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Vorräte für den Eigentümer betraute Inhaber des Gewahrsame?..

§ 7. Innerhalb desselben landwirtschaftlichen Be- Nieds dürfen räumliche Veränderungen mit beschlag- uahmten Vorräten vorgenommen werden. Werden Borräte in eine andere Besitzung gebracht, so ist dazu vorher die Genehmigung des Bürgermeisters bezw. ^g Kammunalverdandes einzuholen

§ 8. Trotz der Beschlagnahme dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe von ihrem selbstgebauten Getreide in der Zeu vom 16. August 1920 bis zum 15, August 1921:

1, Zur Ernährung der Selbstversorger auf den Kopf an Brotgetreide monatlich zwölf Kilogramm, an Gerste und Hafer monatlich je fünf Kilogramm verbrauchen;

2. bk durch die Tarifverträge festgesetzten Deputat- mengcn an Deputatberechiigte zum eigenen Ver brauche liefern, auch soweit sie die in Nr. 1 ge­nannten Mengen übersteigert; ■

3. an das im Betriebe gehaltene Vieh die vorn Reichs minister für Ernährung und Landwirtschaft fest­gesetzten Mengen Gerste und Hafer verfüttern;

4, zur Bestellung der zum Betriebe gehörenden Grundstücke auf das Hektar verwenden; an Winterrogen bis zu 155 kg an Sommerrogen „ „ WO „ an Winterweizen „ ,, 190 „ an Sommerweizen „ „ 185 „

an Gerste „ „ 160 „

an Hafer „ „ 150 „

§ 8a. Trotz der Beschlagnahme dürfen Unter­nehmer landwirtschaftlicher Betriebe Gerste und Hafer aus ihren selbstgebauten Vorräten aus Bezugsschein liefern, soweit der Ankauf aus Bezugsschein gestattet wird. Das nach Maßgabe dieser Bestimmung erworbene Getreide, darf nur für den Zweck, zu dem der Ankauf gestattet wurde, verwendet werden. Die

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In der Privattlage des Katasterlandmessers Sari Tuschick in Nenmagen an der Mnsel, PrivatklägerS, gegen den Seminarlehrer Fritz Schneider in Schlüchtern, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das>-Schössengertcht in Steinan in .der Sitzung vom 10 August, an welcher teilgenommen haben:

Amtsgerichttzrat Tilemann, als Vorsitzender, Metzgermeisrer Heinrich Doll, Steinau, Sattlermeister Ernst Heerdt, Steinau, als Schöffen,

Rechnungsrat Gräber, als Gerichtsschreiber, für Werbt erkannt:

Der Angeklagte Schneider wird wegen Beleidigung zu einer lSeldsirase von' 20 Mk — Ersatzstrafe 5 Mk. -- i Tag Haft — und in die Kosten bc» Verfahrens verurteilt Es wird dem Privatkläger Taschtk die Resugnis zugeiprocheu, die Verurteilung auf Kosten des Verurteilten binnen zwei Monaten nach Rechtskraft des Urteils einmal in der »Schltichterner Zeitung" zu veröffentlichen.

sgez.) Tilemann.

Ausgesertigt:

Steinau, den 25. August 1920.

(L. S) gez. Gräber, RechnungSrat,

1988 GerichtSschreiber des Amtsgerichts.

Geschäfte sind binnen drei Tagen nach Abschluß dem Kommanalverbagd anzuzeigen.

§ 26. Der Unternehmer eines landwirtschaftlichen Betriebs ist verpflichtet, auf Erfordern des Kommunal- verbandeS oder der Gemeinde alle zur Anlegung und Fortführung der Wirtschaftskarte erforderlichen Aus fünfte zu erteilen.

