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ILbbwrels vorauszaülbar viertel). durch die Post Mk. 12., 'Gere Träger Mk. 10.80, bei uns abgeholt Mk. 10-, JJLnt an Wochentagen nachmittags. Druck u Verlag w-bmeister, verantwortlich H.-C. Hohmeister, Schlüchtern. 'iBf 65. Erfüllungsort für den gesamten Geschästs- M, verkehr mit der Firma Schlüchtern.

Gegründet im Jahre 1849 unter dem Titel

Anzeige«: kl, Zeile oder deren Raum 70 Pfg., Reklame- geile Mk. 2. sämtl. ohne besonderen Zuschlag. Bet Betriebsstörungen kein Schadenersatz oder Mindergebühr einschl. Bezugs. Keine Gewähr für Platz, Aufnahmezeit und Beleglieferung. Kein Nachlaß bet gerichtlichen Zwtschen- koften. Zählkarte Frankfurt a M. Nummer 11408.

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H Aus der Heimat.

Am nächsten Mittwoch findet eine Kreis-Lehrerkon- «statt Siehe Vereinsanzeiger!

r.« Der Stempelvertetler Herr Johannes Schreiber in Abta hat seine Amtstätigkeit als solcher aufgegeben. Wum 1. April h. Js, wo die Verwaltung uns der Aus von Stemnelmaterial auf das Finanzamt übergeht, sich die Steuerpflichtigen wegen Versteuerung der Ddem Landes-Stempel-Gesetz steuerpflichtige» Urkunden Sollamt in Steinau wenden.

($le Notwendigkeit der Stickstoffdünznnq.) Wir Wen auf das heutige Inserat'der Badischen Anilin- & Mibrik über die Wirkung und Anwendung der mo- Dv Siickstoffdüngemittel.

Das größte deutsche Kinderheim wird am 1. April Wemaligen Truppenlager Hammelburg eröffnet.

Ip (Der nationale Trauert««.) Der Reichstag wird Mvie eine Berliner Korrespondenz meldet, noch vor der He mit einem Gesetzentwurf tu beschäftigen haben, der Minführung eines nationalen Trauertages zur Erinnerung

im Krieg Gefallenen fordert. Es ist beabsichtigt, Mrken Sonntag im März zum nationalen Trauertag Wären. In diesem Jahre würde also der Trauertag Wanntag, 6. März, fallen.

ip (Einigung über das Wohufleuergesetz.) Im Woh- Dausschuß des Reichstags wurde mitgeteilt, daß der Istag sich mit der Regierung über den Entwurf eines Mstmergesetzes verständigt habe und daß ein umgear- Wer Entwurf vorgelegt werde.

h* (Der Einbrecher im Reisekorb.) Vor einigen Tagen He auf dem Güterbahnbof Wustermark eine infolge

Feuchtigkeit verdächtiger Korb geöffaet. Als man den M aufhob, erblickte man im Innern e'ncn bewußtlosen M und fand neben ihm und in seinen Taschen mannig-' M Einbruchswerkzeug. Die Kriminalpoltzei erkannte in LMaune einen gewerbsmäßigen Einbrecher wieder.

W Schlüchtern. Wie aus' dem Inseratenteil unserer gen Nummer ersichtlich, hält am Sonntag, den 6, Fe- M der VereinEintracht" in den festlich geschmückten Mm desHess. Hofes" dahter seinen diesjährigen Menball ab. Wir hören, daß der Verein nichts gescheut Mum senem Ball das Gewand eines richtigen FaschingS- Gens zu geben. Wer einige recht heitere Stunden ver- V< will, besuche die Veranstaltung des VereinsEintracht".

B Rückers (Kr. Fulda). An Stelle des in den Ruhe- 6 getretenen Hauptlehrers Faulstich ist Herr Lehrer Streb bebra zum Hauptlehrer an der hiesigen kath. Schule mt morden. Genannter wird sein Amt am 1. April antreten.

sieben. Am verflossenen Sonntag fand hier ein ssantes Fußballwettspiel statt. Es spielte 1. Mannschaft *n gegen 1. Mannschaft Petersberg. Das Spiel begann

St urmöewegte Schicksale.

Roman von Max Esch. 25

Wenn er den Vermalter darum bat, würde er den einen nach dein See schaffen lassen und ihm ein paar Leute um Rudern beigeben. Jedenfalls wollte er den Versuch "'"nehmen.

