. • Zeitung für eilige Leser.
Die englische Regierung wird wahrscheinlich die britische» Streitkräfte in Mesopotamien zurückberrtferr.
ii Petersburg hat nur noch 250 000 Einwohner. Bon Peters- Hurg abreisende Privatpersonen sind verpflichtet, Geiseln als Sicherheit für ihre Rückkehr 5« stellen.
I« Moskau find Meldungen eingetrofsen von einem grotzen Ausstand, der im Gebiet von Aleppo gegen die Franken ausgebrochen ist. Die französischen Truppen hätten Meppo verlaffen. Eine Bestätigung der Nachricht liegt noch nicht vor.
Nach dem „Petit Jourual" soll die interalliierte Koutroll» kommiffiou bis zur vollständigen Erfüllung der Deutschland । auserlegten Berpflichtnuge» erhalten bleiben.
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Die Pariser Konferenz.
Zweiter Berhandlungstag.
. Die Pariser Konferenz hat sich in ihrer Vormittag-sitzung mit der Notlage Oesterreichs beschäftigt. Mehrere verbündete Sachverständige erstatteten dem Obersten Rat Be- richt; als erster der Leiter der Handelsabteilung im französischen Ministerium des Aeußern, Seydoux. Dem „Temps" zufolge drehte sich die Debatte hauptsächlich um die Frage, wie die Mit t e l aufgebracht werden sollen, die erforderlich sind, um O e ste r r e i ch le ben s f ähi g zu erhalten. Die verbündeten Sachverständigen seien darüber einig, daß Oesterreich für das laufende Jahr ein Darlehen von 8 0 Millionen Dollars, davon 60 Millionen für Lebensmittel und 20 Millionen für Rohstoffe gebrauche. Dazu werden in den nächsten vier Jahren weitere Darlehen in ab- zuwägenden Beträgen, deren Gesamtsumme auf 170 Millionen veranschlagt ist, kommen.
Der „Jntransigeant" will wissen, daß die Frage auf Wunsch Lloyd Georges als nicht ausreichend vorbereitet an einen Unterausschuß verwiesen wurde. Nach einer . Privatinformation sagte Seydour in der Konferenz, daß Frankreich den Entwurf des Wiedergutmachungsausschusses unterstütze. Lloyd George fragte, wer das Geld d a - t« ^ergeben solle. Er führte aus, daß England niemals Geldopfer für Oestreich bringen wolle. Briand schlug vor, daß man die Angelegenheit an einen Sachverstän- dH«ausschuß weiter leiten solle. Der Vertreter Italiens Graf Sforza erklärte, einen Gesetzentwurf zu Gunsten Oesterreichs ausgearbeitet zu haben. Nach längerer Debatte schlug Lloyd George vor, daß man eine Konferenz von Bankiers und Sachverständigen einberufen, um deren Ansicht darüber zu hören. Es wurde ein Komitee, be> stehend aus Hörne, Loucheur und Giannini, gebildet, das -ine Sitzung abhält.
Am Nachmittag beschäftigte sich die Konferenz mit der 1 r i e ch i s ch - t ür k i s che n Frage, ohne jedoch zu einer Entscheidung gelangen zu können.
Me Enlwaffnungsfrage.
" Man verstckerie in den Wandelgängen der Konferenz, §üß es rm LäuseNser-Verhandlungen unter dem Vorsitz des Marschalls F och zu einer Verständigung unter den' militärischen Sachverständigen über den Entwaffnung s- Plan für Deutschland gekommen sei.
, Es wurde anerkannt, daß das Reich einen 'cheirächlichen teil seines Kriegsmaterials ausgeliefert und zerstört habe. Was den Teil anbetrifft, der noch im Besitze des Deutschen Reiches ist, so vermindert sich sein Wert von Tag zp ^ag, und man glaubt, daß er keine Bedrohung für den Frieden mehr bilden werde. Die Zerstörung wird energisch betrieben. Ernster jedoch scheine das Bestehen der Verbände, die mehr oder weniger verschleiert auftreten und unter verschiedenen Vorwänden ehemalige Kämpfer vereinigen, und daß diese umso gefährlicher sind, als der Geist, der sie beseelt, gerade aggressiv sei. Sie sind die aktiven Zentren bei Revanche-Propaganda, die, wenn sie sich entfalte, eine ernste Gefahr werden könnte. Die Sachverständigen haben auch beschlossen, von der Konferenz zu verlangen, das eine Frust festgesetzt wird, die nicht überschritten werden darf. Am Ende dieser Frist soll Deutschland unter Anwendung von Strafmaßnahmen zu der endgültigen Auflösung aller dieser Organisationen schreiten.
