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r----------- ging ih« nach und fand ihn hinter der Hecke. Sofort machte Wetzell die Anzeige; die Konferenz trat zu­sammen und Müller wurde auf Antrag Wctzells aus­gewiesen und mußte sofort, also am Abend noch das Seminar verlassen, drei Wochen vor seinem Abgänge. Das war mehr wie hart. Der Seminarist hatte nichts verbrochen, als zwei höchst ehrsame Bürgerstöchter begrüßt; aber er hatte gegen die Seminargesetze verstoßen, in welchen dies verboten war. Wetzell trug die Schvld, aber der Direktor trug die Verantwortung. Und doch hatte Stamm ein weiches Herz. Im Sommer 1857 brach im Seminar der Typhus aus. Der erste, den die Epidemie niederwarf, war der Direktor; wochenlang schwebte er zwischen Tod und Leben. Das Seminar mußte geschloffen werden. Die Krankheit reffte eine Anzahl der k ästigsten jungen Leute wea. Nach seiner Genesung schickte er zu mir und ließ mich bitten einen Spazterganz mit ihm zu machen. Er streckte mir beide Hände entgegen und weinte laut;Ich kann nur noch wehten", sagte er.

Das war Seminardirektor Stamm; er ruht auf dem alten Friedhof. Eine einfache Platte zeigt die Ruhestätte des großen Mannes an; keine liebende Hand schmückt sein Grab. Er ist vergessen. Seine Vorzüge

lMininnHwiiwMfflnMnrwiiiw^wfiM3,i^s»«»MMMiM^^

Für die uns anlässlich unserer

Verlobung |

erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst, f

Rahel Seelig

Bernhard lietkewita.

übeltreffen bei weitem seine Schattenseiten, und nie hat das Senzinar einen gleich fähigen, gleich tüchtigen Se- mina-direktsr gefunden

Vermischtes.

Der Stadtrat in'-zburg erließ ein Tanz­verbot während der Fastenzeit. Stadtrat Racky (So,.) sagte mit Recht, die Leute sollen ins Freie gehen. das ist viel gesünder und vernünftiger als Tanzen und Staubschlucken in den Lokalen.

Bad Nauheim. Frankfurter Kapitalisten als Strohmänner ausländischer Käufer bemühen sich hier um den Erwerb hiesiger Hotels. Ihre Bemühungen hatten bisher keinen Erfolg.

Kaiser Wilhelm will in Amerongen, wo kein Krankenhaus vorhanden ist, zur bleibenden Erinnerung an seinen dortigen Aufenthalt ein Krankenhaus errichten, das dem Johanniter Orden unterstellt werden soll.

Dem Kreis Saalfeld wurden 30 Waggons ausländisches Pferdefleisch (alt GulasL) zu 9 Mk. für das Kilo anaeboten. Man hat aber verzichtet, da mit dem Büchsenfleisch zu böse Erfahrungen gemacht wor­den sind.

Gründlich gereinigte Arzneiflaschen von 75 Gramm Inhalt aufwärts werden gut bezahlt«

Kirchlicher Arqeiger für Achliichtmu

Evangelische Gemeinde:

Sonnabend, den 21. Feh. 1920.

Nachm. 1 Mr: Beichte Herr Pfarrer Rollmann.

Sonntag, den 22. Februar 1920.

Vorm. 10 Uhr: Herr Superintendent Orth.

Hl. Abendmahl.

Nachm. VS Uhr: Kindergottesdienst: Herr Pfr. Rollmann.

Wochendienst: Herr Superintendent Orth.

*

Sonntag, den 22. Februar 1920.

Evangelisch-Kirchlicher Blaukreuz-Verein.

Versammlung in der Kleinkinderschule 4 Uhr. Gäste willkommen.

Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 22. Februar 1920.

Vorm. 10 Uhr: Amt mit Predigt.

Nachm. 2 Ukr: Andacht und Christenlehre.

Herr Kaplan Ramb.

V^ Apotheke^.

? in s

Schlüchtern < A.Müller. .> gegr.

Schlächtern, Februar 1920.

Tapeten und Korden MA- eingetroffen.

TapetenKlePer vorrätig.

Jacob Wolf, Grabeustraße

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Vereinigtegrcnnholzsägebesitzer des Kreises Schlüchtern.

An unsere Runden!

Die enormen Ausschläge der Ausgabe für Betriebstoffe, Del, Maschinenersatzteile und Reparaturen zwingen uns zur Erhöhung der seitherigen Preise um 75%.

Die Preissteigerung soll uns die Aufrechterhaltung unserer Be­triebe bis auf weiteres ermöglichen.

$$. Sauli, Schlüchrern. Seö. Strott, Schlüchtern.

Jos. Keid, Ulmbach. Walter, Jossa.

___M Auty, Soden.

Kttn^olj öfter Arten (Fichte, Kiefer, Lärche, Buche, Eiche) sanft ständig

DmWeselei u. Sägewerk Sterbfritz G. m. b. H Abteilung Einkauf.

In der Privatklagesache des Kaufmanns Max Fürth in München, Privatkläger, vertreten durch die RechlsanwäUe Dr. Seidenberger und Siegfried Adler in München, gegen denKanf- . wann Siegmund Kösterich in RomSthal, Angeklagten, wegen Beleidigung, schloffen die Parteien nachfolgenden Vergleich:

1. Der Angeklagte bedauert, daß er den Privatkläger und seine Ehefrau in ganz grundloser Weise schwer beleidigt hat: er kennt ausdrücklich an, daß die von ihm verbreiteren Behauptun­gen völlig grundlos sind, und nimmt sie mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück.

2. Er ermächtigt den Privatkläger eine dementsprechende Erklärung mit der Unterschrift des Angeklagten einmal in der Echlüchterner Zeitung zu veröffentlichen.'

8. Er zahlt eine Buße von 50 Mark zu Gunsten eines von dem Privatkläger zu bestimmenden Zweckes.

4. Er übernimmt die mit dem Privatklageverfahren und der Veröffentlichung erwachsenen Kosten einschließlich des vereinbarten be- ivnderen AnwaUshonorars.

Vorstehenden Vergleich gebe ich hiermit als Vertreter des Pri- vatklägers Max Fürth in München bekannt.

Unterschrift:

&echtsanwalt Siegfried Mler.

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Fernruf Nr. 98.