L Bereitwilligst liefe der Verwalter, als er den Wunsch beß pmtes seines Herrn vernommen, den größeren der Kähne M dem See transportieren. Inzwischen hatte der Oberst !">>em Burschen, der des RudernS kundig war, befohlen, ihn R den See hmanSzurudern. Einen zweiten Ruderer stellte «eriDalter in einem SufSarbeiter.

I. $füfebeni der Verivalier den Transport selbst leitete, ver° doch eine geraume Zeit, ehe bet Kahn in dem großen Ftl chwmnm, den Brannhosen in der Zeit nach allen Seiten F1 den Blicken abgesucht hatte. Aber er konnte nur eines der B'mditeii Boote in weiter Ferne in undeutlichen Umrissen Wv'mmen sehen.

. Ws dar Oberst in der Mitte beß Kahnes Platz nahm, be= Jocmiete er feinem Burschen, bet den Kahn mit seinen Ru- steuern sollte, die Stelle, an der er das Boot von der auS gesehen Halle. Beiden aber.schürfte er noch ein, die ,er trüslig zu gebrauchen, dafür würbe er sich baun auch FtamtlWj zeigen.'

. . Eben stieß der Kahn ab, .als ein Schutz über das Wasser . Wite. Der Verwalter, der aus der LanPungSbrücke stand, M überrascht auf. Sosite der Baron geschossen haben, der i o^ ^^"EU Boot^ zn befinden schien und nach dem Ufer

1 eichen gab? Aber der großen Entfernung wegen konnte " " chtS Näheres erkenneu.

Ära den Rnderi» taktmäßig getrieben, entfernte ftd) bei Kahn immer mein vom Ufer.

ü x »mt für Braunhoken eine wundervolle Fahrt. Schnell Ul das Fahrzeug Vin « das Wasser, aber immer noch war man «roß« Strecke von der Stelle entfernt, an der das Boo: üudewig nach den» iher abgebogen war, als abermals fe über den See pallte, bem unmittelbar darauf «ü.

1 'olgte.

1 ^ns bedeutete diese Schießerei? DaS fragten sich nicht nur

Samstag, den 5. IeSruar 1921

vormittaqs 11 Vs Uhr unb dauerte bis 1 Uhr. Zuerst errang Petersberg 4 Tore. Nun stürmte» die Pttersberger heftig drauf los. Viele Spieler stürzte» unb beschmutzten ihren Körper. 'Der Ball flog ht» und her. Auf einmal fiel das 1» Tor für Flieden. Nicht lange dauerte es, so fiel auch das 2. Und dabei blieb es auch. Das Spiel wogte lange hin und her, ohne zu einer Entscheidung zu führen.

* Bad Orb. Vor einigen Tage» wurden am Winter berg unter Fichten versteckt drei Rollen Kupferdraht aufg®' fundeu. Nach den Feststellungen von maßgebender Sct^ stammt dieser Draht von dem an der Förderbahn verübtes Diebstahl. Das aufgefundene Diebesgut soll einen Wer" von 5000 Mark haben. t

* Hanau a. M., 3. Febr. Als heute früh gegen 7 Uhr der aus der Richtung von Gelnbausen kommende Per- fonenzug sich der Station Hanau Ost näherte, mußte er halten, weil der aus der Richtung Frankfurt kommende Schnellzug die Station noch nicht passiert hatte. Zwei Frauen in dem Personenzug waren im Glauben, daß der Zug in der Station Hanau halte und stiegen aus. Im selbe« Augenblick wurden sie von dem vorbeifahrenden Schnellzug überfahren und sofort getötet.

" Vereitelter lommümsti Her Putsch m MMdeulÄwnö.

Wie von onluicher Seite «it«<tjÄe wird, istbie_ ^apa« von Magdeburg und Stendal kommunistischen Putschplanen auf die Spflr gekommen. Di^ Putsche sollten in den nächste» Tagen vor sich gehen. Eine große Anzahl von Personen ist in Stendal verhaftet worden. Bei dem bekannten Kom­munistenführer Vater in Magdeburg und im Büro oei K- P. T. fand.sich sehr belastendes Material. Vater wurde verhaftet.

Die Führer der Aoien Armee im Lndusiriegedre!.