Lloyd George gegen Vriand.
„Echo öe Paris" stellt fest, dass man sich gestern über die Entwaffnungsfrage nicht verständigt habe. Nach diesem Blatte habe zwischen Briand und Lloyd George nachmittags eine private Unterredung stattgefunden, von der man sagen könne, daß die beiden Herren nicht gleicher Meinung gewesen seien. Lloyd George vertrete den Standpunkt, daß Deutschland bis jetzt bezüglich der Entwaffnung seine Verpflichtungen erfüllt habe. Deutschland sei von nun an unfähig, einen ernsten Angriff gegen die Alliierten zu unternehmen. Die bolschewistische Gefahr sei sicher äußerst ernst und könne nicht vernachlässigt werden. Deutschland könne angesichts dieser Gefahr nicht verteidigungslos bleiben. Die öffentliche Meinung in Bayern verlange Schutz und Sicherheit. Lloyd George ging so weit, die Frage zu erheben, ob es nicht besser wäre, nach den Erfahrungen von Spa die Deutschen »ur Konferenz nach Paris zu berufen, denn dann könne man besser zwischen dem Möglichen und dem Unmöglichen entscheiden. Dieser Standpunkt wurde von Briand energisch abgelehnt. Der belgische Minister für auswärtige Ange- legenhÄten, Jaspar, habe sich mit Vorbehalt dem englischen Nrmdpunkt genähert.
Oesterreich und die Entente.
Die „Times" melden aus Paris, daß die Ministerkonfe« renz in Paris gte Hilfsaktion für Oesterreich nur bedingt genehmigen werde und nur unter der Voraussetzung, daß die Anschlußfrage von der österreichischen Regierung ni# weiter verfolgt werde. Die finanzielle Hilfe stelle außerdem die Versorgung Oesterreichs mit Rohstoffen und Lebens- Mitteln nur bis Juli d. Js. sicher. Die österreichische Re gterung wir- aufgefordert, ein Wiederaufbauprogramm den
«Liierten Kabinetten vorzulegeu.
Deutscher Reichstag.
Berlin, 25. Januar.
Der Präsident eröffnet die Sitzung um 1 Uhr mittags. Haus und Tribünen sind schwach besetzt. Am Mintstertrsch: Neichsjustizminister H e i n z e.
Abg. M e e r h 0 f (Unabh.) fragt wegen der Ermordung mehrerer Arbeiter in Thüringen durch Reichswehrsoldaten im März des vorigen Jahres an. Regierungsseitig wirb er- tlärt; daß die Untersuchung noch schwebe.
Zur Frage, ob dem Strafverfahren gegen den Abg. Erz- beiger (Ztr.) stattgegeben werden soll, teilt Abg. Dr. Kahl (Dt. Volksp.) als Berichterstatter mit, daß der Ausschuß sich einstimmig für Aufhebung der Immunität ausgesprochen habe.
Abg. Geyer-Leipzig (Komm.) erklärt sich gegen den Antrag des Ausschusses, da politische Motive nicht nntspre- chen dürften.
Aba. Dr. Pfeiffer (Ztr.) stellt fest, daß der Abg Erzberger selbst die Untersuchung gewünscht hat tm Jnter- esse seiner selbst vor seiner Fraktion. Er hoffe, daß die Um tersuchung bald die allgemein gewünschte Klärung schaffen werde. ,
Nach dem Schlußwort des Berichterstatters Dr. K a h ■ (Dt. Vpt.) erteilt das HauS sodann mit allen,,Stimmen gegen diejenigen der Kommunisten und Unabhängigen die Genehmigung zur Strafverfolgung bei
Es ^folg? die Weiterberatung des
Reichsjustizetats -
und der dazu gestellten unabhängigen und kommlmistische« Interpellationen wegen des Amnestieerlasses.