§ 50. Die Eigentümer der Vorräte und die Be­sitzer der Räume sowie die von ihnen bestellten Betriebsleiter u. Aufsichtspersonen haben den Beamten der Polizei und den von der Relchsgetrcidestelle, von den LandeSzentral- behörden, von den Kommunalverbänden oder von der Polizeibehörde beauftruten Personen Zrtrit: zu den Räumen zu gestatten, in denen Getreide oder daraus hrrgestellte Erzeugnifie verarbeitet, aufbewahrt, feilgehalten oder verpackt oüerdieG.lchäftSbücher verwahrt werden, oder Getreide oder daraus hergestellte Erzeugnifie zu ver­muten sind. Sie haben diesen Personen auch jede geford.rtc Auskunft über »Herkunft der Vorräte usw. zu erteilen und bei Feststellung der Vorräte Hilfe zu leisten, Probevelarbeitungen vorzunehmen und den Betrieb während der Besichtigung einzustellen.

§ 76. Wer mit dem Beginn deS 16. August 1920 Vorräte früherer Ernten an Brotgetreide, Gerste oder an Mehl aus Brotgetreide und Gerste, allein oder mit anderem Mehl gemischt, sowie an Schrot, Graupen, Grütze, Flocken in Gewahrsam hat, ist verpflichtet, sie dem Kommunalverband bis zum 20. August, getrennt nach Arten und Eigentümern anzuzeigen.

§ 77. Die Anzeigepflichr (§ 76) erstreckt sich nicht*auf

Vorräte an Brotgetreide und Gerste, die bei einem Besitzer einschl. der daraus hergestellten Erzeugnifie je 25 kg nicht übersteigen,

Vorräte an Erzeugnissen aus Brotgetreide und Gerste, die durch den Kommnualverband an Händler, Verarbeite: oder Verbraucher abgegeben fiud, mit Aus nähme von Mehl- und Schrot aus Brotgetreide und Gerste.

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Sonntag, ben89. Angust d Js.,

abends S'A Uhr im „Hess.-Hof"

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Tagesordnung:

L Aufnahmen

2. Familienabend zur Ehrung der Veseranen betr.

3 Teilnahme an dem Festzug des Fußballklubs betr.

4. Verschiedenes 1045

Der Vorstand.

Am S"un»aa, den 89. b. MtS. nachmittags 4 Uhr findet im Schulsaal der israelit. Gemeinde eine 1041

Geineide

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statt, wozu alle Gemeindemitglie­der hteimit geladen werden

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2, Gehaltsaufbesserung des Syna- gogendieners M. Oppenheimer.

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§ 78a. Wer mit dem Beginne des 16 August 1920 Hafer früherer Ernten, allein oder mit anderen Nahrung?- oder Futtermitteln gemischt, in Gewahrsam hat, äst o-rpflifitet, ihn dem Kommünalverbande bis zum 20. August 1920, getrennt riddj Eigentümern, anzuzeigen.

Schlüchtern, den 21. August 1920.

Der Vorsitzende des KceisÄusschuffes.

Ja den Gemeinden Gräfendors, Rieneck. Schonderfeld und dem Octsreil Kurzfurt, Gemeinde Michelau, Be­zirksamt Gemünden, ist die Maul- und Klauenseuche wieder erloschen.

Schlüchtern, den 23. August 1920.

Der Landrat.

I 'Nr. 10104. In der Gemeinde Jlbeshausen, Kreisamt Lruterbach, ist die Maul und Klauenseuche ausgebrochen. Das Beobachtungsgebiet umfaßt die Gemarkungen Lanzenheim, Jlbeshäuser Waldgemarkung. Grebenhain, Baitshain, Wösbert? und Altenschlirf Schlüchtern, den 23. August 1920.

Der Landrat * *

*

l Schlich der amtL Bekanntmachungen.)

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Gvakgrlische Gemeind« : Sonntag, den 29. August 1920

Norm. 7,10 Uhr: Herr Mifiionar Kühn aus Holland.

Nachm. V»2Uhr: Kindergottesdienst. Herr Superint. Orth. Wochendienst Herr Pfarrer Rollmann.

*

Jugendheim geöffnet 8 Uhr

Katholisch« Gemeinde. Sonntag, den 29. August 1920.

Vorm. i/slO: Amt mit Predigt Herr Kaplan Brehler.

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