Aus Münster wird gemeldet: Amtlich werden die Namen der am 19. Januar 1921 in Sachen der Roten Armee ver­hafteten Mitglieder der Zentraloberleitung in Ehen nut- geteilt: Bergmann Alfred Schroer (Essen), Hochschullehrer und Oberleutnant der Reserve a. D. Hermann Zaiser (Eßen), Schlosser und HauSurerster des kommunistischen Partei­organsRuhbecho", Heinrich Rapig (Essen), Gärtner Klmg- müller (Düsseldorf), Bergmann Fritz Harvich (Lunen), Kon­trollgehilfe Ernst Lohagen (Elberfeld). Gegen Martin Hetz- ler (Elberfeld), der flüchtig geworden ist, ist Haftbefehl er­lassen. Auf Grund der in dem beschlagnahmten Siatemt ausgesundenen Wäffenlisten haben Haussuchnngen HiNüchst in Düsseldorf und Barmen zahlreiche Handseuerwancn und Munition zu Tage gefördert. Das Verfahren schwebt bei dem außerordentlichen Gericht in Kassel. ie Haupcoer- handlung ist in kürzester Zeit zu erwarten.

der Oberst und seine beiden Ruderer, sondern auch der Ver­walter, der auf der Brücke dem Kahne nachsah.

Schnell entflossen, eitle der Beamte nach bem Butehofe, liefe zwei Pferd« satteln und machte dem Unterinspektor Mit­teilung von der verdächtigen Schießerei, der auf den Grund gegangen werden müßte.

Mit Gewehren bewaffnet, Revolver in den Taschen, an den Seiten tragend, trabten die beiden Beamten kurze Zeit später einen Wiesenpfad am Seeufer entlang, eifrig die Ge­gend mit den Blicken absuchend.

Sie ließe» die Pferde tüchtig ausgreifen, sodaß sie dem Kahne näher und näher kamen, biß sie durch Weiden- und Erlengebüsche,. die unmittelbar an den Pfad heranrückten, gezwungen waren, einer hinter dem andern im Schritte zu reiten. Vorher aber konnten sie noch erkennen, daß der Kahn nach dem User abbog. Wenn sie den Pfad weiter ritten, mußten sie bald mit den Insassen beß Kahnes zusammen« treffen.

Brannhosen wiederum hatte die Boote am Ufer der Bucht entbeett und sein Fahrzeug ebenfalls Kurs darauf nehmen > lassen. Wo aber weilten die beiden Insassen? Was hatte die > i Schießerei zu bedeuten gehabt ?

Aufgeregt sprang der Oberst, alS der Kahn kaum auf daS i i flache Ufer auslief, aus ihm heraus, laut nach bet Tochter ' und Ladewig rufend.

Umerdrücktes Schluchzeil und drohendes Hnudegebell drang aus dem Gebüsch hervor. Als Habe der Blitz neben ihm eutgefchlageii, zuckte der Oberst zusammen. Waß wür­den die nächsten Minuten ihm bringen ? Doch gewohnt, seine Leidenschaft zu unterdrücken, begrub er auch jetzt inann- bafi in feinem Innern, ivas ihm soeben noch das Herz abzu- drücken schien; schnell entschlossen drang er ins Dickicht ein, aus dem soeben Ladewig, in seinen Armen Mizzi tragend, . verauSmankte, mit Blnt bejubelt, zerrissenem Anznge und «ch anschemertd nur mit Mühe auf den Füßen haltend.

Entsetzt sprang Brannhosen hinzu, den Taumelndei» auf« gefangen. In diesem Augenblicke schlug Mizzi die bis dahin eschlossenen Augen auf, matt befreite sie sich ane den Armen ihres BegleiterS, wär« aber im nächsten Augenblicke zu Bodes. gestürzt, wenn der Vater sie nicht aufgefangen Hätte.

Schwer stützte sich ßabewig auf den Freund, dessen rechte

73. Aakrg.

Zeitung für eilige Leser.

Staatssekretär Bergmann ist in Berlin angekommen ant sofort vom Bahnhof nach dem Reichsfinanzminifterinm ge­fahren. um über die Lage in Paris zu berichte«.

Die Mniisterpräsideuten der deutschen Länder find zu Sie» sprechuugen über die neuen Ententenote« nach Berlin eins geladen morden.

Fn Brüffel werden in den nächsten Tagen die Berhand- lnngen über das Ausgleichsverfahren wieder ausgenommen. Die deutschen Vertreter find bereits abgereist.

Das Kongrehkomitee der Vereinigten Staaten von Nord­amerika schlägt eine Nbrüsürnqs^vnfereuz vor.

Gestern abend fuhr ottf der Strecke ParisLimoaes ein Peronenzug auf einen Güterzna. V'sber werden 10 Tote r nd

45 Verletzte, unter ihnen mehrere Schwerverletzte gemeldet.

Die Eniwirt um der Ereigniss- m Offen.

Bolschewiftifche Wahlsiege in Sibirien.