Reichsjustizminister Heinze: Die Angriffe gegen dil Praris der Gerichte richte sich kaum gegen die ZivrljnsnL sondern eigentlich gegen die Strafjustiz. Der Fall Mar'ok ist auf ein Kriegsgerichtsurteil zurückzuführen. Gegen bei General Ludendorff hat sich nichts Belastendes ergeben, Gegen den Leutnant Vogel usw. ist auf der Grundlage bei neuen Aussagen des Jägers Runge ein neues Verfahren eim geleitet worden. Die drei Arbeiter sind abgeurteilt worden weil ihre Sache geklärt war. Das Kammergericht hat „bü Amnestie gegen den Leutnant Vogel für unzulässig erklärt Die Gerichte müßten umgebaut werden, damit sie in eine eng Verbindung mit dem Volksempfinden kommen. Im Straf. Prozeß muß mit dem Prinzip der Sondergerichte gebrocher werden, dann lassen sich die Kompetenzstreitigkeiten, vermev den. Enge Verbindung mit dem Leben der Arbeiterschaf wird auch unsere Gerichte zu einem nähren Verständnis hei Materie bringen. Deshalb möchte ich vor der Anregung, füt die Arbeiterschaft Sondergerichte zu schaffen, entschied« warnen. Was die Kriegsverbrecher anbelangt, so sind in 3t Fällen bereits im Auslande Ersuchen um belastendes Material an die fremden Regierungen abgegangen. Sobald du Aussagen vorliegen, werden erst neue Schwierigkeiten erwachsen, die wir heute noch gar nicht übersehen können. Nm England hat bislang seine Fälle erledigt. Die englisch« Zeugenaussagen sind aber nicht so abgefaßt, baß sie gerichtliä verwertet werden können. Wir haben uns nun bereit erklärt einen Vertreter des Reichsanwalts ins Ausland zu senden um die dortigen Regierungen über die Erfordernisse unserei Prozeßführung aufzuklären. Nach England reist ein Sertrei ter bereits in den nächsten Tagen ab. Der Vorwurf der Verschleppung trifft uns also nicht. (Beifall.)
Abg. Radbruch (Soz.): Sin Zug tiefer Erbitterung gegen unsere Justiz geht durch unser Volk. (Lebhafter Wider, lvruch rechts), insbesondere durch die Arbeiterschaft. Dii Klagen, die aus unseren Kreisen kommen, richten sich geriet hie Strafjustiz. Redner möchte vom Reichsjusiizminisiel wissen, ab denn überhaupt schon auch nur ein Kappverbrechei verurteilt worden ist. Der Fall der Marburger Student« wird uns Anlaß geben, bei der Beratung des Reichswehr-taU eine Neuordnung der Bestimmungen über den Waffen- gebrauch und eine Ergänzung bet Strafprozeßordnung babir zu verlangen, daß mehr als bisher auch die Angehörigen bot Getöteten und Verletzten als Nebenkläger zugelassen werden.
Aba. Dr. Bell (Ztr.): Nach zuverlässigen Mitteilungen ist M dem Berufungsgericht in Landau ein Negeroffizier als Beisitzer tätig. Wir müssen schärfsten Protest dagegen erheben, daß ein Angehöriger der schwarzen Rasse über Deutsch, zu Gericht sitzt. Vom Reichsminister des Innern und von! Minister des Aeußern verlange ich dringend, bei den Gesandten der Entente die nötigen Vorstellungen zu erbeben.
Abg. Dr. Barth (Deutschnatl.): Die Zeit scheint unk für bie Durchführung der großen Gedanken des Ministers nicht recht geeignet. Das trifft auch für die gestellten Anträge zu. Die Angriffe auf den Minister und die Justiz sind so unerhört, daß der Schmutz, der in diesen ausgesprochen wurde, unsere Justiz nicht ereichen kann. Redner spricht sich für die Beibehaltung der Sondergerichte aus und verteidigt bis bayrischen Volksgerichte. Die Hinzuziehung vor! Frauen als Schöffen und Geschworene billige er. Schließlich tritt der Redner für eine Erweiterung der Amtsgericht! ein. Hierauf vertagt sich das Haus. Morgen 1 Uhr: Wei- terberatung, kleinere Vorlagen. Schluß 6% Uhr.
