherhettssoldat zur Wache brächte, w« er sich als der obdachlose Arbeiter Erich Heffe entpuppte,' Seine entkommenen Kpmpliceu will er nicht kenne«,
ErplosiousnnfSÜe. Wie der »Berl. Lokal-Anzeiger" auS Jütevbog nieldet, wurde in einer Baracke des alten Lagers »er aus Berlin stammende Werkmeister Röhle beim Zerlegen des Zünders eines 15 Zentimeter - Geschosses, der kxploöterte, getötet. Ein Arbeiter der Kommandantur des Schießplatzes Jüterbog wnrde gleichfalls durch dte Explosion eines Geschoßteiles getötet, als er a« ihm herumhan- Herte. Bo« ben 6 Schwerverletzte« bei bear Llrsftchtffhalle^ iinstnrz ist gestern einer gestorben. _ ^ „._. ^ ■ j
Die Greigniffe im Ofien <
Neue Kämpfe um Krovstadk«
Dem Fall Kronstadts folgten erneute Kämpfe, Eief Sette« :s ben Aufständischen gelang, teilweise sich der Festung wieder zu bemächtigen. ES muß zu überaus heftigen Stampfen gekommen sein; denn im Lauft des 18. März hörte daS Geschütz- und Gewehrfeuer nicht auf. Den Anführern der Auft ständischen gelang es, mit 10 000 Mann nach Finnland z» mtkommen wo sie interniert wurden. Aus sicherer privater Quelle traf die Nachricht ein, daß sich dir Sou^ettrnppe« xyd, röltiz in Kronstadt festgesetzt haben. ^ <^
Amtlicher Teil.
Tagh. Nr. 703. Gen.
Bekanntmachung.
Die Frist für die Abgabe der Sinkommeusteuer-- und Kap'ckalerttagsteuererklärung wird mit Genehmigung des Herrn RelchSmiaisters der Finarzen für den Bezirk des Finanzamts Schlüchtern bis zum 15. April 1921 verlängert.
Da die Veranlagung des Reichsnotopfers bis zum 31. März 1921 durchgeführt sein muß, wird die Entgegennahme der Steuererklärungen zu Protokoll auf die Zeit vom 1. April bis 15. April 1921 beschränkt. [2926
Schlüchtern, des 21. März 1921.
_________________________ Finanzamt. Schewe.
Bekanntmachung.
Wegen Reparatur wird die Ttadtwage vom 24. bis 29.
März 1921 für den öffentlichen Aerkehr
sespe^vt.
Schlüchtern, den 22. März 1921.
Der Magistrat. Slückrath.
Urreiusauzeiger.
Höstöauvrrern Schlüchtem.
Bodenlockerung durch Sprengung mit Rompertt s! Bor. geführt an älteren Obstbäunie» in Schlüchtern. Verjüngung von ©bftbäumen. Erhöhung der Obsternten. Wichtig für sehen Obstzüchter. M-ntag, den «8. März, nachmittag V»» Uh« in ber Bahnhofstratze. Ecke alte Bahnhosstrake Treffpuntt, AuSwärttge •bflbauveteine werben hiermit einyeladrn.