DieHumamib^ erfährt aus Moskau: Bei oen Wahlen zur gesetzgebenden Nationalversammlung der Republik ^des fernen Ostens erhielten die Kommunisten 147, die Rechts-, parieien 19 und die Menschewiken und Sozialrevolutionäre 33 Sitze. Nach der gleichen Quelle haben bei den Wahlen in Wladiwostok von 66 Sitzen die Bolschewisten 50, die Men­schewiken 15 und die Kadetten 1 Sitz erhalten.

Kriegsmöglichkeiten in Ostafien.

Eine Pariser Meldung.aus Tarvis kündigt an/ daß man mit der Möglichkeit eines russisch-japanischen Krieges für das . Frühjahr rechne. Die Sowjei-Regierung habe der von ihr abhängiaen Regierung von China befohlen, gegenüber den japanischen Truppen eine aggressive Haltung einzunehmen, da dieselben General Semenow unterstützten.

Der Hauptausschuß des Reichstags sah beim Etat des Finanzministeriums von einer allgemeinen Debatte mit Rück­sicht aus die ungeklärte auswärtige Lage ab. Zur Sprache läm der Fall Grußer, zu dem der Finanzminister mitteilte, daß der Bericht der preußischen Justizverwaltung noch nicht vorliege.

Im Fall Erzberger seien die Akten gestoßen worden Die Sache ist der Staatsanwaltschaft weitergegeben worden Im Falle des Abgeordneten van den Kerkhoff behielt sich der Finanzminister die Prüfung der Akten vor. Auch hier seien Aktendiebstähle vorgekommen. Auf weiteres Drängen aller Parteien teilte der Minister noch mit, daß der M>g. van den Kerkhoff von einem amtlich versiegelten Geldschrank Siegel eigenmächtig entfernt habe.

Man kommt auf eigenartige Gedanken, wenn man immer von Aktendiebstählen hört gerade in dem Augenblick, wo die Akten gegen irgend jemand verwertet werden sollen.

Hand krampfhaft drückend. Seine Brust keuchte zum Z«r- fpringe«, er schien völlig außer Aken> zu sein und konnte vor Erschöpfung kein Wort sprechen.

Der besorgte Bater. als er eingesehen, daß er vorerst keine Erklärung des VorgetaUenen erhalten würde, legte die »bn» mächtige Tochter zunächst auf den Grasrand am Wege. Er­schöpft ließ sich Ladewig daneben nieder, während Braun» Hofeu nach dem See eilte, in seiner Mütze Wasser holend.

6. Kapitel.

In schneller Fahrt schlug das Automobil tatsächlich die Richtung nach dem Grunewald ein, nachdem eS Berlin durch­quert hätte. Schließlich liefe Thurandot das Gefährt vor einer Gartenwirtschaft halten, bezahlte den Chauffeur und hieß ihn die Rückfahrt antreten. Bethe betraten dann den neben der Wirtschaft liegenden Garten, die leichten Handkoffer tragend. Prüfend überzogen beider Blicke den Garten nach einet Sitzgelegenheit, von der aus die Straße, ohne von dieser ge» sehen zu werden, bequem zu überschauen wäre.

Einen solchen Platz entdeckten sie bald genug. Der Pa­villon mit seinen grünberankten Waudflacheu hart am Re­staurationslokal, der sich an der Straße erkerartig erhoo, schien ausgezeichnet für ihre Zwecke geeignet zu sein.

An einem der offenem Fenster, das mit wildem Wein fast ganz umsponnen war, ließen sie sich an dem dort stehenden Tische nieder unb läuteten: dem Kellner, nun Zeit zu Zeit durch das Grün auf die Straße iugeuo.

Nichts regte sich weit und breit, alles schien noch im tief« ften Scklase zu liegen, und es währte geraume Zeit, ehe ein verschtafener Kellner erschien, sich nach dem Begehr der um diese Zeit seltenen ©äste zu erkundigen.

Zwar stutzte der Kellner, als er die Koffer und die gar nicht bestaubte Fußbekleidung der wie bessere HandluuqS- reifeube bekleideten Gäste erblickte, tomn er sich doch nicht erklären, wie eS den Herren möglich ge «seit ein mochte, so sauber bureb den Staub bet Landstraß. zu kommen, aber nichts nemet feine Verwundern»«, at8 er nach einem >ö> . licnen Gruße iläherrrat, um bw Äestellüng in ElNpiuckg gv nehmen.

Indes fa&en die Svirler stumm auf ihren Plätze: und beDüauUeuu bis Strafe. 215.20