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HavaS meldet aus Paris: Die Reparationskov« veröffentlicht folgende« Bericht über die Lieser, Deutschlands bis zum 81. Dezember 1920: Die Siefen auf Reparationskonto betrugen bis zum 31. Dezember Kohlen (Koks und Braunkohlen Inbegriffen und gieb tig berechnet) 17 818 840 Tonnen, Ammoniak-Sulfat Tonnen, Dampfer, Segler it. Fischerboote 2 034 729 B Tonne», Tiere 300 000 Stück, Sämereien 6 802 558 Kg, lendes Material: Lokomotiven 4571, Waggons 129 555, wagen 5000, festes Eisenbahnmatertal 140 000 Tonnen, wirtschaftliches Material 131505 Tonnen Maschinen Geräte), Farbstoffe 10 787 827 Kg., Pharmazeutische Pn 57 828 Kg., Unterseekabel: Emden — Vigo, Emden- Emden—Teneriffa (1 und 2), Azoren—New York (1 n Teneriffa — Monrovia, Monrovia —Lome, Lome—Z Monryvia—Pernambilco, Koustantinopel—Konstanza, —Guam und Jap—Menado. In vorstehendem Verzr sind verschiedene Lieferungen und Abliefernngen »erst «er Art nicht enthalten, die Deutschland gutgeschrieben den müssen, wofür aber Zahlen nicht angegeben m können, z. V. für Privateigentum, Tetlschulben in 6t getretenen Gebieten und im Saargebiet, nach dem 11. 1918 im Stich gelassenes Material vsw- Endlich umfai Liste die Lieferungen oder Abtretungen, die im Vei mit anderen Mächten als Deutschland vorgesehen fini heute hat die Revarationskommission folgende
Verteilung der deutsche« Lieser«nge« auf Reparatiouskonto vorgenommen: Kohlen: Frai 14 210 582 Tonnen, Italien 1618 534 To., Belgien 11 Tonnen, Luxemburg 588 098 Tonnen; Ammoniak-S Frankreich 19 000 Tonnen; Schiffe (in Brutto - Toi Großbritanuien 1477 839, Frankreich 166 924, J 124 901, Belgien 15 831, Japan 28 678; Flußschiffmat Frankreich 36 730, Belgien 2000; Tiere: Frankreich A Belgien 152 233 Stück: Sämereien: Frankreich 6 50131 Italien 200 Kg., Belgien 301078 Kg.: Farbstoffe: Ven Staaten 1300143 Kg., Großbritannien 3113 802 Kg., ? reich 3 172 632 Kg., Italien 1760 810 Kg., Belgien 11 Kg., Japan 250 062 Kg.: pharmazeutische Produkte: S B0 581 Kg., Belgien 12 385 Kg., Japan 5855 Kg.; roll Material: Lokomotiven: Frankreich 2633, Belgien Eisenbahnwagen: Frankreich 63 658, Belgien 65 897; kraftwageu u. Automobile: Vereinigte Staaten 1314,1 Britannien 1242, Frankreich 2200, Belgien 224; lan! fchaftljches Material und Maschinen: Frankreich ll Zelgien 21573; festes Eisenbähnmaterial: Frankreich! Belgien 50 000 Tonnen. Die Aufteilung der Unterfee sie von den alliierten Mächten einer Konferenz von verständige» in Washington anvertraut war, hat noch ausgeführt werden können.
Für den größten Teil der eben angeführten Liefen wurden Schätzungen vorgenommen. Da einige Haupts aoch nicht gelöst sind, so mußten hier und da an bet verschiedener Unterlagen Zahlen ausgestellt werden, zu Knen später gewählt werden wird. Die Kommissioi sedoch Wert darauf, zu erklären, daß die Zahl, die Dl tand kürzlich bezüglich der Anzahlung aus die 20 Milli Goldmark. Sie es laut Art. 235 des VersaiMer Bert ;u zahlen hat- veröffentlicht hat, die wirkliche Zahl ot sich überschreitet. Die hauvtsächlichsten Werte, bei bettet tlnsicherheit oder Abweichung vorliegt, sind die öfters Besitztümer in den abgetretenen Gebieten, die Schifft Saargebiet, das von den Deutschen nach dem 11. Nom 1918 aufgegebene Material und ein Teil der Kohlen.
Zurückzyerstattende Gegenstände.
Außer den Deutschland gutzuschreibenden Lteferungc stimmt Artikel 288. des Bersailler Vertrages, daß T< land verpfttchket ot zurückzuerstatten Gegenstände Art, Wertpapiere und Gelder, die weggenommen, bei nahmt oder scquestiert worden sind, falls es mögl« dtese zu identifizieren, sei es aus deutschem Gebiet 081 Gebiet der Alliierten. Diese Rückerstattung identtsij Gegenstände ist durchaus zu unterscheiden von den angeführten Lieferungen: Art. 253 des Vertrages sei daß 'deren Wert nicht auf das Reparationskonto Dl lands gebucht werden darf. Die Kommission hat bis 81. Dezember 1920 folgende Rückerstattungen für Frar und Belgien festgestellt: An landwirtschaftlichen Mam Frankreich 13 546, Belgien 14, zusammen 13 560; M für die Industrie: Frankreich 184161, Belgien 87 046 lammen 271207; rollendes Material: Lokomotiven: u reich 273, Belgien 134, zusammen 407; Waggons: Fra»^ 6031, Belgien 12 897, zusammen 12 928. Andere Giitei ebenfalls zurückerstattet worden, wie Wertpapiere, eck wisse Menge Mobiliar und Kunstgegenstände.
Die KommunistenverhMngen.
In der Hochverratsaffaire der im Ruhrrevier bestehenden Roten Armee sind Montag früh wieder 10 politische Verhaftungen in Berlin vorgenommen worden. Auch aus Königsberg werden Verhaftungen in der gleichen Angelegenheit gemeldet. Ebenso sind im Russenlager bei Hameln internierte Russen uns rote Offiziere in Untersuchungshaft genommen worden.
Der zur Behandlung politischer Strafsache« seit einiger Zeit in Kassel eingerichtete Sondergerichtshof ist mit der Untersuchung über die Bildung einer Roten Armee beauf. tragt worden. Die in Essen a. d. Ruhr verhafteten sechs Kommunisten wurden gestern unter starker Bedeckung durch Beamte der grünen Polizei nach Kassel gebracht.
Neue orkanartige Stürme in der Nordsee.
fteue orfanifcbe Stürme, begleitet von heftigen Schnee- lillen toben wieder in der Nordsee. Im Skagerrak und an ter holstemsch-n Küste, ebenso wie an bet Westküste von Nor- vegen und Dänemark ist eine Anzahl neuer Schiffsunfälle zu terzerchnen. Alle Küstenstationen geben fortgesetzt Sturm- varnwrgen «ui. Die Mstenschiffahrt ist größtenteils be. nnbert und dahß? eingestellt -vorder.
Eröffnung der Variser Konferenz.
Die interalliierte Konferenz ist im fetal des Ministeriums des Aeußern eröffnet worden. 10 Uhr 15 traf der Minister für die befreiten Gebiete N im Minisieriam ein. Dann folgten Lord Curzon, M minister Barihou, Lloyd George, Graf Sforza, bie t belgischen Delegierten Jaspar und Theuis, Marschall General Weygand, General Nollet usw. Alle wurde« Foch in den Kongreßsaal geführt, während sich George und Briand in des letzteren Arbeitszimin« gaben, ra sich alsdann gleichfalls in den Uhrensaal? geben. Um 11M Uhr begann die Sitzung unter dem f Briands, der nach einigen Begrüßungsworten ersuchte," Tagesordnung einzutreten. Zuerst wurde die Frage »
Entwaffnung Deutschlands diskutiert. Marschall Foch faßte die Feststellungen bei richt? deZ interalliierten militärischen Ausschusses M sailleZ vom 30. Dezember 1920 zusammen. Er setzte die augenblickliche Lage Deutschlands hinsichtlich der und der Entwaffnung auseinander. Ueber einzelne V gab General Nolle't Auskunft. — Die weitere DM wurde auf nachmittags 4 Uhr vertagt. .
Ein am Abend ausgegebenes 0 ff i z i e l l e s m u n i q u 6 hat folgenden Wortlaut:
In einer Sitzung, die von 4 bis 7 Uhr nach« bauerte, hat die Konferenz die Beratung der Entwand, frage Deutschlands fortgesetzt. Sie hat entschieden, b"° Sachverständigen für Heer, Marine und Luftschifsci^' morgen vormittag unter dem Vorsitz von Marschall 8°« fammenfinben sollen, um die Maßnahmen festzE! durch Deutschland getroffen werden sollen, um die v o> Ausführung der FriedenSklauseln Entwaffnung durchzuführen. Die Sachverständigen 8 per Konferenz alsdann berichten. In der morgen Bnw staitflndenden Sitzung wird zunächst über die Lag,. Oesterreich gesprochen. AlKdcvnn wird in eine W AMtMichro und b« Vfünffrg6« W